Eine grosses Zahl von Eiern meiner drei Gespenstschrecken-Damen liegt inzwischen in einem kleinen Aufzucht-Terrarium auf leicht feucht gehaltenem Vermiculit am w├Ąrmsten Ort in meinem Haus: Oben im Dachstock direkt unterm Dach, wo die Sommersonne die Temperaturen bis gegen 30┬░C so richtig in die H├Âhe treiben kann. Damit hoffe ich, dass es nun nicht mehr allzu lange dauert, bis das eine oder andere Jungtier schl├╝pft. 5 Monate ist gem├Ąss Literatur die Mindestdauer von der Eiablage bis zum Schlupf, bei k├╝hleren Temperaturen oder Trockenheit kann es auch mal ein ganzes Jahr oder noch l├Ąnger dauern. Die ersten Eier meiner drei Phasmiden-Damen sind ja Ende Januar gefallen, es sind also knapp 6 Monate seither. Zu Beginn lagen die Inkubations-Temperaturen im Terrarium der Eltern bei knapp 20-23┬░C, also deutlich k├╝hler. Erste Versuche in einem einfachen Inkubator hatten damals fehlgeschlagen, da wegen Feuchtigkeits-Stau die Eier zu schimmeln begonnen hatten.


Phasmidenbaby 1


Noch immer produzieren die drei Extatosoma tiaratum Damen t├Ąglich neue Eier, und auch das M├Ąnnchen zeigt sich nach wie vor sehr fleissig, obschon es mit seinem aktuellen Alter von rund 7 Monaten seit seiner ersten Paarung die erwartete Lebensdauer von etwa 1-5 Monaten im Adult-Stadium schon l├Ąngst ├╝berschritten hat: Noch immer macht es sich ab und zu an die Arbeit und begattet die Damen seines Harems erneut! So auch geschehen eben erst, die weisse, vertrocknete Spermatophoren H├╝lle h├Ąngt noch immer am Hinterteil des k├╝rzlich begatteten Weibchens! Zwar hat das unerm├╝dliche M├Ąnnchen in den letzten Wochen immer mal wieder deutliche Schw├Ąchezeichen gezeigt, es sass dann jeweils bewegungslos ├╝ber Stunden einfach am Boden, hat sich danach aber immer wieder erholt und ist wieder an seine Futterbl├Ątter in die H├Âhe gekrabbelt. Die weiblichen Tiere dieser Insektenart haben ja eine deutlich l├Ąngere Lebenserwartung als die M├Ąnnchen, sie leben im Adultstadium h├Ąufig noch gegen ein Jahr, manchmal auch noch etwas l├Ąnger, und produzieren ihre Eier mit oder ohne M├Ąnnchen bzw Paarung genau gleich ÔÇô mit dem einzigen Unterschied, dass aus solchen unbefruchteten Eier ausschliesslich Weibchen schl├╝pfen.


Phasmidenbaby 2


Nun, heute ist mein Tag! Am fr├╝hen Morgen oder w├Ąhrend der Nacht muss es geschl├╝pft sein, das erste winzige, fast haard├╝nne Phasmiden-Baby das ich im Aufzucht-Terrarium an der Scheibe ÔÇ×klebenÔÇť sehe! H├╝bsch sieht es aus, mit seinem orange-roten Kopf, dem weissen Halsband, dem hoch getragenen, ├Ąhnlich wie bei einem Skorpion stark aufgebogenen Hinterteil und seinen langen d├╝nnen Beinen! Die frisch geschl├╝pften Jungtiere von Extatosoma tiaratum betreiben Ameisen-Mimikry, ein Schutz den sie dringend ben├Âtigen. Denn in der Gegend wo diese Insektenart urspr├╝nglich lebt in Ost-Australien, pflegen Ameisen die zu Boden gefallenen, ausserordentlich hartschaligen Phasmideneier in ihren Bau zu schleppen in der Meinung, es handle sich um f├╝r sie essbare Samen. Dort drinnen im Ameisenbau finden die Eier eine f├╝r ihre Entwicklung ideale Temperatur und Feuchtigkeit, und die frisch geschl├╝pften Babys werden von den Ameisen dank ihres t├Ąuschenden Mimikry nicht behelligt auf ihrem Weg nach draussen.


Phasmidenbaby 3


Die winzigen Phasmiden-Babys rennen w├Ąhrend ihrer ersten Lebenstage fast unerm├╝dlich in der Gegend herum bis sie auf der Suche nach ihrer idealen Futterpflanze erfolgreich sind, sich da niederlassen und ihre Warnf├Ąrbung verlieren. Erst nach diesen etwa 2-3 Tagen des eiligen Herumrennens beginnen sie dann zu fressen. In der Terrarienhaltung wird empfohlen, die harten R├Ąnder der Futterbl├Ątter wegzuschneiden, damit die kleinen Babys einfacher an ihr Futter kommen - oder aber sie zusammen mit ├Ąlteren Tieren zu halten, wo sie an bereits bestehenden Frass-Stellen an die weicheren Innenbereiche der Bl├Ątter herankommen. Mein erstgeschl├╝pftes Gespenstschreckenbaby habe ich inzwischen aus dem Inkubations-Terrarium in ein neu eingerichtetes Aufzucht-Terrarium ├╝bersiedelt, und dieses best├╝ckt mit reichlich sehr jungen und zarten Brombeer-, Hasel- und Eukalyptus-Zweigen.





Phasmidenbaby 4


Unser P├Ąrchen Taggeckos der Art ÔÇ×T├╝rkisblauer bzw Himmelblauer ZwerggeckoÔÇť (Lygodactylus williamsi) lebt noch nicht einmal ganz zwei Wochen bei uns. Die h├╝bschen, sehr lebhaften, immer neugierigen und nicht sehr scheuen kleinen Tierchen haben sich sehr rasch und umkompliziert in ihrem luftigen Gazeterrarium hoch oben auf unserer Dachterrasse eingelebt, und schon darf ich Zeuge sein von einer Gecko-Paarung!


Geckopaarung 1


Das Paarungsritual beginnt auf ganz klassische Weise, indem das wundersch├Ân t├╝rkisblaue, etwa ein Jahr alte M├Ąnnchen, der aufgrund seiner wundersch├Ânen, intensiv blauen Farbe den Suaheli-Namen ÔÇ×AngabluuÔÇť mit der Bedeutung ÔÇ×himmelblauÔÇť bekommen hat, sich langsam abtastend dem gr├╝n-goldenen Weibchen von vorne ann├Ąhert, und dabei seinen dunklen, fast schwarz gef├Ąrbten Kehlsack aufbl├Ąst.


Geckopaarung 2


Das Weibchen, welches bereits zweieinhalb Jahre alt ist, sich in seinem Freiluftterrarium sehr selbstsicher gibt und deshalb den Suaheli-Namen ÔÇ×NalaÔÇť mit der Bedeutung ÔÇ×K├Ânigin, L├ÂwinÔÇť bekommen hat, verh├Ąlt sich w├Ąhrenddessen still und beobachtend, w├Ąhrend das M├Ąnnchen sich nun abdreht und ihr seine Seite zuwendet, dabei seinen R├╝cken hoch kr├╝mmt und damit seine Umrisse gross und imposant ihr pr├Ąsentiert.


Geckopaarung 3


Noch immer beobachtet sie ihn aufmerksam und interessiert. Nun umkreist er seine Lady langsam und vorsichtig und n├Ąhert sich ihr von hinten. Ein erster Versuch sie nun zu besteigen scheitert, weil die Dame ihrem Verehrer davonl├Ąuft. Er ihr nat├╝rlich nach, das Paar bewegt sich (f├╝r Gecko-Verh├Ąltnisse) langsam gemeinsam zu einem hoch gelegenen, waagrechten Bambusrohr ÔÇô der Lieblings-Sonnenplatz von beiden.


Geckopaarung 4


Bald gelingt es dem M├Ąnnchen nun doch, sich mit gezielten, flinken Bewegungen auf den R├╝cken des Weibchens zu setzen, sich auf ihr festzuklammern und gleichzeitig mit einem gezielten Nackenbiss eine feste Position zu finden, wo sie ihn nicht mehr so einfach absch├╝tteln und weglaufen kann.


Geckopaarung 5


Nun rutscht er mit seinem Hinterteil seitlich an seinem Weibchen herunter, bis er seinen Schwanz unter den ihren schieben und damit einen seiner zwei Hemipenise nahe an ihrer Kloake positionieren kann.


Geckopaarung 6


Die Paarung dauert etwa eine Viertelstunde, w├Ąhrend der er sich, fest an seine Partnerin geklammert und schr├Ąg auf ihr sitzend, immer wieder ein paar Schritte davontragen l├Ąsst. Das Paar bewegt sich w├Ąhrend der Paarung nicht nur auf dem Bambusrohr obendrauf, sondern auch kopfunter unten am Bambus h├Ąngend. Die Reise geht mit verschiedenen Wendungen und Drehungen hin und her, rauf und runter, und immer bleibt er mit seinem festen Klammergriff und Nackenbiss unl├Âsbar mit ihr verbunden.


Geckopaarung 7


Nachdem sich das Paar schliesslich mit einer blitzartigen Bewegung voneinander gel├Âst hat, bleibt noch f├╝r ein paar Sekunden sein ausgest├╝lpter Hemipenis sichtbar, und zieht sich dann in seine sich direkt hinter dem Kloakalspalt befindlichen Hemipenistasche zur├╝ck.


Geckopaarung 8


Nun folgt eine ausgedehnte und minuti├Âs durchgef├╝hrte Reinigung der Genitalregion. Zun├Ąchst beschnuppert er die Region seines bauchseitigen Schwanzansatzes ausgiebig, anschliessend reinigt er sich indem er intensiv und akribisch genau die Gegend um seinen Kloakalspalt herum immer und immer wieder von neuem beleckt.


Geckopaarung 9


Die zwei Hemipenistaschen am Schwanzansatz direkt hinter dem Kloakalspalt sind von unten her sehr gut zu erkennen, als deutliche Vorw├Âlbungen beidseits der Schwanzwurzel.


Geckopaarung 10


Auch Lady Nala reinigt w├Ąhrenddessen intensiv und sorgf├Ąltig ihre Kloakalregion, und l├Ąsst so die ├Ąusserlichen Relikte der soeben stattgefundenen Paarung nach und nach spurlos verschwinden.


Geckopaarung 11


Wie wenn er ausserordentlich stolz w├Ąre auf seine soeben gelungene, ÔÇ×heroischeÔÇť Tat, schaut sich der mit diesem soeben stattgefundenen Paarungsakt definitiv erwachsen gewordene Angabluu nach Abschluss der ausgiebigen und sorgf├Ąltigen Reinigungsaktionen mit hochgerecktem Kopf im Terrarium um, und zeigt dabei sehr sch├Ân seine typisch m├Ąnnliche, fast g├Ąnzlich schwarz gef├Ąrbte Kehle.


 



Geckopaarung 12

Milena Zarina vom Fundament
11.01.2002 ÔÇô 05.06.2020

Ein ganzes langes Leben lang liebensw├╝rdig, unkompliziert und umg├Ąnglich, allen Katzenkindern eine stets liebevolle und f├╝rsorgliche Katzenmama die nie genug bekommen konnte, sich um die vielen jungen Fellkn├Ąuel zu k├╝mmern. Bis zuletzt im hohen Methusalem-Alter friedlich und gut gelaunt gegen├╝ber allen, seien es nun andere Katzen, oder auch Hunde verschiedenster Rassen und unterschiedlichster Temperarmente. Immer bereit zum schm├╝sele und und sch├Ątzele, anh├Ąnglich und immer entspannt schnurrend sobald ich in der N├Ąhe war. Doch die letzten Monate wurden zunehmend schwieriger, die Kr├Ąfte liessen nach, trotz nach wie vor mehr als gesundem Appetit immer magerer bis die Beine immer deutlicher ihren Dienst versagten, und mit der Zeit auch geistig nicht mehr wirklich von dieser Welt. Es wurde endlich Zeit, dem Leiden ein Ende zu bereiten und diese herzensgute Katzenseele frei zu geben.

RIP, liebe Mimi! Am andern Ende der Regenbogenbr├╝cke warten viele deiner Katzenkinder und auch dein Schwesterherz Momo schon seit vielen Jahren auf ÔÇ×la grande mammaÔÇť, die du f├╝r mich immer gewesen bist!





Mimi RIP
   
   
   
   
   


Es gr├╝ssen unsere beiden S├╝dafrikanischen Zwergcham├Ąleons (Bradypodion thamnobates), die sich in der Zwischenzeit bereits ein wenig eingelebt haben in ihrer neuen Umgebung auf unserem luftigen Dachbalkon mit wunderbarer Seesicht. Noch immer sind die zwei ziemlich scheu und verstecken sich gerne flugs hinter einem Kletterzweig, wenn ich vorbeischaue und sie bewundern und beobachten m├Âchte. Und ich hab dann halt das nachsehen und sehe mich nur noch von vorsichtig beobachtenden Cham├Ąleonaugen be├Ąugt.


ThandiwaThabani 1


Ihr neuer Lebensraum ist ja ehrlich gesagt auch eine rechte Herausforderung f├╝r die zwei, die bisher ja wohl seit ihrer Geburt noch nie draussen an der frischen Luft gelebt haben. Auf unserem Dachbalkon hingegen sind sie der Witterung ausgesetzt, das heisst nebst dem ungefilterten Sonnenlicht auch Wind und Regen, und Temperaturen die nicht mittels Schaltuhr und k├╝nstlicher Beleuchtung streng und auf die Minute genau geregelt sind.


ThandiwaThabani 2


Aber allzu sehr bis ans Limit will ich die beiden Tierchen ja nicht testen, und so mussten sie w├Ąhrend den vergangenen Wochen auch ab und zu f├╝r ein paar Stunden oder wenige Tage wieder nach drinnen umziehen. Bei bevorstehendem Sturmwind, lange anhaltendem Starkregen und Gewittern oder n├Ąchtlichen Temperaturen unter 6-8┬░C hiess es deshalb f├╝r mich bereits mehrmals, das luftige Gazeterrarium mitsamt Inhalt die paar Schritte hinein in den gesch├╝tzten Dachstockbereich tragen. So dass wir Zwei- und Vierbeiner dann alle wieder ruhig und sorgenfrei schlafen k├Ânnen.


ThandiwaThabani 3


Auch habe ich das Gazeterrarium inzwischen auf drei Seiten bis zu 2/3 seiner H├Âhe mit urwald├Ąhnlich bemalten Styropor-Platten gesch├╝tzt, da ich den Eindruck bekommen habe, allzu viel Wind behagt den Sensibelchen nicht wirklich. Diese Platten werde ich dann weglassen k├Ânnen wenn es wirklich Sommer wird und bei sehr warme Temperaturen praktisch Windstille herrscht: Dann werden meine Cham├Ąleons bestimmt ihren luftigen Standort auch nicht-windgesch├╝tzt zu sch├Ątzen wissen.


ThandiwaThabani 4
   
   
   
   


Cham├Ąleons sind sehr spezielle Reptilien. Es gibt sie in fast jeder Gr├Âsse, von so winzigen Zwergen von kaum 2 cm (Brookesia micra) bis zu Riesentieren von fast 70 cm K├Ârperl├Ąnge (Furcifer oustaleti), beide aus Madagaskar. Bekannt ist ihre F├Ąhigkeit, ihre K├Ârperfarbe je nach Stimmungslage und Fortpflanzungs-Situation zu ver├Ąndern, oder ihre auf das Zungenbein aufgest├╝lpte Zunge in hoher Geschwindigkeit aus ihrem Maul zu schleudern und millimeterbruchteilgenau ihre Beute in bis zu einer maximalen Distanz von ihrer zweieinhalbfachen K├Ârperl├Ąnge bei gen├╝gend heller Beleuchtung sicher zu treffen, fast vollst├Ąndig umfassen mit der r├╝sselartigen Zungenspitze und anschliessend wieder zur├╝ck in ihr Maul ziehen zu k├Ânnen. W├Ąhrend dem Zur├╝ckziehen werden die Augen geschlossen um eine Verletzung durch ev. hervorstehende Insektenbeine zu vermeiden. Die Augen, f├╝r ein Cham├Ąleon eines der lebenswichtigsten Organe, sind fast vollst├Ąndig bedeckt durch die miteinander verwachsenen Augenlider, und k├Ânnen vollkommen unabh├Ąngig voneinander bewegt werden.


