Heute abend steht fĂŒr mich ein ganz besonderer Tanz-Anlass auf dem Programm: Missouri-Linedancers, wo ich seit ein paar Wochen mittanzen darf, organisiert eine Interne Dancenight, wozu die Kursteilnehmenden der fĂŒnf fortgeschritteneren Kurse herzlich eingeladen sind – ich bin also mit dabei, juhu!

Alles ist liebevoll und sorgfĂ€ltig vorbereitet, die Liste mit den 60 vorgesehenen TĂ€nzen haben wir alle bereits vor Tagen erhalten, und zu meiner grossen Freude sind auch 20 TĂ€nze aus dem Repertoire von „meinem“ Kurs mit dabei – zudem noch ein paar weitere TĂ€nze, die ich aus anderen Kursen bereits kenne.


VomFeinsten 1


Es ist fĂŒr mich ein Tanzanlass vom Feinsten, gĂ€nzlich verschieden von den öffentlichen LD-AnlĂ€ssen die ich bisher kennengelernt habe: Fröhlich, locker-entspannt und freundlich die Stimmung, die TĂ€nze mit grösster Sorgfalt ausgewĂ€hlt, und jeder Tanz der nicht mehr ganz sattelfest im GedĂ€chtnis von uns Tanzbegeisterten sitzt der wird unkompliziert und selbstverstĂ€ndlich kurz mit ein paar ersten Schritten gezeigt und „reaktiviert“, so dass dann alle gĂ€nzlich stressfrei und frisch-fröhlich mit den ersten KlĂ€ngen des MusikstĂŒckes mit dem Tanz beginnen können. Platz ist genug da, so dass wir uns bei den wunderschönen TĂ€nzen auch frei und grosszĂŒgig bewegen können, nicht dieses gedrĂ€ngte Schulter-an-Schulter und HĂŒfte-an-HĂŒfte stehen wie es sonst oft der Fall ist. Zudem dank der vielen Fenster rundherum viel frische Luft im Raum, so dass auch die aktuelle Sommerhitze keine Probleme macht, und fast das Schönste: Die sommerliche Helligkeit im Raum bis in die spĂ€ten Abendstunden hinein!


VomFeinsten 2


Ja, es ist halt so: Meine LD-LieblingstĂ€nze das sind meist nicht diese „Klassiker“, diese oft etwas hölzern und irgendwie eckig daherkommenden Schrittfolgen zur typischen Country- und Westernmusik, mit viel Gestampfe, und Betonung auf Kraft und Schnellligkeit, also fast ausschliesslich Beinarbeit zur Musik die gerne so laut gespielt wird dass sich die KlĂ€nge ĂŒberschlagen und mein Gehör richtiggehend betĂ€uben, sondern vielmehr die eher neueren, sensibleren, vielseitigeren und fantasievolleren Choreografien zu verschiedensten Musikstilen, die getanzt werden mit den fliessenden Bewegungen aus der Körpermitte, wo nicht vorwiegend die Beinarbeit im Zentrum steht, sondern das tĂ€nzerisch-anmutige GanzkörpergefĂŒhl. Wo auch Arm- und HĂŒftbewegungen einen wichtigen Platz finden, sei es im ChaCha, Rumba, Swing- oder Walzerstil, im Einklang mit der entsprechenden Musik. Auch das kann Linedance sein, und wird dann etwa auch als „Show- oder Turnier-Stil Linedance“ bezeichnet.


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Da aufgrund des Persönlichkeits-Schutzes das Fotografieren an unseren TanzanlĂ€ssen verstĂ€ndlicherweise nicht gerne gesehen wird (bzw meist gĂ€nzlich untersagt ist), habe ich hier zur Illustration aus einem wunderschönen Demo-Video, das öffentlich zugĂ€nglich ist auf YouTube, ein paar illustrative Standbilder herausgepickt, aus dem Tanz „Where Oh Where“, Choreografie von Jo Thompson Szymanski (USA), Feb 21, getanzt von Seong Hwa Lee (KOR) – einer meiner LieblingstĂ€nze, im beschwingten Boogie-Woogie Stil, den ich an der heutigen LD-Night mittanzen durfte.

Mein herzlicher Dank fĂŒr diesen einmalig-wunderschönen Linedance-Tanzabend geht in erster Linie an unsere Kurs- und Schulleiterin Trudi, aber auch an alle tanzbegeisterten Teilnehmenden, die dieses tolle Erlebnis möglich gemacht haben! Gerne bald wieder!!!




VomFeinsten 4


Eine liebgewordene Tradition: Der jedes Jahr Anfang Mai beim Schloss Wildegg stattfindende Pro Spezie Rara Setzlingsmarkt. Seit vielen Jahren schon finde ich hier die interessantesten RaritĂ€ten, Setzlinge die ich dann in meinem Garten und auf der luftigen Dachterrasse den Sommer hindurch nach bestem Wissen und Gewissen hege und pflege, und mich so das Jahr hindurch immer wieder von neuem freuen kann ĂŒber die allerschönsten der alten, selten gewordenen Blumen, KrĂ€uter und GemĂŒse - ein echter Genuss fĂŒr Gaumen und Seele, den ich nicht mehr missen mag! Auch heute ist es wieder soweit: FrĂŒh am Samstagmorgen stehe ich mit meinem grossen Pilzkorb ausstaffiert bereit um einzutauchen in diese faszinierende Welt des riesigen Setzlings-Angebotes, und sehe diese ganze, fast unendlich anmutende FĂŒlle von verschiedensten raren Pflanzensorten bereit zur Auswahl.


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Mein Hauptinteresse gilt wie immer den Tomaten. Hier ist die Auswahl am Setzlingsmarkt besonders ĂŒppig. Die Wahl fĂ€llt nicht leicht, und ist doch Genuss pur. Dieses Jahr entscheide ich mich fĂŒr Sorten mit den klingenden Namen Ananas Tomate, Dattelwein, Gelbe Johannisbeer Tomate, Froschkönigs Goldkugel, Sibirische FrĂŒhe und Wickline, und natĂŒrlich darf die Mexikanische Honigtomate auch dieses Jahr nicht fehlen.


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Was dieses Jahr noch dazu kommt: Ein Griechischer Basilikum, mit seinem kugeligen, sehr kompakten Wuchs - meine Lieblings-Basilikumsorte. Zudem habe ich mir fĂŒr dieses Jahr vorgenommen, mal wieder Kartoffeln zu ziehen. Ich finde in der grossen Auswahl am Kartoffelstand zwei ganz spezielle Sorten von Pflanzkartoffeln: Die als absolute RaritĂ€t und echte Delikatesse bekannte Sorte "Corne de gatte" - eine kleine, festkochende, hĂ€ufig verzweigte Kartoffel, die mit Vorteil mitsamt der Schale genossen wird, sowie "Centifolia" - eine leicht rotschalige, lagerfĂ€hige Kartoffel mit marroniartigem Geschmack.


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Die noch recht kleinen Tomatensetzlinge kommen zuhause fĂŒrs erste in mein kleines Treibhaus, da meine grossen Tomaten-Pflanztöpfe zur Zeit noch besetzt sind von bereits in VollblĂŒte stehenden Puffbohnen. Diese hatte ich bereits Ende Februar ausgesĂ€t, sie werden wohl gegen Ende Mai / Anfang Juni erntereif sein - das passt also zeitlich perfekt. FĂŒr meine beiden raren Kartoffelsorten werde ich noch neue, grosse Pflanztöpfe besorgen mĂŒssen, da meine speziellen "Potato-Pots" mit ihrem korbĂ€hnlichen Innentopf mit bereits ĂŒppig wachsenden Nicola-Kartoffeln bestĂŒckt sind. Die beiden Pro Specie Rara Kartoffelsorten direkt in den Garten in die Erde zu setzen das ist mir einfach zu riskant, nach den leidigen Erfahrungen mit den heftigen Überflutungen durch die Starkregen im vergangenen Jahr. Auf einen Befall mit dem Kartoffel- und KrautfĂ€ulepilz kann ich gerne verzichten.




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Heute stehen zwei spannende Workshops auf dem Programm bei Dancers World in Dietikon: Timur fĂŒhrt uns am Vormittag ein in den anspruchsvollen, sehr dynamischen Linedance "Fake ID" aus dem 2011 neu aufgelegten Musical "Footloose", welcher auf der JubilĂ€umsfeier im Juni als Show-Einlage auf dem Programm steht, und am Nachmittag steht ein "Bourlesque"-Workshop im Angebot.


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Diese Gelegenheit will ich mir nicht entgehen lassen: Einfach mal reinschnuppern, mittanzen, Spass haben! Diese beiden sehr speziellen, fĂŒr mich einmaligen Workshops will ich aktiv tanzend miterleben auch wenn mir klar ist, dass der "Fake ID" fĂŒr mich als begeisterte aber wirklich nicht mehr blutjunge und tempo-besessene Linedance-AnfĂ€ngerin viel zu schwierig, dh vor allem viel zu schnell getanzt wird, und auch wenn ich mir nur schwer vorstellen kann, wie uns die typisch weiblichen, erotisch-verfĂŒhrerischen Bourlesque-Bewegungen von einem mĂ€nnlichen Kursleiter wohl beigebracht werden sollten.


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Da ich sozusagen in weiser Voraussicht, bzw um mich insbesondere den Fake-ID Workshop möglichst cool, stressfrei und angenehm erleben zu lassen die Schritte zum Tanz langsam und gemĂ€chlich zuhause bereits intensiv eingeĂŒbt habe, ist fĂŒr mich dieser Workshop tatsĂ€chlich Genuss pur. Wir sind eine recht grosse, angenehme, fröhliche Gruppe, und tanzen bei guter Stimmung mit Timur als top-motivierender LD-Lehrer, der als offensichtlicher Bewegungsmensch mit jedem seiner Schritte Begeisterung versprĂŒht und dennoch mit viel Geduld und EinfĂŒhlungsvermögen uns allen problemlos "auf die SprĂŒnge" verhelfen kann. Aber selbstverstĂ€ndlich tanzen wir in diesem Workshop zur Musik in stark reduziertem Tempo, und von einer bĂŒhnenreifen Show-AuffĂŒhrung sind wir auch am Ende des zweistĂŒndigen Workshops noch meilenweit entfernt.


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Der Burlesque-Workshop am Nachmittag gestaltet sich ein klein wenig anders als ich mir das vorgestellt hatte, klar! Wir lernen eine Choreografie, die gar nicht so gĂ€nzlich verschieden ist von unseren typischen Linedance-Choreos, allerdings sind nun zusĂ€tzlich zu den speziellen, etwas erotisch angehauchten Schritten bzw Beinbewegungen, auch noch die typischen fliessenden, geschmeidigen und zentral wichtigen Armbewegungen ein unerlĂ€sslicher Teil des Tanzes. Diese schöne Choreografie, die wir heute erlernen, ist recht lang, sehr abwechslungsreich und vor allem bei der X-ten Wiederholung gegen Ende des Workshops auch recht schnell zu tanzen - fĂŒr mich ziemlich anspruchsvoll, insbesondere als meine KonzentrationsfĂ€higkeit gegen Ende der vier heutigen Workshop-Stunden an ihre Grenzen gekommen ist - glĂŒcklicherweise schaut niemand mit kritischem Blick zu...




workshops 4


Inzwischen tanze ich bereits in allen meinen Linedance-Kursen auf Mittelstufe-Niveau und ich denke dass ich es wagen kann, mich erstmals zu einer öffentlichen Linedance Dancenight anzumelden. Solche AnlĂ€sse werden schweizweit regelmĂ€ssig vielerorts durchgefĂŒhrt, unter anderem auch angeboten von unserer Country & Western Linedanceschule "Last Hope Saloon" in Hallwil, einmal jeden Monat alternierend fĂŒr das Level Beginner/Improver bzw Improver/Intermediate. Da wird jeweils volle 4 Std lang durchgetanzt, von acht Uhr abends bis Mitternacht, was bedeutet dass in einer solchen Tanznacht bis zu 80 TĂ€nze aufgelegt werden. Es tanzt jedoch wohl niemand bei allen TĂ€nzen mit, jeder braucht mal eine Pause. Da ich davon ausgehen konnte, dass ausschliesslich TĂ€nze aus unserem schuleigenen Repertoire der niedrigeren Schwierigkeitsstufe gespielt wĂŒrden, konnte ich mir doch gewisse Chancen ausrechnen, dass wohl auch so einige mir bereits bekannte TĂ€nze dabei sein wĂŒrden. Insgesamt habe ich ja inzwischen gegen 90 nicht allzu schwierige TĂ€nze gelernt, davon gegen 50 der insgesamt 170 TĂ€nze die auf der aktuellen Beginner/Improver Repertoire-Liste des Last Hope Saloon aufgefĂŒhrt sind.


Chillout 1


Diese von unserer Schule organisierten Linedance Nights finden jeweils im Eventlokal Chillout des Restaurant Löwen in Boswil / Freiamt statt. Die Teilnehmenden kommen eher selten als Einzelpersonen, sondern mehrheitlich als ganze LD-Gruppen, welche dann gemeinsam an einem fĂŒr sie reservierten Tisch sitzen, und sich auch meist gruppenweise in die Reihen der Tanzenden stellen. Sehr gewöhnungsbedĂŒrftig und nicht ganz einfach fĂŒr mich waren die sehr vielen Tanzenden auf relativ engem Raum, so dass ich oft MĂŒhe hatte, auf der TanzflĂ€che noch ein freies PlĂ€tzchen zu finden wo ich mich hinstellen konnte. Es hiess also fĂŒr alle, möglichst kleine Schritte beim Tanzen, und möglichst keine gröberen Fehler machen, wie etwa auf die falsche Seite drehen oder tanzen, was unweigerlich zu Kollisionen fĂŒhren wĂŒrde.


Chillout 2


Zu meiner grossen Freude konnte ich bei knapp der HĂ€lfte der gespielten TĂ€nze mitmachen - unser DJ Heinz legte im Lauf des Abends ausnahmslos alle TĂ€nze auf welche wir an unseren Kursabenden in den Beginnerklassen gelernt hatten, und auch eine grosse Mehrheit der neu erlernten und der regelmĂ€ssig am Kurs repetierten TĂ€nze aus unserer Improver-Klasse, insgesamt etwa 30 verschiedene TĂ€nze. Hinzu kamen noch einige TĂ€nze die ich an meinen anderen Kursorten gelernt habe. Aber auch wĂ€hrend meinen Tanzpausen war es fĂŒr mich sehr interessant, einerseits neue, teils sehr schöne und fĂŒr mich bis anhin noch unbekannte TĂ€nze kennenzulernen (natĂŒrlich mit dem Hintergedanken, die allerschönsten davon spĂ€ter selbstĂ€ndig zu erlernen), und andererseits die Tanzenden zu beobachten. Die Gruppe die mich am allermeisten beeindruckt hat waren die "Aponi Dancers", problemlos erkennbar am wunderschönen Logo am RĂŒcken ihrer schwarzen Hemden: Ein wunderschöner, grosser blauer Schmetterling, der ein Tanzstiefelchen schmĂŒckt. Diese Gruppe tanzte beeindruckend schön, sehr elegant, in einem sehr einheitlich Tanzstil und mit einer super Ausstrahlung: Bravo!!!


Chillout 3


Ich war mir nicht sicher, ob ich tatsĂ€chlich die vollen 4 Stunden Tanz wĂŒrde mitmachen können, ob meine FĂŒsse durchhalten wĂŒrden (in weiser Voraussicht hatte ich entschieden, an diesem Abend nicht in meinen hĂŒbschen Tanzstiefelchen, sondern ganz banal in meinen sehr bequemen und leichten Dance-Sneakers zu tanzen, was sich absolut bewĂ€hrt hat) und ob ich wirklich bis Mitternacht wĂŒrde mit Freuden wach bleiben können. Aber die Tanznacht war so locker-fröhlich und interessant, auch die GesprĂ€che am Tisch mit Leuten aus anderen Kursen unserer Schule, und nicht zuletzt natĂŒrlich auch die vielen kĂŒrzeren oder auch mal lĂ€ngeren Tanzpausen fĂŒr mich: Erst kurz vor Mitternacht verabschiedete ich mich als klar wurde, dass nur noch drei letzte TĂ€nze auf dem Programm standen, welche ich allesamt nicht kannte, und dann noch der "obligatorische" Tanz "Desirable" als Schlusspunkt, der Tanz der im vorangehenden Workshop gelehrt wurde, den wir bereits zuvor an unseren Kursen in Hallwil kennengelernt hatten, und der zu jeder vollen Stunde aufgelegt worden war - insgesamt viermal hatte ich also mitgetanzt, ein fĂŒnftes Mal denselben Tanz, darauf konnte ich problemlos verzichten. Schön war's, ein supertolles Erlebnis fĂŒr mich, mit vielerlei ganz speziellen EindrĂŒcken! Mein ganz herzlicher Dank geht an die Organisatoren Rosmarie und Heinz! Und natĂŒrlich auch an die vielen Linedancer, die diesen Abend zu einem wunderbaren Erlebnis gemacht haben.



Chillout 4


Corona hin oder her, es ist ein ganz anderes Virus, das mich so richtig gepackt hat und nicht mehr loslassen will: Linedance-Fieber! Musik und Bewegung, Freude und Spass, am liebsten wĂŒrde ich gar nicht mehr aufhören zu tanzen! Und nun ist sogar eine Linedance-Party angesagt, wo ich dank der hilfreichen UnterstĂŒtzung meines LD-Kursleiters Kay auch bereits mittanzen kann und darf: Er hat mir verraten welche TĂ€nze auf dem Programm stehen, so dass ich mich problemlos bereits etwas vorbereiten und einige der einfacheren TĂ€nze fĂŒr diesen Anlass im Voraus zuhause einstudieren kann. Es ist ja tatsĂ€chlich noch etwas frĂŒh fĂŒr mich, nach bloss ein paar wenigen Monaten LD-Kurse bereits an einem solchen Tanzabend mitmachen zu wollen.


LineDanceParty 1


Nach anfĂ€nglicher grosser EnttĂ€uschung weil einfach nichts an meine FĂŒsse passen wollte, habe ich schliesslich doch noch ein Paar sehr hĂŒbsche und vor allem bequeme und passende Tanzstiefelchen gefunden, und diese darf ich nun einweihen an meiner allerersten Linedance-Party. Und damit ich mit diesen Schönheiten an meinen FĂŒssen auch problemlos die zwei oder drei Stunden Tanz durchstehen kann, trainiere ich darin bereits zuhause ein paar Tage vor dem ersehnten Anlass tĂ€glich etwas lĂ€nger, bis mir das Tanzen in diesen Stiefelchen immer selbstverstĂ€ndlicher wird. Es ist ja ein grosser Unterschied, ob ich in leichten Pumps oder Turnschuhen, oder in Westernstiefeln tanze!


LineDanceParty 2


Es sind insgesamt etwa 30 TĂ€nze, die an diesem Abend auf dem Programm stehen, die wenigsten davon kenne ich bereits von meinen Kursen her. Da ich natĂŒrlich nicht gerne allzu lange einfach daneben sitzen und zuschauen möchte wie die andern fröhlich tanzen, investiere ich viel Zeit, wenigstens die einfachsten der fĂŒr mich neuen Choreografien selbstĂ€ndig einzuĂŒben. Dies funktioniert dank www auch völlig problemlos, mit Hilfe von öffentlich zugĂ€nglichen Stepsheet-Sammlungen und von youtube-Videos, welche ich allesamt sehr einfach im Netz finden und runterladen kann. Meine Tanz-Bilanz sieht schliesslich gar nicht so schlecht aus: Etwa 10 der TĂ€nze kannte ich bereits, etwa 10 weitere TĂ€nze habe ich sehr kurzfristig noch selbstĂ€ndig dazu gelernt, und nur etwa 10 der schwierigeren Choreografien sind mir unbekannt geblieben bis zum Tanzabend. Ein paar Tanzpausen sind ja auch ideal fĂŒr mich, da ich bisher noch nie 2-3 Stunden (mit eingerechnet der einstĂŒndige Workshop vor der eigentlichen Tanzparty, fĂŒr den ich mich ebenfalls angemeldet hatte - wenn schon denn schon!) quasi durchgetanzt habe: Es soll ja kein Marathon werden, sondern ganz einfach Spass machen.


LineDanceParty 3


Der grosse Tag ist da, die Stimmung im Tanzsaal bei Dancers World in Dietikon ungezwungen, ausgelassen und fröhlich. Etwa 30 erwartungsvolle Linedance-Fans haben sich versammelt, der Tanzspass unter begeisternder Anleitung der drei LD-Tanzlehrer kann beginnen. Bevor jeweils ein Tanz in beschwingtem Tempo zur Musik getanzt wird, zeigt uns einer der Kursleiter in einem ersten Durchgang einen "walkthrough", also ohne die Musik, relativ langsam und sehr exakt jeden einzelnen Schritt der Choreografie, um unser GedĂ€chtnis wieder auf Vordermann zu bringen. So gelingt dann anschliessend der Tanz im Originaltempo der Musik fĂŒr uns alle meist problemlos. Und da die Kursleiter wĂ€hrend der TĂ€nze an den verschiedenen Seiten des Raumes mittanzen, können wir quasi immer diese Vorbilder "im Auge behalten", trotz der obligaten Drehungen der Gruppe im Raum wĂ€hrend dem Tanzen. Es sind schliesslich nur ein paar wenige der allerdings schönsten und auch schwierigsten Choreografien die ich als Zuschauerin miterlebe - TĂ€nze die ich mir sofort vorgenommen habe, spĂ€ter zuhause ebenfalls noch selbstĂ€ndig erlernen zu wollen. Ein wunderschönes Erlebnis fĂŒr mich, fĂŒr welches ich mich ganz herzlich bedanken möchte, sowohl bei den Organisatoren / Tanzlehrern, wie auch bei allen Teilnehmenden, und vor allem bei Kay, der mir die Teilnahme ĂŒberhaupt erst ermöglicht hat!



LineDanceParty 4


Das Inserat hatte sofort mein Interesse geweckt: Eine Linedance-Schule in einem Nachbarsdorf bot einen Schnupperabend an, diese Gelegenheit wollte ich unbedingt nutzen. Ich meldete mich sofort an, die Gruppe an Interessierten jeglichen Alters war gross. Am Ende dieses Anlasses, der eigentlich gleich einer ersten Tanzlektion entsprach, waren alle derart begeistert von dem was wir hier erleben durften, dass der erste AnfĂ€ngerkurs gleich doppelt gefĂŒhrt wurde - zwei parallele Einsteigerkurse welche direkt nacheinander angeboten wurden. Von da an war ich jede Woche auf dem Tanzparkett damit beschĂ€ftigt, in einer fröhlichen Gruppe von gleichgesinnten und unter geduldiger, verstĂ€ndnisvoller Anleitung unserer Kursleiterin meine Beine zu schwingen, mir die neuen Choreografien einzuprĂ€gen. Nach und nach gewöhnte ich mich immer besser an diese fĂŒr mich zunĂ€chst völlig neuen und ungewohnten Tanzbewegungen mit dem Resultat, dass bald einmal meine Gelenke zu rebellieren begannen, denn auch zuhause ĂŒbte ich regelmĂ€ssig und fleissig weiter.


Linedance 1


Bald aber ging alles besser, meine Gelenke gewöhnten sich an die neue Herausforderung, und die Schmerzen verschwanden mehr und mehr. Dieses regelmĂ€ssige Tanzen brachten fĂŒr mich eine grosse VerĂ€nderung in mein Leben, meine gesundheitliche Situation, sowohl körperlich als auch mental / psychisch: Ich fĂŒhlte mich super, gesund, fit und energiegeladen, das tanzen wurde mit der Zeit fĂŒr mich nicht nur zu einer unerwarteten und erstaunlichen Art von Jungbrunnen, sondern fast schon zu einer "Sucht" im positiven Sinne: Ich wollte nur noch tanzen, am liebsten Tag und Nacht ohne aufzuhören, aber mir war klar, ĂŒbertreiben macht keinen Sinn. Sobald sich eine Überlastung meiner Gelenke bemerkbar machte musste ich Pausen einlegen, und das tat ich auch, denn ich wollte ja tags darauf wieder tanzen können! Viel zu bald war dieser erste Linedance-Einsteigerkurs zu Ende, und die Pause bis zum Beginn des zweiten Kurses nach den Weihnachts-Neujahrs Feiertagen war fĂŒr mich definitiv VIEL zu lang.


Linedance 2


Ich hatte so viel geĂŒbt, immer und immer wieder dieselben sieben TĂ€nze des ersten AnfĂ€ngerkurses getanzt bis ich davon einfach genug hatte. Nicht vom tanzen, aber von diesen paar ewig gleichen TĂ€nzen, die mir zwar zu Beginn sehr gut gefallen hatten, aber inzwischen brauchte ich einfach mal wieder etwas neues. Die TĂ€nze begannen mich zu langweilen, mich dĂŒrstete nach mehr, nach neuen TĂ€nzen, neuen Herausforderungen. Und ich wollte einfach wieder den sozialen Aspekt des Tanzens in einer Gruppe erleben. Also machte ich mich sehr kurzfristig auf die Suche nach weiteren aktuellen Angeboten, was sich allerdings als unerwartet schwierig erwies. Die verschiedenen LD-Gruppen in der nĂ€heren und weiteren Umgebung boten einfach keine neue AnfĂ€ngerkurse an, wohl hauptsĂ€chlich aufgrund der noch immer schwierigen Corona-Situation. Dann, erstaunlicherweise, fand ich die zahlreichen Angebote der Migros Klubschule: An verschiedenen Standorten im Kanton standen diverse Kurse verschiedener Schwierigkeitsstufen auf dem Programm, und es wurde ausdrĂŒcklich erwĂ€hnt, dass ein Einstieg auch in einen bereits laufenden Kurs jederzeit möglich sei.


Linedance 3


Mein Einstieg in einen bereits langsam zu Ende gehenden Einsteiger-Folgekurs brachte mir neue, wertvolle Tanz-Impulse, nicht zuletzt da ich mich sehr motiviert fĂŒhlte, das gesamte Repertoire der beiden Kurse nun innerhalb kĂŒrzester Zeit im Selbststudium zu erlernen, mit Hilfe der Stepsheets und verschiedener Tanz-Videos die sehr einfach im Web und auf YouTube zu finden sind. Ich wollte ja mit diesem Kurs mithalten können ohne Stress, und gegen Kursende wird ja immer alles bereits gelernte repetiert. Diese Erfahrung war fĂŒr mich derart positiv, und die lange Winterpause meines ursprĂŒnglichen Kurses schien mir noch immer unendlich bzw inakzeptabel lang, dass ich knapp ĂŒberlappend noch einen weiteren Kurs an einem anderen Standort buchte, diesmal in einer etwas höheren Schwierigkeitsstufe. Die sehr einfachen Beginner-TĂ€nze waren inzwischen einfach zu wenig herausfordernd geworden fĂŒr meine BedĂŒrfnisse. Die etwas anspruchsvolleren TĂ€nze der Mittelstufe, von welchen ich inzwischen auf eigene Faust ein paar gelernt hatte, machten mir einfach viel mehr Spass. Auch dieser neue Mittelstufenkurs, bei welchem ich seit ein paar Wochen nun fröhlich mittanzen kann, macht mir sehr viel Freude. Und gleichzeitig proben wir nun an meinem ursprĂŒnglichen Kursort fĂŒr meinen allerersten Linedance-Auftritt, der im Januar geplant ist. Mit einer Kleingruppe aus unseren AnfĂ€ngerkursen, und dies in richtigem, einheitlichem Western-Outfit, das uns von unserer Kursleiterin fĂŒr diesen Auftritt zur VerfĂŒgung gestellt wird: So macht das Linedancing noch viel mehr Spass!

Herzlichen Dank an die beiden LD-Kursleiter Rosmarie Zbinden (Last Hope Saloon, Hallwil) und Roland Rösch (Migros Klubschule, Aarau), dass ich von ihren Fotos hier zeigen darf!




Linedance 4


Beim AufrÀumen in meinen SchrÀnken habe ich sie gefunden: Ein paar grosse, glatt-glÀnzende, eiförmig-ovale, braun-marmorierte Samen. Knapp kann ich mich wieder erinnern: Es handelt sich vermutlich um wohl bereits etwa 20 Jahre alte Samen von einer wunderschönen, riesengrossen Rizinus-Pflanze, die damals in einem grossen Topf in meinem Garten gewachsen war. Die Samen hatte ich so schön gefunden, dass ich ein paar davon aufbewahrt und seither lÀngst wieder vergessen hatte.


Wunderbaum 1


Ich habe mich schlau gemacht und gelesen, dass solche Samen bis zu drei Jahren keimfÀhig bleiben. Dennoch wollte ich das Experiment wagen, und steckte drei dieser ururalten, imposanten Riesenbomber gegen Ende Mai in kleinen Anzuchttöpfen in die Erde - ob sie wohl nach 20 Jahren noch immer keimen können? Und tatsÀchlich: Mitte Juni streckten sich drei dicke, fleischige, rosafarbene StÀngel aus der Erde, und bald darauf konnte ich die grossen KeimblÀtter sehen, wie sie langsam von ihrem krÀftigen, gebeugten StÀngel aus der Erde gezogen wurden: Die Keimung ist erstaunlicherweise bei allen drei Samen nach den langen zwanzig Jahren tatsÀchlich gelungen!


Wunderbaum 2


Da die Rizinuspflanze in allen ihren Teilen giftig ist, wollte ich sie nicht in meinem Garten wachsen lassen, wo jede Ecke jederzeit frei zugĂ€nglich ist fĂŒr mancherlei Kinder, Hunde und Katzen, FĂŒchse, Marder und anders Getier, die an schönen Sommertagen (und -nĂ€chten) zuhauf an unserem Haus und Garten vorbeispazieren und ihre gwundrigen Nasen ĂŒberall hineinstecken - sicher ist sicher, und so bekamen meine Rizinuspflanzen ihren Platz auf unserem sonnigen und luftigen Dachbalkon zugeteilt, welchen sie den ganzen Sommer hindurch mit unseren ChamĂ€leons und Geckos teilten - die Reptilien sicher geschĂŒtzt in ihren luftigen Gaze-Terrarien - ihnen drohte also keine versehentliche Vergiftung.


Wunderbaum 3


Die Rizinuspflanze (Ricinus communis), auch bekannt als Wunderbaum, Hundsbaum oder Christuspalme, gehört zu den WolfsmilchgewĂ€chsen und ist ursprĂŒnglich in den Tropen und Subtropen beheimatet. Dort gedeiht sie als mehrjĂ€hriger, ĂŒber 10 Meter hoher Baum mit verholzendem Stamm, wĂ€hrend sie in unseren, kĂŒhleren und saisonalen Breitengraden als einjĂ€hrige, krautige Pflanze je nach Wachstumsbedingungen etwa 2 bis maximal 4 Meter hoch wird, im Winter ihre oberirdischen Teile einzieht und im FrĂŒhling wieder neu austreiben kann.


Wunderbaum 4


Die Pflanzen wachsen enorm rasch, die dunkelgrĂŒnen bis rötlichen, handförmig gezackten LaubblĂ€tter mit langem, dickem, saftigem Stiel werden gut und gerne 50 cm gross. Die endstĂ€ndigen, traubigen oder rispigen BlĂŒtenstĂ€nde werden im August gebildet und reifen bis im Oktober. Die roten, weiblichen BlĂŒten entstehen in der oberen HĂ€lfte des BlĂŒtenstandes, die weissen bis hellgelben mĂ€nnlichen BlĂŒten entwickeln sich in der unteren HĂ€lfte. Die FruchtstĂ€nde sind rundlich und rundherum mit intensiv roten, weichen langen Stacheln besetzt, und erinnern an die FrĂŒchte von Kastanien.


Wunderbaum 5


Rizinuspflanzen lieben einen warmen, vollsonnigen und möglichst windstillen Standort. Dieses Jahr war leider absolut nicht nach ihrem Geschmack: Regnerisch und kĂŒhl, und immer wieder Starkwindphasen mit heftigen Böen, welche die grossen LaubblĂ€tter immer wieder arg beutelten. Die grossen Pflanzen in ihren voluminösen und sehr schweren Töpfen waren zu schwer, um sie immer mal wieder ins Innere meines Estrichs zu schleppen. Mir blieb also nichts anderes ĂŒbrig, als sie auf allen Seiten an krĂ€ftige StĂŒtzstĂ€be festzubinden.


Wunderbaum 6


Die beiden schönen, grossen und gesunden Rizinuspflanzen, welche ich auf meinem Dachbalkon gepflegt habe, die sind trotz all dieser Widrigkeiten recht gut gediehen und beglĂŒckten mich den ganzen Sommer und Herbst hindurch, wobei ich ganz besonders viel Freude hatte an den wunderschönen und imposanten BlĂŒten- und FruchtstĂ€nden, welche bis weit in den Oktober hinein in intensivsten Weiss- und Rottönen leuchteten. Die dritte, kleinere und mit etwas VerspĂ€tung gekeimte Rizinuspflanze hatte ich, als sie etwa 30 cm hoch gewachsen war, in meinem eingezĂ€unten und sicher abschliessbaren PflanzplĂ€tz in meinem Obstbaumgarten-GrundstĂŒck in die Erde gesetzt in der Erwartung, dass sie hier im tiefgrĂŒndigen Erdboden gute Chancen hĂ€tte, ebenfalls schön und gross heranzuwachsen. Weit gefehlt: Sie wurde leider bereits in den ersten zwei Tagen vollstĂ€ndig von den Schnecken vertilgt.


Wunderbaum 7

Nun hoffe ich auf noch ein paar schöne, sonnige, warme Herbsttage bis Ende Oktober, damit die Rizinus-FrĂŒchte auf meinem Dachbalkon genĂŒgend Zeit bekommen um auch richtig reif zu werden. So könnte ich nĂ€chstes Jahr aus den frischen, diesjĂ€hrigen Samen weitere Exemplare dieser wunderschönen und beeindruckenden Pflanzen ziehen - falls nicht, dann habe ich ja immerhin noch ein paar von den uralten Samen vorrĂ€tig, gut möglich dass diese noch ein weiteres Jahr lang keimfĂ€hig bleiben. Übrigens: Der botanische Name "ricinus" steht fĂŒr "Laus, Ungeziefer", denn die Samen erinnern in ihrer Form an vollgesogene Zecken..




Wunderbaum 8


An der Terraristikbörse von Ende August hatte ich noch eine weitere Fangschrecke erworben: Ein vor kurzem erwachsen gewordenes Stagmatoptera supplicaria Weibchen, eine verhĂ€ltnismĂ€ssig grosse Mantiden-Art welche aus Peru stammt und erst seit relativ kurzer Zeit in Europa gezĂŒchtet wird. Ein Deutscher Name fĂŒr diese Tiere hat sich noch nicht etabliert. Die Weibchen sind etwa 8 cm lang und damit etwa doppelt so gross wie meine gelbe Orchideenmantis, die MĂ€nnchen sind bei dieser Art mit ca 7 cm nicht viel kleiner. HauptsĂ€chlich grĂŒn, zeigen die Weibchen in der Mitte ihrer VorderflĂŒgel je eine hĂŒbsche, grosse, braun-weisse Augenzeichnung.


Oothek 1


Nachdem ich meinen beiden Fangschrecken zunĂ€chst mal kleine Fruchtfliegen und Ofenfische, spĂ€ter dann auch Terflies (eine grössere Fliegenart) und selber gefangene Wiesenheuschrecken verfĂŒttert habe und mich bereits da ihre blitzschnelle und zielsichere Fangtechnik fasziniert hat, ebenso ihr fast unstillbar erscheinender Appetit, wollte ich es dann wirklich wissen: Ich hatte gelesen, dass die Fangschrecken Futtertiere bis zu mind. 2/3 ihrer eigenen Körpergrösse ohne weiteres ĂŒberwĂ€ltigen und fressen können. Das wollte ich mit eigenen Augen sehen.


Oothek 2


Inzwischen hatte ich als neue und grosse Futtertiere Steppengrillen besorgt. Einen der wirklich grossen, dicken "Bomber" setzte ich meiner grossen Mantide, ein kleineres Exemplar meiner deutlich kleineren Orchideenmantis vor. Die beiden waren offensichtlich sehr hungrig, sie packten sich die Beute innert Sekunden, kaum waren die Grillen in ihrer Reichweite im Terrarium gelandet. Obwohl Mantiden nicht unbegrĂŒndet als typische LauerjĂ€ger bezeichnet werden: Wenn die fette Beute sich nicht bewegt, so bewegen sich halt meine Fangschrecken ohne zu zögern und erstaunlich rasch auf die attraktive Beute zu, schlagen mit ihren langen Fangarmen prĂ€zise zu und verspeisen dann ihr Opfer Biss um Biss mit ihren filigranen aber krĂ€ftigen Mundwerkzeugen bis nichts mehr ĂŒbrigbleibt, und zuletzt die Fangarme akribisch gesĂ€ubert werden.


Oothek 3


Die allergrösste und unerwartete Überraschung aber war fĂŒr mich, als meine Stagmatoptera, gerade mal drei Wochen in meiner Obhut, heute frĂŒhmorgens begonnen hatte, ihre erste Oothek zu bauen: Eine weiche, weisse, noch feuchte, styropor-Ă€hnliche Masse drĂŒckte sie Portion um Portion aus einer Öffnung am Ende ihres Hinterleibes, und baute damit eine Glocken-Ă€hnliche Struktur, welche im Normalfall die da hinein gelegten Eier vor Temperatur- und Feuchtigkeitsexzessen sehr gut schĂŒtzen kann. Da aber meine Mantide nicht verpaart wurde, werden aus dieser kunstvoll gebauten Oothek keine jungen Mantiden schlĂŒpfen - Parthenogenese kommt bei den Mantiden nicht vor, dennoch bauen die Weibchen unbeirrt ihre Ootheken.



Oothek 4


Ende August endlich, der grosse Tag: Die erste Terraristik-Börse seit langen Monaten findet wieder statt. Schon seit Monaten trĂ€ume ich nĂ€mlich davon, einige hĂŒbsche Vertreter einer der wohl faszinierendsten Insektenarten, die ohne Risiko und ohne besondere Bewilligung als Haustier gehalten werden können und dĂŒrfen, in meine Obhut zu nehmen: Fangschrecken, besser bekannt als Gottesanbeterinnen, oder Mantiden, sollen erstmals bei uns einziehen!


Helvia 1


Die einzige der rund zweieinhalbtausend bekannten Fangschrecken-Arten die in Mitteleuropa vorkommt, die EuropĂ€ische Gottesanbeterin (Mantis religiosa), ist streng geschĂŒtzt und darf weder gefangen noch gehalten werden. Ansonsten handelt es sich bei diesen geflĂŒgelten Insekten ĂŒberwiegend um wĂ€rmeliebende Tiere aus den Tropen und Subtropen. Ein wichtiges Auswahlkriterium fĂŒr mich ist deshalb, eine Mantiden-Art zu finden die sich auch bei ĂŒblicher Zimmertemperatur wohl fĂŒhlt.


Helvia 2


Seit langem schon fasziniert mich die aussergewöhnlich hĂŒbsche Orchideenmantis (Hymenopus coronatus), welche ihren umgangssprachlichen Namen deshalb trĂ€gt, weil sie, insbesondere in den Jugendstadien, fĂŒr das menschliche Auge der bekannten Phalaenopsis-OrchideenblĂŒte tĂ€uschend Ă€hnlich sieht. Eine zweite, deutlich seltener gezĂŒchtete Art, die als gelbe Orchideenmantis (Helvia cardinalis) bekannt ist, weil sie als erwachsenes Tier eine wunderschön zitronengelbe Farbe trĂ€gt, toleriert auch deutlich kĂŒhlere Temperaturen, und ist auch bei Zimmertemperatur gut zu halten. Sie stammt aus Thailand und Malaysia, und sie vertrĂ€gt nachts auch problemlos relativ kĂŒhle 18°: Die ideale Wahl fĂŒr meine VerhĂ€ltnisse.


Helvia 3


Gottesanbeterinnen sind kannibalistisch veranlagt, insbesondere die Weibchen, welche deutlich grösser sind als die MĂ€nnchen, und die schon mal einen unvorsichtigen Verehrer vor oder nach der Begattung verspeisen - es empfiehlt sich deshalb die Einzelhaltung. Ein ZĂŒchter dieser Tiere wĂ€hlt gezielt den idealen Zeitpunkt fĂŒr die Verpaarung, und trennt die Tiere anschliessend gleich wieder. FĂŒr mich als absoluter Neuling in diesen Belangen und ohne zĂŒchterische Ambitionen ist die Wahl eines einzelnen weiblichen Tieres also die empfehlenswerte Lösung fĂŒr den Moment. Also entscheide ich mich fĂŒr's erste fĂŒr ein junges, noch nicht erwachsenes weibliches Tierchen der Helvia cardinalis.


Helvia 4


Zuhause, kaum ein wenig eingewöhnt in ihrem frisch eingerichteten Terrarium, ĂŒberraschte mich die kleine Orchideenmantis mit ihren beeindruckenden JagdkĂŒnsten als aufmerksame und reaktionsschnelle LauerjĂ€gerin, und ihrem schier unersĂ€ttlichen Appetit. Fliegen und Ofenfischchen hat sie gleich reihenweise gefressen! Und, kaum eine Woche bei uns, kam fĂŒr mich eine noch viel grössere Überraschung: Das Jungtier hatte sich nicht nur gehĂ€utet, womit ich ja rechnen musste, sondern es war auch gleich die AdulthĂ€utung: Und seither sitzt sie da, nicht mehr hell weisslich mit leicht gelblichgrĂŒnem Anflug, mit ihrem jugendlichen, hochgestellten, fast aufgeringelten Abdomen orchideengleich und kaum viel mehr als 2 cm klein, sondern zitronengelb mit langen, zart brĂ€unlich gefleckten FlĂŒgeln, gerade und gestreckt gehaltenem Abdomen und einer recht stattlichen Grösse von gut 4 cm KörperlĂ€nge: Quasi ĂŒber Nacht erwachsen geworden!


Helvia 5


Eine Fangschrecke ist in der Lage, Insekten und andere Kleintiere bis zu 2/3 der eigenen Körpergrösse zu ĂŒberwĂ€ltigen und zu fressen! FĂŒr mich ist es tatsĂ€chlich ein mich immer wieder von neuem faszinierendes Schauspiel zu beobachten, wie meine Helvia blitzartig zuschlĂ€gt mit ihren geschickten, langen Fangarmen, und danach die grosse, dicke Grille, oder eine der hĂŒbschen, bunten, schlanken WĂŒstenheuschrecken in fester Umarmung und mit doppeltem, sicherem Griff ihrer dornenbewehrten Vorderbeine, StĂŒck fĂŒr StĂŒck auffrisst, beginnend mit dem Kopf, wĂ€hrend sich das Opfer bis fast zuletzt noch immer sehr lebhaft bewegt: Raubschrecken werden sie auch genannt, die Mantiden, und dies völlig zu Recht.


Helvia 6

 



 


Hanf - eine vielseitiger verwendbare, nĂŒtzlichere und fĂŒr mein persönliches Empfinden schönere Pflanze gibt es wohl kaum. FĂŒr mich ist das Jahr 2021 vor allem mein Jahr des Hanfes. Von drei verschiedenen CBD-Hanf Sorten hatte ich im zeitigen FrĂŒhling je ein paar wenige Samen bestellt um damit meine ersten Erfahrungen mit dem Indoor Anbau dieser einzigartigen GewĂ€chse machen zu können. Als erstes startete ich mit einer praktisch narrensicheren AnfĂ€ngersorte: Swiss Dream RosĂ© Auto, feminisiert. Aus den Samen entstehen ausschliesslich weibliche Pflanzen, die ĂŒberdies auch selbstblĂŒhend sind, also unabhĂ€ngig von der LĂ€nge der Licht / Dunkelphase 2 Monate nach der Saat bereits mit der BlĂŒtenbildung beginnen. Mit diesen Pflanzen habe ich wohl alle AnfĂ€ngerfehler gemacht die man machen kann: Zu wenig Licht und WĂ€rme, zu kleiner Pflanztopf und falsche Erde, keine DĂŒnger.... und trotzdem hat's funktioniert. Auch wenn diese reinen Indoor-gezogenen Pflanzen bei mir bloss 25 cm hoch geworden sind bis sie nach drei Monaten bereits erntereif waren, die BlĂŒten waren voll von himmlisch duftendem Harz. Anschliessend habe ich mich in weitere Abenteuer gestĂŒrzt und experimentiert mit den empfohlenen Verarbeitungsschritten nach der Ernte: ManikĂŒren, Trocknen, Fermentieren, Decarboxylieren... das volle Programm!


Hanfpflanzen 1


Auch meine zweite CBD-Sorte, die nicht selbstblĂŒhende Mamba Negra, hatte ich in meiner freudigen Ungeduld zu frĂŒh gesĂ€t, auch diese musste sich zu Beginn zufrieden geben mit dem Kunstlicht in meinem Reptilien-Winterquartier. Da es sich jedoch um eine fotoperiodische Sorte handelt, wo der BlĂŒhbeginn durch die TageslichtlĂ€nge (bzw durch die LĂ€nge der nĂ€chtlichen Dunkelperiode) gesteuert werden kann, hatte ich die Chance, sie lĂ€nger in der Wachstumsphase zu halten, und konnte zudem die PflĂ€nzchen ab Ende Mai auf meinem Dachbalkon im natĂŒrlichen Sonnenlicht wachsen lassen: Es war endlich warm genug geworden. Ab diesem Moment begannen diese Pflanzen erst so richtig zu gedeihen und deutlich an Masse zuzunehmen. Die Endhöhe bewegte sich schliesslich zwischen 50 und 60 cm. Sie wurden auch annĂ€hernd genauso breit, mit vielen Verzweigungen und sehr buschiger Wuchsform, und sie bildeten eine grosse FĂŒlle an herrlich duftenden BlĂŒten mit sehr vielen HarzdrĂŒsen.


Hanfpflanzen 2


Als dritte CBD-Sorte hatte ich die ebenfalls fotoperiodische, also nicht selbstblĂŒhende Fenodream gewĂ€hlt. Diese Keimlinge zeigten zu Beginn grösste MĂŒhe, nur schon ihre KeimblĂ€tter aus der harten Samenschale zu ziehen, und auch spĂ€ter wollten sie sich einfach nicht so richtig entwickeln, trotzdem ich inzwischen meine vielen AnfĂ€ngerfehler korrigiert hatte und die jungen PflĂ€nzchen schon sehr bald raus an die Sonne stellen konnte. Trotzdem entwickelten sich daraus schliesslich ebenfalls wunderschöne Pflanzen, eher wenig verzweigt und nicht ganz so buschig, mit einer Endhöhe von etwa 50 cm und ausserordentlich kompakten, schweren BlĂŒtenstĂ€nden. Und auch hier: Sehr viel Harz, wunderbar fruchtiger Duft und demnĂ€chst erntereif. Ein sehr spannendes Hanfanbau-Jahr neigt sich nun langsam dem Ende zu. Was bleibt sind, nebst den spannenden Erlebnissen, diese schönen Pflanzen beim Wachsen und Sich-entwickeln begleiten zu dĂŒrfen, viele viele herrlich duftende Buds, die mir noch fĂŒr viele Monate wunderbaren Teegenuss bringen werden.


Hanfpflanzen 3


Auch mit dem Outdoor-Anbau im natĂŒrlichen tiefgrĂŒndigen Gartenboden, wo die Nutzhanfsorten ihre lange Pfahlwurzel tief in die Erde schieben können, wollte ich es versuchen, einfach so, aus Neugier. Da ich aber keine mehrere Meter hohe Pflanzen in meinem Obstbaumgarten wachsen lassen wollte wĂ€hlte ich die eher kleinwĂŒchsige Samenhanfsorte Finola, die als Abkömmling des Ruderalis-Typs als SelbstblĂŒher mit kurzer Entwicklungszeit trotz Saat recht spĂ€t im Jahr doch noch rechtzeitig zur BlĂŒte kommen sollte - diese Samen hatte ich erst sozusagen in letzter Sekunde gegen Ende Mai gesĂ€t. Trotz StarkregenfĂ€llen mit Hagel und schweren Überschwemmungen in den Pflanzbeeten, und in der Folge kaum einzudĂ€mmendem Schneckenfrass, schafften es doch wenigstens ein paar dieser PflĂ€nzchen bis zur BlĂŒte - sie erreichten eine Wuchshöhe von etwa 1 Meter, und wie es zu erwarten war, hatte ich nebst weiblichen Pflanzen auch einige MĂ€nnchen und diverse Zwitter, mit mĂ€nnlichen und auch weiblichen BlĂŒten an derselben Pflanze. Da ich aber zeitgleich zuhause auf meinem Dachbalkon verschiedene weibliche CBD-Sorten in VollblĂŒte stehen hatte entschied ich mich, das Risiko einer unbeabsichtigten BestĂ€ubung durch PollenrĂŒckstĂ€nde an meinen Kleidern oder Haaren nicht einzugehen, und erntete diese Pflanzen sobald die ersten mĂ€nnlichen BlĂŒten ihre PollensĂ€cke zu zeigen begannen.

 


Hanfpflanzen 4


Der ungewohnt kĂŒhle und stark verregnete Sommer in diesem Jahr, der unseren Garten zum veritablen Schnecken-Eldorado und damit allen unseren frisch gesĂ€ten und liebevoll gesetzten jungen Pflanzen radikal den Garaus machte, verschonte immerhin weitgehend unsere zahlreichen Pflanzkisten. Spinat, Chefen und Buschbohnen konnte ich zuhauf ernten. Als ich dann die abgeernteten Bohnenstauden ausriss, um fĂŒr eine zweiten Saat Platz zu schaffen, da entdeckte ich zu meiner riesengrossen Überraschung und Freude auf den wild zwischen den Buschbohnen aufgekommenen und sehr hoch gewachsenen Dillpflanzen, auf den Dolden sitzend gleich mehrere wunderschön gefĂ€rbte, schon recht grosse Raupen. Deren FĂ€rbung ist so charakteristisch dass ich mir sicher war, sie mit Hilfe meiner BĂŒcher oder dank Internet bestimmen zu können.


Rebliraupen 1


Und tatsĂ€chlich, da ist kein Zweifel: Es handelt sich um Raupen des wunderschönen Schwalbenschwanz-Schmetterlings! Auf der bereits abgeschnittenen Dill-Dolde sitzend hatte ich die Raupen mit nach Hause gebracht und fand dort in meinem kleinen Hausgarten als weitere Überraschung auf meinem GewĂŒrzfenchel nochmals eine dieser schönen Raupen. Nun ist mein Plan klar: Den Fenchel im Pflanztopf setze ich mitsamt seiner Raupe in mein grosses, selber gebasteltes aber noch unbewohntes Terrarium und stelle dieses auf meinem Dachbalkon an geschĂŒtzter Stelle auf, setze meine Dill-Dolden mit ihren Raupen ebenfalls dort hinein, in einem kleinen, eng-halsigen Becher mit Wasser, und damit ist nun mein neues Raupen-Terrarium entstanden.


Rebliraupen 2


Aus der Literatur lerne ich, dass der Schwalbenschwanz jeden Sommer je nach Witterung zwei oder sogar drei Generationen von Raupen entstehen lĂ€sst. Die Eier setzt er einzeln auf die typischen Futterpflanzen wie Dill, Fenchel oder wilde Karotten. Diese Raupen werden deshalb auch gerne als "RĂŒebliraupen" bezeichnet. Die Raupengeneration die eher spĂ€t im Jahr aus dem Ei schlĂŒpft und sich erst nach Mitte August verpuppt, ĂŒberwintert im Puppenstadium. Der Schmetterling schlĂŒpft dann erst im kommenden FrĂŒhling, im April oder Mai. Mit einer sicheren Überwinterung im geschĂŒtzten Terrarium kann ich diesen schönen Insekten also einen unbeabsichtigten Tod auf dem Kompost oder in der MĂ€hwiese ersparen.


Rebliraupen 3


NatĂŒrlich mĂŒssen die Raupen, und spĂ€ter dann die Puppen, unbedingt ĂŒber den ganzen Winter draussen auf dem Balkon bleiben - es darf ja nicht sein dass sie, falsch gehalten bei Zimmertemperatur, mitten im Dezember als Schmetterlinge schlĂŒpfen weil es zu warm ist. Ich freue mich sehr auf die kommenden Tage, wo ich diese wunderschönen Raupen beobachten kann wie sie fleissig futtern am Dill oder Fenchel - nebst dem feinen grĂŒnen Kraut lieben sie offensichtlich ganz besonders die feinen, sehr nahrhaften BlĂŒten an den Dolden des Dill. Wie die Raupen gross und dick werden und sich schliesslich verpuppen - und dann ist ein Winter lang Geduld angesagt bis ich hoffentlich im nĂ€chsten FrĂŒhling den Moment nicht verpasse, wo aus den Puppen nach der Metamorphose Schwalbenschwanz Schmetterlinge schlĂŒpfen werden.



Rebliraupen 4


Ein ungewöhnlich nasser und kĂŒhler Sommer dieses Jahr! Der Grundwasserspiegel steigt und steigt, Seen und FlĂŒsse treten vielerorts ĂŒber die Ufer, ĂŒberschwemmte Wiesen, Felder, GĂ€rten und Keller in allen Landesteilen, immer und immer und immer wiederkehrende unwetterartige Gewitter mit Starkregen und HagelzĂŒge verwĂŒsten ganze Landstriche und setzen sie unter Wasser. Auch unser grosser Karpfenteich tritt erneut ĂŒber die Ufer, der Wasserspiegel steht gegen Ende Juli nochmals um fast 25 cm höher als nach den grossen Überschwemmungen im Februar. Diesmal wurde es wirklich knapp: Mein Forstwagen steht bereits von zwei Seiten her im Wasser! Doch er kommt nochmals davon mit "nassen FĂŒssen", und wieder bleibt es uns erspart, ihn quasi notfallmĂ€ssig und in letzer Sekunde mit einem schweren Zugfahrzeug aus dem Wasser ziehen zu mĂŒssen.


Land unter 1


Unsere Windhunde freut's, im seichten Wasser auf der grossen, ĂŒberschwemmten Liegewiese herumzuplantschen - bis zuerst der Qa'ani, spĂ€ter auch noch der Parween schreiend sich aus dem Wasser stĂŒrzt, mit den Pfoten wild und verzweifelt um sich schlĂ€gt und sich wieder und wieder die schmerzenden Stellen leckt. Sehen kann ich nichts ungewöhnliches - ob sie wohl versehentlich in ein ĂŒberschwemmtes Ameisennest mit ertrinkenden und sich verzweifelt und aggressiv wehrenden Ameisen getreten sind? Und da auch der Seeuferweg rund um den Karpfenteich ĂŒberschwemmt und damit unbegehbar geworden ist, bleibt den Hunden nur noch die Runde oben dem hohen Zaun entlang, das ist irgendwie nicht so lustig.


Land unter 2


Derweil schwimmen ein paar grosse, geschĂ€tzt gegen 1 Meter lange Karpfen ruhig im seichten Wasser durch das Gras. Sie ziehen gemĂŒtlich ihre Runden und weiden genussvoll im saftigen GrĂŒn. Eigentlich mĂŒsste man sie also Graskarpfen nennen - aber es sind Schuppenkarpfen. Sie mögen das seichte, warme Wasser und den reich gedeckten GrĂŒnfutter-Tisch, dort wo ĂŒblicherweise unser Campingtisch stehen wĂŒrde. Aus einem Fenster meines Forstwagens heraus kann ich ein paar Fotos von den beeindruckenden grossen Fischen machen, aus diesem Blickwinkel heraus sind die Spiegelungen an der WasseroberflĂ€che kein Problem mehr.


Land unter 3


Land unter, das gilt auch fĂŒr unseren Obstbaumgarten, wo alle unsere diesjĂ€hrigen Pflanzprojekte regelrecht ins Wasser fallen. UnsĂ€gliche Wassermassen fliessen vom Hang herunter und quer durch unser GartengrundstĂŒck, bĂ€cheweise ĂŒber das niedrige GartenmĂ€uerchen und von da auch durch alle frisch angelegten Pflanzbeete, und, eigentlich sehr hĂŒbsch anzusehen, das Wasser quillt fröhlich auch springbrunnenartig aus all den vielen Mauslöchern. Durch die ĂŒberlaufende Kanalisation fĂŒllt sich der kleinen Keller in unserem Gartenhaus von unten her auf - glĂŒcklicherweise hatten wir gerade noch rechtzeitig alles Material im Gartenhaus in die Höhe gestellt. Unsere liebevoll gehegten jungen Pflanzen, die nicht bereits mitsamt ihren freigespĂŒlten Wurzeln, jeweils kaum wieder eingepflanzt bereits wieder und wieder aus ihren Beeten rausgeschwemmt worden sind, die werden nach und nach wehrlose Opfer der Schnecken, die in riesigen, noch nie dagewesenen Massen ihnen zu Leibe rĂŒcken - da helfen alle "sanften" Schneckenabwehrmethoden inklusive zweimal tĂ€gliches Absammeln nicht wirklich, wir mĂŒssten schon pausenlos Wache stehen, und das kann's ja nicht sein. TschĂŒss, Gartenjahr 2021, wir versuchen's nĂ€chstes Jahr wieder!



Land unter 4

Luna, unergrĂŒndliche und wundersame Katzenseele, nun bist auch du gegangen. Als Erstgeborene meiner Russisch Blau Katzenzucht bist du zur Welt gekommen, auf meinem Schoss, was gĂ€be es schöneres! Als allerletzte unserer vielen Russisch Blau Katzen bist du nun zum zweiten Mal, und diesmal fĂŒr immer von uns gegangen, nach stolzen 18 Jahren. Der definitive Schlusspunkt unserer Russisch Blau Katzenzucht. Eine 20-jĂ€hrige Ära mit Katzen an meiner Seite hat mit dem heutigen Tag ihr Ende gefunden. Ein nicht ganz leichter Abschied...

 
Ruhe sanft, und ruhe in Frieden, meine geliebte Luna - Lilofee  
(Lilofee Katlablu, 05.06.2003 - 04.06.2021)



Luna RIP


Das Gras auf unserem Weideland steht hoch, und endlich stimmen auch die Temperaturen und das Wetter: Wir haben neben unserem Obstbaumgarten neue Nachbarn bekommen, schon lange sehnlichst erwartet, welche uns das fleissige GĂ€rtnern verschönern: Mutterkuh Barbara mit ihrem jungen KĂ€lblein Benny, zwei Galloway-Rinder sind eingezogen, unser netter PĂ€chter und stolzer Besitzer der schönen Tiere hat sie uns endlich gebracht. Wir freuen uns sehr, ĂŒber die kommenden Wochen und Monate miterleben zu dĂŒrfen, wie das noch kleine KĂ€lblein bei bestem Futter an frischer Luft und Sonne gedeihen und grösser werden wird und wer weiss, vielleicht wird ja sogar ein klein wenig gegenseitige Freundschaft daraus?


BarbaraBenny 1


Über weitere freundliche, fröhliche und arbeitsame Mitbewohner, Mitgeniesser, Mitarbeiter, Zwei- und Vierbeiner in unserem Obstbaumgarten freuen wir uns noch sehr viel mehr: Mit grosser Tatkraft und Begeisterung hilft seit ein paar Wochen Esther mit ihren beiden Hunden Holy und Maddox bei den vielen wie in jedem FrĂŒhling anfallenden Gartenarbeiten mit. Sie scheint ein richtiges EnergiebĂŒndel mit unermĂŒdlicher Schaffenskraft, und geniesst die Arbeit mit "den HĂ€nden in der Erde" ĂŒber alles. Derweil dĂŒrfen ihre Hunde den Freilauf in unserem eingezĂ€unten Obstbaumgarten aus vollen ZĂŒgen geniessen, und auch fĂŒr ein paar Trainings-Sequenzen reicht es fast immer.


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Unser Obstbaumgarten sieht inzwischen so schön, gepflegt und ordentlich aus wie seit Jahren nicht mehr, hierfĂŒr gebĂŒhrt der lieben Esther ein herzliches Dankeschön. NatĂŒrlich geniessen wir nicht nur die gemeinsamen oder abwechslungsweisen, jedoch immer gut koordinierten Arbeiten in unserem wunderschönen GartengrundstĂŒck unter freiem Himmel und viele gute GesprĂ€che, sondern auch ab und zu mal ein unkompliziertes Grill-Happening und auch regelmĂ€ssige gemeinsame HundespaziergĂ€nge.


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Dank Esther's tatkrĂ€ftiger UnterstĂŒtzung werden wir in diesem Jahr noch so manche neue Gartenprojekte umsetzen, was davon gelingen wird das sehen wir dann in ein paar Monaten. Die grösste Krux in unserem von Landwirtschaftsland umgebenen Garten sind nach wie vor die vielen Schnecken, und da wir nicht nur unseren Hunden zuliebe, die ĂŒberall ihre neugierige Nase hineinstecken und alles fressen was ihnen vor die ZĂ€hne kommt, selbstverstĂ€ndlich vollstĂ€ndig verzichten auf Schneckenkörner und andere Giftstoffe in unserem Garten, versuchen wir halt unser GlĂŒck mit natĂŒrlichen Tricks wie Bierfallen, Eierschalen und zwischen die jungen saftigen PflĂ€nzchen auf die Erde gelegten RindenstĂŒcken und Brettchen, und fleissigem abendlichem Ablesen von allen darunter entdeckten gefrĂ€ssigen Weichtieren, bevor diese ihre nĂ€chtlichen Fress-Attacken auf unsere sorgfĂ€ltig gehegten und gepflegten SchĂŒtzlinge beginnen können.... Abenteuer Garten, was gibt's schöneres als werken und geniessen in der freien Natur!



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Die körperliche Entwicklung unserer jungen Phasmiden geht jetzt in der kalten Jahreszeit nur noch sehr langsam vorwĂ€rts. Bei den recht kĂŒhlen winterlichen Temperaturen in unserem Haus meist lediglich um 15°C kommt der Stoffwechsel der Insekten fast vollstĂ€ndig zum Erliegen, und das Intervall von HĂ€utung zu HĂ€utung dauert um ein Vielfaches lĂ€nger als dies im Sommer der Fall war. WĂ€hrend von unseren Ende Juli geschlĂŒpften Babys bei den damals herrschenden Temperaturen zwischen 18-21°C allesamt bereits im November ihre AdulthĂ€utung hinter sich gebracht hatten (seither konnte ich insgesamt bereits 47 Paarungen dieser Insekten beobachten!), sie alle also nur 4 Monate gebraucht hatten um das Erwachsenenstadium zu erreichen, ist von unseren vier zwischen September und Dezember geschlĂŒpften NachzĂŒgler-Tierchen noch immer kein einziges erwachsen geworden.


zu klein geworden 1


Die ersten HĂ€utungen gehen bei den jungen Tieren meist sehr rasch vonstatten, und da sie bei diesen DĂ€mmerungs- und nachtaktiven Tieren oft in den Nachtstunden unbemerkt vor sich gehen muss ich froh sein, wenn ich wenigstens am Morgen danach noch Reste der abgestreiften Haut an einem Zweig hĂ€ngend oder bereits auf den Boden gefallen in der NĂ€he des frisch gehĂ€uteten Tierchens vorfinde. Nun aber wollte es der Zufall, dass ich bei dem zweiten meiner NachzĂŒglertierchen erstmals den wirklichen Beginn einer solchen HĂ€utung - es handelte sich um die vermutlich siebte HĂ€utung dieser jungen, am 1. November geschlĂŒpften, weiblichen Phasmide - im Detail beobachten und auch fotografieren konnte.


zu klein geworden 2


Ich hatte soeben unseren kleinen Holzofen krĂ€ftig eingefeuert, es war also relativ warm im Raum. Da sah ich, dass die noch nicht sehr grosse Phasmide am ganzen Körper leicht zitterte, mit nur sehr feinen Bewegungen, ganz anders als diese so typischen grossen, schaukelnden und wippenden Bewegungen mit welchen diese Insekten im Sinne eines Mimikry ein im Winde schaukelndes Blatt imitieren. Es sah fast so aus, als wolle das Tierchen seine zu klein gewordene Haut irgendwie abschĂŒtteln. Diese kleinen aber ausgedehnten Zitter- und leichten SchĂŒttelbewegungen dauerten eine recht lange Weile an, eine halbe Stunde oder sogar lĂ€nger. Und tatsĂ€chlich, grossflĂ€chig ĂŒber den Körper verteilt erkannte ich plötzlich, dass die alte Haut weisslich eingetrĂŒbt und ein wenig faltig geworden war, sich offenbar abzulösen begonnen hatte. Im Nackenbereich begann sich dann fast unmerklich der leicht orangefarbene Körper des "neuen", frisch gekleideten Tieres nach hinten hervorzuwölben. Auch am Hinterkopf begann die alte Haut sich langsam abzulösen, lag wie ein trĂŒb-weisslicher Lappen noch ĂŒber dem Wangenbereich, die Augen verschleierten sich und an den Beinen wurde gut erkennbar, wie das Tier seine Beine aus der durchscheinenden alten HĂŒlle herauszuziehen begann.


zu klein geworden 3

Ein immer grösserer Teil des rĂŒckseitigen Thoraxbereiches wurde nun durch die aufgeplatzte rĂŒckseitige Öffnung nach hinten herausgestĂŒlpt, die neuen kleinen StummelflĂŒgel wurden sichtbar, es war offensichtlich dass sich das Tierchen nur unter allergrösster Kraftanstrengung langsam aus seiner alten Haut befreien konnte. Nachdem nach und nach zuerst das Vorderbeinpaar und die dĂŒnnen FĂŒhler, dann die mittleren und hinteren Beine aus der alten Haut herausgezogen waren, hing das Insekt eine ganze lange Weile gĂ€nzlich gestreckt und immer lĂ€nger werdend kopfunter nur noch am hintersten Teil des Abdomens in der Exuvie, welche noch immer sicher und fest an dem Brombeerzweig hing. Und nun kam der letzte Teil der HĂ€utung: Das Tier schwang seinen Vorderkörper nach vorne oben, hielt sich mit seinen Vorderbeinen am Zweig fest und zog nach KrĂ€ften langsam auch noch den hintersten Abschnitt seines Abdomens aus der HĂŒlle. Nach und nach streckte sich nun das Tierchen immer lĂ€nger nach unten, bis es - zunĂ€chst noch recht schrĂ€g, da es sich nicht ganz gleichmĂ€ssig aus der HĂŒlle hatte befreien können - immer mehr kerzengerade kopfoben am Zweig hing, nach einer lĂ€ngeren Erschöpfungspause bereit, seine soeben verlassene Exuvie zu beknabbern und damit wertvolle NĂ€hrstoffe wieder sich einzuverleiben. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis fĂŒr mich, nun auch den allerersten Beginn inklusive den gesamten Ablauf einer solchen HĂ€utung miterleben zu dĂŒrfen!



zu klein geworden 4


Von unserem allerersten Axolotl-PÀrchen, der copperfarbenen Yolotli & ihrem Partner, dem Goldalbino Citlali, haben wir inzwischen bereits zwei Generationen von Nachzucht Tieren gross gezogen. In der ersten Nachzucht-Generation sind alle Tiere dunkelbraun gefÀrbt, also Kupfer- bzw Copperfarben, genauso wie die Mama. Wir haben von dieser Generation insgesamt drei Tiere behalten, die gemeinsam in einem grossen Aquarium leben. Betreffend Geschlechterverteilung ist die Situation ideal: Zwei Weibchen und ein MÀnnchen. Genauso wie die Eltern erweisen sich diese drei Tiere als sehr reproduktionsfreudig. Von den beiden Damen haben wir im vergangenen Jahr insgesamt neun verschiedene Gelege erhalten, und im aktuellen, noch sehr jungen Jahr sind es ebenfalls bereits schon sieben Gelege.


Doppelgelege 1


Heute hĂ€ngen in den Wasserpflanzen von der dunklen Enya noch einige Eier vom ihrem Gelege vom 4. MĂ€rz, welche die Elterntiere noch nicht bereits wieder verspeist haben, mit ihren 11 Tage alten Embryos, und schon ist wieder ein frisches Gelege am Entstehen, welches von Eleuia stammt. So ist es sehr hĂŒbsch anzuschauen, wie in den Ă€lteren Eiern die Embryos bereits weitgehend entwickelt sind, halbmondförmig mit rundlichem Kopf und bereits hĂŒbsch verzweigten Kiemen, dem langen, schmalen, gebogenen Schwanz, dem hellen Bauch und dem dunkleren RĂŒcken, wĂ€hrend die frischen Eier von heute noch völlig unentwickelt und kugelrund sind, zur HĂ€lfte hell bzw dunkel gefĂ€rbt wie es fĂŒr die Eier von copperfarbenen Tieren typisch ist, und den frischen, relativ kleinen und noch nicht gequollenen Eigallerten.


Doppelgelege 2


Das Eierlegen ist fĂŒr Axolotl-Damen eine Art meditative Angelegenheit, und kann viele Stunden lang dauern, problemlos auch Tag und Nacht, immer mal wieder unterbrochen von lĂ€ngeren oder kĂŒrzeren Pausen. Ruhig, hoch-konzentriert und in sich gekehrt bewegen sich die werdenden MĂŒtter leicht und schwerelos zwischen den Wasserpflanzen. Dort wo es passt halten sie inne, hĂ€ngen wie schlaftrunken zwischen den BlĂ€ttern und StĂ€ngeln, und wenn die nĂ€chsten Eier bereit sind drĂŒcken sie ihre weit geöffnete und stark angeschwollene Kloake mit Hilfe ihrer Hinterbeine an eine solche Pflanze und kleben die frischen Eier in Reih und Glied hĂŒbsch sĂ€uberlich an den passenden Pflanzenteil. Als Alternative fĂŒr die Ei-Ablage dienen aber auch jegliche nicht-pflanzliche, sich im Aquarium befindliche GegenstĂ€nde, wie Steine, Pflanztöpfe oder UnterschlĂŒpfe.


Doppelgelege 3


Die eierlegende Dame wird in ihrer reproduktiven Arbeit oft sehr genau beobachtet von ihren Aquarium Mitbewohnern, welche geduldig und fast ein wenig andĂ€chtig das Geschehen zwischen den Pflanzen mitverfolgen. Und nicht selten kann ich dann feststellen, dass soeben gelegte frische Eier allsbald von irgendeinem der Beckenbewohner wieder weggepflĂŒckt und mit gutem Appetit verschluckt werden. Bei der grossen Anzahl von gegen hundert, zwei- oder gar dreihundert Eiern je Gelege ist dies ja kein Problem, und die Eier werden im Laufe ihrer weiteren Entwicklung ohnehin von den erwachsenen Tieren gefressen - diejenigen Larven die es dennoch bis zum Schlupf schaffen, die kommen dann nach dem Schlupf auch noch an die Reihe. Fressen und gefressen werden, das ist der Lauf der Natur. Wenn ich aus den Eiern Jungtiere nachziehen möchte, dann muss ich solche ausgewĂ€hlte Eier frĂŒh genug aus dem Becken nehmen, und dann wĂ€hrend der ersten paar Tage nach dem Schlupf meine definitive Auswahl treffen. AllfĂ€llige ĂŒberzĂ€hlige oder nicht top-fitte Jungtiere gehen danach wieder zurĂŒck ins Elternbecken, solange sie noch klein genug sind.