ChamleonProjekt 1


Wer davon tr├Ąumt, selber solch faszinierende Reptilien zu halten, der muss verschiedene Voraussetzungen erf├╝llen, die Vorschriften sind streng. Seit Jahren gelten Cham├Ąleons als sehr schwierig artgerecht zu haltende und noch schwieriger zu z├╝chtende Reptilien. Um die auch in der Schweiz als obligatorisch geltende Haltebewilligung zu erwerben, m├╝ssen verschiedene Voraussetzungen erf├╝llt sein. Vorgeschrieben ist als erstes der Besuch von einem der akkreditierten Sachkundekurse, danach muss noch die Abschlusspr├╝fung bestanden werden. Nachdem ich mich bereits Mitte Dezember des vergangenen Jahres f├╝r den ersten angebotenen Kurs 2020 angemeldet hatte musste ich mich lange gedulden bis klar war, der Kurs findet statt, es haben sich gen├╝gend Interessenten gemeldet. Schliesslich konnte dann unser Kurs auch tats├Ąchlich durchgef├╝hrt werden, die Abschlusspr├╝fung legten am 14.3.20 alle Kursteilnehmer erfolgreich ab, ganz knapp vor dem grossen Lock-Down des gesamten ├Âffentlichen Lebens aufgrund der Corona-Pandemie mit Schliessung aller Schulen, Versammlungsverbot etc ab dem 16.3.20. Wiederum grosses Gl├╝ck gehabt!


ChamleonProjekt 2


Anschliessend galt es, mich f├╝r eine bestimmte Cham├Ąleon-Art zu entscheiden. Aufgrund der strengen Vorschriften f├╝r die erforderliche Terrariengr├Âsse, welche abh├Ąngig ist von der K├Ârperl├Ąnge der gehaltenen Tiere, kamen f├╝r mich praktisch nur kleinere Zwergcham├Ąleons in Frage. Ich hatte leider keinerlei Ahnung, ob es in der Schweiz ├╝berhaupt Z├╝chter gibt von solchen kleinen Cham├Ąleons, und erst recht nicht ob zur Zeit irgendwo in der Schweiz Jungtiere von solchen Arten vorhanden sind. Schliesslich war aber auch diese Frage gekl├Ąrt, und ich konnte mich um meine Cham├Ąleon-Terrarien k├╝mmern. Sehr gerne h├Ątte ich diese allesamt selber gebaut, aber mein vorhandenes Baumaterial reichte f├╝r nur ein einziges solches Vollgaze-Terrarium. Ich ben├Âtigte aber f├╝r mein Projekt drei Terrarien, und es gelang mir, noch zwei Terras online zu kaufen. Auch f├╝r die obligate Beflanzung der Terras musste ich mir etwas einfallen lassen, da ja auch die G├Ąrtnereien und Pflanzencenter ├╝ber viele Wochen geschlossen waren. Schliesslich ist es mir doch gelungen, meine Terrarien vorschriftsgem├Ąss einzurichten und einen Termin f├╝r das obligatorische Fachgutachten dieser ÔÇ×WildtiergehegeÔÇť anzumelden. Nun endlich war alles bereit f├╝r die Haltebewilligung, welche die zust├Ąndige Fachperson am kantonalen Veterin├Ąramt ausstellt sobald alle Voraussetzungen erf├╝llt sind.


ChamleonProjekt 3


Zum Gl├╝ck liess dann tats├Ąchlich meine Cham├Ąleon Haltebewilligung nicht lange auf sich warten, und auch beim Cham├Ąleon-Z├╝chter stiess ich auf keinerlei Hindernisse: Ich durfte mein Cham├Ąleon-P├Ąrchen abholen gehen! Zuerst aber hiess es nun f├╝r mich, f├╝r unsere beiden k├╝nftigen Familienmitglieder passende Namen zu suchen. Nat├╝rlich mussten es Namen sein in der Sprache ihres Herkunftsgebietes im ├Âstlichen S├╝dafrika, genauer in der Provinz Zulu Natal, also in Zulu. Die Auswahl fiel mir nicht schwer: Ich werde das M├Ąnnchen ÔÇ×ThabaniÔÇť nennen, mit der Bedeutung ÔÇ×der Gl├╝cklicheÔÇť und das Weibchen wird ÔÇ×ThandiÔÇť bzw ÔÇ×TandiwaÔÇť heissen, mit der Bedeutung ÔÇ×die LiebendeÔÇť oder ÔÇ×die GeliebteÔÇť. Zu meiner grossen Freude durfte ich meine Tiere unter mehreren verschiedenen Individuen ausw├Ąhlen, und meine Wahl war sehr rasch klar: Ein eher kleineres Weibchen von leuchtend gr├╝ner Farbe sowie ein M├Ąnnchen in ├Ąhnlicher Gr├Âsse, eher hell und in zarten und fein ziselierten Pastellfarben, einem h├╝bschen Muster am Kopf, und hellen, r├Âtlich-orangen Flecken an den Seiten. Zwei selten h├╝bsche Tierchen die sehr gut zueinander passen. Die zwei durften gestern abend einziehen in ihr luftiges Gazeterrarium, das f├╝r die kommenden Sommermonate draussen an der frischen Luft in privilegierter, Bergcham├Ąleon-ad├Ąquater Lage steht, hoch ├╝ber dem Hallwilersee auf unserem Dachbalkon. Herzlich willkommen ihr zwei!


ChamleonProjekt 4
   
   
   
   


Ein sehr spezieller Fr├╝hling dieses Jahr! Perfektes Wetter, Sonne pur Tag f├╝r Tag und fast schon sommerlich warm, die ganze Natur rundherum spriesst, knospt und bl├╝ht aufÔÇÖs allersch├Ânste und in unseren G├Ąrten k├Ânnen wir trotz der vielen freien Zeit die uns zur Verf├╝gung steht nichts von alledem werken, wie wir es von anderen Jahren gewohnt sind: Keine neuen Samen in die Erde geben, keine jungen Setzlinge kaufen und einpflanzen. Der Corona-Lockdown hat seit Mitte M├Ąrz nebst allen andern Gesch├Ąften, die keine lebenswichtigen Waren verkaufen oder Dienste anbieten, alle G├Ąrtnereien und Pflanzencenter, auch die Gartenabteilungen der Grossverteiler von einem Tag auf den andern geschlossen. Auch keine der beliebten Setzlingsm├Ąrkte dieses Jahr, es gibt nichts mehr zu kaufen was wir f├╝r unsere sch├Ânen Fr├╝hlings-Gartenarbeiten ben├Âtigen, bloss ÔÇ×onlineÔÇť geht noch. Aber das funktioniert halt auch nicht so richtig.


Ostersetzlinge 1


In quasi letzter Sekunde war es mir noch gelungen, in einem grossen ÔÇ×Food-Gesch├ĄftÔÇť doch noch ein paar wenige S├Ącke mit Gartenerde zu ergattern, und so war es mir immerhin m├Âglich, ein paar meiner Pflanzkistchen mit frischer Erde aufzuf├╝llen und darin einige Reste von ├╝briggebliebenen Samen vom letzten Jahr anzus├Ąen, ein paar Sorten K├╝chenkr├Ąuter sowie verschiedene Radieschenarten und kleine Karotten. Dies musste nun halt wohl gen├╝gen f├╝r den Moment. In zwei Mini-Fenstersims-Fr├╝hbeeten hatte ich zudem bereits vor einigen Wochen verschiedene spezielle Samen von tropischen B├Ąumen wie Urwelt-Mammutbaum, Drachenbaum oder Affenbrotbaum, aber auch von anderen exotischen Gew├Ąchsen wie Ylang Ylang oder ÔÇ×bl├╝hende SteineÔÇť vorkultiviert, ein Experiment der besonderen Art, das auf jeden Fall sehr viel Geduld und Wartezeit ben├Âtigt, dies zudem mit sehr ungewissen Erfolgs-Chancen.


Ostersetzlinge 2


An Ostern bekam ich dann unerwartet ein tolles Geschenk von meiner Schwester, die wie man so sagt einen richtig ÔÇ×gr├╝nen DaumenÔÇť hat und jedes Jahr vielerlei besondere Pfl├Ąnzchen aus Samen anzieht und damit regelm├Ąssig so erfolgreich ist, dass sie fast immer schliesslich viel mehr solcher Pflanzen hat als sie selber wirklich grossziehen kann. Von ihr habe ich an Ostern eine ganze grosse Menge verschiedenster, mehrheitlich spezieller und in den Gesch├Ąften nur selten oder gar nicht angebotener Pflanzensetzlinge erhalten, viele davon aus dem interessanten und nicht allt├Ąglichen Sortiment von ProSpezieRara. Verschiedenste Tomatensorten, darunter die schmackhaftesten die es ├╝berhaupt gibt, dazu gut passend verschiedene Arten von Basilikum, aber auch ganz besondere Gew├Ąchse wie Schlafmohn, Cistrose, Gew├╝rzfenchel, Kaskadenthymian, Berglauch und viele andere mehr.


Ostersetzlinge 3


Zun├Ąchst habe ich f├╝r diese so speziellen jungen Gew├Ąchse mein altes kleines Gew├Ąchshaus aus dem Keller geholt und eingerichtet, sowie nach drei ersten, eiskalten N├Ąchten, f├╝r die ich meine empfindlichen Setzlinge vorsichtshalber ins Haus genommen hatte auch mein Tomatenhaus und die noch rechtzeitig vor dem Lock-Down gekaufte Fr├╝hbeethaube aufgestellt um darin die besonders zarten Pfl├Ąnzchen vor den noch zu erwartenden kommenden paar k├╝hlen Tagen und N├Ąchten sch├╝tzen zu k├Ânnen. Alle diese vielen f├╝r mich sehr wertvollen Setzlinge habe ich dann sorgf├Ąltig eingepflanzt in passende T├Âpfe, und die weniger empfindlichen Pflanzen gleich raus in den Garten gesetzt, so dass sie ihren n├Ąchsten Wachstumsschub erfolgreich meistern k├Ânnen. Mein Gartenfr├╝hling ist damit gerettet! Herzlichen Dank daf├╝r, Schwesterherz! 


Ostersetzlinge 4
   
   
   
   


Auch meine jungen Axolotl-Nachzuchten sp├╝ren den Fr├╝hling: Noch bevor sie ein volles Jahr alt geworden sind, haben gleich drei der jungen Axolotl-Damen bereits mit Eierlegen begonnen! Den Auftakt zur Eierlege-Saison hat die um wenige Tage ├Ąlteste der Nachzucht-Ladys gemacht: Ainara, im Alter von erst wenig mehr als 10 Monaten (meine AÔÇÖs sind am 1.4.19 geschl├╝pft) hat am 8.2.20 ihr Erstgelege von etwas ├╝ber 100 Eiern mehr oder weniger kunstvoll an die verschiedenen Wasserpflanzen geklebt. In diesem Aquarium konnte ich leider im Vorfeld des Geleges weder eine Balz noch Spermatophoren beobachten ÔÇô es muss sich wohl um ausschliesslich nachts stattgefundenen Aktivit├Ąten gehandelt haben. Wer von den beiden B├Âcken in diesem Aquarium die Spermien zu diesem Gelege geliefert hat weiss ich also nicht. Der Schlupf dieses Geleges war am 3.3.20, die Embryonalentwicklung im rund 14┬░C k├╝hlen Wasser dauerte dementsprechend relativ lange 24 Tage. Allerdings wurden naturgem├Ąss fast alle Eier noch vor dem Schlupf von den drei residenten Axolotl bereits vollst├Ąndig aufgefressen.


Erstgelege 1


Kurz vor dem Schlupf von AinaraÔÇÖs erstem Nachwuchs hat im Becken nebenan auch Halbschwester Bonita, welche um eine Woche j├╝nger ist als Ainara, am 1.3.20 ebenfalls ihr Erstgelege abgesetzt. Bonita war zu diesem Zeitpunkt knapp 11 Mt jung (meine BÔÇÖs sind am 8.4.19 geschl├╝pft). Dieses Gelege war f├╝r mich allerdings vorhersehbar, denn ich hatte in diesem Becken am Tag als Ainara ihr erstes Gelege produziert hatte eine Spermatophore entdeckt, welche von Beltr├án, dem einzigen Bock in diesem Becken stammen musste. Bonita hat diese Aufgabe mit Bravour gemeistert, unerm├╝dlich ├╝ber viele Stunden, den ganzen Tag lang und auch noch w├Ąhrend den folgenden Nachtstunden ist Bonita fast wie in Trance im Gewirr der Wasserpflanzen herumgeschwommen und hat sehr ruhig, gem├╝tlich und bed├Ąchtig immer weitere Eier sorgf├Ąltig an die Pflanzen geklebt, so dass es schliesslich etwa 200 Eier waren, die das Aquarium sehr h├╝bsch verziert haben. Schlupftag von diesem Gelege war der 22.3., diese Larven schl├╝pften also nach 21 Tagen, die Wassertemperatur im Aquarium war im M├Ąrz bereits etwas w├Ąrmer als noch im Februar.


Erstgelege 2


Enya, welche etwas mehr als einen Monat j├╝nger ist als Ainara und Bonita, hat nun als dritte meiner Axolotl-Ladys ├╝berraschend fr├╝h ebenfalls bereits ihr Erstgelege vollbracht, das war erst eben, am 19.3.20 im Alter von erst knapp 10 Mt (meine EÔÇÖs waren am 25.5.19 geschl├╝pft). Dieses Gelege ist recht klein, ich kann rund 50 Eier z├Ąhlen welche Enya vollkommen unbeobachtet w├Ąhrend meiner Abwesenheit ins Aquarium gezaubert hat. Auch in diesem Becken konnte ich in den vergangenen Tagen weder eine Balz noch irgendwelche Spermatophoren beobachten, dieses Erstgelege ist f├╝r mich deshalb eine grosse und v├Âllig unerwartete ├ťberraschung. Von diesem Gelege werde ich keine Eier separieren, und da voraussichtlich alle diese Eier im Aquarium ebenfalls innert K├╝rze von den drei Axolotl in diesem Becken vollst├Ąndig aufgefressen werden - sie haben ├╝brigens bereits damit begonnen - werde ich wohl hier auch kein Schlupfdatum benennen k├Ânnen.


Erstgelege 3


Und, wie wenn es nicht bereits mehr als genug von diesen Eierlege-Geschichten w├Ąre, hat heute am 20.3.20 meine Ainara  soeben ihr zweites, diesmal eindeutig gr├Âsseres Gelege mit rund 200 Eiern abgesetzt, sechs Wochen nach ihrem Erstgelege und noch immer vor ihrem ersten Geburtstag. Fleissige Lotl-Damen, dies steht ausser Frage. Dieses Gelege sieht bereits sehr viel ordentlicher aus als ihr Erstgelege, bei dem die Gallerth├╝llen dieser fr├╝hen Eier noch wenig kompakt, sehr lose und unf├Ârmig, teils fetzenartig an den Wasserpflanzen hingen und diese ersten Eier deshalb noch recht zahlreich nach wenigen Tagen bereits wieder von den Pflanzen gefallen und bald am Boden des Aquariums im Kies gelegen hatten: ├ťbung macht den Meister, und das richtige Alter macht auch die Axolotldamen reif und ihre Gelege perfekter.

Eine Nebenbemerkung noch: Die Eltern der EÔÇÖs, meine Farblotls Citlali und Yolotli, haben dieses Jahr bereits seit Januar wieder regelm├Ąssig neue Gelege produziert, inzwischen bereits 5 Gelege in diesem Jahr! Yolotli hatte letztes Jahr im Alter von knapp 12 Monaten ihr erstes Gelege gebracht. 2019 waren es insgesamt 8 Gelege welche zu Beginn allerdings sehr klein waren, und erst sp├Ąter im Lauf der Monate auf eine Zahl von max. 200 Eier pro Gelege angestiegen waren.


Erstgelege 4
   
   
   
   


Eine ganze Serie von heftigsten Winterst├╝rmen hat im Monat Februar in ganz Europa gew├╝tet, so auch in unserem Weihergrundst├╝ck mit seinem unter Naturschutz stehenden uralten Baumbestand. Viele der grossen, alten, ehrw├╝rdigen B├Ąume wurden vom Sturm geknickt und haben beim Fallen nicht bloss verschiedentlich dicht stehende Nachbarb├Ąume mit umgerissen, sondern einige von ihnen haben sich teilweise auch quer ├╝ber unsere dort stehenden Forstwagen gelegt und dabei deren D├Ącher besch├Ądigt.


Winterstrme 1


Wie sie alle hiessen, diese heftigen Sturmtiefs in Serie: Petra am 4.2., danach Sabine am 10./11.2. und kurz darauf Tomris am 13./14.2. und einige etwas weniger heftige Sturmtiefs davor und danach: Gleich mehrfach waren wir gezwungen, die Forstarbeiter mit ihren schweren Maschinen aufzubieten, um die gr├Âssten der gefallenen Baumriesen wegzur├Ąumen.


Winterstrme 2


Hier in lockerer Folge eine Reihe der beeindruckendsten Fotos von solchen hohen, dicken, uralten Weiden, auch Eschen, Ulmen, Buchen, Eichen und Kirschb├Ąume waren mit dabei, von breit aufgefasertem Holz, quer ├╝ber die Wagend├Ącher gefallenen, viele Meter hohen dicken Baumst├Ąmmen oder breit aufgerissenen Baumstr├╝nken.


Winterstrme 3


Einige der dicksten Baumst├Ąmme, die von aussen vollkommen gesund und intakt ausgesehen hatten, waren innen erstaunlicherweise hohl und hatten wohl deshalb den heftigen B├Âenspitzen nicht trotzen k├Ânnen. Im Inneren dieser B├Ąume entdeckten wir mit Erstaunen wunderh├╝bsche, unerwartete Geheimnisse wie beispielsweise wahrscheinlich durch irgend eine unbekannte K├Ąferart wabenf├Ârmig herausgefressene Gebilde aus weichen, vom Pilz zerfressenen Holzrelikten, oder in einem hohlen Kirschbaum eine ganze Serie von hochkant in den hohlen Baum hineingebauten grossen, alten Bienenwaben.


Winterstrme 4


Einer dieser gefallenen St├Ąmme schwebt noch immer meterlang, beim Umst├╝rzen in einer Astgabel eines weiteren gef├Ąllten Baumes h├Ąngengeblieben, weit ├╝ber die Oberfl├Ąche unseres Karpfenteiches hinaus, w├Ąhrend andere B├Ąume im Fallen einen der vielen, dicht stehenden Nachbarsb├Ąume in eine prek├Ąre Schieflage niedergezwungen haben, womit nun beide B├Ąume gef├Ąhrlich schr├Ąg im dichten, noch stehenden Stammgewirr halb stehend, halb liegend ein ziemlich skurriles, hoch in den Himmel hinaufragendes seltsames Bild ergeben.


Winterstrme 5


W├Ąhrend die einen dieser geknickten B├Ąume relativ weit unten, direkt am Fuss des Baumes teilweise mitsamt einem St├╝ck ihres Wurzelwerkes ausgerissen wurden, steht von andern dieser Baumriesen noch ein ganzes St├╝ck des unteren Stammes; der Abriss geschah erst in einer H├Âhe von etwa einem Meter ├╝ber dem Boden und hinterl├Ąsst nun einen heftigst aufgefaserten, hohen Baumstumpf. Andere dieser B├Ąume sind von den heftigen B├Âen gleich mehrfach in ihrer L├Ąnge geknickt worden, teils auch erst in einer H├Âhe von einigen Metern, w├Ąhrend bei nochmals anderen B├Ąumen lediglich viele der kr├Ąftigsten, dicksten Leit├Ąste abgebrochen sind. Spielereien einer Natur, die ihrer unb├Ąndigen Kraft und erbarmungslosen St├Ąrke mit solchen wie Z├╝ndh├Âlzer geknickten B├Ąumen ein beeindruckendes Denkmal gesetzt hat.


Winterstrme 6


Viel von diesem zu Boden gerissenen Holz wurde durch die Forstarbeiter abgef├╝hrt und kann weiter verwendet werden, beispielsweise f├╝r die Konstruktion von Kletterger├╝sten und sonstigen Bauten auf Kinderspielpl├Ątzen. Die d├╝nneren Teile k├Ânnen wir selber zu Brennholz verarbeiten. Damit werden wir wohl noch viele Jahre lang nutzbringende Waldarbeit verrichten, aber auch so manche Winter in der warmen Stube beim knisternden Kaminfeuer geniessen k├Ânnen.


Winterstrme 7


Die Natur beeindruckt immer wieder von neuem. Das Erscheinungsbild unseres Baumbestandes hat sich innert weniger Wochen so dramatisch ver├Ąndert, dass wir es noch immer kaum glauben k├Ânnen. Es hat nun Platz gegeben f├╝r eine drastische Verj├╝ngung dieses Waldst├╝ckes und wir freuen uns trotz allem, diese Ver├Ąnderungen der Natur in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren Schritt f├╝r Schritt genaustens beobachten und miterleben zu k├Ânnen.




Winterstrme 8


Die Temperaturen steigen langsam an, es wird bald Fr├╝hling. Im Winterdomizil unseres Axolotl-Landg├Ąngers Ichtaca ist es etwas w├Ąrmer als draussen im Freien. Hier zeigt das Thermometer inzwischen bereits wieder gegen 10┬░C, somit wird das Risiko bzw die Chance immer gr├Âsser, dass Ichtaca bald von selber aus seiner Winterruhe erwachen wird. Da ich sehr unsicher bin, ob er sich vor seiner Winterpause noch gen├╝gend Reserven anfuttern konnte ÔÇô seine Metamorphose war ja noch nicht lange her, und ob sein Verdauungstrakt sich vorher noch gen├╝gend weit umgestellt hatte f├╝r ein Leben an Land als richtiger Molch, das weiss ich nicht. Besser vorsichtig sein! Ich denke es ist Zeit, dass ich mein M├Âlchlein nun aktiv aus seiner Winterruhe hole und ihm m├Âglichst bald wieder Futter reichen kann.


Molchfrhling 1


Zum Aufw├Ąrmen kommt Ichtaca nun mitsamt seiner Winterbox neben seinem verlassenen Terrarium zu stehen, hier haben wir zur Zeit etwa 15┬░C. Mal sehn ob ihm diese Temperaturerh├Âhung bereits reicht, um zu erwachen. Mit ein paar kr├Ąftigen Spr├╝hst├Âssen feuchte ich das Moos und Laub in der Box kr├Ąftig an. Aber der kleine Wicht r├╝hrt sich auch am Folgetag noch keinen Deut. Also w├Ąrme ich die Raumtemperatur vorsichtig weiter, auf 17-18┬░C. Dies m├╝sste nun definitiv reichen um ihn wach zu kriegen. Aber am n├Ąchsten Tag ist noch immer keinerlei Bewegung zu erkennen. Dies wird mir nun doch etwas zu riskant, ich w├Ąrme nochmals etwas mehr, feuchte den Boxinhalt entschlossen nochmals kr├Ąftig an um damit eine Art von heftigen Fr├╝hlingsregenf├Ąllen zu imitieren, und beginne nach einigen Stunden die obersten Schichten von nassem Moos, Laub und Rindenst├╝cken zu entfernen. Noch immer sehe ich nichts von meinem Molch, es regt sich kein Leben. Nach ein paar weiteren Stunden will ich es endlich wissen, ich buddle vorsichtig weiter, voller Sorgen irgendwann einen toten Molch in meinen H├Ąnden zu finden.


Molchfrhling 2


Meine Erleichterung ist riesig, als ich unter meinen vorsichtig tastenden und grabenden H├Ąnden endlich das K├Âpfchen meines Molch-Boys erkenne. Er ist kaum zu entdecken zwischen Laub und Erde, mit wachen Stecknadelaugen schaut er aus seinem Versteck hervor, er lebt!!! Das helle Tageslicht behagt ihm offensichtlich nicht, flugs kriecht er r├╝ckw├Ąrts davon, verbuddelt sich tiefer in die Erde und ist verschwunden! Ich lass ihm etwas Zeit, und beginne dann langsam, meinen Molch in ganzer L├Ąnge aus der Erde rauszubuddeln. Wie h├╝bsch er ausschaut! Quicklebendig und noch immer wohlgen├Ąhrt kriecht er davon, endlich kann ich ihn in seiner ganzen Sch├Ânheit betrachten, bewundern und auch fotografieren.


Molchfrhling 3


Ichtaca hat also seine allererste Winterruhe gut und bei voller Gesundheit hinter sich gebracht, und dies so kurz nach der Metamorphose! Noch nicht mal ein Jahr alt ist er, und es scheint ihm wirklich gut zu gehen, wie sch├Ân! Nun darf er in sein neu eingerichtetes Terrarium einziehen. Hier steht inzwischen auch ein etwas grossz├╝gigerer Wasserteil, wo er, falls er dazu Lust hat, g├Ąnzlich ins Wasser eintauchen und je nach Lust und Laune auch schwimmen kann. Und dennoch ist der Wasserstand so niedrig, dass er sich nicht wirklich anstrengen muss, um seinen Kopf aus dem Wasser zu strecken um an der Luft atmen zu k├Ânnen. Und nun hoffe ich, es gef├Ąllt ihm in seiner neuen Sommerresidenz, in seinem neu und hoffentlich passend eingerichteten Lebensraum im Terrarium!





Molchfrhling 4


Bevor es bei den Gespenstschrecken zu einer erfolgreichen Paarung kommen kann, m├╝ssen diese Insekten mit ihrer letzten H├Ąutung ihre Entwicklung zum adulten Tier abschliessen. Hierbei pumpen sie K├Ârperfl├╝ssigkeit in Kopf und Thorax, was zu einer Vergr├Âsserung f├╝hrt. Dadurch wird die alte H├╝lle zu klein, sie reisst entlang der H├Ąutungsnaht am R├╝cken auf und wird abgestreift. Bis zum vollst├Ąndigen Aush├Ąrten der zun├Ąchst sehr weichen neuen Haut sind die Tiere w├Ąhrend der ersten Stunden nach der H├Ąutung sehr verletzlich. Die abgestreifte Exuvie wird meist gefressen, sie ist sehr n├Ąhrstoffreich. Eine Vermehrung ohne Paarung ist bei den Australischen Gespenstschrecken ebenfalls m├Âglich, dann entstehen durch Parthenogenese ebenfalls lebens- und auch fortpflanzungsf├Ąhige Jungtiere, welche jedoch allesamt weiblichen Geschlechts sind.


HutungPaarungEier 1


F├╝r die Paarung setzt sich das M├Ąnnchen auf den R├╝cken seiner Partnerin, und ├╝bertr├Ągt seine Spermien mit Hilfe einer runden weissen Kapsel, der Spermatophore, welche aussieht wie eine Perle. Die Spermien, welche in dieser Kapsel vor Austrocknung gesch├╝tzt sind, werden anschliessend via einen schmalen, stielf├Ârmigen Halsteil, mit welchem die Kapsel verankert ist, in den weiblichen Genitaltrakt gepumpt. Die Spermatophore h├Ąngt danach im vertrockneten Zustand meist noch ├╝ber viele Stunden, oft sogar tagelang in der Geschlechts├Âffnung am Hinterende des Weibchens, und f├Ąllt irgendwann sp├Ąter zu Boden.


HutungPaarungEier 2


Etwa vier Wochen nach der letzten H├Ąutung beginnt das Weibchen mit der Ei-Produktion. Die Eier werden einzeln produziert, und liegen zun├Ąchst ├╝ber einige Stunden nachdem sie die Geschlechts├Âffnung verlassen haben sehr gut sichtbar am Hinterende des Abdomens zwischen den Forts├Ątzen des Eilegeapparates, bis das Weibchen dann das Ei mit einem kr├Ąftigen Schwung des Abdomens wegschleudert und zu Boden fallen l├Ąsst. Im nat├╝rlichen Habitat in Australien werden die Eier dann ├╝blicherweise von Ameisen in ihren Bau geschleppt, da sie von diesen verwechselt werden mit nahrhaften S├Ąmereien. Hier liegen die Eier sicher und bei idealen Entwicklungsbedingungen, die Ameisen k├Ânnen sie nicht fressen. Die sp├Ąter schl├╝pfenden Jungtiere ├Ąhneln zun├Ąchst in ihrer Warntracht mit rotem Kopf und weissem ÔÇ×HalsbandÔÇť in ihrem Aussehen sehr dieser Ameisenart, so dass sie unbehelligt aus dem Ameisenbau entweichen k├Ânnen. Danach laufen sie zun├Ąchst sehr lebhaft umher auf der Suche einer geeigneten Futterpflanze.


HutungPaarungEier 3


Ein adultes Phasmidenweibchen legt im Lauf ihres kurzen Lebens von rund 4-8 Monaten etwa vierhundert bis tausend Eier. Die Entwicklung der Jungtiere im Ei ist in hohem Masse abh├Ąngig von Temperatur und Feuchtigkeit der Umgebung. Die Jungen schl├╝pfen bei Zimmertemperatur fr├╝hestens nach f├╝nf Monaten, bei Trockenheit 1-2 Monate sp├Ąter, bei k├╝hlen Temperaturen noch sp├Ąter, und bei sehr schlechten Bedingungen gar erst nach mehreren Jahren. Von meinen drei Extatosoma tiaratum Weibchen sammle ich zur Zeit jeden Morgen eine gr├Âssere Menge an Eiern welche ├╝ber Nacht zu Boden gefallen sind und hoffe, dass wenigstens das eine oder andere Jungtier in ein paar Monaten schl├╝pfen wird!





HutungPaarungEier 4


Vom Fruchtmus schlemmen, das konnten meine drei blauen Bambus-Taggeckos von Anfang an sehr gut, noch bevor sie sich an irgend eines der verschiedenen lebenden Futtertierchen gewagt haben die ich ihnen immer mal wieder vorgesetzt hatte. Fast wollte ich glauben, dass es sich bei diesen flinken aber recht scheuen kleinen Reptilien um echte Vegetarier handelt ÔÇô das soll ja auch bei den Geckos hie und da vorkommen. Dennoch machte ich mir schon etwas Sorgen, ob meine drei h├╝bschen Blauen mit dieser Di├Ąt nicht doch etwas zu knapp dran sind im Bezug auf Eiweiss in ihrer Nahrung, welches sie jetzt im Wachstum doch unbedingt ben├Âtigen um gesund und kr├Ąftig gross werden zu k├Ânnen.


GeckoMenu 1


Nun, als erstes wagten sie sich zwar nicht an die Micro-Grillen, welche mir die Z├╝chterin geraten hatte, sogar als einzige Nahrung ihnen regelm├Ąssig vorzusetzen. Diese winzigen Steppengrillen waren meinen Geckos offensichtlich ziemlich ungeheuer, und wohl auch viel zu flink. Zudem versteckten sie sich flugs quasi unerreichbar f├╝r die Geckos in den vielen schmalen Ritzen der Natur-Kork Hinterwand im Terrarium, und wohl auch zwischen den Schnipseln am Boden. Aber die Ofenfische, an diese zarten, eher d├╝nnh├Ąutigen und sehr w├Ąrmeliebenden Futtertierchen welche nicht allzu schnell davonflitzen, an diese wagten sie sich irgendwann dann doch. Meine Erleichterung war sehr gross! Und vermutlich futterten meine kleinen Phelsumen auch immer mal wieder von den vielen Fruchtfliegen, den Drosophilas, welche ich ihnen als Notl├Âsung und Einstiegs-Futtertierchen inzwischen ins Terrarium gegeben hatte, und von welchen immer recht viele Winzlinge rund um und in den Fruchtbrei-Sch├Ąlchen zu finden und f├╝r meine Geckos problemlos zu erbeuten waren.