Doppelgelege 4


Nach dem vielen Schnee im Januar und den darauf folgenden langen und starken RegenfĂ€llen mit ungewohnt warmen Temperaturen ĂŒber Tage, was zusĂ€tzlich eine intensive Schneeschmelze ankurbelte, steigt nun der Grundwasserspiegel. Nicht nur verschiedene Mittellandseen wie hier der Hallwilersee treten ĂŒber die Ufer, auch der Pegel von unserem rein Grundwasser gespiesenen Karpfenteich in unserem "Urwaldparadies" in der Ostschweiz steigt und steigt.


Hochwasser 1


Unser Karpfenteich ist wohl bereits mindestens doppelt so gross geworden wie gewohnt, die Philosopheninsel und den gesamten Uferweg hat das Wasser vollstĂ€ndig verschluckt. Unsere Liegewiese im ehemaligen Uferbereich mit den jungen WeidenbĂŒschen ist ebenfalls ĂŒberflutet, und das Wasser steigt fröhlich weiter. Schon breitet sich ein neuer flacher See auch auf unserem um eine Etage höher gelegenen Picknickplatz aus, hier in dem flachen GelĂ€nde reichen ja wenige Millimeter Anstieg des Wasserspiegels vollkommen aus, um diesen flachen See rasch meterweit auszudehnen.


Hochwasser 2


Das alles ist hochspannend, solche Szenarien haben wir in den zehn Jahren seit wir im Besitz dieses GrundstĂŒckes sind noch nie erlebt. Nun aber beginnt es kritisch zu werden, denn es fehlen nur noch wenige Zentimeter bis das Wasser auch unsere Forstwagen erreicht. Wir hoffen dass es nicht soweit kommen wird, dass wir diese eigentlich stationĂ€r gedachten Wagen mit krĂ€ftigen Zugfahrzeugen, dh grossen Traktoren oder Ă€hnlichem, durch den aufgeweichten Boden als NotfallĂŒbung herausziehen lassen mĂŒssen. Unsere Forstwagen sind ja nicht als "Unterwasser-Fahrzeuge" gebaut worden!


Hochwasser 3

Die zweimal tĂ€glich aufdatierte Grafik von "Hydrodaten Thurgau" ist fĂŒr uns sehr nĂŒtzlich, wenn wir aus der Distanz, dh von zuhause aus, erfahren wollen in welche Richtung sich der Grundwasserspiegel bewegt um im Notfall rechtzeitig reagieren zu können, ohne einen tĂ€glichen Augenschein vor Ort nehmen zu mĂŒssen. Auf dieser Grafik ist zu sehen, dass der Grundwasserspiegel aktuell im Vergleich zum langjĂ€hrigen Mittel fast zweieinhalb Meter höher steht! GlĂŒcklicherweise hat es in den vergangenen Tagen kaum mehr geregnet, und fĂŒr die kommenden Tage sind wieder eisige Temperaturen bei weiterhin relativ trockenem Wetter angesagt. Also ist auch keine weitere Schneeschmelze mehr zu erwarten. Der Grundwasserspiegel scheint inzwischen tatsĂ€chlich seinen Höhepunkt ĂŒberschritten zu haben. Es macht den Anschein als beginne er nun wieder etwas zu sinken, wenn es auch nur sehr sehr langsam, um vielleicht etwa 1 mm pro Tag...




Hochwasser 4


Unser charakterstarker Galgo-Powerboy Ganador ist vor etwas mehr als einer Woche vier Jahre alt geworden! Im Haus drinnen ein sanftes Schmusekind, zeigt er draussen die ganze geballte Ladung Energie die in ihm drinnen steckt: Über lĂ€ngere Zeit brav an der Leine laufen ohne zu ziehen wenn rundherum das pralle Leben pausenlos Augen und Nase reizt, tausend spannende DĂŒfte locken und die ganze wunderbare Natur ringsherum in Bewegung ist, nein, sowas geht einfach nicht fĂŒr diesen VollblutjĂ€ger. Dann reisst es ihn einfach dahin und dorthin, und es ist fĂŒr ihn vollkommen unverstĂ€ndlich und inakzeptabel, dass er stĂ€ndig an dieser elenden Leine hĂ€ngen muss.


winterwunderland 1


Und dann kam der grosse Schnee: Über Nacht liegt die volle weisse Pracht gefĂŒhlt einen Meter hoch, Schnee hoch aufgetĂŒrmt soweit das Auge reicht, wir sind eingeschneit! Fast eine volle Woche lang lassen wir unser Hundeauto stehen inmitten der ĂŒppigen Schneemassen, stapfen fĂŒr unsere SpaziergĂ€nge mit den drei Windis inmitten der weissen Pracht durch's Dorf, und geniessen die ungewohnte, friedliche Ruhe und Stille der verschneiten Natur.


winterwunderland 2


Der viele Schnee ist nass und schwer, reihum werden BĂ€ume oder ihre ausladendsten Äste geknickt wie ZĂŒndhölzer. Viele Wege und Strassen sind ĂŒber Tage gesperrt, bis Schneepflug und Forstarbeiter alle Hindernisse weggerĂ€umt haben. In unserem grossen, eingezĂ€unten GrundstĂŒck mit dem alten Baumbestand liegen natĂŒrlich ebenfalls eine ganze Reihe von BĂ€umen mit geknickten oder zumindest tief zu Boden gebogenen StĂ€mmen am Boden. Gewaltige und beeindruckende Bilder, welche uns die Natur wieder einmal prĂ€sentiert!


winterwunderland 3


Und heute, nach ein paar frĂŒhlingshaft warmen und sonnigen Tagen, welche allen Schnee von den BĂ€umen wie auch einen grossen Teil des Tiefschnees am Boden weggeschmolzen haben, dĂŒrfen unsere Windhunde endlich mal wieder ein paar Stunden freies Rennen durch den Schnee in unserem grossen, naturbelassenen GrundstĂŒck geniessen, der ĂŒber viele Tage angestauten Energie freien Lauf lassen und das Windhundleben so richtig geniessen: GlĂŒck pur!


 


winterwunderland 4


Die Zeit vergeht wie im Flug! Exakt ein Jahr ist es her, seit wir unsere erste Generation von Australischen Skorpion-Gespenstschrecken auf einer Reptilienbörse erworben haben - es waren fĂŒnf prĂ€-adulte Tiere, drei Weibchen und zwei MĂ€nnchen. Alle haben sich sehr schön entwickelt, und sich ab dem 21.12. unter meinen neugierigen Augen und vor der Linse meiner Kamera gepaart. Alle drei Weibchen haben ab Ende Januar hunderte von Eiern abgeworfen, wohl tĂ€glich 1-2 Eier jedes Weibchen. Im Alter von 7-9 Monaten im Adultstadium sind alle unsere Gespenstschrecken, sowohl Weibchen wie MĂ€nnchen, im August und September verstorben.


Entwicklungszyklus 1


Von den unzĂ€hlbar vielen Eiern, die ĂŒber die Monate entstanden sind, haben wir einige asserviert. ZunĂ€chst bei normaler Zimmertemperatur, und ab dem 22.6. bei hochsommerlich heissen Temperaturen von 27-30°C im Estrich, wo nach exakt 1 Monat das erste Baby geschlĂŒpft ist. Innerhalb von 1 Woche sind insgesamt 9 Jungtiere geschlĂŒpft, die verbleibenden Eier haben wir einige Tage lang tiefgekĂŒhlt, und dann entsorgt. Etwas spĂ€ter haben wir noch zusĂ€tzlich 4 besonders hĂŒbsche, sehr dunkle Eier aus dem kleineren Elternterrarium zu den noch winzig kleinen SchlĂŒpflingen ins grosse Terrarium gelegt, neugierig ob und wann aus diesen Eiern vielleicht noch weitere Tiere schlĂŒpfen werden, dies bei kĂŒhler Zimmertemperatur.


Entwicklungszyklus 2


Von den 9 Nachwuchstieren haben sich 4 Weibchen und 4 MĂ€nnchen regulĂ€r und gut entwickelt bis zum Adultstadium, welches sie im November bis Anfang Dezember mit der letzten, der AdulthĂ€utung, im Alter von 4-5 Mt nach dem Schlupf alle acht erreicht haben. Das neunte Tierchen, ein Weibchen, hatte leider nach seiner dritten HĂ€utung einen kleinen Unfall erlitten: Es war aus dem Terrarium entwichen und unglĂŒcklich in ein vor dem Terrarium stehendes GlĂ€schen mit wenig Restwasser gefallen - es hat diesen Sturz ĂŒberlebt, obschon Wasser in der Regel tödlich ist fĂŒr diese Tiere, allerdings dadurch einen deutlichen EntwicklungsrĂŒckstand erlitten. Es entspricht zur Zeit einem Tier nach der vierten oder fĂŒnften HĂ€utung. Aus den zusĂ€tzlichen Eiern sind Anfang September, im November und Anfang Dezember alle vier Babys geschlĂŒpft, so dass wir nun nochmals einen hĂŒbschen, direkten Vergleich haben von Jungtieren verschiedenen Alters nebeneinander.


Entwicklungszyklus 3


Und nun hat das erste der adulten Weibchen auch bereits seine ersten Eier abgeworfen seit gestern, so dass nun der Entwicklungszyklus unserer Extatosoma tiaratum fĂŒr uns vollstĂ€ndig durchlaufen ist. Im Unterschied zur Literatur haben wir bei unseren Tieren keinen grossen Unterschied gefunden zwischen den weiblichen und den mĂ€nnlichen Tieren, weder bei der Entwicklungsdauer vom Schlupf bis zur AdulthĂ€utung (4-5 Mt), noch bei der Lebensspanne der adulten Tiere bis zu ihrem Tod (7-9 Mt). Die Geschlechterverteilung der ersten geschlĂŒpften Tiere war ausgeglichen, bei den vier spĂ€ter GeschlĂŒpften ist noch keine sichere Aussage möglich, das Geschlecht ist erst nach der zweiten HĂ€utung erkennbar. Die zwei Ă€lteren von ihnen sind sichere Weibchen.





Entwicklungszyklus 4


Ein glĂŒcklicher und seltener Zufall will es, dass ich heute die AdulthĂ€utung unseres vierten und letzten Extatosoma tiaratum Nachzucht-MĂ€nnchens beobachten kann. Diese vorwiegend dĂ€mmerungs- und nachtaktiven Phasmiden hĂ€uten sich meist nachts im Schutz von Dunkelheit und ungestörter Ruhe. Dennoch, heute zeigt sich mir die ungewöhnliche Situation, dass dieses MĂ€nnchen bereits Mitte Nachmittag mit seiner HĂ€utung begonnen hat, und bei einem zufĂ€lligen Blick ins Terrarium erkenne ich sofort diese weissliche, bereits fast vollstĂ€ndig vom Körper abgelöste Haut, in welcher das Tierchen noch weitestgehend drinnen steckt. Eben hat das Insekt seinen Thorax mit den noch dicken, zusammengefalteten FlĂŒgeln aus der in diesem Bereich bereits aufgerissenen Exuvie hindurch gezwĂ€ngt.


Adulthutung 1


Nachdem das Tierchen schliesslich seinen ganzen Kopf, das Brustsegment mitsamt FlĂŒgeln und den vorderen Teil seines Abdomens und der Beine aus seiner alten, zu klein gewordenen Haut befreit hat, beginnt die Phasmide nun als nĂ€chstes unter enormer, sehr zeitintensiver und sichtlich krĂ€ftezehrender Anstrengung seine Vorderbeine und die langen, dĂŒnnen Antennen aus der HĂŒlle herauszuziehen. WĂ€hrend der gesamten Prozedur in diesem ersten Teil der HĂ€utung hĂ€ngt das Insekt kopfunter an der Exuvie.


Adulthutung 2


Nachdem schliesslich beide Antennen und alle drei Beinpaare mit GlĂŒck und unter grösster Anstrengung vollstĂ€ndig aus der alten Haut befreit sind, beginnt das Tierchen seine zunĂ€chst noch sehr kleinen, eng zusammengefalteten und sehr dick, gar fleischig anmutenden zwei FlĂŒgelpaare weit vom Thorax abzuspreizen und dann langsam immer mehr zu strecken, so dass die unzĂ€hligen Falten und Einrollungen sich langsam auseinanderzufalten beginnen. Das Hinterteil wird nun ebenfalls langsam und stetig aus der alten Haut herausgezogen, dehnt sich dabei sehr stark in die LĂ€nge, bleibt aber noch immer mit dem hintersten Ende in der Exuvie stecken - diese Haftung ist bis zu diesem Zeitpunkt der einzige und letzte Haltepunkt fĂŒr das ganze Tier.


Adulthutung 3


Plötzlich und sehr ĂŒberraschend fĂŒr mich schwingt sich das ganze Insekt nun mit dem Vorderkörper nach vorne oben, und sucht mit seinen dĂŒnnen, langen Vorderbeinen neuen Halt zunĂ€chst am inzwischen fast gĂ€nzlich leeren Körperteil der alten Haut, etwas spĂ€ter dann weiter oben am dĂŒnnen Brombeerzweig, wo ja auch die alte Haut mit den leeren Fussklauen festgekralllt noch hĂ€ngt.


Adulthutung 4


Und damit ist nun der Moment gekommen, wo das Insekt auch den hintersten Teil seines Abdomens vollstĂ€ndig aus der alten Exuvie ziehen kann und danach bald gĂ€nzlich gestreckt, losgelöst von seiner alten Haut, an seinen gestreckten Vorderbeinen am Zweig hĂ€ngt. Und nun kann die letzte offensichtliche und sehr beeindruckende Verwandlung beginnen: Die Entwicklung, Entfaltung und Streckung der beiden FlĂŒgelpaare.


Adulthutung 5


Im Unterschied zu den weiblichen Gespenstschrecken, können die MĂ€nnchen fliegen. Sie besitzen sehr lange FlĂŒgel, welche fast bis zum Abdomenende reichen und die MĂ€nnchen dazu zwingen, ihren dĂŒnnen, stabförmigen Körper langgestreckt und ganz gerade zu halten, wĂ€hrend die nicht flugfĂ€higen Weibchen mit ihren relativ kurzen, ovalĂ€ren FlĂŒgeln ihr schweres und dickes, den gesamten Legeapparat enthaltendes Abdomen Ă€hnlich wie Skorpione nach hinten oben aufgerollt tragen - deshalb die Bezeichnung "Skorpion-Gespenstschrecke" fĂŒr diese Phasmiden-Art.


Adulthutung 6


Die direkt nach der HĂ€utung sehr dick und fast fleischig wirkenden FlĂŒgelpaare entfalten sich nun zunehmend, werden immer dĂŒnner und durchscheinender, und sehen in dieser Phase zunĂ€chst aus wie ein zeltartig ĂŒber dem Abdomen gewölbtes, viel zu grosses "Nachthemd". Diese zeltartig aufgeplusterten FlĂŒgelpaare strecken sich dann aber immer mehr, und das hintere FlĂŒgelpaar wird schliesslich zart und sehr filigran, lang und schmal.


Adulthutung 7


Mit zitternden Bewegungen der FlĂŒgel, abwechselnd mit schlangenartig anmutenden Bewegungen des Abdomens, spreizt das Tierchen nun immer mal wieder seine FlĂŒgel und richtet sie damit korrekt aus. Schliesslich bedecken die hinteren FlĂŒgel schmal und langgestreckt und dem Körper eng anliegend nahezu die gesamte LĂ€nge des Hinterleibes. Das LĂ€ngenwachstum des Tierchens ist damit nach etwa drei Stunden harter Arbeit weitgehend abgeschlossen, jedoch wirkt die frisch gehĂ€utete Phasmide noch sehr hell, die neue Haut ist noch feucht und weich und benötigt weitere Stunden um vollstĂ€ndig durchzutrocknen und auszuhĂ€rten. In dieser sehr vulnerablen Phase benötigt die Phasmide ungestörte Ruhe und Schutz - was ich respektiere und das fotografieren und die dazu notwendige intermittierende helle Beleuchtung nun definitiv einstelle.





Adulthutung 8


Diese wunderbare Leichtigkeit des Seins: Unser Benjamin, der jĂŒngste und kleinste unserer diesjĂ€hrigen Axolotl-Nachzuchten, er zeigt sich sichtlich fasziniert von diesen zauberhaften TĂ€nzen durch's lichtdurchflutete Wasser. Leicht und wendig, mal blitzschnell, mal meditativ schwebend bewegt er sich durch's Wasser des grossen Aquariums, wo er mit seinen beiden Geschwistern das Leben so richtig zu geniessen und immer wieder von Neuem zu entdecken scheint.


Traumtnzer 1


WunderhĂŒbsch ist er anzusehen, wie er feengleich in seiner noch fast durchsichtigen, hellen Haut mit den hellen Flecken in seinem zarten, jungen Alter von gerade mal dreieinhalb Monaten durch's Wasser schwebt, wenn er fast nicht genug davon bekommen kann seine Kreise, Schleifen und dann wieder unerwartete Blitzstarts durch's Wasser zu ziehen, immer und immer wieder von Neuem hoch zur WasseroberflĂ€che hinaufsteigt, dann wieder fĂŒr eine Weile fast bewegungslos in den Wasserpflanzen schwebt...


Traumtnzer 2


Es ist eine ganz besondere Faszination, dem Kleinen und seinen Geschwistern dabei zuzuschauen, wie sie ihre munteren StreifzĂŒge durchs Wasser geniessen und richtiggehend zelebrieren - diese so bewegungsbegeisterte Lebensphase wird ja nicht allzu lange mehr dauern, und je Ă€lter, grösser und schwerer sie werden, unsere Axolotl-Kinder, desto ruhiger und behĂ€biger werden sie. Dann kann sie fast nur noch eine schmackhafte Futter-Ration oder der Paarungs- und Vermehrungstrieb fĂŒr einen kurzen Moment aus der Reserve locken.


Traumtnzer 3


Lebende Bilder, wie ich meine Aquarien gerne spasseshalber nenne: Ein richtig herzerwĂ€rmender Augenschmaus, meine so wunderbar hĂŒbschen, sĂŒssen Axolotl, denen ich gefĂŒhlt stundenlang zuschauen kann bei ihren lustigen Schwimm-Kapriolen, und dabei so richtig eintauche in diese zauberhaften Wasserwelten. Dann gelingt es mir, alle Erdenschwere fĂŒr einen Moment ganz einfach abzulegen - tief durchatmen, entspannen und einfach sein, und nach einer Weile frisch und energiegeladen wieder auftauchen, hinein in meinen neu geerdeten Alltag.





Traumtnzer 4


Am 22.7.20 ist aus einem unserer unzĂ€hligen Phasmideneiern bei ca 30°C im stets leicht feuchten Aufzuchtterrarium unser erstes Gespenstschrecken-Baby geschlĂŒpft, und in der Folge ist fast jeden Tag eines, selten auch zwei weitere Tiere geschlĂŒpft. Nachdem im Verlauf von einer Woche insgesamt 9 Schreckenbabys geschlĂŒpft sind, war dies fĂŒr unsere PlatzverhĂ€ltnisse genug, wir haben die vielen verbleibenden Eier tiefgekĂŒhlt und entsorgt. Die frischgeschlĂŒpften Jungtiere sind wĂ€hrend den ersten Stunden sehr lebhaft im ganzen Terrarium herumgerannt, auf der Suche nach einer geeigneten Futterpflanze, sind dann im Lauf ihres zweiten Lebenstages ruhiger geworden, haben sich auf einem der Brombeerzweige im kleinen Aufzucht-Terrarium niedergelassen und am dritten Tag an den BrombeerblĂ€ttern zu fressen begonnen.


Hutungen 1


Die Jungtiere haben wir nach ein paar Tagen auf zwei grosse Terrarien aufgeteilt, und können die Tierchen jetzt Tag fĂŒr Tag beobachten, wie sie wachsen, sich entwickeln, und mal das eine, mal das andere nach einer weiteren HĂ€utung praktisch von einer Minute auf die andere schlagartig grösser wird und seine Form verĂ€ndert in Richtung auf eine ausgewachsene, adulte Australische Skorpion-Gespenstschrecke (Extatosoma tiaratum). Bis sie das Adultstadium erreichen, werden die Tierchen mehrere HĂ€utungen durchmachen, was in der Regel bei den MĂ€nnchen (5-6 HĂ€utungen) 4-7 Mt, bei den Weibchen (6-9 HĂ€utungen) etwa 5-8 Mt dauern wird. Im Adultstadium sind die MĂ€nnchen etwa 8-10 cm lang und wiegen 2-3 g, wĂ€hrend die sehr viel grösseren und schwereren Weibchen 10-14 cm lang und 20-30 g schwer werden.


Hutungen 2


Hierbei ist, nebst der eindrĂŒcklichen Grössenzunahme nach jeder HĂ€utung, auch sehr gut der Ă€usserlich deutlich sichtbare Unterschied zwischen den weiblichen und den mĂ€nnlichen Gespenstschrecken zu erkennen: Bei der ersten HĂ€utung verlieren die jungen Babys ihr ameisenartiges Mimikri-Aussehen mit dem dĂŒnnen, schwarzen Körper und dem rot-orangen Kopf. Sie werden braun, behalten allerdings noch eine Weile ihr hĂŒbsches, weisses Halsband. Bereits nach der zweiten HĂ€utung ist das Geschlecht zu erkennen, mit den stacheligen FortsĂ€tzen am RĂŒcken bei den Weibchen, wĂ€hrend die MĂ€nnchen einen vollkommen glatten Körper haben, wo nach der dritten HĂ€utung auch bereits die im Vergleich zu den Weibchen deutlich lĂ€ngeren FlĂŒgel zu erkennen sind.


Hutungen 3


Etwa 7 Wochen nach dem Schlupf der neun Babys im warmen Aufzucht-Terrarium, ist am 9.9.20 im Terrarium der Elterntiere, welche inzwischen alle altershalber verstorben sind nach einer durchschnittlichen Lebenszeit von 7-9 Monaten im Adultstadium (alle unsere drei Weibchen haben bis kurz vor ihrem Tod noch fleissig Eier gelegt!) noch ein NachzĂŒgler geschlĂŒpft. Seine Entwicklung im Ei hat bei viel kĂŒhleren Temperaturen von durchschnittlich rund 20°C stattgefunden, und deshalb insgesamt fast zwei Monate lĂ€nger gedauert. So lĂ€sst sich nun der siebenwöchige Alters- bzw Entwicklungsunterschied der Ă€lteren im Vergleich zum jĂŒngsten Baby sehr schön erkennen und weiter beobachten.


 


Hutungen 4


Inzwischen dĂŒrfen wir uns bereits an der zweiten Nachwuchs-Generation unserer beiden 2018 geborenen, allerersten Axolotl erfreuen. Vor allem die diesjĂ€hrige F2-Generation ĂŒberrascht uns mit wunderhĂŒbschen Farben. Ein guter Moment, uns ein paar Gedanken zu machen ĂŒber die Farben-Vererbung unserer Axolotl.


Farbgenetik 1


Begonnen hat unser Axolotl-Abenteuer Ende 2018 mit dem Kauf der copperfarbenen Axolotldame Yolotli und dem Goldalbino-Bock Citlali. Beide Farbtypen sind rezessiv gegenĂŒber der dunklen Wildfarbe, es handelt sich also bei beiden um reinerbige Tiere (im Bezug auf die Melanin-Bildung). Ein Tier mit der braunen Farbe „Copper“ bildet nur den helleren, braunen Anteil des Farbstoffes Melanin (das PhĂ€omelanin), wĂ€hrend das schwarze Eumelanin fehlt, und der Albino bildet ĂŒberhaupt kein Melanin. Bei Albinos sind auch die Augen, genauso wie der gesamte Körper hell, ohne jegliches Melanin: Entweder rein weiss beim Weissalbino, oder aber goldgelb beim Goldalbino, je nachdem ob das Tier den gelb-goldenen Farbstoff bilden kann oder nicht.


Farbgenetik 2


Unsere F1-Nachwuchs Generation von 2019 brachte erwartungsgemÀss ausnahmslos ziemlich einheitlich gefÀrbte, mischerbige, copperfarbene Axolotl. Aus einem der vielen Gelege die Yolotli 2019 abgesetzt hat haben wir insgesamt drei Tiere aufgezogen. Es handelt sich um einen mittelhellen Copper-Bock und eine identisch gefÀrbte Dame, sowie als drittes Tier eine sehr dunkel gefÀrbte Dame, die ich rein vom Aussehen her nicht eindeutig unterscheiden kann von meinen wildfarbenen Axolotl. Vom genetischen Standpunkt her muss es sich allerdings auch bei diesem Tier um einen Copper handeln.


Farbgenetik 3


Diese F1-Generation ist nun im FrĂŒhling 2020 ebenfalls geschlechtsreif geworden. Die beiden Damen haben im Wechsel miteinander bisher insgesamt 6 schöne, meist grosse Gelege von je ca 200 Eiern gelegt. Von zweien dieser Gelege haben wir nun aus purer Neugier betreffend der bei dieser F2-Generation entstehenden Farben je drei Tiere grossgezogen. Denn jetzt wird es erst wirklich interessant: WĂ€hrend die Elterntiere, die F1-Generation, alle relativ einheitlich braun (Copper) gefĂ€rbt und mischerbig sind, sind jetzt erst, bei der zweiten Nachwuchs-Generation, verschieden gefĂ€rbte Tiere zu erwarten.


Farbgenetik 4


GemĂ€ss der alten Mendel’schen Regeln sollten wir in dieser F2-Generation drei verschiedene Farbtypen erwarten können: 50% mischerbige Copper, 25% reinerbige Copper sowie 25% reinerbige Albinos. Die Farben sind bereits gegen Ende der Embryonalentwicklung im Ei relativ sicher zu erkennen. Und tatsĂ€chlich, so war es dann auch, so dass ich gezielt je hĂ€lftig ein paar Eier mit gut entwickelten hellen bzw dunkel gefĂ€rbten Embryos in ihren EihĂŒllen kurz vor dem Schlupf separieren konnte.


Farbgenetik 5


WĂ€hrend der ersten Tage nach dem Schlupf wĂ€hlte ich gezielt drei gesunde, fitte Axolotl-Larven mit gutem Appetit aus, welche möglichst verschieden gefĂ€rbt waren, und zwar den allerhellsten der Copper, einen Weissalbino und einen Goldalbino. Vor allem an den zwei Albinos konnte ich mich kaum sattsehen, denn diese in diesem jungen Alter nahezu durchsichtigen kleine Gespenstlein zeigten in den ersten paar Entwicklungswochen alle ihre inneren Organe meinem neugierigen Blick auf’s schönste, was bei den dunklen Tieren, den Copperfarbenen genauso wie den Wildfarbenen, sehr viel weniger deutlich zu erkennen ist.


Farbgenetik 6


Inzwischen sind diese drei um den 22. Mai geschlĂŒpften Jungtiere bereits gut drei Monate alt, und auch die beiden Albinos sind keineswegs mehr durchsichtig. Und genauso wie sein Grosspapa, der nun in seinem dritten Lebensjahr kaum mehr etwas zeigt von seiner ursprĂŒnglichen, wunderschön goldenen FĂ€rbung, sondern inzwischen fast rein weiss erscheint, wird auch der „Goldi“ der F2-Generation immer heller und ist je nach Beleuchtung bereits nicht mehr immer eindeutig unterscheidbar von seinem Weissalbino-Geschwister. Das relativ helle Copper-Geschwister zeigt bei hellem Licht wunderschön die verschiedenen Pigment-Anteile: Nebst dem mittelhellen Braun auch viele hĂŒbsche Gelbanteile und Glitzerpigmente, was beides bei den dunklen Wildfarbenen wie auch bei den sehr dunklen Copper oft sehr viel schlechter zu erkennen ist.


Farbgenetik 7


Um den 31. Juli ist eine weitere F2-Nachwuchsgeneration geschlĂŒpft: Einige Eier von diesem Gelege hatte die Axolotl-Mama ans Kabel des Innenfilters geklebt, und ich musste diese Eier bei der Filterreinigung vom Kabel abstreifen – eine nicht ganz banale Angelegenheit, denn die Eier die kleben sehr fest. Also dachte ich, statt diese Eier einfach zu entsorgen separiere ich die mal, um zu schauen, ob daraus wohl trotz der kraftvollen Manipulation und geschĂ€digter EihĂŒlle die eine oder andere dieser Larven sich gut weiter entwickelt und gesund schlĂŒpft. Und tatsĂ€chlich, alle haben ĂŒberlebt, und alle sind geschlĂŒpft! Zwei dieser frischgeschlĂŒpften Larven sahen fast exakt gleich aus wie die beiden Albinos des Geschwistergeleges, allerdings mit einem unĂŒbersehbaren Unterschied: Ihre Augen sind dunkel gefĂ€rbt, also können diese definitiv keine Albinos sein! Im Lauf der weiteren Entwicklung konnte ich dann erkennen, dass diese beiden hellen Tiere, das eine weiss, das andere goldgelb, eine ganz helle, fein gepunktete, in den ersten Tagen kaum zu erkennende dunkle Pigmentierung aufweisen: Diese zwei sind also extrem helle Copper! Wie dies zu erklĂ€ren ist, weiss ich nicht, diese Farbe ist fĂŒr mich eine vollkommen unerwartete, wunderschöne Überraschung!




Farbgenetik 8


Eine grosses Zahl von Eiern meiner drei Gespenstschrecken-Damen liegt inzwischen in einem kleinen Aufzucht-Terrarium auf leicht feucht gehaltenem Vermiculit am wĂ€rmsten Ort in meinem Haus: Oben im Dachstock direkt unterm Dach, wo die Sommersonne die Temperaturen bis gegen 30°C so richtig in die Höhe treiben kann. Damit hoffe ich, dass es nun nicht mehr allzu lange dauert, bis das eine oder andere Jungtier schlĂŒpft. 5 Monate ist gemĂ€ss Literatur die Mindestdauer von der Eiablage bis zum Schlupf, bei kĂŒhleren Temperaturen oder Trockenheit kann es auch mal ein ganzes Jahr oder noch lĂ€nger dauern. Die ersten Eier meiner drei Phasmiden-Damen sind ja Ende Januar gefallen, es sind also knapp 6 Monate seither. Zu Beginn lagen die Inkubations-Temperaturen im Terrarium der Eltern bei knapp 20-23°C, also deutlich kĂŒhler. Erste Versuche in einem einfachen Inkubator hatten damals fehlgeschlagen, da wegen Feuchtigkeits-Stau die Eier zu schimmeln begonnen hatten.


Phasmidenbaby 1


Noch immer produzieren die drei Extatosoma tiaratum Damen tĂ€glich neue Eier, und auch das MĂ€nnchen zeigt sich nach wie vor sehr fleissig, obschon es mit seinem aktuellen Alter von rund 7 Monaten seit seiner ersten Paarung die erwartete Lebensdauer von etwa 1-5 Monaten im Adult-Stadium schon lĂ€ngst ĂŒberschritten hat: Noch immer macht es sich ab und zu an die Arbeit und begattet die Damen seines Harems erneut! So auch geschehen eben erst, die weisse, vertrocknete Spermatophoren HĂŒlle hĂ€ngt noch immer am Hinterteil des kĂŒrzlich begatteten Weibchens! Zwar hat das unermĂŒdliche MĂ€nnchen in den letzten Wochen immer mal wieder deutliche SchwĂ€chezeichen gezeigt, es sass dann jeweils bewegungslos ĂŒber Stunden einfach am Boden, hat sich danach aber immer wieder erholt und ist wieder an seine FutterblĂ€tter in die Höhe gekrabbelt. Die weiblichen Tiere dieser Insektenart haben ja eine deutlich lĂ€ngere Lebenserwartung als die MĂ€nnchen, sie leben im Adultstadium hĂ€ufig noch gegen ein Jahr, manchmal auch noch etwas lĂ€nger, und produzieren ihre Eier mit oder ohne MĂ€nnchen bzw Paarung genau gleich – mit dem einzigen Unterschied, dass aus solchen unbefruchteten Eier ausschliesslich Weibchen schlĂŒpfen.


Phasmidenbaby 2


Nun, heute ist mein Tag! Am frĂŒhen Morgen oder wĂ€hrend der Nacht muss es geschlĂŒpft sein, das erste winzige, fast haardĂŒnne Phasmiden-Baby das ich im Aufzucht-Terrarium an der Scheibe „kleben“ sehe! HĂŒbsch sieht es aus, mit seinem orange-roten Kopf, dem weissen Halsband, dem hoch getragenen, Ă€hnlich wie bei einem Skorpion stark aufgebogenen Hinterteil und seinen langen dĂŒnnen Beinen! Die frisch geschlĂŒpften Jungtiere von Extatosoma tiaratum betreiben Ameisen-Mimikry, ein Schutz den sie dringend benötigen. Denn in der Gegend wo diese Insektenart ursprĂŒnglich lebt in Ost-Australien, pflegen Ameisen die zu Boden gefallenen, ausserordentlich hartschaligen Phasmideneier in ihren Bau zu schleppen in der Meinung, es handle sich um fĂŒr sie essbare Samen. Dort drinnen im Ameisenbau finden die Eier eine fĂŒr ihre Entwicklung ideale Temperatur und Feuchtigkeit, und die frisch geschlĂŒpften Babys werden von den Ameisen dank ihres tĂ€uschenden Mimikry nicht behelligt auf ihrem Weg nach draussen.


Phasmidenbaby 3


Die winzigen Phasmiden-Babys rennen wĂ€hrend ihrer ersten Lebenstage fast unermĂŒdlich in der Gegend herum bis sie auf der Suche nach ihrer idealen Futterpflanze erfolgreich sind, sich da niederlassen und ihre WarnfĂ€rbung verlieren. Erst nach diesen etwa 2-3 Tagen des eiligen Herumrennens beginnen sie dann zu fressen. In der Terrarienhaltung wird empfohlen, die harten RĂ€nder der FutterblĂ€tter wegzuschneiden, damit die kleinen Babys einfacher an ihr Futter kommen - oder aber sie zusammen mit Ă€lteren Tieren zu halten, wo sie an bereits bestehenden Frass-Stellen an die weicheren Innenbereiche der BlĂ€tter herankommen. Mein erstgeschlĂŒpftes Gespenstschreckenbaby habe ich inzwischen aus dem Inkubations-Terrarium in ein neu eingerichtetes Aufzucht-Terrarium ĂŒbersiedelt, und dieses bestĂŒckt mit reichlich sehr jungen und zarten Brombeer-, Hasel- und Eukalyptus-Zweigen.





Phasmidenbaby 4


Unser PĂ€rchen Taggeckos der Art „TĂŒrkisblauer bzw Himmelblauer Zwerggecko“ (Lygodactylus williamsi) lebt noch nicht einmal ganz zwei Wochen bei uns. Die hĂŒbschen, sehr lebhaften, immer neugierigen und nicht sehr scheuen kleinen Tierchen haben sich sehr rasch und umkompliziert in ihrem luftigen Gazeterrarium hoch oben auf unserer Dachterrasse eingelebt, und schon darf ich Zeuge sein von einer Gecko-Paarung!


Geckopaarung 1


Das Paarungsritual beginnt auf ganz klassische Weise, indem das wunderschön tĂŒrkisblaue, etwa ein Jahr alte MĂ€nnchen, der aufgrund seiner wunderschönen, intensiv blauen Farbe den Suaheli-Namen „Angabluu“ mit der Bedeutung „himmelblau“ bekommen hat, sich langsam abtastend dem grĂŒn-goldenen Weibchen von vorne annĂ€hert, und dabei seinen dunklen, fast schwarz gefĂ€rbten Kehlsack aufblĂ€st.


Geckopaarung 2


Das Weibchen, welches bereits zweieinhalb Jahre alt ist, sich in seinem Freiluftterrarium sehr selbstsicher gibt und deshalb den Suaheli-Namen „Nala“ mit der Bedeutung „Königin, Löwin“ bekommen hat, verhĂ€lt sich wĂ€hrenddessen still und beobachtend, wĂ€hrend das MĂ€nnchen sich nun abdreht und ihr seine Seite zuwendet, dabei seinen RĂŒcken hoch krĂŒmmt und damit seine Umrisse gross und imposant ihr prĂ€sentiert.


Geckopaarung 3


Noch immer beobachtet sie ihn aufmerksam und interessiert. Nun umkreist er seine Lady langsam und vorsichtig und nĂ€hert sich ihr von hinten. Ein erster Versuch sie nun zu besteigen scheitert, weil die Dame ihrem Verehrer davonlĂ€uft. Er ihr natĂŒrlich nach, das Paar bewegt sich (fĂŒr Gecko-VerhĂ€ltnisse) langsam gemeinsam zu einem hoch gelegenen, waagrechten Bambusrohr – der Lieblings-Sonnenplatz von beiden.


Geckopaarung 4


Bald gelingt es dem MĂ€nnchen nun doch, sich mit gezielten, flinken Bewegungen auf den RĂŒcken des Weibchens zu setzen, sich auf ihr festzuklammern und gleichzeitig mit einem gezielten Nackenbiss eine feste Position zu finden, wo sie ihn nicht mehr so einfach abschĂŒtteln und weglaufen kann.


Geckopaarung 5


Nun rutscht er mit seinem Hinterteil seitlich an seinem Weibchen herunter, bis er seinen Schwanz unter den ihren schieben und damit einen seiner zwei Hemipenise nahe an ihrer Kloake positionieren kann.


Geckopaarung 6


Die Paarung dauert etwa eine Viertelstunde, wÀhrend der er sich, fest an seine Partnerin geklammert und schrÀg auf ihr sitzend, immer wieder ein paar Schritte davontragen lÀsst. Das Paar bewegt sich wÀhrend der Paarung nicht nur auf dem Bambusrohr obendrauf, sondern auch kopfunter unten am Bambus hÀngend. Die Reise geht mit verschiedenen Wendungen und Drehungen hin und her, rauf und runter, und immer bleibt er mit seinem festen Klammergriff und Nackenbiss unlösbar mit ihr verbunden.


Geckopaarung 7


Nachdem sich das Paar schliesslich mit einer blitzartigen Bewegung voneinander gelöst hat, bleibt noch fĂŒr ein paar Sekunden sein ausgestĂŒlpter Hemipenis sichtbar, und zieht sich dann in seine sich direkt hinter dem Kloakalspalt befindlichen Hemipenistasche zurĂŒck.


Geckopaarung 8


Nun folgt eine ausgedehnte und minutiös durchgefĂŒhrte Reinigung der Genitalregion. ZunĂ€chst beschnuppert er die Region seines bauchseitigen Schwanzansatzes ausgiebig, anschliessend reinigt er sich indem er intensiv und akribisch genau die Gegend um seinen Kloakalspalt herum immer und immer wieder von neuem beleckt.


Geckopaarung 9


Die zwei Hemipenistaschen am Schwanzansatz direkt hinter dem Kloakalspalt sind von unten her sehr gut zu erkennen, als deutliche Vorwölbungen beidseits der Schwanzwurzel.


Geckopaarung 10


Auch Lady Nala reinigt wÀhrenddessen intensiv und sorgfÀltig ihre Kloakalregion, und lÀsst so die Àusserlichen Relikte der soeben stattgefundenen Paarung nach und nach spurlos verschwinden.


Geckopaarung 11


Wie wenn er ausserordentlich stolz wĂ€re auf seine soeben gelungene, „heroische“ Tat, schaut sich der mit diesem soeben stattgefundenen Paarungsakt definitiv erwachsen gewordene Angabluu nach Abschluss der ausgiebigen und sorgfĂ€ltigen Reinigungsaktionen mit hochgerecktem Kopf im Terrarium um, und zeigt dabei sehr schön seine typisch mĂ€nnliche, fast gĂ€nzlich schwarz gefĂ€rbte Kehle.


 



Geckopaarung 12

Milena Zarina vom Fundament
11.01.2002 – 05.06.2020

Ein ganzes langes Leben lang liebenswĂŒrdig, unkompliziert und umgĂ€nglich, allen Katzenkindern eine stets liebevolle und fĂŒrsorgliche Katzenmama die nie genug bekommen konnte, sich um die vielen jungen FellknĂ€uel zu kĂŒmmern. Bis zuletzt im hohen Methusalem-Alter friedlich und gut gelaunt gegenĂŒber allen, seien es nun andere Katzen, oder auch Hunde verschiedenster Rassen und unterschiedlichster Temperarmente. Immer bereit zum schmĂŒsele und und schĂ€tzele, anhĂ€nglich und immer entspannt schnurrend sobald ich in der NĂ€he war. Doch die letzten Monate wurden zunehmend schwieriger, die KrĂ€fte liessen nach, trotz nach wie vor mehr als gesundem Appetit immer magerer bis die Beine immer deutlicher ihren Dienst versagten, und mit der Zeit auch geistig nicht mehr wirklich von dieser Welt. Es wurde endlich Zeit, dem Leiden ein Ende zu bereiten und diese herzensgute Katzenseele frei zu geben.

RIP, liebe Mimi! Am andern Ende der RegenbogenbrĂŒcke warten viele deiner Katzenkinder und auch dein Schwesterherz Momo schon seit vielen Jahren auf „la grande mamma“, die du fĂŒr mich immer gewesen bist!





Mimi RIP
   
   
   
   
   


Es grĂŒssen unsere beiden SĂŒdafrikanischen ZwergchamĂ€leons (Bradypodion thamnobates), die sich in der Zwischenzeit bereits ein wenig eingelebt haben in ihrer neuen Umgebung auf unserem luftigen Dachbalkon mit wunderbarer Seesicht. Noch immer sind die zwei ziemlich scheu und verstecken sich gerne flugs hinter einem Kletterzweig, wenn ich vorbeischaue und sie bewundern und beobachten möchte. Und ich hab dann halt das nachsehen und sehe mich nur noch von vorsichtig beobachtenden ChamĂ€leonaugen beĂ€ugt.


ThandiwaThabani 1


Ihr neuer Lebensraum ist ja ehrlich gesagt auch eine rechte Herausforderung fĂŒr die zwei, die bisher ja wohl seit ihrer Geburt noch nie draussen an der frischen Luft gelebt haben. Auf unserem Dachbalkon hingegen sind sie der Witterung ausgesetzt, das heisst nebst dem ungefilterten Sonnenlicht auch Wind und Regen, und Temperaturen die nicht mittels Schaltuhr und kĂŒnstlicher Beleuchtung streng und auf die Minute genau geregelt sind.


ThandiwaThabani 2


Aber allzu sehr bis ans Limit will ich die beiden Tierchen ja nicht testen, und so mussten sie wĂ€hrend den vergangenen Wochen auch ab und zu fĂŒr ein paar Stunden oder wenige Tage wieder nach drinnen umziehen. Bei bevorstehendem Sturmwind, lange anhaltendem Starkregen und Gewittern oder nĂ€chtlichen Temperaturen unter 6-8°C hiess es deshalb fĂŒr mich bereits mehrmals, das luftige Gazeterrarium mitsamt Inhalt die paar Schritte hinein in den geschĂŒtzten Dachstockbereich tragen. So dass wir Zwei- und Vierbeiner dann alle wieder ruhig und sorgenfrei schlafen können.


ThandiwaThabani 3


Auch habe ich das Gazeterrarium inzwischen auf drei Seiten bis zu 2/3 seiner Höhe mit urwaldĂ€hnlich bemalten Styropor-Platten geschĂŒtzt, da ich den Eindruck bekommen habe, allzu viel Wind behagt den Sensibelchen nicht wirklich. Diese Platten werde ich dann weglassen können wenn es wirklich Sommer wird und bei sehr warme Temperaturen praktisch Windstille herrscht: Dann werden meine ChamĂ€leons bestimmt ihren luftigen Standort auch nicht-windgeschĂŒtzt zu schĂ€tzen wissen.


ThandiwaThabani 4
   
   
   
   


ChamĂ€leons sind sehr spezielle Reptilien. Es gibt sie in fast jeder Grösse, von so winzigen Zwergen von kaum 2 cm (Brookesia micra) bis zu Riesentieren von fast 70 cm KörperlĂ€nge (Furcifer oustaleti), beide aus Madagaskar. Bekannt ist ihre FĂ€higkeit, ihre Körperfarbe je nach Stimmungslage und Fortpflanzungs-Situation zu verĂ€ndern, oder ihre auf das Zungenbein aufgestĂŒlpte Zunge in hoher Geschwindigkeit aus ihrem Maul zu schleudern und millimeterbruchteilgenau ihre Beute in bis zu einer maximalen Distanz von ihrer zweieinhalbfachen KörperlĂ€nge bei genĂŒgend heller Beleuchtung sicher zu treffen, fast vollstĂ€ndig umfassen mit der rĂŒsselartigen Zungenspitze und anschliessend wieder zurĂŒck in ihr Maul ziehen zu können. WĂ€hrend dem ZurĂŒckziehen werden die Augen geschlossen um eine Verletzung durch ev. hervorstehende Insektenbeine zu vermeiden. Die Augen, fĂŒr ein ChamĂ€leon eines der lebenswichtigsten Organe, sind fast vollstĂ€ndig bedeckt durch die miteinander verwachsenen Augenlider, und können vollkommen unabhĂ€ngig voneinander bewegt werden.


ChamleonProjekt 1


Wer davon trĂ€umt, selber solch faszinierende Reptilien zu halten, der muss verschiedene Voraussetzungen erfĂŒllen, die Vorschriften sind streng. Seit Jahren gelten ChamĂ€leons als sehr schwierig artgerecht zu haltende und noch schwieriger zu zĂŒchtende Reptilien. Um die auch in der Schweiz als obligatorisch geltende Haltebewilligung zu erwerben, mĂŒssen verschiedene Voraussetzungen erfĂŒllt sein. Vorgeschrieben ist als erstes der Besuch von einem der akkreditierten Sachkundekurse, danach muss noch die AbschlussprĂŒfung bestanden werden. Nachdem ich mich bereits Mitte Dezember des vergangenen Jahres fĂŒr den ersten angebotenen Kurs 2020 angemeldet hatte musste ich mich lange gedulden bis klar war, der Kurs findet statt, es haben sich genĂŒgend Interessenten gemeldet. Schliesslich konnte dann unser Kurs auch tatsĂ€chlich durchgefĂŒhrt werden, die AbschlussprĂŒfung legten am 14.3.20 alle Kursteilnehmer erfolgreich ab, ganz knapp vor dem grossen Lock-Down des gesamten öffentlichen Lebens aufgrund der Corona-Pandemie mit Schliessung aller Schulen, Versammlungsverbot etc ab dem 16.3.20. Wiederum grosses GlĂŒck gehabt!


ChamleonProjekt 2


Anschliessend galt es, mich fĂŒr eine bestimmte ChamĂ€leon-Art zu entscheiden. Aufgrund der strengen Vorschriften fĂŒr die erforderliche Terrariengrösse, welche abhĂ€ngig ist von der KörperlĂ€nge der gehaltenen Tiere, kamen fĂŒr mich praktisch nur kleinere ZwergchamĂ€leons in Frage. Ich hatte leider keinerlei Ahnung, ob es in der Schweiz ĂŒberhaupt ZĂŒchter gibt von solchen kleinen ChamĂ€leons, und erst recht nicht ob zur Zeit irgendwo in der Schweiz Jungtiere von solchen Arten vorhanden sind. Schliesslich war aber auch diese Frage geklĂ€rt, und ich konnte mich um meine ChamĂ€leon-Terrarien kĂŒmmern. Sehr gerne hĂ€tte ich diese allesamt selber gebaut, aber mein vorhandenes Baumaterial reichte fĂŒr nur ein einziges solches Vollgaze-Terrarium. Ich benötigte aber fĂŒr mein Projekt drei Terrarien, und es gelang mir, noch zwei Terras online zu kaufen. Auch fĂŒr die obligate Beflanzung der Terras musste ich mir etwas einfallen lassen, da ja auch die GĂ€rtnereien und Pflanzencenter ĂŒber viele Wochen geschlossen waren. Schliesslich ist es mir doch gelungen, meine Terrarien vorschriftsgemĂ€ss einzurichten und einen Termin fĂŒr das obligatorische Fachgutachten dieser „Wildtiergehege“ anzumelden. Nun endlich war alles bereit fĂŒr die Haltebewilligung, welche die zustĂ€ndige Fachperson am kantonalen VeterinĂ€ramt ausstellt sobald alle Voraussetzungen erfĂŒllt sind.


ChamleonProjekt 3


Zum GlĂŒck liess dann tatsĂ€chlich meine ChamĂ€leon Haltebewilligung nicht lange auf sich warten, und auch beim ChamĂ€leon-ZĂŒchter stiess ich auf keinerlei Hindernisse: Ich durfte mein ChamĂ€leon-PĂ€rchen abholen gehen! Zuerst aber hiess es nun fĂŒr mich, fĂŒr unsere beiden kĂŒnftigen Familienmitglieder passende Namen zu suchen. NatĂŒrlich mussten es Namen sein in der Sprache ihres Herkunftsgebietes im östlichen SĂŒdafrika, genauer in der Provinz Zulu Natal, also in Zulu. Die Auswahl fiel mir nicht schwer: Ich werde das MĂ€nnchen „Thabani“ nennen, mit der Bedeutung „der GlĂŒckliche“ und das Weibchen wird „Thandi“ bzw „Tandiwa“ heissen, mit der Bedeutung „die Liebende“ oder „die Geliebte“. Zu meiner grossen Freude durfte ich meine Tiere unter mehreren verschiedenen Individuen auswĂ€hlen, und meine Wahl war sehr rasch klar: Ein eher kleineres Weibchen von leuchtend grĂŒner Farbe sowie ein MĂ€nnchen in Ă€hnlicher Grösse, eher hell und in zarten und fein ziselierten Pastellfarben, einem hĂŒbschen Muster am Kopf, und hellen, rötlich-orangen Flecken an den Seiten. Zwei selten hĂŒbsche Tierchen die sehr gut zueinander passen. Die zwei durften gestern abend einziehen in ihr luftiges Gazeterrarium, das fĂŒr die kommenden Sommermonate draussen an der frischen Luft in privilegierter, BergchamĂ€leon-adĂ€quater Lage steht, hoch ĂŒber dem Hallwilersee auf unserem Dachbalkon. Herzlich willkommen ihr zwei!


ChamleonProjekt 4
   
   
   
   


Ein sehr spezieller FrĂŒhling dieses Jahr! Perfektes Wetter, Sonne pur Tag fĂŒr Tag und fast schon sommerlich warm, die ganze Natur rundherum spriesst, knospt und blĂŒht auf’s allerschönste und in unseren GĂ€rten können wir trotz der vielen freien Zeit die uns zur VerfĂŒgung steht nichts von alledem werken, wie wir es von anderen Jahren gewohnt sind: Keine neuen Samen in die Erde geben, keine jungen Setzlinge kaufen und einpflanzen. Der Corona-Lockdown hat seit Mitte MĂ€rz nebst allen andern GeschĂ€ften, die keine lebenswichtigen Waren verkaufen oder Dienste anbieten, alle GĂ€rtnereien und Pflanzencenter, auch die Gartenabteilungen der Grossverteiler von einem Tag auf den andern geschlossen. Auch keine der beliebten SetzlingsmĂ€rkte dieses Jahr, es gibt nichts mehr zu kaufen was wir fĂŒr unsere schönen FrĂŒhlings-Gartenarbeiten benötigen, bloss „online“ geht noch. Aber das funktioniert halt auch nicht so richtig.


Ostersetzlinge 1


In quasi letzter Sekunde war es mir noch gelungen, in einem grossen „Food-GeschĂ€ft“ doch noch ein paar wenige SĂ€cke mit Gartenerde zu ergattern, und so war es mir immerhin möglich, ein paar meiner Pflanzkistchen mit frischer Erde aufzufĂŒllen und darin einige Reste von ĂŒbriggebliebenen Samen vom letzten Jahr anzusĂ€en, ein paar Sorten KĂŒchenkrĂ€uter sowie verschiedene Radieschenarten und kleine Karotten. Dies musste nun halt wohl genĂŒgen fĂŒr den Moment. In zwei Mini-Fenstersims-FrĂŒhbeeten hatte ich zudem bereits vor einigen Wochen verschiedene spezielle Samen von tropischen BĂ€umen wie Urwelt-Mammutbaum, Drachenbaum oder Affenbrotbaum, aber auch von anderen exotischen GewĂ€chsen wie Ylang Ylang oder „blĂŒhende Steine“ vorkultiviert, ein Experiment der besonderen Art, das auf jeden Fall sehr viel Geduld und Wartezeit benötigt, dies zudem mit sehr ungewissen Erfolgs-Chancen.


Ostersetzlinge 2


An Ostern bekam ich dann unerwartet ein tolles Geschenk von meiner Schwester, die wie man so sagt einen richtig „grĂŒnen Daumen“ hat und jedes Jahr vielerlei besondere PflĂ€nzchen aus Samen anzieht und damit regelmĂ€ssig so erfolgreich ist, dass sie fast immer schliesslich viel mehr solcher Pflanzen hat als sie selber wirklich grossziehen kann. Von ihr habe ich an Ostern eine ganze grosse Menge verschiedenster, mehrheitlich spezieller und in den GeschĂ€ften nur selten oder gar nicht angebotener Pflanzensetzlinge erhalten, viele davon aus dem interessanten und nicht alltĂ€glichen Sortiment von ProSpezieRara. Verschiedenste Tomatensorten, darunter die schmackhaftesten die es ĂŒberhaupt gibt, dazu gut passend verschiedene Arten von Basilikum, aber auch ganz besondere GewĂ€chse wie Schlafmohn, Cistrose, GewĂŒrzfenchel, Kaskadenthymian, Berglauch und viele andere mehr.


Ostersetzlinge 3


ZunĂ€chst habe ich fĂŒr diese so speziellen jungen GewĂ€chse mein altes kleines GewĂ€chshaus aus dem Keller geholt und eingerichtet, sowie nach drei ersten, eiskalten NĂ€chten, fĂŒr die ich meine empfindlichen Setzlinge vorsichtshalber ins Haus genommen hatte auch mein Tomatenhaus und die noch rechtzeitig vor dem Lock-Down gekaufte FrĂŒhbeethaube aufgestellt um darin die besonders zarten PflĂ€nzchen vor den noch zu erwartenden kommenden paar kĂŒhlen Tagen und NĂ€chten schĂŒtzen zu können. Alle diese vielen fĂŒr mich sehr wertvollen Setzlinge habe ich dann sorgfĂ€ltig eingepflanzt in passende Töpfe, und die weniger empfindlichen Pflanzen gleich raus in den Garten gesetzt, so dass sie ihren nĂ€chsten Wachstumsschub erfolgreich meistern können. Mein GartenfrĂŒhling ist damit gerettet! Herzlichen Dank dafĂŒr, Schwesterherz! 


Ostersetzlinge 4
   
   
   
   


Auch meine jungen Axolotl-Nachzuchten spĂŒren den FrĂŒhling: Noch bevor sie ein volles Jahr alt geworden sind, haben gleich drei der jungen Axolotl-Damen bereits mit Eierlegen begonnen! Den Auftakt zur Eierlege-Saison hat die um wenige Tage Ă€lteste der Nachzucht-Ladys gemacht: Ainara, im Alter von erst wenig mehr als 10 Monaten (meine A’s sind am 1.4.19 geschlĂŒpft) hat am 8.2.20 ihr Erstgelege von etwas ĂŒber 100 Eiern mehr oder weniger kunstvoll an die verschiedenen Wasserpflanzen geklebt. In diesem Aquarium konnte ich leider im Vorfeld des Geleges weder eine Balz noch Spermatophoren beobachten – es muss sich wohl um ausschliesslich nachts stattgefundenen AktivitĂ€ten gehandelt haben. Wer von den beiden Böcken in diesem Aquarium die Spermien zu diesem Gelege geliefert hat weiss ich also nicht. Der Schlupf dieses Geleges war am 3.3.20, die Embryonalentwicklung im rund 14°C kĂŒhlen Wasser dauerte dementsprechend relativ lange 24 Tage. Allerdings wurden naturgemĂ€ss fast alle Eier noch vor dem Schlupf von den drei residenten Axolotl bereits vollstĂ€ndig aufgefressen.


Erstgelege 1


Kurz vor dem Schlupf von Ainara’s erstem Nachwuchs hat im Becken nebenan auch Halbschwester Bonita, welche um eine Woche jĂŒnger ist als Ainara, am 1.3.20 ebenfalls ihr Erstgelege abgesetzt. Bonita war zu diesem Zeitpunkt knapp 11 Mt jung (meine B’s sind am 8.4.19 geschlĂŒpft). Dieses Gelege war fĂŒr mich allerdings vorhersehbar, denn ich hatte in diesem Becken am Tag als Ainara ihr erstes Gelege produziert hatte eine Spermatophore entdeckt, welche von BeltrĂ n, dem einzigen Bock in diesem Becken stammen musste. Bonita hat diese Aufgabe mit Bravour gemeistert, unermĂŒdlich ĂŒber viele Stunden, den ganzen Tag lang und auch noch wĂ€hrend den folgenden Nachtstunden ist Bonita fast wie in Trance im Gewirr der Wasserpflanzen herumgeschwommen und hat sehr ruhig, gemĂŒtlich und bedĂ€chtig immer weitere Eier sorgfĂ€ltig an die Pflanzen geklebt, so dass es schliesslich etwa 200 Eier waren, die das Aquarium sehr hĂŒbsch verziert haben. Schlupftag von diesem Gelege war der 22.3., diese Larven schlĂŒpften also nach 21 Tagen, die Wassertemperatur im Aquarium war im MĂ€rz bereits etwas wĂ€rmer als noch im Februar.


Erstgelege 2


Enya, welche etwas mehr als einen Monat jĂŒnger ist als Ainara und Bonita, hat nun als dritte meiner Axolotl-Ladys ĂŒberraschend frĂŒh ebenfalls bereits ihr Erstgelege vollbracht, das war erst eben, am 19.3.20 im Alter von erst knapp 10 Mt (meine E’s waren am 25.5.19 geschlĂŒpft). Dieses Gelege ist recht klein, ich kann rund 50 Eier zĂ€hlen welche Enya vollkommen unbeobachtet wĂ€hrend meiner Abwesenheit ins Aquarium gezaubert hat. Auch in diesem Becken konnte ich in den vergangenen Tagen weder eine Balz noch irgendwelche Spermatophoren beobachten, dieses Erstgelege ist fĂŒr mich deshalb eine grosse und völlig unerwartete Überraschung. Von diesem Gelege werde ich keine Eier separieren, und da voraussichtlich alle diese Eier im Aquarium ebenfalls innert KĂŒrze von den drei Axolotl in diesem Becken vollstĂ€ndig aufgefressen werden - sie haben ĂŒbrigens bereits damit begonnen - werde ich wohl hier auch kein Schlupfdatum benennen können.


Erstgelege 3


Und, wie wenn es nicht bereits mehr als genug von diesen Eierlege-Geschichten wĂ€re, hat heute am 20.3.20 meine Ainara  soeben ihr zweites, diesmal eindeutig grösseres Gelege mit rund 200 Eiern abgesetzt, sechs Wochen nach ihrem Erstgelege und noch immer vor ihrem ersten Geburtstag. Fleissige Lotl-Damen, dies steht ausser Frage. Dieses Gelege sieht bereits sehr viel ordentlicher aus als ihr Erstgelege, bei dem die GallerthĂŒllen dieser frĂŒhen Eier noch wenig kompakt, sehr lose und unförmig, teils fetzenartig an den Wasserpflanzen hingen und diese ersten Eier deshalb noch recht zahlreich nach wenigen Tagen bereits wieder von den Pflanzen gefallen und bald am Boden des Aquariums im Kies gelegen hatten: Übung macht den Meister, und das richtige Alter macht auch die Axolotldamen reif und ihre Gelege perfekter.

Eine Nebenbemerkung noch: Die Eltern der E’s, meine Farblotls Citlali und Yolotli, haben dieses Jahr bereits seit Januar wieder regelmĂ€ssig neue Gelege produziert, inzwischen bereits 5 Gelege in diesem Jahr! Yolotli hatte letztes Jahr im Alter von knapp 12 Monaten ihr erstes Gelege gebracht. 2019 waren es insgesamt 8 Gelege welche zu Beginn allerdings sehr klein waren, und erst spĂ€ter im Lauf der Monate auf eine Zahl von max. 200 Eier pro Gelege angestiegen waren.


Erstgelege 4
   
   
   
   


Eine ganze Serie von heftigsten WinterstĂŒrmen hat im Monat Februar in ganz Europa gewĂŒtet, so auch in unserem WeihergrundstĂŒck mit seinem unter Naturschutz stehenden uralten Baumbestand. Viele der grossen, alten, ehrwĂŒrdigen BĂ€ume wurden vom Sturm geknickt und haben beim Fallen nicht bloss verschiedentlich dicht stehende NachbarbĂ€ume mit umgerissen, sondern einige von ihnen haben sich teilweise auch quer ĂŒber unsere dort stehenden Forstwagen gelegt und dabei deren DĂ€cher beschĂ€digt.


Winterstrme 1


Wie sie alle hiessen, diese heftigen Sturmtiefs in Serie: Petra am 4.2., danach Sabine am 10./11.2. und kurz darauf Tomris am 13./14.2. und einige etwas weniger heftige Sturmtiefs davor und danach: Gleich mehrfach waren wir gezwungen, die Forstarbeiter mit ihren schweren Maschinen aufzubieten, um die grössten der gefallenen Baumriesen wegzurÀumen.


Winterstrme 2


Hier in lockerer Folge eine Reihe der beeindruckendsten Fotos von solchen hohen, dicken, uralten Weiden, auch Eschen, Ulmen, Buchen, Eichen und KirschbĂ€ume waren mit dabei, von breit aufgefasertem Holz, quer ĂŒber die WagendĂ€cher gefallenen, viele Meter hohen dicken BaumstĂ€mmen oder breit aufgerissenen BaumstrĂŒnken.


Winterstrme 3


Einige der dicksten BaumstĂ€mme, die von aussen vollkommen gesund und intakt ausgesehen hatten, waren innen erstaunlicherweise hohl und hatten wohl deshalb den heftigen Böenspitzen nicht trotzen können. Im Inneren dieser BĂ€ume entdeckten wir mit Erstaunen wunderhĂŒbsche, unerwartete Geheimnisse wie beispielsweise wahrscheinlich durch irgend eine unbekannte KĂ€ferart wabenförmig herausgefressene Gebilde aus weichen, vom Pilz zerfressenen Holzrelikten, oder in einem hohlen Kirschbaum eine ganze Serie von hochkant in den hohlen Baum hineingebauten grossen, alten Bienenwaben.


Winterstrme 4


Einer dieser gefallenen StĂ€mme schwebt noch immer meterlang, beim UmstĂŒrzen in einer Astgabel eines weiteren gefĂ€llten Baumes hĂ€ngengeblieben, weit ĂŒber die OberflĂ€che unseres Karpfenteiches hinaus, wĂ€hrend andere BĂ€ume im Fallen einen der vielen, dicht stehenden NachbarsbĂ€ume in eine prekĂ€re Schieflage niedergezwungen haben, womit nun beide BĂ€ume gefĂ€hrlich schrĂ€g im dichten, noch stehenden Stammgewirr halb stehend, halb liegend ein ziemlich skurriles, hoch in den Himmel hinaufragendes seltsames Bild ergeben.


Winterstrme 5


WĂ€hrend die einen dieser geknickten BĂ€ume relativ weit unten, direkt am Fuss des Baumes teilweise mitsamt einem StĂŒck ihres Wurzelwerkes ausgerissen wurden, steht von andern dieser Baumriesen noch ein ganzes StĂŒck des unteren Stammes; der Abriss geschah erst in einer Höhe von etwa einem Meter ĂŒber dem Boden und hinterlĂ€sst nun einen heftigst aufgefaserten, hohen Baumstumpf. Andere dieser BĂ€ume sind von den heftigen Böen gleich mehrfach in ihrer LĂ€nge geknickt worden, teils auch erst in einer Höhe von einigen Metern, wĂ€hrend bei nochmals anderen BĂ€umen lediglich viele der krĂ€ftigsten, dicksten LeitĂ€ste abgebrochen sind. Spielereien einer Natur, die ihrer unbĂ€ndigen Kraft und erbarmungslosen StĂ€rke mit solchen wie ZĂŒndhölzer geknickten BĂ€umen ein beeindruckendes Denkmal gesetzt hat.


Winterstrme 6


Viel von diesem zu Boden gerissenen Holz wurde durch die Forstarbeiter abgefĂŒhrt und kann weiter verwendet werden, beispielsweise fĂŒr die Konstruktion von KlettergerĂŒsten und sonstigen Bauten auf KinderspielplĂ€tzen. Die dĂŒnneren Teile können wir selber zu Brennholz verarbeiten. Damit werden wir wohl noch viele Jahre lang nutzbringende Waldarbeit verrichten, aber auch so manche Winter in der warmen Stube beim knisternden Kaminfeuer geniessen können.


Winterstrme 7


Die Natur beeindruckt immer wieder von neuem. Das Erscheinungsbild unseres Baumbestandes hat sich innert weniger Wochen so dramatisch verĂ€ndert, dass wir es noch immer kaum glauben können. Es hat nun Platz gegeben fĂŒr eine drastische VerjĂŒngung dieses WaldstĂŒckes und wir freuen uns trotz allem, diese VerĂ€nderungen der Natur in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren Schritt fĂŒr Schritt genaustens beobachten und miterleben zu können.




Winterstrme 8


Die Temperaturen steigen langsam an, es wird bald FrĂŒhling. Im Winterdomizil unseres Axolotl-LandgĂ€ngers Ichtaca ist es etwas wĂ€rmer als draussen im Freien. Hier zeigt das Thermometer inzwischen bereits wieder gegen 10°C, somit wird das Risiko bzw die Chance immer grösser, dass Ichtaca bald von selber aus seiner Winterruhe erwachen wird. Da ich sehr unsicher bin, ob er sich vor seiner Winterpause noch genĂŒgend Reserven anfuttern konnte – seine Metamorphose war ja noch nicht lange her, und ob sein Verdauungstrakt sich vorher noch genĂŒgend weit umgestellt hatte fĂŒr ein Leben an Land als richtiger Molch, das weiss ich nicht. Besser vorsichtig sein! Ich denke es ist Zeit, dass ich mein Mölchlein nun aktiv aus seiner Winterruhe hole und ihm möglichst bald wieder Futter reichen kann.


Molchfrhling 1


Zum AufwĂ€rmen kommt Ichtaca nun mitsamt seiner Winterbox neben seinem verlassenen Terrarium zu stehen, hier haben wir zur Zeit etwa 15°C. Mal sehn ob ihm diese Temperaturerhöhung bereits reicht, um zu erwachen. Mit ein paar krĂ€ftigen SprĂŒhstössen feuchte ich das Moos und Laub in der Box krĂ€ftig an. Aber der kleine Wicht rĂŒhrt sich auch am Folgetag noch keinen Deut. Also wĂ€rme ich die Raumtemperatur vorsichtig weiter, auf 17-18°C. Dies mĂŒsste nun definitiv reichen um ihn wach zu kriegen. Aber am nĂ€chsten Tag ist noch immer keinerlei Bewegung zu erkennen. Dies wird mir nun doch etwas zu riskant, ich wĂ€rme nochmals etwas mehr, feuchte den Boxinhalt entschlossen nochmals krĂ€ftig an um damit eine Art von heftigen FrĂŒhlingsregenfĂ€llen zu imitieren, und beginne nach einigen Stunden die obersten Schichten von nassem Moos, Laub und RindenstĂŒcken zu entfernen. Noch immer sehe ich nichts von meinem Molch, es regt sich kein Leben. Nach ein paar weiteren Stunden will ich es endlich wissen, ich buddle vorsichtig weiter, voller Sorgen irgendwann einen toten Molch in meinen HĂ€nden zu finden.


Molchfrhling 2


Meine Erleichterung ist riesig, als ich unter meinen vorsichtig tastenden und grabenden HĂ€nden endlich das Köpfchen meines Molch-Boys erkenne. Er ist kaum zu entdecken zwischen Laub und Erde, mit wachen Stecknadelaugen schaut er aus seinem Versteck hervor, er lebt!!! Das helle Tageslicht behagt ihm offensichtlich nicht, flugs kriecht er rĂŒckwĂ€rts davon, verbuddelt sich tiefer in die Erde und ist verschwunden! Ich lass ihm etwas Zeit, und beginne dann langsam, meinen Molch in ganzer LĂ€nge aus der Erde rauszubuddeln. Wie hĂŒbsch er ausschaut! Quicklebendig und noch immer wohlgenĂ€hrt kriecht er davon, endlich kann ich ihn in seiner ganzen Schönheit betrachten, bewundern und auch fotografieren.


Molchfrhling 3


Ichtaca hat also seine allererste Winterruhe gut und bei voller Gesundheit hinter sich gebracht, und dies so kurz nach der Metamorphose! Noch nicht mal ein Jahr alt ist er, und es scheint ihm wirklich gut zu gehen, wie schön! Nun darf er in sein neu eingerichtetes Terrarium einziehen. Hier steht inzwischen auch ein etwas grosszĂŒgigerer Wasserteil, wo er, falls er dazu Lust hat, gĂ€nzlich ins Wasser eintauchen und je nach Lust und Laune auch schwimmen kann. Und dennoch ist der Wasserstand so niedrig, dass er sich nicht wirklich anstrengen muss, um seinen Kopf aus dem Wasser zu strecken um an der Luft atmen zu können. Und nun hoffe ich, es gefĂ€llt ihm in seiner neuen Sommerresidenz, in seinem neu und hoffentlich passend eingerichteten Lebensraum im Terrarium!