GeckoMenu 2


Schliesslich hatte ich auch Gl├╝ck mit den hellbraunen Micro-Heimchen.  Von diesen haben sich meine Geckos hie und da doch mal bedient, wie ich ab und zu zuf├Ąllig beobachten konnte. Allerdings, diese Sache mit den Grillen und Heimchen entwickelte sich mit der Zeit zu einem gr├Âberen Problem: Die nicht-erbeuteten und nicht-gefressenen Grillen und Heimchen konnten fleissig wachsen und gross werden in ihren Verstecken, so dass sie schliesslich als Beute f├╝r die kleinen Geckos nie und nimmer mehr taugten. Die gross und gr├Âsser werdenden Grillen versteckten sich in den Bambusrohren, und frassen sich g├╝tlich an den gr├╝nen Pflanzen im Terrarium! Schliesslich wusste ich mir nicht mehr anders zu helfen, als jeden Morgen wenigstens eine oder zwei dieser gross gewordenen Grillen in ihrem Versteck, einer Bambusr├Âhre mit kleinem Durchmesser welche als einzige nicht mit allen anderen fix verbunden war, aus dem Gecko-Terrarium herauszuholen und draussen in der Januark├Ąlte aus dem Bambus herauszusch├╝tteln und auf diese Weise nach und nach zu entsorgen.


GeckoMenu 3


Womit ich als Futtertierchen f├╝r meine Geckos jedoch am meisten Gl├╝ck hatte, nebst den Buffalo-W├╝rmern welche in einer Worm-Dish jederzeit zum Fressen bereitstehen im Terrarium, und welche auch nicht ausb├╝xen und sich im Bodenstreu auf Nimmerwiedersehen verstecken k├Ânnen dank dem ├╝berh├Ąngenden Rand dieser speziell f├╝r W├╝rmer hergestellten Futterschale, das sind die Terflies: Speziell gez├╝chtete Stubenfliegen mit verkr├╝ppelten Fl├╝geln, mit denen diese Futtertierchen nicht mehr erfolgreich fliegen k├Ânnen, und deshalb auf den Bambusr├Âhren fleissig herumkrabbeln auf der Suche nach dem s├╝ssen Fruchtmus, das auch sie, nicht nur die winzigen Drosophilas und auch die Geckos selber sehr gerne fressen. Diese Terflies sehe ich immer wieder vollkommen furchtlos rund um die Geckos und sogar auf diesen drauf herumspazieren: Eine leichte Beute f├╝r meine blauen Geckos, mit diesen Fliegen im Terrarium werden sie bestimmt nie mehr hungrig sein!






GeckoMenu 4


Seit ein paar Tagen leben bei uns in einem neuen Terrarium f├╝nf absolut skurrile, ungewohnt grosse Insekten! Es sind Phasmiden, genauer: Extatosoma tiaratum, also die aus Australien stammenden Skorpion-Gespenstschrecken. Unsere drei Weibchen und zwei M├Ąnnchen sind allesamt subadulte, schon fast erwachsene Tiere. Nun hoffe ich, dass sie sich bald paaren werden. Die zu erwartende Lebensspanne dieser Tiere ist sehr kurz, im Erwachsenenstadium leben die M├Ąnnchen nur rund 5 Monate, die Weibchen etwa doppelt so lang.


Phasmiden 1


Wie ├╝blich bei allen diesen Insektenarten, zu welchen auch die bekannteren Stabschrecken und die "wandelnden Bl├Ątter" geh├Âren, sind die zierlichen, d├╝nnen und lang befl├╝gelten M├Ąnnchen (ca 10 cm lang) deutlich kleiner als die Weibchen, welche etwa 14 cm lang werden und einen recht dicken K├Ârper mit vielen prominenten spitzen Stacheln haben, und den Hinterteil auf Art der Skorpione hoch auf- und zur├╝ckgebogen tragen. Mit ihren kurzen Stummelfl├╝geln sind die Weibchen, anders als die M├Ąnnchen, flugunf├Ąhig.


Phasmiden 2


Die Phasmiden sind recht gefr├Ąssige Pflanzenfresser, und sehr unkompliziert in der Haltung. Sie k├Ânnen problemlos bei ├╝blicher Zimmertemperatur gehalten werden, und m├Âgen es feucht. Sie fressen gerne an Brombeer- oder Rosenbl├Ąttern, welche auch im Winter oft sch├Ân gr├╝n bleiben und auch ├╝ppig draussen bei uns im Garten zu finden sind. Im Sommer wird der Speiseplan dann nat├╝rlich noch sehr viel abwechslungsreicher, denn sie m├Âgen, nebst dem Eukalyptus, der in ihrer Heimat Australien ihre Hauptnahrung darstellt, auch sehr gerne Eichen-, Hasel-, Pflaumen-, Kirschen- oder Quittenbl├Ątter und vielerlei Gr├╝nzeug mehr.


Phasmiden 3


Heute morgen habe ich mit grosser Freude entdeckt, dass sich ├╝ber Nacht bereits ein Paar gebildet hat! Ruhig und fast ohne sich zu bewegen - abgesehen von dieser typisch schaukelnden Bewegung, welche die leichte Bewegung von trockenem Laub am Ast im Wind nachahmen soll, sitzen die haupts├Ąchlich d├Ąmmerungs- und nachtaktiven Insekten wie schlanke Trapez-Akrobaten oben an der Gaze des Terrarium-Deckels, unglaublich anmutig und grazil, in typischer Umarmungs-Position.Wenn das Weibchen noch nicht paarungsbereit ist, kann das M├Ąnnchen oft tagelang auf ihrem R├╝cken hocken bis es schliesslich zur Paarung kommt.  Falls die Paarung gelingen sollte, muss ich nochmals rund drei Wochen warten, bis die ersten der kleinen, hellen, hartschaligen Eier erscheinen - und dann dauert es nochmals etwa 6 Monate, bis die Jungtiere schl├╝pfen.




Phasmiden 4


Es wird h├Âchste Zeit, meinen Axolotl-Landg├Ąnger Ichtaca in sein Winterquartier umzusetzen. Schon seit 10 Tagen sitzt er ungef├╝ttert, zur├╝ckgezogen und fast ohne sich zu bewegen im inzwischen bereits recht k├╝hlen Terrarium, zuhinterst in seinem Unterschlupf versteckt. Die letzten paar Wochen hatte ich ihn kaum mehr zu Gesicht bekommen, da es mir nicht passte, ihn gegen seinen Willen fast schon gewaltsam aus seiner Deckung zu holen. Ich kann nur hoffen, dass es ihm gut geht!


Winterquartier 1


Da ich im Hinblick auf seine ├ťberwinterung eine ganze Weile nicht mehr eingefeuert hatte, ist die Temperatur inzwischen in seinem Terrarium auf etwa 14┬░C runtergek├╝hlt. Die Box, in welcher er vor einigen Wochen seine Metamorphose durchlebt hat, ist gut vorbereitet als taugliches Winterquartier: Unten eine Schicht lockere Erde aus dem Wald, welche ich nochmals etwas einspr├╝he mit Regenwasser. Dar├╝ber kommt eine erste, d├╝nne Schicht Laub. Nun hole ich den kleinen Axolotl-Molch aus dem Terrarium, und setze ihn behutsam in die Kiste. Endlich kann ich jetzt meinen Ichtaca nach langen Wochen wieder einmal in voller Gr├Âsse anschauen: Wie h├╝bsch er ist, mit den kleinen hellen gelben Tupfen auf schwarzem Grund!


Winterquartier 2


Ichtaca verharrt erst einmal eine Weile dort wo ich ihn hingesetzt habe, beginnt dann eine Drehung und marschiert schliesslich in entgegengesetzter Richtung los, bis er sich schliesslich gezielt kopfvoran unter das Laub zu verkriechen beginnt. Das ist f├╝r mich das Signal: ├ťber den schon halb verbuddelten Molch lege ich ein paar sch├╝tzende gew├Âlbte Rindenst├╝cke, dar├╝ber kommt eine Schicht Moos aus dem Wald, und zuoberst eine dicke, gut luftdurchl├Ąssige Schicht trockenes Laub. Die ├ťberwinterungs-Kiste ist nun fast voll, bis auf einen schmalen oberen Rand, wo rundherum L├╝ftungsl├Âcher eine gen├╝gende Sauerstoffzufuhr erm├Âglichen. Dieselben L├Âcher in grosser Zahl sind auch am sicher verschliessbaren Deckel zu finden.


Winterquartier 3


Nun trage ich meinen ├ťberwinterungskandidaten in seiner Box hinauf ins unbeheizte Musikzimmer, wo ich seine Box, noch zus├Ątzlich eingepackt in ein dickes Frottee-Tuch, in eine grosse Styropor-Box platziere. Sicherheitshalber kommt auch noch ein Thermometer hinein. Ich muss sicher sein, dass die Temperatur nicht unter den Gefrierpunkt absinkt. Der Deckel der Styropor-Box bleibt beiseite, hingegen ├╝berdecke ich das ganze noch mit einigen sehr luftig dar├╝ber gelegten grossen Schaumvlies-T├╝chern. Die Temperatur im Musikzimmer liegt aktuell bei 8┬░C, das passt sehr gut. Mehr als 10┬░C sollten es den Winter durch nach M├Âglichkeit nicht sein, sonst erwacht der Molch m├Âglicherweise und muss dann gef├╝ttert werden. Die Temperatur muss ich unbedingt den gesamten Winter ├╝ber im Auge behalten. Und nun: Gute Nacht, kleiner Ichtaca, komm gut ├╝ber den Winter!






Winterquartier 4


In unserem neu eingerichteten tropischen Regenwald Terrarium leben seit kurzem unsere neusten Hausbewohner: Drei junge Geckos der Art Phelsuma klemmeri, also blaue Bambus-Taggeckos.


gecko 1


Die drei quirligen, etwa sechs Monate alten Winzlinge mit ihrer h├╝schen gelb-blau-gr├╝n-schwarzen F├Ąrbung haben sich bereits recht gut in ihrem neuen Domizil eingelebt.


gecko 2


Nach ersten eher vorsichtigen Erkundungstouren durch das Terrarium sind die drei Geckos inzwischen schon sehr viel mutiger geworden: Sie turnen, klettern und springen ├Ąusserst flink und richtiggehend akrobatisch zwischen den verschiedenen Bambusrohren und Pflanzen herum...


gecko 3


... und klettern auch vollkommen problemlos geschwind und neugierig ├╝ber die Glas- und Korkw├Ąnde, wo sie immer mal wieder nach weitem Sprung quasi fliegend gut h├Ârbar landen.


gecko 4


Sogar kopf├╝ber h├Ąngend spazieren sie dem grossen L├╝ftungsgitter entlang auf der Suche nach irgendwas interessantem. In erster Linie sind sie nat├╝rlich auf abenteuerlicher Jagd nach den winzigen Steppengrillen, die als Futtertierchen im Terarium herumspazieren.


gecko 5


Noch sind meistens die kleinen Grillen schneller, und die noch etwas allzu z├Âgerlich reagierenden Geckos haben das Nachsehen - sie gehen leer aus, aber immerhin, das Jagdvergn├╝gen haben sie trotzdem. Und bekanntlich: ├ťbung macht den Meister!


gecko 6


Damit ganz sicher jeder der drei Gecko-Kinder genug nahrhaftes ins flache B├Ąuchlein bekommt, steht auch pflanzliche Kost im Angebot: Nebst einem St├╝ck reifer Banane bietet eine s├╝sse Halbtrocken-Aprikose den Schleckm├Ąulchen-Zungen eine noch so gerne angenommene k├Âstliche Alternative zu den schwieriger zu erhaschenden Insekten.


gecko 7


Die drei jungen Phelsumen m├Âgen einander von Beginn weg sehr gut leiden: Vom z├Ąrtlich-neugierigem Begr├╝ssungs-Beschnuppern zum hautnah ├╝bereinander klettern bis zum parallel-liegen am Sonnenplatz auf dem grossen Bambus-Rohr: An Einsamkeit muss hier niemand leiden!






gecko 8


Eine sehr traurige Nachricht erreicht uns von Madlen: Ihr Herzbub Saphir, der kleinste R├╝de von unserem S-Wurf, ist heute f├╝r immer gegangen. Fast neun Jahre alt ist er geworden. Er hat dank Madlen's grosser und nie endenden F├╝rsorge und Liebe so viele gr├Âssere und kleinere gesundheitliche Probleme und Handycaps immer wieder ├╝berwinden k├Ânnen, und immer seine riesige Lebensfreude behalten.


saphir 1


Doch nun waren die Schwierigkeiten zu immens, ein Mittel dagegen gab es nicht mehr. Danke Madlen, f├╝r Deinen Mut, Dein liebevolles Einf├╝hlungsverm├Âgen und Deine klare Entschlossenheit, dem unausweichlich gewordenen Leiden ein gn├Ądiges Ende zu setzen. Wir verstehen nur allzu gut Deinen riesigen Schmerz, die grosse L├╝cke welche Dein Riesenbaby hinterl├Ąsst. Danke Dir f├╝r alles, was Du ├╝ber alle diese Jahre f├╝r Deinen Liebling Saphir Gutes getan hast!
(Beide Bilder von Madlen)


saphir 2

 



 




F├╝r seine Metamorphose ben├Âtigte unser ├ťberraschungs-Axolotl volle dreissig Tage. Sein hoher Schwimmsaum und seine Kiemenb├╝schel haben sich v├Âllig zur├╝ckgebildet, sie sind inzwischen vollst├Ąndig verschwunden. Er hat sich im niedrigen Wasser mehrmals geh├Ąutet, seine Haut ist nicht mehr d├╝nn und feucht, sondern seidig und mattgl├Ąnzend, und vollst├Ąndig trocken, ja sogar wasserabstossend geworden. Nun ist er ist bereit f├╝r seinen Landgang.


Landgnger 1


Unser Metalotl bewegt sich inzwischen ziemlich ungezwungen und flink an Land. Aus dem Wasser ist er auf die Steine gestiegen und hat damit das Zeichen gesetzt: Er ist nun bereit, und wartet auf den n├Ąchsten Abschnitt in seinem Leben - ein Leben als vorwiegend an Land lebender Molch.


Landgnger 2


Mit seinem Landgang ist unser Metalotl zu einem v├Âllig neuen Lebewesen geworden. Unser M├Âlchlein hat deshalb auch einen neuen Namen bekommen. Da noch immer nicht klar ist, ob es sich bei dem erst sieben Monate jungen Axolotl um ein m├Ąnnliches oder ein weibliches Wesen handelt, ist sein neuer Name f├╝r beiderlei Geschlecht passend. Wie k├Ânnte es anders sein, bei dieser urspr├╝nglich aus Mexico stammenden Tierart: Es muss nat├╝rlich ein Nahuatl-Name sein! ICHTACA, mit der Bedeutung verborgen, geheim, mysteri├Âs. Passt doch!


Landgnger 3


Solange es hell ist, lebt Ichtaca vorwiegend im Verborgenen. Am liebsten sitzt er den ganzen Tag ├╝ber zuhinterst in seinem Unterschlupf, fast g├Ąnzlich versteckt in einem dicken Moospolster. Meist ist nur sein feines, schmales K├Âpchen mit den neugierigen, leicht vorstehenden Augen und dem noch immer sehr breiten Maul zu sehen, und dies auch nur mit Hilfe einer Taschenlampe. Er l├Ąsst sich hier mit der Pinzette f├╝ttern, selber auf die Jagd geht er noch nicht. Seine Lieblingsspeise ist inzwischen nicht mehr der Regenwurm, sondern ein Insekt: Kleine Heimchen, welche er etwa jeden zweiten Tag angeboten bekommt, im Wechsel mit den aus seinem fr├╝heren Leben als Larve im Wasser bekannten Dendrobena Rotw├╝rmern.






Landgnger 4


Eine erlebnisreiche, wundersch├Âne Urlaubswoche liegt hinter mir. Ein lieber, genauso wie ich auch Axolotl-begeisterter Naturfreund hat mir eine pers├Ânliche Abenteuerwoche in seinem "Revier" hoch im Norden Deutschlands geschenkt, wo ich mit ihm und seiner Familie zusammen eine F├╝lle von Natur-Abenteuern erleben durfte. Einen derart spannenden Urlaub habe ich bisher noch nie erlebt!

Ein wichtiges Thema war nat├╝rlich das Beobachten seiner vielen Axolotls in ihren riesigen Aquarien, das Fachsimpeln ├╝ber Haltung und Pflege dieser wunderbaren und fast ein wenig r├Ątselhaften Wassermonsterchen und der interessante Austausch ├╝ber unsere Erfahrungen mit diesen h├╝bschen neotenen Molchen, welche urspr├╝nglich aus einem sehr limitierten Lebensraum bei Mexico City stammen und haupts├Ąchlich aufgrund der sehr prek├Ąren Umweltverschmutzung und dem Einsetzen von gefr├Ąssigen Fischen dort leider vom Aussterben bedroht sind.