Molchfrhling 4


Bevor es bei den Gespenstschrecken zu einer erfolgreichen Paarung kommen kann, mĂŒssen diese Insekten mit ihrer letzten HĂ€utung ihre Entwicklung zum adulten Tier abschliessen. Hierbei pumpen sie KörperflĂŒssigkeit in Kopf und Thorax, was zu einer Vergrösserung fĂŒhrt. Dadurch wird die alte HĂŒlle zu klein, sie reisst entlang der HĂ€utungsnaht am RĂŒcken auf und wird abgestreift. Bis zum vollstĂ€ndigen AushĂ€rten der zunĂ€chst sehr weichen neuen Haut sind die Tiere wĂ€hrend der ersten Stunden nach der HĂ€utung sehr verletzlich. Die abgestreifte Exuvie wird meist gefressen, sie ist sehr nĂ€hrstoffreich. Eine Vermehrung ohne Paarung ist bei den Australischen Gespenstschrecken ebenfalls möglich, dann entstehen durch Parthenogenese ebenfalls lebens- und auch fortpflanzungsfĂ€hige Jungtiere, welche jedoch allesamt weiblichen Geschlechts sind.


HutungPaarungEier 1


FĂŒr die Paarung setzt sich das MĂ€nnchen auf den RĂŒcken seiner Partnerin, und ĂŒbertrĂ€gt seine Spermien mit Hilfe einer runden weissen Kapsel, der Spermatophore, welche aussieht wie eine Perle. Die Spermien, welche in dieser Kapsel vor Austrocknung geschĂŒtzt sind, werden anschliessend via einen schmalen, stielförmigen Halsteil, mit welchem die Kapsel verankert ist, in den weiblichen Genitaltrakt gepumpt. Die Spermatophore hĂ€ngt danach im vertrockneten Zustand meist noch ĂŒber viele Stunden, oft sogar tagelang in der Geschlechtsöffnung am Hinterende des Weibchens, und fĂ€llt irgendwann spĂ€ter zu Boden.


HutungPaarungEier 2


Etwa vier Wochen nach der letzten HĂ€utung beginnt das Weibchen mit der Ei-Produktion. Die Eier werden einzeln produziert, und liegen zunĂ€chst ĂŒber einige Stunden nachdem sie die Geschlechtsöffnung verlassen haben sehr gut sichtbar am Hinterende des Abdomens zwischen den FortsĂ€tzen des Eilegeapparates, bis das Weibchen dann das Ei mit einem krĂ€ftigen Schwung des Abdomens wegschleudert und zu Boden fallen lĂ€sst. Im natĂŒrlichen Habitat in Australien werden die Eier dann ĂŒblicherweise von Ameisen in ihren Bau geschleppt, da sie von diesen verwechselt werden mit nahrhaften SĂ€mereien. Hier liegen die Eier sicher und bei idealen Entwicklungsbedingungen, die Ameisen können sie nicht fressen. Die spĂ€ter schlĂŒpfenden Jungtiere Ă€hneln zunĂ€chst in ihrer Warntracht mit rotem Kopf und weissem „Halsband“ in ihrem Aussehen sehr dieser Ameisenart, so dass sie unbehelligt aus dem Ameisenbau entweichen können. Danach laufen sie zunĂ€chst sehr lebhaft umher auf der Suche einer geeigneten Futterpflanze.


HutungPaarungEier 3


Ein adultes Phasmidenweibchen legt im Lauf ihres kurzen Lebens von rund 4-8 Monaten etwa vierhundert bis tausend Eier. Die Entwicklung der Jungtiere im Ei ist in hohem Masse abhĂ€ngig von Temperatur und Feuchtigkeit der Umgebung. Die Jungen schlĂŒpfen bei Zimmertemperatur frĂŒhestens nach fĂŒnf Monaten, bei Trockenheit 1-2 Monate spĂ€ter, bei kĂŒhlen Temperaturen noch spĂ€ter, und bei sehr schlechten Bedingungen gar erst nach mehreren Jahren. Von meinen drei Extatosoma tiaratum Weibchen sammle ich zur Zeit jeden Morgen eine grössere Menge an Eiern welche ĂŒber Nacht zu Boden gefallen sind und hoffe, dass wenigstens das eine oder andere Jungtier in ein paar Monaten schlĂŒpfen wird!





HutungPaarungEier 4


Vom Fruchtmus schlemmen, das konnten meine drei blauen Bambus-Taggeckos von Anfang an sehr gut, noch bevor sie sich an irgend eines der verschiedenen lebenden Futtertierchen gewagt haben die ich ihnen immer mal wieder vorgesetzt hatte. Fast wollte ich glauben, dass es sich bei diesen flinken aber recht scheuen kleinen Reptilien um echte Vegetarier handelt – das soll ja auch bei den Geckos hie und da vorkommen. Dennoch machte ich mir schon etwas Sorgen, ob meine drei hĂŒbschen Blauen mit dieser DiĂ€t nicht doch etwas zu knapp dran sind im Bezug auf Eiweiss in ihrer Nahrung, welches sie jetzt im Wachstum doch unbedingt benötigen um gesund und krĂ€ftig gross werden zu können.


GeckoMenu 1


Nun, als erstes wagten sie sich zwar nicht an die Micro-Grillen, welche mir die ZĂŒchterin geraten hatte, sogar als einzige Nahrung ihnen regelmĂ€ssig vorzusetzen. Diese winzigen Steppengrillen waren meinen Geckos offensichtlich ziemlich ungeheuer, und wohl auch viel zu flink. Zudem versteckten sie sich flugs quasi unerreichbar fĂŒr die Geckos in den vielen schmalen Ritzen der Natur-Kork Hinterwand im Terrarium, und wohl auch zwischen den Schnipseln am Boden. Aber die Ofenfische, an diese zarten, eher dĂŒnnhĂ€utigen und sehr wĂ€rmeliebenden Futtertierchen welche nicht allzu schnell davonflitzen, an diese wagten sie sich irgendwann dann doch. Meine Erleichterung war sehr gross! Und vermutlich futterten meine kleinen Phelsumen auch immer mal wieder von den vielen Fruchtfliegen, den Drosophilas, welche ich ihnen als Notlösung und Einstiegs-Futtertierchen inzwischen ins Terrarium gegeben hatte, und von welchen immer recht viele Winzlinge rund um und in den Fruchtbrei-SchĂ€lchen zu finden und fĂŒr meine Geckos problemlos zu erbeuten waren.


GeckoMenu 2


Schliesslich hatte ich auch GlĂŒck mit den hellbraunen Micro-Heimchen.  Von diesen haben sich meine Geckos hie und da doch mal bedient, wie ich ab und zu zufĂ€llig beobachten konnte. Allerdings, diese Sache mit den Grillen und Heimchen entwickelte sich mit der Zeit zu einem gröberen Problem: Die nicht-erbeuteten und nicht-gefressenen Grillen und Heimchen konnten fleissig wachsen und gross werden in ihren Verstecken, so dass sie schliesslich als Beute fĂŒr die kleinen Geckos nie und nimmer mehr taugten. Die gross und grösser werdenden Grillen versteckten sich in den Bambusrohren, und frassen sich gĂŒtlich an den grĂŒnen Pflanzen im Terrarium! Schliesslich wusste ich mir nicht mehr anders zu helfen, als jeden Morgen wenigstens eine oder zwei dieser gross gewordenen Grillen in ihrem Versteck, einer Bambusröhre mit kleinem Durchmesser welche als einzige nicht mit allen anderen fix verbunden war, aus dem Gecko-Terrarium herauszuholen und draussen in der JanuarkĂ€lte aus dem Bambus herauszuschĂŒtteln und auf diese Weise nach und nach zu entsorgen.


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Womit ich als Futtertierchen fĂŒr meine Geckos jedoch am meisten GlĂŒck hatte, nebst den Buffalo-WĂŒrmern welche in einer Worm-Dish jederzeit zum Fressen bereitstehen im Terrarium, und welche auch nicht ausbĂŒxen und sich im Bodenstreu auf Nimmerwiedersehen verstecken können dank dem ĂŒberhĂ€ngenden Rand dieser speziell fĂŒr WĂŒrmer hergestellten Futterschale, das sind die Terflies: Speziell gezĂŒchtete Stubenfliegen mit verkrĂŒppelten FlĂŒgeln, mit denen diese Futtertierchen nicht mehr erfolgreich fliegen können, und deshalb auf den Bambusröhren fleissig herumkrabbeln auf der Suche nach dem sĂŒssen Fruchtmus, das auch sie, nicht nur die winzigen Drosophilas und auch die Geckos selber sehr gerne fressen. Diese Terflies sehe ich immer wieder vollkommen furchtlos rund um die Geckos und sogar auf diesen drauf herumspazieren: Eine leichte Beute fĂŒr meine blauen Geckos, mit diesen Fliegen im Terrarium werden sie bestimmt nie mehr hungrig sein!






GeckoMenu 4


Seit ein paar Tagen leben bei uns in einem neuen Terrarium fĂŒnf absolut skurrile, ungewohnt grosse Insekten! Es sind Phasmiden, genauer: Extatosoma tiaratum, also die aus Australien stammenden Skorpion-Gespenstschrecken. Unsere drei Weibchen und zwei MĂ€nnchen sind allesamt subadulte, schon fast erwachsene Tiere. Nun hoffe ich, dass sie sich bald paaren werden. Die zu erwartende Lebensspanne dieser Tiere ist sehr kurz, im Erwachsenenstadium leben die MĂ€nnchen nur rund 5 Monate, die Weibchen etwa doppelt so lang.


Phasmiden 1


Wie ĂŒblich bei allen diesen Insektenarten, zu welchen auch die bekannteren Stabschrecken und die "wandelnden BlĂ€tter" gehören, sind die zierlichen, dĂŒnnen und lang beflĂŒgelten MĂ€nnchen (ca 10 cm lang) deutlich kleiner als die Weibchen, welche etwa 14 cm lang werden und einen recht dicken Körper mit vielen prominenten spitzen Stacheln haben, und den Hinterteil auf Art der Skorpione hoch auf- und zurĂŒckgebogen tragen. Mit ihren kurzen StummelflĂŒgeln sind die Weibchen, anders als die MĂ€nnchen, flugunfĂ€hig.


Phasmiden 2


Die Phasmiden sind recht gefrĂ€ssige Pflanzenfresser, und sehr unkompliziert in der Haltung. Sie können problemlos bei ĂŒblicher Zimmertemperatur gehalten werden, und mögen es feucht. Sie fressen gerne an Brombeer- oder RosenblĂ€ttern, welche auch im Winter oft schön grĂŒn bleiben und auch ĂŒppig draussen bei uns im Garten zu finden sind. Im Sommer wird der Speiseplan dann natĂŒrlich noch sehr viel abwechslungsreicher, denn sie mögen, nebst dem Eukalyptus, der in ihrer Heimat Australien ihre Hauptnahrung darstellt, auch sehr gerne Eichen-, Hasel-, Pflaumen-, Kirschen- oder QuittenblĂ€tter und vielerlei GrĂŒnzeug mehr.


Phasmiden 3


Heute morgen habe ich mit grosser Freude entdeckt, dass sich ĂŒber Nacht bereits ein Paar gebildet hat! Ruhig und fast ohne sich zu bewegen - abgesehen von dieser typisch schaukelnden Bewegung, welche die leichte Bewegung von trockenem Laub am Ast im Wind nachahmen soll, sitzen die hauptsĂ€chlich dĂ€mmerungs- und nachtaktiven Insekten wie schlanke Trapez-Akrobaten oben an der Gaze des Terrarium-Deckels, unglaublich anmutig und grazil, in typischer Umarmungs-Position.Wenn das Weibchen noch nicht paarungsbereit ist, kann das MĂ€nnchen oft tagelang auf ihrem RĂŒcken hocken bis es schliesslich zur Paarung kommt.  Falls die Paarung gelingen sollte, muss ich nochmals rund drei Wochen warten, bis die ersten der kleinen, hellen, hartschaligen Eier erscheinen - und dann dauert es nochmals etwa 6 Monate, bis die Jungtiere schlĂŒpfen.




Phasmiden 4


Es wird höchste Zeit, meinen Axolotl-LandgĂ€nger Ichtaca in sein Winterquartier umzusetzen. Schon seit 10 Tagen sitzt er ungefĂŒttert, zurĂŒckgezogen und fast ohne sich zu bewegen im inzwischen bereits recht kĂŒhlen Terrarium, zuhinterst in seinem Unterschlupf versteckt. Die letzten paar Wochen hatte ich ihn kaum mehr zu Gesicht bekommen, da es mir nicht passte, ihn gegen seinen Willen fast schon gewaltsam aus seiner Deckung zu holen. Ich kann nur hoffen, dass es ihm gut geht!


Winterquartier 1


Da ich im Hinblick auf seine Überwinterung eine ganze Weile nicht mehr eingefeuert hatte, ist die Temperatur inzwischen in seinem Terrarium auf etwa 14°C runtergekĂŒhlt. Die Box, in welcher er vor einigen Wochen seine Metamorphose durchlebt hat, ist gut vorbereitet als taugliches Winterquartier: Unten eine Schicht lockere Erde aus dem Wald, welche ich nochmals etwas einsprĂŒhe mit Regenwasser. DarĂŒber kommt eine erste, dĂŒnne Schicht Laub. Nun hole ich den kleinen Axolotl-Molch aus dem Terrarium, und setze ihn behutsam in die Kiste. Endlich kann ich jetzt meinen Ichtaca nach langen Wochen wieder einmal in voller Grösse anschauen: Wie hĂŒbsch er ist, mit den kleinen hellen gelben Tupfen auf schwarzem Grund!


Winterquartier 2


Ichtaca verharrt erst einmal eine Weile dort wo ich ihn hingesetzt habe, beginnt dann eine Drehung und marschiert schliesslich in entgegengesetzter Richtung los, bis er sich schliesslich gezielt kopfvoran unter das Laub zu verkriechen beginnt. Das ist fĂŒr mich das Signal: Über den schon halb verbuddelten Molch lege ich ein paar schĂŒtzende gewölbte RindenstĂŒcke, darĂŒber kommt eine Schicht Moos aus dem Wald, und zuoberst eine dicke, gut luftdurchlĂ€ssige Schicht trockenes Laub. Die Überwinterungs-Kiste ist nun fast voll, bis auf einen schmalen oberen Rand, wo rundherum LĂŒftungslöcher eine genĂŒgende Sauerstoffzufuhr ermöglichen. Dieselben Löcher in grosser Zahl sind auch am sicher verschliessbaren Deckel zu finden.


Winterquartier 3


Nun trage ich meinen Überwinterungskandidaten in seiner Box hinauf ins unbeheizte Musikzimmer, wo ich seine Box, noch zusĂ€tzlich eingepackt in ein dickes Frottee-Tuch, in eine grosse Styropor-Box platziere. Sicherheitshalber kommt auch noch ein Thermometer hinein. Ich muss sicher sein, dass die Temperatur nicht unter den Gefrierpunkt absinkt. Der Deckel der Styropor-Box bleibt beiseite, hingegen ĂŒberdecke ich das ganze noch mit einigen sehr luftig darĂŒber gelegten grossen Schaumvlies-TĂŒchern. Die Temperatur im Musikzimmer liegt aktuell bei 8°C, das passt sehr gut. Mehr als 10°C sollten es den Winter durch nach Möglichkeit nicht sein, sonst erwacht der Molch möglicherweise und muss dann gefĂŒttert werden. Die Temperatur muss ich unbedingt den gesamten Winter ĂŒber im Auge behalten. Und nun: Gute Nacht, kleiner Ichtaca, komm gut ĂŒber den Winter!






Winterquartier 4


In unserem neu eingerichteten tropischen Regenwald Terrarium leben seit kurzem unsere neusten Hausbewohner: Drei junge Geckos der Art Phelsuma klemmeri, also blaue Bambus-Taggeckos.


gecko 1


Die drei quirligen, etwa sechs Monate alten Winzlinge mit ihrer hĂŒschen gelb-blau-grĂŒn-schwarzen FĂ€rbung haben sich bereits recht gut in ihrem neuen Domizil eingelebt.


gecko 2


Nach ersten eher vorsichtigen Erkundungstouren durch das Terrarium sind die drei Geckos inzwischen schon sehr viel mutiger geworden: Sie turnen, klettern und springen Àusserst flink und richtiggehend akrobatisch zwischen den verschiedenen Bambusrohren und Pflanzen herum...


gecko 3


... und klettern auch vollkommen problemlos geschwind und neugierig ĂŒber die Glas- und KorkwĂ€nde, wo sie immer mal wieder nach weitem Sprung quasi fliegend gut hörbar landen.


gecko 4


Sogar kopfĂŒber hĂ€ngend spazieren sie dem grossen LĂŒftungsgitter entlang auf der Suche nach irgendwas interessantem. In erster Linie sind sie natĂŒrlich auf abenteuerlicher Jagd nach den winzigen Steppengrillen, die als Futtertierchen im Terarium herumspazieren.


gecko 5


Noch sind meistens die kleinen Grillen schneller, und die noch etwas allzu zögerlich reagierenden Geckos haben das Nachsehen - sie gehen leer aus, aber immerhin, das JagdvergnĂŒgen haben sie trotzdem. Und bekanntlich: Übung macht den Meister!


gecko 6


Damit ganz sicher jeder der drei Gecko-Kinder genug nahrhaftes ins flache BĂ€uchlein bekommt, steht auch pflanzliche Kost im Angebot: Nebst einem StĂŒck reifer Banane bietet eine sĂŒsse Halbtrocken-Aprikose den SchleckmĂ€ulchen-Zungen eine noch so gerne angenommene köstliche Alternative zu den schwieriger zu erhaschenden Insekten.


gecko 7


Die drei jungen Phelsumen mögen einander von Beginn weg sehr gut leiden: Vom zĂ€rtlich-neugierigem BegrĂŒssungs-Beschnuppern zum hautnah ĂŒbereinander klettern bis zum parallel-liegen am Sonnenplatz auf dem grossen Bambus-Rohr: An Einsamkeit muss hier niemand leiden!






gecko 8


Eine sehr traurige Nachricht erreicht uns von Madlen: Ihr Herzbub Saphir, der kleinste RĂŒde von unserem S-Wurf, ist heute fĂŒr immer gegangen. Fast neun Jahre alt ist er geworden. Er hat dank Madlen's grosser und nie endenden FĂŒrsorge und Liebe so viele grössere und kleinere gesundheitliche Probleme und Handycaps immer wieder ĂŒberwinden können, und immer seine riesige Lebensfreude behalten.


saphir 1


Doch nun waren die Schwierigkeiten zu immens, ein Mittel dagegen gab es nicht mehr. Danke Madlen, fĂŒr Deinen Mut, Dein liebevolles EinfĂŒhlungsvermögen und Deine klare Entschlossenheit, dem unausweichlich gewordenen Leiden ein gnĂ€diges Ende zu setzen. Wir verstehen nur allzu gut Deinen riesigen Schmerz, die grosse LĂŒcke welche Dein Riesenbaby hinterlĂ€sst. Danke Dir fĂŒr alles, was Du ĂŒber alle diese Jahre fĂŒr Deinen Liebling Saphir Gutes getan hast!
(Beide Bilder von Madlen)


saphir 2

 



 




FĂŒr seine Metamorphose benötigte unser Überraschungs-Axolotl volle dreissig Tage. Sein hoher Schwimmsaum und seine KiemenbĂŒschel haben sich völlig zurĂŒckgebildet, sie sind inzwischen vollstĂ€ndig verschwunden. Er hat sich im niedrigen Wasser mehrmals gehĂ€utet, seine Haut ist nicht mehr dĂŒnn und feucht, sondern seidig und mattglĂ€nzend, und vollstĂ€ndig trocken, ja sogar wasserabstossend geworden. Nun ist er ist bereit fĂŒr seinen Landgang.


Landgnger 1


Unser Metalotl bewegt sich inzwischen ziemlich ungezwungen und flink an Land. Aus dem Wasser ist er auf die Steine gestiegen und hat damit das Zeichen gesetzt: Er ist nun bereit, und wartet auf den nÀchsten Abschnitt in seinem Leben - ein Leben als vorwiegend an Land lebender Molch.


Landgnger 2


Mit seinem Landgang ist unser Metalotl zu einem völlig neuen Lebewesen geworden. Unser Mölchlein hat deshalb auch einen neuen Namen bekommen. Da noch immer nicht klar ist, ob es sich bei dem erst sieben Monate jungen Axolotl um ein mĂ€nnliches oder ein weibliches Wesen handelt, ist sein neuer Name fĂŒr beiderlei Geschlecht passend. Wie könnte es anders sein, bei dieser ursprĂŒnglich aus Mexico stammenden Tierart: Es muss natĂŒrlich ein Nahuatl-Name sein! ICHTACA, mit der Bedeutung verborgen, geheim, mysteriös. Passt doch!


Landgnger 3


Solange es hell ist, lebt Ichtaca vorwiegend im Verborgenen. Am liebsten sitzt er den ganzen Tag ĂŒber zuhinterst in seinem Unterschlupf, fast gĂ€nzlich versteckt in einem dicken Moospolster. Meist ist nur sein feines, schmales Köpchen mit den neugierigen, leicht vorstehenden Augen und dem noch immer sehr breiten Maul zu sehen, und dies auch nur mit Hilfe einer Taschenlampe. Er lĂ€sst sich hier mit der Pinzette fĂŒttern, selber auf die Jagd geht er noch nicht. Seine Lieblingsspeise ist inzwischen nicht mehr der Regenwurm, sondern ein Insekt: Kleine Heimchen, welche er etwa jeden zweiten Tag angeboten bekommt, im Wechsel mit den aus seinem frĂŒheren Leben als Larve im Wasser bekannten Dendrobena RotwĂŒrmern.






Landgnger 4


Eine erlebnisreiche, wunderschöne Urlaubswoche liegt hinter mir. Ein lieber, genauso wie ich auch Axolotl-begeisterter Naturfreund hat mir eine persönliche Abenteuerwoche in seinem "Revier" hoch im Norden Deutschlands geschenkt, wo ich mit ihm und seiner Familie zusammen eine FĂŒlle von Natur-Abenteuern erleben durfte. Einen derart spannenden Urlaub habe ich bisher noch nie erlebt!

Ein wichtiges Thema war natĂŒrlich das Beobachten seiner vielen Axolotls in ihren riesigen Aquarien, das Fachsimpeln ĂŒber Haltung und Pflege dieser wunderbaren und fast ein wenig rĂ€tselhaften Wassermonsterchen und der interessante Austausch ĂŒber unsere Erfahrungen mit diesen hĂŒbschen neotenen Molchen, welche ursprĂŒnglich aus einem sehr limitierten Lebensraum bei Mexico City stammen und hauptsĂ€chlich aufgrund der sehr prekĂ€ren Umweltverschmutzung und dem Einsetzen von gefrĂ€ssigen Fischen dort leider vom Aussterben bedroht sind.


TagsĂŒber wanderten wir hinaus in die schöne Natur, bei Tag fĂŒr Tag herrlichem Herbstwetter und Sonnenschein. Mit dem Ziel "Feuer schlagen nach alter UrururvĂ€ter Sitte" gingen wir in den WĂ€ldern der Umgebung ZunderschwĂ€mme suchen, welche dort zuhauf vor allem an alten, morschen Birken wachsen. Die Trama, dh der feinfaserige Pilzkörper des echten Zunderschwammes, galt seit der frĂŒheren Steinzeit bis zur Erfindung der Streichhölzer vor 160 Jahren als eines der wichtigsten Hilfsmittel zur Feuerentfachung im tĂ€glichen Leben. Hierzu wird der Fruchtkörper in feine Scheiben geschnitten, danach in Holzaschenlauge eingelegt und schliesslich weich geklopft und gewalkt, bis er weich und flauschig wird wie feines Wildleder.


gifhorn 1


Um Feuer zu machen, wird dann ein kleines StĂŒck Zunder mit stark aufgefasertem Rand zusammen mit einem StĂŒck eines sehr scharfkantigen Feuerstein Splitters (Silex, Flint) zwischen Daumen und Zeigefinger fest gehalten, und mit einem Feuerstahl von oben nach unten an der scharfen Kante des Steins entlang geschlagen, so dass Funken auf den Zunder fliegen und dort einen kleinen Glutpunkt bilden. Nun wird vorsichtig in diese Glut hinein geblasen bis sie grösser wird, und nun in ein bereits vorbereitetes Glutnest (zB trockene feinfaserige Birkenrinde, trockenes Gras, Distelwolle, Kiefernadeln oder Kienholz-Geschabsel) gelegt werden kann. Dieses Glutnest wird um den Glutkern herum vorsichtig zusammengedrĂŒckt und weiterhin hineingeblasen, bis der glimmende Zunder das Material des Zundernests entzĂŒndet, und schon brennt unser Feuer. Ein wenig Übung braucht es schon, dass dieses Experiment gelingt - umso grösser dann die Freude am Erfolg.


gifhorn 2


Nebst diesen spannenden Feuerschlage-Experimenten, wofĂŒr wir uns an geeigneten Orten auf die Suche nach den dort geradezu haufenweise herumliegenden Flint-StĂŒcken, an die etwas zeitaufwĂ€ndigere fachgerechte PrĂ€paration von tauglichen ZunderstĂŒcken und auf die Suche nach dem herrlich duftenden Kienholz, also stark harzangereichertes Kiefernholz machten, fĂŒhrten uns weitere beeindruckende Exkursionen zu den vielen Weihern und TĂŒmpeln in der nĂ€heren Umgebung, wo wir mit unseren sehr feinmaschigen Keschern Plankton-Proben gewannen fĂŒr unsere abendlichen Mikroskopier-Abenteuer. Wie viele solcher winziger Plankton Lebewesen es nur schon in einem einzigen Wassertropfen zu entdecken gibt ist fĂŒr einen Neuling wie mich fast nicht zu glauben. Stundenlang sassen wir an unseren Mikroskopen, wo ich immer wieder von neuem aus dem Staunen nicht heraus kam.


gifhorn 3


Ein grosses GlĂŒck war natĂŒrlich, dass ich in Gestalt meines in Biologie und Mikroskopie ĂŒberaus erfahrenen Gastgebers einen kompetenten Fachmann an meiner Seite wusste, der mir alle meine Fragen zuverlĂ€ssig beantworten konnte. Und, sozusagen als TĂŒpfelchen auf dem i zeigte er mir als krönenden Abschluss auch noch seine selber hergestellten DauerprĂ€parate von sehr dĂŒnn geschliffenem Flint, in welchem die wunderschönsten Fossilien unter dem Mikroskop erkennbar wurden. Meine einmalig spannende und lehrreiche Urlaubswoche war nur allzu schnell wieder zu Ende, so dass mir nichts anderes ĂŒbrig blieb als mich ĂŒberglĂŒcklich und mit einer riesigen Menge an EindrĂŒcken von meiner lieben Gastgeber-Familie wieder zu verabschieden, und den langen RĂŒckweg unter die RĂ€der zu nehmen. Ein grosses und herzliches Dankeschön nach Norddeutschland!!!




gifhorn 4


Axolotl leben als fakultativ neotene Querzahn-Molchlarven normalerweise ihr ganzes Leben lang im Wasser, und pflanzen sich auch fort in diesem "unreifen" Stadium der kiemenatmenden Larve. Allerdings kann es ganz selten auch mal vorkommen, dass ĂŒberraschenderweise eine spontane Metamorphose einsetzt. Dann verliert das Tierchen seine Kiemen und seinen ĂŒppigen Schwimmsaum und wird schliesslich, nach einigen Wochen der langsamen Umwandlung seines gesamten Körpers, zum LandgĂ€nger, also zum lungenatmenden Molch der nur noch zur Paarung und Eiablage das Wasser seiner heimatlichen Weiher oder TĂŒmpel wieder aufsucht.


metamorphose 1


Ich staunte nicht schlecht, als ich heute frĂŒhmorgens meinen ĂŒblichen Kontrollblick in die grossen Aquarien mit meinen Axolotl schweifen liess: Da entdeckte ich ihn, einen der drei Axolotl im Becken Nr. 3 sah erschreckend dĂŒnn, schmal und klein aus. Er hatte seine ehemals wunderschön buschigen, langen Kiemen mit den ĂŒppigen KiemenfĂ€den fast gĂ€nzlich zurĂŒckgebildet, ebenso fehlte ihm der allergrösste Teil seines ehemals hohen, ĂŒber den gesamten RĂŒcken und Schwanz sich hinziehenden Schwimmsaumes, ein richtig kĂŒmmerlich, fremd und seltsam aussehendes Irgendetwas das ganz und gar nicht wie meine krĂ€ftig-dicklichen Axolotl daherkam. Meine Entgeisterung ĂŒber diese Entdeckung legte sich rasch, mir war fast sofort klar geworden: Dieses Tierchen hat seine Metamorphose begonnen!


metamorphose 2


Meine Überraschung musste ich erst mal ein paar Sekunden sich setzen lassen bevor ich handlungsfĂ€hig war. Dann packte ich so rasch ich konnte meine Fotokamera und versuchte wenigstens ein paar wenige Fotos zu knipsen - natĂŒrlich wurden sie allesamt verzittert und unscharf, aber sie zeigen dennoch den Zustand meines von nun an vorĂŒbergehend als "Metalotl" bezeichneten Überraschungs-Tierchens. Dieses hatte vor einiger Zeit den Namen "Broma" erhalten, Bedeutung "Scherz, Spass, Witz", dies schien mir perfekt zu passen zu dieser fĂŒr mich vollkommen unerwarteten Umwandlung. Dann lief ich so schnell ich konnte um eine QuarantĂ€ne-Box in passender Grösse zu holen, fĂŒllte wenig Wasser hinein um dann möglichst rasch meinen Metalotl hineinzusetzen, welcher so fast ohne seine Kiemen sichtlich Probleme hatte mit seiner Sauerstoff-Versorgung: Er stieg recht linkisch die 40 cm zur WasseroberflĂ€che hoch, ohne den bisherigen Schwimmsaum fiel ihm sichlich auch das Schwimmen schon recht schwer, und schnappte dort ein Maulvoll Luft. Wieder unten am Boden des Aquariums machte er danach einen riesengrossen, fast eine halbe Unendlichkeit dauernden GĂ€hner, die Situation war offensichtlich bereits recht kritisch. Keine Ahnung wie lang er bereits in seiner unkomfortablen Situation mit Sauerstoffmangel zu kĂ€mpfen hatte diese Nacht.


metamorphose 3


Ich packte den armen Metalotl nun unverzĂŒglich in seine neue Box. Hier hielt ich den Wasserstand von da weg auf seichten 4-5 cm, so dass Metalotl ohne sich ĂŒbermĂ€ssig anstrengen zu mĂŒssen sein Maul problemlos ĂŒber der WasseroberflĂ€che halten konnte. Danach wĂ€hlte ich im Garten draussen einige grössere und kleinere Steine, schrubbte diese peinlich genau sauber und kochte sie eine Stunde lang aus, um eine weitgehende Keimfreiheit garantieren zu können. Diese Steine wĂŒrden als Ausstieg aus dem Wasser dienen, sobald Metalotl in ein paar Wochen mit seiner Metamorphose fertig sein wĂŒrde. Die Box versah ich mit vielen Luftlöchern, damit ich sie ausbruchsicher verschliessen konnte. Die Box inklusive Steine wĂŒrde ich nun tĂ€glich frisch saubermachen, und Metalotl neugierig und intensiv beobachten. Eine Molch-Metamorphose 1:1 beobachten zu können, was kann es spannenderes geben!







metamorphose 4


Im Alter von vier Monaten leben unsere Wasserkobolde bereits zu zweit oder zu dritt in ihren 5 grossen Aquarien mit einer SeitenlĂ€nge von jeweils1 Meter. Hier haben sie sehr viel Platz und nĂŒtzen diesen auch sehr gerne aus, sie schwimmen fast unentwegt , schnell, graziös und artistisch ihre Runden, Schleifen und Pirouetten. Die Freude die sie dabei haben ist ihnen richtig anzusehen.


dendrobena 1


Unsere Wassermonsterchen die wachsen und gedeihen sehr schön, sie haben allesamt bereits die LĂ€nge von 20 cm lĂ€ngst geknackt und bei ihrer krĂ€ftigen Gestalt mit dem wunderschönen hohen Schwanzflossensaum und den dicklichen, runden BĂ€uchlein frage ich mich schon ab und zu, ob das Nahrungsangebot wohl etwas ĂŒberreichlich ausfĂ€llt.


dendrobena 2


Nebst den nahrhaften Fertigfutter-Pellets welche extra fĂŒr die Axolotl hergestellt werden, und welche zur Zeit etwa jeden dritten Tag auf dem Menuplan stehen, bekommen sie auch weiterhin ab und zu ihren besonders beliebten Leckerbissen, einen grossen, dicken Dendrobena-Riesenrotwurm. Die Jagd auf Lebendfutter animiert unsere Wassermonsterchen nach wie vor ganz enorm, damit ihren Jagdtrieb zu fördern gibt ihnen immerhin ein kleines bisschen von ihrem natĂŒrlichen Wesen als geschickte und unerschrockene, fleischfressende Raubtiere zurĂŒck.


dendrobena 3


FĂŒr mich ist es interessanter als jedes Kino, mein "Lottl-Kino", wenn ich den kleinen Wassergeistern zuschauen kann bei ihren lebhaften SchwimmkĂŒnsten und bei der spannenden Jagd nach diesen sich auch im Aquarium drinnen noch stundenlang heftig bewegenden WĂŒrmern, welche ich inzwischen in mehreren grossen Wurmzucht-Kesseln selber vermehre um nicht alle paar Wochen wieder neu einkaufen zu mĂŒssen.





dendrobena 4


Unsere Axolotl-Nachzuchten, Kinder von unseren beiden Farblotls, werden immer grösser und immer nochmals hĂŒbscher. Es dauert nur noch zwei Wochen, bis sie bei einer Mindestgrösse von 10 cm in ihr neues Zuhause umziehen dĂŒrfen. Mit ihren inzwischen 7 Wochen sind sie bereits 8 cm lang und ganz und gar richtige kleine Raubtierchen: So filigran und fast noch durchsichtig diese hĂŒbschen Wasserwesen in ihren kleinen Aufzucht-Aquarien auch aussehen, wenn es ums Fressen geht, dann zeigen sie bereits eine enorme Energie!


nachwuchs 1


Meist sitzen sie ruhig in ihren Glasbecken, suchen ab und zu eine willkommene RĂŒckzugsmöglichkeit in den selbstgebastelten kleinen Höhlen aus Bachkieseln, oder schwimmen ein wenig im Wasser herum, alles sehr gemĂŒtlich und gemĂ€chlich. Den grössten Teil des Tages schlummern sie mehr oder weniger bewegungslos vor sich hin, dann ist die einzige Bewegung der kleinen Tierchen das regelmĂ€ssige, leichte Schlagen ihrer buschigen Kiemen.


nachwuchs 2


Dann aber kann die ruhige GemĂŒtlichkeit auch mal plötzlich umschlagen, und die gemĂŒtlichen, langsamen Tierchen kommen in ein veritables Jagdfieber hinein: Noch ganz und gar Winzling bis vor kurzem, sind sie doch inzwischen bereits so gewachsen, dass sie, zusĂ€tzlich zu den langen, dĂŒnnen, tiefroten MĂŒckenlarven aus dem TiefkĂŒhler auch ohne weiteres schon kleinere, lebende KompostwĂŒrmer bewĂ€ltigen, mit ihrem zahnlosen grossen Maul packen und dann ruck-zuck auch runterschlucken können, ein Schauspiel der ganz speziellen Art!


nachwuchs 3

Es dauert nur Sekunden-Bruchteile, das Ansaugen und Zuschnappen, wenn die Beute sich nur nah genug an dem in solchen Momenten fast unersĂ€ttlich scheinenden grossen Maul befindet, und sich dabei auch möglichst deutlich bewegt - Lebende Nahrung halt, da ist der Schnappreflex der Axolotl so richtig voll im Schuss. Ganz was anderes als die "toten", ruhig daliegenden Futterpellets, welche zwar eine rundum ausgewogene Nahrung bieten fĂŒr die hĂŒbschen Wassermonsterchen, und auch gerne gefressen werden aufgrund ihres verfĂŒhrerischen Duftes nach Fisch, aber ein richtiges Jagdfieber, das lassen die Axolotl halt nur erkennen bei lebendiger Beute.





nachwuchs 4


Auch bei unseren Zwerggarnelen hat sich inzwischen erfreulich viel Nachwuchs eingestellt, und dies gleich in zwei verschiedenen Sortenbecken. Bei den Red Rili sind es sogar zwei Weibchen, die abwechselnd tragend sind, oder parallel dazu ihre Eianlagen ausbilden. Bei den Blue Pearl, welche sich bei unserem hellen Kies als Bodengrund in den Aquarien leider lĂ€ngst von ihrer ursprĂŒnglich hĂŒbschen, wasserblauen Farbe aus TarngrĂŒnden verabschiedet haben und nun, fast durchsichtig und farblos, nur schwer zu entdecken sind im relativ grossen Aquarium, habe ich nie eine tragende Garnelenmama beobachten können. Jedoch sind die jungen Garnelen auch in diesem Becken nicht zu ĂŒbersehen.


garnelenbabys 1


Es ist sehr schön zu beobachten, wie als erstes die Ei-Anlagen in der Nackengegend der werdenden rot gefleckt-, gepunktet- und getigerten Red Rili Mamas zunĂ€chst klein und leuchtend weiss zu sehen sind, langsam immer ausgedehnter und auch leicht gelblich werden, bis die nun reifen Eier eines Tages als kleine, hellgelbe KĂŒgelchen an den Schwimmbeinen der Garnele haften, und aus der Distanz fast so ausschauen wie ein dicker, trĂ€chtiger Bauch. Die Eier werden hier mit den Schwimmbeinen fleissig bewegt, um sie so möglichst gut mit Sauerstoff zu versorgen. Immer grösser und mit der Zeit goldgelb wird dieses Eipaket, bis sich schliesslich die Augen der kleinen Embryos als winzige schwarze Punkte in den vielen goldfarbenen KĂŒgelchen zeigen.


garnelenbabys 2


Bei uns im eher kĂŒhlen Wasser der Aquarien, dauert die Tragezeit statt der ĂŒblichen 3-4 Wochen etwa 5-6 Wochen lang. Und dann plötzlich ist das Eipaket verschwunden! Bis dann, ein paar Tage bzw wenige Wochen spĂ€ter, die bereits recht grossen, etwa 5 mm langen Jungtiere flink im Wasser schwimmend oder an den Glasscheiben herumkletternd zu sehen sind: Zuerst sind die Kleinen noch vollstĂ€ndig durchsichtig, sie sind deshalb auch leicht zu ĂŒbersehen.


garnelenbabys 3


Schliesslich fÀrben sich auch die kleinen Nachwuchs-Garnelen nach und nach, und immer deutlicher rot. Welch lebhaftes, fröhliches Treiben, wenn die Kleinen, noch viel flinker als die adulten Garnelen, im Wasser herumzwirbeln, und auch ab und zu auf ihrer Mama herumturnen.


garnelenbabys 4


Nach langen sechs Monaten warten auf diese schöne Urkunde, nun endlich ist sie eingetroffen: Parween gilt ab sofort, ganz und gar offiziell anerkannt und bestÀtigt, als Internationaler Schönheits-Champion! Dank den Top-Bewertungen auch an den Auslands-Ausstellungen in Innsbruck und Karlsruhe hat unser Schöner nun auch diesen ausserordentlichen Titel erreicht, den wir uns nie zu erhoffen gewagt hatten.


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Damit aber haben wir unser allerhöchstes Ziel in Sachen Dog-Shows erreicht, und dies als eigentlich totale Ausstellungs-Muffel, zudem als am-allerliebsten-zu-hause-in-der-schönen-Schweiz-Hocker und trotz unserer grossen Antipathie fĂŒr lĂ€ngere Autofahrten, fast schon ein kleines Wunder also, eine derartige Auszeichnung.


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Ab sofort gibt es fĂŒr unsere drei schönen Windhunde nun nur noch: Das Leben geniessen, rennen und spielen nach Lust und Laune, möglichst auch ohne Halsband und Leine, schlammiges oder nasses Fell, ab und an eine kleine Schnatte, liegt alles drin - dafĂŒr kein stundenlanges Warten mehr in lĂ€rmigen, riesigen Hallen voller hunderten von folgsamen, ruhigen und top-gestylten Hunden, kein braves und elegantes Posieren vor dem Schönheitsrichter, oder auf Kommando Traben in oft viel zu kleinen Ringen, um das schöne, fliessende Gangwerk beweisen zu können. Einfach Hund sein dĂŒrfen, wie schön!


champint 3

 






Im zarten Alter von gerade mal einer Woche sind die Axolotl-Babys bereits deutlich gewachsen: Beim Schlupf etwa 15 mm lang, sind sie jetzt, dank der ĂŒberreichlichen, mehrmals tĂ€glichen FĂŒtterung mit Wolken von winzigen, lebenden, eben geschlĂŒpften Nauplien der Salinenkrebschen, bereits 2 cm lang geworden und schwimmen mit ihren runden, tief-orangen BĂ€uchlein flink in ihrer Aufzuchtschale herum. In diesem Alter fressen die kleinen Babys noch ausschliesslich kleinstes Lebendfutter.


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Mit zwei Wochen sind die jungen Axolotl Babys bereits 25 mm lang, und wer ganz genau hinschaut, der kann auch bereits die sich entwickelnden Vorderbeinchen entdecken: Diese sind schon recht lang, allerdings noch fadendĂŒnn und nicht pigmentiert wenn sie hinter den Kiemen sichtbar werden. Etwas spĂ€ter und in diesem zarten Alter nur knapp erkennbar teilt sich das Ende der Vorderbeinchen in zwei Finger auf, was ein wenig an eine Krebs-Schere erinnert. Die FĂŒtterung kann nun nebst dem Lebendfutter mit den Salinenkrebschen bereits mit Pellet-Pulver und sehr klein geschnittenen roten MĂŒckenlarven etwas abwechslungsreicher gestaltet werden.


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Die drei Wochen alten Axolotl-Larven zeigen bei etwa 3 cm KörperlĂ€nge an ihren schon etwas dicker gewordenen Vorderbeinchen inzwischen bereits drei gut voneinander abgrenzbare Finger. Die Pigmentierung der wildfarbenen Winzlinge ist schon recht intensiv geworden, wobei genauso wie bei den erwachsenen Axolotl die Bauchseite deutlich erkennbar heller ist als die Oberseite. In diesem Alter kann auch bereits begonnen werden, die Axolotlkinder mit ganzen Pellets von der allerkleinsten Grösse (0,5-1 mm) anzufĂŒttern, natĂŒrlich immer zusĂ€tzlich zu einem reichlichen Angebot an lebenden Artemia-Nauplien.


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Die vier Wochen alten, inzwischen bereits 40 - 45 mm langen Axolotl können nicht nur auf ihren schon recht krĂ€ftigen und dicken Vorderbeinchen sich gut abstĂŒtzen am Boden des Aquariums, sie marschieren sogar recht geĂŒbt und gerne auf diesen Beinen durch das Becken. Ihre Haupt-Bewegungsform ist natĂŒrlich nach wie vor das flinke und wendige schwimmen. Der mittlere der Finger ist deutlich lĂ€nger als die beiden seitlich davon, und genauso wie am gesamten Körper ist die Pigmentierung an der Aussenseite der Beine recht intensiv und krĂ€ftig zu erkennen, wĂ€hrend an der Innenseite der Beinchen wie auch des Körpers kaum Pigment gebildet wird. Dies ist sehr schön zu sehen bei einer Aufnahme fast direkt von unten, wenn die kleinen Molche mal kurz an der WasseroberflĂ€che einen Schluck Luft einsaugen, oder auch ab und zu völlig bewegungslos dort oben ausruhen und chillen.





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Wenn ein Axolotl Weibchen etwa 24 Stunden nach der Befruchtung (dabei wird eine Spermatophore in die Kloake aufgenommen, die Befruchtung findet innerlich statt) die durchsichtigen Eier seines Geleges mit Hilfe seiner Hinterbeine an die Wasserpflanzen im Aquarium klebt, sind die gallertigen EihĂŒllen erst etwa 2 mm gross. Sie quellen in der Folge und erreichen schliesslich einen Durchmesser von etwa 1 cm. In dieser doppelten GallerthĂŒlle entwickeln sich in den kommenden Tagen und Wochen die Embryos, ein höchst interessanter Vorgang, den wir aufgrund ihrer Grösse und der Durchsichtigkeit der EihĂŒllen bequem von Auge mitverfolgen können.


Axowinzlinge 1


Innerhalb des ersten Tages nach der Eiablage bilden sich zunĂ€chst 64 Zellen aus, ohne dass sich dadurch der Eidurchmesser merkbar vergrössert. Nach etwa 4 Tagen beginnt der bis dahin kugelförmige Keim sich zu strecken. Er wird zunĂ€chst oval, nach etwa 5 Tagen hat der Embryo eine halbrunde Form, Gehirn und Kiemenregion beginnen sich auszuformen. Nach etwa 6 Tagen beginnt das Schwanzknospenstadium, das sich entwickelnde Tier liegt nun zunehmend gerade auf dem kugelförmigen Restdotter. SpĂ€ter entsteht der rĂŒckenseitige Flossensaum, und die Kiemenanlagen werden hinten am Kopf sichtbar. Nach etwa 1 Woche beginnt das Herz zu schlagen, und der Embryo zeigt die ersten Pigmentzellen. Etwa ab dem 12. Tag werden die Mundwinkel erkennbar, die Kiemen entwickeln sich deutlich.


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Der Schlupf erfolgt je nach Wassertemperatur nach 2 Wochen (bei ĂŒber 20°) bis 3 Wochen (bei knapp 18°). Der Mund ist gut erkennbar, aber noch geschlossen, die Vorderbeinknospen sind als winzige Anlagen sichtbar. In den ersten 2-3 Tagen ausserhalb der EihĂŒllen schliessen die Larven ihre Embryonalentwicklung ab und zehren noch von den restlichen DottervorrĂ€ten. Erst danach öffnet sich der Mundspalt, und die Larven beginnen zu fressen. Bereits jetzt kann man problemlos das auch fĂŒr die grossen Axolotl typische Saug-Schnappen erkennen.


Axowinzlinge 3


Die Winzlinge fressen in diesem Stadium nur Lebendfutter, typischerweise frisch geschlĂŒpfte Artemia-Nauplien (Larven der Salinenkrebschen) welche durch ihre orange Farbe den Magen der Axolotl-Larven tief orange fĂ€rben. Die FĂŒtterung erfolgt in diesen ersten Lebenstagen am besten zweimal tĂ€glich. Die Axolotl-Winzlinge mĂŒssen bei ihren Mahlzeiten richtiggehend in Nauplien-Wolken schwimmen, sonst verhungern sie.








Axowinzlinge 4


Ein einmaliges Harfen-Erlebnis stand fĂŒr mich an diesem letzten MĂ€rz-Samstag auf dem Programm. Organisiert vom Musikhaus Heinz Grossenbacher in Reinach, gab die bekannte Solo-Harfenistin Silke Aichhorn unserer Region die Ehre: Sie unterrichtete tagsĂŒber in Reinach an einem Harfen-Workshop, und gab zudem abends ein wunderschönes Harfe Solo-Konzert in der Kirche in Gontenschwil. Da wollte ich auf jeden Fall mit dabei sein!


Harfenworkshop 1


Eigentlich hatte ich mich bloss als Zuhörerin und Zuschauerin am Workshop angemeldet, da ich wĂ€hrend der vergangenen Monate kaum mehr auf diesem schönen Instrument gespielt und vieles von dem was ich mal spielen konnte schlicht vergessen habe. Ich wollte mich ja nicht blamieren. Da sich jedoch nur wenige aktive Teilnehmer fĂŒr den Workshop angemeldet hatten durfte ich sehr kurzfristig meine Anmeldung upgraden, und doch noch eine Privatlektion bei der erfahrenen und einfĂŒhlsamen Harfenistin geniessen.


Harfenworkshop 2


Die Stimmung war locker und freundlich, geduldig zeigte mir Silke was ich vor allem bei meiner Hand- und Fingerhaltung dringend korrigieren muss, damit der Klang der Harfensaiten schön, voll und kernig wird. Aber auch mein ganz banales, eher technisches oder handfestes Problem mit dem Wechseln der Saiten, genauer der Harfenknoten, auch diesen Knoten konnte Silke bei mir mit einer Ultrakurz-Lektion "KnĂŒpfen" noch direkt vor ihrem wunderschönen und sehr abwechslungsreichen Solokonzert abends in der Kirche noch lösen. Höchste Zeit fĂŒr mich, denn inzwischen waren bei meiner Lieblingsharfe bereits wieder 6 der empfindlichen Darmsaiten gerissen, und ich hatte mich noch immer nicht dazu ĂŒberwinden können, die neuen Saiten einzuspannen.


Harfenworkshop 3


Das Harfenkonzert in der Kirche war ein einmaliges Erlebnis. Harfe als Solo-Instrument, welches man auch wirklich Ton fĂŒr Ton hören und aus vollen ZĂŒgen geniessen kann. Silke spielte ein sehr abwechslungsreiches und ansprechendes Programm in sehr verschiedenen Stilrichtungen, ab und zu untermalt mit lustigen Sondereffekten, und zwischen den StĂŒcken eingestreut immer wieder interessante ErklĂ€rungen rund um das schöne Instrument und die verschiedenen SpielstĂŒcke. Zum Schluss durften alle Zuhörer nach Lust und Interesse nach vorne kommen und das beeindruckende Instrument von allen Seiten bewundern, und alle Fragen stellen die uns schon immer interessiert hatten. Auch hier war Silke genauso wie im Workshop sehr geduldig, freundlich und fröhlich, und liess auch das musikalische Dessert zum Konzert zu einem Erlebnis werden. Vor lauter Fragen ging fast vergessen, dass draussen vor der Kirche ein gluschtiger, erfrischender Apero noch auf uns wartete.

Alle Fotos in diesem Beitrag stammen von Christine Gautschi, und wurden mir freundlicherweise zur VerfĂŒgung gestellt. Herzlichen Dank!





Harfenworkshop 4


Vor sechs Wochen haben wir unser neues Aquarium eingerichtet und den Filter in Betrieb genommen, die Einlaufphase konnte beginnen. Seit vier Wochen leben unsere beiden Axolotls bei uns, auch fĂŒr sie ist nun endlich die vorgeschriebene, relativ langwierige QuarantĂ€nezeit in den kargen Plastikboxen in Einzelhaft mit tĂ€glichem Umsetzen und Wasserwechsel zu Ende gegangen.


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Heute nun durfte ich endlich das fertig eingelaufene Aquarium auf Vordermann bringen, die hÀsslichen KalkrÀnder abschaben, einige der am stÀrksten vergammelten Pflanzenteile entfernen, losgelöste und an der WasseroberflÀche schwimmende Pflanzen wieder befestigen am Grund des Aquariums unter den Steinen und den RÀndern der drei Höhlen, und den sehr grobmaschigen Korb beim Wasser-Ansaugteil des Filters mit einem feinen Maschengeflecht einpacken - es sollen ja spÀter keine Eier oder winzige junge Larven in den Filter eingesogen werden!


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Danach beim inzwischen halb leeren Aquarium wieder frisches, kaltes Leitungswasser einfĂŒllen bis fast zum Rand, und endlich ist es soweit: Mit meiner Fotokamera in Reichweite setze ich unsere zwei Axolotl- Jungtiere aus ihrer QuarantĂ€nebox endlich rĂŒber ins Aquarium. Welche Freude, die beiden Molche endlich im Aquarium beobachten zu dĂŒrfen, und die zwei lachenden Schönheiten durch's klare Glas anstatt durch die PlastikwĂ€nde hindurch zu fotografieren!


aqua neu 3


Citlali darf als erster umziehen, er lĂ€sst sich ja immer sehr brav, ruhig und geduldig fassen und umsetzen. Lustig, wie der goldfarbene Sternenboy sich erst einmal in sein Futtertellerchen setzt und dort eine ganze Weile lang seine engen Kreise dreht, bevor er endlich Mut fasst und auf Entdeckungstour durch's Aquarium spaziert. SpĂ€ter folgt ihm auch Yolotli, welche sich flugs quer durch's Aquarium in den hintersten Winkel verzieht und sich dort im sicheren Versteck fĂŒhlt. SpĂ€ter dann macht auch unsere copperfarbene Herzdame ihre Erkundungstouren, und setzt sich schliesslich im Axolotl-Iglu zur Ruhe.




aqua neu 4


Axolotl, was ist das? Sind es vielleicht lediglich sĂŒsse kleine Fantasiewesen, diese faszinierenden Wassertierchen welche ich als Protagonisten in einer Kurzgeschichte des argentinischen Autors Julio CortĂĄzar kennengelernt habe? Analog zu den Mancuspias der reinen Fantasie entsprungen?


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Nein, es handelt sich um echte Tierchen, wassergebundene gute Schwimmer mit vier Beinchen, Querzahnmolche welche als sog. neotene Wesen im Stadium der Larve lebenslang verbleiben und sich in dieser Form auch lebhaft fortpflanzen. Axolotl stammen aus den ĂŒber die Jahre durch menschliche Schuld zu lebensfeindlichen, verschmutzten TĂŒmpeln gewordenen, einst ausgedehnten und weit verzweigten Seen in der heutigen Region Mexico-Stadt, und sind in ihren heimischen Gefielden vermutlich bereits nahezu ausgestorben.


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Hingegen als Heim- und auch Labortierchen erfreuen sich diese zauberhaften "Wasserhunde" wachsender Beliebtheit, nicht zuletzt dank ihrer fast unglaublich erscheinenden FĂ€higkeit zur perfekten und vollstĂ€ndigen Regeneration ganzer Körperteile und Organe. Sie sind im Kaltwasseraquarium recht einfach und unkompliziert zu halten. Bei Temperaturen zwischen 12°-20° fĂŒhlen sie sich wohl, viel wĂ€rmer sollte das Wasser fĂŒr ihr Gedeihen aber nicht werden.


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Nachdem ich alle erhĂ€ltlichen FachbĂŒcher ĂŒber die Axolotl-Haltung verschlungen und den verschiedenen Axolotl-Portalen beigetreten bin, ist fĂŒr mich rasch klar geworden: Ein PĂ€rchen dieser bezaubernden Wesen wĂ€re eine wunderschöne Bereicherung fĂŒr unsere Familie! Nebst unseren drei Windhunden nun auch zwei Wasserhunde, wie diese Lebewesen auch genannt werden! Auch als Wassermonster oder Wassergott werden sie bezeichnet, die Übersetzung aus der Nahuatl-Sprache lĂ€sst viele Varianten zu.


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Nichts wie los, auf Einkaufstour: Ein Aquarium in angemessener Grösse, dazu ein Schwerlasten-Regal zum Aufstellen des Aqua, Wasserpflanzen, Axo-Höhlen, Bodengrund, Wasserfilter, Thermometer und was es sonst noch so braucht. Alles einrichten, Filter installieren und die Einlauf-Phase kann beginnen: Bevor die Lotls einziehen können, muss das Aquarium erst mal 6 Wochen lang "einlaufen", dh der Filter muss sich erst einmal mit den notwendigen Bakterien besiedeln um dann auch seinen Dienst korrekt erfĂŒllen zu können.


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Unser Axolotl-PĂ€rchen ist inzwischen bei uns eingezogen, die zwei werden erst einmal in ihrer je eigenen QuarantĂ€ne-Box leben. Hier kann ich sie ausgiebig kennenlernen und beobachten, und wenn sie fit und gesund bleiben dĂŒrfen sie in 4 Wochen ihren endgĂŒltigen Wohnort, unser neues Kaltwasseraquarium beziehen! Die zwei SĂŒssen sind etwa 9 Monate jung und ca 18 cm lang, und haben auch bereits ihre Namen bekommen: Unsere Copper-Lady heisst Yolotli, in der Nahuatl-Sprache "Herz", sie ist also unsere Herz-Dame. Unser Goldi-Boy heisst Citlali, in der Nahuatl-Sprache "Stern". Er ist unser Sternen-Bub und damit Namensvetter zu unserem Parween, dessen Name ja ebenfalls "Stern" heisst, in Arabischer Sprache natĂŒrlich.


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Unser schöner Parween hat nun ganz offiziell die spezielle Auszeichnung "Alpenchampion" erhalten, und heute ist die Urkunde samt Medaille eingetroffen. Dies ist nun bereits Parween's vierter Championtitel, und sein allererster Championtitel ĂŒberhaupt fĂŒr Siege auch ausserhalb der Schweiz. Noch vor kurzem war es fĂŒr uns absolut undenkbar, an Auslands-Shows ĂŒberhaupt teilzunehmen. Und doch, nun ist das fast unglaubliche Wirklichkeit geworden!


Alpenchamp 1


Und weil dies doch eine sehr spezielle Auszeichnung ist, haben wir nebst dem Titel samt Urkunde gleich auch noch die Medaille mit bestellt. Schön ist sie, diese Alpensieger-Medaille, quasi unverwĂŒstlich und so richtig zum Anfassen!


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FĂŒr diesen Championtitel werden in den drei "AlpenlĂ€ndern" Schweiz, Deutschland und Österreich je einmal der Titel "Alpensieger" benötigt. Diese Titel werden nur an wenigen ausgewĂ€hlten CACIB-Shows verliehen. FĂŒr unseren Parween waren dies die Ausstellung in Kreuzlingen 2017, sowie im Jahr 2018 die Ausstellungen in Innsbruck und in Karlsruhe. Dazu wird ein zusĂ€tzlicher CACIB-Punkt verlangt in dem Land, wo der Alpenchampion-Titel beantragt wird - fĂŒr uns natĂŒrlich in der Schweiz, genauer an der diesjĂ€hrigen CACIB-Show in Aarau. Mit Kreuzlingen 2017 ist auch die erforderliche Wartezeit von 1 Jahr erfĂŒllt. Wir sind soooo sehr stolz auf unseren schönen Sloughi-Boy!





Alpenchamp 3

 




Wenn das grosse Ziel so nah vor Augen steht...

Wir sind nicht wirklich grosse Freunde von Dog-Shows, auch keine Titel- und TrophĂ€ensammler. Aber nach Parween's grossen und wunderschönen Erfolgen an den CACIB-Shows in Innsbruck stand unser schöner Sloughi-Boy nur noch einen einzigen Sieg entfernt von gleich zwei weiteren, internationalen Championtiteln. Diese Chance galt es einfach zu packen, ein Versuch war es allemal wert. Karlsruhe ist sogar fĂŒr uns Auslandmuffel nicht allzuweit weg von der Schweizer Grenze, und eine der wenigen Shows in Deutschland, wo der Alpensiegertitel vergeben wird. Und genau der fehlte uns noch. Einzige Krux: Der Termin mitten im November, wo oft bereits Schneegestöber die Strassen unsicher macht! WĂŒrde diesmal der Wettergott wohl gnĂ€dig sein?


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Ja, und es war fast wie ein Wunder: Bei allerschönstem, warmem und sonnigem SpĂ€therbstwetter stand unser WoMo mit allen unseren drei Windiboys auf dem grosszĂŒgigen Parking-GelĂ€nde der Messe Karlsruhe. Qa'ani, unser dezidierter Show-Muffel, durfte den Tag gemĂŒtlich im WoMo verschlafen, aufgelockert durch mehrere SpaziergĂ€nge durch's reichlich beduftete Areal, wĂ€hrenddessen Parween und Ganador in der riesigen Messehalle im Ring vor der freundlichen und verstĂ€ndnisvollen Richterin posierten.


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FĂŒr unseren jungen Ganador war dies die allererste Indoor-Ausstellung, in der grossen, lĂ€rmigen, betriebsamen Halle, in der tausende von Hunden und Menschen ein und aus gingen, wĂ€hrend Parween diesbezĂŒglich ja bereits fast schon ein routinierter Show-GĂ€nger ist, der das Ganze jeweils recht cool und selbstverstĂ€ndlich nimmt. Allerdings, im Unterschied zu den meisten unserer bisherigen Show-Erfahrungen, war hier die Sloughi-Konkurrenz ungewohnt gross: Insgesamt 9 Sloughis waren gemeldet, und alle waren sie auch anwesend. 5 RĂŒden, 4 HĂŒndinnen, und die Sloughia's allesamt ausnehmend schön. Bei den Galgos hingegen waren lediglich 2 RĂŒden gemeldet, keine einzige HĂŒndin. FĂŒr unseren Ganador war es also ungleich einfacher, hier Chancen auf eine Top-Bewertung und Siegerpunkte zu bekommen.


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Parween war als erster an der Reihe. Unser aussergewöhlich schöner Sloughi-Bub mit seinem unkomplizierten und freundlichen Charakter hat leider diesmal im Ring wieder seine leidige Macke voll ausgespielt: Die Ă€rgerliche, ĂŒbermĂŒtige HĂŒpferei, die er anstelle des erwĂŒnschten, locker-eleganten Trabes immer mal wieder zeigt, auch hier wieder. Die Richterin musste mich ermahnen, strenger zu sein mit meinem Wildfang. Sie zeigte sich dennoch sehr nachsichtig, trotz allem hatte mein Schöner wieder ĂŒberzeugt: Parween erhielt den Sieg zugesprochen ĂŒber alle Sloughi-RĂŒden, damit den ersehnten CACIB-Punkt und den Titel Alpensieger. Unsere Hoffnungen und TrĂ€ume fĂŒr diese Ausstellung sind in ErfĂŒllung gegangen, mein GlĂŒck und meine Erleichterung waren riesig! Dass Parween bei der Ausmarchung des Rassesieges sich hinter die schönste HĂŒndin einreihen und sich mit dem BOS (Best Opposite Sex) begnĂŒgen musste spielte heute absolut keine Rolle, das war mir sogar sehr recht. Die HĂŒndin, deren ausnehmende Schönheit mir schon zuvor wĂ€hrend der Wartezeit am Ring sofort aufgefallen war, sie hat den Rassesieg mehr als verdient!


Karlsruhe 4


Auch in weiterer Hinsicht war uns das GlĂŒck sehr hold: Ohne lange und verzweifelt suchen zu mĂŒssen, fanden sich liebe, hilfsbereite Menschen, die uns mit ihren helfenden HĂ€nden zur Seite standen: Bei der Betreuung des zweiten Hundes, wĂ€hrend ich mit dem andern im Ring stand, half uns wie schon so oft Sandra Hemsley, und zwei bis dahin uns unbekannte Aussteller mit ihrem schönen Irish Wolfhound RĂŒden waren nicht nur bereit ein wenig zur Seite zu rĂŒcken um uns ein PlĂ€tzchen am Rand des Ringes freizumachen wo wir uns installieren konnten, sie waren auch freundlicherweise bereit, uns im Ring zu fotografieren und die Fotos uns zu schicken, gĂ€nzlich ohne Entgelt: Ganz herzlichen Dank, Eric Schmitt und Sascha GrĂŒnewald, fĂŒr die schönen Fotos!


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Und nun, gleich nach dem Richten der Sloughis, kamen die Galgo Español an die Reihe. Wie wĂŒrde sich unser JĂŒngster wohl in dieser fĂŒr ihn sehr ungewohnten Situation benehmen? Als erster war ein RĂŒde der Veteranenklasse an der Reihe, anschliessend war unser Ganador dran. Ich hĂ€tte mir keine Sorgen machen brauchen! Ausser einer kleinen Tendenz, mit der Nase am Boden zu kleben wĂ€hrend den Bewegungs-Sequenzen (strenger sein!!!) zeigte er sich recht ordentlich. Die Richterin fand offensichtlich grossen Gefallen an meinem Bub, der alle Kennzeichen eines perfekten Galgo-Standards auf's schönste erfĂŒllt. Mit den glĂŒcklichen Worten: "Dies ist MEIN Galgo!" verlieh unsere erfahrene Richterin aus Holland, Frau Regina Tromp-Pruijn, meinem Ganador die Auszeichnung CACIB, Bester RĂŒde, Rassesieger. Hurrah!!!


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Unser Ganador durfte also abends im Ehrenring die Rasse Galgo Español vertreten. Winterzeit, abends gegen sechs Uhr, draussen bereits stockdunkel und Ganador von den vielen EindrĂŒcken des Tages sichtlich erschöpft, ich hoffte er wĂŒrde sich im Ring trotzdem nochmals ordentlich zeigen. Und mein Goldjunge, er schaffte es: Wunderschön und brav trabte er im Ring seine Ehrenrunde, in Reih und Glied mit all den andern Rassebesten unter den vielen Windhundrassen, welche als Gruppe 10 immer zuallerletzt nach allen andern Rassegruppen an der Reihe sind. Ganador kam dann zwar nicht in die engere Wahl der vier schönsten Windhunde der Show, aber das tat uns nicht weh. Ganador hat seine Grosse Ausstellung mit Bravour gemeistert, ich bin sooo stolz auf mein Riesenbaby!


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Ein erneut wunderschönes Erlebnis, die 74. Internationale Rassehunde-Ausstellung in Karlsruhe liegt bereits wieder hinter uns! UnzĂ€hlige, spannende EindrĂŒcke fĂŒr Zwei- und Vierbeiner, GlĂŒck und Zufriedenheit, mit diesem weiteren Höhepunkt geht fĂŒr uns ein beeindruckendes Show-Jahr zu Ende: Parween erfĂŒllt mit seinem heute gewonnenen CACIB-Punkt nun die Bedingungen fĂŒr den Titel "Internationaler Schönheits-Champion", und mit seinem Alpensieger-Titel zusĂ€tzlich auch die Bedingungen fĂŒr den Titel "Alpenchampion". Damit hat unser Parween nun hinsichtlich Champion-Titel alles erreicht wovon wir je trĂ€umen konnten bzw nicht mal zu trĂ€umen gewagt hatten. Mit diesem Höhepunkt kann nun auch Parween seine erfolgreiche Show-Karriere abschliessen. Seien wir ehrlich: Windhunde sind nicht wirklich dazu geschaffen, sich in Ausstellungs-Hallen vor Richtern zu prĂ€sentieren, brav und elegant im Kreis zu traben und wie schöne Statuen stolz und bewegungslos vor dem Richtertisch zu stehen. Windhunde wollen in Freiheit rennen, toben oder gemĂŒtlich auf der Couch liegen, diese so wunderschönen, stolzen und eigenstĂ€ndigen Geschöpfe!


 


Karlsruhe 8


Inzwischen sind nach wochenlangem Warten auf die Homologisierung durch die SKG nun doch alle drei Urkunden eingetroffen: Alle unsere drei Windhunde gelten nun offiziell als Champion, und dĂŒrfen auf allen Hunde-Shows im In- und Ausland in der Championklasse starten! Solch tolle Erfolge sind natĂŒrlich fast nur möglich bei Hunderassen, die regelmĂ€ssig in nur sehr kleiner Anzahl an solchen Ausstellungen gemeldet werden und deshalb oft ohne viel direkte Konkurrenz im Ring stehen. Unsere Windi-Boys waren nicht selten jeweils die einzigen Rassevertreter in ihrer Kategorie, Ganador sogar immer mal wieder ĂŒberhaupt der einzige Galgo der ganzen Ausstellung! Trotzdem, diese Auszeichnungen sind schon eine tolle Sache, insbesondere fĂŒr uns eigentliche Ausstellungs-Muffel!


Parween Schnheits Champion


Unsere beiden dreijĂ€hrigen SloughirĂŒden Parween und Qa'ani haben den schönen Titel "Schweizer Schönheits Champion" verliehen bekommen. Um diesen Titel zu erwerben braucht ein Hund insgesamt vier Anwartschaftspunkte, er muss also viermal an einer Ausstellung in einer der Erwachsenenklassen Sieger werden in seiner Kategorie, und das CAC zugesprochen bekommen, dies unter mind. drei verschiedenen Richtern, und mind. zweimal davon an einer grossen, Internationalen Show. Diese grossen, internationalen Shows sind die eigentliche Krux fĂŒr uns, denn solche GrossanlĂ€sse mit tausenden von Hunden jeglicher Rasse, die zudem meist indoors in grossen Hallen durchgefĂŒhrt werden, sowas mögen wir ĂŒberhaupt nicht. Der ganze LĂ€rm und Trubel und Stress ist fĂŒr uns ruheliebenden Landeier enorm, abgesehen von den MeldegebĂŒhren die in der Schweiz ebenfalls betrĂ€chtlich ausfallen. Und doch, es ist geschafft!


Qaani Schnheits Champion


FĂŒr unseren jungen, erst eineinhalb jĂ€hrigen Ganador haben wir einen etwas "kleineren" Titel bekommen, den Titel "Schweizer Ausstellungs Champion" . HierfĂŒr benötigt ein Hund nur drei CAC-Punkte, davon jedoch ebenfalls zwei von grossen Internationalen Shows. Der grosse Unterschied zum Schönheits-Champion liegt in der zeitlichen Dimension, denn beim Schönheits-Champion muss der erste und der letzte der zĂ€hlenden CAC-Punkte in einem Abstand von mind. 11 Monaten erreicht werden, beim Ausstellungs-Champion gilt diese zeitliche Vorschrift nicht. Da ein Hund jedoch frĂŒhestens ab dem Alter von 15 Mt in einer Erwachsenenklasse starten kann, ist unser Ganador schlicht und einfach noch zu jung fĂŒr den "grossen Titel". Beantragt haben wir diesen "kleinen" Championtitel rein deshalb, weil fĂŒr uns sehr unsicher ist, ob wir auch nĂ€chstes Jahr nochmals an solchen Shows teilnehmen werden. Wie das Sprichwort so schön sagt: Lieber den Spatz in der Hand...


Ganador Ausstellungs Champion









Unser Qa'ani hat Geburtstag! Drei Jahre alt ist er heute geworden, unser Halb-Streifenhörnchen, und als besonderes Geburtstagsgeschenk nach Wahl hat unser sĂŒsser, dĂŒnner Sloughi-Bub eine dicke Schnitte Butterzopf bekommen, nochmals doppelt dick beschmiert mit feiner Butter und obendrein belegt mit einer saftigen Scheibe Schinken... das hat ihm seeeehr gut geschmeckt, unserem wĂ€hlerischen MĂ€gerlimuck der lieber gar nichts fressen mag als etwas, das seinem Geschmack nicht vollumfĂ€nglich entspricht...   Viel GlĂŒck zum Geburtstag wĂŒnschen wir dir, lieber Qa'ani, und hoffen auf noch viele schöne Jahre mit dir an unserer Seite, du junges, liebes, zartes Seelchen!


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So wie Donaueschingen Ganador's Ausstellung war, so haben wir die Doppel-CACIB Ausstellung in Innsbruck fĂŒr Parween geplant, als grosses Highlight seiner Show-Karriere. Sowas hatten wir bisher noch nie gemacht, eine zweitĂ€gige, wirklich grosse All-Breed Hallenausstellung im Ausland, dazu in Österreich, wo ich seit Jahrzehnten nie mehr ĂŒberhaupt hingefahren bin. Aber wir hatten sozusagen diesen Floh ins Ohr gesetzt bekommen von Roland und Evgeniia: Roland war dort an beiden Tagen als Richter im Einsatz, Evgeniia wollte wĂ€hrenddessen ihre Qerima im Sloughi-Ring prĂ€sentieren und die beiden beschworen mich fast, meinen schönen Paarween dort ebenfalls zu zeigen, denn dort gĂ€be es praktisch ĂŒberhaupt keine Sloughi-RĂŒden! Evgeniia wĂŒrde meinen Schönen dort gerne im Ring prĂ€sentieren, und so dachte ich mir: Warum denn nicht? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Ein Erlebnis wĂŒrde es auf jeden Fall werden, etwas ganz besonderes fĂŒr uns alle, nur Mut!