Tags├╝ber wanderten wir hinaus in die sch├Âne Natur, bei Tag f├╝r Tag herrlichem Herbstwetter und Sonnenschein. Mit dem Ziel "Feuer schlagen nach alter Urururv├Ąter Sitte" gingen wir in den W├Ąldern der Umgebung Zunderschw├Ąmme suchen, welche dort zuhauf vor allem an alten, morschen Birken wachsen. Die Trama, dh der feinfaserige Pilzk├Ârper des echten Zunderschwammes, galt seit der fr├╝heren Steinzeit bis zur Erfindung der Streichh├Âlzer vor 160 Jahren als eines der wichtigsten Hilfsmittel zur Feuerentfachung im t├Ąglichen Leben. Hierzu wird der Fruchtk├Ârper in feine Scheiben geschnitten, danach in Holzaschenlauge eingelegt und schliesslich weich geklopft und gewalkt, bis er weich und flauschig wird wie feines Wildleder.


gifhorn 1


Um Feuer zu machen, wird dann ein kleines St├╝ck Zunder mit stark aufgefasertem Rand zusammen mit einem St├╝ck eines sehr scharfkantigen Feuerstein Splitters (Silex, Flint) zwischen Daumen und Zeigefinger fest gehalten, und mit einem Feuerstahl von oben nach unten an der scharfen Kante des Steins entlang geschlagen, so dass Funken auf den Zunder fliegen und dort einen kleinen Glutpunkt bilden. Nun wird vorsichtig in diese Glut hinein geblasen bis sie gr├Âsser wird, und nun in ein bereits vorbereitetes Glutnest (zB trockene feinfaserige Birkenrinde, trockenes Gras, Distelwolle, Kiefernadeln oder Kienholz-Geschabsel) gelegt werden kann. Dieses Glutnest wird um den Glutkern herum vorsichtig zusammengedr├╝ckt und weiterhin hineingeblasen, bis der glimmende Zunder das Material des Zundernests entz├╝ndet, und schon brennt unser Feuer. Ein wenig ├ťbung braucht es schon, dass dieses Experiment gelingt - umso gr├Âsser dann die Freude am Erfolg.


gifhorn 2


Nebst diesen spannenden Feuerschlage-Experimenten, wof├╝r wir uns an geeigneten Orten auf die Suche nach den dort geradezu haufenweise herumliegenden Flint-St├╝cken, an die etwas zeitaufw├Ąndigere fachgerechte Pr├Ąparation von tauglichen Zunderst├╝cken und auf die Suche nach dem herrlich duftenden Kienholz, also stark harzangereichertes Kiefernholz machten, f├╝hrten uns weitere beeindruckende Exkursionen zu den vielen Weihern und T├╝mpeln in der n├Ąheren Umgebung, wo wir mit unseren sehr feinmaschigen Keschern Plankton-Proben gewannen f├╝r unsere abendlichen Mikroskopier-Abenteuer. Wie viele solcher winziger Plankton Lebewesen es nur schon in einem einzigen Wassertropfen zu entdecken gibt ist f├╝r einen Neuling wie mich fast nicht zu glauben. Stundenlang sassen wir an unseren Mikroskopen, wo ich immer wieder von neuem aus dem Staunen nicht heraus kam.


gifhorn 3


Ein grosses Gl├╝ck war nat├╝rlich, dass ich in Gestalt meines in Biologie und Mikroskopie ├╝beraus erfahrenen Gastgebers einen kompetenten Fachmann an meiner Seite wusste, der mir alle meine Fragen zuverl├Ąssig beantworten konnte. Und, sozusagen als T├╝pfelchen auf dem i zeigte er mir als kr├Ânenden Abschluss auch noch seine selber hergestellten Dauerpr├Ąparate von sehr d├╝nn geschliffenem Flint, in welchem die wundersch├Ânsten Fossilien unter dem Mikroskop erkennbar wurden. Meine einmalig spannende und lehrreiche Urlaubswoche war nur allzu schnell wieder zu Ende, so dass mir nichts anderes ├╝brig blieb als mich ├╝bergl├╝cklich und mit einer riesigen Menge an Eindr├╝cken von meiner lieben Gastgeber-Familie wieder zu verabschieden, und den langen R├╝ckweg unter die R├Ąder zu nehmen. Ein grosses und herzliches Dankesch├Ân nach Norddeutschland!!!




gifhorn 4


Axolotl leben als fakultativ neotene Querzahn-Molchlarven normalerweise ihr ganzes Leben lang im Wasser, und pflanzen sich auch fort in diesem "unreifen" Stadium der kiemenatmenden Larve. Allerdings kann es ganz selten auch mal vorkommen, dass ├╝berraschenderweise eine spontane Metamorphose einsetzt. Dann verliert das Tierchen seine Kiemen und seinen ├╝ppigen Schwimmsaum und wird schliesslich, nach einigen Wochen der langsamen Umwandlung seines gesamten K├Ârpers, zum Landg├Ąnger, also zum lungenatmenden Molch der nur noch zur Paarung und Eiablage das Wasser seiner heimatlichen Weiher oder T├╝mpel wieder aufsucht.


metamorphose 1


Ich staunte nicht schlecht, als ich heute fr├╝hmorgens meinen ├╝blichen Kontrollblick in die grossen Aquarien mit meinen Axolotl schweifen liess: Da entdeckte ich ihn, einen der drei Axolotl im Becken Nr. 3 sah erschreckend d├╝nn, schmal und klein aus. Er hatte seine ehemals wundersch├Ân buschigen, langen Kiemen mit den ├╝ppigen Kiemenf├Ąden fast g├Ąnzlich zur├╝ckgebildet, ebenso fehlte ihm der allergr├Âsste Teil seines ehemals hohen, ├╝ber den gesamten R├╝cken und Schwanz sich hinziehenden Schwimmsaumes, ein richtig k├╝mmerlich, fremd und seltsam aussehendes Irgendetwas das ganz und gar nicht wie meine kr├Ąftig-dicklichen Axolotl daherkam. Meine Entgeisterung ├╝ber diese Entdeckung legte sich rasch, mir war fast sofort klar geworden: Dieses Tierchen hat seine Metamorphose begonnen!


metamorphose 2


Meine ├ťberraschung musste ich erst mal ein paar Sekunden sich setzen lassen bevor ich handlungsf├Ąhig war. Dann packte ich so rasch ich konnte meine Fotokamera und versuchte wenigstens ein paar wenige Fotos zu knipsen - nat├╝rlich wurden sie allesamt verzittert und unscharf, aber sie zeigen dennoch den Zustand meines von nun an vor├╝bergehend als "Metalotl" bezeichneten ├ťberraschungs-Tierchens. Dieses hatte vor einiger Zeit den Namen "Broma" erhalten, Bedeutung "Scherz, Spass, Witz", dies schien mir perfekt zu passen zu dieser f├╝r mich vollkommen unerwarteten Umwandlung. Dann lief ich so schnell ich konnte um eine Quarant├Ąne-Box in passender Gr├Âsse zu holen, f├╝llte wenig Wasser hinein um dann m├Âglichst rasch meinen Metalotl hineinzusetzen, welcher so fast ohne seine Kiemen sichtlich Probleme hatte mit seiner Sauerstoff-Versorgung: Er stieg recht linkisch die 40 cm zur Wasseroberfl├Ąche hoch, ohne den bisherigen Schwimmsaum fiel ihm sichlich auch das Schwimmen schon recht schwer, und schnappte dort ein Maulvoll Luft. Wieder unten am Boden des Aquariums machte er danach einen riesengrossen, fast eine halbe Unendlichkeit dauernden G├Ąhner, die Situation war offensichtlich bereits recht kritisch. Keine Ahnung wie lang er bereits in seiner unkomfortablen Situation mit Sauerstoffmangel zu k├Ąmpfen hatte diese Nacht.


metamorphose 3


Ich packte den armen Metalotl nun unverz├╝glich in seine neue Box. Hier hielt ich den Wasserstand von da weg auf seichten 4-5 cm, so dass Metalotl ohne sich ├╝berm├Ąssig anstrengen zu m├╝ssen sein Maul problemlos ├╝ber der Wasseroberfl├Ąche halten konnte. Danach w├Ąhlte ich im Garten draussen einige gr├Âssere und kleinere Steine, schrubbte diese peinlich genau sauber und kochte sie eine Stunde lang aus, um eine weitgehende Keimfreiheit garantieren zu k├Ânnen. Diese Steine w├╝rden als Ausstieg aus dem Wasser dienen, sobald Metalotl in ein paar Wochen mit seiner Metamorphose fertig sein w├╝rde. Die Box versah ich mit vielen Luftl├Âchern, damit ich sie ausbruchsicher verschliessen konnte. Die Box inklusive Steine w├╝rde ich nun t├Ąglich frisch saubermachen, und Metalotl neugierig und intensiv beobachten. Eine Molch-Metamorphose 1:1 beobachten zu k├Ânnen, was kann es spannenderes geben!







metamorphose 4


Im Alter von vier Monaten leben unsere Wasserkobolde bereits zu zweit oder zu dritt in ihren 5 grossen Aquarien mit einer Seitenl├Ąnge von jeweils1 Meter. Hier haben sie sehr viel Platz und n├╝tzen diesen auch sehr gerne aus, sie schwimmen fast unentwegt , schnell, grazi├Âs und artistisch ihre Runden, Schleifen und Pirouetten. Die Freude die sie dabei haben ist ihnen richtig anzusehen.


dendrobena 1


Unsere Wassermonsterchen die wachsen und gedeihen sehr sch├Ân, sie haben allesamt bereits die L├Ąnge von 20 cm l├Ąngst geknackt und bei ihrer kr├Ąftigen Gestalt mit dem wundersch├Ânen hohen Schwanzflossensaum und den dicklichen, runden B├Ąuchlein frage ich mich schon ab und zu, ob das Nahrungsangebot wohl etwas ├╝berreichlich ausf├Ąllt.


dendrobena 2


Nebst den nahrhaften Fertigfutter-Pellets welche extra f├╝r die Axolotl hergestellt werden, und welche zur Zeit etwa jeden dritten Tag auf dem Menuplan stehen, bekommen sie auch weiterhin ab und zu ihren besonders beliebten Leckerbissen, einen grossen, dicken Dendrobena-Riesenrotwurm. Die Jagd auf Lebendfutter animiert unsere Wassermonsterchen nach wie vor ganz enorm, damit ihren Jagdtrieb zu f├Ârdern gibt ihnen immerhin ein kleines bisschen von ihrem nat├╝rlichen Wesen als geschickte und unerschrockene, fleischfressende Raubtiere zur├╝ck.


dendrobena 3


F├╝r mich ist es interessanter als jedes Kino, mein "Lottl-Kino", wenn ich den kleinen Wassergeistern zuschauen kann bei ihren lebhaften Schwimmk├╝nsten und bei der spannenden Jagd nach diesen sich auch im Aquarium drinnen noch stundenlang heftig bewegenden W├╝rmern, welche ich inzwischen in mehreren grossen Wurmzucht-Kesseln selber vermehre um nicht alle paar Wochen wieder neu einkaufen zu m├╝ssen.





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Unsere Axolotl-Nachzuchten, Kinder von unseren beiden Farblotls, werden immer gr├Âsser und immer nochmals h├╝bscher. Es dauert nur noch zwei Wochen, bis sie bei einer Mindestgr├Âsse von 10 cm in ihr neues Zuhause umziehen d├╝rfen. Mit ihren inzwischen 7 Wochen sind sie bereits 8 cm lang und ganz und gar richtige kleine Raubtierchen: So filigran und fast noch durchsichtig diese h├╝bschen Wasserwesen in ihren kleinen Aufzucht-Aquarien auch aussehen, wenn es ums Fressen geht, dann zeigen sie bereits eine enorme Energie!


nachwuchs 1


Meist sitzen sie ruhig in ihren Glasbecken, suchen ab und zu eine willkommene R├╝ckzugsm├Âglichkeit in den selbstgebastelten kleinen H├Âhlen aus Bachkieseln, oder schwimmen ein wenig im Wasser herum, alles sehr gem├╝tlich und gem├Ąchlich. Den gr├Âssten Teil des Tages schlummern sie mehr oder weniger bewegungslos vor sich hin, dann ist die einzige Bewegung der kleinen Tierchen das regelm├Ąssige, leichte Schlagen ihrer buschigen Kiemen.


nachwuchs 2


Dann aber kann die ruhige Gem├╝tlichkeit auch mal pl├Âtzlich umschlagen, und die gem├╝tlichen, langsamen Tierchen kommen in ein veritables Jagdfieber hinein: Noch ganz und gar Winzling bis vor kurzem, sind sie doch inzwischen bereits so gewachsen, dass sie, zus├Ątzlich zu den langen, d├╝nnen, tiefroten M├╝ckenlarven aus dem Tiefk├╝hler auch ohne weiteres schon kleinere, lebende Kompostw├╝rmer bew├Ąltigen, mit ihrem zahnlosen grossen Maul packen und dann ruck-zuck auch runterschlucken k├Ânnen, ein Schauspiel der ganz speziellen Art!


nachwuchs 3

Es dauert nur Sekunden-Bruchteile, das Ansaugen und Zuschnappen, wenn die Beute sich nur nah genug an dem in solchen Momenten fast uners├Ąttlich scheinenden grossen Maul befindet, und sich dabei auch m├Âglichst deutlich bewegt - Lebende Nahrung halt, da ist der Schnappreflex der Axolotl so richtig voll im Schuss. Ganz was anderes als die "toten", ruhig daliegenden Futterpellets, welche zwar eine rundum ausgewogene Nahrung bieten f├╝r die h├╝bschen Wassermonsterchen, und auch gerne gefressen werden aufgrund ihres verf├╝hrerischen Duftes nach Fisch, aber ein richtiges Jagdfieber, das lassen die Axolotl halt nur erkennen bei lebendiger Beute.





nachwuchs 4


Auch bei unseren Zwerggarnelen hat sich inzwischen erfreulich viel Nachwuchs eingestellt, und dies gleich in zwei verschiedenen Sortenbecken. Bei den Red Rili sind es sogar zwei Weibchen, die abwechselnd tragend sind, oder parallel dazu ihre Eianlagen ausbilden. Bei den Blue Pearl, welche sich bei unserem hellen Kies als Bodengrund in den Aquarien leider l├Ąngst von ihrer urspr├╝nglich h├╝bschen, wasserblauen Farbe aus Tarngr├╝nden verabschiedet haben und nun, fast durchsichtig und farblos, nur schwer zu entdecken sind im relativ grossen Aquarium, habe ich nie eine tragende Garnelenmama beobachten k├Ânnen. Jedoch sind die jungen Garnelen auch in diesem Becken nicht zu ├╝bersehen.


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Es ist sehr sch├Ân zu beobachten, wie als erstes die Ei-Anlagen in der Nackengegend der werdenden rot gefleckt-, gepunktet- und getigerten Red Rili Mamas zun├Ąchst klein und leuchtend weiss zu sehen sind, langsam immer ausgedehnter und auch leicht gelblich werden, bis die nun reifen Eier eines Tages als kleine, hellgelbe K├╝gelchen an den Schwimmbeinen der Garnele haften, und aus der Distanz fast so ausschauen wie ein dicker, tr├Ąchtiger Bauch. Die Eier werden hier mit den Schwimmbeinen fleissig bewegt, um sie so m├Âglichst gut mit Sauerstoff zu versorgen. Immer gr├Âsser und mit der Zeit goldgelb wird dieses Eipaket, bis sich schliesslich die Augen der kleinen Embryos als winzige schwarze Punkte in den vielen goldfarbenen K├╝gelchen zeigen.


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Bei uns im eher k├╝hlen Wasser der Aquarien, dauert die Tragezeit statt der ├╝blichen 3-4 Wochen etwa 5-6 Wochen lang. Und dann pl├Âtzlich ist das Eipaket verschwunden! Bis dann, ein paar Tage bzw wenige Wochen sp├Ąter, die bereits recht grossen, etwa 5 mm langen Jungtiere flink im Wasser schwimmend oder an den Glasscheiben herumkletternd zu sehen sind: Zuerst sind die Kleinen noch vollst├Ąndig durchsichtig, sie sind deshalb auch leicht zu ├╝bersehen.


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Schliesslich f├Ąrben sich auch die kleinen Nachwuchs-Garnelen nach und nach, und immer deutlicher rot. Welch lebhaftes, fr├Âhliches Treiben, wenn die Kleinen, noch viel flinker als die adulten Garnelen, im Wasser herumzwirbeln, und auch ab und zu auf ihrer Mama herumturnen.


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Nach langen sechs Monaten warten auf diese sch├Âne Urkunde, nun endlich ist sie eingetroffen: Parween gilt ab sofort, ganz und gar offiziell anerkannt und best├Ątigt, als Internationaler Sch├Ânheits-Champion! Dank den Top-Bewertungen auch an den Auslands-Ausstellungen in Innsbruck und Karlsruhe hat unser Sch├Âner nun auch diesen ausserordentlichen Titel erreicht, den wir uns nie zu erhoffen gewagt hatten.


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Damit aber haben wir unser allerh├Âchstes Ziel in Sachen Dog-Shows erreicht, und dies als eigentlich totale Ausstellungs-Muffel, zudem als am-allerliebsten-zu-hause-in-der-sch├Ânen-Schweiz-Hocker und trotz unserer grossen Antipathie f├╝r l├Ąngere Autofahrten, fast schon ein kleines Wunder also, eine derartige Auszeichnung.


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Ab sofort gibt es f├╝r unsere drei sch├Ânen Windhunde nun nur noch: Das Leben geniessen, rennen und spielen nach Lust und Laune, m├Âglichst auch ohne Halsband und Leine, schlammiges oder nasses Fell, ab und an eine kleine Schnatte, liegt alles drin - daf├╝r kein stundenlanges Warten mehr in l├Ąrmigen, riesigen Hallen voller hunderten von folgsamen, ruhigen und top-gestylten Hunden, kein braves und elegantes Posieren vor dem Sch├Ânheitsrichter, oder auf Kommando Traben in oft viel zu kleinen Ringen, um das sch├Âne, fliessende Gangwerk beweisen zu k├Ânnen. Einfach Hund sein d├╝rfen, wie sch├Ân!


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Im zarten Alter von gerade mal einer Woche sind die Axolotl-Babys bereits deutlich gewachsen: Beim Schlupf etwa 15 mm lang, sind sie jetzt, dank der ├╝berreichlichen, mehrmals t├Ąglichen F├╝tterung mit Wolken von winzigen, lebenden, eben geschl├╝pften Nauplien der Salinenkrebschen, bereits 2 cm lang geworden und schwimmen mit ihren runden, tief-orangen B├Ąuchlein flink in ihrer Aufzuchtschale herum. In diesem Alter fressen die kleinen Babys noch ausschliesslich kleinstes Lebendfutter.


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Mit zwei Wochen sind die jungen Axolotl Babys bereits 25 mm lang, und wer ganz genau hinschaut, der kann auch bereits die sich entwickelnden Vorderbeinchen entdecken: Diese sind schon recht lang, allerdings noch fadend├╝nn und nicht pigmentiert wenn sie hinter den Kiemen sichtbar werden. Etwas sp├Ąter und in diesem zarten Alter nur knapp erkennbar teilt sich das Ende der Vorderbeinchen in zwei Finger auf, was ein wenig an eine Krebs-Schere erinnert. Die F├╝tterung kann nun nebst dem Lebendfutter mit den Salinenkrebschen bereits mit Pellet-Pulver und sehr klein geschnittenen roten M├╝ckenlarven etwas abwechslungsreicher gestaltet werden.


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Die drei Wochen alten Axolotl-Larven zeigen bei etwa 3 cm K├Ârperl├Ąnge an ihren schon etwas dicker gewordenen Vorderbeinchen inzwischen bereits drei gut voneinander abgrenzbare Finger. Die Pigmentierung der wildfarbenen Winzlinge ist schon recht intensiv geworden, wobei genauso wie bei den erwachsenen Axolotl die Bauchseite deutlich erkennbar heller ist als die Oberseite. In diesem Alter kann auch bereits begonnen werden, die Axolotlkinder mit ganzen Pellets von der allerkleinsten Gr├Âsse (0,5-1 mm) anzuf├╝ttern, nat├╝rlich immer zus├Ątzlich zu einem reichlichen Angebot an lebenden Artemia-Nauplien.


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Die vier Wochen alten, inzwischen bereits 40 - 45 mm langen Axolotl k├Ânnen nicht nur auf ihren schon recht kr├Ąftigen und dicken Vorderbeinchen sich gut abst├╝tzen am Boden des Aquariums, sie marschieren sogar recht ge├╝bt und gerne auf diesen Beinen durch das Becken. Ihre Haupt-Bewegungsform ist nat├╝rlich nach wie vor das flinke und wendige schwimmen. Der mittlere der Finger ist deutlich l├Ąnger als die beiden seitlich davon, und genauso wie am gesamten K├Ârper ist die Pigmentierung an der Aussenseite der Beine recht intensiv und kr├Ąftig zu erkennen, w├Ąhrend an der Innenseite der Beinchen wie auch des K├Ârpers kaum Pigment gebildet wird. Dies ist sehr sch├Ân zu sehen bei einer Aufnahme fast direkt von unten, wenn die kleinen Molche mal kurz an der Wasseroberfl├Ąche einen Schluck Luft einsaugen, oder auch ab und zu v├Âllig bewegungslos dort oben ausruhen und chillen.





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Wenn ein Axolotl Weibchen etwa 24 Stunden nach der Befruchtung (dabei wird eine Spermatophore in die Kloake aufgenommen, die Befruchtung findet innerlich statt) die durchsichtigen Eier seines Geleges mit Hilfe seiner Hinterbeine an die Wasserpflanzen im Aquarium klebt, sind die gallertigen Eih├╝llen erst etwa 2 mm gross. Sie quellen in der Folge und erreichen schliesslich einen Durchmesser von etwa 1 cm. In dieser doppelten Gallerth├╝lle entwickeln sich in den kommenden Tagen und Wochen die Embryos, ein h├Âchst interessanter Vorgang, den wir aufgrund ihrer Gr├Âsse und der Durchsichtigkeit der Eih├╝llen bequem von Auge mitverfolgen k├Ânnen.


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Innerhalb des ersten Tages nach der Eiablage bilden sich zun├Ąchst 64 Zellen aus, ohne dass sich dadurch der Eidurchmesser merkbar vergr├Âssert. Nach etwa 4 Tagen beginnt der bis dahin kugelf├Ârmige Keim sich zu strecken. Er wird zun├Ąchst oval, nach etwa 5 Tagen hat der Embryo eine halbrunde Form, Gehirn und Kiemenregion beginnen sich auszuformen. Nach etwa 6 Tagen beginnt das Schwanzknospenstadium, das sich entwickelnde Tier liegt nun zunehmend gerade auf dem kugelf├Ârmigen Restdotter. Sp├Ąter entsteht der r├╝ckenseitige Flossensaum, und die Kiemenanlagen werden hinten am Kopf sichtbar. Nach etwa 1 Woche beginnt das Herz zu schlagen, und der Embryo zeigt die ersten Pigmentzellen. Etwa ab dem 12. Tag werden die Mundwinkel erkennbar, die Kiemen entwickeln sich deutlich.


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Der Schlupf erfolgt je nach Wassertemperatur nach 2 Wochen (bei ├╝ber 20┬░) bis 3 Wochen (bei knapp 18┬░). Der Mund ist gut erkennbar, aber noch geschlossen, die Vorderbeinknospen sind als winzige Anlagen sichtbar. In den ersten 2-3 Tagen ausserhalb der Eih├╝llen schliessen die Larven ihre Embryonalentwicklung ab und zehren noch von den restlichen Dottervorr├Ąten. Erst danach ├Âffnet sich der Mundspalt, und die Larven beginnen zu fressen. Bereits jetzt kann man problemlos das auch f├╝r die grossen Axolotl typische Saug-Schnappen erkennen.


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Die Winzlinge fressen in diesem Stadium nur Lebendfutter, typischerweise frisch geschl├╝pfte Artemia-Nauplien (Larven der Salinenkrebschen) welche durch ihre orange Farbe den Magen der Axolotl-Larven tief orange f├Ąrben. Die F├╝tterung erfolgt in diesen ersten Lebenstagen am besten zweimal t├Ąglich. Die Axolotl-Winzlinge m├╝ssen bei ihren Mahlzeiten richtiggehend in Nauplien-Wolken schwimmen, sonst verhungern sie.








Axowinzlinge 4


Ein einmaliges Harfen-Erlebnis stand f├╝r mich an diesem letzten M├Ąrz-Samstag auf dem Programm. Organisiert vom Musikhaus Heinz Grossenbacher in Reinach, gab die bekannte Solo-Harfenistin Silke Aichhorn unserer Region die Ehre: Sie unterrichtete tags├╝ber in Reinach an einem Harfen-Workshop, und gab zudem abends ein wundersch├Ânes Harfe Solo-Konzert in der Kirche in Gontenschwil. Da wollte ich auf jeden Fall mit dabei sein!


Harfenworkshop 1


Eigentlich hatte ich mich bloss als Zuh├Ârerin und Zuschauerin am Workshop angemeldet, da ich w├Ąhrend der vergangenen Monate kaum mehr auf diesem sch├Ânen Instrument gespielt und vieles von dem was ich mal spielen konnte schlicht vergessen habe. Ich wollte mich ja nicht blamieren. Da sich jedoch nur wenige aktive Teilnehmer f├╝r den Workshop angemeldet hatten durfte ich sehr kurzfristig meine Anmeldung upgraden, und doch noch eine Privatlektion bei der erfahrenen und einf├╝hlsamen Harfenistin geniessen.


Harfenworkshop 2


Die Stimmung war locker und freundlich, geduldig zeigte mir Silke was ich vor allem bei meiner Hand- und Fingerhaltung dringend korrigieren muss, damit der Klang der Harfensaiten sch├Ân, voll und kernig wird. Aber auch mein ganz banales, eher technisches oder handfestes Problem mit dem Wechseln der Saiten, genauer der Harfenknoten, auch diesen Knoten konnte Silke bei mir mit einer Ultrakurz-Lektion "Kn├╝pfen" noch direkt vor ihrem wundersch├Ânen und sehr abwechslungsreichen Solokonzert abends in der Kirche noch l├Âsen. H├Âchste Zeit f├╝r mich, denn inzwischen waren bei meiner Lieblingsharfe bereits wieder 6 der empfindlichen Darmsaiten gerissen, und ich hatte mich noch immer nicht dazu ├╝berwinden k├Ânnen, die neuen Saiten einzuspannen.


Harfenworkshop 3


Das Harfenkonzert in der Kirche war ein einmaliges Erlebnis. Harfe als Solo-Instrument, welches man auch wirklich Ton f├╝r Ton h├Âren und aus vollen Z├╝gen geniessen kann. Silke spielte ein sehr abwechslungsreiches und ansprechendes Programm in sehr verschiedenen Stilrichtungen, ab und zu untermalt mit lustigen Sondereffekten, und zwischen den St├╝cken eingestreut immer wieder interessante Erkl├Ąrungen rund um das sch├Âne Instrument und die verschiedenen Spielst├╝cke. Zum Schluss durften alle Zuh├Ârer nach Lust und Interesse nach vorne kommen und das beeindruckende Instrument von allen Seiten bewundern, und alle Fragen stellen die uns schon immer interessiert hatten. Auch hier war Silke genauso wie im Workshop sehr geduldig, freundlich und fr├Âhlich, und liess auch das musikalische Dessert zum Konzert zu einem Erlebnis werden. Vor lauter Fragen ging fast vergessen, dass draussen vor der Kirche ein gluschtiger, erfrischender Apero noch auf uns wartete.

Alle Fotos in diesem Beitrag stammen von Christine Gautschi, und wurden mir freundlicherweise zur Verf├╝gung gestellt. Herzlichen Dank!





Harfenworkshop 4


Vor sechs Wochen haben wir unser neues Aquarium eingerichtet und den Filter in Betrieb genommen, die Einlaufphase konnte beginnen. Seit vier Wochen leben unsere beiden Axolotls bei uns, auch f├╝r sie ist nun endlich die vorgeschriebene, relativ langwierige Quarant├Ąnezeit in den kargen Plastikboxen in Einzelhaft mit t├Ąglichem Umsetzen und Wasserwechsel zu Ende gegangen.


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Heute nun durfte ich endlich das fertig eingelaufene Aquarium auf Vordermann bringen, die h├Ąsslichen Kalkr├Ąnder abschaben, einige der am st├Ąrksten vergammelten Pflanzenteile entfernen, losgel├Âste und an der Wasseroberfl├Ąche schwimmende Pflanzen wieder befestigen am Grund des Aquariums unter den Steinen und den R├Ąndern der drei H├Âhlen, und den sehr grobmaschigen Korb beim Wasser-Ansaugteil des Filters mit einem feinen Maschengeflecht einpacken - es sollen ja sp├Ąter keine Eier oder winzige junge Larven in den Filter eingesogen werden!


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Danach beim inzwischen halb leeren Aquarium wieder frisches, kaltes Leitungswasser einf├╝llen bis fast zum Rand, und endlich ist es soweit: Mit meiner Fotokamera in Reichweite setze ich unsere zwei Axolotl- Jungtiere aus ihrer Quarant├Ąnebox endlich r├╝ber ins Aquarium. Welche Freude, die beiden Molche endlich im Aquarium beobachten zu d├╝rfen, und die zwei lachenden Sch├Ânheiten durch's klare Glas anstatt durch die Plastikw├Ąnde hindurch zu fotografieren!


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Citlali darf als erster umziehen, er l├Ąsst sich ja immer sehr brav, ruhig und geduldig fassen und umsetzen. Lustig, wie der goldfarbene Sternenboy sich erst einmal in sein Futtertellerchen setzt und dort eine ganze Weile lang seine engen Kreise dreht, bevor er endlich Mut fasst und auf Entdeckungstour durch's Aquarium spaziert. Sp├Ąter folgt ihm auch Yolotli, welche sich flugs quer durch's Aquarium in den hintersten Winkel verzieht und sich dort im sicheren Versteck f├╝hlt. Sp├Ąter dann macht auch unsere copperfarbene Herzdame ihre Erkundungstouren, und setzt sich schliesslich im Axolotl-Iglu zur Ruhe.




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Axolotl, was ist das? Sind es vielleicht lediglich süsse kleine Fantasiewesen, diese faszinierenden Wassertierchen welche ich als Protagonisten in einer Kurzgeschichte des argentinischen Autors Julio Cortázar kennengelernt habe? Analog zu den Mancuspias der reinen Fantasie entsprungen?


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Nein, es handelt sich um echte Tierchen, wassergebundene gute Schwimmer mit vier Beinchen, Querzahnmolche welche als sog. neotene Wesen im Stadium der Larve lebenslang verbleiben und sich in dieser Form auch lebhaft fortpflanzen. Axolotl stammen aus den ├╝ber die Jahre durch menschliche Schuld zu lebensfeindlichen, verschmutzten T├╝mpeln gewordenen, einst ausgedehnten und weit verzweigten Seen in der heutigen Region Mexico-Stadt, und sind in ihren heimischen Gefielden vermutlich bereits nahezu ausgestorben.


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Hingegen als Heim- und auch Labortierchen erfreuen sich diese zauberhaften "Wasserhunde" wachsender Beliebtheit, nicht zuletzt dank ihrer fast unglaublich erscheinenden F├Ąhigkeit zur perfekten und vollst├Ąndigen Regeneration ganzer K├Ârperteile und Organe. Sie sind im Kaltwasseraquarium recht einfach und unkompliziert zu halten. Bei Temperaturen zwischen 12┬░-20┬░ f├╝hlen sie sich wohl, viel w├Ąrmer sollte das Wasser f├╝r ihr Gedeihen aber nicht werden.