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Nach dem Hitze-Wochenende in Donaueschingen allerdings war fĂŒr mich klar: Nochmals sowas, ein ganzes Wochenende mit den Hunden in unserem alten WoMo ohne Klima-Anlage in der brĂŒtenden Sommerhitze mit Temperaturen weit ĂŒber 30°, zudem diesmal auf einem Asphalt-Platz ohne jegliche schattenspendende BĂ€ume, sowas kommt fĂŒr uns nicht mehr in Frage, ob angemeldet oder nicht. Doch die Meteo-Prognosen waren moderat, Temperaturen um 26°, es sollte also kein Hitzeproblem geben.Trotz unzĂ€hligen mĂŒhsamen Baustellen auf der ganzen Strecke nach Innsbruck, trotz Sonder-Maut auf der Arlberg-Schnellstrasse, trotz kostspieligen Stellplatz-GebĂŒhren fĂŒr's WoMo, wir sind gefahren! Und als wir am spĂ€ten Freitagnachmittag beim Messezentrum Innsbruck angekommen waren, hatten wir gerade noch mit viel GlĂŒck den letzten Stellplatz drinnen im Messe-Areal ergattern können, wie wir spĂ€ter herausfanden an fĂŒr uns denkbar idealer Lage: Direkt beim grossen Eingangstor zum Messeareal perfekt fĂŒr unsere mehrmals tĂ€glichen AusflĂŒge mit unseren drei Windis zu den wunderschönen, grosszĂŒgigen Parkanlagen der Stadt, und ebenso nah beim Hintereingang zu den Messehallen, wo sowohl die Windhund-Ringe wie auch der grosse Ehrenring direkt beim Eingang positioniert waren: Idealer hĂ€tte es fĂŒr uns nicht sein können!


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Und noch eine weitere schöne Überraschung erwartete uns am Samstagmorgen: Die zwei in der Offenen Klasse gemeldeten Sloughi-HĂŒndinnen waren ebenfalls aus der Schweiz - Sandra und John waren mit ihren zwei hĂŒbschen Ladies Nayla und Khalisa angereist, unsere lieben Freunde die uns schon so oft an Ausstellungen in der Schweiz helfend unterstĂŒtzt haben! Eine Ausstellung also ganz unter Freunden, wie schön! Da konnte also eigentlich fast nichts mehr schief gehn! Das Wetter war zwar, anders als vorhergesagt, wiederum drĂŒckend heiss, aber ich hatte GlĂŒck: Bei meinem Rundgang durch die Hallen vor Beginn des Richtens fand ich einen Stand wo ich gute und nicht allzu teure KĂŒhlmĂ€ntel fĂŒr unsere drei Windis erwerben konnte, zudem auch ein praktisches und bequemes Hundebett fĂŒr zuhause, eine preiswerte Liegematte fĂŒr die Wartezeit am Ring, und drei wirklich fast unverwĂŒstliche HalsbĂ€nder aus sehr dickem, stabilem Leder, mit sehr robusten BeschlĂ€gen, die auch den maximalen KrafteinsĂ€tzen meiner junden Wilden garantiert standhalten wĂŒrden. Denn ich habe im Moment einfach genug von verbogenen D-Ringen und zerrissenen Soft-Leder-BĂ€ndern!


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Nachdem die Grosspudel in einem andern Ring in einer entfernten Halle fertig gerichtet waren, stand Evgeniia in Begleitung ihrer sĂŒssen Qerima pĂŒnktlich bei uns am Sloughi-Ring und war bereit, wie versprochen meinen Parween zu prĂ€sentieren, der wie vermutet tatsĂ€chlich der einzige Sloughi-RĂŒde dieser Show war. Nach einer mindestens einstĂŒndigen Verzögerung aufgrund zweier Komplett-AbstĂŒrze des Computer Programmes, kamen dann endlich die Sloughis an die Reihe. Parween machte fĂŒr seine VerhĂ€ltnisse recht brav mit, die Richterin gab ihm die erhoffte Best-Bewertung. Bei den HĂŒndinnen kam Qerima zum Sieg, und beim Stechen der beiden um den Rassesieg gewann mein Parween. Dies bedeutete fĂŒr uns, dass Parween am spĂ€teren Nachmittag nochmals antreten wĂŒrde, und im Ehrenring um eine gute Platzierung innerhalb der Gruppe 10, also der bestbewerteten Rassevertreter aller Windhunde konkurrieren durfte. Es wĂŒrde also ein langer Ausstellungstag werden fĂŒr uns!


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Innsbruck ist eine ĂŒberraschend schöne Stadt, mit vielen grosszĂŒgigen Parkanlagen, wo SpaziergĂ€nge mit den Hunden ein richtiger Genuss sind - das hatte ich nicht erwartet von unserem Show-Abenteuer in der Grossstadt! Nachdem unsere drei jungen Wilden am Freitagabend nach der langen Hinfahrt erst mal in einer umzĂ€unten Schulsport-Anlage ihren Freilauf geniessen durften, gefolgt von einem ausgedehnten Spaziergang im Stadtpark und am naturbelassenen Ufer des FlĂŒsschens Sill, hatten wir beim ersten Morgenspaziergang am Samstag die grosszĂŒgigen Anlagen der Imperial Gardens entdeckt, und genossen von da an mehrmals tĂ€glich unsere erfrischenden AusflĂŒge durch den schönen Hofpark mit seinem wunderschönen alten Baumbestand und den ausgedehnten Liegewiesen, den vielen RuhebĂ€nklein und dem Ententeich: Eine richtige WohlfĂŒhl-Oase in direkter NĂ€he zum Messezentrum!


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Am Nachmittag wurden dann wie ĂŒblich unter den schönsten Vertretern aller Hunderassen die allerschönsten der verschiedenen Altersklassen und der verschiedenen Rassegruppen gekĂŒrt. Die Gruppe 10, die Windhundrassen, die kam wie immer als letzte an die Reihe. FĂŒr mich, und bestimmt auch fĂŒr meinen Parween das allerschwierigste war die enorme LautstĂ€rke der Lautsprecher. Ob wohl die gewĂ€hlte LautstĂ€rke die Festlichkeit der Auftritte unterstreichen sollte? Dort in der NĂ€he zu warten auf unseren Einsatz, das schien mir fast unertrĂ€glich (wie schrecklich muss das fĂŒr das feine Gehör unserer Hunde gewesen sein!?!), so dass ich mit meinem Parween unzĂ€hlige Male Runde um Runde drehte durch die Hallen in möglichst grosser Entfernung zu dem LĂ€rm, oder auch draussen, kehrte jedoch immer wieder zurĂŒck um ja unseren Einsatz nicht zu verpassen. Alles andere als eine geĂŒbte Show-Teilnehmerin halt. WĂ€hrend die routinierte Evgeniia cool damit beschĂ€ftigt war, ihren jungen Grosspudel-RĂŒden gekonnt und mit geĂŒbter Hand zu stylen und zu frisieren: Auch er hatte den Rassesieg geholt und durfte sich spĂ€ter im Ehrenring prĂ€sentieren!


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Und dann, die grosse Überraschung: Parween benahm sich im Ehrenring unter kundiger FĂŒhrung von Evgeniia recht brav, seine ĂŒbermĂŒtige HĂŒpferei hielt sich in Grenzen, und er durfte schliesslich ganz zuoberst aufs Podest: Rang 1, der schönste von allen Windhunden des heutigen Show-Tages! Wie schön! Ein Sloughi auf dem 1. Rang, das kommt sehr sehr selten vor! Wir geniessen und freuen uns darĂŒber, dass wir fĂŒr einmal einfach die glĂŒcklichen Sieger sind. Allerdings, das bedeutet natĂŒrlich auch, dass der Show-Tag fĂŒr uns noch immer nicht zu Ende ist, denn als Gruppensieger heisst es nun fĂŒr Parween, dass er fĂŒr die Ausmarchung um den Titel "Best-in-Show" spĂ€ter nochmals sich im Ehrenring zeigen darf! Dies aber ist nun auch fĂŒr meinen Parween eindeutig des Guten zu viel. Parween ist nun sichtlich ĂŒberreizt und ĂŒbermĂŒdet, und benimmt sich im Ehrenring, wo alle andern mustergĂŒltiger als mustergĂŒltig durch den Ring traben, wie ein richtiger Flegel. Da nĂŒtzen nun auch alle KĂŒnste von Evgeniia nicht mehr viel, und so darf Parween bald wieder gehn, ohne Chance auf eine Platzierung unter den Allerschönsten. Trotzdem, Gruppenbester heute, das ist doch fast schon eine kleine Sensation! Ganz herzlichen Dank, liebe Evgeniia, das ist ganz alleine Dein Erfolg!


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Sonntagmorgen, zweiter Ausstellungstag. Dieselben vier Sloughis wie gestern. Evgeniia eröffnet uns, dass heute ihre Qerima von einem Profi-Handler im Ring prĂ€sentiert wĂŒrde. Roland war gestern abend etwas ungehalten darĂŒber, dass Evgeniia fĂŒr meinen Parween den Rassesieg gewonnen hatte, und ihre eigene Qerima sich als beste HĂŒndin mit dem BOS, dem "Best-Opposite-Sex" zufriedengeben musste. Er hĂ€tte fĂŒr seine HĂŒndin den Sieg gewollt. Allerdings, und das wurde wenig spĂ€ter sehr klar, Evgeniia kennt am allerbesten jede Facette ihrer Qerima, sie versteht es wie niemand anders, deren Schwachstellen möglichst unsichtbar werden zu lassen.


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Anders der Profi-Handler, der aus der Qerima einfach nicht das Maximum herausholen konnte, auch wenn Qerima sichtlich bemĂŒht war, alles richtig zu machen. Den Sieg unter den HĂŒndinnen erhielt diesmal Khalisa, die auch das BOS erhielt, wĂ€hrend wiederum Parween den Rassesieg davontrug. Meine Freude war diesmal fast noch grösser als am Vortag, denn heute ging es zusĂ€tzlich um den besonderen Titel "Alpensieger", den die beiden Rassesieger, Khalisa und Parween, zusammen mit dem CACIB erhielten. Dieser Titel wird nur an wenigen, ausgewĂ€hlten Ausstellungen in der Schweiz, Österreich und Deutschland vergeben, und fĂŒr den Titel Alpen-Champion ist ein solcher Titel aus jedem dieser drei LĂ€nder gefordert. Unserem Parween fehlt jetzt also nur noch der Titel aus Deutschland!


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Nun also hiess es fĂŒr uns, dass Parween sich wie schon am Samstag, am Nachmittag im Ehrenring prĂ€sentieren durfte. Also nichts mit frĂŒh die Heimreise antreten, sondern warten, warten und Runden drehen... Auch am Sonntag durfte Parween beim Gruppen-Wettkampf wieder auf's Podest, wenn auch diesmal "nur" auf Rang 3. Immerhin, zum zweiten Mal ein Podestplatz, als Sloughi, eine ganz tolle Sache! Trotz allem, Stolz und Freude ĂŒber diese tollen Erfolge von meinem Parween, ich war erleichtert dass wir heute nicht nochmals warten mussten fĂŒr eine PrĂ€sentation im Best-in-Show Ring! Ist's doch wie immer nur ein spannendes Spiel, und nebst gekonnter PrĂ€sentation vor allem GlĂŒcksache, Geschmacksache, denn Schönheit liegt bekanntlich immer ganz im Auge des Betrachters und hat mit ObjektivitĂ€t selten viel zu tun. Jeder hier gezeigte Hund ist sowieso der allerschönste, egal was der Richter sagt und schreibt und entscheidet!


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Das Abenteuer Innsbruck hat damit fĂŒr uns ein mehr als erfreuliches Ende gefunden. Reich beschenkt mit Urkunden, Titeln, Schleifen und Pokalen, so viele tolle Erfolge an einem einzigen Wochenende, und dies alles mit einem einzigen von unseren drei Windis! Ich war vollstĂ€ndig ĂŒberwĂ€ltigt, konnte diese ganzen Erfolge gar nicht richtig fassen, und doch wusste ich: Es ist jetzt genug, genug fĂŒr mich, genug fĂŒr meine drei Hundis, nun ist's Zeit unsere RĂŒckreise zu planen. MĂŒde und erschöpft die ganzen fast 400 km noch heute abend in Angriff nehmen, die fast unendlich scheinende Strecke durch lange Tunnels und die vielen mĂŒhsamen Baustellen? Oder wollen wir nicht lieber irgendwo ĂŒbernachten und gemĂŒtlich und ausgeruht erst am Montag zurĂŒckfahren? Übernachten noch hier in Österreich? Oder an einem schönen PlĂ€tzchen irgendwo in den Schweizer Alpen? Oder in unserem GrundstĂŒck in der Ostschweiz?


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Schliesslich wĂ€hlte ich den wunderschönen Weg via Engadiner Bergwelt, ĂŒber den FlĂŒelapass und Davos. Beim Passieren der Schweizer Grenze durchfuhren wir ein heftiges Berg-Gewitter, das uns reingewaschen hat von aller Hitze, dem Stress und der MĂŒdigkeit dieses erlebnisreichen Wochenendes, und hoch oben auf dem FlĂŒelapass genossen wir einen wohltuenden, kĂŒhlen Alpspaziergang mit den Hunden. Erfrischt und zu neuen Lebensgeistern geweckt konnten wir dann den weiteren Heimweg in die Nacht hinein unter die RĂ€der nehmen. Ein ganz besonderes Show Wochenende geht zu Ende, das uns bestimmt noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird!






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Hundeausstellungen ausserhalb der Schweiz, fĂŒr uns war das bisher kein Thema. Das Windhundfestival in Donaueschingen bedeutete dieses Jahr jedoch eine ganz besondere, einmalige Gelegenheit, nach langer Zeit wieder die ZĂŒchterfamilie unseres Galgobuben Ganador wiederzusehn, und mit dabei war natĂŒrlich das gesamte grosse Niños Vencedores Rudel, auch wenn nur 3 der HĂŒbchen-Galgos zur Show-Teilnahme angemeldet waren. Am Samstag, dem ersten von zwei Ausstellungstagen, wurde im Rahmen der Windhundtage Donaueschingen im grossen Reiterstadion unter freiem Himmel die Galgo Español Jahresausstellung durchgefĂŒhrt, und diesen Anlass wollten und konnten wir keinesfalls verpassen, zumal Donaueschingen so nah an der Schweizer Landesgrenze liegt.


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Wir hofften natĂŒrlich, an diesem besonderen Anlass noch möglichst zahlreich weitere der Geschwister und sonstigen Verwandten unseres Ganador hier anzutreffen, und als zusĂ€tzliche grosse Attraktion war als Schönheitsrichter eine KapazitĂ€t aus Spanien eingeladen worden: Der legendĂ€r Francisco Salamanca Llorente, genannt Paco, dessen Onkel 1971 nach intensiven Studien wĂ€hrend ausgedehnten Reisen durchs ganze Land den Galgo Español-Standard ausgearbeitet und in Kraft gesetzt hat, aufgrund dessen diese Rasse erst offiziell anerkannt wurde, und nach welchem bis heute die Vertreter der Rasse Galgo Español beurteilt werden. Paco hatte damals seinen Onkel bei vielen dieser ausgedehnten Reisen durch die verschiedenen Regionen Spaniens begleitet.


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NatĂŒrlich waren wir alle sehr enttĂ€uscht als am spĂ€ten Freitagabend die Nachricht eintraf, dass der Richter aus Spanien aufgrund eines Defekts seines Flugzeugs seine RichtertĂ€tigkeit an der Jahresausstellung leider nicht wĂŒrde wahrnehmen können. Aber da war leider nichts zu machen, wĂ€hrend der Ferienzeit waren alle AlternativflĂŒge lĂ€ngst ausgebucht. Ein Ersatzrichter musste gefunden werden. Trotz dieser EnttĂ€uschung wurde der Anlass sehr schön, insbesondere die beeindruckende Pferde-Nummer gleich zu Beginn, gefolgt vom Einmarsch der Galgos, wobei verschiedene der Teilnehmenden mit spanischen FolklorekostĂŒmen diesem Auftritt einen richtig festlichen Touch gaben. Auch der Gabentisch war ĂŒberaus reichlich gedeckt dank vieler Sponsoren, so dass kein einziger Galgo leer ausging, unabhĂ€ngig von der Richterbewertung und Platzierung.


festival 3


47 Galgos waren fĂŒr die Jahresausstellung gemeldet, davon nahmen 41 auch tatsĂ€chlich an der Show teil. Unser Ganador startete in der Zwischenklasse, zusammen mit zwei seiner BrĂŒder. Obschon ich keinesfalls damit gerechnet hatte: Ganador wurde von dem Ersatzrichter aus Italien auf dem 1. Rang als Sieger der ZwischenklasserĂŒden platziert, welche Überraschung und Freude! Auch wenn jeder der drei Galgo-BrĂŒder unterschiedslos den ersten Rang verdient hĂ€tte. Als SiegertrophĂ€e bekam Ganador eine wunderschöne Spanische SchĂ€rpe geschenkt, ein tolles Andenken an eine einmalig schöne Show fĂŒr uns!


festival 4


Ich hatte Ganador fĂŒr die Ausstellung am Sonntag ebenfalls angemeldet, auch wenn dies eine "ganz normale" Windhund-Show war. Eigentlich aus dem Grund da ich fest damit gerechnet hatte, vom Spanischen Richter mit Sicherheit keine gute Bewertung zu bekommen fĂŒr meinen grossen, krĂ€ftigen RĂŒden - die Spanier sind sich viel eher an kleine, zierliche Galgos gewöhnt. Nun aber war alles praktisch eine "verkehrte Welt", und die Richterin vom Sonntag, aus einem nördlichen Land stammend, bevorzugte offensichtlich die Galgos aus den nordischen Zuchten. Ganador war nun zwar der einzige Zwischenklasse-RĂŒde und erhielt genau wie am Vortag wiederum die gute Bewertung V1/VDH/Res.CAC, aber der Richterbericht war deutliches Zeugnis dafĂŒr, dass die Richterin meinen Boy nicht besonders toll fand. Diesen Tag hĂ€tte ich mir, rĂŒckblickend gesehen, tatsĂ€chlich sparen können!


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Nun aber, parallel zu den Galgo Español wurden natĂŒrlich alle andern Windhundrassen ebenfalls an diesem Wochenende ausgestellt und bewertet. Eigentlich wollte ich als einzigen meinen Galgo ausstellen, da mir der Stress viel zu gross und unnötig erschien, möglicherweise fast zeitgleich in zwei verschiedenen Ringen meinen Ganador und meinen Parween zeigen zu mĂŒssen. Da jedoch Evgeniia sich anerboten hatte, meinen Parween im Sloughi-Ring zu prĂ€sentieren - Evgeniia war ja ohnehin vor Ort, da sie Qa'ani's Schwesterlein Qerima ebenfalls zur Show an beiden Tagen gemeldet hatte - hatte ich schliesslich auch Parween fĂŒr beide Tage angemeldet. FĂŒr Parween wĂŒrde es auf jeden Fall ein tolles Erlebnis sein, sich stolz im Ring zeigen zu dĂŒrfen statt mit Ausstellungsmuffel Qa'ani zusammen stundenlang gelangweilt im WoMo warten zu mĂŒssen.


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Verlieren konnten wir also nichts, gewinnen mit grosser Sicherheit ebenfalls nichts, denn die Konkurrenz bei den Sloughis im Stammland der Schuru-Zucht war riesig. Und so ĂŒberraschte es mich keinesfalls, dass schliesslich am Samstag als Rassesieger wie so oft Parween's ZĂŒchter Eckhard mit seinem garantierten SiegerrĂŒden Enkidu - der ĂŒbrigens Parween's Grosspapa ist - und Kristina mit ihrer garantierten SiegerhĂŒndin Malala - ĂŒbrigens eine Tante von unserem Qa'ani - als Sieger Donaueschingen 2018 auf dem Podest standen. Diesen Sieg, auch wenn es der gefĂŒhlt hundertste ist in der Karriere ihrer Sieger-Sloughis, mag ich den beiden gerne gönnen, auch wenn ich diesen riesigen Hunger nach immer noch mehr und noch mehr derselben Titel nicht wirklich verstehen kann.


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Dennoch: In meinen Augen - und auch nach Meinung anderer - war mein Parween eindeutig der schönste der 4 Champion-RĂŒden im Ring, auch wenn der Richter dies anders sah und ihm den hintersten Platz zuwies mit der BegrĂŒndung, Parween "sehe anders aus" als die andern drei - und bestimmt mit beeinflusst von Parween's sprĂŒhendem Temperament und der ihm eigenen UnbekĂŒmmertheit, mit welcher er wie so oft im Ring nicht nur brav seine Runden drehte im gewĂŒnschten Trab, sondern sich ab und zu ein paar HĂŒpferchen erlaubt hat, mit ĂŒbermĂŒtig hoch getragener Rute. Nicht jeder Richter belohnt ein solches Verhalten mit einer guten Bewertung.


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Auch am Sonntag hatten wir im Sloughi-Ring nicht viel mehr GlĂŒck, allerdings bekam Parween diesmal von 5 Champion-RĂŒden den mittleren 3. Platz zugesprochen, direkt hinter seinem Grosspapa Enkidu, der diesmal ĂŒberraschenderweise mit Platz 2 vorlieb nehmen musste. Offensichtlich ist nicht jeder Schönheitsrichter gleichermassen beeindruckbar von einem berĂŒhmten Namen "am andern Ende der Leine" wie man so treffend zu sagen pflegt. Nun, alles halb so schlimm, es waren fĂŒr uns in Donaueschingen ohnehin keinerlei Punkte zu gewinnen, da das CACIB hier nicht vergeben wird. Und alles andere interessiert uns nicht wirklich. Aber die Erlebnisse und Erfahrungen die uns auch der Sloughi-Ring bot, die waren auf jeden Fall unsere Teilnahme wert!


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Schön und wertvoll fĂŒr mich war einerseits die persönliche Begegnung und beeindruckende GesprĂ€che mit Parween's ZĂŒchter Eckhard Schritt, und mit der "Show-Königin" der Sloughis, Kristina Kosmas. Kristina zeigt ihre Sloughia's mit einer bestechenden Eleganz, und auch ihre Fotos von den Shows sind immer wieder beeindruckend. Zudem habe ich mich sehr gefreut, Qa'ani's Ziehmama Melanie und ihre schöne, gestromte Sloughia Qadira, genauso wie Qerima Schwesterherzchen von unserem Qa'ani, persönlich anzutreffen. Also auch ein kleines, intimes Geschwistertreffen von unserem Qa'ani!


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Und natĂŒrlich wunderschön waren die Stunden, die wir in lieber, fröhlicher Gesellschaft mit Evgeniia und ihrer sĂŒssen Qerima verbringen durften. Die selbstverstĂ€ndliche Routine und riesige Erfahrung von Evgeniia an solchen grossen Dog-Shows, die Leichtigkeit und konzentrierte Lockerheit mit welcher sie gekonnt auch unseren ĂŒbermĂŒtigen Wildfang Parween im Ring prĂ€sentiert und das bestmögliche aus unserem wunderschönen, aber nicht wirklich gut erzogenen Bengel herausholen kann, einfach bewundernswert! Und natĂŒrlich genoss ich es aus vollen ZĂŒgen, mit der sĂŒssen Qerima wieder ausgiebig schmĂŒsele zu können, die herzallerliebste kleine Maus! Qerima erreichte an beiden Show-Tagen die super Wertung V2, also zweitbeste der Championklasse-HĂŒndinnen: Ein beachtliches Resultat, bei dieser ĂŒberaus starken Konkurrenz!


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Ja, das Windhund-Festival Donaueschingen war fĂŒr uns alle ein grosses Erlebnis mit unzĂ€hligen wunderschönen und auch einigen eher schwierigen Facetten, das uns bestimmt noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird! Schwierig vor allem aufgrund der brĂŒtenden Sommerhitze und unserem WoMo-Standplatz, gĂ€nzlich unfreiwillig ohne jeglichen Schatten und ohne Stromanschluss der gleissenden Sonne ausgeliefert, so dass uns in den heissesten Nachmittags-Stunden nur die Flucht nach draussen in den Schatten der BĂ€ume im Randbereich der Showringe blieb - mit drei jungen wilden Windis an der Leine, die völlig begeistert von den unzĂ€hligen, unendlich spannenden DĂŒften, den tausenden Hunden und sonstigen Faszinationen keine Sekunde Ruhe fanden, und immer mal wieder meine Geduld und Nerven auf eine harte Probe stellten. Trotzdem, oder gerade auch deswegen: Ein einmaliges Wochenende der ganz besonderen Art!






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Die totale Mondfinsternis von Freitag auf Samstag 27./28. Juli war mit einer Dauer von 103 Minuten die lĂ€ngste totale Mondfinsternis dieses Jahrhunderts. Das faszinierende Himmels-PhĂ€nomen war in der Schweiz fast ĂŒberall am praktisch wolkenlosen Himmel zu bestaunen. Bis zur nĂ€chsten totalen Mondfinsternis die in ihrem vollen Verlauf zu sehen sein wird dauert es 10 Jahre, bis Silvester 2028. Die Ursache fĂŒr die ungewöhnlich lange Dauer dieser totalen Mondfinsternis war die aktuelle Position des Erdtrabanten auf seiner elliptischen Bahn um die Erde. Denn diese Finsternis ereignete sich in einer Phase, in welcher der Mond auf seiner Bahn den grössten Abstand zur Erde hat. In grösserer Entfernung zur Erde bewegt sich der Mond etwas langsamer auf seiner Bahn als in ErdnĂ€he.


blutmond 1


Die partielle Mondfinsternis begann bereits um 20.24, allerdings fĂŒr uns noch nicht sichtbar. Der Mond steigt in unserer Region erst zu einem spĂ€teren Zeitpunkt ĂŒber den Horizont auf. Mein erstes hier gezeigtes Foto, um 21.28 aufgenommen, zeigt den Mond bereits partiell verfinstert, wie er als noch schmale, rötlich schimmernde Sichel knapp ĂŒber dem Horizont sichtbar wird, in sĂŒdöstlicher Richtung ĂŒber dem Hallwilersee hinter dem Lindenberg, kurz nachdem auf der gegenĂŒberliegenden Himmelsseite die Sonne untergegangen ist. Das zweite Foto, um 21.35 aufgenommen, lĂ€sst bereits mehr von der schönen Rundung des Vollmondes erahnen, da inzwischen die Helligkeit des Himmels etwas abgenommen hat. Dieses Foto gehört bereits zur Hauptphase der Mondfinsternis, die wenige Minuten zuvor begonnen hat.


blutmond 2


Um 21.30 begann die Hauptphase der Mondfinsternis, der Mond tauchte komplett in den Kernschatten der Erde ein. Mein drittes Foto, um 21.48 aufgenommen, zeigt den rötlich schimmernden Mond, bereits fast vollstÀndig als runder Vollmond von roter Farbe sichtbar. Der Mond erscheint bei der totalen Finsternis wie in kupferrotes Licht getaucht. Aufgrund dieser intensiven RotfÀrbung wird der verfinsterte Mond deshalb auch als Blutmond bezeichnet. Diese Farbe entsteht durch das Sonnenlicht, das durch die ErdatmosphÀre hindurch auf den Mond fÀllt. Das rote Licht wird bei einer totalen Mondfinsternis am stÀrksten gebrochen, und beleuchtet den Mond obschon dieser jetzt im Kernschatten der Erde steht, wohingegen der blaue Anteil des Sonnenlichts bereits in der ErdatmosphÀre gebrochen und gestreut wird.


blutmond 3


Dieser kupferrote Blutmond ist gut erkennbar auf meinem vierten Foto, welches um 22.12 aufgenommen ist, kurz bevor die Mondfinsternis um 22.22 ihren Höhepunkt erreichen wird, zur Zeit der maximalen Verdunkelung. Die Hauptphase der Finsternis, wĂ€hrend der der Mond im Kernschatten der Erde stand, dauerte noch bis um 23.13 an. Anschliessend folgte die Phase der partiellen Mondfinsternis bis um 00.19. Die anschliessende Halbschattenfinsternis endete am 28. Juli um 1.28. Aufgrund der Dunkelheit waren aber diese Phasen fĂŒr mich nicht mehr in schönen Bildern zu fotografieren, da inzwischen die LichtverhĂ€ltnisse derart lange Blendenöffnungszeiten erfordert hĂ€tten, dass ohne Stativ oder ideale AbstĂŒtz-Möglichkeit keinerlei Chance mehr bestand. Was ich mit meiner absolut rudimentĂ€ren AusrĂŒstung ebenfalls nicht aufs Bild bannen konnte war die Raumstation ISS, die mit einem Teleobjektiv und Stativ um ca 22.15, also zur Zeit der max. Verfinsterung des Mondes, als langsamer, heller Punkt in direkter NĂ€he zum Blutmond zu erkennen gewesen wĂ€re, wie sie sich von West nach Ost langsam ĂŒber den Himmel bewegte.






blutmond 4


Mitte Juli wurde dieses Jahr in Rifferswil die Clubschau des Greyhound - Magyar Agar - Galgo Español Club Schweiz durchgefĂŒhrt. Hier auf dem schönen GelĂ€nde der Rifferswiler Rennbahn wollten wir noch einmal mit dabei sein, mit allen unseren drei Windi-Boys - auch wenn unsere Ambitionen fĂŒr die Teilnahme an solchen AnlĂ€ssen ĂŒber die Zeit zunehmend kleiner geworden sind, und ich mir die Sinnfrage immer öfter stelle.


clubschau 1


Immerhin, wir können hier mit einem kleinen Budget und einem sehr kurzen Anfahrtsweg, und unserem WoMo im Schatten der BÀume in unmittelbarer NÀhe zu den PrÀsentations-Ringen einen angenehmen und abwechslungsreichen Tag in der freien Natur mit unseren Windhunden erleben, inmitten von anderen Windhund-Fans, und können hoffen auf einige schöne Begegnungen mit Gleichgesinnten. Auch die allenfalls langen Wartezeiten sind dank unserem Heim auf vier RÀdern kein Problem, denn die Hunde können im WoMo bequem und entspannt die Wartezeiten verschlafen.


clubschau 2


Das schönste vorneweg: Die Hunde der Clubsieger-Schau wurden ausnahmslos wunderschön fotografiert mit grossem Flair und guter Kamera von unserer Club-Fotografin Jacintha Sommer. Die hier gezeigten, ausnehmend schönen Fotos von unserem Ganador im Ring sind allesamt von ihr aufgenommen. Ganz herzlichen Dank, Jacintha! Nur schon fĂŒr diese Fotos hat sich unsere Teilnahme an diesem Anlass gelohnt!


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Leider gibt es in der Schweiz nochmals deutlich weniger Galgos als Sloughis, und an der heutigen Clubschau war, anders als letztes Jahr, zudem kein einziger zusĂ€tzlicher Galgo aus dem Ausland gemeldet. Mein Ganador war auch der einzige anwesende Galgo der nicht zur hiesigen Zucht unserer Club-PrĂ€si Familie gehört. Als Richterin war eine langjĂ€hrige Bekannte und beste Freudin der ZĂŒchterfamilie eingeladen, die Rasse-Sieger bzw Clubsieger der Galgos waren deshalb eigentlich bereits vor dem Richten gesetzt. Nicht schlimm allerdings, denn von den 6 gemeldeten bzw 5 anwesenden Galgos startete jeder als einziger Vertreter seiner Klasse. Allesamt erhielten die Galgos eine sehr freundliche und positive Beurteilung und die Wertung V1/CAC. Ganador war der einzige Nicht-Rauhaar Galgo, und in meinen Augen mit Abstand der schönste von allen, zudem im Unterschied zu allen andern wirklich nahezu perfekt prĂ€sentiert von Evgeniia.


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An der CAC-Ausstellung in Rifferswil waren natĂŒrlich auch alle anderen Windhund-Rassen eingeladen. Im zweiten Show-Ring, bei einer anderen Schönheits-Richterin, waren die Sloughis, wie meistens, die allerletzte Rasse die an die Reihe kam. Es gab also fĂŒr mich keine zeitliche Überschneidungen, ausser dass ich den Club-Apero und die Club-Preisverleihung leider verpasste. Nicht weiter schlimm, mein Ganador hatte ja nichts gewonnen. Auch bei den Sloughis waren nur 6 Hunde gemeldet, nur 5 anwesend, und auch hier, genau wie bei den Galgos, startete jeder der Sloughis als einziger in seiner Klasse.


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Diese Richterin, Frau Marion Marpe (DE), entschied sich in ihren Bewertungen der Hunde fĂŒr einen Kompromiss wie ich es bisher noch an keiner Ausstellung erlebt habe, was jedoch ihr gutes Recht ist: Sie vergab sowohl an den OK RĂŒden (mein Qa'ani!) wie auch an die OK HĂŒndin (Im Besitz des einzigen noch mehr oder weniger aktiven Schweizer Sloughi-ZĂŒchters) zwar die Wertung VorzĂŒglich 1, jedoch KEIN CAC! Wegen nicht genĂŒgend schöner PrĂ€sentation! FĂŒr mich ist dies zwar irrelevant, da mein Qa'ani ja bereis andernorts seine notwendigen CAC's fĂŒr den Championtitel gewonnen hat, dennoch war dies eine etwas skurrile Überraschung nicht nur fĂŒr mich, sondern auch fĂŒr andere Anwesende, mit langjĂ€hriger Show-Erfahrung.


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Ja, mein SchĂ€tzchen Qa'ani, der machte tatsĂ€chlich keine gute Figur im Ring. SpĂ€testens mit der heutigen Ausstellung ist fĂŒr mich definitiv klar geworden, dem Qa'ani dem "stinkt" sowas dermassen, dass er im Ring richtiggehend streikt anstatt sich möglichst schön zu prĂ€sentieren. Am allerliebsten hĂ€tte er sich vor dem Richtertisch einfach hingelegt und keinen einzigen Schritt mehr gemacht, und ich hatte sogar meine liebe MĂŒhe, ihn wenigstens irgendwie in einer stehenden Position halten zu können. NatĂŒrlich gibt sowas keine gute Bewertung! Und damit ist auch klar geworden, dies ist fĂŒr meinen Qa'ani die allerletzte Ausstellung. So macht die Sache wirklich keinen Sinn.


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Ganz und gar anders mein schöner Parween. Dieser scheint solche Shows richtiggehend zu geniessen, und da heute wieder einmal Roland und Evgeniia mit Familie und der sĂŒssen Qerima aus dem schönen Bregenz angereist waren, haben wir die Gunst der Stunde genutzt und die PrĂ€sentation von Parween an Evgeniia ĂŒbertragen. Die PrĂ€sentation war entsprechend wieder absolut perfekt, eine richtige Augenweide! Keine Überraschung war auch die Bewertung der Richterin: Parween, der heute zum allerersten Mal in der Championklasse starten durfte, erhielt die tolle Bewertung V1/CAC/Bester RĂŒde und BOB, also den Rassesieg, wĂ€hrend Qerima, ebenfalls in der Championklasse gestartet, V1/CAC/Beste HĂŒndin und BOS, also das Best opposite Sex erhielt. Wie schön, den etwas durchzogenen Ausstellungstag mit diesem schönen Erfolg abschliessen zu können!





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Ein ganz spezielles Wochenende durften unsere drei Windhund-Boys geniessen. Wir hatten lieben Besuch, Qa'anis zartes Schwester-Herzchen Qerima war fĂŒr ein verlĂ€ngertes Wochenende bei uns zu Gast! Eine charmante HĂŒndin im Rudel!!! High live fĂŒr unsere drei RĂŒden, und wenn sie sprechen könnten hĂ€tten sie wohl alle drei unisono rausgebrĂŒllt: Wunderbar, wie im Paradies!


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Ganz zu Beginn, wie nicht anders zu erwarten, gab es einige Turbulenzen weil natĂŒrlich alle drei Jungs sich nach KrĂ€ften um die attraktive HĂŒndin bemĂŒhten, welche sich dadurch verstĂ€ndlicherweise ziemlich bedrĂ€ngt fĂŒhlte und die ungestĂŒmen Jungspunde erst mal nachdrĂŒcklich in die Schranken wies. Meiner grossen Verantwortung bewusst half ich ihr dabei nach KrĂ€ften, und kam mir zeitweise vor wie ein wahrhaftiger Zirkus-Dompteur....


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Doch bald schon war es auch unseren drei ĂŒberschwĂ€nglichen WildfĂ€ngen klar geworden, wie sich Gentlemen gegenĂŒber einer Lady zu benehmen haben, und dass die Begierde und Neugier manchmal halt bezĂ€mt werden muss. Nachdem die Situation in den gut kontrollierbaren vier WĂ€nden zuhause sich deutlich beruhigt und normalisiert hatte, konnten wir einen ersten Ausflug in unseren Obstbaumgarten machen und die quirligen Windis dort an's anstĂ€ndige freie Spielen und Laufen heranfĂŒhren. Erst mal nur Parween und Qerima, wĂ€hrend die beiden Stromis ungeduldig von Ă€nnet dem Zaun zuschauen mussten, dann durften schliesslich alle vier miteinander rennen.


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Und weil das alles bereits nach kurzer Angewöhnungszeit schon sehr gut und problemlos funktionierte, konnten wir als Höhepunkt schliesslich sogar bedenkenlos zu unserem grossen WeihergrundstĂŒck fahren, wo die vier nach Herzenslust laufen, entdecken und baden durften: Ein Riesen-Spass und grosse Freude fĂŒr alle! NatĂŒrlich nahm ich gebĂŒhrend RĂŒcksicht auf die zarte Dame in der Runde, wies ab und zu die wilden Jungs in ihre Grenzen wenn sie mal wieder Tendenzen zeigten zu ĂŒberborden, und sobald Qerima erste Signale von "genug" zeigte fuhren wir wieder nach Hause. War das ein wunderschönes Wochenende, wie die lang ersehnte ErfĂŒllung von drei RĂŒdentrĂ€umen! Ich denke, auch Qerima hat diese Tage aus vollem Herzen geniessen können!






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Ein ganzes Wochenende auf der Pferderennbahn im Aarauer Schachen, unser WoMo inmitten einer riesigen, dicht an dicht stehenden Camper-Gruppe auf der Rennbahn direkt bei den Ringen, freier Ein- und Ausgang mit den Hunden gestattet, eine solche internationale Hundeausstellung ist fĂŒr unsere Windis ein richtiger Traum. Dh der ĂŒbliche Stress mit den endlos langen Wartezeiten am Ring ist wie weggeblasen, problemlose Entspannung im eigenen "Daheim" auf vier RĂ€dern bis wir an der Reihe sind, bei dem aktuell idealen Sommerwetter mit viel Sonne aber angenehm moderaten Temperaturen ist die Konstellation fĂŒr uns absolut ideal.

Wir sind keine Ausstellungs-Liebhaber, aber wir haben noch ein Ziel vor uns: Unseren beiden Sloughis fehlt noch je 1 CAC-Punkt von einer grossen, internationalen Ausstellung bis zum Schönheits-Champion, und diesen Punkt versuchen wir noch zu gewinnen, auf jeden Fall fĂŒr unseren wunderschönen Parween. Mit Ganador ist das Ziel, allermindestens ein "sehr gut" zu bekommen damit er, falls er seine Renn- und Coursinglizenz besteht in drei Wochen, dann auch tatsĂ€chlich sich um Leistungspunkte bewerben kann. Ein CAC wĂ€re natĂŒrlich auf fĂŒr Ganador noch viel schöner, aber das wird sich zeigen.

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FĂŒr Qa'ani besteht kaum eine Chance auf einen CAC-Punkt, da er ja zwingend in derselben Kategorie starten muss wie Parween, und Parween gewinnt immer. Allerdings hat unser Schöner diesmal ein gröberes Handycap: Seine Verletzung vom vergangenen Sonntag hat er leider, kaum knapp verheilt, vor zwei Tagen wieder aufgerissen, es geht leider nicht ohne Wundverband, und wie sowas bei den Richtern ankommt weiss ich nicht. Aber Qa'ani soll ja gar nicht in die Championklasse aufsteigen, so dass er kĂŒnftig, falls wir allenfalls weiterhin an Ausstellungen teilnehmen werden, in der Offenen Klasse wieder Chancen auf einen Sieg bekommt, falls dann Parween in der Championklasse startet und keine direkte Konkurrenz mehr ist. FĂŒr mich wird es einfacher, wenn nicht beide unsere Sloughis zugleich im Ring stehen und ich mich stĂ€ndig um eine Fremdperson kĂŒmmern muss, die mir hilft. Denn beide Hunde in derselben Klasse kann ich nicht gleichzeitig prĂ€sentieren.


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Ich hatte mich vorsichtshalber im Vorfeld um eine Profi-Handlerin gekĂŒmmert, die mir beim PrĂ€sentieren meiner Sloughis helfen sollte, bzw welche fĂŒr mich meinen Parween ausstellen wĂŒrde, wĂ€hrend ich gleichzeitig mit Qa'ani im Ring stand. Doch dann war uns das GlĂŒck sehr hold: Wir trafen Roland und seine Frau Evgenija, die unsere Hunde schon bei anderer Gelegenheit im Ring prĂ€sentiert hat und dies sogar mit meinen jungen wilden Boys sehr gekonnt und mit Bravour schafft: Evgenija erklĂ€rte sich ohne weiteres bereit dazu, auch hier in Aarau wieder unseren Parween zu zeigen - ihre eigenen Hunde, die Pudel, waren in einem andern Ring voraussichtlich lĂ€ngst an der Reihe und fertig bevor die Galgos und die Sloughis als fast letzte von ca 100 Hunden in unserem Ring drankommen wĂŒrden. Ich konnte der fĂŒr unsere Hunde noch unbekannten Profi-Handlerin also kurzfristig wieder absagen. Und da Qerima, das hĂŒbsche Schwesterlein von Qa'ani, hier in Aarau nicht ausgestellt werden sollte, und Roland erst am Sonntag als Richter bei den Dt. Doggen engagiert war, hatte Roland am Samstag auch seine HĂ€nde frei fĂŒr einige Fotos oder Videos von uns im Ring: Wirklich perfekt!


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Die Ausstellung gelang, sowohl Ganador als auch Parween bakamen an beiden Tagen je ihr erhofftes CAC trotz recht starker Konkurrenz: Bei den Galgos waren 5 Hunde am Start, davon 4 RĂŒden, und dennoch bekam Ganador nebst seinem CAC in der Zwischenklasse am Samstag sogar noch das Res.CACIB, wurde also sogar als zweitbester der vier RĂŒden bewertet! Parween bekam in der offenen Klasse am Samstag bei 8 Sloughis in Konkurrenz nebst CAC und CACIB auch das BOB, wurde also Rassesieger! Am Nachmittag im Ehrenring hatte er dann allerdings keine Chance mehr, bereits bei der Ausmarchung der Gruppensieger schien der Richter ihn nicht mal ĂŒberhaupt zu sehen, er wĂŒrdigte den Sloughi nebst all den andern wunderschönen Rassesiegern der Windhund-Gruppe keines Blickes. Wie halt so oft bei den Sloughis. Qa'ani erhielt wie erwartet das V2 und Res.CAC - ich tat mich sehr schwer mit der Entscheidung, ihm seinen CAC-Punkt vorzuenthalten, den er praktisch sicher am Sonntag hĂ€tte bekommen können wenn ich Parween nicht hĂ€tte starten lassen. Ich tat es nicht. Unfair oder vernĂŒnftig? Mein Entscheid bereitete mir tatsĂ€chlich einige schlaflose NĂ€chte...






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Wie hatte ich mich gefreut auf diesen Sonntag, an dem wir erstmals die Gelegenheit hatten, mit unseren drei Jungspunden den Windhundauslauf Dentenberg kennenzulernen! Von den Rescue-Galgo Leuten hatte ich vor einigen Wochen erfahren von diesem privaten Angebot, auf einer wunderschön in grĂŒner Natur gelegenen grossen, umzĂ€unten Hundewiese einmal im Monat an einem Sonntag Nachmittag Windhunde frei laufen, springen und spielen zu lassen. Etwas, das ich mir fĂŒr meine jungen Windhund-Boys schon lange sehnlichst gewĂŒnscht hatte! DafĂŒr nehme ich den nicht unbetrĂ€chtlich langen Anfahrtsweg in die Region Bern gerne in Kauf. Nach nicht allzu langem Suchen und Rumfragen hatten wir die Windhundwiese gefunden und waren genug frĂŒh dran, dass ich mit meinen drei Windi-Boys noch eine kurze VersĂ€uberungsrunde im Wald machen konnte.


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Als wir dann auf der Spielwiese eintrafen waren doch schon einige Zwei- und Vierbeiner da, und kaum waren wir durch's Tor, kamen einige der Hunde wild bellend herbeigerannt und nahmen die Neuankömmlinge nicht allzu sanft in Empfang. Es schien hier offensichtlich nicht ĂŒblich zu sein, dass die verantwortlichen Zweibeiner ihre vierbeinigen SchĂŒtzlinge allzu sehr unter Kontrolle hielten. Die Anbieterin des Windhundauslaufes begrĂŒsste mich sogleich und verwickelte mich in ein freundliches Kennenlern-GesprĂ€ch, wĂ€hrend die Hunde sich auf ihre eigene Art und Weise kennenlernten. Nach und nach trafen immer mehr Menschen mit ihren Hunden ein, und schliesslich waren wir eine doch ansehnliche Gruppe von vielleicht etwa 10 Zweibeinern und geschĂ€tzt etwa 25 Hunden, die meisten davon Windhunde. Die anderen Hunde, vom Typ "Fusshupe" wie die kleinen robusten Terriertypen nicht selten ziemlich treffend bezeichnet werden, boten mit ihrem ausdauernden KlĂ€ffen und eher groben Manieren gegenĂŒber den oft eher sanft und zurĂŒckhaltend bis schĂŒchtern wirkenden Windhunden einen ziemlich groben Kontrast. An Action fehlte es nicht, und der Betrieb war zeitweise doch eher an der oberen Grenze des Angenehmen.


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Leider kam unser Parween, der ja eigentlich gar nicht schĂŒchtern ist und auch ziemlich robust wirkt, bei unsanften Begegnungen mit verschiedenen eher rĂŒpelhaften Exemplaren gleich zweimal ziemlich heftig dran: Gleich bei der ersten BegrĂŒssung muss es gewesen sein, im Moment als ich mit dem Verschliessen des Eingangstores beschĂ€ftigt war, dass einer der vierbeinigen "Platz-Chefs" das dĂŒnne Fell meines Sloughi-Boys im Bereich des linken Brustkorbs mit seinen ZĂ€hnen "geritzt" hat, so dass die Verletzung schon auf Distanz gut erkennbar war - ich hoffte und glaubte, es handle sich lediglich um eine oberflĂ€chliche SchĂŒrfung, es schien nichts von Bedeutung. Etwas spĂ€ter, wĂ€hrend eines intensiven Sprints, musste ich mit ansehen wie mein Parween von einem Bulldozzer-Typ-Hund auf's heftigste seitlich angerempelt wurde, so dass mein Boy heftig aufschrie, im Lauf innehielt und zu mir kam, völlig geknickt und eindeutig hinkend mit dem rechten Vorderlauf, und von da weg nicht mehr von meiner Seite wich. Ja, so war's nicht gedacht gewesen! Auch meine andern zwei Windi-Boys waren bald einmal sichtlich ĂŒberfordert von dem Betrieb in dieser Hundemeute, wo offensichtlich statt fröhlichem Spielen eher ein aggressiver Umgangston herrschte unter den Vierbeinern.


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Ich war mir nicht mehr ganz so sicher, ob dies wirklich der richtige Umgang ist fĂŒr meine zwar ziemlich wilden, aber doch recht zartbesaiteten und dĂŒnnhĂ€utigen Buben. Als ich dann beobachtete, dass auch meine andern beiden Windis nach etlichen frustranen Versuchen, ein fröhliches hĂŒbsches Spielchen anzuzetteln mit ihren neuen Kumpeln, eher verloren am Rand der Spielwiese herumlungerten, verabschiedeten wir uns nach knapp zwei Stunden wieder von der Gruppe und ich hoffte nur eines: Dass Parween's Verletzungen sich als unproblematisch herausstellen wĂŒrden. Denn in nicht mal einer Woche war unser wohl wichtigster Termin in diesem Jahr geplant: Die grosse Internationale Dog-Show in Aarau, da sollte Parween seinen Champion-Titel holen! ZurĂŒck zuhause musste ich dann leider feststellen, dass die Wunde an Parween's Brustkorb doch tiefer war als erhofft, und wirklich ins Fleisch ging. Dennoch war sie relativ oberflĂ€chlich und klaffte nicht, so dass ich weiterhin auf eine rasche und problemlose Heilung ohne Tierarzt hoffen durfte. Ja, leider, so hatte ich mir unser Abenteuer Windhundauslauf Dentenberg nicht vorgestellt!






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Rennlizenz hin oder her, an der ZĂŒrimeisterschaft in Rifferswil konnte auch unser Qa'ani nicht teilnehmen. Da er der einzige fĂŒr die Meisterschaft gemeldete Sloughi war, wurde auch er, genauso wie Parween und Ganador, die ja beide keine Rennlizenz haben, zum Einlage-Solorennen eingeteilt. Denn fĂŒr eine Teilnahme an einem offiziellen Rennen braucht es mindestens 3 gemeldete Hunde derselben Rasse bzw Kategorie.


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FĂŒr uns war dies eigentlich ein grosser Vorteil, denn nicht nur liefen nun alle unsere drei Windi-Boys gleichermassen im Solorennen, sondern auch alle ĂŒber dieselbe Distanz, die 350 m Kurzdistanz. So war es festgelegt fĂŒr alle SololĂ€ufe, unabhĂ€ngig vom Alter der Hunde. Allerdings, Ganador der aufgrund seines jugendlichen Alters noch zu den Youngsters zĂ€hlte, durfte leider wie alle Youngsters und Veteranen nur einen einzigen Lauf absolvieren.


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Ganador, Qa'ani und Parween, Lizenz hin oder her, liefen alle drei mit Maulkorb, und starteten alle aus der geschlossenen Startbox. Alles völlig "ordnungsgemĂ€ss" wie bei jedem echten Wettkampf-Rennen. Bei den gelaufenen Zeiten erstaunte es mich nicht wenig zu sehen, dass einerseits Ganador deutlich schneller unterwegs war als beide Sloughis, und andererseits dass auf der Kurzdistanz bei beiden LĂ€ufen Parween etwas schneller war als Qa'ani. Bei den Trainings ist auf der langen Distanz ĂŒblicherweise Qa'ani regelmĂ€ssig schneller als Parween. Vielleicht hat Parween die bessere Startgeschwindigkeit, Qa'ani jedoch mehr Ausdauer. KĂŒnftige Zeitmessungen werden dies noch zeigen.


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Eigentlich sind die gelaufenen Zeiten ja auch völlig egal. Hauptsache alle haben ihren Spass und bleiben verschont vor Verletzungen. Und Spass, das hatten wir alle, und GlĂŒck obendrein: Antonella, eine fröhliche, liebenswĂŒrdige Teilnehmerin aus dem Tessin, die mit ihrem jungen WhippetrĂŒden Pan zum ersten Mal hier mit dabei war, beschenkte uns nicht nur mit ihrer unterhaltsamen Gesellschaft, sondern filmte und fotografierte mit meinem Handy auch alle unsere drei Windis bei ihren LĂ€ufen: Eine wirklich tolle Erinnerung fĂŒr mich, fĂŒr die ich sehr dankbar bin.







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Unser Sunny-Boy Parween ist heute drei Jahre alt geworden!
 
Unser quirliger Sloughi-Bub ist immer zu lustigen SpĂ€ssen aufgelegt, und beglĂŒckt uns tagtĂ€glich mit seinem fröhlichen Wesen und mit seinem ĂŒberschwĂ€nglichen Temperament. Seine begeisterten LuftsprĂŒnge haben ihm den Spitznamen KĂ€nguruh eingebracht! Bleib so fröhlich und so ungestĂŒm, lieber Parween, wir alle lieben dich und hoffen auf noch viele unbekĂŒmmerte und lustvolle Jahre mit dir an unserer Seite!

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Auch dieses Jahr wieder haben wir unsere drei Windhunde fĂŒr den schönen Kombinations-Anlass auf der Aarauer Pferderennbahn angemeldet. Wie jedes Jahr am langen Pfingst-Wochenende durchgefĂŒhrt, stand diesmal neu eine zusĂ€tzliche Ausstellung am Samstag Abend nach dem Coursingtraining auf dem Programm. Wir richteten uns fĂŒr dieses interessante und vielseitige Wochenende in unserem Wohnmobil an einem herrlich kĂŒhlen, schattigen Platz am Waldrand gemĂŒtlich ein. Unsere diesjĂ€hrigen Camping-Nachbarn waren extra fĂŒr diesen Anlass aus Deutschland angereist: Als direkte Nachbarn zwei Frauen mit ihren Barsois, und andererseits ein junges Paar mit gleich 6 hĂŒbschen und quirligen Windspielchen.


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Ganador, der ja noch zu jung ist fĂŒr die LizenzprĂŒfungen, durfte als erster in den Einsatz, beim Coursingtraining am Samstag Nachmittag. Mit grosser Begeisterung wie nicht anders zu erwarten war, legte Ganador einen schönen Coursinglauf hin, der mit Sicherheit einen bravourösen Lizenz-Sololauf hergegeben hĂ€tte. Gleich im Anschluss an die TrainingslĂ€ufe prĂ€sentierten sich meine drei RĂŒden vor dem Show-Richter. Ganador als einziger Galgo der Samstagnacht-Show, der ja exakt hier vor einem Jahr sein Ausstellungs-Debut in der Baby-Klasse gegeben hatte, gewann nun in der Zwischenklasse seinen allerersten CAC-Punkt in einer Erwachsenenklasse - und zusĂ€tzlich das Galgo-BOB (Best-of-Breed). Gut gemacht mein Ganador, das ĂŒben der vergangenen Tage hat sich gelohnt!


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Bei den Sloughis waren am Samstag ĂŒberraschend viele Rassevertreter gemeldet: Insgesamt waren es 8 Sloughis, je zur HĂ€lfte RĂŒden und HĂŒndinnen. Trotz dieser erfreulich starken Konkurrenz erreichte Parween nicht nur sein CAC, sondern auch verdient den Titel Sloughi-BOB. Super, mein schöner Parween! Qa'ani, mangels Alternative in direkter Konkurrenz zu seinem schönen Bruder in der Offenen Klasse prĂ€sentiert, bekam das Res.CAC zugesprochen, fĂŒr ihn das bestmögliche Resultat, und ebenfalls ein sehr grosses Bravo! Das GlĂŒck war uns an diesem Anlass wieder einmal sehr hold, denn eine liebe, befreundete Familie hatte ebenfalls an beiden Tagen ihre zwei Sloughi-HĂŒndinnen gemeldet, und sie waren uns bei beiden Shows behilflich mit HĂŒten und PrĂ€sentieren unserer zwei RĂŒden, was ich alleine ja nicht bewerkstelligen könnte. Im Ehrenring am Nachmittag beim Ausmarchen des schönsten Hundes der Ausstellung kam Parween dann immerhin unter die schönsten vier unter den Rassesiegern aller Rassen.


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Das schönste am Argovia Challenge Anlass fĂŒr uns ist einerseits, dass wir hier in unmittelbarer NĂ€he der Ausstellungsringe und des Coursingfeldes unser Wohnmobil stellen können, und so das Wechseln der Hunde völlig problemlos und rasch erfolgen kann, und anderseits dass wir zwischen den einzelnen AnlĂ€ssen nach Herzenslust mit unseren Hunden in der lauschigen Umgebung auf schmalen, heimlichen Pfaden durch die weitlĂ€ufige, unwaldĂ€hnliche Landschaft flanieren können, weitab von der Betriebsamkeit und dem LĂ€rm, und den vielen Hunden und Menschen auf dem GelĂ€nde. Hier gilt nicht wie sonst an derartigen AnlĂ€ssen ein striktes Verbot, das GelĂ€nde vor Ende des Anlasses zu verlassen. Hier kann fast schon entspanntes UrlaubsgefĂŒhl aufkommen!


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Am Pfingstsonntag war dann die eigentliche Show angesagt, die Ausstellung die einerseits als Pfingstwinner-Show gilt, und anderserseits zusammen mit dem Coursing vom Pfingstmontag in die Kombinations-Wertung einbezogen wird. Nun stand Ganador nicht mehr als einziger Galgo im Ring, sondern in Gesellschaft mit der hĂŒbschen Rauhaar-Galga Belinda, die in der Jugendklasse gemeldet war. Heute gewann Ganador sein zweites Erwachsenen-CAC, Pfingst-Winner und wiederum auch das BOB, die schöne Belinda wurde Jugend-Pfingst-Winner und Beste HĂŒndin bzw BOS (Best opposite Sex).


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Bei den Sloughis war die Zahl der ausgestellten Hunde am Sonntag leider um die HĂ€lfte geschrumpft, und auch heute waren die Resultate nicht anders als am Samstag: Parween erreichte die Wertung V1, CAC, Pfingst-Winner und BOB, Qa'ani das Res.CAC. Heute gestaltete sich abends die Suche nach einer helfenden Hand fĂŒr den grossen Ehrenring um einiges schwieriger als am Vortag, denn die Familie mit ihren Sloughia's waren zu der fortgeschrittenen Zeit bereits auf dem RĂŒckweg. Doch schliesslich hatten wir GlĂŒck, und dank freundlischaftlicher Vermittlung fanden wir eine ausstellungs-erfahrene Whippet-Besitzerin die unseren glĂŒcklicherweise sehr unkomplizierten Parween prĂ€sentierte, wĂ€hrend ich zeitgleich mit Ganador im Ehrenring stand. Diesmal reichte es jedoch auch Parwen nicht unter die besten vier.


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Damit war das Thema "Schönheit" und "PrĂ€sentation" fĂŒr diesmal abgehakt, denn am Pfingstmontag stand das Coursing auf dem Programm, Spass und Action fĂŒr unsere jagdbegeisterten Sloughis. Ferientag fĂŒr Ganador, der seinen Trainingslauf ja bereits am Samstag hatte absolvieren dĂŒrfen. Das Wetter war uns noch immer hold, wunderbar sonnig und warm. Dennoch war das relativ hohe Gras auf der Pferderennbahn beim ersten Coursinglauf sehr nass und relativ schwer vom Morgentau - eine recht grosse Anstrengung auf jeden Fall fĂŒr die kleinen Windspielchen! Es war wiederum eine grosse Freude, den Hunden zuzuschauen wie sie begeistert durch den interessant ausgelegten Parcours dem Haken schlagenden Hasenfell hinterherjagten.


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Alle LĂ€ufe gingen ohne relevante Verletzungen ĂŒber die BĂŒhne, alle hatten ihren Spass und Zwei- und Vierbeiner waren wohl allesamt nach diesem grossen, schönen Dreitages-Anlass glĂŒcklich entspannt und mĂŒde. Die abschliessende Siegerehrung ergab das Resultat, dass Qa'ani beim Coursing besser bewertet wurde, und auf dem Siegerpodest zuoberst stehen durfte, in der Kombi-Wertung jedoch erreichte Parween den Sieg, da sein Show-Sieg höher gewertet wurde als der Coursing-Sieg von Qa'ani. Aber, seien wir ehrlich, was zĂ€hlt ist immer Spass und Freude und vor allem: Gesund und verletzungsfrei. Ein durch und durch schöner und interessanter Anlass neigt sich dem Ende zu, von uns ein herzliches Dankeschön an alle Organisatoren und Helfer!




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Jedes Jahr am Auffahrtstag findet das traditionelle Meeting des Schweizer Greyhound, Magyar Agar, Galgo Español - Club auf dem schönen, grossen, rundum eingezĂ€unten TrainingsgrundstĂŒck der Aarburger Hundefreunde statt. FĂŒr uns war es das erste Treffen dieser Art, an dem wir teilnehmen durften.


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Der eigentliche Sinn dieses Treffens ist es, dass wenigstens einmal im Jahr die Ă€lteren Semester dieser Hunderassen im Mittelpunkt des Interesses stehen, denn es ist ganz explizit ein Meeting fĂŒr Senioren Veteranen und Methusalem, Hunde also, welche kaum mehr an den ĂŒblichen AnlĂ€ssen fĂŒr Schönheit und Leistung anzutreffen sind. Dennoch sind alle Vereinsmitglieder mit ihren Hunden jeden Alters und jeder Rasse herzlich willkommen, und fĂŒr die Junghunde wird jeweils extra ein Ringtraining angeboten.


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Das Ringtraining, an welchem ich mit meinem Galgo Ganador teilgenommen habe, zeigte mir viele ganz eindeutige "Baustellen" auf, Punkte an welchen ich mit meinem jungen Ganador unbedingt noch sehr konsequent arbeiten muss, wenn wir nicht an unseren demnĂ€chst bevorstehenden Schönheitswettbewerben mit ziemlich schlechten Karten im Ring stehen wollen. Nachdem mir die Ausstellungs-Verantwortliche unseres Vereins freundlich aufmunternd ins Gewissen geredet hat nehme ich mir nun vor, ab sofort jeden Tag mit meinen Hunden ein wenig zu ĂŒben, wenn auch bloss ein paar wenige Minuten. Das sollte mir der Aufwand schon wert sein, wenn ich meine Hunde schon anmelde zu derartigen Veranstaltungen!


GMGS Meeting 3


Alle teilnehmenden alten Semester werden an diesem Tag von einer freundlichen TierĂ€rztin eingehend auf ihre Gesundheit und Fitness ĂŒberprĂŒft, und natĂŒrlich ihrem Alter entsprechend bewertet. Die Einladung gilt gleichermassen fĂŒr die ZĂŒchterhunde wie auch fĂŒr die sog. Rescues, Hunde ohne Ahnentafel, derer es ja vorwiegend unter den Galgos, aber auch bei den Greys sehr viele gibt.


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Als Senioren werden die Hunde ab Jahrgang 2010 bezeichnet, als Veteranen ab Jg 08 und als Methusalems ab Jg. 2006. Gesundheit und Lebensfreude unserer Senioren haben an diesem Meeting Vorrang vor Schönheit. Es winken schöne Preise fĂŒr alle Teilnehmenden, zudem werden Spezialpreise vergeben fĂŒr die Kategorien-Sieger und fĂŒr den Ă€ltesten Hund.


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Auch Nicht-Clubmitglieder und "Nur-Zuschauer" sind jeweils herzlich willkommen, und beim Ringtraining dĂŒrfen problemlos auch Junghunde anderer Rassen mitmachen. FĂŒr alle Zweibeiner steht natĂŒrlich das gesellige Zusammensein bei einem feinen Mittagessen mit reichhaltigem Dessertbuffet im Vordergrund.


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FĂŒr uns jedoch stand dieses Meeting aus einem völlig anderen Grund ganz weit vorne auf unserer PrioritĂ€tenliste, so dass ich ganz ohne TrĂ€nen in den Augen auf die dummerweise exakt gleichentags stattfindende Club-Winner-Show des Orientalenclubs verzichtet habe, um mit meinen drei jungen Windi-Boys hier dabei sein zu können. Mit diesem Entscheid fallen zwar unsere zwei Sloughis mit einem Schlag aus den gesamten SCOW-Jahreswertungen heraus, doch dies nehme ich in Kauf.


GMGS Meeting 7


Ja, unsere absolute PrioritĂ€t ist es seit vielen Monaten, seit Windhunde zu unserer Familie gehören, endlich die Gelegenheit zu bekommen, unsere friedlichen, verspielten und sozial interessierten Junghunde mit anderen gleichgesinnten Windhunden frei und unbeschwert spielen und rennen lassen zu können. Leider scheint sowas in der gesamten mir bisher bekannten Schweizer Windhund-Szene nicht ĂŒblich und nicht erwĂŒnscht zu sein.


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Nun aber war mir gesagt worden: An diesem Meeting dĂŒrfen die Hunde frei laufen nach Herzenslust, das grosse GrundstĂŒck ist sicher umzĂ€unt, und unter den Meeting-Teilnehmern sind immer welche zu finden, die ihren Hunden solche Freiheiten gönnen. Wie sehr hoffte ich, dass solche Aussichten sich nicht bloss als leere Versprechungen erweisen wĂŒrden. Schade nur, dass ausgerechnet am diesjĂ€hrigen Auffahrts-Tag das Wetter ziemlich dĂŒster, eher kĂŒhl und nass angesagt war.


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Zwar,  zu meiner grossen EnttĂ€uschung, zeigten sich leider die Besitzer der andern anwesenden "ZĂŒchter-Galgos", welche mir so gut wie versprochen worden waren als Begleithunde fĂŒr meinen Ganador an seinen fĂŒr diesen Sommer geplanten LizenzlĂ€ufen, aus diversen GrĂŒnden ganz und gar nicht geneigt, die Hunde im freien Spiel einander kennenlernen zu lassen. Mir wĂ€re es sehr wichtig gewesen etwas Gewissheit zu haben, dass meinem Ganador nicht dasselbe passiert wie meinen Sloughis, welche ja beide bei verschiedenen Gelegenheiten auf der Rennbahn aufs ĂŒbelste attackiert worden waren von dominanten RĂŒden / Konkurrenten ihrer Rasse. Aber wenn's halt nicht sein soll...


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Umso glĂŒcklicher war ich, als ich nach dem Ringtraining mit Ganador ein sehr grosses, gemischtes Hunderudel auf die Spielwiese zusteuern sah und nach einigem Zögern die freundliche Zustimmung bekam, meinen Ganador mit diesem Rudel laufen lassen zu dĂŒrfen. Ganador konnte sein GlĂŒck kaum fassen! Er verhielt sich von Beginn weg sehr freundlich und vorsichtig abtastend, wurde sogleich von den Rudelchefs eingehend beschnuppert und abgecheckt, und allsbald sehr unkompliziert als neuer Renn- und Spielkamerad akzeptiert. FĂŒr unseren Galgobub genau das was er seit vielen Monaten immer und immer wieder bei jeder Sichtung von anderen Hunden lauthals schreiend aber leider erfolglos eingefordert hat!!


GMGS Meeting 11


SpĂ€ter im Lauf des Nachmittags ergaben sich glĂŒcklicherweise noch weitere Gelegenheiten, so dass ich auch meine beiden Sloughis erst einmal mit einer hĂŒbschen schwarzen Grey-HĂŒndin, spĂ€ter dann auch mit dem grossen gemischten Rescue-Rudel rennen lassen durfte. Und es zeigte sich: Auch fĂŒr meine beiden Sloughi-Boys muss das wohl das reinste Hunde-Paradies, Himmel auf Erden gewesen sein, endlich endlich endlich mal mit andern Windhunden spielen und laufen zu dĂŒrfen! Das GlĂŒck von uns allen, Zwei- und Vierbeiner, war damit einfach perfekt.







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Heute liefen unsere drei Windis auf der Windhund-Rennbahn in Lotzwil am Grand Prix Bern, inkl. Solorennen. Parween und Qa'ani, unsere beiden ohne Bahnlizenz, durften beim Solorennen laufen, wĂ€hrend es fĂŒr Qa'ani sein erstes Rennen werden sollte, wo er nicht mangels anderer Sloughi-Laufpartner ebenfalls lediglich einen Sololauf bestreiten sollte. Ich hatte mich sehr gefreut auf diese PremiĂšre. Doch leider folgte die riesige EnttĂ€uschung sogleich: Da es leider nur zwei Sloughis am Start waren, galt auch dieser Lauf nicht als wirkliches Rennen, sondern wiederum bloss als sog. Schaulauf, denn als richtiges Rennen wird erst ab mind. 3 Konkurrenten gewertet. Aber es sollte noch viel schlimmer kommen: Kaum waren die beiden RĂŒden aus der Startbox raus, schon wurde Qa'ani von seinem Konkurrenten attackiert, und dies so lange bis es meinem sensiblen Qa'ani endlich zu bunt wurde und er dem Angreifer schliesslich auch seine Meinung kund tat. Der falsche Hase wurde vom Hasenzieher sehr rasch angehalten, die beiden StreithĂ€ne vom Bahnrichter als "nicht durch" gewertet, Schluss und fertig. Keine Disqualifikation fĂŒr den Angreifer, keine Laufwiederholung fĂŒr den Attackierten, da dies ja "bloss" ein Schaulauf war. Nach meinem DafĂŒrhalten eine Ungerechtigkeit sondergleichen. Aber so sind offenbar die Regeln. Immerhin, zumindest Parween und Ganador zeigten bei ihren SololĂ€ufen beide eine tolle Leistung: Parween gewohnt souverĂ€n, und Ganador startete bei seinem zweiten Lauf am Nachmittag sogar bereits aus der vorne geschlossenen Startbox: Super gemacht, mein jĂŒngster, mit noch nicht mal 16 Mt und noch kaum Rennbahn-Trainingserfahrung! Als Anerkennung erhielten alle drei ihre Medaille: Parween und Ganador je einen 1. Rang fĂŒr ihren Sololauf, da wieder einmal wie leider fast schon ĂŒblich beide die einzigen Vertreter ihrer Rasse am Start waren. Pechvogel Qa'ani erhielt sozusagen als Trostpreis ebenfalls eine Medaille, ohne Rang. Schön anzuschauen sind sie alle drei, die Medaillen!


GP Bern
   
   

 




GlĂŒckliche Windhunde in ihrem Element!

Endlich hat auch fĂŒr uns die Renn- und Coursingsaison wieder begonnen!

Am gestrigen Ostermontag durften alle unsere drei jungen Windis am Season Opening Coursing in Lotzwil dem fliegenden Hasi nachlaufen, was sie alle drei mit riesiger Begeisterung und vollem Einsatz getan haben. Fotos von Parween haben wir leider keine, da der Fotograf keine andere Wahl hatte als sein Objektiv auf einen der zwei parallel dahinfliegenden Hunde zu fokussieren.


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Da wieder mal wie leider so oft Parween und Qa'ani die einzigen Sloughis am Start waren, gab es keine Überraschungen mit zugelosten, unbekannten Laufpartnern. Die zwei lieferten sich sozusagen einen familieninternen Wettkampf, beide mit sehr viel Jagdfreude und mit fast gleich guten Bewertungen durch die Coursing-Richter. Mit ein paar wenigen Punkten Unterschied hatte Qa'ani die Nase vorn und durfte spĂ€tabends bei der Siegerehrung auf das höchste Siegerpodest hĂŒpfen. Parween blieb der zweite Rang, und beide haben sie ohne Unterschied eine tolle Leistung gezeigt!


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Mit Ganador hatten wir am eisig kalten und total verregneten Ostersamstag auf die geplante Teilnahme am Coursingtraining verzichtet. Umso mehr bin ich den Organisatoren Ă€usserst dankbar, dass Ganador zum Ende der ersten Coursing-DurchgĂ€nge noch ausser Programm einen Trainingslauf absolvieren durfte. Obschon aufgrund der unzĂ€hligen "Pannen" wegen den im matschigen, völlig durchnĂ€ssten Boden nur ungenĂŒgend stabil im Schlamm haftenden Umlenk-Rollen der eingeplante Zeitrahmen lĂ€ngst ĂŒberschritten und die FunktionĂ€re erschöpft und mit knurrenden MĂ€gen die lĂ€ngst fĂ€llige Mittagspause herbeisehnten.


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Zweiter GlĂŒcksmoment: Fotograf Rene Broger war zugegen und war so freundlich, mir zuliebe nochmals seine Kamera betriebsbereit zu stellen und den Trainingslauf von Ganador abzuwarten - unser Novize Ganador, der erstmals in voller Coursingmontur, mit roter Coursingdecke und Maulkorb ausstaffiert, in seinem Lauf wie ein routinierter "alter Hase" mit beeindruckender Jagdpassion und mit vollstem mentalem- und Körpereinsatz ĂŒber die schlammige Wiese flog, und in seinem kompromisslosen Jagdeifer den lĂ€stigen und bisher unbekannten Maulkorb schlicht vergass...   Ganador, wenn das kein Naturtalent ist...





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An der heutigen Generalversammlung unseres Rasseclubs SCOW (Schweizer Club fĂŒr orientalische Windhunde) wurden wir einmal mehr ĂŒberreich beschenkt. Als Anerkennung fĂŒr ihre guten Leistungen quer durch das vergangene Jahr 2017 erhielten unsere beiden Sloughi-Boys Parween und Qa'ani verschiedene wunderschöne Preise zugesprochen, ĂŒber die wir uns sehr freuen, und uns von ganzem Herzen bedanken möchten bei unserem SCOW-Vorstand und bei allen unseren lieben Clubmitgliedern.

Beim Club-Solorennen 2017 erreichte unser Qa'ani den ersten, Parween den zweiten Rang. Beide Jungs erhielten fĂŒr ihre Resultate diesen schönen Preis, ein Trinkglas mit Laser-Gravur, befĂŒllt mit einem leckeren Kau-Guddeli fĂŒr den Vierbeiner.


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Diesen schönen Preis, eine ebenfalls hĂŒbsch gravierte Glas-BonbonniĂšre mit Hundebisquits gefĂŒllt, erhielt Qa'ani fĂŒr seinen Sieg beim Club-Coursing 2017. Parween war damals leider disqualifiziert worden, da ihn sein Coursing-Kollege mehr interessiert hatte als die fliegende Hasenattrappe...


 


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Von diesen wunderschönen Preisen, Kristallen nachempfunden und mit eingraviertem Namen des Siegerhundes, erhielten unsere beiden Boys bei verschiedenen Jahrungswertungen je einen:
 
Parween erhielt seinen Sieg bei der Wertung "Top Ten", wo die drei besten Ausstellungsresultate des Jahres gezÀhlt werden. Diesen Sieg hat unser schöner Parween absolut verdient, tatsÀchlich hat er an allen Ausstellungen die er mitgemacht hat, und derer waren es 2017 viele, ohne Ausnahme immer den ersten Rang in seiner Klasse erreicht.
 
Qa'ani hingegen, der bei seinen Ausstellungsresultaten im vergangenen Jahr zwar nicht schlecht abgeschnitten hat, aber regelmĂ€ssig hinter seinem schönen Bruderherz zurĂŒckstehen musste, hat seinen Siegerpreis fĂŒr die Club-Wertung "Schönheit und Leistung" erhalten. Bei dieser Disziplin werden die Resultate von allen Shows, Coursings und Rennen gezĂ€hlt, wobei die drei ClubanlĂ€sse mit voller Punktzahl gezĂ€hlt werden, die andern AnlĂ€sse als Durchschnitt pro Disziplin.


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Der allerschönsten aber von all den vielen schönen Preisen, den Preis fĂŒr den Club-Champion (fĂŒr den Titel Club-Champion werden die Resultate der drei Club-AnlĂ€sse Show, Coursing und Rennen gezĂ€hlt), den hat unser Qa'ani erhalten, und dies auch nur durch einen grossen GlĂŒcksfall: Erstmals fĂŒr die Jahreswertung 2017 wurde nĂ€mlich nicht mehr statt wie bisher der Gesamtsieger von beiden Rassen (Saluki & Sloughi) als Club-Champion des Jahres mit einem Wanderpreis beehrt, sondern nun neu fĂŒr jede der beiden Rassen getrennt der Club-Champion erkĂŒrt und mit einem einmalig schönen Geschenk beglĂŒckt: Der Saluki-Sieger hatte nĂ€mlich ganz knapp die Nase vorn, und Qa'ani wĂ€re leer ausgegangen wenn die Regelung nicht an der letzten GV abgeĂ€ndert worden wĂ€re, was ich in der Zwischenzeit lĂ€ngst wieder vergessen hatte. Umso schöner nun diese Überraschung, mit der ich ganz und gar nicht gerechnet hatte!





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Der Januar bringt uns gleich zwei Geburtstage unserer lieben Vierbeiner, denn dieser Tage dĂŒrfen wir kurz nacheinander sowohl Mimi, unsere Ă€lteste, wie auch Ganador, unseren jĂŒngsten feiern!


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Milena vom Fundament, genannt Mimi, ihres Zeichens Russisch Blau Katzenschönheit, eine unserer ehemaligen Zuchtkatzen, ist vorgestern SECHZEHN!!! Jahre alt geworden, und erfreut sich noch immer bester Gesundheit. Wahrlich ein guter Grund zum feiern!


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Und heute darf auch unser Galgobub Ganador seinen allerersten Geburtstag feiern! Ganador ist so richtig Fan von unseren Katzen, und obschon er nicht allzu sanft umzugehen pflegt mit unseren Samtpfoten, Milena nimmt dem jungen wilden so schnell nichts ĂŒbel und scheint diese Begegnungen nicht nur mit grösster Gelassenheit zu dulden, sondern sogar richtiggehend zu geniessen!


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Heute verwöhnt uns ein wunderbar sonniger und warmer Silvestertag - das zu Ende gehende Jahr verabschiedet sich mit einem letzten Traumtag, den wir alle aus vollem Herzen geniessen. Die warmen Windhundpullis und WintermĂ€ntelis können diesmal getrost zu Hause bleiben, heute scheint Sonne pur. Unser Urwaldparadies lĂ€dt ein zu vergnĂŒglichen Sprints und immer neuen Entdeckungstouren: Wie lange schon waren wir nicht mehr hier! Heute aber sollen unsere drei jungen Windis vom vergnĂŒglichen, ausgelassenen rumspeeden so richtig mĂŒde werden, und dann spĂ€tabends in glĂŒcklichen TrĂ€umen die Silvester-Knallereien grösstenteils entspannt verschlafen können


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Dankbar und glĂŒcklich verabschieden wir uns vom Jahr 2017, das uns so viel schönes, interessantes, liebevolles, so viel GlĂŒck und Freude gebracht hat dass wir die Kehrseite der Medaille, die traurigen und schwierigen Momente die auch zu diesem Jahr gehören ebenfalls dankbar annehmen können: Sie geben uns die nötige Erdenschwere und Bodenhaftung, die wir ebenfalls nicht missen mögen. Adieu 2017, willkommen 2018 - wir sind gespannt was das neue Jahr uns fĂŒr Überraschungen bringen wird!


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Allen unseren lieben Freunden, Zwei- und Vierbeinern, wĂŒnschen wir von Herzen viel GlĂŒck und Freude, Gesundheit und gutes Gelingen von allen Euren PlĂ€nen und TrĂ€umen im neuen Jahr!


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Der Schweizer Windhund Rennverein SWRV lĂ€dt zum gemeinsamen Jahresabschlussfest im Clubhaus in Rifferswil. Das Wetter ist winterlich, die Hinfahrt gestaltet sich nicht ganz einfach, mit gefrierendem Schneematsch an den Scheibenwischern und seit dem Scheibenwechsel nicht ganz korrekt funktionierender Frontscheibenheizung ist die Sicht mehr schlecht als recht - glĂŒcklicherweise habe ich entschieden, zu diesem Anlass die Hundis zuhause an der WĂ€rme zu lassen, so dass wenigstens die Scheiben nicht auch noch von innen allzu sehr beschlagen werden von der Atemluft!


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Schliesslich glĂŒcklich und heil angekommen auf dem GelĂ€nde der Windhundrennbahn wird klar, im Clubhaus ist die Heizung noch nicht in Betrieb - besser also den Wintermantel noch eine Weile anbehalten... die Clubmitglieder trudeln langsam ein, aus der KĂŒche steigt ein verfĂŒhrerischer Essens-Duft. Viele Windhunde durften mitkommen, die Stimmung ist locker und vergnĂŒgt, die Tische liebevoll dekoriert, Gitarre und Soundboxen fĂŒr die musikalische Umrahmung sind einsatzbereit: Unserem gemĂŒtlichen Jahresabschlussfest steht nichts mehr im Wege.


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Das liebevoll servierte Festmenu schmeckt herrlich, zwischen den verschiedenen GĂ€ngen bleibt genĂŒgend Zeit fĂŒr angeregte GesprĂ€che und Schmuserunden mit den Vierbeinern. Streng ist man hier nicht, unsere Hunde sind echte Familienmitglieder, der eine oder andere darf auch mal auf dem Schoss von Herrchen oder Frauchen ausgiebig kuscheln oder mit den Tischnachbarn schmĂŒsele. Da ist nichts, aber auch gar nichts zu sehen von "Hunde gehören unter den Tisch, am besten man sieht und hört nichts von ihnen..." oder dergleichen strenge Regeln.


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Nach dem Hauptgang wird die Preisverleihung MULTI CUP 2017 angekĂŒndigt: Unser Verein verschenkt ECHTES GOLD an alle Hunde bzw deren Besitzer, welche nach Rasse und Geschlecht getrennt einen 1., 2. oder 3. Rang gewonnen haben in der Jahreswertung der SWRV-AnlĂ€sse. GezĂ€hlt werden die Resultate von Show, Rennen und Coursing, es zĂ€hlen die Punkte der drei besten Resultate, zudem werden fĂŒr jede zusĂ€tzlich besuchte Club-Veranstaltung nochmals 5 Punkte gutgeschrieben. Das gewonnene Gold wird charmant ĂŒbergeben von unserem PrĂ€si und Vice-PrĂ€si, elegant "verpackt" in ein gerahmtes "Diplom", welch wunderschöne Idee!


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Da unsere zwei Boys Parween und Qa'ani dieses Jahr leider als einzige Sloughi-RĂŒden die Teilnahmebedingungen erfĂŒllen, teilen sie unter sich die RĂ€nge 1 und 2, wobei Parween mit 90 Punkten den 1. Rang dotiert mit 2,5 g Gold, Qa'ani mit 84 Punkten den 2. Rang mit 2 g Gold erreicht hat. Ja, Parween hat jeden der AnlĂ€sse mit besserer Punktzahl bestritten, verglichen mit seinem jĂŒngeren "BrĂŒderchen"! Ich hatte jedoch nicht damit gerechnet dass Parween's Leistungen ĂŒberhaupt berĂŒcksichtigt werden, da er im Gegensatz zu Qa'ani ja keine Rennlizenz besitzt. Bei den Solorennen an welchen unsere beiden Sloughis teilgenommen haben wurde nĂ€mlich mitgeteilt, dass Hunde ohne Lizenz zwar mitmachen dĂŒrfen, die Resultate jedoch fĂŒr den Mulit-Cup nicht mitgezĂ€hlt werden. Nun, es wurde gezĂ€hlt, umso besser!


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Nun wurde es Zeit fĂŒr den nĂ€chsten Programmpunkt: Zettel mit Wettbewerbsfragen wurden verteilt, und sofort verfielen alle in fieberhaftes RĂ€tselraten. Rege Diskussionen untereinander und immer wieder fröhliches GelĂ€chter, die Handys wurden eifrig konsultiert, die Fragen hatten es in sich! Nach kurzer Durchsicht aller Fragestellungen war mir rasch klar geworden: Da kann ich nicht punkten! Nebst zwei sehr einfach zu beantwortenden Fragen, welche wohl jedermann richtig herausfinden wĂŒrde, war der Rest der vielen Fragen derart knifflig, dass ich mir die MĂŒhe lieber sparen wollte. Mehr Spass machte es mir, die Leute und ihre Hunde zu beobachten und da und dort einige Fotos zu knipsen auf meinem Handy. Von solchen schönen Erinnerungen habe ich definitiv mehr, als wenn ich eifrig aber wenig erfolgversprechend versucht hĂ€tte, beim Wettbewerb mitzumachen.


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Nun wurde es Zeit, mit den Hunden nach draussen zu gehen: Bewegung, frische Luft schnappen und versĂ€ubern war das Thema. Draussen ein lustiges Bild: Alle Autos, welche Vorstandsmitglieder und andere fleissige Helferlein vor dem Clubhaus abgestellt hatten, waren ĂŒber und ĂŒber verziert mit langen Eiszapfen! Inzwischen waren draussen die Temperaturen etwas angestiegen, ĂŒberfrierender Regen hatte eingesetzt und seine deutlichen Spuren hinterlassen. Zeitgleich erschienen auf unseren Handys noch und noch Warnmeldungen wegen prekĂ€ren StrassenverhĂ€ltnissen: FĂŒr den Heimweg musste ich mich also vorsehen, und die Sache noch vorsichtiger angehn als bereits auf dem Hinweg!


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Die Zeit war bereits fortgeschritten, das Servieren des Desserts war angesagt zu einer Zeit, zu der gemĂ€ss Programmansage die FestivitĂ€ten bereits hĂ€tten ausklingen sollen. Schade zwar, ich hatte mich sehr gefreut auf die abschliessende musikalische Live-Unterhaltung. Andererseits auch nicht schlimm: Auf das Dessert hĂ€tte ich ohnehin verzichten mĂŒssen weil ich Mangos nicht essen kann, beim Wettbewerb hatte ich sowieso nicht mitgemacht, und meine Hundis zuhause die wollte ich nicht lĂ€nger warten lassen. Ich verabschiedete mich also, und die nĂ€chste Überraschung liess nicht lange auf sich warten: ZurĂŒck beim Auto staunte ich nicht schlecht, denn mein gesamtes Fahrzeug war ĂŒberzogen von einer DICKEN EIS-SCHICHT!!! Bis ich endlich fahrbereit war, spĂŒrte ich keine KĂ€lte mehr, und den Heimweg nahm ich verstĂ€ndlicherweise mehr als gemĂ€chlich unter die RĂ€der!






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Dieses Jahr sind wir dem "Galgo-Club" beigetreten, ein Verein der fĂŒr die drei Windhund-Rassen Greyhound, Magyar AgĂ r und Galgo Español in der Schweiz zustĂ€ndig ist. Nach der Club-Ausstellung im SpĂ€tsommer, wo wir bereits als noch-nicht-ganz-Mitglieder ausgesprochen freundlich willkommen geheissen wurden und auch schon einige liebenswĂŒrdige Club-Mitglieder kennengelernt haben, dĂŒrfen wir nun bei unserem ersten Anlass als offizielles Mitglied mit dabei sein: Auf dem Programm steht der traditionelle GMGS-Chlaushöck, welcher dieses Jahr im gemĂŒtlichen und gerĂ€umigen Waldhaus Schöftland stattfindet. Ein sehr guter Treffpunkt fĂŒr uns, wir mussten quasi bloss ĂŒber unseren Hausberg hĂŒpfen und schon waren wir da.


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Vor dem gemĂŒtlichen Teil, welcher vor allem uns Zweibeiner sehr anspricht, geht's raus in die winterliche Landschaft zu einem erfrischenden Gruppen-Waldspaziergang mit unseren Vierbeinern. FĂŒr unser Windhund-Kleeblatt ist es ihr allererster Gruppenspaziergang, gemeinsam mit vielen vielen vielen Artgenossen. Warm eingepackt in doppelte Lagen Winterkleider machen wir uns nach dem obligaten Gruppenföteli auf den Weg, bewusst und geplant als fast-Schlusslicht, mit gebĂŒhrendem Abstand von den vorne laufenden Hunden - auf diese Weise ist die Leinen-Zieherei unseres Dreigestirns glĂŒcklicherweise nicht halb so schlimm wie befĂŒrchtet. Allerdings, all die vorneweg laufenden HĂŒndinnen hinterlassen ĂŒberall mal wieder ihren verfĂŒhrerischen HĂŒndinnenduft, so dass unsere drei Jungs beim "Zeitunglesen" ziemlichen Stress haben. Gut so, auf diese Weise werden sie die Wartezeit spĂ€ter im Auto eher mit einem Duft-Verdauungs-SchlĂ€fchen ĂŒberbrĂŒcken können.


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Der Spaziergang war wunderschön, sogar die Sonne schien ab und zu wĂ€rmend durch die Wipfel der BĂ€ume, und bald schon musste ich aus meiner dicken Winterjacke schlĂŒpfen, sie war heute definitiv zu warm. GlĂŒcklich und entspannt kamen wir nach einer guten Weile zurĂŒck zum Waldhaus, interessante GesprĂ€che hatten die Zeit im Nu verfliegen lassen. Nach der FĂŒtterung unserer drei Raubtiere durften diese sich im Auto entspannen, um welches ich vorsorglich noch als KĂ€lteschutz eine Thermofolie packte. Und nun wurde es fĂŒr uns Zweibeiner im Waldhaus erst so richtig gemĂŒtlich. Nach einem feinen Spaghetti-Essen in guter Gesellschaft kam das traditionelle Lottespiel zum Zug: FĂŒr mich Premiere! Wohl jeder von uns hat mindestens einen, wenn nicht sogar mehrere Lotto-Preise aus einer grossen FĂŒlle von Geschenken auswĂ€hlen dĂŒrfen. Ich hatte eine kleine, warme Kuscheldecke ausgesucht fĂŒr meine Hundis, wenn's mal etwas kĂŒhler werden sollte bei uns zuhause oder unterwegs.


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Es war ein wunderschöner, gemĂŒtlicher Sonntag mit netten Menschen und lieben Hunden, sogar eine blaue DoggenhĂŒndin war mit von der Partie! Unser Qa'ani war hell begeistert und wohl ĂŒberzeugt, dass seine geliebte Silja wieder zurĂŒckgekommen war! Wir danken allen Organisatoren und den vielen fleissigen Helferlein fĂŒr diesen wunderschönen, gemĂŒtlichen Vereins-Jahresausklang, und freuen uns auf kommende gemeinsame AnlĂ€sse in den nĂ€chsten Monaten und Jahren. Mein herzliches Dankeschön geht speziell auch an unseren Club-PrĂ€sidenten Rolf fĂŒr die schönen Fotos, welche ich hier zeigen darf!






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Anfang November, bei sehr unfreundlichem, nass-kaltem Wetter, haben unsere zwei Sloughis an der Schweizer Fuchsjagd auf der Windhund-Rennbahn in Lotzwil teilgenommen. Leider war sehr kurzfristig der zweite gemeldete Sloughi-RĂŒde krankheitsbedingt wieder abgemeldet worden, so dass einmal mehr sowohl Qa'ani bei der Fuchsjagd als auch Parween beim Fuchsjagd-Sololauf ohne jegliche Sloughi-Konkurrenz starten mussten - gemĂ€ss Reglement wurde also Qa'ani's Lauf als sog. Schaulauf gewertet wie ĂŒblich, wenn weniger als drei Hunde am Start sind. Schade, denn ich hatte mir erhofft, dass Qa'ani heute sein erstes Bahnrennen als LĂ€ufer in einer Gruppe wĂŒrde bestreiten können. Nichts zu machen, es sollte nicht sein. Nichtsdestotrotz, die widrigen Wetterbedingungen haben alle mit Bravour gemeistert und sogar gute Laufzeiten hingelegt. Es war ein gelungener Anlass, fĂŒr uns der Abschluss unseres ersten aktiven Jahres auf den Schweizer Windhund-Rennbahnen. Trotzdem es "nur" ein Schaulauf war, erhielt Qa'ani fĂŒr seinen 1. Rang bei der Fuchsjagd einen wunderschönen, echten Fuchsschwanz zusĂ€tzlich zu seiner Sieger-Rosette, und auch Parween erhielt eine schöne Rosette zu seinem 1. Rang beim Fuchsjagd-Sololauf.


Fuchsjagd 2017

 



 



 


Erstmals ĂŒberhaupt haben wir mit unseren drei quirligen jungen Windhunden im Wohnmobil den weiten Weg durch den Gotthard ins Tessin in Angriff genommen. Dieses Wochenende waren die Coursing-Schweizermeisterschaften angesagt, organisiert vom Windhund-Rennverein "Amatori del Levriero Lostallo". Hier wollte ich meinen Qa'ani starten lassen, welcher ja die Qualifikationskriterien fĂŒr eine Teilnahme locker erfĂŒllt. Unsere erste grosse Sorge "Stau am Gotthard" erwies sich glĂŒcklicherweise als unbegrĂŒndet. Wir hatten den Gotthardtunnel um die Mittagszeit durchquert - schlechter dran waren leider alle diejenigen, welche ab Mitte Nachmittag dort unterwegs waren, denn die Strecke war zu der Zeit wegen diverser schwerer UnfĂ€lle ĂŒber Stunden unpassierbar.
 
Die Rennbahn ist direkt an der Autobahn gelegen, in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Mini-Auto Rennbahn, deshalb insbesondere an Wochenenden ziemlich lĂ€rmig, und zu unserer Überraschung gar nicht im Tessin, sondern im Kanton GraubĂŒnden gelegen! Zweite Überraschung: Die Betreiber der Rennbahn und Organisatoren der Meisterschaften waren zumindest grossmehrheitlich wenn nicht gar allesamt keine Tessiner, sondern Deutschschweizer, welche sich hier auf dem RennbahngelĂ€nde offensichtlich in einer Art Dauer-Camping-Feriendorf gemĂŒtlich eingerichtet haben. Sogar ein sicher eingezĂ€untes, grosszĂŒgig bemessenes Hunde-FreilaufgelĂ€nde zwischen Autobahn und Rennbahn bot die einmalige Gelegenheit, unsere Windis auf unerwartete Weise verwöhnen zu können. Damit war unser Wochenende auf jeden Fall bereits gerettet, tolle Sache! DafĂŒr waren GĂ€ste-Camping und Parking eher knapp bemessen - aber da am Samstag nur einige wenige der weniger zahlreich vertretenen Windhundrassen am Start waren (Azawakh, Barsoi, Saluki, Sloughi), gab es fĂŒr uns kein Problem. Die Stimmung war locker, die Organisation entspannt und nach SĂŒdlĂ€nder-Art unkompliziert und gelassen. Aber die allergrösste wundersame Überraschung fĂŒr mich kam nachts in voller Dunkelheit, als ich die Hundis nochmals fĂŒr's dringende Pipi nach draussen fĂŒhrte: Die WeidenbĂ€ume ĂŒber unserem Wohnmobil und dem Festzelt leuchteten im allerschönsten, lebendigen Lichtspektakel: GlĂŒhwĂŒrmchen in riesiger Zahl flogen in stĂ€ndig wechselnden, wunderschönen Formationen in den Zweigen umher, einige hatten sich sogar ins Festzelt verirrt: Eine grandiose Licht-Show, schöner als jedes menschengemachte Feuerwerk!


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Wir hatten am Samstag lediglich insgesamt 36 LĂ€ufe auf dem Programm, das Zeit-Management schien also keine Probleme zu bereiten. Deshalb erstaunte es wenig, dass bereits der Beginn der LĂ€ufe mit einiger VerspĂ€tung schliesslich doch noch erfolgte. Es war dies unser allererstes Coursing mit einer Bodenzug-Anlage, wo das Seil mit dem Hasenfell nach jedem Lauf neu die ganze Laufstrecke entlang ĂŒber die im Boden befestigten Laufrollen gezogen wird, mit Hilfe eines Motor-Vehikels. Die Pausen zwischen den LĂ€ufen sind entsprechend lang. Irgendwann dann kam endlich auch unser Qa'ani an die Reihe, und er lief ganz wunderbar, mir schien alles wirklich perfekt. Seinem Begleiter widerfuhr nach einer sehr guten Startphase leider in einer steilabwĂ€rts-Passage ein Missgeschick, er stolperte und machte einen ungewollten Doppelsalto, fing sich dann aber nach einem ersten grossen Schreck zum GlĂŒck wieder auf und beendete ebenfalls seinen Lauf mit nur wenig VerspĂ€tung. Wir alle hofften natĂŒrlich, dass er sich bei seinem heftigen Sturz keine ernsthaften Verletzungen zugezogen hatte. FĂŒr's erste schien er jedenfalls unverletzt zu sein. Nach diesem Lauf aber, beim zweiten Lauf der Sloughi-RĂŒden, geschah was irgendwie bei jedem Coursing fast regelhaft passiert wenn die Sloughis an der Reihe sind: Das Seil riss, wĂ€hrend die Sloughis am laufen waren, kurz nach dem Start. Und das Seil riss beim nĂ€chsten Anlauf erneut, und dann noch ein drittes Mal: Das inzwischen vom taunassen Gras voll getrĂ€nkte, nasse und schwere Hasenfell war offenbar derart schwer geworden, dass das Zugseil irgendwo auf der Strecke an scharfkantigen Schiefersteinen scheuerte, so dass schliesslich ein lĂ€ngerer Unterbruch notwendig wurde, um die Stelle im GelĂ€nde zu finden und zu beseitigen - die LĂ€ufe zogen sich mit diesem Malheur fast endlos in die LĂ€nge, und die zwei Sloughi-RĂŒden durften ihren Lauf dann in einem vierten Anlauf ganz am Ende des Vormittags-Programmes endlich doch noch absolvieren!


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Inzwischen war mir klar geworden, dass entgegen meiner Annahme sogar hier bei der Schweizermeisterschaft die Möglichkeit bestand, mit nicht-lizenzierten Hunden ProbelĂ€ufe zu absolvieren. Insbesondere heute Samstag stand die Chance gut, weil so wenige regulĂ€re LĂ€ufe auf dem Programm standen. Ich packte natĂŒrlich die Gelegenheit und bewarb mich fĂŒr je einen Probelauf mit Parween und Ganador, was zu meiner grossen Freude schliesslich auch bewilligt wurde. Im Anschluss an die VormittagslĂ€ufe durfte als erster mein Parween laufen. Er war der erste LĂ€ufer, der den inzwischen bereits fĂŒr die zweiten LĂ€ufe am Nachmittag umgestellten Parcours testen durfte. Das Ganze war dann offensichtlich noch nicht ganz ausgereift, mit grossem Schrecken konstatierten die Organisatoren eine sehr heikle Stelle wo die Hunde Gefahr laufen wĂŒrden, mit einer Hausecke im GelĂ€nde zu kollidieren - glĂŒcklicherweise nahm Parween diese kritische Stelle mit Bravour, aber der Parcours hatte es in sich, mit einer sehr steil ansteigenden Strecke im letzten Drittel, wenn die Hunde bereits eine ganze lange Strecke ebenaus in vollem Tempo gelaufen sind. Auch unser Ganador, der seinen Probelauf nach der Mittagspause direkt vor den offiziellen zweiten LĂ€ufen absolvieren durfte, bewĂ€ltigte diesen eigentlich zu strengen Parcours quasi "mit links". Er lief den allerersten Coursinglauf seines jungen Lebens wie ein erfahrener Rennhund ohne jegliches Zögern, und kam im Ziel an ohne die geringsten Erschöpfungszeichen: Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer zeigt der junge Wichtelmann, es ist wirklich erstaunlich! Nach den ProbelĂ€ufen aber musste der Parcours nochmals umgestellt werden, die Richter befanden das SteilstĂŒck als zu anspruchsvoll...


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Die zweiten LĂ€ufe am Nachmittag konnten anschliessend allesamt ohne weitere Komplikationen absolviert werden. Qa'ani war zu meinem grossen Erstaunen erneut mit seinem Laufpartner vom Vormittag eingeteilt. Ich war darĂŒber nicht wirklich glĂŒcklich, da somit ein Vergleich mit den andern zwei RĂŒden gar nicht möglich war. GemĂ€ss Reglement musste ich also leider davon ausgehen, dass Qa'ani im ersten Lauf als zweitschlechtester der vier Sloughi-RĂŒden gewertet worden war, die Hoffnung auf eine gute Platzierung konnten wir damit bereits begraben. Wiederum lief Qa'ani auch am Nachmitag nach meinem DafĂŒrhalten tadellos, wĂ€hrenddessen sein Begleiter den Hasen einige Male aus den Augen verlor, stehen blieb, aber dann schliesslich doch ins Ziel gelaufen kam, mit einiger VerspĂ€tung. Qa'ani schien nach diesem zweiten Lauf völlig in Ordnung, doch nach einer kurzen Pause zurĂŒck im Wohnmobil brachte ich meine drei Windis nochmals zur Freilaufwiese wo ich mit grosser Sorge feststellte, dass Qa'ani an seiner linken Vorderpfote ganz leicht hinkte. Die Untersuchung ergab einen eindeutigen Schmerzpunkt im Bereich der Innenzehe am letzten Zehenglied bzw am Krallenansatz. Hoffentlich war es keine Fraktur oder ernsthafte Zerrung! Nicht allzu selten fĂŒhrt ein abrupter Stopp zum Einstauchen der Kralle.... SpĂ€ter, nach einem wohlverdienten spĂ€ten Mittagessen und einer guten Stunde Tiefschlaf fĂŒr die drei Hundis hinkte mein armer Qa'ani so deutlich, dass ich fast Skrupel hatte, den armen Wicht zur Siegerehrung mitzubringen. Die RangverkĂŒndigung zeigte dann was ich bereits vermutet hatte: Qa'ani erhielt den dritten Rang zugesprochen, die beiden RĂŒden welche den ersten Lauf wegen der Pannen viermal beginnen mussten hatten offensichtlich bei den Richtern einen Sonderbonus in der Bewertung erhalten, und teilten sich die vordersten zwei RĂ€nge. Dies ist der einzige Punkt bei den Coursings, nebst der Verletzungsgefahr natĂŒrlich, der fĂŒr mich eine Art Wermutstropfen darstellt: Genauso wie bei den Schönheitswertungen sind auch hier die Bewertungskriterien sehr weich und "gummig", also steht fĂŒr die Richter TĂŒr und Tor offen fĂŒr meiner Meinung nach völlig beliebige Bewertungen fĂŒr alle die Hunde, welche im Prinzip tadellos laufen. Ein oder zwei Punkte mehr oder weniger, das ist schlicht Zufall bzw sehr subjekti geprĂ€gt, und macht dennoch den Unterschied zwischen Sieger und Verlierer. Nach dieser kleinen EnttĂ€uschung fĂŒr mich endete das Abenteuer Coursing-SM fĂŒr uns dann aber doch noch glĂŒcklich und positiv: Auch die RĂŒckfahrt durch den Gotthard verlief fĂŒr uns wiederum ohne jeglichen Stau, trotz eigentlich erwartetem Ferienende-RĂŒckreiseverkehr, und mein Qa'ani war spĂ€tabends als wir nach der langen RĂŒckfahrt wieder zuhause waren völlig wiederhergestellt, kein Hauch von Hinken mehr, trotzdem er von mir keine Schmerzmittel erhalten hatte. Dies ist fĂŒr mich das wichtigste: Nach einem solchen Abenteuer mit gesunden, glĂŒcklichen Hunden wieder zuhause zu sein.





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Eigentlich wĂ€re heute auf der Windhund-Rennbahn in Rifferswil ein Derby angesagt gewesen - dafĂŒr hĂ€tte ich meine Hunde nicht angmeldet. Parween hĂ€tte wegen fehlender Rennlizenz ohnehin bloss einen kurzen Einlage-Sololauf ausser Konkurrenz machen können, und fĂŒr meinen sensiblen Qa'ani konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, ihn möglicherweise in einem vollen Feld starten zu lassen, wo gleichzeitig sechs Hunde sich aus ihren Startboxen stĂŒrzen und dem Hasen nachhetzen. Aber dann ist alles anders gekommen!
 
Das Derby wurde sehr kurzfristig abgesagt, wegen zu wenigen gemeldeten Hunden. Der Hauptgrund fĂŒr das Ausbleiben der Meldungen ist wohl, dass am kommenden Wochenende die Coursing-Schweizermeisterschaften in Lostallo stattfinden - die Hundebesitzer wollten wohl kein Risiko eingehen, dass ihre Hunde sich vielleicht am Derby eine Verletzung zuziehen wĂŒrden. Nun aber, gut fĂŒr uns, anstelle des Derby wurde kurzfristig umgestellt und ein Solorennen organisiert. Da wollte ich meine Sloughis laufen lassen, beide konnten jetzt ja regulĂ€r mitmachen!


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Der dichte Nebel am frĂŒhen Morgen löste sich rasch auf, und bei Rennbeginn lachte wie schon seit Tagen die strahlende Herbstsonne vom Himmel: Ideales Renn-Wetter, nicht zu kalt, nicht zu heiss, und der heitere Sonnenschein vom blauen Himmel schien alle freundlich und fröhlich zu machen, Zwei- und Vierbeiner! Die Hunde liefen alle problemlos, die Grasbahn war weich und angenehm zu laufen, es gab keinerlei UnfĂ€lle und wir kamen mit dem Programm zĂŒgig vorwĂ€rts. Wie ĂŒblich der erste Lauf am Vormittag, und nach der Mittagspause dann der zweite Lauf - leid tat mir einzig unser junger Galgo Ganador, der zwar ebenfalls in den Pausen ausgedehnte SpaziergĂ€nge in der Umgebung unternehmen und auch die Rennbahnstimmung immer mal wieder geniessen durfte: Doch WIE GERNE wĂ€re auch er heute auf der Bahn gelaufen!!!


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Doch dann, welch schöne Überraschung: Wir waren gerade zur rechten Zeit beim Clubhaus in der NĂ€he der Startboxen angekommen, als die regulĂ€ren LĂ€ufe eben zu Ende gegangen waren und ich wie zufĂ€llig jemanden etwas sagen hörte von "kurze Gerade" - sofort war ich alarmiert, schob mich mit meinem Ganador zwischen den GebĂŒschen durch zu den Startboxen und sah dort was ich vermutet hatte: Einige Vereinsmitglieder standen da und waren offensichtlich im Begriff, einige junge Hunde ausser Plan noch mit dem Hasi spielen zu lassen bzw fĂŒr sie noch einige Trainings-Geraden zu ziehen. Freundlicherweise bekam auch mein Ganador nun die Chance, wie bereits beim Training eine Woche zuvor altersentsprechen die Startgerade mit auslaufender erster Kurve laufen zu dĂŒrfen. Und diesmal wollte ich den Versuch wagen, Ganador direkt und ohne jegliche VorĂŒbung durch die (vorne und hinten offene) Startbox zu starten. Es gelang, Ganador lief ohne jegliches Zögern mit Feuereifer durch die Startbox dem gezogenen Hasen nach! Super gemacht, mein junger Galgo! Ganador ist echt Fan der Rennbahn, das ist unverkennbar!


solorennen 3


Am frĂŒhen Abend dann Rangverlesen und die Siegerehrung: Von den drei Sloughi-RĂŒden am Start (keine einzige Sloughi-HĂŒndin war gemeldet!) erreichte diesmal unser Parween den ersten Platz, Qa'ani Platz zwei. Super gemacht, meine Jungs, ich bin wirklich stolz auf euch! Und mit mindestens drei Hunden in derselben Klasse bekam Parween auch eine hĂŒbsche SchĂ€rpe umgelegt fĂŒr's Siegerfoto: Da steht natĂŒrlich noch der ursprĂŒnglich geplante Titel "SWRV Derby 2017" drauf, die SchĂ€rpen lagen ja bereits fixfertig bereit als das Derby abgesagt und durch das Solorennen ersetzt worden war. Egal, Parween trĂ€gt seine Auszeichnung mit WĂŒrde! Und da das offizielle Siegerfoto mit den drei Sloughis auf dem Podest auch Tage nach dem Rennen nicht aufgeschaltet ist, hier also ein Ersatz-Foto mit unserem geschmĂŒckten Parween in unserem Garten. Auch sehr hĂŒbsch!






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Ein wunderschön warmer und sonniger, goldener Herbsttag - heute fahren wir nach lĂ€ngerer Zeit wieder einmal zu einem Rennbahntraining, in Rifferswil. Parween und Qa'ani dĂŒrfen mal wieder ohne den störenden Maulkorb laufen, es soll diesmal einfach Freude und VergnĂŒgen sein fĂŒr die beiden. Die Begeisterung steht den zwei Sloughis ins Gesicht geschrieben und leuchtet in ihren Augen, ein wunderschönes Bild ihnen zuschauen zu dĂŒrfen wie sie voll in ihrem Element ĂŒber die Rennbahn flitzen!


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Am Rand der Rennbahn ein langes Objektiv, eine junge Lady ist am fotografieren! Freundlich erklĂ€rt sie mir, sie sei mit ihrem neuen Objektiv erst mal am ĂŒben, könne nicht versprechen dass die Fotos gelingen wĂŒrden. Ich hoffe natĂŒrlich auf ein paar schöne Fotos von meinen begeisterten Rennhunden ohne Maulkorb! Auf dem Bild nebenan ist Qa'ani zu sehen, der riesigen Spass daran hat, diesmal ausnahmsweise das Hasenfell nach begeisterter Jagd auch mal wirklich mit den ZĂ€hnen fassen zu können!


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Und nun ist auch unser Rennbahn Novize Ganador an der Reihe! Ohne dass wir jemals als VorĂŒbung sogenannte Reizangelspielchen mit dem Hasenfell gemacht hĂ€tten - solches schien mir völlig ĂŒberflĂŒssig nachdem mein junger Galgo ja bereits beim Zuschauen kaum mehr zu halten war vor reinster Jagdbegierde - liess ich meinen jungen Springinsfeld neben den Startboxen aus der Hand starten, und wie es nicht anders zu erwarten war: Ganador flitzte los und in vollem Tempo dem Hasi nach, bis der Hasenzieher wie zuvor vereinbart diesen ersten Baby-Lauf nach der ersten Kurve verlangsamte und das Hasenfell zum Stillstand kam.


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Am ruhenden Hasenfell, der Hase war ja jetzt tot, flaute Ganador's Interesse an dem Jagdobjekt rasch ab. Er schaute sich um und suchte nach mir, die ich lĂ€ngst nicht so rasch wie mein begeisterter Windhund Richtung Ziel keuchte. Er machte mir glĂŒcklicherweise meinen Job sehr einfach, indem er bald fröhlich und stolz mir entgegenlief. Mein super Galgoboy, du hast den allerersten Lauf deines Lebens auf der Rennbahn mit Bravour gemeistert, ich bin sooo stolz auf dich!
 
Mein herzlicher Dank geht an Bea Koller fĂŒr die wunderschönen Fotos meiner drei Windhunde ohne Maulkorb auf der Rennbahn! Super gelungen, trotz neuem Objektiv!





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DemnĂ€chst werden nicht mehr bloss unsere beiden jungen Sloughis mitmachen dĂŒrfen an den Trainings und WettkĂ€mpfen auf der Rennbahn und im Coursingfeld; unser junger Galgo Ganador ist inzwischen kein Baby mehr, auch er darf nun demnĂ€chst beginnen mit seinen allerersten Renntrainings! FĂŒr mich ist es eine echte Herausforderung, meine rennbegeisterten Windhunde an solchen AnlĂ€ssen sicher an der Leine fĂŒhren zu können, denn dann wollen sie alle drei nur noch eines: JAGEN! - und alle drei stemmen sich bei solchen Gelegenheiten noch viel stĂ€rker als sonst schon in die Leine. Da werden immer veritable BĂ€renkrĂ€fte frei! Das A und O um solche Situationen fĂŒr mich wenigstens akzeptabel ertrĂ€glich und sicher zu machen sind Renn- und Coursingtaugliche Leinen, die ich nicht bloss sicher und rutschfrei in der Hand halten kann, sondern welche sich zudem innert Sekunden und auch einhĂ€ndig weit genug einstellen lassen, um die Halsung unmittelbar vor dem Startsignal und anschliessend wieder beim Einfangen des Hundes im Zielraum problemlos ĂŒber den Hundekopf inklusive den montierten Maulkorb streifen zu können.


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Solche spezielle, stabile Zug-Stop-Halsungen mit integrierter Leine aus robustem Leder gefertigt, konnte ich an einem der vergangenen CoursinganlĂ€sse kĂ€uflich erwerben von einem versierten hollĂ€ndischen Hersteller - in ihrer Machart sind sie im Prinzip ĂŒberzeugend und absolut funktional. Leider jedoch ist bei diesen gekauften Exemplaren das Leder fĂŒr meine BedĂŒfnisse deutlich zu hart am zarten Windhund-Hals, zudem ist das Leinenteil viel zu lang und auch zu hart und rutscht mir bei starkem Zug durch die Hand, also alles in allem nicht genau das was mir ideal erscheint. Nun also, selbst ist die Frau, genĂŒgend stabile und doch weiche Ledermaterialien fĂŒr Halsteil und Leine hatte ich von frĂŒheren Lederarbeiten noch vorrĂ€tig, also machte ich mich kurzentschlossen an die Arbeit.


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Das robuste, recht dicke und doch weiche und griffige Leinenleder ohne scharfe Kanten in einem StĂŒck auch durch das Halsteil gezogen, so dass keinerlei Metallteile, keine D-Ringe, Karabiner oder Schnallen und Löcher als potenzielle Soll-Bruchstellen vorhanden sind (unsere kraftstrotzenden Windis reissen erfahrungsgemĂ€ss jeden noch so stabil wirkenden D-Ring und jedes Schnallen-Loch im Leder auseinander!), das Halsteil gut und weich gepolstert mit beiderseits je drei dicken aber doch weichen Lagen von stabilem Softleder, die Leine kurz genug um den Radius der ungestĂŒm umherhĂŒpfenden Jungspunde in akzeptablen Grenzen zu halten, angenehm weich in der Hand und griffig genug, dass ich die Leine bei Bedarf auch direkt beim Halsteil sicher fassen kann: Dies sind die Ingredienzen meiner Eigenkreation selbstgefertigter Coursingleinen. Und natĂŒrlich, auch hĂŒbsch sollen sie ausschauen und unverwechselbar individuell, aus verschiedenfarbigem Leder, mit einer bunten Borte verziert, passend in der Farbkombination fĂŒr jeden meiner schönen Windhunde.


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Die benötigten Klein-Metallteile, insbesondere ein tauglicher Stopper, konnte ich leider hier in der Schweiz so auf die schnelle nirgends finden - wurde aber fĂŒndig in einem Online-Shop in Tschechien! Eine riesige Auswahl im aktuellen Angebot, der Online-Shop perfekt und bedienungsfreundlich organisiert, die Preise fast unverstĂ€ndlich gĂŒnstig: Am Montagabend bestellt, am Dienstagmorgen bereits die Lieferung als vollstĂ€ndig vorbereitet gemeldet und die Proformarechnung geschickt, den Betrag gleichentags online ĂŒberwiesen und am Mittwoch die Sendung losgeschickt - inklusive Verzollung hatte ich das Paket bereits am Donnerstag in der Hand!!! Trotz Vorauskasse schneller eingetroffen als bisher jede Sendung innerhalb der Schweiz, ganz zu schweigen von den extrem vorteilhaften Preisen, trotz Zusatzkosten fĂŒr Expresstransport und Verzollung! An meinen sechs Halsungen, je zwei fĂŒr jeden meiner Windis, hatte ich bereits am Dienstag begonnen ohne Zeitdruck zu arbeiten - ich rechnete keinesfalls mit einer derart raschen Lieferung - und so wurden die selbstgefertigten Coursingleinen bereits am Freitag alle einsatzbereit fertig, so dass ich sie am Freitagnachmittag bei einem hĂŒbschen Waldspaziergang fĂŒr einen ersten Funktionstest an meinen Windis ausprobieren konnte: Sie funktionieren perfekt!





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AnlĂ€sslich des traditionellen Azawakh-Coursings, dieses Jahr zu Gast auf dem GelĂ€nde der Windhundrennbahn Lotzwil, wurde das offizielle Club-Coursing 2017 des Orientalenclubs (Salukis und Sloughis) durchgefĂŒhrt. Es waren diesmal eine erfreuliche Anzahl Sloughis am Start, und mit den insgesamt sieben gemeldeten Sloughis konnte sogar gemĂ€ss Coursing-Reglement das CACIL vergeben werden. Vorbedingung fĂŒr eine Bewerbung um's CACIL sind mind. 6 Hunde am Start, sowie fĂŒr den Bewerber ein Richterbericht von einer Internationalen Ausstellung mit der Mindestbewertung "sehr gut", eine Bedingung welcher unser Qa'ani dank seinem "vorzĂŒglich 1. Rang" in Kreuzlingen problemlos erfĂŒllte. Ich hatte also das entsprechende KĂ€stchen angekreuzt bei seiner Anmeldung, obschon ich keinesfalls damit rechnen konnte dass er diesen Punkt zugesprochen bekommen wĂŒrde, in Konkurrenz mit den vielen Coursing-erfahrenen andern Sloughis. Aber, versuchen kann man's ja!


clubcoursing 1


Qa'ani machte seine Sache sehr gut. Diesmal lief er beide LĂ€ufe ohne jegliche Pannen, und dank seinen zwei guten Bewertungen reichte ihm das Schlussresultat fĂŒr den guten dritten Platz hinter zwei erfahrenen Sloughias, wiederum als punktbester der teilnehmenden RĂŒden. Sehr ĂŒberrascht war ich dann doch bei der Siegerehrung, als ich sein Leistungsheft in die Hand gedrĂŒckt bekam mit gleich zwei hineingeschobenen Karten: Qa'ani hatte sowohl die grĂŒne Karte fĂŒr's CACL (Nationaler Coursing-Champion; fĂŒr die Vergabe reichen 3 Hunde derselben Kategorie am Start, heute also je 1 CACL fĂŒr die beste HĂŒndin und den besten RĂŒden) wie auch die gelbe Karte fĂŒr's CACIL zugesprochen bekommen! Und dies, obschon die beiden besser bewerteten HĂŒndinnen ebenfalls die Vorbedingungen fĂŒr's CACIL erfĂŒllten! Irgendwie mussten deren Besitzer vergessen haben, ihre Hunde fĂŒr diese Wertung anzumelden! Nun hat also unser Qa'ani bereits seinen ersten nationalen wie auch seinen ersten internationalen Coursing-Leistungspunkt gewonnen, damit hatte ich nie und nimmer gerechnet! Insgesamt braucht es fĂŒr den Internationalen Coursing-Champion Titel drei CACIL, fĂŒr den nationalen Titel vier CACL Punkte, welche je ĂŒber mind. 1 volles Jahr vom ersten bis zum letzten Punkt gesammelt werden.

Erst im Nachhinein habe ich fĂŒr Qa'ani noch eine weitere grĂŒne Karte zugeschickt bekommen: Qa'ani hat bereits beim Coursing der Combi-Trophy Ende August in Lotzwil seinen allerersten CACL-Punkt erhalten, was damals bei der Siegerehrung irgendwie vergessen gegangen war! Schöne Überraschung!


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Parween durfte genauso wie sein Bruderherz Qa'ani an diesem Coursing laufen. Allerdings verzichtete ich darauf, ihn fĂŒr den offiziellen Wettkampf anzumelden. Das Risiko war mir einfach zu gross, dass er wiederum statt der Hasenattrappe nachzuhetzen seinem Laufpartner nachlaufen wĂŒrde. Eine erneute Disqualifikation wollte ich nicht schon wieder riskieren. Nicht bloss weil nach der zweiten Disqualifikation innert eines Kalenderjahres eine Sperre von 1 Monat ausgesprochen wird, und nach einer dritten Disqualifikation eine 2-Monats-Sperre, und eine vierten Disqualifikation innert zweier Kalenderjahre den Entzug der Lizenz zur Folge hat - ein Windhund mit einem derartigen Verhalten macht sich auch keine Freunde in der Szene. Parween durfte aber doch beide CoursinglĂ€ufe absolvieren, jeweils vor Beginn der eigentlichen Wettbewerbe und als Sololauf ausser Konkurrenz, ohne Bewertung. Auch Parween machte seine Sache sehr gut, allerdings war er nach dem zweiten Lauf am Nachmittag, welcher ungewohnt lang, heisst ĂŒber ganze 900 Meter (statt wie sonst meistens ĂŒber ca 700 - 800 m) gezogen wurde, recht erschöpft - seine Ausdauer-Kondition ist eindeutig weniger gut als diejenige von dem mageren Leichtgewicht Qa'ani, welcher auch diese lange Distanz ohne sichtbare ErmĂŒdungszeichen meisterte. FĂŒr mich persönlich war diese Lösung perfekt, hatte ich doch diesmal jeweils lediglich einen einzigen Sloughi am Start, was fĂŒr mich die ganze Sache deutlich vereinfacht! Zwei ungestĂŒm wilde, hoch-triebige Sloughi-RĂŒden gleichzeitig zum Coursingfeld zu fĂŒhren, und dann im entscheidenden Moment eine helfende Hand zu finden welche den zweiten RĂŒden in Obhut nimmt wĂ€hrend ich den andern zum Start bringe, das ist fĂŒr mich jeweils doch immer ein Kraftakt und eine grosse Herausforderung!


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Auch die Siegerehrung war unter diesen UmstĂ€nden natĂŒrlich fĂŒr mich und meinen Qa'ani Ă€usserst entspannt: Anders als viele andere teilnehmende Hundebesitzer, welche teilweise sogar vier oder noch mehr Hunde am Start haben und somit auch an der Siegerehrung alle platzierten gleichzeitig zeigen sollen und wollen (da reicht eine Ehepartnerin nicht mehr, es braucht auch noch zusĂ€tzlich verschiedene Freunde um die vielen Hunde zeigen zu können!), konnte ich mich nun gĂ€nzlich und alleine meinem Qa'ani widmen, der sich auf dem niedrigsten Treppchen des drittplatzierten ganz wohl zu fĂŒhlen schien. Schön ist, dass an solchen eher kleinen AnlĂ€ssen alle platzierten Hunde geehrt und gezeigt werden, auch wenn fĂŒr sie keine Treppenstufen mehr vorhanden sind. So sind hier auf den beiden Fotos alle sieben teilnehmenden Sloughis zu sehen, sozusagen die ganze Sloughi-Familie! Denn: Siegen ist so oft einfach GlĂŒcksache, teilnehmen ist alles! (Fotos von Ester Eigenmann, herzlichen Dank!)






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... und meine Seele spannte
weit ihre FlĂŒgel aus
flog durch die stillen Lande
als flöge sie nach Haus...

... run free, liebe Silja
mein anhÀngliches, herzensgutes DoggenmÀdchen


Silja RIP

 

 

 



 




Bei wunderschönem Herbstwetter durften unsere zwei Sloughi-Jungs heute auf der Rennbahn ihre Schnelligkeit bei der Jagd auf das Hasenfell auf die Probe stellen. Die Solo Trophy 2017 auf der Windhundrennbahn in Rifferswil stand auf dem Programm. Da sowohl lizenzierte wie auch nicht-lizenzierte Windhunde zugelassen waren, durften sowohl Qa'ani wie auch Parween teilnehmen. Diesmal hatten wir GlĂŒck, ausser unseren zwei jungen Boys waren noch drei weitere Sloughis gemeldet, davon eine HĂŒndin in der Veteranen Klasse. Ich hatte also erstmals die Gelegenheit eine Idee davon zu bekommen, wie schnell meine beiden ZweijĂ€hrigen auf der Rennbahn unterwegs sind im Vergleich zu andern Sloughis. Und da Rifferswil so nah an unserem Wohnort liegt hatte ich die Chance, ĂŒber Mittag kurz nach Hause zu fahren um die zuhause gebliebenen zu betreuen, und konnte dann fĂŒr den Nachmittag auch unseren jungen Galgobub Ganador zur Rennbahn mitnehmen: Auch fĂŒr ihn wurde es ein absolut unteressanter, ereignisreicher Tag, auch wenn der Kleine natĂŒrlich noch nicht auf der Rennbahn laufen darf.


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Alle vier in der regulĂ€ren Klasse startenden Sloughis absolvierten ihre beiden LĂ€ufe problemlos. Auch unser Qa'ani, der ja in naher Vergangenheit regelmĂ€ssig Probleme gezeigt hatte mit der Startbox, wo er sich drinnen gedreht und dadurch beim Start immer viel Zeit verloren hatte, kam diesmal bei beiden LĂ€ufen problemlos aus der Startbox raus: Dies war fĂŒr mich das allerschönste Erlebnis heute! Bei beiden LĂ€ufen gelang einem meiner beiden Boys die beste Sloughi-Zeit: Im ersten Lauf lag Qa'ani knapp vorne, im zweiten Lauf am Nachmittag lief Parween schneller, und in der Gesamtwertung lag dann Qa'ani mit hauchdĂŒnnem Vorsprung vorne: Unser drahtiger Qa'ani gewann damit eine wunderschöne Siegerdecke! Darauf darf er schon ein wenig stolz sein, auch wenn in den heutigen Sloughi-LĂ€ufen die Zeiten der drei RĂŒden sehr sehr nah beieinander lagen und der Sieg damit eher GlĂŒcksache war.


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Unser sĂŒsser Sloughi-Bub Qa'ani ist heute zwei Jahre alt geworden. Wir lieben den anhĂ€nglichen und verschmusten, herzallerliebsten, drahtigen kleinen Kerl ĂŒber alles! Qa'ani hat sich in den letzten paar Monaten - wohl nicht zuletzt auch aufgrund einer gewissen Konkurrenz gegenĂŒber unserem jungen, quirligen, ĂŒberaus frechen Galgo-Baby Ganador - sehr gut entwickelt. Er zeigt sich inzwischen nicht mehr als das kleine, ziemlich schĂŒchterne WichtelmĂ€nnlein, das gegenĂŒber dem stolzen und selbstsicheren Parween fast ein wenig untergeht. Qa'ani ist so richtig am aufblĂŒhen!


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Wo er aber so richtig zeigt was in ihm drinnen steckt, das ist im freien Auslauf bei den Wettrennen mit seinen beiden Windi-Kumpels, und auch auf der Rennbahn und im Coursingfeld: Hier hat Qa'ani eindeutig seine grosse StÀrke, hier kann er seine Jagdpassion so richtig ausleben und zeigt seine grosse Freude an der Bewegung, sowie auch eine bemerkenswerte Ausdauer. Bloss die Krux mit der Startbox, da muss er noch etwas dazulernen. Erstaunlich was in dem kleinen, drahtigen Kerlchen so alles drinnen steckt an Energie!


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Die Teilnahme an der SwissCombiTrophy 2017 in Lotzwil reizte uns aus verschiedenen GrĂŒnden: Einerseits weil am Ausstellungstag auch die Clubsiegershow des Grey - Magyar Agar - Galgo Clubs stattfand, wo wir unseren Ganador auch zeigen wollten und hofften, einige schöne Kontakte zu knĂŒpfen mit den Schweizer Galgo-Leuten. TatsĂ€chlich, Ganador musste hier zum ersten Mal in seiner Ausstellungs-Karriere nicht als einziger Vertreter der JĂŒngstenklasse im Ring stehn, er hatte sowohl einen jungen RĂŒden als direkten Mitkonkurrenten, und etwas spĂ€ter durfte er sich sogar noch gegen eine sĂŒsse junge Galga um den JĂŒngsten-Rassesieg bewerben. Die hĂŒbsche Awanatas Belinda aus dem jĂŒngsten Wurf unserer einzigen Schweizer Galgo-Zucht erhielt schliesslich die schöne Auszeichnung JĂŒ-BOB, wĂ€hrend unserem Ganador die Auszeichnung JĂŒ-BOS zugesprochen wurde: Wie schön! Anschliessend ans Richten wurde ich freundlicherweise zur Teilnahme am Club-Apero eingeladen, obschon wir noch gar nicht als Mitglied angemeldet sind: So unkomplizierte und freundliche Menschen habe ich hier kennengelernt, in diesem Club werde ich sehr gerne Mitglied!
(Die beiden Siegerfotos im Ring wurden aufgenommen vom Club-Fotograf: Ganz herzlichen Dank!!)


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Auch Parween zeigte sich an der Show von seiner besten Seite: Richter Wim Wiersma aus Holland beeindruckte mich durch seine sehr sorgfĂ€ltige, genaue und freundliche Bewertung der Hunde, und insbesondere beurteilte er auch tatsĂ€chlich jeweils den Hund, und nicht in erster Linie eine perfekte oder auch weniger perfekte PrĂ€sentation. Parween gewann nicht nur erwartungsgemĂ€ss das Stechen gegen seinen jĂŒngeren Bruder Qa'ani und erreichte damit mangels weiterer RĂŒden-Konkurrenz den Titel "Bester Sloughi-RĂŒde", sondern er gewann spĂ€ter sogar noch gegen die schönste Sloughia den Rassesieg: Unser schöner Parween, er hat es wieder geschafft! Mein herzliches Dankeschön an unseren Richter! Nicht brillieren hingegen konnte Parween tags darauf am Coursing: Bereits beim ersten Lauf zeigte sich, dass Parween viel weniger Interesse aufbringt fĂŒr das ĂŒber den Parcours fliegende Hasenfell mit den FlatterbĂ€ndern, sondern einfach die sich endlich bietende Gelegenheit packen wollte, mit seinem Mit-LĂ€ufer ein kleines Spielchen anzuzetteln: Parween war damit disqualifiziert, Ende lustig. Er war damit draussen aus der erhofften Kombinations-Wertung: Schade! Und dies in seinem allerersten Coursing nach erfolgreich erlangter Coursing-Lizenz! Wirklich mehr als peinlich!


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Unser SchĂ€tzchen Qa'ani hingegen, welcher sich im Ring ganz gut zeigte und inzwischen lĂ€ngst nicht mehr so schĂŒchtern dasteht wie erst noch, er durfte so kurz vor seinem zweiten Geburtstag nochmals, zum allerletzten Mal, in der Zwischenklasse starten und hatte so doch die Chance, seinen CAC-Punkt zu gewinnen. Was ihm dann tatsĂ€chlich auch gelungen ist: VorzĂŒglich 1 und CAC, toll! In direkter Konkurrenz zu Parween wĂ€re dieses Resultat wohl ein Ding der Unmöglichkeit, denn Parween gewinnt im Ring IMMER gegen Qa'ani. Dann aber, am Sonntag beim Coursing, da konnte Qa'ani so richtig auftrumpfen: Im ersten Lauf am Vormittag, nach einer fast unendlich scheinenden Wartezeit wĂ€hrend der Hasenzug mehrfach gerissen war und wieder repariert werden musste, lief unser kleiner, drahtiger Qa'ani top-motiviert einen tollen Lauf, und wurde gar als zweitbester aller Sloughis gewertet! Super gemacht, mein kleiner sĂŒsser Qa'ani mit dem grossen Herz eines echten Rennhundes!


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Jedoch leider, im zweiten Lauf am Nachmittag startete unser Coursing-Novize gleich im ersten Sloughi-Lauf in Begleitung der bestbewerteten erfahrenen Sloughia, und nun geschah das Malheur kurz nach dem Start: Qa'ani folgte mit Feuereifer direkt der davonfliegenden Hasenattrappe und hielt nach rechts, wĂ€hrend die jahrelang erfahrene CoursinglĂ€uferin die AbkĂŒrzung wĂ€hlte und nach links hielt: Es kam zu einer heftigen Kollision der LĂ€ufer, unser Sensibelchen Qa'ani war danach sichtlich durcheinander und verstand die Welt nicht mehr. Er lief zwar tapfer weiter, immer dem Hasi nach, aber sein gewohnter Eifer fehlte vollstĂ€ndig, seine ganze Jagd-Energie war verpufft. Die Wertung war dann entsprechend schlecht, und im Schlussresultat erreichte unser Qa'ani leider bloss noch den letzten Schlussrang aller platzierten Sloughis. Dennoch, ein kleiner Trost: Da Qa'ani nach Parween's Ausscheiden aus der Kombiwertung der einzige verbleibende RĂŒde war, erhielt er doch noch seine Urkunde als Sieger S + L (Schönheit und Leistung) von allen SloughirĂŒden, und verdiente sich damit seinen Lorbeerkranz! Naja...   trotzdem schön, unser schmucker Qa'ani mit dem Lorbeerkranz auf dem S+L-Siegerfoto!





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Flieg, schöne Seele, flieg
Federleicht und frei
Mein Seelenhund mit den Menschenaugen
Mein Charengo

CH RIP 
 

   
   


Die grossen, internationalen Hundeausstellungen in der Halle, wo alle Rassen ausgestellt werden und deshalb auch riesige Menschen- und Hundemassen vor Ort sind, die sind so gar nicht unsere Sache. Viel lieber sind uns die kleinen nationalen Nur-Windhunde Ausstellungen auf der grĂŒnen Wiese: Kleinere AnlĂ€sse mit der Chance, in vertrauter AtmosphĂ€re verschiedenste liebe Hunde- und Menschenbekanntschaften machen oder auffrischen zu können - am besten noch an einem schönen Ort auf einer unserer Rennbahnen, wo der Anfahrtsweg kurz ist und die Möglichkeit besteht, mit unserem fahrenden FerienhĂ€uschen, unserem Wohnmobil hinzufahren und den Hundis echte Entspannung bieten zu können vor und nach ihren EinsĂ€tzen im Show-Ring direkt nebenan. Da bietet sich dann auch eine gute Gelegenheit fĂŒr schöne SpaziergĂ€nge in der Umgebung auch mit unseren Nicht-Ausstellungshunden, so dass solche "kleine" Ausstellungen dann eube willkommene Abwechslung im Sinne von interessanten Kurzferien fĂŒr die ganze Familie bedeuten.


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Nun aber wollte ich doch nicht die Gelegenheit verpassen, noch quasi in letzter Minute eine hoffentlich gute "International-Wertung" zu erhalten fĂŒr unsere beiden Sloughi-Boys, wĂ€hrend ich die zwei noch in getrennten Klassen melden durfte: Qa'ani, der ja noch nicht ganz zwei Jahre alt ist, darf noch in der Zwischenklasse starten, wĂ€hrend Parween selbstverstĂ€ndlich seit Monaten bereits in der Offenen Klasse lĂ€uft. So haben sie beide die Chance auf einen Internationalen CAC-Punkt, welcher als Anwartschaft fĂŒr den Schweizer Schönheits-Champion gilt. Noch wichtiger aber als diese Champion-Anwartschaft ist mir die von uns hier angestrebte Wertung von mindestens einem "Sehr gut", welche zwingend notwendig ist wenn unsere Sloughi-Boys kĂŒnftig an einem Rennen oder Coursing um das CACL laufen wollen bzw sollen. Das wĂ€re schon toll, wenn wir das erreichen könnten.


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Kreuzlingen, eine Internationale Ausstellung an allerschönster Lage direkt am See, vom Weg her durchaus machbar mit möglichem kleinem Abstecher zu unserem schönen Weiher-GrundstĂŒck auf dem Nachhauseweg, das war fĂŒr uns doch den Versuch wert. Zu unserer grossen Überraschung waren alle vier gemeldeten Sloughis von derselben ZuchtstĂ€tte, wir trafen also auf ein sehr familiĂ€res, uns freundschaftlich zugewandtes Sloughi-Team und unter diesen Voraussetzungen war fĂŒr mich die tatkrĂ€ftige Hilfe unserer "Mit-Konkurrenten" beim Zeigen meiner beiden Boys fast schon eine SelbstverstĂ€ndlichkeit. Wie schön, diese Situation! Und da alle vier Sloughis, sowohl meine zwei Jungs wie auch die beiden MĂ€dels, jeder in einer separaten Klasse startete, war niemand den andern direkte Konkurrenz. Diese ideale Situation half etwas ĂŒber die Schwierigkeit hinweg, dass der freundliche und kompetente Schönheitsrichter in unserem Ring kurzfristig eine grosse Zahl zusĂ€tzlicher Hunde zur Beurteilung zugeteilt bekommen hatte: Wir warteten diesmal volle 6 Std bis wir ENDLICH an der Reihe waren! Meine zwei Boys waren bis dahin schon halb tot vor MĂŒdigkeit, da sie in der betriebigen Ausstellungshalle wie ĂŒblich keine einzige Sekunde lang wirklich entspannen konnten.


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Unser GlĂŒck war wohl, dass der nette Richter, als wir endlich dran waren, offensichtlich die klare Botschaft erhalten hatte er mĂŒsse zwingend endlich zu einem Ende kommen - er zeigte sich zwar nach wie vor freundlich und korrekt, aber es eilte nun doch definitiv, und so mussten sich unsere Sloughis kaum lĂ€nger als je ca 2 Minuten im Ring zeigen - nichts mit 5 oder 10 Minuten oder gar noch lĂ€nger ruhig und schön still stehn...   ein klarer Vorteil fĂŒr meine beiden Quirlis, denen das schön brav stillstehn und eine stolze Statue mimen ja wirklich nicht liegt. FĂŒr alle vier Sloughis erhielten wir schliesslich zu unserer grossen Freude je die Höchstwertung, und damit den begehrten CAC-Punkt! Zudem erhielt mein schöner Parween sogar den Rassesieg zugesprochen, und damit seinen allerersten CACIB-Punkt, und die Auszeichnung "Alpensieger". Auch wenn mir grosser Ehrgeiz in Sachen Ausstellungs-Wertungen ziemlich fremd ist, stolz bin ich trotzdem auf diese tollen Resultate meiner beiden Sloughi-Boys! Trotz aller Anstrengungen, dieser Ausstellungs-Tag hat sich definitiv gelohnt fĂŒr uns!





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Die lange Hitzeperiode dieses Jahr gegen Ende Juli macht Lust auf AbkĂŒhlung: Wir fahren wieder, wie regelmĂ€ssig bereits in den vergangenen Jahren, fĂŒr ein paar Tage an unser LieblingsplĂ€tzchen Ă€nnet der Grenze. Hier können unsere Hundis nach Herzenslust die Tage geniessen draussen in der freien Natur nah am Wasser, und wir können perfekt der mĂŒhsamen Knallerei rund um unseren Nationalfeiertag ausweichen.


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Charengo ist in seinem hohen Alter besonders schonungs- und schutzbedĂŒrftig: FĂŒr ihn wie auch fĂŒr unser grosses DoggenmĂ€dchen Silja planen wir mehrmals tĂ€glich separate, kĂŒrzere Steh-SpaziergĂ€nge vorwiegend in der Umgebung unseres WoMo-Stellplatzes am lauschigen Ufer des Rheins. Die schöne Landschaft im kĂŒhlen Schatten grosser, alter BĂ€ume am seichten, sandigen Rheinufer bietet sich in geradezu idealer Weise an fĂŒr unsere zwei "Grossen", die beide nicht mehr wirklich gut zu Fuss unterwegs, und dennoch sehr dankbar und glĂŒcklich sind ĂŒber eine willkommene AbkĂŒhlung im erfrischenden Nass.


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FĂŒr unsere drei jungen, bewegungsfreudigen Windhunde hingegen brauchen wir natĂŒrlich deutlich ausgedehntere SpaziergĂ€nge: Nach den langen Monaten von strenger Leinenpflicht wĂ€hrend der Brut- und Setz-Zeit haben unsere drei quirligen WildfĂ€nge hier eine herrliche Gelegenheit, sich wieder einmal nach Herzenslust frei bewegen zu dĂŒrfen in der wunderschönen, abenteuerlichen Landschaft des Baggersees: Parween, Qa'ani und Ganador fĂŒhlen sich hier wirklich glĂŒcklich in ihrem Element, hier dĂŒrfen sie endlich wieder laufen, laufen, laufen, wie es sich fĂŒr Windhunde gehört!


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Auch die vielerorts recht steilen Uferpartien meistern unsere LeichtfĂŒssigen natĂŒrlich ohne die geringsten Schwierigkeiten, und ausgelassene Sprints auch durch die hoch spritzenden Fluten im flachen Uferbereich geniessen die drei jungen Windis aus vollem Herzen. Und wenn auch mal auf der Jagd nach einem fliegenden HolzstĂŒck unser Galgo-Baby Ganador den Boden unter den FĂŒssen verliert: Schwimmen, das kann auch er, unser temperamentvoller Galgo-Jungspund lĂ€sst sich durch sowas nicht wirklich irritieren: Lebensfreude pur!!!






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Wir wollten es nochmals wissen: CAC-Ausstellung fĂŒr alle Windhundrassen in Rifferswil, da konnten wir bei ideal kurzem Anfahrtsweg im Wohnmobil hinfahren, mit allen unseren fĂŒnf Hundis einen schönen Campingtag im GrĂŒnen geniessen und zwischendurch ganz und gar stressfrei unsere Windhunde im Ring dem Richter vorfĂŒhren: So macht uns das Hunde-Ausstellen Spass! GĂ€nzlich ohne diese endlos erscheinenden, stundenlangen, zermĂŒrbenden Wartezeiten, nichts mit schliesslich völlig entnervten Hunden im Ring die nur noch eines im Sinn haben: Bloss weg von hier, es reicht schon lĂ€ngst!!! Und da derselbe Schönheitsrichter eingeteilt war fĂŒr die Rassen Galgo Español und Sloughi, konnte es keine zeitlichen Überschneidungen geben, also durfte nebst unseren beiden Sloughi-Boys auch unser Galgo-Welpe Ganador mitmachen. Übung macht den Meister, und so konnte sich Ganador nun etwas bekannt machen mit dem Ring-Erlebnis auf der grĂŒnen Wiese im Inneren der Rifferswiler Rennbahn, nachdem er ja bereits ein erstes Mal im Ring gestanden war als blutjunger Welpe Anfang Juni in Aarau.


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Ganador machte den Start unserer drei Windhunde. Leider war er der allereinzige Galgo der Ausstellung, und vom Alter gerade mal drei Tage ĂŒber die Welpen-Kategorie raus - also startete er in der JĂŒngsten-Kategorie. Der Richter aber, er versĂ€umte es schlichtweg, nach dem Alter unseres jungen Springinsfeldes zu fragen und bemĂ€ngelte sein sehr verspieltes Verhalten im Ring - offensichtlich war der gestrenge Herr der irrigen Meinung, es handle sich bei dem riesigen Tier um einen Vertreter der Jugendklasse. Bis glĂŒcklicherweise die RingsekretĂ€rin ihn schliesslich darauf hinwies, es handle sich nicht um einen Jugendlichen, sondern um einen erst 6 Monate alten "Baby-RĂŒden". Der Richter brauchte eine ganze lange Weile um diese neue Erkenntnis auf die Reihe zu kriegen, und diktierte schliesslich gnĂ€dig: "Ist ok fĂŒr sein Alter", und Ganador bekam seine Bestnote: Rassebester der JĂŒngsten-Kategorie.