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Nachdem ich alle erh├Ąltlichen Fachb├╝cher ├╝ber die Axolotl-Haltung verschlungen und den verschiedenen Axolotl-Portalen beigetreten bin, ist f├╝r mich rasch klar geworden: Ein P├Ąrchen dieser bezaubernden Wesen w├Ąre eine wundersch├Âne Bereicherung f├╝r unsere Familie! Nebst unseren drei Windhunden nun auch zwei Wasserhunde, wie diese Lebewesen auch genannt werden! Auch als Wassermonster oder Wassergott werden sie bezeichnet, die ├ťbersetzung aus der Nahuatl-Sprache l├Ąsst viele Varianten zu.


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Nichts wie los, auf Einkaufstour: Ein Aquarium in angemessener Gr├Âsse, dazu ein Schwerlasten-Regal zum Aufstellen des Aqua, Wasserpflanzen, Axo-H├Âhlen, Bodengrund, Wasserfilter, Thermometer und was es sonst noch so braucht. Alles einrichten, Filter installieren und die Einlauf-Phase kann beginnen: Bevor die Lotls einziehen k├Ânnen, muss das Aquarium erst mal 6 Wochen lang "einlaufen", dh der Filter muss sich erst einmal mit den notwendigen Bakterien besiedeln um dann auch seinen Dienst korrekt erf├╝llen zu k├Ânnen.


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Unser Axolotl-P├Ąrchen ist inzwischen bei uns eingezogen, die zwei werden erst einmal in ihrer je eigenen Quarant├Ąne-Box leben. Hier kann ich sie ausgiebig kennenlernen und beobachten, und wenn sie fit und gesund bleiben d├╝rfen sie in 4 Wochen ihren endg├╝ltigen Wohnort, unser neues Kaltwasseraquarium beziehen! Die zwei S├╝ssen sind etwa 9 Monate jung und ca 18 cm lang, und haben auch bereits ihre Namen bekommen: Unsere Copper-Lady heisst Yolotli, in der Nahuatl-Sprache "Herz", sie ist also unsere Herz-Dame. Unser Goldi-Boy heisst Citlali, in der Nahuatl-Sprache "Stern". Er ist unser Sternen-Bub und damit Namensvetter zu unserem Parween, dessen Name ja ebenfalls "Stern" heisst, in Arabischer Sprache nat├╝rlich.


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Unser sch├Âner Parween hat nun ganz offiziell die spezielle Auszeichnung "Alpenchampion" erhalten, und heute ist die Urkunde samt Medaille eingetroffen. Dies ist nun bereits Parween's vierter Championtitel, und sein allererster Championtitel ├╝berhaupt f├╝r Siege auch ausserhalb der Schweiz. Noch vor kurzem war es f├╝r uns absolut undenkbar, an Auslands-Shows ├╝berhaupt teilzunehmen. Und doch, nun ist das fast unglaubliche Wirklichkeit geworden!


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Und weil dies doch eine sehr spezielle Auszeichnung ist, haben wir nebst dem Titel samt Urkunde gleich auch noch die Medaille mit bestellt. Sch├Ân ist sie, diese Alpensieger-Medaille, quasi unverw├╝stlich und so richtig zum Anfassen!


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F├╝r diesen Championtitel werden in den drei "Alpenl├Ąndern" Schweiz, Deutschland und ├ľsterreich je einmal der Titel "Alpensieger" ben├Âtigt. Diese Titel werden nur an wenigen ausgew├Ąhlten CACIB-Shows verliehen. F├╝r unseren Parween waren dies die Ausstellung in Kreuzlingen 2017, sowie im Jahr 2018 die Ausstellungen in Innsbruck und in Karlsruhe. Dazu wird ein zus├Ątzlicher CACIB-Punkt verlangt in dem Land, wo der Alpenchampion-Titel beantragt wird - f├╝r uns nat├╝rlich in der Schweiz, genauer an der diesj├Ąhrigen CACIB-Show in Aarau. Mit Kreuzlingen 2017 ist auch die erforderliche Wartezeit von 1 Jahr erf├╝llt. Wir sind soooo sehr stolz auf unseren sch├Ânen Sloughi-Boy!





Alpenchamp 3

 




Wenn das grosse Ziel so nah vor Augen steht...

Wir sind nicht wirklich grosse Freunde von Dog-Shows, auch keine Titel- und Troph├Ąensammler. Aber nach Parween's grossen und wundersch├Ânen Erfolgen an den CACIB-Shows in Innsbruck stand unser sch├Âner Sloughi-Boy nur noch einen einzigen Sieg entfernt von gleich zwei weiteren, internationalen Championtiteln. Diese Chance galt es einfach zu packen, ein Versuch war es allemal wert. Karlsruhe ist sogar f├╝r uns Auslandmuffel nicht allzuweit weg von der Schweizer Grenze, und eine der wenigen Shows in Deutschland, wo der Alpensiegertitel vergeben wird. Und genau der fehlte uns noch. Einzige Krux: Der Termin mitten im November, wo oft bereits Schneegest├Âber die Strassen unsicher macht! W├╝rde diesmal der Wettergott wohl gn├Ądig sein?


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Ja, und es war fast wie ein Wunder: Bei allersch├Ânstem, warmem und sonnigem Sp├Ątherbstwetter stand unser WoMo mit allen unseren drei Windiboys auf dem grossz├╝gigen Parking-Gel├Ąnde der Messe Karlsruhe. Qa'ani, unser dezidierter Show-Muffel, durfte den Tag gem├╝tlich im WoMo verschlafen, aufgelockert durch mehrere Spazierg├Ąnge durch's reichlich beduftete Areal, w├Ąhrenddessen Parween und Ganador in der riesigen Messehalle im Ring vor der freundlichen und verst├Ąndnisvollen Richterin posierten.


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F├╝r unseren jungen Ganador war dies die allererste Indoor-Ausstellung, in der grossen, l├Ąrmigen, betriebsamen Halle, in der tausende von Hunden und Menschen ein und aus gingen, w├Ąhrend Parween diesbez├╝glich ja bereits fast schon ein routinierter Show-G├Ąnger ist, der das Ganze jeweils recht cool und selbstverst├Ąndlich nimmt. Allerdings, im Unterschied zu den meisten unserer bisherigen Show-Erfahrungen, war hier die Sloughi-Konkurrenz ungewohnt gross: Insgesamt 9 Sloughis waren gemeldet, und alle waren sie auch anwesend. 5 R├╝den, 4 H├╝ndinnen, und die Sloughia's allesamt ausnehmend sch├Ân. Bei den Galgos hingegen waren lediglich 2 R├╝den gemeldet, keine einzige H├╝ndin. F├╝r unseren Ganador war es also ungleich einfacher, hier Chancen auf eine Top-Bewertung und Siegerpunkte zu bekommen.


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Parween war als erster an der Reihe. Unser aussergew├Âhlich sch├Âner Sloughi-Bub mit seinem unkomplizierten und freundlichen Charakter hat leider diesmal im Ring wieder seine leidige Macke voll ausgespielt: Die ├Ąrgerliche, ├╝berm├╝tige H├╝pferei, die er anstelle des erw├╝nschten, locker-eleganten Trabes immer mal wieder zeigt, auch hier wieder. Die Richterin musste mich ermahnen, strenger zu sein mit meinem Wildfang. Sie zeigte sich dennoch sehr nachsichtig, trotz allem hatte mein Sch├Âner wieder ├╝berzeugt: Parween erhielt den Sieg zugesprochen ├╝ber alle Sloughi-R├╝den, damit den ersehnten CACIB-Punkt und den Titel Alpensieger. Unsere Hoffnungen und Tr├Ąume f├╝r diese Ausstellung sind in Erf├╝llung gegangen, mein Gl├╝ck und meine Erleichterung waren riesig! Dass Parween bei der Ausmarchung des Rassesieges sich hinter die sch├Ânste H├╝ndin einreihen und sich mit dem BOS (Best Opposite Sex) begn├╝gen musste spielte heute absolut keine Rolle, das war mir sogar sehr recht. Die H├╝ndin, deren ausnehmende Sch├Ânheit mir schon zuvor w├Ąhrend der Wartezeit am Ring sofort aufgefallen war, sie hat den Rassesieg mehr als verdient!


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Auch in weiterer Hinsicht war uns das Gl├╝ck sehr hold: Ohne lange und verzweifelt suchen zu m├╝ssen, fanden sich liebe, hilfsbereite Menschen, die uns mit ihren helfenden H├Ąnden zur Seite standen: Bei der Betreuung des zweiten Hundes, w├Ąhrend ich mit dem andern im Ring stand, half uns wie schon so oft Sandra Hemsley, und zwei bis dahin uns unbekannte Aussteller mit ihrem sch├Ânen Irish Wolfhound R├╝den waren nicht nur bereit ein wenig zur Seite zu r├╝cken um uns ein Pl├Ątzchen am Rand des Ringes freizumachen wo wir uns installieren konnten, sie waren auch freundlicherweise bereit, uns im Ring zu fotografieren und die Fotos uns zu schicken, g├Ąnzlich ohne Entgelt: Ganz herzlichen Dank, Eric Schmitt und Sascha Gr├╝newald, f├╝r die sch├Ânen Fotos!


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Und nun, gleich nach dem Richten der Sloughis, kamen die Galgo Espa├▒ol an die Reihe. Wie w├╝rde sich unser J├╝ngster wohl in dieser f├╝r ihn sehr ungewohnten Situation benehmen? Als erster war ein R├╝de der Veteranenklasse an der Reihe, anschliessend war unser Ganador dran. Ich h├Ątte mir keine Sorgen machen brauchen! Ausser einer kleinen Tendenz, mit der Nase am Boden zu kleben w├Ąhrend den Bewegungs-Sequenzen (strenger sein!!!) zeigte er sich recht ordentlich. Die Richterin fand offensichtlich grossen Gefallen an meinem Bub, der alle Kennzeichen eines perfekten Galgo-Standards auf's sch├Ânste erf├╝llt. Mit den gl├╝cklichen Worten: "Dies ist MEIN Galgo!" verlieh unsere erfahrene Richterin aus Holland, Frau Regina Tromp-Pruijn, meinem Ganador die Auszeichnung CACIB, Bester R├╝de, Rassesieger. Hurrah!!!


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Unser Ganador durfte also abends im Ehrenring die Rasse Galgo Espa├▒ol vertreten. Winterzeit, abends gegen sechs Uhr, draussen bereits stockdunkel und Ganador von den vielen Eindr├╝cken des Tages sichtlich ersch├Âpft, ich hoffte er w├╝rde sich im Ring trotzdem nochmals ordentlich zeigen. Und mein Goldjunge, er schaffte es: Wundersch├Ân und brav trabte er im Ring seine Ehrenrunde, in Reih und Glied mit all den andern Rassebesten unter den vielen Windhundrassen, welche als Gruppe 10 immer zuallerletzt nach allen andern Rassegruppen an der Reihe sind. Ganador kam dann zwar nicht in die engere Wahl der vier sch├Ânsten Windhunde der Show, aber das tat uns nicht weh. Ganador hat seine Grosse Ausstellung mit Bravour gemeistert, ich bin sooo stolz auf mein Riesenbaby!


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Ein erneut wundersch├Ânes Erlebnis, die 74. Internationale Rassehunde-Ausstellung in Karlsruhe liegt bereits wieder hinter uns! Unz├Ąhlige, spannende Eindr├╝cke f├╝r Zwei- und Vierbeiner, Gl├╝ck und Zufriedenheit, mit diesem weiteren H├Âhepunkt geht f├╝r uns ein beeindruckendes Show-Jahr zu Ende: Parween erf├╝llt mit seinem heute gewonnenen CACIB-Punkt nun die Bedingungen f├╝r den Titel "Internationaler Sch├Ânheits-Champion", und mit seinem Alpensieger-Titel zus├Ątzlich auch die Bedingungen f├╝r den Titel "Alpenchampion". Damit hat unser Parween nun hinsichtlich Champion-Titel alles erreicht wovon wir je tr├Ąumen konnten bzw nicht mal zu tr├Ąumen gewagt hatten. Mit diesem H├Âhepunkt kann nun auch Parween seine erfolgreiche Show-Karriere abschliessen. Seien wir ehrlich: Windhunde sind nicht wirklich dazu geschaffen, sich in Ausstellungs-Hallen vor Richtern zu pr├Ąsentieren, brav und elegant im Kreis zu traben und wie sch├Âne Statuen stolz und bewegungslos vor dem Richtertisch zu stehen. Windhunde wollen in Freiheit rennen, toben oder gem├╝tlich auf der Couch liegen, diese so wundersch├Ânen, stolzen und eigenst├Ąndigen Gesch├Âpfe!


 


Karlsruhe 8


Inzwischen sind nach wochenlangem Warten auf die Homologisierung durch die SKG nun doch alle drei Urkunden eingetroffen: Alle unsere drei Windhunde gelten nun offiziell als Champion, und d├╝rfen auf allen Hunde-Shows im In- und Ausland in der Championklasse starten! Solch tolle Erfolge sind nat├╝rlich fast nur m├Âglich bei Hunderassen, die regelm├Ąssig in nur sehr kleiner Anzahl an solchen Ausstellungen gemeldet werden und deshalb oft ohne viel direkte Konkurrenz im Ring stehen. Unsere Windi-Boys waren nicht selten jeweils die einzigen Rassevertreter in ihrer Kategorie, Ganador sogar immer mal wieder ├╝berhaupt der einzige Galgo der ganzen Ausstellung! Trotzdem, diese Auszeichnungen sind schon eine tolle Sache, insbesondere f├╝r uns eigentliche Ausstellungs-Muffel!


Parween Schnheits Champion


Unsere beiden dreij├Ąhrigen Sloughir├╝den Parween und Qa'ani haben den sch├Ânen Titel "Schweizer Sch├Ânheits Champion" verliehen bekommen. Um diesen Titel zu erwerben braucht ein Hund insgesamt vier Anwartschaftspunkte, er muss also viermal an einer Ausstellung in einer der Erwachsenenklassen Sieger werden in seiner Kategorie, und das CAC zugesprochen bekommen, dies unter mind. drei verschiedenen Richtern, und mind. zweimal davon an einer grossen, Internationalen Show. Diese grossen, internationalen Shows sind die eigentliche Krux f├╝r uns, denn solche Grossanl├Ąsse mit tausenden von Hunden jeglicher Rasse, die zudem meist indoors in grossen Hallen durchgef├╝hrt werden, sowas m├Âgen wir ├╝berhaupt nicht. Der ganze L├Ąrm und Trubel und Stress ist f├╝r uns ruheliebenden Landeier enorm, abgesehen von den Meldegeb├╝hren die in der Schweiz ebenfalls betr├Ąchtlich ausfallen. Und doch, es ist geschafft!


Qaani Schnheits Champion


F├╝r unseren jungen, erst eineinhalb j├Ąhrigen Ganador haben wir einen etwas "kleineren" Titel bekommen, den Titel "Schweizer Ausstellungs Champion" . Hierf├╝r ben├Âtigt ein Hund nur drei CAC-Punkte, davon jedoch ebenfalls zwei von grossen Internationalen Shows. Der grosse Unterschied zum Sch├Ânheits-Champion liegt in der zeitlichen Dimension, denn beim Sch├Ânheits-Champion muss der erste und der letzte der z├Ąhlenden CAC-Punkte in einem Abstand von mind. 11 Monaten erreicht werden, beim Ausstellungs-Champion gilt diese zeitliche Vorschrift nicht. Da ein Hund jedoch fr├╝hestens ab dem Alter von 15 Mt in einer Erwachsenenklasse starten kann, ist unser Ganador schlicht und einfach noch zu jung f├╝r den "grossen Titel". Beantragt haben wir diesen "kleinen" Championtitel rein deshalb, weil f├╝r uns sehr unsicher ist, ob wir auch n├Ąchstes Jahr nochmals an solchen Shows teilnehmen werden. Wie das Sprichwort so sch├Ân sagt: Lieber den Spatz in der Hand...


Ganador Ausstellungs Champion









Unser Qa'ani hat Geburtstag! Drei Jahre alt ist er heute geworden, unser Halb-Streifenh├Ârnchen, und als besonderes Geburtstagsgeschenk nach Wahl hat unser s├╝sser, d├╝nner Sloughi-Bub eine dicke Schnitte Butterzopf bekommen, nochmals doppelt dick beschmiert mit feiner Butter und obendrein belegt mit einer saftigen Scheibe Schinken... das hat ihm seeeehr gut geschmeckt, unserem w├Ąhlerischen M├Ągerlimuck der lieber gar nichts fressen mag als etwas, das seinem Geschmack nicht vollumf├Ąnglich entspricht...   Viel Gl├╝ck zum Geburtstag w├╝nschen wir dir, lieber Qa'ani, und hoffen auf noch viele sch├Âne Jahre mit dir an unserer Seite, du junges, liebes, zartes Seelchen!