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Bei den Sloughis waren meine zwei die einzigen RĂŒden. Sie benahmen sich ganz anstĂ€ndig im Ring, erhielten beide Bestnoten und auch den erhofften CAC-Punkt ihrer Kategorie, und schliesslich ging's um's Stechen "Bester RĂŒde der Rasse". Hier erhielt ich zu meiner grossen Freude und Erleichterung sehr kompetente Hilfe: Eine ĂŒberaus erfahrene Ausstellerin, Besitzerfamilie von Qa'ani's Schwesterlein Querima, zeigte unseren schönen Parween, wĂ€hrend ich zeitgleich den Qa'ani durch den Ring fĂŒhrte. Der Richter zeigte sich sehr angetan von beiden RĂŒden, und gab schliesslich den verdienten Sieg an Parween. Auch spĂ€ter nochmals, im Stechen gegen die schönste Sloughi-HĂŒndin der Ausstellung, bekam Parween, gezeigt von Evgenija, verdient den Titel "BOB, Rassesieger". Nun hatte ich also gleich zwei Rassesieger, welche sich am Nachmittag im Ehrenring nochmals unter Beweis stellen durften!


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Nun ging es tatsĂ€chlich "um die Wurst", denn wenn ich gegen die grosse und starke Konkurrenz irgend eine Hoffnung haben wollte auf den Best-in-Show Titel, dann musste ich meine Hunde von Evgenija prĂ€sentieren lassen. Sie wusste aus jahrzehntelanger Erfahrung genau wie sowas angegangen werden muss, dagegen wirken meine eigenen PrĂ€sentationsversuche regelrecht stĂŒmperhaft. Einen schönen Hund perfekt prĂ€sentieren im Ring, das ist halt schon eine Kunst, die nicht so einfach aus dem Nichts gelingt. Evgenija zeigte zu meiner grossen Freude sowohl Ganador in der JĂŒngstenklasse wie auch spĂ€ter Parween in den Erwachsenenklassen, fĂŒr mich ein regelrechter LehrblĂ€tz in Sachen Ausstellungswesen. Ich kam nicht mehr aus dem Staunen heraus, was Evgenija aus meinen beiden WildfĂ€ngen herauszauberte, wie perfekt sie beide im Ring standen, dank pausenloser, gekonnter "Arbeit" an den Hunden in praktisch jeder Sekunde. FĂŒr Evgenija gab es wĂ€hrend der gesamten PrĂ€sentation nie ein Stillstehen und warten, praktisch keine Sekunde lang. Da ein Beinchen, dort ein Köpfchen etwas perfekter richten, noch nie hatte ich selber es gewagt, derart intensiv an meinen Hunden "rumzumachen", und nie hĂ€tte ich geglaubt dass meine Hunde sowas nicht bloss dulden, sondern sogar richtiggehend geniessen wĂŒrden!! Quintessenz: Beide gewannen sie den grossen Sieg, das BIS, Best in Show! Bester Hund aller Windhundrassen der Ausstellung, Ganador in der JĂŒngstenklasse und Parween in der grossen Erwachsenenklasse! Welch unglaublich wunderbares Resultat, welch unglaublich wunderbare Performance meiner Hunde, danke danke danke, liebe Evgenija!!!!!





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Ein ganz besonderes Ereignis hat uns die ganze vergangende Woche lang in Atem gehalten: Die Coursing-Europameisterschaft wurde dieses Jahr von "meinem" Verein, dem Windhundsportverein Bern, auf dem GelĂ€nde der Windhundrennbahn in Lotzwil durchgefĂŒhrt. FĂŒr mich selbstverstĂ€ndlich, war dieser Anlass Grund genug, eine Woche Arbeitsferien zu investieren und mich als Helferin zu melden. WĂ€hrend die Leute vom OK bereits seit Monaten, ja sogar seit drei Jahren fleissig und wohl immer hektischer mit den aufwĂ€ndigen Vorbereitungen an der Arbeit waren, fuhr ich am Sonntagabend vor dem grossen Anlass mit meinen drei Windhunden und Charengo im Wohnmobil nach Lotzwil. Unser Schmusedöggelchen Silja durfte in der Zeit eine Doggen-Ferienwoche bei einer befreundeten DoggenzĂŒchterin geniessen. Sie sollte endlich mal wieder erleben dĂŒrfen wie es sich anfĂŒhlt, als Dogge unter vielen andern lieben Doggen leben zu dĂŒrfen. Und fĂŒr uns im WoMo war es auch ohne Silja eng genug.


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Als Teil des Helferteams hatten wir das Privileg, auf dem FunktionĂ€rs-Camping im Innenraum der Rennbahn zu logieren, also in direkter Nachbarschaft zum grossen Festzelt und dem Platz der Siegerehrung, wo auch alle VerkaufsstĂ€nde im Lauf der Woche einer nach dem andern aufgestellt wurden. So hatten wir optimal kurze Arbeitswege zu unseren verschiedenen Einsatzorten, was die Organisation und den Ablauf natĂŒrlich sehr erleichterte. Es war natĂŒrlich ein Riesenanlass, mit gegen tausend gemeldeten Coursinghunden und zusĂ€tzlich vielen Ersatzhunden, ebensovielen wenn nicht doppelt so vielen oder noch mehr zweibeinigen Hundebesitzern und vielen weiteren Vierbeinern auf dem GelĂ€nde, welche als nicht gemeldete Rudelnmitglieder ihre Familien begleiten durften. Wie sich bald herausstellte, waren die körperlich schweren Arbeiten wie PfĂ€hle einschlagen fĂŒr die Parkfelder und die unzĂ€hligen Wegweiser, Zeltaufbau und vieles anderes, fĂŒr die MĂ€nner im Helferteam reserviert, da hatte das "zarte Geschlecht" nichts zu suchen.


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Ab Montag war ich vorerst fĂŒr "allgemeine Arbeiten" eingeteilt. Was sich bald herausstellte: BĂŒroarbeiten, gemeinsam mit verschiedenen andern weiblichen fleissigen Helferlein. Hunderte und aber hunderte von Couverts mussten erst mal etikettiert / korrekt beschriftet werden mit dem Namen der gegen tausend gemeldeten Coursinghundebesitzer aus allen LĂ€ndern Europas, die in einem ersten Schritt sorgfĂ€ltig alfabetisch geordnet nach LĂ€nder in Kistchen gefĂŒllt wurden. Anschliessend gingen wir die vielen Listen durch, um jedem der gemeldeten Zweibeiner die entsprechenden Vierbeiner zuzuordnen - bzw wurden die den Coursinghunden zugeteilten Startnummern auf die passenden Couverts notiert, und spĂ€ter dann in einem weiteren Durchgang die passenden Startnummern in die richtigen Couverts eingefĂŒllt. Diese Arbeiten benötigten trotz maximalem Arbeitstempo den ganzen Montag und Dienstag, die vielen Zahlen schwirrten nur so in unseren Köpfen rum und Schichtablösungen taten immer mal wieder not. Die Arbeit mit den Couverts musste pausenlos weitergehn, die Zeit drĂ€ngte wirklich. Wie glĂŒcklich waren wir, als schliesslich alles aufgegangen war, keine der Startnummern ĂŒbrig blieb, keine fehlte, welche Erleichterung!!!


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Aber der Job mit den Couverts war damit noch nicht getan: Nun musste auf allen Couverts mit Hilfe einer weiteren Liste notiert werden, wer von wann bis wann einen WoMo-Platz zum ĂŒbernachten reserviert, und fĂŒr welche der insgesamt drei Coursingtage den Katalog bestellt hatte. Entsprechend wurden die Preise aufs Couvert notiert, die zugeteilte Nummer des richtigen Camping-Feldes dazugeschrieben und in einem weiteren Schritt dann das Couvert weiter befĂŒllt mit den entsprechenden Materialien: Kataloge, Brotbestell-Liste fĂŒrs FrĂŒhstĂŒck, Parkkarte und dem passenden Campingfelderplan, RobidogsĂ€ckli als kleiner aber wichtiger Fingerzeig an die hiesigen Gepflogenheiten etc. Inzwischen hatte einige von uns fleissigen Helferlein notgedrungen Nachtschichten eingelegt, damit alles rechtzeitig fertig wurde. Mittwoch Mittag war fĂŒr uns Deadline, ab dann wurden die ersten GĂ€ste / Coursingteilnehmer erwartet. In Wahrheit trudelten einige von ihnen bereits ab Dienstag ein, was fĂŒr uns jedes Mal einen störenden Unterbruch unserer emsigen Arbeit bedeutete, waren doch zu der Zeit weder die Campingfelder beschriftet noch die Couverts bereit...


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Ab Mittwochmittag war mein Job dann am Empfang: BegrĂŒssung der GĂ€ste, die mit ihren Hunden in ihren meist riesigen Campern anrollten. Sprachen waren hier natĂŒrlich gefragt, das entsprechende Couvert wurde hervorgesucht und ausgehĂ€ndigt, die notierten Angaben kontrolliert und abgeglichen, der beste Weg zum richtigen Parkfeld erklĂ€rt und einkassiert. Ein schöner und interessanter Job, damit hatte das Erlebnis "Europameisterschaft" fĂŒr mich definitiv begonnen. Ab Donnerstag Mittag kam ich dann zu meinem "eigentlichen" Arbeitsort, das war die Tierarzt-Kontrolle. Hier wurden die Coursing-Hunde welche am Folgetag am Start sein wĂŒrden genauestens kontrolliert von einer TierĂ€rztin, auf irgendwelche aktuelle Krankheiten oder Verletzungen. Dies bedeutete, dass vor dem Vet-Check bei jedem der Hunde der Chip abgelesen werden musste um sicher zu gehn, dass der richtige Hund kontrolliert wurde. Hier beim Chip-Ablesen und Liste abhaken war mein Platz, ein richtiger "Schoggi-Job", sitzend im kĂŒhlen Schatten des Waldrandes unter einem gerĂ€umigen Zeltdach. Im Dreierteam hatten wir so Kontakt zu den Coursinghunden und ihren Besitzern, alles friedlich und ohne Zeitdruck, da ja die Untersuchung der Hunde immer eine gewisse Zeit in Anspruch nahm, wĂ€hrend der wir auch in aller Ruhe ein wenig plaudern konnten mit den Teilnehmern. Ein richtiger GlĂŒckspilz war ich also!


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Vet-Kontrollen gab es zweimal am Tag: Nachmittags eine erste Kontrolle fĂŒr alle LĂ€ufer des Folgetages, und am Coursingtag selber nach dem ersten Lauf eine zweite Kontrolle fĂŒr alle Coursinghunde die jĂŒnger als 2 oder Ă€lter als 6 Jahre waren. Hier bei dieser zweiten Kontrolle gab es schon ab und zu eine kleine Verletzung an einer Pfote oder einem Lauf zu beanstanden, einige Hunde kamen leicht hinkend vorbei, alle diese LĂ€ufer durften keinen zweiten Lauf mehr absolvieren. Die Sicherheit und Gesundheit der Hunde geht immer vor, und natĂŒrlich sind Verletzungen wĂ€hrend der LĂ€ufe, wo die Hunde wirklich ALLES geben, nicht immer zu vermeiden. Manchmal genĂŒgt ein unglĂŒcklicher Tritt in ein Mausloch bereits, und die Verstauchung ist Tatsache. Nebst diesen Tierarzt- /Chipkontrolle-EinsĂ€tzen hatte ich meine Zeit frei zur VerfĂŒgung, einerseits fĂŒr meine eigenen Hunde, die es nicht einfach hatten: FĂŒr die Sloughis eine geschlagene Woche lang praktisch keine Sekunde Freilauf, da strikte Leinenpflicht auf dem gesamten GelĂ€nde angesagt war, wĂ€hrend ich mir fĂŒr unseren Galgo-Welpen Ganador und Senior Charengo immer mal wieder kleinere Ausnahmen erlaubte, und die beiden, wenn grad keine andern HundespaziergĂ€nger in der NĂ€he waren, kurz laufen liess auf dem kurzgemĂ€hten Hornusserfeld am Rand des Coursing-GelĂ€ndes. Bei ihnen beiden musste ich nicht befĂŒrchten, dass sie sich verselbstĂ€ndigen und weglaufen wĂŒrden.


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WĂ€hrend der verbleibenden Stunden nutzte ich die Gelegenheit, immer mal wieder meine Hilfe anzubieten im Festzelt, wo es in der KĂŒche und am Buffet immer genug Arbeit gab und zusĂ€tzliche Hilfe hoch willkommen war. Das Coursing-Geschehen selber, das wollte ich jedoch auch geniessen können. Ich nutzte hierfĂŒr den Freitagmorgen, wo als erste am Start auf dem interessanten Parcours rot unter der Overhead-Anlage zeitig ab sieben Uhr die Galgos liefen: Hier liefen eine Tante und zwei Onkel meines Galgowelpen Ganador, diese LĂ€ufe wollte ich unbedingt sehen! Vor dem Start ergab sich auch eine schöne Gelegenheit, mit den Besitzern dieser drei Galgos ein wenig zu plaudern, ich war glĂŒcklich! Diese Galgo-LĂ€ufe hielt ich dann allesamt in meiner Fotokamera fest, eine wunderschöne Erinnerung fĂŒr mich, und auch die Besitzer dieser Galgos wie auch Ganador's ZĂŒchterin freuten sich spĂ€ter sehr ĂŒber diese Fotos auf FB. Vor meinem nĂ€chsten Einsatz bei der Vet-Kontrolle reichte mir die Zeit auch, um im Vorbeigehn auf Parcours gelb mit der Bodenzug-Anlage einige LĂ€ufe der zierlichen Italienischen Windspiele zu beobachten. Dies reichte mir, um das Coursing-EM-Feeling so richtig zu geniessen. An den weiteren beiden Coursingtagen dann lockte es mich nicht mehr so richtig zu den Parcours, sowieso liefen am Samstag die Sloughis, die zweite Rasse welche mich persönlich interessierte, zu Zeiten wo ich meine EinsĂ€tze hatte.


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Allabendlich dann die grosse Siegerehrung auf dem grossen Podest vor dem Festzelt. Von jeder Windhundrasse, welche an dem Tag gelaufen war, wurden getrennt nach HĂŒndinnen und RĂŒden die sechs Hunde mit der höchsten Gesamt-Punktzahl aus den zwei LĂ€ufen geehrt. Alle Lautsprecheransagen dreisprachig, mit langen Pausen, der Anlass zog sich fast unendlich in die LĂ€nge. Irgendwann mochte ich nicht mehr zuhören, da auch die Namen der Hunde und sogar die LĂ€nderbezeichnung oft nicht deutlich zu hören waren. Wer die Sieger waren, das war mir irgendwie so ziemlich egal, kannte ich als relativer Neuling in der Szene doch kaum jemanden der geehrten. Trotzdem war ich hoch erfreut, bei den Galgo-HĂŒndinnen wir auch bei den Galgo-RĂŒden je einen Verwandten meiners Ganador auf den vorderen PodestplĂ€tzen wiederzusehn: Herzliche Gratulation an Estibaliz und Filemon Barbaro del Niños Vencedores! Esti war fĂŒr Team Austria, Filemon fĂŒr Team Netherlands gestartet! Damit war fĂŒr uns der Höhepunkt des grossen Anlasses erreicht, und wir fuhren bereits am Sonntagmittag nach der letzten Vet-Kontrolle und damit dem Ende meines Helfer-Jobs wieder los, sehnsĂŒchtig nach unserem Silja-MĂ€dchen, welche uns mit einem ausgelassenen Freudentanz begrĂŒsste: Die Coursing-EM 2017 ist damit fĂŒr uns zu Ende gegangen, ein einmaliges Erlebnis das uns bestimmt noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird!




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Neues Hundetrainings-Angebot in unserer Region: Die Hundeschule Finsaja bietet ganz nah an unserem Wohnort auf einem neu erstellten Traininsgplatz eine in der Schweiz noch sehr wenig bekannte Ausbildungsmöglichkeit an, geeignet fĂŒr Hunde jeden Alters und jeglicher Rasse: DEGILITY! Dita Hejcman, passionierte Schlittenhunde-FĂŒhrerin und Hundetrainerin mit langjĂ€hriger Erfahrung, hat vor kurzem in Deutschland ihre Ausbildung zur Degility-Trainerin erfolgreich absolviert, und ihren neuen Hunde-Trainingsplatz mit verschiedenen Parcours und Hindernissen eingerichtet, die EinfĂŒhrungskurse sind ausgeschrieben:
 
Spass und Teamgeist fĂŒr Mensch und Hund stehen im Vordergrund. Sinnvolle BeschĂ€ftigung mit dem Hund fördert die Bindung und baut Vertrauen auf. Degility ist ein flexibler Parcours mit diversen GerĂ€ten. Es sind AbenteuergerĂ€te mit vielen BeschĂ€ftigungselementen. Alle Übungen fordern das Vertrauen des Hundes zum Sozialpartner Mensch. Der Parcours ermöglicht den Aufbau von Selbstvertrauen, Konzentration und Koordination von bewussten BewegungsablĂ€ufen. Der Hund wird niemals durch Zwang ĂŒber die Elemente gefĂŒhrt.


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So, etwas abgekĂŒrzt, die Ausschreibung. Das ist doch genau das richtige fĂŒr unsere jungen Windhunde, schoss es mir durch den Kopf. Hilft mir, mehr Ruhe und Konzentration in ihren Alltag zu bringen, wo Bewegung und Schnelligkeit und wilde Rennspielchen zur Zeit eine fast zu grosse Rolle spielen. Rennbahn und Coursing ist gut und richtig und entspricht dem Wesen unserer Windhunde, aber eine ruhige und konzentrierte Aufgabe tut ihnen allen dreien bestimmt mehr als gut!


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Sofort habe ich alle drei angemeldet fĂŒr je einen der EinfĂŒhrungskurse, und erwartungsvoll stand ich Ende Mai / Anfang Juni zunĂ€chst mit unserem Galgo-Welpen Ganador, spĂ€ter dann auch mit Parween und Qa'ani inmitten einer FĂŒnfergruppe von verschiedensten Hunden und ihren interessierten Besitzern auf dem Trainingsplatz mit den verschiedenen spannenden GerĂ€ten. Als erstes ging es jeweils zum Labyrinth: Hier lernen die Hunde, gesittet und konzentriert HINTER ihrem Zweibeiner die schmalen Wege abzuschreiten, und ruhig stehenzubleiben, bzw sich brav hinzusetzen wenn ihr Zweibeiner stehen bleibt.


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SpÀter, in einem fortgeschritteneren Stadium lernen die Hunde dann, dasselbe nicht nur mit zeitgleich mehreren andern arbeitenden Mensch-Hund-Zweierteams zu vollbringen, sondern schliesslich als ganz Fortgeschrittene hier auch sich auf Distanz zu ihrem Zweibeiner mit einfachen, leichten Handbewegungen durchs Labyrinth leiten zu lassen. Tolle Möglichkeiten der Hundeerziehung, leicht gemacht durch den kleinen Kunstgriff Labyrinth!


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Als zweites GerĂ€t war danach die HĂ€ngebrĂŒcke an der Reihe: Hier lernen die Hunde, vertrauensvoll zuerst die schrĂ€ge Rampe langsam und konzentriert hochzusteigen, auch in luftiger Höhe jederzeit auf Kommando ruhig stehen zu bleiben, anschliessend ĂŒber die schwankenden LĂ€ttli auf der HĂ€ngebrĂŒcke vertrauensvoll ihren Weg weiter zu gehen und schliesslich ĂŒber die Holzrugel die relativ hohen Stufen gesittet hinunterzusteigen. Anschliessend natĂŒrlich dasselbe wieder zurĂŒck. Nicht ganz einfach fĂŒr unsere Windis, welche Hindernisse ihrem Wesen entsprechend lieber mit einem kraftvollen, schnellen und weiten Sprung ĂŒberwinden wollen, und sich viel sicherer fĂŒhlen auf dem festen, stabilen Erdboden. Mit ihrer immensen Sprungkraft setzen sie solche bewegliche Hindernisse massiv in Bewegung!

Und was fĂŒr den jungen und völlig unbekĂŒmmerten Ganador noch ganz unproblematisch möglich war, das war fĂŒr unsere zweijĂ€hrigen Sloughi-Jungs zu Beginn wirklich eine grosse Herausforderung. Trotz mehr oder weniger grosser Anfangs-Schwierigkeiten, geschafft haben sie es schliesslich alle drei. SelbstverstĂ€ndlich ohne jeglichen Zwang, aber mit viel Geduld und EinfĂŒhlungsvermögen.


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SpĂ€ter nun, im regulĂ€ren Kurs den wir fĂŒr alle drei an den EinfĂŒhrungskurs nahtlos angeschlossen haben, lernen unsere drei Windhunde nacheinander noch viele weitere GerĂ€te kennen: Da wĂ€re einmal das Wackelbrett, auf dem die Hunde lernen möglichst ruhig und konzentriert zu stehen, sich hinzusetzen oder hinzulegen, und schliesslich möglichst langsam und gesittet wieder runterzusteigen: Jede brĂŒske Bewegung auf diesem Brett fĂŒhrt unvermeidlich zu stĂ€rkeren Bewegungen des Brettes, sollte also mit Vorteil vermieden werden ...

 
Und dann der Wackeldackel, eine Holz-Rondelle in luftiger Höhe, befestigt auf einer krĂ€ftigen, metallenen LKW-Federung, welche die Hunde ĂŒber einen Holzklotz erklimmen und dort drauf dann wiederum sich gesittet bewegen, hinsetzen, hinlegen oder umdrehen sollen, alles immer in vollster Konzentration und Selbstbeherrschung...


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Ein weiteres spannendes GerĂ€t das sind mehrere grosse, hochkant in einer Reihe aufgestellte, stabil etwas in der Erde eingegrabene Pneus, auf welche die Hunde erst mal hochsteigen, anschliessend ĂŒber die doch relativ schmalen, runden Pneus spazieren und immer mal wieder ruhig drauf stehen bleiben sollen. Auch dieses Balance-KunststĂŒck schaffen inzwischen alle unsere drei windigen Youngsters relativ locker, zu meinem grossen Erstaunen!

 
Und es geht weiter mit immer neuen spannenden GerĂ€ten, wie die Strickleiter wo die Hunde sowohl steigen , springen wie auch kriechen lernen, oder die Cavalletti-StĂ€be, wo Konzentration und Koordination trainiert werden. Und ganz nebenbei stehen auf dem Platz auch die diversen, bekannten Agility-GerĂ€te, wo wir wĂ€hrend den unvermeidlichen Wartezeiten auch selbstĂ€ndig am Steg oder an der SchrĂ€gwand arbeiten dĂŒrfen: GerĂ€te, wo meine Sloughis damals am Agility-EinfĂŒhrungskurs klĂ€glich gescheitert waren, aufgrund der unverstĂ€ndlichen Ungeduld und VerstĂ€ndnislosigkeit der damaligen Kursleiterin...


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Diese Degility-Kurse sind ein grosses GlĂŒck, eine riesige Chance fĂŒr mich und meine drei Windhunde! Wir geniessen jeden der Kurse, die immer sehr abwechslungsreich und spannend durchgefĂŒhrt werden, und freuen uns auf immer wieder neue Überraschungen, neue interessante GerĂ€te welche Dita im Lauf der Zeit hier aufstellen wird. Degility ist wirklich eine tolle Sache, wir alle sind mit Begeisterung dabei!







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An Pfingsten haben wir erstmals teilgenommen an einem Windhundanlass, wo die Windhunde auf der Pferderennbahn Schachen in Aarau an Show (Schönheitswettbewerb) und Leistung (diesmal ein Coursing) kombiniert miteinander bzw im Wettkampf gegeneinander konkurrieren konnten. Wir nutzten die Gelegenheit, an diesem Zweitages-Anlass gleich mit unserem Wohnmobil und (fast) allen unseren Hunden eine Art Pferderennbahn-Pfingstferien zu geniessen. WÀhrend unser Senior Charengo mit dabei war, durfte unser DoggenmÀdchen Silja einen Kurzferien-Aufenthalt im Kreise von vielen anderen lieben Döggelchen auf einem Bauernhof in der NÀhe von Luthern geniessen bei Janine Valsecchi in der Hoffnung, dass Silja dort wieder lernt, dass sie in Wahrheit eine waschechte Deutsche Dogge und nicht ein zu gross geratener Windhund ist.


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FĂŒr unseren jungen Galgo-Welpen Ganador war es das allererste Mal, dass er sich vor einer Schönheitsrichterin im Ring prĂ€sentieren durfte. Ich hatte ihn mit Absicht etwas frĂŒh aus dem Wohnmobil mit ins Show-GetĂŒmmel genommen mit dem Ziel, das junge wilde EnergiebĂŒndel etwas mĂŒde zu kriegen, so dass er sich dann im Ring hoffentlich wenigstens halbwegs anstĂ€ndig und gesittet benehmen möge. Und so kam es, dass unser Ganador recht hĂŒbsch und fast wie gewĂŒnscht vor der freundlichen Richterin seine Runden und Geraden trabte, und auch das lange stillstehen vor dem Richtertisch geriet gar nicht so schlecht. Und da Ganador an der ganzen Ausstellung der einzige Galgo Español war, bekam er ohne jegliche Konkurrenz nebst seinem vielversprechend,1. Rang auch gleich noch die Auszeichnung Baby-BOB (bester Welpe der Rasse) zugesprochen!


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Die Sloughis waren wie leider so oft an derartigen Ausstellungen die allerletzte Rasse, welche von der uns zugeteilten Richterin begutachtet und bewertet wurde. Bloss war das diesmal ĂŒberhaupt kein Problem fĂŒr uns, da wĂ€hrend den langen Stunden Wartezeit unsere Hunde gemĂŒtlich und entspannt im Wohnmobil ihr gewohntes MorgenschlĂ€fchen verbringen konnten. WĂ€re es doch immer so!!! Auch Parween und Qa'ani waren diesmal die einzigen gemeldeten Sloughis, und standen deshalb völlig ohne Konkurrenz im Ring. Ich hatte Qa'ani, der in Psyche und Aussehen noch lĂ€ngst nicht erwachsen ist, in der Zwischenklasse gemeldet, so dass sich auch unsere beiden Joungsters nicht direkt konkurrenzierten. Qa'ani, ausgeruht und entspannt, machte seine Sache im Ring sehr gut. Die Richterin fand grossen Gefallen an ihm und bewertete ihn mit einem vorzĂŒglich, 1. Rang und verlieh ihm auch seinen allerersten CAC-Punkt in einer Erwachsenenklasse. Somit beginnt nun fĂŒr Qa'ani mit dem Pfingssonntag das Jahr Wartefrist welches gefordert ist vom 1. bis zum 4. CAC-Punkt, falls wir mit Qa'ani den Titel "Schweizer Schönheits-Champion" erreichen wollen.


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Parween kam gleich anschliessend an die Reihe. Er startete in der Offenen Klasse, und machte der Rasse Sloughi mit seinem Auftritt alle Ehre. Parween, der wenn er nervös ist gerne immer mal wieder an mir hochhĂŒpft statt in zĂŒgig-elegantem Trab mit federnd leichtem Gangwerk durch den Ring zu "schweben", zeigte heute kaum mehr derartige HĂŒpfer, und auch das statuenhafte stolze ruhigstehen vor dem Richtertisch klappte erstmals recht ordentlich. Die Richterin war wirklich begeistert von der Performance unseres schönen Parween, der wie es sich gehört fĂŒr einen rassetypischen Sloughi, das perfekte Bild eines mit leichtem Schritt stolz durch die WĂŒste gleitenden WĂŒstensohnes in der Fantasie wachrufen konnte. Auch Parween erhielt die Wertung vorzĂŒglich, 1. Rang und seinen CAC-Punkt, und im anschliessenden Stechen gegen Qa'ani um den schönsten RĂŒden der Rasse erhielt er, wenig ĂŒberraschend, das BOB (die Auszeichnung "schönster Sloughi der Show") und den schönen Titel "Pfingstwinner". SpĂ€ter dann im Ehrenring verpasste Parween sogar nur um Haaresbreite die absolut höchste Auszeichnung BIS ("schönster Hund der Show"): Parween erhielt das Reserve-BIS, also den zweiten Platz unter den schönsten Hunden von allen Rassen.


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Am Pfingstmontag war das Coursing an der Reihe. (Coursing Fotos: RenĂ© Broger) Qa'ani, der seine Renn- und Coursinglizenz bereits Anfang MĂ€rz dieses Jahres bekommen hat, war dies sein allererstes Coursing als Lizenzierter. FĂŒr Parween, bei dem im MĂ€rz die Lizenz leider an den BegleitlĂ€ufen gescheitert war, kam hier nun eine neue Chance, die Coursinglizenz zu erwerben. Wiederum, genau wie damals im MĂ€rz, war leider das Problem die fehlenden andern Sloughis, welche als Begleithunde fĂŒr Parween's LizenzlĂ€ufe eigentlich notwendig gewesen wĂ€ren. Die Organisatoren hatten deshalb entschieden, unsere beiden Sloughis im ersten Lizenzlauf zusammen starten zu lassen, obschon ein Lizenzlauf mit zwei im gleichen Haushalt lebenden Hunden eigentlich absolut nicht erwĂŒnscht ist. Aber erlaubt, wenn nicht anders möglich.

Der Lauf der beiden "BrĂŒder" gelang glĂŒcklicherweise problemlos, inklusive Start unseres Lizenz-Parween durch eine Fremdperson, da ich ja nicht beide Boys gleichzeitig selber starten konnte.


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Beim zweiten Lauf am Nachmittag, bei welchem fĂŒr den Lizenzkandidaten zwingend ein gegengeschlechtlicher Laufpartner gewĂ€hlt werden musste, durfte Parween dann mit einer freundlichen Chart Polski HĂŒndin zusammen laufen, welche ihrerseits mangels anderer Rassevertreter am Vormittag hatte alleine starten mĂŒssen. DafĂŒr blieb fĂŒr Qa'ani beim zweiten Lauf dann nichts anderes ĂŒbrig, als seinerseits alleine das Coursing zu absolvieren. Bei beiden gelang auch der Nachmittagslauf problemlos, wir waren gespannt auf die Richter-Bewertung.

Parween hat seine Coursing-Lizenz bestanden, welch grosses GlĂŒck!!! Seine Schluss-Wertung ist mit 170 Pkt zwar nicht berauschend, aber Hauptsache bestanden. Parween's LĂ€ufe wurden in der Schlusswertung mit allen LĂ€ufern des Plausch-Coursings (fĂŒr Nicht-Lizenzierte) gezĂ€hlt, er erreichte mit dieser Punktzahl Rang 10 (von insgesamt 15).


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Qa'ani zeigte sich wiederum als Àusserst begeisterter Rennhund, seine beiden Coursing-LÀufe wurden entsprechend mit guten Punkzahlen gewertet: Schlussresultat 182 Punkte, also deutlich besser als Parween.

Als einziger Sloughi am Coursing durfte Qa'ani damit bei der Siegerehrung gleich zweimal zuoberst auf's Siegerpodest stehen (wo es ihm sichtlich unwohl war, wie das Foto zeigt!!) und in einem ersten Durchgang die Rosette fĂŒr den 1. Rang Coursing, und anschliessend auch noch die Rosette fĂŒr den 1. Rang Kombination in Empfang nehmen: ÜberglĂŒckliche Besitzerin, glĂŒcklicher Coursing-Richter, Sieger-Sloughi ziemlich unwohl auf dem Podest: NatĂŒrlich ist fĂŒr unsere Windhunde der grosse Spass, auf dem Coursing-Feld hinter dem "Hasen" rennen zu dĂŒrfen, die Punktzahlen und die Rosetten sind ihnen ziemlich egal...


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Und nun, Qa'ani hat damit seinen allerersten Eintrag im Leistungsheft bekommen: Super! Dieser Kombinations-Wettbewerb Argovia Challenge war der allererste derartige Anlass, der uns allen, Zwei- und Vierbeinern, wirklich sehr viel Spass gemacht hat. Nicht nur die vielen guten Resultate und Rosetten waren eine grosse Freude, sondern alles rundherum hatte einfach gestimmt: Angefangen beim Wetter, nicht zu heiss nicht zu kalt, nicht zu sonnig nicht zu nass, ĂŒber das interessante Coursing-GelĂ€nde auf der Pferderannbahn mit seinen vielen HĂŒgelchen, BĂ€umen und GebĂŒschen und sonstigen Hindernissen, bis zu den ausgedehnten, abwechslungsreichen SpaziergĂ€ngen in schöner Umgebung vor, zwischen und nach den Auftritten der Hunde, aber vor allem auch all die freundlichen und hilfsbereiten Windhundfreunde, welche fĂŒr gute Stimmung sorgten und uns immer wieder mit helfender Hand zur Seite standen wenn ich UnterstĂŒtzung benötigte mit meinen drei Hunden, und ganz besonders auch die einmalig gĂŒnstige Möglichkeit direkt beim Ausstellungsring und dem Coursing-Feld mit dem WoMo zu campieren. Dazu die perfekte und unkomplizierte Organisation, und nicht zuletzt auch die Gewissheit, dass unser DoggenmĂ€dchen Silja diese Tage ebenso geniessen konnte wie wir andern: Immer mal wieder trafen hĂŒbsche Fötelis auf meinem iPhone ein von der glĂŒcklichen Silja in ihren Bauernhof- und Doggen-Ferien - einfach rundum GlĂŒck und Freude!





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Happy Birthday, lieber Parween, heute bist du zwei Jahre alt geworden!


BildhĂŒbscher Sloughi-Bub, stolz und abenteuerlustig stehst du in deinem jungen Leben, allzeit bereit fĂŒr ein kleines SpĂ€sschen. Schalk in deinen Augen, dein schlanker Körper energiegeladen wie eine Feder gespannt und stets bereit, volle Kraft voraus in neue Abenteuer zu schnellen.


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Liebevoller Spielkamerad fĂŒr deine jĂŒngeren Windhund-BrĂŒderchen, immer gerne zu haben fĂŒr eine herzhaft wilde oder sanfte zĂ€rtliche Rauferei mit den kleinen Springinsfelden, Bruder und Papa zugleich.


Und je nach Lust und Laune auch immer wieder sanftmĂŒtig, anschmiegsam oder trĂ€umerisch, den rĂ€tselhaften Blick deiner ausdrucksstarken dunkelgoldenen Augen in weite Fernen gerichtet.

Du wunderschöner Sloughi-Boy, wie schön, dich in unserer Familie haben zu dĂŒrfen!


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Am diesjĂ€hrigen Auffahrts-Tag haben wir nach langen Monaten wieder einmal an einer Windhunde-Ausstellung teilgenommen. Die alljĂ€hrlich stattfindende Clubsiegershow fĂŒr Orientalische Windhunde fand diesmal auf dem GelĂ€nde der Windhundrennbahn in Rifferswil statt, fĂŒr uns also praktisch vor der HaustĂŒre - es sollte fĂŒr unsere ganze Familie ein schönes, möglichst stressfreies, spannendes Erlebnis werden, und auch das Wetter spielte mit: Strahlender Sonnenschein den ganzen Tag ĂŒber!

Damit diesmal alle unsere fĂŒnf Hundis mit dabei sein konnten, sind wir in unserem Wohnmobil hingefahren. Bei unserer Ankunft auf der grossen, eingezĂ€unten Parking-Wiese war noch nicht sehr viel Betrieb, und so nutzten wir die Gelegenheit fĂŒr einen entspannten Freilauf mit unseren drei Nicht-Orientalen: Vor allem auch unser Galgo Baby Ganador drehte begeistert seine Runden, und war danach genĂŒgend entspannt um problemlos im WoMo warten zu können, wĂ€hrend seine beiden grossen BrĂŒder im Showring ihr bestes gaben.


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Zum allerersten Mal sind unsere beiden Sloughi-Boys in einer Erwachsenenklasse gestartet. Qa'ani, der körperlich und auch psychisch noch lĂ€ngst nicht einem ausgewachsenen, reifen Sloughi entspricht, haben wir in der Zwischenklasse gemeldet, wĂ€hrend Parween gleich in der Offenen Klasse startete. Ich war sehr froh dass ich auf tatkrĂ€ftige UnterstĂŒtzung zĂ€hlen konnte von unseren lieben, hilfsbereiten, befreundeten Sloughi-Besitzern Sandra und John, welche meinen zweiten Hund hĂŒteten wĂ€hrend ich den anderen im Ring prĂ€sentierte. Herzlichen Dank auch an Sandra Hemsley fĂŒr die schönen Fotos die ich hier zeigen darf!


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Parween und Qa'ani machten im Show-Ring ihre Sache recht gut. Beide hatten Konkurrenz in ihrer Klasse; Parween erlangte den Sieg und holte sich seinen ersten CAC-Punkt, Qa'ani wurde zweiter und erhielt das Reserve-CAC. Schöne Resultate wenn man bedenkt, dass wir absolut kein Flair und keine Übung haben fĂŒr solche AnlĂ€sse. Denn was hier zĂ€hlt, das ist nicht in erster Linie die Schönheit der Hunde an und fĂŒr sich, sondern vor allem auch die elegante und tadellos schöne PrĂ€sentation - und diesbezĂŒglich sind wir halt einfach blutige AnfĂ€nger, und werden dies auch bleiben.

Nach der PrĂ€sentation unserer Sloughis vor der netten Richterin wurde es höchste Zeit, mit den drei zurĂŒckgebliebenen Hundis ihren verdienten, ausgedehnten Mittagsspaziergang zu machen. Erfrischendes Plantschen im nahen BĂ€chlein, kleine spannende Erkundungstouren ĂŒber die frisch gemĂ€hten Wiesen, bis die drei wieder glĂŒcklich zufrieden in unser Heim auf RĂ€dern zurĂŒckkehrten. Nun war der kleine Quirli Ganador mĂŒde und entspannt genug dass ich es wagte, ihn mit dem Showring und dem Gewusel  von Windhunden und Menschen bekannt zu machen: Ungewohnt, wie der kleine Wirbelwind plötzlich ziemlich schĂŒchtern und vorsichtig sich an all das Neue herantastete! Rundum begeistert von dem kleinen Wichtelmann waren alle, die unseren Galgo-Welpen bislang bloss von Fotos auf Facebook kannten...


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Und danach, spĂ€t war es bereits geworden, fanden wir endlich Zeit fĂŒr unsere Mittagsmahlzeit, mit einer anschliessenden ausgiebigen Ruhepause. Und so kam es, dass wir den Ehrenring verpassten und damit den Aufruf fĂŒr Qa'ani: Er war nominiert worden fĂŒr die Auszeichnung "Schönster Kopf & Ausdruck" - davon ahnte ich leider nichts, und so ist uns diese Chance ungenutzt davongeschwommen. DafĂŒr durften unsere beiden Sloughi-Boys anschliessend an die ganzen Ausstellungs-Turbulenzen noch eine Runde auf der Rennbahn laufen, was sie beide sehr genossen haben. Ein rundum wunderschöner, und fĂŒr uns alle erlebnisreicher Tag mit vielen Premieren!




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Mein Charengo, treue Seele, heute bist du zwölf Jahre alt geworden! Bald zwölf Jahre lang hast du mich durch mein Leben begleitet, Tag fĂŒr Tag durch alle Höhen und Tiefen meiner Tage. Mein Goldjunge, Knuddelbub, Schmuseboy, mein Hund mit den zuerst himmelblauen, spĂ€ter mondscheinfarbenen Menschenaugen. Ein Blick, eine kurze Bewegung, fast schon ein vorbeifliegender Gedanke hat genĂŒgt und du wusstest was los war...


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Er ist alt geworden, mein Charengo. Seine Sinne lassen langsam aber stetig nach, seine Sehkraft, sein Gehör, die Kraft seiner Beine: Die Zeit naht, wo es heissen wird, Abschied zu nehmen. So gut es geht geniessen wir noch die Stunden, die Tage miteinander, die WÀrme seiner Seele.


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Mein Herzensbub, fröhlicher SchmusebÀr, unkomplizierter und treuer Wegbegleiter: Wie sehr bist du mir ans Herz gewachsen!


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Das lange Warten hat endlich ein Ende: Meine Chromatische Harfe ist heute eingetroffen!


Im September 2014 beim Harfenbauer in Auftrag gegeben, bei einer versprochenen Lieferfrist von etwa einem Jahr, gab es immer und immer wieder Verzögerungen, so dass ich kaum mehr daran glaubte, dieses Instrument doch noch irgendwann einmal zu erhalten. Doch nun ist es soweit: Meine neue Harfe ist da!

Den weiten Weg von Hamburg in die Schweiz hat mein neues "Königs-Instrument" heil ĂŒberstanden, in voller Schönheit und bereit um gespielt zu werden steht diese spezielle Zupfinstrument nun in meinem Musikzimmer.

Doch zuerst steht nun das Durchstimmen aller Saiten auf dem Plan, was mit 61 Saiten doch eine ganze Weile dauert.


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Die Besonderheit der Chromatischen Harfe ist, dass jede der Saiten einen Halbton tiefer bzw höher erklingt im Vergleich zur nÀchsthöheren bzw nÀchsttieferen Saite, und alle Saiten sind abwechslungsweise links bzw rechts der Mitte angebracht.


Die Saiten ĂŒberkreuzen einander in der Mitte ihrer LĂ€nge, gespielt wird genau dort an der Überkreuzungs-Stelle: Mal zeigt der Spielfinger nach oben, mal nach unten, je nachdem welche der kreuzenden Saiten erklingen soll.

Es kann also in jeder beliebigen Tonart gespielt werden, ohne einzelne Saiten mit Klappen oder Pedalen zuerst passend umstimmen zu mĂŒssen.


Das Stimmen einer solchen Harfe ist gewöhnungsbedĂŒrftig. Unser Ohr ist es gewohnt, klassische Tonleitern mit Ganz- und Halbtonschritten zu hören. Diese liebe Gewohnheit wird hier völlig ĂŒber den Haufen geworfen.


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Wenn ich, der Einfachkeit halber, zuerst auf der rechten, dann auf der linken Seite alle Saiten nacheinander stimme, so sind dies durchgehend Ganztonschritte. Dies ist derart ungewohnt, dass fĂŒr mich zumindest jetzt zu Beginn ein StimmgerĂ€t wirklich Gold wert ist. Auf mein Gehör kann ich mich hier nicht mehr verlassen, dieses "verlangt" richtiggehend nach den Halbtonschritten an den gewohnten Stellen.


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DafĂŒr hat das freie Experimentieren und Improvisieren mit den Tönen bei dieser Harfe seinen ganz besonderen Reiz - es sind schlicht keine Tonleitern mehr da, die experimentell-zufĂ€llig entstehenden Melodien erklingen neu, irgendwie fremd und ungewohnt, ĂŒberaus spannend und unerwartet. Allerdings ist die Hand- und Fingerhaltung recht schwierig zu erlernen.


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Dies beginnt schon mit der richtigen Position der Hand, denn die Überkreuzungslinie der Saiten verlĂ€uft in einem schwungvollen Bogen, die korrekte Stelle ist von Auge kaum auf die Schnelle erkennbar. Ohne grossen Fleiss und ĂŒben, ĂŒben, ĂŒben ist da gar nichts zu wollen. Schön, neu, ungewohnt und anstrengend ist das Spielen auf meiner neuen Chromatischen Harfe. Wie ich es spasshaft gerne mal nenne: Das beste, intensivste Anti-Alzheimer Training, anstrengend und entspannend zugleich.


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Nicht zufĂ€llig habe ich meine Chromatische Harfe direkt neben einer meiner "Standard-Harfen" platziert: Wenn ich nach meinen BemĂŒhungen an meinem neuen Instrument Lust habe, einfach mal wieder ohne sehr viel denken zu mĂŒssen einfache, schöne Melodien auf der Harfe spielen zu können, so reicht eine leichte Drehung meines Stuhls und ein kleines ZurechtrĂŒcken, und schon kann ich leicht und froh meine Finger in gewohnter Manier ĂŒber die Saiten meiner alt-geliebten, gewöhnlichen Harfe tanzen lassen....

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Nach unerwarteten Start-Schwierigkeiten mit verschiedenen "sorry, tut uns leid" Absagen haben wir doch auch fĂŒr unseren Ganador schliesslich eine passende Welpen-Spielgruppe gefunden - Ende MĂ€rz schienen nirgendwo genĂŒgend Welpen da zu sein um eine Gruppe zu bilden, das haben wir mit allen unseren bisherigen Welpen noch nie so erlebt!


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Und nun, heute waren es beim KV Seetal /Seengen sogar genĂŒgend Welpen, um nach einer gemeinsamen ruhigen Einstiegs-Runde zwei verschiedene Niveau-Gruppen laufen zu lassen, welches GlĂŒck! So konnten die sensiblen kleinen und jĂŒngsten Neulinge fĂŒr ein erstes sanftes Kennenlernen als separate Einsteiger-Gruppe beiseite genommen werden.


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Unser Galgo Ganador, obschon auch noch nicht Ă€lter als zarte 14 Wochen, der dreht auf dem Spielplatz so richtig auf - mit Feuereifer und riesiger Begeisterung flitzt er Runde um Runde durch's Welpengehege, als liefe er bereits auf der Rennbahn! Mit dabei natĂŒrlich immer seine Beute, die TrophĂ€e welche er stolz prĂ€sentiert.


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Gut, können die ganz jungen Welpileins heute eine eigene Gruppe "fĂŒr zartbesaitete, kleine und schĂŒchterne" bilden. So können die bereits etwas grösseren, mutigen jungen Wilden doch weitgehend nach Herzenslust ihre Energie zeigen, und mĂŒssen von den Gruppenleiterinnen, welche mit wachsamem Auge das Geschehen auf dem Platz beobachten, nicht allzu oft in ihre Schranken gewiesen und aus dem Spiel rausgenommen werden.


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Nebst dem EinĂŒben einer freundlichen und anstĂ€ndigen Kontakt-Aufnahme mit den unterschiedlichen Welpen verschiedenster Hunderassen, und dem friedlichen Spielen und KrĂ€ftemessen untereinander, wird auch bereits das ruhige, brave Stillsitzen und Warten eingeĂŒbt - etwas, das unserem quirligen Windhund gar nicht leicht fĂ€llt!


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Hingegen bei den kleinen Abruf-Übungen, da zeigt unser Ganador bereits mit grosser Freude wie gut sowas schon klappt, und auch brav sich hinsetzen fĂŒr eine Guddeli-Belohnung, das kann er schon wirklich gut! Sogar auf dem beweglichen Wackelbrett klappt das schöne "sitz" fast in Perfektion!


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Zum Abschluss der heutigen Welpen-Spielstunde dĂŒrfen unsere jungen Vierbeiner noch verschiedene SchnĂŒffelspielchen kennenlernen: Ruhige und konzentrierte BeschĂ€ftigung auch ohne SpielkamerĂ€dli, auch das gehört zum Alltag eines glĂŒcklichen Hundes!


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Guddelis suchen, erschnĂŒffeln unter einem umgestĂŒlpten Becher, einem Eierkarton, einem FrottĂ©e-TĂŒchlein, in einem kleinen, halb-aufgerollten Teppich oder im exklusiven, hochflorigen SchnĂŒffelteppich versteckt: Konzentrierte Nasenarbeit fordert unsere Hunde nochmals auf einer ganz anderen Ebene, als die wilden Renn- und Kampfspielchen: Köpfchen statt Kraft und Schnelligkeit, beides trainieren zu dĂŒrfen, das macht einen Hund glĂŒcklich!





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Wie schön, wir haben viele Fotos bekommen vom Verhaltenstest als Teil der Zucht-Zulassungs-PrĂŒfung am 8.4.17 auf dem GelĂ€nde der Windhundrennbahn in Rifferswil. Ganz herzlichen Dank an den Fotografen Max Wagner, der alle geprĂŒften Hunde wunderschön fotografiert hat und uns alle Fotos unserer Windhunde kostenlos zur VerfĂŒgung stellt!!!


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Unser schöner Parween hat das ganze von einer sehr spielerischen Seite gesehen: Er hat fast pausenlos "den Kaspar" gespielt, ist voller Begeisterung mit dem ihm angebotenen Spielzeug auf der Wiese herumgeflitzt, hat sein ganzes ĂŒberschĂ€umendes Temperament zur Schau gestellt und war kaum zu bremsen. Entsprechend waren Abruf und "freie Folge" nicht wirklich berauschend, deshalb erhielt er schliesslich die Schleppleine umgehĂ€ngt ... trotzdem, ein toller Bursche, unser Parween, er hat seine Sache ganz super gemacht!


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Qa'ani unser Rennhund, der in unserem Alltag kaum zu bremsen ist, der regelmÀssig mit einer unglaublichen Ausdauer und in rasendem Tempo Runden um Runden dreht, er war von der ganzen Test-Situation etwas verwirrt. Qa'ani verbrachte viel Zeit damit, einfach ruhig da zu stehen und um sich zu schauen, fragte sich wohl was das ganze hier denn sollte: Er hatte ganz offensichtlich einen surrenden Hasenzug und die vorbeiflitzende Hasenattrappe erwartet, aber nichts von alledem war heute vorbereitet.


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Und als ihm dann auch noch klar wurde, dass er vergeblich auf die sonst obligate Guddeli-Belohnung hoffte auch beim dritten und vierten gehorsamen Abruf, da war auch damit nichts mehr zu wollen: Verarschen nein, das lĂ€sst sich unser Qa'ani nun doch nicht! Also auch er, Schleppleine umgehĂ€ngt, damit der vorgesehene Parcours ohne allzu lange Wartezeiten absolviert werden konnte. Naja, brilliert hat unser Qa'ani heute wahrlich nicht, aber fĂŒr die Zuchtzulassung hat es auch bei unserem jĂŒngeren Sloughi-Boy alleweil gereicht. Ein glĂŒcklicher Tag!!!






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Es ist ein erfolgreicher Tag fĂŒr unsere zwei Sloughi-Buben: Parween und Qa'ani haben heute auf dem GelĂ€nde der Windhundrennbahn Rifferswil ihre Zuchzulassungs-PrĂŒfung absolviert. Hierbei geht es einerseits um eine Verhaltensbeurteilung, wo geprĂŒft wird wie wesenssicher sich der Windhund in ungewohnten, aber friedlichen Situationen zeigt. Es wird die Beziehung des Hundes zum Halter und zu Fremdpersonen geprĂŒft, sowie auch seine Reaktion gegenĂŒber ungewohnten optischen und akustischen EinflĂŒssen. Schliesslich wird, fĂŒr einen Windhund sehr relevant, auch der Hetztrieb getestet.


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Im zweiten Teil der ZZP wird das ExtĂ©rieur mit Gangwerk beurteilt. Hierbei wird kontrolliert, wie perfekt der Windhund seinem Rasse-Standard entspricht, ob er sich in Aussehen und Gangwerk rassetypisch zeigt. Beide Teilbereiche dieser Kör-PrĂŒfung haben sowohl Parween wie auch Qa'ani zur vollsten Zufriedenheit der beiden freundlichen Expertinnen, Wesensrichterin Silke Hopf Wirth und ExtĂ©rieur-Richterin Beatrix MĂ€rki Casanova, bestanden. Meine beiden Sloughi-Jungs sind also mit dem heutigen Tag beide zur Zucht zugelassen. Wir freuen uns sehr ĂŒber diesen tollen Erfolg!


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Ein langgehegter Traum ist in ErfĂŒllung gegangen: Der sĂŒsse Galgowelpe Ganador del Niños Vencedores beglĂŒckt seit ein paar Tagen unsere Familie mit seinem fröhlichen, unkomplizierten Wesen. Geboren am Freitag 13. Januar als einer von sieben Zwergen, durften wir ihn im Alter von exakt 10 Wochen besuchen gehen. Es war Liebe auf den ersten Blick, und nach einer nachmittĂ€glichen, friedlichen Plauder- und Fotosession bei der freundlichen, erfahrenen ZĂŒchterin mit ihrem quirligen Galgo-Wurf, durften wir unseren gestromten Liebling gleich mit uns nach Hause nehmen.


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Ganador's Mama ist die wunderschöne und liebenswĂŒrdige, sehr dunkel gestromte, kurzhaarige España del Niños Vencedores. Papa ist der beeindruckende, schwarze Narooma Jaguar Noir aus Französischer Zucht, mit ganz leichtem Rauhaar. Es scheint, dass alle Welpen dieses Wurfes wohl glatthaarig sind, wobei dies zur Zeit im Alter von zarten zehn Wochen noch niemand mit Bestimmtheit wissen kann.


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Die lange RĂŒckreise in unserem Katmobil mit unserem nun fĂŒnfköpfigen Hunderudel, aus dem hohen Norden Deutschlands zurĂŒck in die Schweiz, haben wir genauso wie unsere Hinreise in bekömmliche Etappen aufgeteilt. Tagesetappen von rund 300 km mit mehreren kĂŒrzeren Pausen, dazwischen ausgedehnte Aufenthalte an verschiedenen wunderschönen Orten weitab vom AutobahnlĂ€rm in der grĂŒnen Landschaft, bei traumhaftem, sonnigem FrĂŒhlingswetter.


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Dabei durfte natĂŒrlich unser absolutes LieblingsplĂ€tzchen, ein lauschiger Stellplatz direkt am Rhein, sowohl auf der Hin- wie auch auf der RĂŒckreise nicht fehlen. Wie immer haben wir da wiederum sehr nette, unkomplizierte Menschen angetroffen. Viele verschiedenste Hunde im Freilauf vergnĂŒgten sich auf dem Platz, wir wurden freundlich aufgefordert, doch auch unsere Vierbeiner frei mit den andern rennen zu lassen. Das war, vor allem fĂŒr unsere beiden Sloughi-Jungs, welche ausserhalb unserer eingezĂ€unten GrundstĂŒcke leider nur allzu selten ohne Leine laufen dĂŒrfen, wohl das absolute Highlight dieser Welpen-Abhol-Kurzferien! NatĂŒrlich nebst den ebenso genialen Renn- und Entdeckungsjagden zu zweit am Rheinufer und in den Geröllbergen des nahen Baggersees.


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Unser kleiner, schmĂŒseliger Ganador hat sich vollkommen unproblematisch von Anbeginn weg in unser bestehendes Rudel eingefĂŒgt. Die zweitĂ€gige Reise in seine neue, ferne Heimat in unserem Katmobil war fĂŒr den Kleinen offensichtlich völlig in Ordnung. Gemeinsam mit den andern Hunden auf dem grossen Hundebett gekuschelt, vom monotonen Schaukeln des fahrenden Wohnmobils in sĂŒsse TrĂ€ume gewiegt, liess er sich vertrauensvoll seiner noch unbekannten neuen Heimat entgegentragen.


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Diesmal war es unsere liebe, anhĂ€ngliche Dogge Silja, die fĂŒr's erste die Mama-Rolle fĂŒr den kleinen Wichtel ĂŒbernommen hat. Ruhig, freundlich und geduldig, war sie in ihrer Riesengrösse fĂŒr den Winzling wohl eine absolut sichere Adresse. Da konnte er sich unbesorgt rankuscheln und seinen vierbeinigen Schutz finden. WĂ€hrend unser hochbetagter, nicht mehr wirklich gesunder Weimaraner Charengo, anders als frĂŒher froh war, wenn er einfach in Ruhe gelassen wurde. Seine Probleme mit der HinterhandschwĂ€che sind inzwischen deutlich schlimmer geworden, so dass er, zusammen mit Silja, unseren Winzling auf seine lediglich sehr kurzen Spazieren-Stehen-AusflĂŒge begleitete.


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Unsere beiden jungen Sloughi-WildfĂ€nge, fĂŒr die war ein anderes Programm angesagt: So richtig austoben, rennen was das Zeug hĂ€lt, die Freiheit geniessen in einer wunderschönen Gegend, so konnten Parween und Qa'ani ihre Kurzferien aus vollen ZĂŒgen geniessen. Mit dem kleinen Galgo-Welpen wussten die beiden fĂŒr's erste noch nicht recht was anzufangen. Sie duldeten den Kleinen zwar mehr oder weniger freundlich, aber vor allem der Qa'ani der liess mich eindeutig verstehen, dass der Kleine fĂŒr ihn im Moment wohl eher ein völlig unnötiger Störefried und kein Spielkamerad war. Parween versuchte sein bestes, den Neuling unbeeindruckt einfach zu ĂŒbersehen.


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Inzwischen geht fĂŒr unseren Welpen bereits der zweite Tag in seinem neuem Zuhause zur Neige. Unser Winzling wird fast von Stunde zu Stunde selbstsicherer und ĂŒbermĂŒtiger, und vor allem unser Parween hat einen riesigen, fast unglaublichen Entwicklungs-Sprung gemacht: Er hat sich mit dem kleinen Windhundwelpen inzwischen richtiggehend angefreundet, fordert ihn immer mal wieder zum spielen oder zum rennen auf, altersangepasst zart und rĂŒcksichtsvoll, und gibt dem kleinen Frechling auch schon mal sanft und doch unmissverstĂ€ndlich den Tarif durch wenn der es mal wieder allzu sehr ĂŒbertreibt: Mein wunderbarer Parween hat fĂŒr den kleinen Galgowelpen Ganador die Papa-Rolle ĂŒbernommen!





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Nach zwei abwechslungsreichen Samstagen bei schönstem FrĂŒhlingswetter an den alljĂ€hrlich vor Saisonbeginn wiederkehrenden Arbeitstagen auf den Rennbahnen in Lotzwil und Rifferswil feiern wir heute zur feierlichen Eröffnung der diesjĂ€hrigen Rennsaison mit unseren beiden Sloughi-Boys einen ganz besonderen Tag: Die beiden dĂŒrfen sich unter Beweis stellen, sie sind fĂŒr ihre LizenzlĂ€ufe angemeldet am allerersten Trainingstag der Saison, auf der Rennbahn in Lotzwil.

Nach der langen Winterpause hatten die beiden zwar keine Gelegenheit, das letztes Jahr gelernte nochmals aufzufrischen, aber sie haben nun das erforderliche Alter fĂŒr die LizenzprĂŒfungen erreicht. Probieren geht ĂŒber studieren, wer nicht wagt der nicht gewinnt, und so wagen wir das Abenteuer. Die letztjĂ€hrigen TrainingslĂ€ufe hatten ja gezeigt, dass die beiden inzwischen geĂŒbt genug sind um es schaffen zu können. Helena, unsere hilfsbereite VereinsprĂ€sidentin, hat liebenswĂŒrdigerweise die erforderlichen Begleithunde aufgeboten, da ich selber noch zu wenig bekannt bin in der Szene um zu wissen, welche Hunde bzw Hundebesitzer hierfĂŒr in Frage kommen könnten.

Diese LizenzprĂŒfungen werden wie folgt abgehalten: ZunĂ€chst bestreitet jeder Lizenzhund einzeln einen Solo-Lauf. Hierbei muss er zeigen dass er sich, korrekt mit Maulkorb und Renndecke ausgerĂŒstet, anstĂ€ndig aus der Startbox starten lĂ€sst und der Hasenattrappe nachlĂ€uft. Falls dies gut klappt, so folgen im Abstand von mind. 1 Std. zwei begleitete LĂ€ufe. Der Lizenzhund lĂ€uft nun in Begleitung von zwei erfahrenen Rennhunden, mindestens einer hiervon gleichgeschlechtlich, und soll auch in dieser Situation zielgerichtet dem Lockmittel nachlaufen. Er darf hierbei keinerei Anstalten machen, einen der Begleithunde angreifen zu wollen.


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Parween war heute fĂŒr mich die grosse, positive Überraschung des Tages. Obwohl er das ganze letzte Jahr hindurch mit der Startbox regelmĂ€ssig MĂŒhe bekundet hatte und auch ziemliche Probleme gezeigt hatte den Maulkorb zu akzeptieren, sogar wĂ€hrend dem Lauf immer wieder versucht hatte sich diesen vom Kopf zu streifen: Parween, mein super Junge, er liess sich heute problemlos und ohne irgendwie zu zicken den Maulkorb ĂŒberstreifen, liess sich anschliessend ruhig und wie selbstverstĂ€ndlich in die Startbox einsetzen, es schien mir fast wie ein kleines Wunder! Der Sololauf war mit Bravour bestanden. SpĂ€ter, unmittelbar vor dem ersten Begleitlauf kam es dann leider beim Warten auf den Einsatz auf dem Sattelplatz zu einer kleinen Differenz mit einem der Begleithunde: Parween nĂ€herte sich diesem Hund freundlich und interessiert und machte Anstalten, diesen zur BegrĂŒssung beschnuppern zu wollen, worauf er von dem pensionierten Doppel-Europasieger sehr brĂŒsk und auf's heftigste abgekanzelt wurde und etwas verdutzt rasch den RĂŒckzug antrat.

Der anschliessende begleitete Lizenzlauf war fĂŒr mich helle Freude, mein Parween lief wunderschön, eine ganze Weile lief er auch Seite an Seite mit einem der Begleithunde, es sah aus der Distanz aus wie ein absolut harmonischer, synchroner Paarlauf. Anschliessend auf der Zielgeraden kam es dann auch zur erhofften und erforderlichen Überholung: Mein GlĂŒck schien perfekt, mein Wunderbub Parween hatte hiermit seine LizenzprĂŒfung wohl bereits quasi mit Bravour bestanden. Umso mehr war ich dann völlig entgeistert als ich beim Mittagessen erfahren musste: Parween ist disqualifiziert, er hat nicht bestanden! Er habe, und dies ausgerechnet wĂ€hrend dem aus der Distanz so harmonisch wirkenden "Paarlauf" mit dem Begleithund geschwĂ€tzt, er habe ihn "angeknurrt", dies sogar mehrfach und in voller LautstĂ€rke!!! Ja, dass meine beiden "ein-Herz-und-eine-Seele"-Sloughis nicht selten lautstark miteinander kommunizieren wĂ€hrend ihren spielerischen WettlĂ€ufen im Alltag, das ist mir bestens bekannt. Dass diese unbeschwerte Kommunikation nun von dem Bahnbeobachter als Aggression verstanden wurde und zur Disqualifikation fĂŒhrte: FĂŒr mich eine schlicht groteske Fehlinterpretation! Der einzige involvierte Hund der tatsĂ€chlich Aggression gezeigt hatte war der Begleithund, vor dem Lauf auf dem Sattelplatz. Was suche ich mit meinen Hunden eigentlich noch an solchen Events? Sind wir hier nicht einfach gĂ€nzlich fehl am Platz??!!!??


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Qa'ani, unser sĂŒsser kleiner Quirli, der in allen bisherigen Trainings wĂ€hrend des vergangenen Jahres völlig selbstverstĂ€ndlich und voller Vorfreude auf den kommenden Lauf sich in die Startbox einsetzen liess, dem Maulkorb kaum Beachtung schenkte und der Hasenattrappe begeistert nachgelaufen war, er war heute völlig unerwarteterweise mein grosses Sorgenkind. Er wollte bereits bei seinem Sololauf partout nicht in die Startbox rein!!! Aber, es musste einfach sein, heute gab's einfach kein Pardon! Der Lauf selber war dann wie zu erwarten war völlig problemlos. Dennoch war ich sehr erleichtert zu erfahren, dass Qa'ani wegen der Startbox-Probleme nicht bereits beim Sololauf disqualifiziert wurde. Das Startbox-Problem wurde dann beim ersten Begleitlauf noch deutlicher, und nachdem es mir dank relativ rabiatem Nachhelfen doch gelungen war den widerspenstigen Kerl in die schmale Box zu stellen, da drehte sich der knochig-schlanke Wichtelmann doch tatsĂ€chlich mit ach und krach in der schmalen Box um, genau so wie er es Ende 2016 beim Fuchsjagd-Sololauf in derselben Startbox bereits zweimal getan hatte. Er verpasste deshalb den Start zum Begleitlauf um LĂ€ngen, da er sich ja zuerst wieder zurĂŒckdrehen musste um aus der Box zu kommen. Der "Begleitlauf" wurde so quasi zu einem erneuten Sololauf, allerdings diesmal praktisch ohne sichtbare Hasenattrappe vorneweg. Aber Qa'ani lief trotz riesiger Distanz brav den beiden Begleithunden hinterher und beendete seinen Lauf korrekt. Wiederum zu meiner grossen Überaschung keine Disqualifikation! Qa'ani durfte also, anders als unser heutiger Goldjunge Parween, am Nachmittag auch noch seinen zweiten Begleitlauf absolvieren. Dieser wurde so geplant, dass der schnellere der Begleithunde nachgestartet werden sollte, jedoch erst nachdem Qa'ani aus der Startbox raus war. Ich versuchte nun, den kleinen Kerl so lang wie nur möglich Kopf voran in der Startbox festzuhalten, um ein erneutes Drehen zu verhindern. Eine ziemlich stressige Situation, nicht nur fĂŒr Qa'ani, auch fĂŒr mich. Der Start gelang diesmal wie gewĂŒnscht, aber oh Schreck: Ich hatte in der so turbulenten und hektischen Situation vergessen, Qa'ani vor dem Einsetzen in die Box das Halsband abzunehmen! Mit wehender aber zum GlĂŒck recht kurzer Leine am Halsband flog mein Bub davon ĂŒber die Rennbahn! Der Lauf war diesmal super, wie erwĂŒnscht und geplant ein echter Begleitlauf mit Überholung, aber ich schĂ€mte mich in Grund und Boden!!! Auch der gute Bescheid, dass wenigstens Qa'ani heute seine LizenzprĂŒfung bestanden hatte war fĂŒr mich neben der Erleichterung und einer klitzekleinen Freude fast noch mehr beschĂ€mend: Katastrophale Leistung aber bestanden der eine, ĂŒberragende Leistung aber disqualifiziert der andere. Schwierig zu verstehen! Und am allermeisten schĂ€mte ich mich dafĂŒr, dass ich dem sĂŒssen Qa'ani-Bub heute gleich dreimal!!! mit Druck nachhelfen musste in die Startbox.


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Zu meine grossen Erleichterung: Der unkomplizierte Qa'ani scheint mir diese Startbox-Zwangsbehandlung nicht nachhaltig ĂŒbelgenommen zu haben. Beide Sloughi-Jungs ahnen zum GlĂŒck nichts von diesen menschlichen Beurteilungen und Beurteilungskriterien. Sie haben einen interessanten Tag erlebt, viele spannende Hundebegegnungen geniessen können, wenn auch nie ohne Leine, und wirken glĂŒcklich und entspannt und auch ganz besonders anhĂ€nglich auch noch lange danach. Mein Goldjunge Parween wird vielleicht eine nĂ€chste Gelegenheit bekommen, nach dem heute bestandenen Sololauf anlĂ€sslich des Season Opening Coursing in Lotzwil in zwei Wochen seine Coursing-BegleitlĂ€ufe zu absolvieren und, falls er besteht, damit seine Coursinglizenz zu erhalten, wĂ€hrend ich Qa'ani dort bereits zu seinem ersten offiziellen Coursing anmelden darf, da Qa'ani mit seinen heute trotz grottenmieser Performance bestandenen LizenzlĂ€ufen sowohl die Renn- als auch die Coursinglizenz erworben hat. Sonderbarerweise ist das Endresultat dieser heutigen LizenzlĂ€ufe haargenau so wie ich ursprĂŒnglich spekuliert hatte: Qa'ani wird's wohl schaffen, bei Parween bin ich mir nicht ganz so sicher. Nur dass die erwarteten Problempunkte diametral entgegengesetzt waren, gemessen am Outcome. Exakt gemĂ€ss dem etwas doofen Spruch: Und erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!

Die wunderschönen Fotos wurden aufgenommen von RenĂ© Broger, ganz ganz herzlichen Dank fĂŒr diese tollen Bilder!







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KreativitĂ€t und Spass zugleich, und es kann so richtig sĂŒchtig machen: Meine gute starke NĂ€hmaschine lĂ€uft dieser Tage heiss, die Ideen sprudeln nur so, und Stoffe auf Vorrat habe ich inzwischen eingekauft in den allerschönsten Farben. Ich kann so richtig loslegen, und habe fast ein bisschen zu wenige Windhunde fĂŒr all die Windhundkleider welche in den vergangenen Wochen unter meinen HĂ€nden entstanden sind.


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Nach meinen ersten schĂŒchternen Versuchen mit einfachen Fleece-Kleidchen, wo der Stoff viele AnfĂ€nger-Fehler grosszĂŒgig verzeiht, habe ich mich schliesslich mit klopfendem Herzen an erste Windhund RegenmĂ€ntelchen gewagt: Hier zĂ€hlt, genauso wie beim Leder fĂŒr meine WindhundhalsbĂ€nder, jeder Stich! Denn die Nadel hinterlĂ€sst in dem wasserdichten Stoff der Aussenseite schlicht und einfach ein sichtbares Loch...   aber schön sind sie geworden, in dunklerem Weinrot fĂŒr Qa'ani, und einem leuchtend frischen Feuerrot fĂŒr Parween!


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Und weil die einfach-schlichten, einlagigen, gekauften und anschliessend notgedrungen mit EinnĂ€hern an beiden Seiten passend gemachten Fleece-GewĂ€ndchen fĂŒr die beiden Windhunde irgendwann zwingend in die Waschmaschine mussten, brauchte ich unbedingt einen valablen Ersatz fĂŒr diese bequemen und praktischen "Windhund-Pijamas" - also flugs einen ersten Versuch gemacht mit einer interessant gemusterten Fleece-Kombination, und schon sind zwei bequeme Hauskleidchen fĂŒr meine Sloughis im Brother-Look entstanden: So einfach zu nĂ€hen, ĂŒberaus hĂŒbsch anzusehn, und von Anfang an in Grösse und Form perfekt passend, zu meiner hellen Freude!!!


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Und dann, und dies brauchte doch recht viel Mut: Aus einem kostbaren, wunderschönen Designer Stoff in Einzel Anfertigung auf Bestellung, mit einzigartigen Windhundmotiven von der KĂŒnstlerin Steffi Sonntag, entstanden zwei exklusive WindhundmĂ€ntel in dezenten, traumhaft schönen Naturfarben: Mein Herzklopfen beim Zuschneiden und NĂ€hen muss hörbar gewesen sein, das Rattern in meinen Hirnwindungen ebenfalls beim nachdenken, wie alles am besten gemacht werden sollte. Die KleidungsstĂŒcke sind gelungen, und auch die Modeschau draussen in der schönen Natur haben Parween und Qa'ani mit Bravour hinter sich gebracht. Und nun fehlt nur noch der letzte Schritt: Diese schönen WindhundmĂ€ntel werde ich noch auf natĂŒrliche Art imprĂ€gnieren, wenn es dann etwas wĂ€rmer wird, mit Bienenwachs aus der letztjĂ€hrigen Produktion meiner eigenen Bienenvölker!








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An der heutigen Generalversammlung unseres Rasseclubs SCOW (Schweizer Club Orientalischer Windhunde) hat unser Parween eine wunderschöne Auszeichnung erhalten, fĂŒr seinen ersten Platz als Jugend-Sieger Sloughi in der Top Ten Jahreswertung 2016.


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Wir bedanken uns herzlich beim Vorstand des SCOW fĂŒr diesen schönen Preis, und gratulieren unserem Sloughi-Buben aus vollem Herzen zu diesem ausgezeichneten Gesamtwertungs-Resultat fĂŒr die Schweizer Schönheits-Ausstellungen vom vergangenen Jahr.


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Umso mehr wissen wir diese Auszeichnung zu schÀtzen, da wir ja eigentlich so richtige Ausstellungs-Muffel sind... ja, heitere und ungezwungene Renn-Spielchen frisch von der Leber weg in der freien Natur liegen uns halt doch sehr viel mehr, als solche eng strukturierte, eigentlich langweilige und doch auch recht stressigeTage an Hundeausstellungen zu verbringen...


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Das frostig kalte Januar-Wetter lĂ€sst unsere kurzhaarigen, dĂŒnnpelzigen und knochendĂŒnnen Windhunde frieren, da mĂŒssen wir dringendst Abhilfe schaffen. Warme Windhund-MĂ€ntelchen fĂŒr draussen und kuschelige Fleece-Bodys fĂŒr drinnen haben wir zwar bei verschiedenen Anbietern vor Wochen schon bestellt, aber was wir bekommen haben das hat einfach nicht so richtig gepasst, oder die Lieferfristen sind schlicht zu lang fĂŒr diesen Winter. Schliesslich hatte ich genug, bin im Stoffladen fĂŒndig geworden und habe mich wieder einmal an meine gute NĂ€hmaschine gesetzt.


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An die richtigen luxuriösen WinhundmĂ€ntelchen mit den vielen exklusiven, schönen und praktischen Details wage ich mich zwar vorlĂ€ufig noch nicht, aber so was einfaches, kuschelig-warmes und praktisches ohne jeglichen Firlefanz, das mĂŒsste doch machbar sein! Als erstes sind nun zwei gut sitzende Bodys entstanden, mein Erstlingswerk in grĂŒn / orange fĂŒr unseren Qa'ani, und als zweites ein wunderschönes rotes Body fĂŒr Parween mit einem extra-weichen, sĂŒssen Herzchen-Futter.


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Nachdem diese ersten NĂ€hresultate zufriedenstellend und in guter Passform gelungen sind, wage ich mich auch noch an etwas grosszĂŒgiger geschnittene Fleece-MĂ€ntelchen: Parween bekommt ein locker bequem sitzendes MĂ€ntelchen in lila mit rosa Innenfutter, und schliesslich als letztes Kleidchen dieser Serie erhĂ€lt auch der Qa'ani ein bequem grosses MĂ€ntelchen in meinen Lieblingsfarben blau / tĂŒrkis.


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Na, das ist doch was! Die bitter kalten Januar-Tage sind zwar inzwischen zu Ende gegangen, Tauwetter und Regen hat eingesetzt, der ganze schöne Schnee ist gestern und heute grösstenteils weggeschmolzen. Aber wer weiss, vielleicht will es der Winter nochmals wissen, wir wĂ€ren auf jeden Fall jetzt bestens gerĂŒstet!











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Unser liebes DoggenmĂ€dchen Silja feiert heute ihren sechsten Geburtstag! Zwischen ihr und unserem jĂŒngsten, NesthĂ€kchen Qa'ani, hat sich mittlerweile eine innige Freundschaft entwickelt, die beiden kuscheln Tag und Nacht aufs engste und herzlichste miteinander.


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Ja, in diesen kalten Wintertagen mit den frostigen Temperaturen und der bitterkalten Bise draussen, da fĂŒhlen sich nicht nur unsere Vierbeiner wohler drinnen in der warmen Stube, neben dem wunderbar wĂ€rmenden, heimelig knisternden Feuer im Ofen!


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Doch auch nach draussen geht's trotz KÀlte immer mal wieder mit dem ganzen Rudel. Auch der herrliche Tiefschnee hat seinen ganz besonderen Reiz. Die Fotos zeigen es ganz deutlich: Unsere Silja gleicht immer mehr ihrer wunderschönen Mama Lilofee!


 


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Liebevolle, treue Augen mit dem feinen, lustigen Schalk, und die zarte SilberfĂ€rbung an den Lefzen, die sich zunehmend ausbreitet: Schöne, sĂŒsse, seelenvolle DoggenhĂŒndin, Silja wir alle lieben dich!











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Im Anschluss an die traditionelle Fuchsjagd, welche alljĂ€hrlich das Deutschschweizer Saisonende auf den Windhundrennbahnen markiert, organisierte der Windhundsportverein Bern auf der Rennbahn in Lotzwil auch dieses Jahr wieder ein Solorennen, an welchem Windhunde ohne gĂŒltige Rennlizenz sowie auch andere Interessierte teilnehmen dĂŒrfen. Die Hunde laufen ohne Maulkorb. Auch Joungsters unter 18 Mt dĂŒrfen zwei LĂ€ufe absolvieren, allerdings ausschliesslich ĂŒber die kurze Rennstrecke von 280 m. Petrus meinte es wiederum sehr gut mit uns, das Wetter an diesem ersten November-Sonntag war zwar recht kĂŒhl aber trocken, und zeitweise kam sogar eine wunderbar wĂ€rmende Herbstsonne zum Vorschein. Die Stimmung auf dem Platz war sehr friedlich und freundschaftlich, ein richtiges Highlight zum Saisonabschluss!


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Dies war nun also das erste sozusagen "echte" Bahnrennen, welches unsere beiden Junghunde Parween und Qa'ani absolvieren durften: Unter Richter-Beobachtung, mit Rangverteilung je nach Laufzeit, genauestens gemessen mittels Zielkamera. Wir hatten ja bereits bei unserem letzten Rennbahntraining Mitte Oktober auf diesen Event hin geĂŒbt, dh erstmals durften da unsere zwei Sloughis zwei LĂ€ufe an demselben Trainingstag absolvieren, mit mehrstĂŒndiger Wartezeit dazwischen - bekanntlich ist fĂŒr unsere beiden quirligen Windhunde das lange Warten, der endlos lang scheinende Tag die schwierige Herausforderung, und nicht die eigentlichen LĂ€ufe. Sehr erfreut war ich als ich entdeckte, dass am Rennbahnrand, wie immer diskret und unauffĂ€llig positioniert, ein Fotograf mit grossem Teleobjektiv an der Arbeit war: Ein herzlicher Dank gebĂŒhrt RenĂ© Broger fĂŒr die wunderschön gelungenen Aufnahmen!


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Erst am Wochenende zuvor hatten Parween und Qa'ani am Plausch-Coursing in Heiligkreuz teilnehmen dĂŒrfen. Bei den Coursings sind ja keine Startboxen vorgesehen, die Hunde werden von Hand gestartet,  haben jederzeit freie Sicht auf den "Hasen" und beobachten akribisch, wann der sich in Bewegung setzt. Dies erwies sich heute völlig unerwarteterweise als die grosse Krux fĂŒr unseren Qa'ani. Er, der von Anbeginn weg ohne jegliche Probleme, ohne irgendwann auch nur eine Sekunde gezögert zu haben, bei den Rennbahntrainings immer völlig selbstverstĂ€ndlich aus der Startbox gestartet war, zeigte sich heute derart kompromisslos darauf erpicht, den laufenden Hasen von Anbeginn weg ins Gesichtsfeld zu bekommen (und natĂŒrlich ist er inzwischen bereits renn-erfahren genug um zu wissen, dass der Hase IMMER von hinten naht), dass der kleine, drahtige, wendige Kerl sich doch tatsĂ€chlich in der eigentlich sehr engen Startbox drinnen nach hinten wendete, und sich dann flugs vor seinem Start nach vorne raus erst mal nochmals mĂŒhsam zurĂŒckdrehen musste. Damit vergab er sich natĂŒrlich entscheidende Sekundenbruchteile.


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Der deutlich grössere und weniger gelenkige Parween hingegen, welcher lange betrĂ€chtliche Probleme gezeigt hatte, die enge Startbox zu akzeptieren, der hat keine Chance fĂŒr solche Experimente mit Wendungen auf engstem Raum. Beide Hunde liefen wunderbar ihren kurzen Lauf, und weil Qa'ani dieses Wendespielchen auch bei seinem Nachmittags-Lauf nochmals ausprobierte, geschah das gĂ€nzlich unerwartete: Parween, der in den Trainings regelmĂ€ssig und deutlich langsamer lĂ€uft als Qa'ani, wurde nun bei beiden LĂ€ufen mit der kĂŒrzeren Zeit gestoppt und holte sich damit den Sieg, wĂ€hrend Qa'ani sich mit dem 2. Schlussrang begnĂŒgen musste. Da heute leider keine anderen Sloughis an dem Solorennen teilnahmen, konnte Parween aber  trotz seinem Sieg in der Kategorie keinen Fuchsschwanz als SiegertrophĂ€e mit nach Hause nehmen - einen solchen gewinnt ausschliesslich der Sieger einer mindestens dreiköpfigen Gruppe. Doch deswegen vergiessen wir keine TrĂ€ne. Das Fuchsjagd-Solorennen war so oder so fĂŒr uns alle ein einmaliges und wunderschönes Erlebnis!








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Im Vorfeld zu den geplanten Coursing Schweizermeisterschaften in Heiligkreuz durften unsere zwei Sloughi-Joungsters das Plausch Coursing laufen. Es war ein absolutes Highlight der Saison, organisiert vom Club Azawakh Suisse fĂŒr diejenigen Hunde, welche zu jung oder zu alt sind um an den regulĂ€ren Coursing-WettkĂ€mpfen teilzunehmen. Hunde ohne Coursing-Lizenz also, oder aufgrund ihres Jahrgangs in Ehren emeritierte Rennhunde. Auch Nicht-Windhunde waren zu diesem Plausch Coursing zugelassen.

Der Anlass im schönen Ort Heiligkreuz fand bei traumhaften Wetterbedingungen statt. Sonne pur von frĂŒh bis spĂ€t, und unten im Tal das Nebelmeer. Um diese Jahreszeit war es trotz nachmittĂ€glichem T-Shirt Wetter am Morgen vor Sonnenaufgang noch recht kalt, das Coursing-GelĂ€nde noch zu glitschig vom Rauhreif. Der Start der LĂ€ufe wurde dementsprechend aus SicherheitsgrĂŒnden um eine Stunde verzögert, bis die Morgensonne ihre Arbeit erledigt hatte.


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Parween und Qa'ani konnten ihre Begeisterung nicht verbergen. Sie zogen wie die irren an ihrer Leine und wollten UNBEDINGT gleich SOFORT der Hasenattrappe nachsetzen, welche da direkt vor ihren Augen flink im Zickzack ĂŒber das recht steile und auch ziemlich wellige WiesengelĂ€nde flog. Und dann der Eklat: Das FellbĂŒndel flog quasi direkt vor uns hoch an die Umlenkrollen des Hasenzugs, die zwei laufenden Whippets hĂŒpften wie wild am Masten hoch, da konnte unser Parween in seiner unerwĂŒnschten Zuschauerposition sich definitiv nicht mehr zurĂŒckhalten: Mit seiner bereits mehrfach bewiesenen geschickten Technik gelang es ihm, flugs sein schmales Köpfchen aus seinem Halsband zu ziehen, befreit flog er ĂŒber die Wiese dem Ort der Action zu: Eine gewaltige Schrecksekunde fĂŒr mich, und ein paar Minuten, bis der Springinsfeld wieder eingefangen war! Nun war leider fertig mit den hĂŒbschen, weichen, etwas dehnbaren HalsbĂ€ndern, die beiden Rennbegeisterten bekamen ab sofort fĂŒr diesen Tag ihre robusten, stabilen HalsbĂ€nder so eng es nur ging umgeschnallt, selber schuld: Ein zweites Mal durfte sowas nicht mehr geschehn!


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Parween und Qa'ani, sie durften heute zu zweit miteinander zum Coursing starten. Also bekamen die beiden heute erstmals ihre Coursing-Decken umgehĂ€ngt: Parween die rote, Qa'ani die weisse. Anders wĂŒrden die Richter die beiden wĂ€hrend der schnellen Jagd nicht unterscheiden können. Beide legten einen absolut begeisterten Lauf hin, endlich durften sie rennen, endlich dem Hasen nachsetzen, kreuz und quer ĂŒber die Alpwiese! Wie wunderschön, den beiden halbwĂŒchsigen Sloughi-Jungs zuzuschauen wie sie ĂŒber die Wiese flogen, hangauf und wieder hangab, dem Hasen hinterher! Vor allem der Parween gab seiner Lauf-Begeisterung Ausdruck indem er da und dort in weit ausholenden Bögen und Schleifen seinen Lauf auskostete: Rennen, das ist doch das ALLERSCHÖNSTE auf der Welt fĂŒr einen richtigen Windhund! Erst recht nach dieser elenden, langen Warterei. Nur Zuschauen wie die andern Hunde laufen dĂŒrfen, das macht doch echt keinen Spass! Nun, endlich, waren sie an der Reihe!


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Am Nachmittag durften unsere zwei Sloughi-Buben wie auch alle andern Coursing-Teilnehmer noch einen zweiten Lauf absolvieren. Und wieder liefen die beiden mit allergrösster Begeisterung, und wieder wĂ€re es ihnen wohl niemals in den Sinn gekommen, dass die Richter nicht den Hunden mit der sichtlich grössten Laufbegeisterung die höchsten Punktzahlen vergeben, sondern im Gegenteil: Diejenigen Hunde werden am besten bewertet, welche sozusagen "mit Köpfchen und Intelligenz" den möglichst kĂŒrzesten Weg wĂ€hlen! Die Menschen tun so, als wĂŒrde auf dem CoursinggelĂ€nde eine echte Jagd stattfinden - wĂ€hrend wohl jeder der laufenden Hunde genaustens weiss, dass dies bloss ein spannendes Jagdspielchen ist, dass er hier einem Hasenfell und nicht einem echten Hasen hinterher jagt. Parween landete schliesslich tatsĂ€chlich abgeschlagen auf dem hintersten, fĂŒnften Sloughi-Rang, wĂ€hrend Qa'ani immerhin punktgleich mit der drittplatzierten Sloughia, der rennerfahrenen Veteranin Samira, auf dem vierten Rang landete. Die vordersten RĂ€nge hatten sich die zwei jĂŒngsten der Gruppe erobert: Herzliche Gratulation an Omar und Leron zu ihren Sieg! Ein wunderbarer, erlebnisreicher Tag neigte sich dem Ende zu, und niemand hĂ€tte wohl auch nur im Traum gedacht, dass Tags darauf die geplanten Coursing-Schweizermeisterschaften nach stundenlangem, hoffnungsvollem aber vergeblichem Warten wegen dickem Nebel schliesslich abgesagt werden mussten!!!

Unser herzlicher Dank geht an Roland Moser fĂŒr die schönen Fotos unserer Sloughi-Jungs wĂ€hrend ihrem Coursing-Lauf!






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Es ist untrĂŒglich Herbst geworden, die Temperaturen sind bereits deutlich kĂŒhler und die goldenen BlĂ€tter schweben nach und nach lustig von ihren Zweigen - die Saison 2016 auf den Windhund-Rennbahnen neigt sich langsam aber sicher ihrem Ende zu.

FĂŒr unsere zwei Sloughi-Joungsters waren es spannende Wochenenden, an welchen die beiden mit riesiger Begeisterung dem davonstiebenden Hasenfell mit den FlatterbĂ€ndern nachjagen durften.


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Viel neues gab es dabei zu lernen fĂŒr die beiden ungestĂŒmen Quicky-Rennhunde: Sie hatten sich nach und nach, Schritt fĂŒr Schritt anzufreunden mit der kalten, harten Engnis der Startbox, und es dauerte eine ganze Weile bis dieses Thema "gegessen" war, und der Renn-Start aus der vorne und hinten geschlossenen Startbox wirklich klappte.


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Auch an ein weiteres obligates Renn-Utensil mussten die beiden Sloughi-Jungs sich langsam gewöhnen: Das Tragen eines Renn-Maulkorbes ist bei allen offiziellen Rennen obligatorisch. FĂŒr unsere zwei freiheitsliebenden Windhunde war das aufgesetzt-bekommen dieses Utensils zunĂ€chst doch ziemlich befremdlich!


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Der unkomplizierte Qa'ani, der lĂ€sst sich allerdings nicht allzusehr irritieren durch diesen Draht-Korb am Kopf. Zumindest solange er dem Hasenfell hinterher hetzt verschwendet der kleine, wendige Kerl keine unnötige Energie auf dieses Unding. Erst im Ziel jeweils, wenn er das Hasenfell packen und seine Beute "zu Tode schĂŒtteln" möchte, dann versucht er natĂŒrlich, sich endlich von dem lĂ€stigen Ding zu befreien..


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WÀhrenddem unser eher komplizierter veranlagtes Sensibelchen Parween die Angelegenheit als sehr viel störender empfindet, und wÀhrend seinen LÀufen immer mal wieder versucht, sich das lÀstige Ding vom Kopf zu streifen. Kein Wunder verliert er damit sehr viel Zeit! Hoffen wir, dass er sich doch bald damit abfindet, auch mit aufgesetztem Maulkorb mit Vollgas dem Hasen hinterherzulaufen!


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Heute ist das allerletzte Rennbahntraining der Saison 2016 angesagt, auf der Windhundrennbahn in Lotzwil. Wir nutzen dieses Training in zweierlei Hinsicht: Als Foto-Session und als Renn-Vorbereitung! Denn freundlicherweise hat sich Urs Alder, der ĂŒblicherweise am Rand der Rennbahn zustĂ€ndig ist fĂŒr die Zeitmessung, bereit erklĂ€rt, sich mit meiner Fotokamera um gelungene Bilder meiner beiden Jungspunde wĂ€hrend ihren LĂ€ufen zu kĂŒmmern. Ich selber habe ja keine Chance, meine Hunde wĂ€hrend ihrem Lauf zu fotografieren, wĂ€hrend ich direkt nach dem Start meines Hundes so rasch ich kann von der Startbox zum Zielraum laufe, um dort möglichst zeitgleich mit meiner Rennkanone einzutreffen und ihn möglichst rasch und schonend von seinem begehrten Zielobjekt zu trennen...


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Und nun  liegen noch folgende Highlights vor uns: Parween und Qa'ani dĂŒrfen demnĂ€chst ihre ersten "richtigen" Rennerfahrungen sammeln! Sie sind zum Plausch-Coursing und zum Fuchsjagd-Sololauf angemeldet, beides von regulĂ€ren Richtern begutachtet und bewertet, und beides mit einem Vormittags- und einem Nachmittags-Lauf. Also wollen wir jetzt in unserem letzten Training auch gleich mal das Feeling kennenlernen, an demselben Tag zwei LĂ€ufe zu absolvieren, mit einer langen Mittagspause dazwischen: Ein veritables Ganztages-Happening also, wobei vor allem die stundenlange Warterei zwischen den beiden LĂ€ufen die grosse, ungewohnte Herausforderung darstellt. Unsere beiden Sloughi-Joungsters die glĂ€nzen ganz und gar nicht mit Geduld! Aber: Wir haben's heute im Training geschafft, und  nun sind wir bereit fĂŒr unsere ersten "Plausch-Rennerfahrungen"!


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Da bei diesen beiden bevorstehenden Plausch-AnlĂ€ssen fĂŒr nicht-lizenzierte Hunde der Maulkorb nicht vorgeschrieben ist, haben wir fĂŒr die heutigen Fotosession-LĂ€ufe ebenfalls auf dieses "Unding" verzichtet, so dass unsere zwei Sloughis in ihrer ganzen natĂŒrlichen Schönheit und ohne störende Renn-Utensilien vor die Kamera-Linse laufen. Bei dieser Gelegenheit danke ich ganz herzlich dem lieben Urs Alder, dem trotz nicht optimalen Voraussetzungen (er musste die Bilder parallel zu seinem Job als Zeitmesser aufnehmen, also bestand keine Wahl fĂŒr eine optimale Positionierung mit der Kamera!) trotz Gegenlicht und "Multi-Tasking" eine ganze Serie von wunderschönen, sehr speziellen Rennbahn-Trainings-Fotos meiner Windhunde gelungen sind, welche ich hier mit grosser Freude prĂ€sentier darf!





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Diesen Herbst packte ich die Gelegenheit, und schrieb mich zu einem Pilzkunde-AnfĂ€ngerkurs ein. Zwar hatte ich mir vor einigen Jahren bereits ein recht ordentliches Wissen ĂŒber Pilze im Selbststudium erworben, das meiste davon aber leider inzwischen lĂ€ngst wieder vergessen. Nun unter fachkundiger Leitung einige spannende Theorieabende sowie zwei ergiebige und lehrreiche Pilz-Exkursion miterleben zu dĂŒrfen, dies war eines der Highlights meines diesjĂ€hrigen Herbstes. Diesen jungen flockenstieligen Hexenröhrling mit seiner beeindruckenden, blutroten Fruchtschicht an der Unterseite des Hutes habe ich Anfang September, kurz nach unserem ersten Theorieabend gefunden. Röhren und Fleisch werden auf Druck oder Schnitt sofort blau, etwas das fast ein wenig wie Hexerei anmutet. Dieser wunderschöne, grosse und krĂ€ftige Pilz ist, gut erhitzt und lange genug gekocht, ein sehr guter Speisepilz.


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Obschon dieser Herbst eigentlich bislang viel zu trocken war, um als guter Pilzherbst zu gelten: Bei eigentlich jedem meiner zahlreichen PilzspaziergĂ€nge fand ich eine schöne Anzahl höchst verschiedener Pilze, welche ich an unsere Theorieabende mitbringen und besprechen lassen durfte. Es war fĂŒr mich fast unglaublich, welche FĂŒlle an schönen und verschiedenen Pilzarten wir an unseren Theorieabenden gesehen und an den Exkursionen gefunden haben. Im Anschluss an die letzte Exkursion durften wir als krönenden Abschluss des Kurses aus dem essbaren Anteil der vielen gefundenen Pilze ein wunderbares FeldkĂŒchen-Pilzgericht geniessen, nachdem wir alle am grossen Tisch mithelfen durften beim Zubereiten bzw fachgerechten RĂŒsten der Köstlichkeiten aus dem Wald. Nach Abschluss des Pilzkurses fand ich Anfang Oktober diesen wunderschönen, eigenartig durch und durch goldfarbenen, krĂ€ftigen Pilz in stolzer Grösse direkt am Rand eines viel begangenen Waldweges inmitten der mit Brennesseln durchsetzten Krautschicht. Bevor ich ihn zuhause fotografieren konnte, hat ihn dann leider unser quirliger Windhund Qa'ani mit einem Hundespielzeug verwechselt, von der ganzen Schönheit des goldfarbenen GlimmerschĂŒpplings ist daher nicht mehr sehr viel zu sehen auf dem Foto. Dennoch: Der Pilz hat sehr lecker geschmeckt!


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Diese wunderschönen Habichtspilze wachsen in bestimmten WaldstĂŒcken in unserer Gegend oft sehr ĂŒppig, sie können eine stattliche Grösse von bis zu 30 cm Hut-Durchmesser erreichen und wachsen typischerweise oft in Gruppen, Reihen oder Hexenringen. Der Hut ist mit grossen, dunklen, aufstehenden Schuppen bedeckt, und erinnert an ein Habicht-Gefieder. Die Hutunterseite trĂ€gt weder Röhren noch Lamellen, sondern eine Art Stacheln, welche bei Ă€lteren Exemplaren bis zu 1 cm lang werden können. Der Pilz riecht wĂŒrzig, junge Exemplare eignen sich sehr gut als GewĂŒrzpilze, am besten in getrockneter Form. So habe ich mich gestern erstmals an das Experiment gewagt, zwei frische, junge Habichtspilze, in feine Scheiben geschnitten, mangels eines Dörrex in meiner Heissluftfriteuse gut zu trocknen: Nun steht in meinem Vorrats-Schrank ein Glas frischer, "home-made" PilzwĂŒrze, fĂŒr meine nĂ€chsten kulinarischen Experimente.


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Mit den lange ersehnten herbstlichen Regenschauern der vergangenen Tage schiessen die Pilze nun in grosser Zahl prĂ€chtig aus dem Waldboden. Da stehen sie nun, ganze Gruppen der wunderschönen roten Fliegenpilze, welche von all den fleissigen Pilzsammlern natĂŒrlich unberĂŒhrt stehen gelassen werden, da schon jedes Kind weiss, dieser schöne Pilz ist ein Giftpilz! FĂŒr mich jedoch das klare Signal: Dort wo die Fliegenpilze wachsen, da fĂŒhlen sich auch wohlschmeckende Röhrenpilze wohl! Vielleicht finde ich mit etwas GlĂŒck ein paar Steinpilze, welche nicht die Wochenend-Pilzsammler schon weggepflĂŒckt haben? Das GlĂŒck war mir hold, gestern fand ich einen ganzen Korb voller Speisepilze, Röhrlinge - zwar keinen einzigen Steinpilz, aber Maronen-Röhrlinge und Rotfuss-Röhrlinge in grosser Zahl standen da im feuchten Waldboden, mein grosser Pilzkorb fĂŒllte sich im Nu und wurde schwer und schwerer: Viel zu viele waren es, um sie alle gleich frisch verspeisen zu können, so dass ich einen grossen Teil davon frisch gerĂŒstet und in kleine Portionen verpackt in meine TiefkĂŒhltruhe bringen konnte, fĂŒr kommende PilzgenĂŒsse in der Winterzeit.


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Und nun, heute die allergrösste Überraschung dieses Pilz-Herbstes: Da glĂ€nzten sie, in unscheinbarem Rauchgrau inmitten unseres Obstbaumgartens, meine allerersten im Freiland selber gezogenen Pilze! Mein "Pilzgarten" trĂ€gt erstmals FrĂŒchte!!! Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass ich teilgenommen hatte an einem "EinfĂŒhrungskurs Pilzgarten". An dem praktischen Teil des Kurses durften wir unter anderem selber einige Holzrugel beimpfen mit Pilzbrut-DĂŒbeln, und diese mit nach Hause nehmen, um sie in unserem eigenen GrundstĂŒck auszupflanzen sobald das Pilzmyzel an einem geschĂŒtzten Ort das Holz genĂŒgend durchwachsen hatte. Diese Holzrugel hatte ich dann in unserem Obstbaumgarten im Boden vergraben, und Monat fĂŒr Monat geschah nichts, nichts, und nochmals nichts. Ich hatte das Experiment bereits abgeschrieben, und nun das: Gestern noch hatte ich nichts dergleichen gesehn, und heute: Die Pilze wachsen!!! Auf dem Foto zu sehen ist ein GrĂŒppchen wunderschöner Austernseitlinge, mein erster im Freiland selber gezogener Speise-Pilz!


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Auf dem Holzrugel nebenan, noch grösser, noch imposanter, eine Gruppe von hĂŒbschen Lungenseitlingen, mit ihrem dekorativ gewellten Rand! Meine Begeisterung war grenzenlos, und inmitten meiner vier wild herumtollender Hunde stellte ich mich schĂŒtzend ĂŒber meine wunderschönen Erstlings-Pilze und wusste nur eines: Diese meine ersten Seitlinge wollte ich nicht von ungestĂŒmen Hundepfoten zertreten lassen! Meine Fotokamera war zuhause geblieben, mit sowas hatte ich nicht gerechnet. Also: Sofortige Ernte, das Foto musste warten bis zuhause.


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Und bei dieser Gelegenheit noch eine Retrospektive: Mein Lungenseitling aus der Flasche. Der gelungene Gag: "Pilzzucht im BĂŒchergestell". An dem Pilzgarten-EinfĂŒhrungskurs durften wir, nebst dem Beimpfen der Holzrugel, auch einige PET-Flaschen fĂŒllen mit geeignetem Substrat und Pilzbrut. Aus einer dieser "Pilzbrut-Flaschen, welche ich nicht verschenkt sondern in meinem eigenen BĂŒchergestell deponiert hatte, war letztes Jahr im Dezember tatsĂ€chlich der erwartete Pilz gewachsen: Ein Lungenseitling, den ich aber leider offensichtlich zu wenig feucht gehalten hatte. Der Pilz stellte irgendwann sein Wachstum ein und vertrocknete in seiner ganzen Schönheit. Dekorativ nach wie vor, aber fĂŒr die KĂŒche leider kein Thema mehr. AnfĂ€ngerpech!


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Und hier noch ein Foto meines Flaschenpilzes, nachdem ich ihn aus der Flasche befreit hatte. Am Pilzfuss des ziemlich trockenen Lungenseitlings hÀngen noch einige Reste vom Pilz-Myzel. Eine fast ein wenig geisterhafte Erscheinung auf diesem Blitzlicht-Foto, wunderschön und einmalig auf jeden Fall.









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In diesem ungewöhnlich sonnig-heissen Sommer 2016 haben die paar Rebstöcke in unserem Obstbaumgarten derart viele Trauben hervorgebracht, dass wir keine Chance haben, die wunderbaren FrĂŒchte innert nĂŒtzlicher Frist alle aufzuessen. Deshalb nun der Entscheid, die herrlich-sĂŒssen FrĂŒchte zu frischem Traubensaft zu verarbeiten.


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Nun ist es ein GlĂŒcksfall, dass wir diesen FrĂŒhling fĂŒr unsere kleine erste Honigernte eine Obstpresse gekauft haben, die wir fĂŒr die Gewinnung des allerersten Presshonigs aus eigener Imkerei bereits eingeweiht haben. Nun wird uns diese kleine Obstpresse heute zur Herstellung von unserem ersten selbstgepressten Traubensaft aus eigener Produktion dienen.


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Die kleine einfache Obstpresse ist rasch eingerichtet, zwei Eimer voller saftig-sĂŒsser Trauben warten auf ihre Verarbeitung. Die erste HĂ€lfte der herrlichen FrĂŒchte ist bald in die Presse eingefĂŒllt, und nach ein paar Umdrehungen fliesst auch schon der hellrosa Saft quirlig-frisch aus der Presse.


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Und noch ein zweites Mal fĂŒllen wir unsere Obstpresse bis zuoberst ein, und schliesslich haben wir ganze drei Liter Traubensaft gewonnen. Herrlich mundet er, fast so sĂŒss wie der Honig vom FrĂŒhsommer, ein echtes Lebenselixier!


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Heute haben wir's geschafft: Zum ersten Mal sind unsere beiden jungen Sloughi-Buben beim heutigen Rennbahntraining in Lotzwil mit Maulkorb aus der geschlossenen Startbox gestartet. Beide machen ihre Sache bereits recht gut. Parween, der inzwischen 16 Mt alt ist, bekundet noch etwas mehr MĂŒhe mit dem Maulkorb und lĂ€uft deutlich langsamer als vor der "Maulkorb-Ära, weil er immer mal wieder wĂ€hrend dem Lauf versucht, sich den lĂ€stigen Maulkorb vom Kopf zu streifen. Aber er lĂ€uft trotz dem kleinen Ärgernis weiter, dem Hasenfell nach.


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Der qurilige Qa'ani hingegen, obschon erst 13 Mt alt, lĂ€sst sich durch den Maulkorb kaum irritieren. Sein Jagdfieber lĂ€sst ihn alles andere vergessen, er lĂ€uft wie eine gut gespannte Feder zielstrebig dem Hasenfell nach. Erst im Ziel beginnt ihn der Maulkorb zu stören. FĂŒr beide Sloughi-Buben gilt: Heute war es das allererste Mal, dass wir die Startbox hinter dem eingesetzten Rennkandidaten geschlossen haben, was allerdings beide wohl kaum ĂŒberhaupt bemerkt haben. Beide Jungs haben also in diesem Sinne nun sozusagen die "Rennbahnreife", auch wenn sie natĂŒrlich beide fĂŒr ihre Rennlizenz noch zu jung sind. Wir sind sehr stolz auf die beiden Jungspunde, gut gemacht, rasch gelernt, ihr zwei!




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Heute ist ein Festtag in unserer Familie vom Schloss am See: Unser jĂŒngster, der quirlige Sloughi-Bub Qa'ani, darf heute seinen allerersten Geburtstag feiern! Unser kleiner Wildfang mit dem riesengrossen Herz bringt uns so viel GlĂŒck Tag fĂŒr Tag - wir sind unendlich dankbar dafĂŒr, das dieser temperamentvolle, herzallerliebste Schlingel zu unserer Familie gehört!


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Unser Qa'ani vereinigt zwei extrem unterschiedliche Pole ins sich, von diesem jungen Hundebengel geht eine ganz eigenartige Faszination aus. So weich, anhĂ€nglich und verschmust er ist, so leuchtet und blitzt doch aus seinen Augen wie auch aus jeder seiner Bewegungen ein unverkennbarer Kampf- und Siegerwille. Niemals verbissen ehrgeizig, sondern immer locker-verspielt flitzt unser junger Windhund durch die Welt, aus reinem Spass und Begeisterung an der schnellen Bewegung stĂŒrmt er davon und ist kaum zu bremsen.


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Nein, brav an der Leine laufen, das ist definitiv nicht sein Ding. Genauso wenig, wie schön gesittet und elegant durch Ausstellungs-Ringe zu paradieren. Nein, er will laufen, rennen, die Welt entdecken, spielen, grenzenlose Bewegung geniessen, und alles mit einer so sehr kindlich anmutenden Unschuld: Was immer der kleine Schlingel anstellt, man kann ihm einfach nie und nimmer böse sein, so völlig ahnungslos und sĂŒss wie er ist, unser kleines EnergiebĂŒndel!


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Qa'ani, unser aller Liebling, wir wĂŒnschen dir viele ĂŒberglĂŒckliche weitere Jahre in unserer Familie vom Schloss am See! Mögest du weiterhin so glĂŒcklich und fröhlich durch die Welt stĂŒrmen, gemeinsam mit deinem geliebten Bruderherz Parween, und dich deines Lebens erfreuen. Wir sind so glĂŒcklich, dein GlĂŒck mit dir teilen zu dĂŒrfen, du wunderbares, riesengrosses Herz auf vier windhundschnellen Sloughi-Pfoten!







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Die vor einigen Jahren im Kanton Aargau lancierte Feuerwerks-Initiative ist ja damals vom Volk leider bachab geschickt worden - also fahren wir wieder, wie jedes Jahr um die Tage der jÀhrlich heftiger knallenden und zischenden 1. August-Feuerwerke ausser Landes, einige Kilometer ins nahe Ausland:


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Unseren Hundis zuliebe, um deren feines Gehör und NervenkostĂŒm nicht unnötig ĂŒbermĂ€ssig zu strapazieren.


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Unser Ziel ist der Hoch-Schwarzwald, wo wir in einer wunderschönen Gegend am Rheinufer ein lauschiges PlĂ€tzchen kennen und lieben gelernt haben, im Gebiet der fĂŒr ganz Deutschland einmaligen "Trockenaue" bzw. "Steppe am Oberrhein".


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Die Gegend ist herrlich und abwechslungsreich, ein aussergewöhnlich schönes, naturbelassenes Trockengebiet mit seiner einmalig vielseitigen und interessanten Tier- und Pflanzenwelt, auch bestens geeignet fĂŒr ausgedehnte, spannende AusflĂŒge mit unserem vierköpfigen Hunderudel.


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Auf der einen Seite unseres Wohnmobil-Stellplatzes liegt der Rhein, an dessen Ufer wir, je nach Hoch- oder Niedrigwasserstand, alljÀhrlich völlig neue Situationen antreffen.


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Immer neue Buchten, teilweise ĂŒberflutete oder dann wieder trockenliegende und teils bewachsene Strandbereiche ...


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... dahinter abenteuerlich schiefstehende oder liegende Baumgruppen und -StĂ€mme im Urwald-Look, die tiefliegenden Äste da und dort dicht behangen mit Treibware vom letzten Hochwasser:


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Unser LieblingsplĂ€tzchen hier ist ein richtiges El-Dorado fĂŒr uns naturverbundene und abenteuerlustige Zwei- und Vierbeiner.


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Auf der andern Seite unseres WoMo-Stellplatzes lockt ganz in der NÀhe ein herrliches, traumhaft schönes Biotop: Ein grosser, praktisch Tag und Nacht fleissig bewirtschafteter Baggersee...


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... dessen ruhige Wasser bei hochsommerlichem Sonnenschein tiefblau in der Tiefe leuchten, mit wunderbarer Trockenvegetation im grosszĂŒgigen Uferbereich.


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Es ist ein richtiges Paradies fĂŒr unsere zwei spiel- und rennverrĂŒckten Sloughi-Joungsters ...


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... aber nicht weniger auch fĂŒr unsere beiden erwachsenen und vernĂŒnftigeren, ruhigeren Vierbeiner, unser liebes DoggenmĂ€dchen Silja und unseren Schmuseboy, Weimaraner-Senior Charengo ...


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... und natĂŒrlich Genuss pur fĂŒr Augen und Seele auch der ferienhungrigen Zweibeiner.


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Besonders hier rund um den Baggersee ist die Gegend weitrĂ€umig geröllartig, karg und trocken, ideal geeignet fĂŒr ausgiebige, herrliche Renn- und Jagd-Spielchen unserer eleganten, feingliedrigen, hochlĂ€ufigen Windhunde.


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Ausdauernd und begeistert flitzen die beiden vorbei, verschwinden um eine Ecke um gleich danach praktisch im Flug aus einer völlig andern Ecke wieder heranzuzischen, ein wunderschönes Erlebnis: Unsere zwei jungen, wilden Sloughis zeigen sich hier vollkommen in ihrem Element.


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Die trockene, fast steppenartig anmutende Gegend lÀsst mich erahnen, wie diese tollen Windhunde in ihrem Ursprungsland sich wohl bewegen, im Spiel mit dem Wind, im weitrÀumigen Flug durch spÀrlich bewachsenen Sand und Geröll der kargen nordafrikanischen Steppen, wie sie einer (imaginÀren) Jagdbeute nachhetzen: Pure Freude und Begeisterung an der reinen Bewegung!


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Nach dem ausgiebigen, intensiven, wilden Spiel lockt genĂŒssliche Entspannung im herrlich kĂŒhlen Nass des Baggersee's.


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Doch nach einer ersten erfrischenden AbkĂŒhlung ist bei unseren Sloughi-Jungspunden bereits wieder Action angesagt:


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WĂŒstenhĂŒndchen Parween schwimmt im Baggersee! Unser toller Parween, der bereits im zarten Alter von ein paar wenigen Wochen uns mit seinen SchwimmkĂŒnsten ĂŒberrascht hat: Er hat das schwimmen nicht verlernt!


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So schön ist's hier, in unserem "1. August Exil"!!! Sollen die doch nach Herzenslust ihren Nationalfeiertag geniessen dort in der fernen Schweiz, ihre Feuerwerke und Knallpetarden ablassen bis das Portemonnaie leer und das Hirn ausgeknallt ist: Wir haben's hier doch wirklich mega-toll und vermissen nichts, auch ohne Schweizerkreuze allenthalben!



 


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Geschafft!! Schon seit Monaten trĂ€ume ich davon, selber schöne WindhundhalsbĂ€nder zu nĂ€hen fĂŒr meine beiden Sloughi-Buben. SchnallenhalsbĂ€nder aus Leder sollen es sein, alles andere ist mir viel zu unsicher. Die praktischen Kunststoff-Klips, die gehen schon mal unbeabsichtigt auf oder zerbrechen im dĂŒmmsten Moment, und die Zug-Stop BĂ€nder, da schlĂŒpft der Parween problemlos raus wenn er's angebracht findet: Hochspringen und ein kurzer Ruck mit dem schmalen Köpfchen nach hinten, und schon ist er frei. Sowas hat er Anfang Jahr auf einer Autobahn-RaststĂ€tte gemacht, da hab ich schon mal kurz Panik geschoben!

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Im FrĂŒhling hatte ich in einem Borten-Webshop wunderschöne Web-Borten gefunden, und sogleich einige verschiedene Exemplare bestellt. SpĂ€ter war ich in einer Leder-Zurichterei, und habe dort vielerlei schönes Leder gekauft in diversen Farben. Schiesslich hatte ich noch einige Spulen extra starken NĂ€hfaden fĂŒr meine NĂ€hmaschine sowie ein Set Ledernadeln gekauft, und los ging's mit meinem hoffnungsvollen ersten Versuch.

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Leider bin ich mit meiner uralten HaushaltnĂ€hmaschine nicht weit gekommen: Obschon ich fĂŒr mein erstes Band sehr dĂŒnnes Leder ausgesucht hatte, und bloss zweilagig arbeitete, machte meine Maschine schon sehr bald nicht mehr mit. Mein Versuch war klĂ€glich misslungen, das angefangene Windhundhalsband blieb monatelang liegen, ich wusste nicht wie weiter.

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Es hat Monate gedauert, bis ich endlich die fĂŒr mich passende Leder-NĂ€hmaschine gefunden hatte: Stark genug, um mich nicht wieder zu enttĂ€uschen, immerhin mit Zweifach-Transport ausgerĂŒstet, finanziell tragbar fĂŒr meine Hobby-Aspirationen, und doch fabrikneu, also ohne unkalkulierbares Risiko.

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Auch wenn meine neue Leder-NĂ€hmaschine natĂŒrlich fĂŒr's Arbeiten mit grossen Industrie-Fadenspulen gemacht ist: Bis meine Faden-Bestellung geliefert wird, mĂŒssen es halt nun meine kleinen FadenspĂŒlchen tun, fĂŒr's erste wird's wohl reichen. Etwas bange setzte ich mich vorgestern an meine neue schwere Maschine, und oh Wunder: Alles klappte hervorragend, und jetzt lief plötzlich alles wie geschmiert!

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GenĂŒgend Zeit hatte ich ja gehabt mir zu ĂŒberlegen, wie ich's ĂŒberhaupt angehen könnte mit meinen HalsbĂ€ndern. Nun also hiess es als erstes: Schablone fertigen, Ledersorten und dazu passende Borte auswĂ€hlen, und die vier benötigten Teile ausschneiden. Meine HalsbĂ€nder fertige ich in folgenden Schichten: Dickes Unterleder, eine dĂŒnne Lage flauschig-weicher Polsterstoff, dickes Mittelleder, und schliesslich zuoberst ein feines, dĂŒnnes Oberleder mit der mittig aufgenĂ€hten Borte.

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Als erstes vernĂ€he ich nun das Band-Ende mit der Schnalle und den ĂŒbrigen BeschlĂ€gen mit den Spezial-Halb-FĂŒsschen meiner Maschine. Anschliessend werden die ĂŒbrigen Teile sĂ€uberlich umgeschlagen und zusammengenĂ€ht. Zum Schluss stanze ich die Löcher und bestreiche alle Schnittkanten mit Kantenglanz, zum Schutz gegen Feuchtigkeit: Fertig ist das Windhundhalsband!

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Was anfĂ€nglich noch nicht wirklich toll ausgesehen hat, das kann sich mittlerweile schon sehen lassen! Mein erstes Bijou in weiss mit schwarzer Borte, das ist eigentlich zu dĂŒnn und zu fragil fĂŒr meine momentan pubertierenden Sloughi-WildfĂ€nge, und die NĂ€hte darf man nicht allzu genau anschauen. Aber bereits mein zweites Werk, das erste welches ich von A - Z auf meiner neuen Leder-Maschine genĂ€ht habe, das ist sehr robust und sieht bereits nach etwas rechtem aus. Und ab da ist's mit der QualitĂ€t und Schönheit der BĂ€nder nur noch aufwĂ€rts gegangen.

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Mittlerweile habe ich meine ersten 6 WindhundhalsbĂ€nder fertig gestellt, und muss nun leider eine Pause einlegen: Meine ersten VorrĂ€te an passenden Schnallen sind alle vernĂ€ht, und bis die neue Lieferung eintrifft dauert es eine Weile. Bis dahin wird hoffentlich auch meine grosse Fadenbestellung eintreffen, so dass ich dann ab Mitte August hoffentlich frei nach Lust und Laune werde weiternĂ€hen können. Schönes neues Hobby, und erst noch nĂŒtzlich!

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Dieser Tage haben wir sie in unserem Briefkasten gefunden, rot und schwarz auf weiss bestĂ€tigt die Urkunde: Unser wunderschöner Sloughibub Parween hat den Titel "Schweizer Jugend-Schönheits-Champion" erworben! Ein ganz klein wenig stolz sind wir schon auf diesen Titel, auch wenn wir in Sachen Hunde-Ausstellungen recht kritisch eingestellt sind. Mitgemacht haben wir, wollten die Szenerie an solchen Ausstellungstagen auch mal wieder miterleben. So viele Jahre ist es her, seit wir mit unserer einmalig schönen Flatcoated Retriever HĂŒndin Gipsy, oder auch mit unserer wunderschönen Deutschen DoggenhĂŒndin Lilofee solche Happenings ein paarmal mitgemacht hatten. Wie damals schon, so hat es sich auch in diesem Jahr wieder bestĂ€tigt: Solche Shows sind einfach nicht unser Ding. Was bedeutet fĂŒr einen Hund schon die "Kunst", ruhig und stolz und reprĂ€sentativ dazustehn im Ring? Bewertet wird ja im Endeffekt, das hat sich immer und immer wieder bestĂ€tigt, kaum die "Schönheit" des Hundes (was immer dies auch bedeuten mag, denn Schönheit liegt immer im Auge, in der Wahrnehmung des Betrachters!), sondern vielmehr dessen PrĂ€sentation im Ring. Eine solche "BĂŒhnenprĂ€senz" einzuĂŒben, dazu ist uns einfach die Zeit viel zu schade, sowas liegt uns nicht. Dieses Kapitel können wir nun glĂŒcklicherweise definitiv schliessen. Die Ausstellungstage werden uns nicht fehlen.


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Der jĂŒngere unserer beiden Sloughibuben, unser spitzbĂŒbischer, charakterstarker Qa'ani, der hatte bei seinen Ausstellungen nie Chancen auf Top-Wertungen. Unsere Ausstellungs-Gelegenheiten in der Deutsch-Schweiz sind relativ rar, viel Auswahl haben wir nicht, wir mĂŒssen jede sich bietende Gelegenheit am Schopf packen, ob's nun passt oder nicht. Qa'ani war bei seinen drei Starts in der Jugendklasse deutlich jĂŒnger als sein grösserer Bruder, als dieser sein Ausstellungs-Talent unter Beweis stellen musste. Das allerschlimmste aber bei Qa'ani's Ausstellungen war die elende, stundenlange Warterei, bis er jeweils vor dem Richter erscheinen durfte. Weg von seinem vertrauten Zuhause, ganz alleine als Vierbeiner ohne sein sonst allezeit prĂ€sentes Rudel, keine Sekunde Entspannung bei all den turbulenten und spannenden EindrĂŒcken rundherum, so war unser NesthĂ€kchen jeweils nach vier oder gar sechs Stunden permanenter Anspannung schliesslich im Ring dermassen "durch den Wind", dass mit stolzer PrĂ€sentation vor dem Richter ganz einfach nichts mehr war. Keine Punkte also. Paradoxerweise ernte ich hingegen regelmĂ€ssig an anderweitigen AnlĂ€ssen, wo ich mit meinen beiden hĂŒbschen Sloughibuben auftauche, viel Bewunderung und Anerkennung bezĂŒglich der Schönheit meiner beiden Windhunde - und immer ist es der Qa'ani, der das grösste Lob erhĂ€lt: Er gefĂ€llt einfach, unser JĂŒngster, wo immer er erscheint, durch seine natĂŒrlichen Reize, vom "unverschulten" Auge der "gewöhnlichen" Menschen erkannt: Ganz ohne jegliche Schönheitstitel, der Qa'ani ist unser natĂŒrlicher Schönheits-Champion!


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Noch ein weiteres Diplom bedeutet einen vorlĂ€ufigen Schlusspunkt in einem Werdegang, diesmal vom Zweibeiner in unserer Familie, und diesmal geht es um kleine, fleissige, geflĂŒgelte Lebewesen: Es ist das Abschlussdiplom meines Imker-Grundkurses, welches ich heute nicht minder stolz in HĂ€nden halte. Dieses Diplom bedeutet fĂŒr mich die BestĂ€tigung und zugleich den Abschluss einer Ă€usserst interessanten, erlebnisreichen und spannenden Ausbildung, welche mich ĂŒber die vergangenen zwei Jahre durch die Jahreszeiten begleitet, und mir eine erste EinfĂŒhrung gegeben hat in die verantwortungsvolle Haltung und Pflege von Honigbienen.


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Im zeitigen FrĂŒhling 2015 hatte ich als absoluter Neuling, völlig ohne jegliche Vorkenntnisse aber mit riesiger Begeisterung und Neugierde, an der Schweizerischen Imkerschule mit dem Basiskurs "Artgerechte Bienenhaltung" meine Imkerausbildung begonnen, durfte dann entgegenkommenderweise direkt anschliessend in den zweiten Jahreskurs eines bereits laufenden, offiziellen Imker-Lehrganges einsteigen, und heute auch gemeinsam mit der ganzen Klasse diesen Imker-Grundkurs abschliessen. Meine eigenen Bienen betreue ich seit Sommer 2015. Begonnen habe ich damals mit einem einzigen Bienenvolk, zur Zeit stehen jetzt fĂŒnf ĂŒberaus fleissige und gesunde Bienenvölker in ihren Magazinen in unserem Obstbaumgarten. Noch immer fĂŒhle ich mich natĂŒrlich als "blutige AnfĂ€ngerin" in Sachen Imkerei. Ich bin nach wie vor mit grosser Begeisterung, aber auch mit gebĂŒhrendem Respekt vor diesen wunderbaren Lebewesen bei der Sache, und darf dankbar weiterhin zĂ€hlen auf die verstĂ€ndnisvolle UnterstĂŒtzung von unserem Kursleiter, wie auch von meinen lieben Nachbar-Imkern. An dieser Stelle ein ganz herzliches, besonderes Dankeschön fĂŒr die tatkrĂ€ftige und verstĂ€ndnisvollle Betreuung und Begleitung an unseren kompetenten und engagierten Kursleiter Daniel Schoch!

 


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Liebe Nadia, Du hast lange gekĂ€mpft und gezögert, so sehr hast Du Deinen herzensguten Doggenbuben Simeon geliebt, hast alles getan fĂŒr ihn was Du tun konntest. Doch Simeon wurde schwĂ€cher und schwĂ€cher, er litt an einer schlimmen Nierenkrankheit, konnte sein Futter kaum mehr behalten und wurde brandmager. Seine LĂ€ufe konnten ihn kaum mehr tragen, sein Leiden Tag fĂŒr Tag miterleben zu mĂŒssen wurde fĂŒr Dich und Deine ganze Familie immer mehr zur Qual.


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Heute konntest Du Dich schweren Herzens entscheiden, diesem hoffnungslosen Leiden ein Ende zu setzen. Dein Herz blutet, Deine Trauer ist riesig. Ich drĂŒck Dich fest, Nadia, bin bei Dir in dieser schwierigen Zeit. Ich bin froh, dass Du Dich zu diesem Schritt durchkĂ€mpfen konntest, dem Simeon zuliebe.


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Simeon, lieber Simeon, nun bist du frei, bist leicht wie eine Wolke ĂŒber die RegenbogenbrĂŒcke geschwebt, deiner Mama Lilofee und deinen beiden BrĂŒdern Sambuco und Simba entgegen, wieder vereint in der Leichtigkeit einer andern Welt wo es kein Leiden mehr gibt: Ihr lieben, ihr habt euch wieder!


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Dieses Wochenende war fĂŒr unser NesthĂ€kchen Qa'ani eine ganz besondere Herausforderung: Es waren gleich zwei grosse Hundeausstellungen auf dem GelĂ€nde der Pferderennbahn im Schachen Aarau, fĂŒr welche ich den Qa'ani angemeldet hatte: Am Samstag die nationale und am Sonntag die internationale. Ich hoffte darauf, dass unser JĂŒngster hier an einem einzigen Wochenende gleich zwei CAC-Punkte gewinnen könnte in der Jugendklasse. Leider kam dann aber alles ganz anders als gedacht...


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Praktisch tĂ€glich heftige RegenfĂ€lle seit Wochen hatten die Böden aufgeweicht und teils in richtige Sumpflandschaften verwandelt - das AusstellungsgelĂ€nde musste vom Organisator deutlich "geschrumpft" werden, die Menschen- und Hundemengen quetschten sich wĂ€hrend der ganzen Veranstaltung auf engem Raum zwischen den fast Stange an Stange stehenden Zelten hindurch, die Böden im Bereich der Gehstrecken glichen mit der Zeit eher einem braunen Morast anstelle des frischen grĂŒnen Grases...   dafĂŒr war das Wetter immer mal wieder ĂŒber Stunden fast trocken, teils gar sonnig zwischen einigen heftigen Platzregen - Phasen. Insgesamt also nicht viel zu klagen.


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FĂŒr Qa'ani war dies die erste lĂ€ngere Veranstaltung, die er ohne sein geliebtes "Bruderherz" Parween zu bestreiten hatte. Ich hatte fĂŒr den Seelenfrieden meines Schutzbefohlenen nebst unserem gerĂ€umigen Ausstellungszelt auch noch einen grossen Soft-Kennel mitgeschleppt in der Hoffnung, so inmitten der ganzen Ausstellungsturbulenzen fĂŒr ihn einen geschĂŒtzten, ruhigen Platz kreieren zu können, wo er Ruhe und Entspannung finden und auch ab und zu ein wenig schlafen oder zumindest ausruhen kann von den tausenden von EindrĂŒcken auf dem Platz. Aber: Weit gefehlt! Trotz aller Anstrengungen meinerseits taxierte mein junger Sloughi-Boy unser Arrangement nicht als schĂŒtzende Höhle, sondern eher als lĂ€stiges GefĂ€ngnis: Er wollte raus, raus aus dem Kennel, raus aus dem Zelt, raus in die spannende Welt draussen voller wunderbarer, interessanter Hunde, voller attraktiver HĂŒndinnen-DĂŒfte - er lebt im Moment in einer ungestĂŒmen, völlig hormongesteuerten PubertĂ€tsphase, wo ihn praktisch nur eines fasziniert: HĂŒndinnendĂŒfte!!!


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Mir blieb schliesslich fĂŒr Qa'anis Seelenfrieden nichts anderes ĂŒbrig, als ihn immer mal wieder auf ausgedehnte SpaziergĂ€nge durchs AusstellungsgelĂ€nde zu fĂŒhren, alles andere interessierte meinen Buben nicht. Und da der uns zugeteilte Richter vor den Sloughis noch ĂŒber 80 Vertreter anderer Hunderassen zu begutachten hatte, dauerte dies Stunde ĂŒber Stunde, so dass unser Qa'ani, als wir schliesslich mitten am Nachmittag doch endlich an der Reihe waren, vollstĂ€ndig erschöpft und k.o. war. Er war so mĂŒde und "durch den Wind" dass er sich nun total verweigerte, seine Nase bloss noch stur in den Boden drĂŒckte und schier endlos da rumschnupperte, nicht mehr willens auch nur einen Schritt freiwillig zu tun und mir so ĂŒberdeutlich zeigte: MIR REICHT's, ich hab genug, ich mag NICHT mehr!!! Der Richterbericht lautete entsprechend, und obschon der Herr Richter an Qa'anis Äusserem nichts auszusetzen hatte meinte er trocken: "Ein Windhund muss laufen!" und verpasste meinem erschöpften Wichtelmann - verstĂ€ndlicherweise - ein "Sehr gut" anstelle des erhofften "VorzĂŒglich" - also kein CAC-Punkt fĂŒr heute. Und um dem ganzen elenden Samstag auch noch einen gebĂŒhrenden Abschluss zu verpassen, öffnete der liebe Petrus seine Schleusen als wir am Zusammenpacken waren und liess einen heftigen Gewitterregen auf uns niederprasseln - glĂŒcklicherweise hatte ich den erschöpften Qa'ani noch rechtzeitig vorher ins trockene Auto verfrachten können - tropfnass mit triefenden Utensilien traten wir unseren Heimweg an.


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Ich zögerte heute Sonntag frĂŒhmorgens lange, ob ich dem Qa'ani wirklich noch einen weiteren solchen Ausstellungstag zumuten dĂŒrfe. Schliesslich entschied ich doch, uns beiden noch eine zweite Chance zu geben. Heute standen fĂŒr die uns zugeteilte Richterin bloss zwei Rassen mit insgesamt 15 Hunden (10 Salukis, 5 Sloughis) auf dem Programm, ich hatte also allen Grund anzunehmen, dass wir wohl lange vor Mittag mit dem Ring-Programm fertig sein wĂŒrden, und uns dann falls nötig relativ bald wieder verabschieden könnten. Da mein Konzept mit der "ruhigen Höhle" gestern nicht funktioniert hatte entschied ich, mir fĂŒr heute die ganze Schlepperei zu ersparen und quasi frei von GepĂ€ck einfach mit meinem Hund und sonst nichts zur Ausstellung zu fahren. In der Hoffnung, dass wir bei RegengĂŒssen irgendwo einen Platz zum kurzfristig unterstehen finden wĂŒrden.


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Nun, wir hatten riesiges GlĂŒck, fanden bei unserem Ausstellungsring ein grosses Dreifachzelt, dessen freundliche Besitzer uns als GĂ€ste akzeptierten. Die RegengĂŒsse heute die waren ein mit schöner RegelmĂ€ssigkeit wiederkehrendes Ereignis. Was zur Folge hatte, dass heute fĂŒr uns kaum mehr SpaziergĂ€nge durchs GelĂ€nde auf dem Programm standen - die Aussteller mit ihren Hunden suchten Schutz unter den Zelten, und wir waren nicht die einzigen glĂŒcklichen GĂ€ste, die unter dem grossen Zelt unserer Gastgeber Schutz suchten. FĂŒr unseren Qa'ani also sozusagen ein tolles "Heimspiel", die Warterei verflog im Nu und ohne Anstrengung. So trafen wir zusammen mit einigen lieben Bekannten aus der Sloughi- und Salukiszene, und als allerschönste Überraschung gesellte sich zu uns auch Qa'anis Wurfschwesterlein Querima mit ihrer Familie: Ein wunderschönes Wiedersehn, die beiden Jungspunde vergnĂŒgten sich miteinander, wir Zweibeiner plauderten, ein RiesenglĂŒck!


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Allerdings, mit meiner Zeitplanung hatte ich mich grĂŒndlich verrechnet. Unsere Richterin nahm sich aussergewöhnlich viel Zeit fĂŒr die Begutachtung der Windhunde. Die Warterei zog sich also wiederum ĂŒber Stunden dahin. Als ich mit Qa'ani endlich an der Reihe war, war es bereits wieder Mittag vorbei. Aber mein Herzbube war heute nicht erschöpft, er zeigte sich im Ring so gut wie noch nie bisher an einer Ausstellung, er machte alles richtig. Die Richterin war freundlich und interessiert, und nahm ihre Aufgabe Ă€usserst genau. Bis ins kleinste Detail begutachtete sie quasi jeden Quadratcentimeter meines Windhundes, bewertete eigentlich alles was sie beobachtete als gut und altersentsprechend, auch mit der heutigen PrĂ€sentation zeigte sie sich zufrieden. Der Hammerschlag fĂŒr mich kam dann erst mit dem Schluss-Verdikt: Wiederum, wie bereits am Samstag, ein "Sehr gut" anstelle des erhofften "VorzĂŒglich". Also wieder nicht der erhoffte CAC-Punkt! Und diesmal, anders als gestern, verstand ich tatsĂ€chlich die Welt nicht mehr!!!


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Nun, trotz des nicht erhaltenen Punktes, der heutige Ausstellungstag war fĂŒr mich und meinen Qa'ani quasi eine Versöhnung mit dem gestrigen Flop, und bedeutet ein doch freundlicher Abschluss unserer Windhund-Ausstellungs Karriere. Jegliche Aussicht, mit dem Qa'ani noch den Jugend-Schönheits Championtitel zu erreichen ist definitiv dahin, da fĂŒr uns eine Ausstellungs-Teilnahme im Ausland oder in Genf nicht drinliegt. Der Qa'ani hat sich heute an seiner letzten Ausstellung von seiner besten Seite gezeigt. Mein guter Boy, Qa'ani, ich bin SOOO stolz auf dich!!! Du hast dich so wacker geschlagen, hast alles gegeben, auch wenn deine Leistung nicht in Punkten honoriert wurde. An Ausstellungen gelten halt andere Regeln, Richterbeurteilungen sind oft nicht nachvollziehbar, nicht verstĂ€ndlich. Das haben wir auch andernorts und vor Jahren schon nur zu oft erlebt. Und, eigentlich ist es ja ein grosses GlĂŒck: Wir brauchen uns nicht weiter mit Ausstellungs-Tagen rumzuschlagen, können unsere wertvolle Zeit miteinander anderweitig viel besser geniessen und verzichten ab sofort auf weitere Teilnahmen an solchen "JahrmĂ€rkten der Eitelkeit". Gut so!


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Die CAC-Ausstellung auf dem GelĂ€nde der Rennbahn Rifferswil fĂ€llt dieses Jahr mitten in eine wochenlang andauernde Regenperiode. Wir befĂŒrchten die Moorlandschaft vollstĂ€ndig unter Wasser, aber weit gefehlt: Die Ausstellungswiese im Zentrum der Rennbahn liegt leicht erhöht, die BodenverhĂ€ltnisse sind tadellos, und zu Beginn des Richtens fĂ€llt sogar noch kein Tropfen Regen!


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Heute sind wir Zweibeiner zu dritt, mit unseren beiden Sloughi-Buben Parween und Qa'ani, die heute zum ersten und auch einzigen Mal beide in derselben Klasse, der Jugendklasse, starten werden, als direkte Konkurrenten also. Ich möchte wissen, wie dieselbe Richterin an demselben Tag in derselben Tagesform meine beiden Jungs beurteilt.


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Unser Zelt ist mit sechs HĂ€nden rasch aufgestellt, wir haben genĂŒgend Zeit fĂŒr einige RundgĂ€nge mit unseren Hunden durchs AusstellungsgelĂ€nde. Warmlaufen. Vor uns starten verschiedene Windhund-Rassen mit jeweils nur wenigen gemeldeten Hunden, wir mĂŒssen also nicht allzu lange warten bis wir an der Reihe sind. Die Zeit reicht aber fĂŒr eine ausfĂŒhrliche Lagebesprechung mit meinem schönen Parween.


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FĂŒr heute konnten wir unseren persönlichen Kameramann engagieren: Janik wird uns fleissig möglichst gut ins Bild setzen, wenn ich mit unserem Älteren Parween, und Janik's Mama Madlen mit unserem JĂŒngeren Qa'ani im Ring vor der gestrengen Richterin stehen werden. Bevor's ernst wird, geniesst Janik nochmals eine herzliche Schmuserunde mit unserem SchĂ€tzeli Qa'ani. Dir ganz herzlichen Dank, lieber Janik, fĂŒr all die supertollen Fotos!


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Wie könnte es anders sein: Als wir mit unseren jungen Sloughi-Buben an die Reihe kommen, setzt doch noch der lĂ€ngst erwartete Regen ein. Allerdings fallen die Tropfen noch nicht so heftig, dass wir fĂŒr unsere RegenmĂ€ntel rennen mĂŒssten. Unsere heutige Richterin, Frau Agneta Kappers aus Schweden, begrĂŒsst uns freundlich im Ring, und lĂ€sst uns erst mal zwei Runden laufen mit unseren beiden Sloughi-Buben.


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Qa'ani lÀuft vorneweg. Madlen hat etwas zu kÀmpfen, weil unser NesthÀkchen oft versucht, sich nach seinem Bruderherz Parween umzuschauen: Wo bleibt der bloss, wir beiden laufen doch sonst immer gemeinsam!


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Da hab ich's mit meinem Parween um einiges einfacher: Der lĂ€uft die Vorrunden wunderbar, einfach immer seinem BrĂŒderchen nach - er vergisst in dieser Konstellation sogar seine gewohnte HĂŒpferei und kann so einige erste Pluspunkte fĂŒr sich einheimsen.


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Nun ist als erster der Qa'ani dran: Als er sich vor dem Richtertisch positionieren soll, wird der Regen doch so heftig, dass die Ringhelfer schnell einen zusĂ€tzlichen Pavillon aufstellen vor dem Richtertisch. Trotz dieser kurzen Unterbrechung und Irritation macht unser Kleiner seine Sache sehr gut, natĂŒrlich nicht zuletzt dank der sattelfesten Ausstellungserfahrung von Madlen, die bereits in jungen Jahren Deutsche Doggen gezĂŒchtet und auch an Ausstellungen gezeigt hat.


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Qa'ani lĂ€uft nun mit Madlen wunderschön, trotzdem er noch kaum Erfahrungen sammeln konnte in Sachen Ausstellung, und auch noch nicht sehr oft Gelegenheit hatte, mit Madlen das schöne Laufen zu ĂŒben. Bravo ihr beiden, das habt ihr wirklich ganz super hingekriegt!!


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Nun ist Parween dran. Der freundliche Schmuseboy begrĂŒsst sogleich herzlich und begeistert seine Richterin mit einem innigen KĂŒsschen! Sie lĂ€sst sich das natĂŒrlich gerne gefallen, lĂ€sst sich aber nicht allzulange ablenken und prĂŒft den Parween sorgfĂ€ltig sozusagen "auf Herz und Nieren": Sie scheint sehr zufrieden zu sein mit unserem Boy.


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Beim Laufen fehlt uns aber nun das Zugpferdchen vornedran, der Parween neigt leider wieder zu seiner HĂŒpferei. Allerdings ist dieses Problem seit unserer letzten Ausstellung doch etwas besser geworden, da wir nun tĂ€glich eine kleine Sequenz joggen ĂŒben...


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Die Richter-Beurteilung ist fĂŒr den Moment fĂŒr uns abgeschlossen, wir sind entlassen und können erst mal entspannen. Unsere beiden Sloughibuben dĂŒrfen nun wieder miteinander schmĂŒsele, wĂ€hrend vom Richtertisch her ein willkommenes kleines Geschenklein fĂŒr die Jugendklasse-Hunde naht:


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Qa'ani nimmt liebend gerne sein rotes PlĂŒschtierchen entgegen, und zeigt sich absolut begeistert ĂŒber dieses wuschelige Quietsch-Spielzeug, wĂ€hrend auf den Parween noch eine kleine Zusatzaufgabe wartet: Als Erstplatzierter der beiden und Jugend-Sieger muss er noch ins Stechen um den BOB-Titel...


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Unsere Richterin hatte sich zwar absolut begeistert gezeigt von der Schönheit unseres Parween. Doch nun beim Konkurrenzlauf gegen den Sloughi-RĂŒden der Offenen Klasse wird ihm seine HĂŒpferei zum VerhĂ€ngnis. Die Richterin Frau Kappers legt absolut grossen Wert auf ein schönes Gangbild, doch damit kann unser Parween im Moment nicht trumpfen. Wir haben eindeutig noch zu wenig geĂŒbt, und haben heute leider keine Chance auf den Titel.


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Auch so, wir sind zufrieden mit den tollen Wertungen unserer beiden Sloughi-Buben an der heutigen Ausstellung. Nun dĂŒrfen wir alle entspannen, richten uns gemĂŒtlich ein in unserem gerĂ€umigen Zelt und lassen uns vom inzwischen doch recht heftig niederprasselnden Regen nicht stören. Die beiden Sloughis lassen sich nach einer wilden Spiel- und Kampfphase um die beiden tollen PlĂŒschtierchen in enger brĂŒderlicher Umarmung in einen wohlverdienten Schlaf fallen....


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.... immer mal wieder unterbrochen von einer herzlichen Schmuserunde. Hier weiss der anhĂ€ngliche Parween wohl nicht so recht, ob er lieber mit Madlen schmĂŒsele oder ums PlĂŒschtierchen kĂ€mpfen will...  Liebe Madlen, Dir gilt unser ganz besonderer, herzlicher Dank fĂŒr Deine tolle UnterstĂŒtzung am heutigen Ausstellungstag!!!


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Nachdem gegen Ende der Ausstellung alle Hunde gerichtet sind, werden im Ehrenring unter anderem verschiedene Paargruppen und Zuchtgruppen bewertet, und diverse weitere Top-Titel vergeben. Parween erhÀlt als Sloughi-Jugendsieger auch heute wieder einen schönen Pokal. Herzliche Gratulation, du schöner Sloughi-Bub!

Unser Parween hat mit seinem heute erworbenen Jugend-CAC Punkt seine drei Anwartschaften zum Schweizer Jugend-Champion zusammen. FĂŒr dieses Jahr braucht er also in der Jugendklasse keine Ausstellungs-Punkte mehr. Unsere nĂ€chsten Ausstellungen wird nun der Qa'ani alleine bestreiten.


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Unser wunderschöner, sanfter Sloughi-RĂŒde Parween feiert heute seinen ersten Geburtstag. Wir gratulieren dem Ă€lteren unserer beiden Windhund-Buben ganz herzlich zu diesem Freudentag, und wĂŒnschen ihm fĂŒr die kommenden Lebensjahre alles Gute, weiterhin eine robuste, gute Gesundheit und viel Freude und Spass an allem was er erleben mag.


Parween erstergeburtstag 1


Parween hat sich in diesem seinem ersten Lebensjahr ganz toll entwickelt, sowohl im Charakter wie auch im Aussehen. Er ist ein sehr ausgeglichener, angenehmer junger RĂŒde, welcher bisher keinerlei PubertĂ€ts-Probleme gemacht hat und uns im Alltag mit seinem fröhlichen, jedoch Sloughi-typisch eher zurĂŒckhaltenden Wesen begeistert. Parween ist ein richtiger Schmuseboy, ausgesprochen anhĂ€nglich und sensibel,  mit dem windhund-typischen, eigenstĂ€ndigen Charakter.


Parween erstergeburtstag 2


Parween ist die Sloughi-Schönheit in Person. Recht gross gewachsen, einem jungen Vollblut-Pferdchen gleich muskulös und trocken, mit seinem wunderschön geschwungenen, schlanken Hals und dem edel getragenen, klassisch geformten Kopf, seiner feinen schwarzen Maske die ihn wie geschminkt ausschauen lĂ€sst, seinem leichtfĂŒssig federnden Gang ist er eine richtige Augenweide.


Parween erstergeburtstag 3


Unser Parween macht eine sehr gute Figur, nicht nur an diversen Schönheitswettbewerben wo er sich bereits ein paar mal zeigen durfte, auch auf den Rennbahnen und den Coursingstrecken zeigt er im Training viel Begeisterung und Ausdauer. NatĂŒrlich lĂ€uft er auf der Rennbahn erst die kurze Strecke, und auch bloss einmal pro Trainingstag, das reicht im Moment fĂŒr sein Alter. Und in ein paar wenigen Tagen darf er auch endlich mit dem Training auf dem Agility-Platz beginnen. Darauf freuen wir uns schon lange!




Parween erstergeburtstag 4


Unser Parween erlebt heute einen ganz besonderen Tag: Wir fahren an die Internationale Hundeausstellung in Kreuzlingen! In der Bodenseearena werden an diesem Wochenende die schönsten Vertreter von rund 250 verschiedenen Hunderassen und -VarietĂ€ten ausgestellt, und in 16 Ausstellungsringen parallel gerichtet. Die Hallen und AusstellungsrĂ€ume sind proppenvoll nicht nur von den Ausstellungs-Hunden mit ihren zweibeinigen Begleitern und den vielen FunktionĂ€ren, auch zahlreiche VerkaufsstĂ€nde mit einer unĂŒbersehbaren FĂŒlle an verschiedensten Hundeutensilien locken zum Geld-Ausgeben, und nicht zuletzt ist auch eine grosse Zahl von interessierten Besuchern vor Ort. Ein riesengrosser Trubel, völlig ungewohnt fĂŒr meinen jungen Sloughi-RĂŒden, der sowas heute  zum allererstenmal erlebt.


Kreuzlingen 1


Wir haben grosses GlĂŒck, verschiedene nette Sloughi-Besitzer die wir bereits kennen sind da. Sie helfen uns unerfahrenen Ausstellungs-Teilnehmern wo immer es Not tut, und die interessanten GesprĂ€che lassen fĂŒr uns die langen Wartezeiten im Nu verfliegen. Aus derselben ZuchtstĂ€tte aus der unsere beiden Sloughibuben stammen, ist auch die zierliche HĂŒndin Nayla (Nalani) mit ihrer lieben Familie da, ebenso ein Wurf-Schwesterchen von unserem Qa'ani. Auch sie ist ein richtiges QuecksilberhĂŒndchen wie unser jĂŒngster, die beiden gleichen einander aufs Haar! Mit beiden Sloughis flirtet unser Parween unermĂŒdlich nach Herzenslust, und vor allem in die Quicky-HĂŒndin Querima scheint er sich sofort bis ĂŒber beide Ohren verliebt zu haben.


Kreuzlingen 2


Endlich findet der Parween, nach vielen Stunden Action pur, etwas Ruhe. Der Schlaf ĂŒbermannt ihn richtiggehend, er kann sich nicht lĂ€nger dagegen wehren und lĂ€sst seinen hĂŒbschen Sloughi-Kopf sinken. Eine bleierne MĂŒdigkeit fordert ihren Tribut. Ausgerechnet jetzt kommt er dran, und soll sich im Ring vor der netten Richterin von seiner besten Seite zeigen! Wie immer ist sein Verhalten tadellos, freundlich zugewandt lĂ€sst er sich geduldig ĂŒberall betasten. Als er dann aber stolz und schön ruhig dastehen soll wĂ€hrend die Richterin ihre Beurteilung diktiert, ist seine MĂŒdigkeit doch stĂ€rker als seine Aufregung, und er lĂ€sst sich zu Boden sinken. Oh Schreck, ein sitzender oder liegender Hund kann nicht bewertet werden! Ich versuche mein bestes, ihn immer wieder von neuem in eine schöne Steh-Position zu locken, das gelingt leider mehr schlecht als recht.


Kreuzlingen 3


Nun darf der Parween endlich sich bewegen. Ich laufe mit ihm die Diagonale vor und zurĂŒck, dann zwei Runden im Kreis. Die Richterin fordert mich auf, etwas schneller zu laufen. Was ich natĂŒrlich auch tue mit dem Resultat, dass der Parween etwas verwirrt und auch freudig-ĂŒberrascht fleissig hĂŒpft und hochspringt - das war leider zu erwarten. Auch das hilft nicht wirklich fĂŒr eine gute Bewertung, leider! Trotzdem: Die Richterin ist nachsichtig mit uns Ausstellungs-AnfĂ€ngern, sie verleiht meinem Sloughi-Buben trotz der nicht optimalen PrĂ€sentation seine gute Wertung VorzĂŒglich 1. Er erhĂ€lt auch seinen erhofften internationalen Jugend-CAC-Punkt und zusĂ€tzlich den Titel "Alpen-Jugendsieger". Wir sind glĂŒcklich! Der Ausstellungstag war lang, spannend und absolut erlebnisreich. TodmĂŒde aber ĂŒberaus zufrieden mit dem heutigen Tag machen wir uns gegen Abend auf den langen Heimweg.




Kreuzlingen 4


Der 17. Mai hatte es in sich, die Bienenvölker schwÀrmten!

Schon auf unserem Mittagsspaziergang mit den Hunden sahen wir einen riesigen Bienenschwarm neben einem BienenhĂ€uschen im GebĂŒsch hĂ€ngen. Abends dann kam unser lieber Imkernachbar in unserem Obstbaumgarten vorbei und fragte, ob ich vielleicht Interesse hĂ€tte an BienenschwĂ€rmen. Sein Bienenhaus sei proppenvoll, und nun seien ihm wieder gleich mehrere SchwĂ€rme raus. Noch so gerne!


Schwarmzeit 1


Einer der SchwÀrme war bereits in eine Schwarmkiste gepackt, der zweite war gerade am einlaufen, der dritte hing noch oben im Baum. Diesen durfte ich spÀter sogar eigenhÀndig runterholen. Fast gleichzeitig kam noch von zwei weiteren Imkerkollegen die Anfrage, ob ich noch SchwÀrme brauchen könne. Klar sagte ich auch ihnen zu, denn mein einziges Bienenvolk welches ich vom Vorjahr her betreut hatte, war mir leider vor kurzem verloren gegangen.


Schwarmzeit 2


Nach Ablauf der obligaten drei Tage "Kellerhaft" konnten  gestern abend meine fĂŒnf SchwĂ€rme ihre neue Behausung beziehen. Das einlogieren gelang relativ problemlos, und heute fliegen bei allen Magazinen die Bienchen munter und fleissig ein und aus. Nun hoffe ich natĂŒrlich, dass es den Bienenvölklein in ihrem neuen Logis gefĂ€llt, dass beim Einquartieren die Bienenkönigin mit eingezogen ist, dass keines der noch kleinen Völker wieder ausfliegt und sich was besseres sucht, und dass die Bienen sich in den kommenden Wochen und Monaten prĂ€chtig entwickeln werden. Die Imkerei ist ein ĂŒberaus schönes, spannendes, grossartiges, aber auch recht zeitintensives Hobby!

 


Schwarmzeit 3

 




Es ist zum verzweifeln, die Sarcoptes-Milbe macht unseren Hunden und Katzen zur Zeit das Leben schwer. Es ist die RĂ€ude-Milbe, die sich tief in die Haut der Tiere eingrĂ€bt und dort in ihren zahlreich angelegten MilbengĂ€ngen sich freudig und ungestört vermehrt. Im Krankheitsverlauf stellt sich ein nicht beherrschbarer Juckreiz ein, so dass sich die leidenden Tiere wund und blutig kratzen. Es resultieren verdickte, entzĂŒndete und borkig-verkrustete, blutende Hautareale mit Haarausfall. Die befallenen Tiere leiden extrem. In letzer Zeit wurden vermehrt rĂ€udige FĂŒchse gesehen in der Gegend wo wir wohnen, welche, bevor sie elendiglich zugrunde gehen wenn nicht die Wildhut es schafft, ihnen vorher den Gnadenschuss zu verpassen, diese Hautkrusten, bevölkert mit tausenden und abertausenden dieser Sarcoptes-Milben irgendwo im GelĂ€nde fallen lassen. Daran stecken sich dann unsere Haustiere an.


sarcoptes 1


Kurz: In unserem Dorf grassiert eine veritable Sarcoptes-Epidemie. UnzĂ€hlige Hunde und Katzen sind bereits angesteckt, so auch unsere Lilofee, spĂ€ter folgten die Krankheitszeichen bei unserer Zuchtkatzen-Veteranin Milena, und schliesslich traf es auch NesthĂ€kchen Silja. Alle haben wir lege artis behandelt, das spezielle Spot-on PrĂ€parat haben wir auf Anraten unseres Tierarztes sogar in 10- bis 14-tĂ€gigen Intervallen aufgetragen, anstatt wie eigentlich empfohlen 4-wöchentlich. Die Behandlung scheint ihre Wirkung zu tun bei Milena und Silja, die arme Lilofee jedoch litt trotz Behandlung weiterhin an ihrem quĂ€lenden Juckreiz. Sie leckte und kratzte sich Bauch, Beine und Pfoten blutig, es musste etwas geschehn. In unserer Verzweiflung und nach RĂŒcksprache mit unserem Tierarzt verabreichten wir ihr schliesslich tĂ€glich Kortison in einer extrem hohen Dosis, bis endlich der Juckreiz abflaute. Leider zeigten sich rasch schwere Nebenwirkungen dieses Medikamentes. Lilofee wurde nervös und fahrig, schreckhaft, zitterte wenn ich sie am Bauch berĂŒhrte und entwickelte einen unstillbaren Heisshunger. Sie schnappte sich was immer sie fressbares erreichen konnte, den andern unserer Hunde direkt aus ihren FutternĂ€pfen, TiefkĂŒhlfleisch gleich kiloweise aus vermeindlich unerreichbaren Orten in der KĂŒche, sie bettelte ununterbrochen nach Futter obschon sie bereits die doppelte Ration erhielt. Sie schien wie in Trance, es schien als realisiere sie auf unseren SpaziergĂ€ngen ĂŒberhaupt nicht mehr dass am andern Ende der Leine noch etwas war, zerrte und riss wohin immer sie ihre Nase oder ihre Augen hinzogen. Sie war kaum mehr zu halten auf den LeinespaziergĂ€ngen und schien auch nicht mehr zu realisieren, dass sie sich dabei im Halsband fast selber erhĂ€ngte! Lilofee befolgte auch kaum mehr irgend ein Kommando. Und wenn nach der vielleicht zehnten Aufforderung doch noch, so vergass sie das Kommando nach kaum drei Sekunden wieder. Unser Alltag wurde zum veritablen Nervenkrieg.


sarcoptes 2


Mehrere Versuche, die Kortison-Dosis etwas zu reduzieren nachdem die Juckerei wundersamerweise fĂŒr einige Tage verschwunden und Lilofee's HautentzĂŒndungen sich endlich zurĂŒckgebildet hatten, liessen die ganzen schlimmen Symptome nach jeweils nur zwei Tagen wieder aufblĂŒhen, es war wirklich zum verzweifeln. Das war schlicht kein lebenswerter Zustand mehr. Diese QuĂ€lerei musste ich beenden, dem schlimmen Leiden ein Ende setzen.


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Unsere wunderbare, liebenswĂŒrdige, sanftmĂŒtige DoggenhĂŒndin Lilofee ist heute, ausgerechnet an Charengo's Geburtstag, ĂŒber die RegenbogenbrĂŒcke gegangen. Doch in Wirklichkeit ist sie schon lange zuvor von uns gegangen. Die letzten Tage war sie nicht mehr sie selber, wie ich sie gekannt hatte, sie war bloss noch ein Schatten ihrer selbst. Es war eine Erlösung fĂŒr alle, fĂŒr Lilofee, aber auch fĂŒr unser ganzes Hunderudel die alle mitgelitten hatten, und nicht zuletzt auch fĂŒr mich selber. Meine geliebte Fee, RIP





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Charengo, der Senior unseres Hunderudels, feiert heute seinen ELFTEN!!! Geburtstag. Wir gratulieren unserem WuschelbÀr von Herzen zu diesem Feiertag! Charengo ist der "oldest-ever" von allen Hundewesen, die jemals in unserer Familie gelebt haben. Er ist noch immer lieb, verschmust und anhÀnglich wie eh und je, unser KnuddelbÀr.


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Klar, auch bei ihm haben die vielen Lebensjahre ihre deutlichen Spuren hinterlassen. Charengo zieht sich zunehmend mehr in seine eigene Innenwelt zurĂŒck, er hört und sieht deutlich schlechter als frĂŒher, kann sich nicht mehr so gut konzentrieren und bellt manchmal scheinbar völlig grundlos wie aus dem Nichts heraus: Was mag dann wohl in seinem Kopf vorgehen? Der Alltag mit ihm wird dadurch nicht einfacher, aber so ist es halt, wenn man Ă€lter wird. Wir geniessen die Tage mit unserem unkomplizierten, "gmögigen und gĂ€bigen" Senior, wohl wissend: Jeder dieser Tage könnte der letzte sein!


Charengo Geburtstagskind 2

 



 




Der Schweizer Club Orientalischer Windhunde SCOW organisierte die diesjĂ€hrige Clubsieger-Show am Auffahrtstag auf dem GelĂ€nde der Windhund-Rennbahn in Lotzwil. Ausgestellt wurden die vier clubeigenen Windhundrassen Afghane, Azawakh, Saluki und Sloughi. FĂŒr unsere beiden jungen Sloughis Parween und Qa'ani war dies die allererste Ausstellung. Parween startete in der Jugendklasse, Qa'ani in der JĂŒngstenklasse.


clubsieger 1


Das Wetter war herrlich, Sonne pur und angenehm warm. Allerdings machten teils heftige Windböen unserem neuen Zelt einige Schwierigkeiten, da ich auf das Festzurren mit den ZeltschnĂŒren verzichtet hatte um nicht Stolperfallen zu produzieren. GlĂŒcklicherweise kamen hilfreiche Nachbar-Aussteller in den kritischen Momenten jeweils blitzartig zu Hilfe...


clubsieger 2


Die Stimmung auf dem AusstellungsgelĂ€nde war freundlich und gelöst, und da die Sloughis gleich zu Beginn gerichtet wurden, gab es fĂŒr unsere Jungspunde vor der PrĂ€sentation im Ring keine grösseren Wartezeiten. GlĂŒck fĂŒr uns! Und trotz eher spĂ€rlichen Vorbereitungen - es machte uns ganz einfach keinen Spass, endlos das korrekte stehen und das lockere, elegante joggen bzw traben zu ĂŒben - zeigten sich unsere beiden Jungspunde im Ring ganz passabel.


clubsieger 3


Zu meiner grossen Freude holten sich meine wunderschönen und typvollen Sloughi-RĂŒden trotz nicht optimaler PrĂ€sentation beide den Sieg in ihrer Kategorie. FĂŒr Parween bedeutet dies einen ersten CAC-Punkt in der Jugendklasse. Wenn das nicht ein guter Ausstellungs-Start ist!


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Anschliessend kam die lange Warterei, bis alle andern Hunde gerichtet waren, und die Reihenfolge zu den Endausscheidungen kam. Zur Auflockerung undd Abwechslung gingen wir immer mal wieder auf kleine Erkundungstouren durch's AusstellungsgelĂ€nde, und wie immer, Parween und Qa'ani hatten vor allem eines im Sinn: Am liebsten endlos spielen mit den vielen interessanten Hunden auf dem Platz! Leider, wie ĂŒblich an solchen AnlĂ€ssen, spielen liegt definitiv nicht drin!


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Ruhe fĂŒr ein kleines Nickerchen fanden unsere beiden leider nicht, trotz gerĂ€umigem Zelt mit montierten SeitenwĂ€nden. Die Stoff-Ente, Geschenk an die JĂŒngstenklasse, war willkommener Zeitvertreib, die brĂŒderlichen Zerr-Spielchen halfen viel zur Entspannung unserer Ausstellungs-Unerfahrenen Springinsfelde. FĂŒr die beiden passionierten Renn-Freaks mag es eine seltsame neue Erfahrung gewesen sein, auf dem ihnen bereits bestens bekannten RennbahngelĂ€nde fĂŒr einmal nicht rennen zu dĂŒrfen!


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Imposant zu beobachten fĂŒr mich selber waren die verschiedenen elegant gekleideten, ausstellungserfahrenen "Handler", welche die ihnen anvertrauten Hunde gekonnt und mit wunderschönen, fast tĂ€nzerisch-leichten Bewegungen im Ring prĂ€sentierten: Ein richtiger Augenschmaus, ihnen dabei zuschauen zu dĂŒrfen!  Naja, mit sowas können wir definitiv nicht mithalten.


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Daneben gab es auch lustige Momente, als zB eine Gruppe von Afghanen-Welpen im Ring gezeigt wurden. Die kleinen Wusels hatten natĂŒrlich keine Ahnung was da von ihnen erwartet wurde, sie waren ganz einfach herzallerliebst und sĂŒss anzuschauen!


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Die Afghanen mit ihrem langen, wundervoll ĂŒppigen Haarkleid das perfekt zurechtgemacht im FrĂŒhlingswind wehte, sind immer wieder eine besonders beeindruckende Erscheinung. Bezahlt wird diese Schönheit mit aufwĂ€ndiger Pflege, was offensichtlich am einfachsten zu bewerkstelligen ist, indem der Hund gleich auf einen Tisch gestellt und dort zurechtgemacht wird. Nach der PrĂ€sentation im Ring wurde dem schönen Afghanen-RĂŒden unserer Nachbar-Aussteller das lange Haar im Bereich von Flanken und Bauch gekonnt in kleinen HaarbĂŒschelchen zusammengebunden, damit der RĂŒde beim Pipi-machen sich nicht beschmutzen kann...


clubsieger 9


Nach den Afghanen kamen, als letzte der vier prĂ€sentierten Rassen, die kleine Gruppe der Azawakh an die Reihe. Im Gegensatz zu den optisch absolut beeindruckenden Afghanen in ihrem wallenden Haarkleid muten diese Hunde, welche ursprĂŒnglich aus den oft sehr lebensfeindlichen Bedingungen der HalbwĂŒste stammen, richtiggehend asketisch an: Absolut trocken im Körperbau, hochbeinig - standardgemĂ€ss deutlich höher als lang - mit dem ausgeprĂ€gtest tiefen Brustkorb und der am klarsten hochgezogener Bauchlinie von allen orientalischen Windhunden.


clubsieger 10


Auch im Charakter ist der Azawakh in seinem roten Haarkleid mit den weissen "Stiefelchen" bestimmt kein Hund fĂŒr jedermann, rassetypisch oft sehr reserviert bis misstrauisch und zurĂŒckhaltend allem Fremden gegenĂŒber. Das kann auf Ausstellungen gegenĂŒber der ihnen fremden Person des Richters manchmal sehr deutlich zu sehen sein, und verlangt vom Aussteller eine gehörige Portion von Sachverstand, und vom Richter auch gebĂŒhrenden Respekt und RĂŒcksichtnahme.


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Nachdem alle Rassen fertig gerichtet waren, kamen auch wir wieder an die Reihe: Zu unserer grossen Freude gewann unser Qa'ani in der JĂŒngstenklasse nach seinem ersten Platz unter den Sloughis nun auch noch den Titel "JĂŒngsten Best in Show", dh er wurde als bester der JĂŒngstenklasse unter den Vertretern aller vier Rassen ausgezeichnet. Qa'ani wurde anschliessend sogar nochmals in den Ring gebeten zur Ausmarchung "schönster Kopf, schönster Ausdruck" - diesen Titel holte sich dann allerdings einer der Konkurrenten.


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Nachdem dann schliesslich alle Titelvergaben durch waren, kam die grosse Foto-Session: Zwar waren alle ausgestellten Hunde bereits im Ring mehrfach fotografiert worden, nun aber kamen die Siegerfotos jeder einzelnen Kategorie. Die prĂ€miierten Hunde prĂ€sentierten sich wiederum sehr hĂŒbsch zurechtgemacht, zusammen mit der freundlichen Richterin und flankiert von Blumenbouquets fĂŒrs offizielle Foto. Die Angelegenheit schien sich endlos in die LĂ€nge zu ziehen. ... die Fotos sollen spĂ€ter auf Facebook aufgeschaltet werden.


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Und dann musste plötzlich alles ganz schnell gehn: Im Anschluss an die Ausstellung war noch ein Plauschrennen angesagt, die Zelte welche wir im Innern der Rennbahn aufgestellt hatten mussten in Windeseile abgebaut und raustransportiert sein, die Rennbahn wurde geschlossen und betriebsbereit gemacht. FĂŒr uns bedeutete dies das Ende des heutigen Anlasses, da Parween und Qa'ani noch zu jung sind um ein Rennen zu laufen. Sie waren ohnehin "völlig durch den Wind" und unser nĂ€chstes Ziel war einfach nur noch: Ab zurĂŒck nach Hause, und schlafen, schlafen, schlafen...

Schön war es, an unserer erste Windhundausstellung, ein wunderschönes und beeindruckendes Erlebnis, und mit den Resultaten können wir wirklich mehr als zufrieden sein!


clubsieger 14

 



 




Gerne prĂ€sentieren wir heute eine Reihe von wunderschönen Renn-Trainingsfotos mit unseren beiden jungen Sloughis Parween und Qa'ani. Die tollen Fotos stammen alle aus der Kamera von RenĂ© Broger:  www.digitale-impressionen.ch, der nicht nur an den "richtigen", kompetitiven Renn-AnlĂ€ssen fotografiert, sondern ab und zu mal auch an einem der Trainings anwesend ist und, gut "versteckt" in einer geeigneten Nische am Rennbahn-Rand, seine gute Kamera mit Riesenobjektiv auf's Stativ aufbaut und, quasi unbemerkt von den laufenden Hunden, seine so speziellen Fotos schiesst. Unser lieber Dank geht an den passionierten "Fotografen aus Leidenschaft", mit dessen Erlaubnis wir hier einige seiner beeindruckenden Aufnahmen zeigen dĂŒrfen.


Trainingsfotos 1


Auf den Windhundrennbahnen von Lotzwil, Kleindöttingen und Rifferswil fĂŒhlen wir uns inzwischen fast schon ein wenig heimisch. Die Trainings machen unseren beiden jungen Windhunden sichtlich Spass, wobei das ganze "drum und dran" fĂŒr die beiden Jungspunde eigentlich noch fast beeindruckender scheint als das jeweils nur ultra-kurze Erlebnis auf der Rennstrecke. Denn mehr als ein einzelner Lauf pro Trainingstag liegt in dem Alter noch nicht drin, wir wollen unsere Joungsters nicht ĂŒberfordern. Die beiden sind noch im Wachstum, und vor allem die Rennstrecke "immer linksrum" fĂŒhrt zwangslĂ€ufig zu einer ziemlich einseitigen Belastung der Gelenke.


Trainingsfotos 2


Ein sorgfĂ€ltiger, langsamer Trainingsaufbau ist uns sehr wichtig. ZunĂ€chst ging es ja in der Hauptsache erst mal darum, all die neuen und spannenden EindrĂŒcke auf den TrainingsplĂ€tzen kennenzulernen. Am meisten interessieren sich unsere Vierbeiner natĂŒrlich fĂŒr die vielen verschiedenartigen Windhunde, die in Begleitung ihrer Zweibeiner allenthalben rund um die Rennbahn herum warten, sich warmlaufen oder sich einfach entspannen zwischen ihren LĂ€ufen. Am liebsten wĂŒrden unsere beiden natĂŒrlich mit ihnen allen ein kleines Spielchen veranstalten - doch das geht leider nicht!


Trainingsfotos 3


Die allerersten Trainings bestanden natĂŒrlich noch nicht in einer ganzen Lauf-Runde, sondern unsere Hunde liefen zunĂ€chst nur jeweils eine kleine gerade Strecke, fĂŒr den Anfang war das genug. Etwas spĂ€ter kam dann die erste Kurve hinzu in auslaufendem Tempo. Inzwischen dĂŒrfen sie nun doch bereits eine kleine Runde laufen, und sie machen das beide mit grosser Freude. Enorm viel Spass machen, im Unterschied zur Rennbahn, natĂŒrlich die Coursing-Trainings. Hier ist Tempo und Belastung fĂŒr den Bewegungsapparat idealer, dafĂŒr Spass und Spannung umso grösser. Schade, dass solche Coursing-Trainings nur relativ selten angeboten werden!


Trainingsfotos 4


Ein ganz wichtiger Aspekt ist natĂŒrlich das Kennenlernen des "Trainings-Hasen" in seinen verschiedensten AusfĂŒhrungen und GerĂŒchen, welcher dann wĂ€hrend dem Lauf jeweils das ultimative Ziel der Begierde darstellt. Wir trainieren jetzt zu Beginn noch gĂ€nzlich ohne den spĂ€ter obligaten Rennmaulkorb, und vor Beginn der TrainingslĂ€ufe versuche ich jeweils, meinen beiden Kandidaten genĂŒgend Zeit und Gelegenheit zu geben, den "Hasen des Tages" ausgiebig zu beschnuppern und auch mal zwischen die Beisserchen zu nehmen. Kleine Zerrspielchen liegen ebenfalls drin, solange das Hasenfell keinen Schaden nimmt. Auch am Ende des Trainingslaufes dĂŒrfen die beiden jeweils noch eine kleine Weile rumspielen mit ihrer "Beute", bevor der Hase dann fĂŒr die nĂ€chsten LĂ€ufer bereitgemacht wird..


Trainingsfotos 5


Eine andere wichtige Station vor Beginn der Trainings sind wenn immer möglich die Startboxen. Auch wenn wir fĂŒr unsere ersten Trainings unsere Renn-Novizen noch von Hand auf der grĂŒnen Wiese starten lassen, so sollen sie sich doch bereits etwas gewöhnen an die dunklen, schmalen Metallboxen mit Absperrgitter vornedran, die dann spĂ€ter wenn's Ernst wird den Startpunkt bilden.

Unser jĂŒngster, der Qa'ani, der liebt schon seit seinen Welpenspielstunden alle Arten von Tunnels ĂŒber alles, und auf dem Agility-Platz kann er sich jeweils kaum beherrschen, die Tunnels die dort bereit liegen scheinen auf ihn eine magische Anziehungskraft auszuĂŒben. Wen wunderts, auch die Startbox auf der Rennbahn nimmt der Qa'ani freudig-begeistert an und rennt in Windeseile durch den schmalen "Tunnel" hindurch wann immer er dazu die Gelegenheit bekommt. Ganz anders BrĂŒderchen Parween, den ich im Moment noch nur mit sehr viel Überzeugungskraft dazu bringen kann, die Startbox anzunehmen. Da nĂŒtzen auch die gluschtigsten Guddelis nichts...


Trainingsfotos 6


GewöhnungsbedĂŒrftig auf den Rennbahnen sind auch verschiedene spezifische GerĂ€usche wĂ€hrend der Bahnrennen. Hierzu gehören vor allem das laute, metallene Schepper-GerĂ€usch beim schwungvollen Öffnen der Absperrgitter der Startboxen, sowie auch das laute Surren der laufenden Hasenzug-Maschine auf der Schiene. Beide GerĂ€usche schienen unsere beiden Sloughis jedoch von Beginn weg nicht sonderlich zu irritieren, anders als was wir bei verschiedenen anderen Rennbahn-Neulingen beobachten können.


Trainingsfotos 7


Wir haben inzwischen auch zwei Exemplare dieser feinen, leichten Renn-Maulkörbe fĂŒr unsere beiden Aspiranten bereit, und werden wohl gegen Ende dieses Trainingsjahres, wenn die AblĂ€ufe wĂ€hrend der Trainings genĂŒgend gefestigt sind, unsere Sloughis auch daran langsam und schrittweise gewöhnen. VorlĂ€ufig lassen wir unsere Hunde auch noch mit ihren HalsbĂ€ndern laufen - als Sicherheit fĂŒr den Fall, dass sie mal in einem pubertĂ€ren Schub versuchen sollten, auf dem Rennplatz auszubĂŒxen: Man weiss ja nie, fĂŒr kleine Überraschungen sind die beiden allemal gut.


Trainingsfotos 8


So sind wir nun mittendrin in unserem Trainingsjahr auf den Windhund-Rennbahnen, und geniessen mit viel Spass und Freude diese spannende Zeit ohne jeglichen Wettkampf-Stress. So richtig "ernst" wird es fĂŒr uns ja erst nĂ€chstes Jahr, wenn unsere beiden Sloughi-Joungsters im zeitigen FrĂŒhjahr mit Trainingsbeginn nach der langen Winterpause ab einem Alter von mindestens 17 Monaten ihre ersten Lizenz-LĂ€ufe absolvieren dĂŒrfen. Parween's Altersvorsprung von drei Monaten fĂ€llt leider genau in die Winterpause...


Trainingsfotos 9

 



 



 




Heute war unsere Premiere bei einem Coursing Training. Mit einiger VerspĂ€tung trafen wir am Nachmittag bei der Rennbahn in Lotzwil ein, da am Vormittag fĂŒr mich noch ein wichtiger Imkerkurs auf dem Programm gestanden hatte. Als letzte des ersten Durchgangs bekamen wir die Startnummer 45 zugeteilt. Die LĂ€ufe waren in vollem Gange.


Coursing Training 1


Zu meiner freudigen Überraschung sah ich eine stolze Gruppe wunderschöner Sloughis auf dem Platz, das hatte ich nicht erwartet! Die ErklĂ€rung bekam ich allsbald von unserer Schweizer "Mutter der Sloughiszene" Rosy BĂ€chtiger: FĂŒr's "Season Opening Coursing" das morgen hier stattfinden wird, waren nur zwei Sloughis gemeldet, das Coursing konnte also fĂŒr die Sloughis nicht als Punktewertung gelten, denn hierfĂŒr braucht es mindestens 3 Teilnehmer pro Lauf. Das morgige Coursing wĂŒrde also gĂ€nzlich ohne Sloughis stattfinden, stattdessen war heute Sloughi-Training angesagt mit den beiden lizenzierten Sloughis sowie allen fĂŒr die WettkĂ€mpfe zu alten (Ă€lter als 8 jĂ€hrig) aber noch durchaus fitten, sowie alle jungen, noch unlizenzierten Sloughis. (Die Regel besagt, wer am Coursing teillnimmt, der darf nicht am Vortag auf derselben Strecke trainineren.)


Coursing Training 2


Ich hatte entschieden, fĂŒr diesen allerersten Lauf auf der Coursingstrecke meine beiden jungen Sloughis gemeinsam als Zweier-Team starten zu lassen. Unsere beiden Jungspunde rennen ja tagtĂ€glich bei unseren ausgedehnten FreilaufspaziergĂ€ngen absolut begeistert miteinander ĂŒber die Wiesen, ohne dass es bislang je zu ernsthaften RĂŒpeleien gekommen wĂ€re. So wĂŒrden sie nun voraussichtlich wohl als eingespieltes Team einander auf der Coursingstrecke gegenseitig anspornen und ich musste weniger befĂŒrchten, dass der eine oder andere vielleicht irritiert oder demotiviert vorzeitig seinen Erstlings-Lauf abbrechen wĂŒrde. Ich hatte auch keine Sorge, dass die beiden miteinander "rumjoggeln" wĂŒrden statt ernsthaft hinter dem Hasen her zu rennen.


Coursing Training 3


Ich brachte nun meine beiden ungeduldig im Auto wartenden Jungspunde zur Coursingstrecke, damit sie sich ein wenig vorwÀrmen und bewegen, sowie etwas von der "heissen Luft" schnuppern und die Windhunde bei ihren LÀufen beobachten konnten. Die Aufregung war gross, die beiden hatten bereits heftig "Feuer gefangen"! Das was sich da vor ihren Augen abspielte war schon mal ganz was anderes als die im Vergleich dazu doch eher langweilig wirkenden Bahnrennen von letzter Woche.


Coursing Training 4


Die Windhunde hetzten, meist zu zweit auf der Strecke, den kreuz und quer dahinfliegenden Hasen, der nach kurzen geraden Strecken immer wieder plötzlich einen unerwarteten Haken schlug um sogleich in einer fast entgegengesetzten Richtung weiterzufliegen. Parween und Qa'ani hĂ€tten liebend gerne sofort die Verfolgung aufgenommen! Sie zogen und zerrten beide derart ungestĂŒm an der Leine, dass ich sie bald wieder ins Auto zurĂŒckbringen musste, um selber mit etwas mehr Ruhe die Szenerie beobachten und auch etwas austauschen zu können mit den anwesenden, Coursing-erfahrenen Windhundleuten.


Coursing Training 5


Rosy bot mir spontan an, mir behilflich zu sein beim Novizen-Lauf meiner beiden Wilden. FĂŒr diese Hilfestellung war ich natĂŒrlich sehr dankbar. Rosy brachte fĂŒr mich als absoluter Neuling an der Strecke Ruhe und Sicherheit in die ganze Aufregung. Rosy startete also meinen ruhigen, vernĂŒnftigen Parween, und ich parallel dazu meinen wilden Kampfhund Qa'ani. Beide liefen sogleich los, wie wenn sie schon hundert Mal ein Coursing gelaufen wĂ€ren. Der jĂŒngere Qa'ani flog wie eine Kampfmaschine volle Kraft voraus immer dem Hasen nach, wĂ€hrend der Parween eine etwas ĂŒberlegenere Strategie wĂ€hlte, zunĂ€chst etwas zurĂŒck blieb und ruhig zu beobachten schien, dann nach dem ersten Haken des Hasen eine direktere AbkĂŒrzung wĂ€hlte, und so schliesslich weit voraus vor seinem jĂŒngeren Bruder dem Hasen folgte.


Coursing Training 6


Es war ein wunderbarer erster Lauf meiner beiden Sloughis, die diesmal die gesamte Strecke laufen durften und schliesslich, als der Hase im Ziel ruhig liegen blieb, begeistert das echte, frische Hasenfell mitsamt ganzem Kopf und Ohren nicht nur ausgiebig beschnupperten, sondern gleich auch gemeinsam daran zu rupfen und reissen begannen. Diesem Spielchen mussten wir dann natĂŒrlich rechtzeitig ein Ende bereiten, der Hase sollte ja heute noch ein Weilchen seine Dienste tun, auch wenn ein Ersatzhase bereit lag, fĂŒr alle FĂ€lle.


Coursing Training 7


Rosy erklĂ€rte mir, dass ein Maulkorb auch solche Szenerien auf einfache und unaufgeregte Art verhindert. Aber bei ihrem ersten Lauf war es ganz ok, dass meine beiden Coursing-Novizen sozusagen nach ihrer super Arbeit auch ihre gerechte Belohnung erhielten in Form von einem kurzen "Spiel mit dem Hasen". Übrigens: Der Hase ĂŒberlebte diese direkte Begegnung mit meinen Sloughis glĂŒcklicherweise absolut "unverletzt". Ich aber werde mich wohl demnĂ€chst nach geeigneten Maulkörben fĂŒr meine Jungs umsehen mĂŒssen...


Coursing Training 8


Weshalb bei den Rennen und den Coursings die Windhunde zwingend Maulkörbe tragen, das wurde mir etwas spĂ€ter sehr klar bei einem der verschiedenen andern, Coursing-erfahrenen Sloughi-Teams, die nach uns ihren zweiten Lauf des Nachmittags absolvieren durften (fĂŒr die zweiten LĂ€ufe wurde an der unverĂ€ndert belassenen Laufstrecke einfach die Laufrichtung umgekehrt, so dass die Strecke fĂŒr die Hunde völlig neu daherkam): Da bekamen sich zwei krĂ€ftige Sloughis kurz nach dem Start "in die Wolle", heisst der Hase war plötzlich nicht mehr von Interesse, die Windhunde gingen recht heftig aufeinander los und es dauerte eine ganze Weile, bis ihre Besitzer sie wieder voneinander getrennt und sicher an der Leine hatten. Ohne Maulkorb wĂ€re sowas mit Sicherheit nicht ohne schwere Verletzungen abgelaufen!


Coursing Training 9


Aber auch sonst sind Verletzungsrisiken auf solchen Coursingstrecken nie ganz auszuschliessen. Vor allem wenn ein gewiefter und coursingerfahrener Windhund, der statt nur seiner LĂ€ufe Kraft auch sein Hirn einsetzt und zum richtigen Zeitpunkt die richtige AbkĂŒrzung wĂ€hlt, kann es schon mal vorkommen dass er den am Seil gezogenen Hasen, der eigentlich vom Hasenzieher an der Hasenmaschine immer rund 20 Meter vor dem vorne laufenden Windhund positioniert werden sollte, auch tatsĂ€chlich erwischt, und sich dabei auch mal sehr unglĂŒcklich im Zugseil verfangen kann. Wie sowas enden kann, das ist nicht sehr schwierig sich vorzustellen.


Coursing Training 10


Auch heute kam es leider zu einem derartigen Vorfall, wobei der betreffende verletzte Sloughi sofort ganz schrecklich aufschrie in seinem Schmerz und erbĂ€rmlich davonhumpelte, wĂ€hrend sein unverletzter Coursing-Partner begeistert versuchte, mit senkrechten LuftsprĂŒngen den bei dem Unfall hoch ins Seil hinauf katapultierten Hasen doch noch zu erwischen... GlĂŒcklicherweise war diese Verletzung heute nicht wirklich schlimm, und nach einigen Schritten lief der betreffende Sloughi bereits wieder hinkfrei weiter. Wir waren alle sehr erleichtert.


Coursing Training 11


Nach diesem Vorfall gab es dann eine kurze Pause bis zum nĂ€chsten Lauf. Die Verantwortlichen hatten entschieden, die Laufstrecke etwas umzustellen, um die unfalltrĂ€chtige Stelle zu entschĂ€rfen. Die Sicherheit der Hunde ging vor. Ich aber entschied, das Ende der heutigen LĂ€ufe nicht mehr abzuwarten sondern mit meinen Hunden nun den Heimweg anzutreten. Meine beiden Coursing-Novizen waren durch ihren heutigen Lauf emotional und körperlich derart "auf Tausend" hochgefahren, dass ich sie unbedingt raschestmöglich zur Ruhe bringen, runterkĂŒhlen und entspannen wollte, und das war nicht möglich hier vor Ort. Das heutige erste Coursing-Training war fĂŒr uns alle ein hochspannendes, wunderbares Erlebnis, das wir drei nun erst mal ausgiebig "verdauen" mĂŒssen!




Coursing Training 12


Und wieder liegt ein reich befrachtetes, ĂŒberaus interessantes Windhund-Wochenende hinter uns. Am Samstag durfte ich erste persönliche Kontakte knĂŒpfen mit verschiedenen aktiven Leuten vom Windhund-Rennverein Kleindöttingen. Trotz eher schwierigem, nasskaltem Wetter wurde der geplante Arbeitstag durchgefĂŒhrt, witterungsbedingt mit leicht reduziertem Programm. Wir weiblichen Wesen nahmen die InnenrĂ€ume energisch unter unsere Putzlappen, bis alles blitzte und glĂ€nzte und alles Material, GetrĂ€nke und KĂŒchenutensilien wieder hĂŒbsch sĂ€uberlich an ihrem Ort standen, wĂ€hrend die krĂ€ftigen Herren der Schöpfung in toller Teamarbeit das grosse Wirtschaftszelt aufstellten. Wir waren eine erstaunlich grosse Truppe, welche dem garstigen Wetter trotzte und guten Mutes fröhlich und krĂ€ftig Hand anlegte. Es war eine schöne erste Begegnung mit diesem Verein, ich freue mich auf die kommenden Renn-Trainings auf der Sandbahn in Kleindöttingen.


Rennbahnschnuppern 1


Gegen Abend fuhr ich dann zu meinem ersten Treffen mit den Windhundfreunden Zentralschweiz, die GV stand an. Meine beiden Sloughis durften diesmal mitkommen. Im Gasthaus BĂ€ren in Kölliken wartete eine einladend vorbereitete grosse Tafel auf uns, einige der Vorstandsmitglieder waren bereits da und mit letzten Vorbereitungen beschĂ€ftigt. Wir Neulinge im Verein wurden sehr herzlich begrĂŒsst, insbesondere die beiden jungen Sloughis wurden ausgiebig bewundert und beschmust. Eine speditiv durchgezogene GV folgte, das Jahresprogramm wurde vorgestellt, und anschliessend konnten wir bei lockeren freundschaftlichen GesprĂ€chen ein wunderbares Abendessen geniessen. Ich freue mich, in dieser netten Gruppe von freundlichen, kultivierten und windhunderfahrenen Menschen so herzlich aufgenommen worden zu sein, und freue mich bereits heute auf die geplanten AnlĂ€sse, so ganz abseits von Windhundrennen und -Ausstellungen - AnlĂ€sse wo es nicht um Konkurrenz und Titel geht, wo einfach das gesellige Zusammensein gepflegt werden kann mit der "Faszination Windhunde" im Zentrum.


Rennbahnschnuppern 2


Heute Sonntag stand nun unser erster Kontakt mit einer Windhundrennbahn "in echt" auf dem Programm. Der Windhundsportverein Bern hat sein erstes Rennbahntraining der Saison heute auf dem Programm. Gestern erst war das dicke Couvert mit allen Unterlagen bei mir eingetroffen, ich bin also als Neumitglied aufgenommen, gerade noch rechtzeitig zum Saisonstart. Bei inzwischen dichtem Schneegestöber hatte ich mich gestern abend noch telefonisch vergewissert, dass dieses erste Training auch tatsĂ€chlich stattfindet, und heute hatten wir neugierig und voller Vorfreude den Weg zur Windhund-Rennbahn Lotzwil erstmals unter die RĂ€der genommen. Es war eisig kalt, Aprilwetter vom feinsten mit abwechselnd dicken Wolken, Schnee- oder Graupelschauern und heiter Sonnenschein...   wie wĂŒrden wohl Parween und Qa'ani auf der Rennbahn reagieren? WĂŒrden sie den laufenden Hasen annehmen, oder eher wie zwei grosse Fragezeichen stehen bleiben?


Rennbahnschnuppern 3


Der Empfang beim Vereinshaus war herzlich und hilfsbereit, ich outete uns natĂŒrlich gleich als absolute Neulinge die ĂŒberall Hilfe benötigen. Wir hĂ€tten uns keinerlei Sorgen machen mĂŒssen, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft begegnete uns an allen Ecken. Wir wurden als Neumitglieder allenthalben herzlich begrĂŒsst - der erste Trainingslauf unserer beiden Sloughi-Joungsters wurde uns sogar geschenkt! Wir bekamen die Laufnummern 9 und 13 zugeteilt. Die Stimmung rund um die Rennbahn war sehr freundlich, fröhlich und unkompliziert. Hunde von vielerlei Windhundrassen waren zum ersten Training der Saison gekommen. In besonders grosser Zahl schien uns heute die Gruppe der Barsois prĂ€sent, offensichtlich ist hier in der Gegend eine Barsoi-ZĂŒchterin aktiv. Daneben sahen wir auch viele Whippets, einige Windspiele, einige glatt- und rauhhaarige Galgos und drei wunderschöne, imposante Deerhounds. Ein eleganter Afghane war da, sowie auch einige Salukis. Unsere beiden Bahn-Neulinge waren heute die einzigen Sloughis auf dem GelĂ€nde.


Rennbahnschnuppern 4


Parween und Qa'ani waren sehr aufgeregt, sie interessierten sich brennend fĂŒr all die spannenden DĂŒfte und GerĂŒche rund um die Rennbahn und all die neuen Hunde. Wir waren zeitig genug angekommen, ich spazierte mit meinen Jungspunden auch auf die Rennbahn und zeigte ihnen vor Trainingsbeginn die dort bereitliegende Hasenattrappe, welche beide neugierig beschnĂŒffelten und probeweise auch mal in den Fang nahmen. Ansonsten aber schien dieses fremde, bewegungslos daliegende Ding sie nicht weiter zu interessieren. Viel spannender fĂŒr sie war all das bunte Treiben rund um die Bahn herum. Auch als die ersten Hunde mit ihren TrainingslĂ€ufen begannen, schenkten Parween und Qa'ani dem vorbeifliegenden "Hasen" und den hinterher hetzenden Hunden kaum Beachtung, ich war mir also meiner Sache ganz und gar nicht sicher, ob sie dann auf der Rennbahn ĂŒberhaupt begreifen wĂŒrden worum es hier ging.


Rennbahnschnuppern 5


Nun kamen wir an die Reihe, Parween sollte als erster auf die Bahn. NatĂŒrlich starteten meine Joungsters fĂŒr's erste freihĂ€ndig, die Startbox sollten sie erst spĂ€ter kennenlernen. Als der "Hase" vorbeiflog, liess ich den Parween frei, dieser zog sogleich an und lief dem "Hasen" nach. Doch kaum hatte mein Boy etwas Tempo aufgenommen, machte diese elende Hasenattrappe nur noch ein paar kleine HĂŒpferchen und blieb dann liegen. War's das schon? Um Himmels willen, und das sollte nun Parween's erster Trainingslauf sein? Ich war enttĂ€uscht, ich hatte mir etwas mehr vorgestellt unter Parween's erstem Lauf, mindestens bis zur ersten Kurve hĂ€tten sie ihn doch rennen lassen dĂŒrfen! Wenn diese enttĂ€uschende erste Rennbahn-Erfahrung bei meinem "Ă€lteren" nur nicht gelangweiltes Desinteresse provoziert! Naja, nichts zu machen.


Rennbahnschnuppern 6


Als ich etwas spĂ€ter mit Qa'ani zum Start ging fragte ich, ob sie nicht bitte meinen Buben diesmal etwas weiter laufen lassen könnten, falls er mitmacht. Der Qa'ani, der lief dann tatsĂ€chlich wie ein Pfeil los, und als er nach wenigen Metern den sehr sehr langsam daherzuckelnden "Hasen" eingeholt hatte und dieser nach einigen "HĂŒpfern" bereits wieder ruhig dalag, konnte der "Hasenzieher" nach etlichen vergeblichen Aufforderungen dann doch noch dazu gebracht werden, den Hasen wieder anzuziehen, der Qa'ani lief wieder begeistert hinterher - bis um die erste Kurve und noch ein StĂŒck weiter, dann blieb der Hase definitiv liegen. Der Qa'ani verlor nun allsbald das Interesse an dem ruhenden BĂ€nder- und Fellklumpen und kam brav zu mir zurĂŒck. Na, dies war fĂŒr's erste schon mal gar nicht so schlecht.


Rennbahnschnuppern 7


Wir spazierten noch eine ganze Weile zwischen all den andern Windhunden umher, beobachteten die andern Hunde bei ihren LĂ€ufen und genossen die heitere und freundliche Stimmung. Da war keinerlei Hektik oder Nervenkrieg, vielmehr lockere Sonntagsstimmung allenthalben. Einige der Hunde liefen ihre LizenzlĂ€ufe. Besonders beeindruckend schien mir ein wunderschöner, schneeweisser junger Saluki-RĂŒde, herausragend schön befedert, gepflegt wie fĂŒr eine Champions-Ausstellung bewegte er sich an der Rennbahn. Er lief seinen Lizenzlauf tadellos. Schönheit und Leistung beides top, so sollte es sein! Gerne hĂ€tte ich meine beiden RĂŒden nochmals auf die Rennbahn gebracht heute, diesmal fĂŒr einen etwas lĂ€ngeren Lauf, doch die Pause bis zu den NachmittagslĂ€ufen war einfach zu lang, unsere zuhause gebliebenen Vierbeiner sollten auch zu ihrem Recht kommen. FĂŒr heute musste ich's gut sein lassen. Doch wir freuen uns bereits heute aufs kommende Wochenende, da stehen am Samstag Nachmittag in Lotzwil Coursing-Trainings auf dem Programm, und wir dĂŒrfen wieder mit dabei sein!

 


Rennbahnschnuppern 8

Zum traditionsreichen Schuru-esch-Schams Sloughi-Treffen vom 26.-28. Februar waren wir erstmals eingeladen. Im exzellenten Landgasthof HessenmĂŒhle, KleinlĂŒder in der NĂ€he von Fulda, war ein vielfĂ€ltiges Programm vorgesehen, im Kreis der eingefleischten Schuru-esch-Schams Freundesfamilie, mit erfahrenen Referenten. Wir freuten uns sehr, den ZĂŒchtervater unserer beiden SloughirĂŒden Parween und Qa'ani bei dieser Gelegenheit wiederzusehen, vor allem aber interessierte es uns brennend, die vielen Wurfgeschwister unserer WĂŒstenprinzen wiederzusehen. Der Anlass war als Welpentreffen der WĂŒrfe N * O * P * Q angesagt und wir hofften, möglichst viele der Wurfgeschwister wĂŒrden an dem Anlass teilnehmen. Wie sehr wĂŒrden wohl inzwischen die Geschwisterchen unseren beiden Lieblingen Ă€hnlich sehen?

Sloughitreff 1


Kurz vor unserer Abreise erreichte uns leider eine sehr traurige Nachricht: Die ZĂŒchterfamilie konnte sehr kurzfristig aus wichtigen persönlichen GrĂŒnden diesmal nicht am Treffen mit dabei sein. Am liebsten hĂ€tte ich gleich das vollgepackte Auto wieder leergerĂ€umt und alles abgesagt. Wir haben dann aber doch sehr traurig und besorgt die fĂŒr unsere VerhĂ€ltnisse weite, 500 km lange Fahrt in Angriff genommen. Nur schon diese lange Fahrt, inklusive einem nervigen 20 km Stau kurz vor unserem Ziel, war fĂŒr unsere Sloughi-Buben eine sehr ungewohnte Angelegenheit, die sie aber dank verschiedener Zwischenstops doch gut gemeistert haben. Unser Senior Charengo durfte mit dabei sein, er nahm das ganze absolut gelassen mit der Weisheit und Lebenserfahrung seiner bald 11 Jahre, wĂ€hrend unsere beiden Doggendamen einen unbeschwerten Ferienaufenthalt im Haus einer befreundeten DoggenzĂŒchterin geniessen durften.


Sloughitreff 2


Ja, dieses verlĂ€ngerte Wochenende unter Sloughis und Sloughi-Freunden war ein echtes Erlebnis fĂŒr uns alle. Vielerlei nicht ganz einfache und jedenfalls ungewohnte Situationen boten fĂŒr uns immer wieder Herausforderungen, welche wir so gut es ging zu meistern versuchten. Bereits ein erster PrĂŒfstein war leider das uns zugewiesene Hotelzimmer. Es befand sich in der romantisch gelegenen FischerhĂŒtte, etwas abseit des Haupthauses, im ersten Obergeschoss. Erreichbar ĂŒber eine enge und steile Treppe mit offenen Stufen aus blank poliertem Stein, im unteren Teil als kurze Wendeltreppe angelegt. Unsere Sloughis die kennen keine derartigen Treppen! Auch wenn sie mit breiten, griffigen Betontreppen wie sie zB in UnterfĂŒhrungen anzutreffen sind keinerlei Probleme bekunden. Wir wollen die Gesundheit ihrer im Wachstum befindlichen Gelenke nicht aufs Spiel setzten, unsere jungen Quirle haben bei uns striktes Treppenverbot. Quintessenz: Nachdem wir unseren guten Willen gezeigt hatten und in geduldiger Trainingsarbeit wenigstens den Parween auf eigenen LĂ€ufen ins Zimmer hoch gelockt hatten, blieb mir beim jĂŒngeren Qa'ani keine andere Wahl als das Federgewicht schliesslich die Treppe hochzutragen. So konnte das nicht funktionieren! Der Kleine muss auch frĂŒhmorgens vor Tagesanbruch noch fĂŒrs Pipi raus, das war so viel zu gefĂ€hrlich! Wir bekamen dann nach lĂ€ngerer Suche doch noch ein alternatives Logis, diesmal im Erdgeschoss desselben Fischerhauses, dieses Problem war also glĂŒcklich gemeistert. Treppab zu unserem neuen Domizil musste ich dann sogar beide Sloughibuben tragen...


Sloughitreff 3


Dann, vor dem Abendessen, wollten wir unseren jungen wilden Sloughis nach der langen und anstrengenden Autofahrt doch noch einen kleinen leinefreien Ausflug im Freien gönnen, sie sollten so richtig Dampf ablassen können, damit sie dann im Restaurant sich halbwegs anstĂ€ndig benehmen wĂŒrden. Doch, oh Schreck, plötzlich schreit der arme Parween ganz herzerbĂ€rmlich auf: Da stand und lag ein halb vergammelter Stacheldrahtzaun auf der Wiese, Parween hatte sich daran verletzt und ein paar böse Schrammen eingefangen! Ich verfluchte diesen Stacheldraht und meine eigene Unaufmerksamkeit! Solche ZĂ€une sind in der Schweiz wegen der schrecklichen Verletzungsgefahr ja lĂ€ngst verboten, damit hatte ich einfach nicht gerechnet!


Sloughitreff 4


Nun, in der Zwischenzeit war es doch recht spĂ€t geworden, wir erreichten den unserer Gruppe zugewiesenen Speisesaal als fast letzte der ganzen Gruppe. Entgegen der AnkĂŒndigung, waren wir nicht die einzigen GĂ€ste im Landgasthof, sondern mussten die LokalitĂ€t mit mehreren andern Gruppen teilen...   Alle ruhigen PlĂ€tzchen im Randbereich mit genĂŒgend grossen EckplĂ€tzchen fĂŒr die Lager der Sloughis waren natĂŒrlich lĂ€ngst besetzt, wir Neulinge in der Gruppe bekamen gerade noch im Eingangsbereich eine sehr eng gestuhlte Sitzgelegenheit, wo schon ohne Sloughis kaum ein Durchkommen war um zum reichhaltigen Buffet zu gelangen. Zudem fĂŒhrte der Zugang zum Speisesaal fĂŒr Personal und GĂ€ste immer zwingend an unseren SitzplĂ€tzen vorbei! Nun, es war heute bereits das vierte Mal wo ich knapp davor stand, den ganzen Anlass abzublasen und kurzerhand wieder nach Hause zu fahren. Aber wir blieben, ich war schlicht zu mĂŒde um das ganze GepĂ€ck wieder ins Auto zu packen und auch noch die Nacht durchzufahren. Einen Unfall wollte ich einfach nicht riskieren.


Sloughitreff 5


Auf den fĂŒr Freitagabend angekĂŒndigten Sloughi-Kultfilm "Der Prinz unter den Hunden" hatte ich mich seit Tagen gefreut. Dieser Film war dann leider die nĂ€chste EnttĂ€uschung fĂŒr mich: RĂŒhrendes Geschichtchen im Stil einer billigen Soap Opera, Menschenpsychologie auf ein Sloughi-Paar ĂŒbergestĂŒlpt, meine Begeisterung hielt sich in engsten Grenzen. NĂ€chste EnttĂ€uschung: Es waren kaum Wurfgeschwister aus dem P- und dem Q-Wurf anwesend. Die Hoffnung blieb, dass vielleicht doch noch einige weitere Q- und P-Sloughis erst am Samstag zu uns stossen wĂŒrden.


Sloughitreff 6


Am Samstag stand nach dem reichhaltigen FrĂŒhstĂŒcksbuffen (mit den Sloughis, diesmal glĂŒcklicherweise ohne Platzprobleme da wir als erste im Speisesaal eingetroffen waren - LangschlĂ€fer sind wir definitiv nicht!) ein Fotoshooting auf dem Programm. Dieseses Fotoshooting erschöpfte sich dann allerdings in einem einfachen Gruppenfoto, mehr schlecht als recht gelungen, da eher eine Panorama-Aufnahme entstand... Meine Hoffnung, bei dieser Gelegenheit vielleicht auch kleinere Gruppenfotos mit den anwesenden Vertretern der jeweiligen zu feiernden WĂŒrfe zu bekommen scheiterten klĂ€glich und diskussionslos. Waren doch von jedem der rund 10 Welpen starken WĂŒrfe bloss 2 oder maximal 3 Vertreter an dem Anlass prĂ€sent. Interessant fĂŒr uns war, dass unsere beiden Jungspunde wohl die allereinzigsten der vielen anwesenden Sloughis waren, die nicht fein gekleidet in einem wĂ€rmenden SloughimĂ€ntelchen daherkamen! Immerhin, mit ihren neuen selbstgefertigten SchmuckhalsbĂ€ndern prĂ€sentierten sich nun auch unsere beiden WĂŒstensöhne hĂŒbsch herausgeputzt, und konnten es diesbezĂŒglich mit der ĂŒbrigen eleganten Vierbeinergesellschaft problemlos aufnehmen.


Sloughitreff 7


Nun stand ein gemeinsamer Spaziergang mit unseren Hunden auf dem Programm. Meine BefĂŒrchtungen bewahrheiteten sich leider: Es war durch und durch ein Leinenspaziergang! Definitiv nichts fĂŒr uns und unsere Vierbeiner! Also liessen wir, als die Sache definitiv geklĂ€rt war, die Gruppe an uns vorĂŒberziehen und genossen im Anschluss unseren eigenen tollen privat-familiĂ€ren Spaziergang in der wunderschönen Natur. Inzwischen wussten wir ja, wo die gefĂ€hrlichen StacheldrĂ€hte sich befanden, so dass wir weitere Verletzungen vermeiden konnten. Unsere Freude war gross, als wir gegen Ende unserer Privatwanderung doch noch eine kleine gemischte frei laufende Gruppe Sloughi-Saluki mit zugehörigen Zweibeinern trafen, was unseren beiden Sloughi-Buben wenigstens diese eine Gelegenheit bescherte, kurz mit ihresgleichen springen und rennen zu dĂŒrfen...


Sloughitreff 8


Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Speisesaal, wo wir diesmal glĂŒcklicherweise frĂŒh hinkamen und einen gĂŒnstigen Platz auswĂ€hlen konnten, stand eine Vorstellungsrunde der Teilnehmer im Seminarraum auf dem Programm. Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen, bei dieser Gelegenheit eine kleine feine Attacke zu reiten gegen einige der Teilnehmer, welche uns am Vorabend unmissverstĂ€ndlich klargemacht hatten, wie verantwortungslos und falsch sie es beurteilen, dass wir gleich zwei fast gleichalte junge Sloughis in unsere Vierbeinerfamilie aufgenommen hatten. Sowas kann und darf einfach nicht sein!
In den Augen dieser Sloughi-Spezialisten ist unausweichlich die Katastrophe vorprogrammiert, wenn nicht ein einzelner Sloughi-Welpe zu einem bereits vernĂŒnftigen Ă€lteren Sloughi hinzugenommen wird, und dieser dann die notwendige Erziehungsarbeit des Jungspundes ĂŒbernehmen kann.


Sloughitreff 9


Alle unsere ErklĂ€rungen und Informationen waren auf definitiv taube Ohren gestossen. Solche vorgefasste Überzeugungen zu relativieren scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Dass fĂŒr mich der Umgang mit unseren beiden feinen Sloughi-Buben praktisch einem Sonntags-Spaziergang gleichkommt, im Vergleich zur fordernden Zeit mit unseren jungen Deutschen Doggen vor fĂŒnf Jahren, sowas können diese Sloughi-Narren schlicht nicht nachvollziehen. Diese Leute kennen ganz einfach nicht das GlĂŒck, mit zwei jungen, tagtĂ€glich ĂŒberschwĂ€nglich spielenden und voller Lebensfreude ĂŒber die Wiesen fliegenden Sloughis durchs Leben gehen zu dĂŒrfen. Die noblen Sloughis dieser Leute die spazieren wohl von jĂŒngsten Welpenbeinen an Tag fĂŒr Tag an Leinen aus feinstem Leder durch die Strassen, stets weich gebettet und in kuschelige MĂ€ntelchen gehĂŒllt, und kennen den Freilauf wohl kaum. Solche Hunde benehmen sich dann auch perfekt angepasst bei ihren eleganten StĂ€dtli- und Restaurantbesuchen, keine Frage. Artgerechte Haltung kann ich sowas nicht nennen.


Sloughitreff 10


Im Anschluss wurden wir mit einem Foto- und Kurzfilm-Vortrag nach Tunesien entfĂŒhrt, ein persönlicher Reisebericht von einer traditionellen Hasenjagd - wobei die relevanten Bilder der eigentlichen Hasenjagd leider fehlten, der Hase war schneller gewesen als der Fotograf... Interessant schien mir der fassungslose Kommentar einer besorgten Zuhörerin, ob sich denn die Sloughis in der unwirtlichen, mit Steinbrocken ĂŒbersĂ€ten Gegend bei einer solchen Jagd nicht schlimm verletzen wĂŒrden...   ja, in den Augen der Damen und Herren dieser erlauchten Gesellschaft war es offensichtlich auch eine veritable SĂŒnde, dass unsere beiden Sloughis doch tatsĂ€chlich auf dem blanken (warmen Linoleum-) Boden liegen mussten, wir bekamen fĂŒr die zwei unglĂŒcklichen, definitiv nicht standesgemĂ€ss gebetteten RĂŒden umgehend zwei Kuschel-Decken angeboten... nette Geste, die wir dankend angenommen haben. Unsere Sloughis haben sich gefreut...


Sloughitreff 11


Nun, die nĂ€chste kleine Katastrophe war bereits im Anzug: Ich hatte die Pause vor dem Vortrag leider nicht genutzt, um mit Qa'ani kurz nach draussen zu gehen fĂŒrs Pipi. Er hatte so zufrieden geschlafen dass ich ihn nicht wecken wollte. Dann, mitten im Vortrag, wurde der kleine Wichtelmann unruhig, mir wurde sofort klar, da pressiert's! Aber genauso rasch wurde mir klar: Alle Wege nach draussen waren versperrt, ĂŒberall lagen die luxuriös gebetteten Sloughis in ihren wunderbaren weichen grossen Hundebetten in den GĂ€ngen zwischen den Tischreihen, da war ganz einfach kein Durchkommen fĂŒr uns! Das Malheur folgte dann also quasi auf dem Fusse, ein goldgelbes BĂ€chlein breitete sich aus unter dem verzweifelten Qa'ani... Die liebevollen Kommentare von vorne und von hinten erreichten uns ohne Verzug, aber noch immer hatte kein einziger der Teilnehmer die Gnade, seinen weich gebetteten Sloughi ein wenig zur Seite zu rĂŒcken um uns durchschlĂŒpfen zu lassen. Stattdessen kamen von ĂŒberall die dezidierten Warnungen: "Hier geht's nicht gut!" Sollte ich einfach lauthals in die Runde schreien: "So lasst uns doch einfach irgendwo durch!!!" Ich hab's nicht getan, wir sind ja anstĂ€ndige Leute. Schliesslich blieb uns gerade noch der Weg ganz vorn bei Referent und Leinwand, ich gab mein bestes die LĂ€ufe meines verzweifelten und leicht verwirrten Sloughibuben einzeln ĂŒber die in grossen losen Schlaufen daliegenden KabelknĂ€uel zu heben. Da nĂŒtzten uns die völlig ĂŒberflĂŒssigen Warnungen "Achtung, Kabel!" nicht wirklich viel! Ich fĂŒhlte mich mittlerweile mit unseren Sloughis definitiv nicht als "Freund unter Freunden" angenommen in dieser Gruppe. Da gehörten wir einfach nicht dazu!


Sloughitreff 12


NĂ€chster Programmpunkt war ein interessanter, kurzweilig und absolut kompetent prĂ€sentierter Schulungsvortrag zum Thema "Zahnhygiene beim Hund". Da gab's sogar fĂŒr mich nichts zu mĂ€keln, sozusagen das Highlight des Wochenendes, wenn auch natĂŒrlich ganz und gar nicht Sloughi-spezifisch. GlĂŒcklicherweise war die Referentin kompetent genug, auf den zunĂ€chst angekĂŒndigten "praktischen Teil" zu verzichten (ich hatte mir bereits ĂŒberlegt, diesen letzten praktischen Teil meinen Sloughis zu ersparen und einfach zu streiken). Sowas geht die vernĂŒnftige Hundehalterin am besten in Ruhe zu Hause und sachte Schritt fĂŒr Schritt an, nicht ĂŒberfallmĂ€ssig in der Unruhe und Fremdheit eines vielbevölkerten Konferenzraumes....


Sloughitreff 13


Hingegen wiederum sehr enttĂ€uschend war der als "Festlicher HĂŒttenabend mit Programm" angekĂŒndigte Samstagabend, wofĂŒr ich mir extra eine wunderschöne Djellaba genĂ€ht hatte, um in der noblen Gesellschaft auch ein wenig mithalten zu können. Leider nichts dergleichen. Meine schöne Djellaba blieb unbenutzt im Hotelzimmer liegen. Aber an solche EnttĂ€uschungen hatte ich mich ja mittlerweile gewöhnt. Auch von den ursprĂŒnglichen Programmpunkten "Sloughis in der Kunst" und "Windhund-Psychologie" war auf dem definitiven Programm nichts mehr zu sehen.


Sloughitreff 14


Wir hatten inzwischen mehr als genug erlebt an diesem Wochenende, hatten uns den Herausforderungen gestellt und alles schlecht und recht gemeistert. Eigentlich wollten wir anstĂ€ndig bis zum Ende der Veranstaltung bleiben, welche am Sonntag nach dem Mittagessen enden sollte. Nun aber war das Sonntagsprogramm bis weit in den Nachmittag hinein ausgedehnt worden. Wir wollten unsere Doggenladies nicht unnötig und ungeplant noch eine Nacht lĂ€nger "in der Fremde" lassen, und der Gedanke in nĂ€chtlicher Dunkelheit fahren zu mĂŒssen behagte mir ganz und gar nicht. Zudem wusste ich, dass wir besser genĂŒgend Zeit fĂŒr die RĂŒckfahrt einplanen mussten. Und wenn wir schon nicht mit der Gruppe gemeinsam abschliessen konnten, so konnten wir ja ebenso gut gleich nach dem FrĂŒhstĂŒcksbuffet unsere Heimreise antreten, und auf den letzten Programmpunkt "Spielverhalten" gĂ€nzlich verzichten. Stattdessen genossen wir auf dem Nachhause-Weg einige wunderschöne, ausgedehnte Freilauf-SpaziergĂ€nge mit unseren Hunden, dies schien uns in dieser Situation mehr Wert als jegliches Gold der Welt.


Sloughitreff 15


Ja, das war definitiv ein reich befrachtetes, abwechslungsreiches Sloughi-Wochenende. Verbunden mit vielen EindrĂŒcken, viel Stress und vielen EnttĂ€uschungen. Freunde haben wir nicht gefunden, wir sind sozusagen exotische Fremdlinge geblieben in dieser "Sloughi-Freunde-Familie". Unsere Sloughi-Buben haben viel gelernt, wurden immer wieder konfrontiert mit neuen, gĂ€nzlich ungewohnten Situationen. ZurĂŒck zu Hause scheint mir, die Jungs sind in kĂŒrzester Zeit um Monate Ă€lter und reifer geworden. Es war unser erstes Sloughi-Treffen, mag sein dass es auch das letzte bleiben wird. Aber wir sind keine Hellseher.



Sloughitreff 16


Unsere S-Wurf Döggelis feiern heute bereits ihren fĂŒnften Geburtstag!

Von Velvet haben wir vor wenigen Tagen ein hĂŒbsches aktuelles Föteli bekommen. Dazu schreibt uns Claudia: "Wir waren in unserem Nachbarort Reigoldswil, um mit der Gondelbahn auf die "Wasserfalle", ein Naherholungsgebiet zu fahren. Wie man unschwer erkennen kann, war es Velvet nicht so ganz wohl in dieser "Eierschale", aber mit viel Zureden, einem Dorsch- Nugget auf dem Gondelboden und dem netten Herrn, welcher die Bahn komplett angehalten hat fĂŒr uns, ging es dann doch noch. Es war 09.30 Uhr, sau kalt und hat geregnet, also der beste Moment fĂŒr Velvet, ohne ungeduldige Zuschauer wieder mal in die Höhe zu steigen :-)."

Danke, Claudia, fĂŒr dieses spezielle Foto und die Geschichte dazu!


fnf 1


Inzwischen ist's nun doch noch Winter geworden, klirrende KÀlte und prÀchtiger Neuschnee bieten neue Abenteuer. Vom Saphir hat uns Madlen dieses Kuschel-Föteli geschickt, mit dem Titel: "Die zwei grossen beim schlafen".


Ja, gemĂŒtlich kuscheln drinnen an der WĂ€rme, das lieben wir doch alle, Zwei- und Vierbeiner!


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Und auch dieses coole Jux-Foto ist vom Saphir! Madlen schreibt dazu: "PĂŒnktlich zum Winter Anfang hat Saphir sein richtiges Outfit gefunden".


Hat der's gut, der verwöhnte Bursche!!!


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Unsere Hunde sind ganz nÀrrisch ob der herrlichen weissen Pracht! Sie toben im stiebenden Schnee und können nicht genug bekommen davon.

Sogar die Silja lĂ€sst sich gerne anstecken von der ĂŒbermĂŒtigen Begeisterung unserer beiden jungen Windhunde!


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Derweil zieht unsere Rudelchefin Lilofee zielgerichtet ihre Bahn durch den verschneiten Winterwald, dicht gefolgt vom Parween, der inzwischen nach einer gut halbstĂŒndigen halsbrecherischen Jagd in riesigen SĂ€tzen mit begeisterten hohen LuftsprĂŒngen ĂŒber die verschneiten Felder auch etwas zur Ruhe gekommen ist...


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... sozusagen zum "runterkĂŒhlen" gibt's fĂŒr unser Rudel noch eine kleine VerlĂ€ngerung, einen ruhigen Spaziergang dem Waldrand entlang, bevor's wieder nach Hause in die WĂ€rme geht.


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Nadia hat heute fĂŒr uns eine grosse Überraschung bereit: Simeon's Familie hat nochmals vierbeinigen Zuwachs bekommen! Der kleine, grosse Jagan, gerade mal 12 Wochen alt, ein lupenreiner Do Khyi, auch Tibetdogge genannt, kommt heute am Geburtstag unserer S-Wurf-Döggelis erstmals mit auf einen kurzen Rudelspaziergang. Gar nicht schĂŒchtern, mischt er sich sogleich unter die grossen Hunde unseres Doppel-Rudels. SĂŒsses Hundebaby mit seinem riesigen Löwenkopf!


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Nadia hat eine Aufgabe: Zur Feier des Tages darf sie heute im Tiefschnee den beiden Geburtstagskindern Simeon und Silja ihre Geburtstagswurst prÀsentieren. Das Geburtstagsföteli ist schnell geknipst, und die Wurst ebenso blitzschnell verschwunden im riesigen, immer-hungrigen Fang der beiden!

Wir gratulieren allen unseren S-Wurf Döggelis ganz herzlich zu ihrem fĂŒnften Geburtstag! Möge ein weiteres wunderbares Lebensjahr mit ihren Liebsten, voller spannender und schöner Erlebnisse und bei guter Gesundheit folgen!

 


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