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So wie Donaueschingen Ganador's Ausstellung war, so haben wir die Doppel-CACIB Ausstellung in Innsbruck f├╝r Parween geplant, als grosses Highlight seiner Show-Karriere. Sowas hatten wir bisher noch nie gemacht, eine zweit├Ągige, wirklich grosse All-Breed Hallenausstellung im Ausland, dazu in ├ľsterreich, wo ich seit Jahrzehnten nie mehr ├╝berhaupt hingefahren bin. Aber wir hatten sozusagen diesen Floh ins Ohr gesetzt bekommen von Roland und Evgeniia: Roland war dort an beiden Tagen als Richter im Einsatz, Evgeniia wollte w├Ąhrenddessen ihre Qerima im Sloughi-Ring pr├Ąsentieren und die beiden beschworen mich fast, meinen sch├Ânen Paarween dort ebenfalls zu zeigen, denn dort g├Ąbe es praktisch ├╝berhaupt keine Sloughi-R├╝den! Evgeniia w├╝rde meinen Sch├Ânen dort gerne im Ring pr├Ąsentieren, und so dachte ich mir: Warum denn nicht? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Ein Erlebnis w├╝rde es auf jeden Fall werden, etwas ganz besonderes f├╝r uns alle, nur Mut!


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Nach dem Hitze-Wochenende in Donaueschingen allerdings war f├╝r mich klar: Nochmals sowas, ein ganzes Wochenende mit den Hunden in unserem alten WoMo ohne Klima-Anlage in der br├╝tenden Sommerhitze mit Temperaturen weit ├╝ber 30┬░, zudem diesmal auf einem Asphalt-Platz ohne jegliche schattenspendende B├Ąume, sowas kommt f├╝r uns nicht mehr in Frage, ob angemeldet oder nicht. Doch die Meteo-Prognosen waren moderat, Temperaturen um 26┬░, es sollte also kein Hitzeproblem geben.Trotz unz├Ąhligen m├╝hsamen Baustellen auf der ganzen Strecke nach Innsbruck, trotz Sonder-Maut auf der Arlberg-Schnellstrasse, trotz kostspieligen Stellplatz-Geb├╝hren f├╝r's WoMo, wir sind gefahren! Und als wir am sp├Ąten Freitagnachmittag beim Messezentrum Innsbruck angekommen waren, hatten wir gerade noch mit viel Gl├╝ck den letzten Stellplatz drinnen im Messe-Areal ergattern k├Ânnen, wie wir sp├Ąter herausfanden an f├╝r uns denkbar idealer Lage: Direkt beim grossen Eingangstor zum Messeareal perfekt f├╝r unsere mehrmals t├Ąglichen Ausfl├╝ge mit unseren drei Windis zu den wundersch├Ânen, grossz├╝gigen Parkanlagen der Stadt, und ebenso nah beim Hintereingang zu den Messehallen, wo sowohl die Windhund-Ringe wie auch der grosse Ehrenring direkt beim Eingang positioniert waren: Idealer h├Ątte es f├╝r uns nicht sein k├Ânnen!


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Und noch eine weitere sch├Âne ├ťberraschung erwartete uns am Samstagmorgen: Die zwei in der Offenen Klasse gemeldeten Sloughi-H├╝ndinnen waren ebenfalls aus der Schweiz - Sandra und John waren mit ihren zwei h├╝bschen Ladies Nayla und Khalisa angereist, unsere lieben Freunde die uns schon so oft an Ausstellungen in der Schweiz helfend unterst├╝tzt haben! Eine Ausstellung also ganz unter Freunden, wie sch├Ân! Da konnte also eigentlich fast nichts mehr schief gehn! Das Wetter war zwar, anders als vorhergesagt, wiederum dr├╝ckend heiss, aber ich hatte Gl├╝ck: Bei meinem Rundgang durch die Hallen vor Beginn des Richtens fand ich einen Stand wo ich gute und nicht allzu teure K├╝hlm├Ąntel f├╝r unsere drei Windis erwerben konnte, zudem auch ein praktisches und bequemes Hundebett f├╝r zuhause, eine preiswerte Liegematte f├╝r die Wartezeit am Ring, und drei wirklich fast unverw├╝stliche Halsb├Ąnder aus sehr dickem, stabilem Leder, mit sehr robusten Beschl├Ągen, die auch den maximalen Krafteins├Ątzen meiner junden Wilden garantiert standhalten w├╝rden. Denn ich habe im Moment einfach genug von verbogenen D-Ringen und zerrissenen Soft-Leder-B├Ąndern!


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Nachdem die Grosspudel in einem andern Ring in einer entfernten Halle fertig gerichtet waren, stand Evgeniia in Begleitung ihrer s├╝ssen Qerima p├╝nktlich bei uns am Sloughi-Ring und war bereit, wie versprochen meinen Parween zu pr├Ąsentieren, der wie vermutet tats├Ąchlich der einzige Sloughi-R├╝de dieser Show war. Nach einer mindestens einst├╝ndigen Verz├Âgerung aufgrund zweier Komplett-Abst├╝rze des Computer Programmes, kamen dann endlich die Sloughis an die Reihe. Parween machte f├╝r seine Verh├Ąltnisse recht brav mit, die Richterin gab ihm die erhoffte Best-Bewertung. Bei den H├╝ndinnen kam Qerima zum Sieg, und beim Stechen der beiden um den Rassesieg gewann mein Parween. Dies bedeutete f├╝r uns, dass Parween am sp├Ąteren Nachmittag nochmals antreten w├╝rde, und im Ehrenring um eine gute Platzierung innerhalb der Gruppe 10, also der bestbewerteten Rassevertreter aller Windhunde konkurrieren durfte. Es w├╝rde also ein langer Ausstellungstag werden f├╝r uns!


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Innsbruck ist eine ├╝berraschend sch├Âne Stadt, mit vielen grossz├╝gigen Parkanlagen, wo Spazierg├Ąnge mit den Hunden ein richtiger Genuss sind - das hatte ich nicht erwartet von unserem Show-Abenteuer in der Grossstadt! Nachdem unsere drei jungen Wilden am Freitagabend nach der langen Hinfahrt erst mal in einer umz├Ąunten Schulsport-Anlage ihren Freilauf geniessen durften, gefolgt von einem ausgedehnten Spaziergang im Stadtpark und am naturbelassenen Ufer des Fl├╝sschens Sill, hatten wir beim ersten Morgenspaziergang am Samstag die grossz├╝gigen Anlagen der Imperial Gardens entdeckt, und genossen von da an mehrmals t├Ąglich unsere erfrischenden Ausfl├╝ge durch den sch├Ânen Hofpark mit seinem wundersch├Ânen alten Baumbestand und den ausgedehnten Liegewiesen, den vielen Ruheb├Ąnklein und dem Ententeich: Eine richtige Wohlf├╝hl-Oase in direkter N├Ąhe zum Messezentrum!


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Am Nachmittag wurden dann wie ├╝blich unter den sch├Ânsten Vertretern aller Hunderassen die allersch├Ânsten der verschiedenen Altersklassen und der verschiedenen Rassegruppen gek├╝rt. Die Gruppe 10, die Windhundrassen, die kam wie immer als letzte an die Reihe. F├╝r mich, und bestimmt auch f├╝r meinen Parween das allerschwierigste war die enorme Lautst├Ąrke der Lautsprecher. Ob wohl die gew├Ąhlte Lautst├Ąrke die Festlichkeit der Auftritte unterstreichen sollte? Dort in der N├Ąhe zu warten auf unseren Einsatz, das schien mir fast unertr├Ąglich (wie schrecklich muss das f├╝r das feine Geh├Âr unserer Hunde gewesen sein!?!), so dass ich mit meinem Parween unz├Ąhlige Male Runde um Runde drehte durch die Hallen in m├Âglichst grosser Entfernung zu dem L├Ąrm, oder auch draussen, kehrte jedoch immer wieder zur├╝ck um ja unseren Einsatz nicht zu verpassen. Alles andere als eine ge├╝bte Show-Teilnehmerin halt. W├Ąhrend die routinierte Evgeniia cool damit besch├Ąftigt war, ihren jungen Grosspudel-R├╝den gekonnt und mit ge├╝bter Hand zu stylen und zu frisieren: Auch er hatte den Rassesieg geholt und durfte sich sp├Ąter im Ehrenring pr├Ąsentieren!


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Und dann, die grosse ├ťberraschung: Parween benahm sich im Ehrenring unter kundiger F├╝hrung von Evgeniia recht brav, seine ├╝berm├╝tige H├╝pferei hielt sich in Grenzen, und er durfte schliesslich ganz zuoberst aufs Podest: Rang 1, der sch├Ânste von allen Windhunden des heutigen Show-Tages! Wie sch├Ân! Ein Sloughi auf dem 1. Rang, das kommt sehr sehr selten vor! Wir geniessen und freuen uns dar├╝ber, dass wir f├╝r einmal einfach die gl├╝cklichen Sieger sind. Allerdings, das bedeutet nat├╝rlich auch, dass der Show-Tag f├╝r uns noch immer nicht zu Ende ist, denn als Gruppensieger heisst es nun f├╝r Parween, dass er f├╝r die Ausmarchung um den Titel "Best-in-Show" sp├Ąter nochmals sich im Ehrenring zeigen darf! Dies aber ist nun auch f├╝r meinen Parween eindeutig des Guten zu viel. Parween ist nun sichtlich ├╝berreizt und ├╝berm├╝det, und benimmt sich im Ehrenring, wo alle andern musterg├╝ltiger als musterg├╝ltig durch den Ring traben, wie ein richtiger Flegel. Da n├╝tzen nun auch alle K├╝nste von Evgeniia nicht mehr viel, und so darf Parween bald wieder gehn, ohne Chance auf eine Platzierung unter den Allersch├Ânsten. Trotzdem, Gruppenbester heute, das ist doch fast schon eine kleine Sensation! Ganz herzlichen Dank, liebe Evgeniia, das ist ganz alleine Dein Erfolg!


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Sonntagmorgen, zweiter Ausstellungstag. Dieselben vier Sloughis wie gestern. Evgeniia er├Âffnet uns, dass heute ihre Qerima von einem Profi-Handler im Ring pr├Ąsentiert w├╝rde. Roland war gestern abend etwas ungehalten dar├╝ber, dass Evgeniia f├╝r meinen Parween den Rassesieg gewonnen hatte, und ihre eigene Qerima sich als beste H├╝ndin mit dem BOS, dem "Best-Opposite-Sex" zufriedengeben musste. Er h├Ątte f├╝r seine H├╝ndin den Sieg gewollt. Allerdings, und das wurde wenig sp├Ąter sehr klar, Evgeniia kennt am allerbesten jede Facette ihrer Qerima, sie versteht es wie niemand anders, deren Schwachstellen m├Âglichst unsichtbar werden zu lassen.


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Anders der Profi-Handler, der aus der Qerima einfach nicht das Maximum herausholen konnte, auch wenn Qerima sichtlich bem├╝ht war, alles richtig zu machen. Den Sieg unter den H├╝ndinnen erhielt diesmal Khalisa, die auch das BOS erhielt, w├Ąhrend wiederum Parween den Rassesieg davontrug. Meine Freude war diesmal fast noch gr├Âsser als am Vortag, denn heute ging es zus├Ątzlich um den besonderen Titel "Alpensieger", den die beiden Rassesieger, Khalisa und Parween, zusammen mit dem CACIB erhielten. Dieser Titel wird nur an wenigen, ausgew├Ąhlten Ausstellungen in der Schweiz, ├ľsterreich und Deutschland vergeben, und f├╝r den Titel Alpen-Champion ist ein solcher Titel aus jedem dieser drei L├Ąnder gefordert. Unserem Parween fehlt jetzt also nur noch der Titel aus Deutschland!


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Nun also hiess es f├╝r uns, dass Parween sich wie schon am Samstag, am Nachmittag im Ehrenring pr├Ąsentieren durfte. Also nichts mit fr├╝h die Heimreise antreten, sondern warten, warten und Runden drehen... Auch am Sonntag durfte Parween beim Gruppen-Wettkampf wieder auf's Podest, wenn auch diesmal "nur" auf Rang 3. Immerhin, zum zweiten Mal ein Podestplatz, als Sloughi, eine ganz tolle Sache! Trotz allem, Stolz und Freude ├╝ber diese tollen Erfolge von meinem Parween, ich war erleichtert dass wir heute nicht nochmals warten mussten f├╝r eine Pr├Ąsentation im Best-in-Show Ring! Ist's doch wie immer nur ein spannendes Spiel, und nebst gekonnter Pr├Ąsentation vor allem Gl├╝cksache, Geschmacksache, denn Sch├Ânheit liegt bekanntlich immer ganz im Auge des Betrachters und hat mit Objektivit├Ąt selten viel zu tun. Jeder hier gezeigte Hund ist sowieso der allersch├Ânste, egal was der Richter sagt und schreibt und entscheidet!


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Das Abenteuer Innsbruck hat damit f├╝r uns ein mehr als erfreuliches Ende gefunden. Reich beschenkt mit Urkunden, Titeln, Schleifen und Pokalen, so viele tolle Erfolge an einem einzigen Wochenende, und dies alles mit einem einzigen von unseren drei Windis! Ich war vollst├Ąndig ├╝berw├Ąltigt, konnte diese ganzen Erfolge gar nicht richtig fassen, und doch wusste ich: Es ist jetzt genug, genug f├╝r mich, genug f├╝r meine drei Hundis, nun ist's Zeit unsere R├╝ckreise zu planen. M├╝de und ersch├Âpft die ganzen fast 400 km noch heute abend in Angriff nehmen, die fast unendlich scheinende Strecke durch lange Tunnels und die vielen m├╝hsamen Baustellen? Oder wollen wir nicht lieber irgendwo ├╝bernachten und gem├╝tlich und ausgeruht erst am Montag zur├╝ckfahren? ├ťbernachten noch hier in ├ľsterreich? Oder an einem sch├Ânen Pl├Ątzchen irgendwo in den Schweizer Alpen? Oder in unserem Grundst├╝ck in der Ostschweiz?


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Schliesslich w├Ąhlte ich den wundersch├Ânen Weg via Engadiner Bergwelt, ├╝ber den Fl├╝elapass und Davos. Beim Passieren der Schweizer Grenze durchfuhren wir ein heftiges Berg-Gewitter, das uns reingewaschen hat von aller Hitze, dem Stress und der M├╝digkeit dieses erlebnisreichen Wochenendes, und hoch oben auf dem Fl├╝elapass genossen wir einen wohltuenden, k├╝hlen Alpspaziergang mit den Hunden. Erfrischt und zu neuen Lebensgeistern geweckt konnten wir dann den weiteren Heimweg in die Nacht hinein unter die R├Ąder nehmen. Ein ganz besonderes Show Wochenende geht zu Ende, das uns bestimmt noch lange in sch├Âner Erinnerung bleiben wird!






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Hundeausstellungen ausserhalb der Schweiz, f├╝r uns war das bisher kein Thema. Das Windhundfestival in Donaueschingen bedeutete dieses Jahr jedoch eine ganz besondere, einmalige Gelegenheit, nach langer Zeit wieder die Z├╝chterfamilie unseres Galgobuben Ganador wiederzusehn, und mit dabei war nat├╝rlich das gesamte grosse Ni├▒os Vencedores Rudel, auch wenn nur 3 der H├╝bchen-Galgos zur Show-Teilnahme angemeldet waren. Am Samstag, dem ersten von zwei Ausstellungstagen, wurde im Rahmen der Windhundtage Donaueschingen im grossen Reiterstadion unter freiem Himmel die Galgo Espa├▒ol Jahresausstellung durchgef├╝hrt, und diesen Anlass wollten und konnten wir keinesfalls verpassen, zumal Donaueschingen so nah an der Schweizer Landesgrenze liegt.


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Wir hofften nat├╝rlich, an diesem besonderen Anlass noch m├Âglichst zahlreich weitere der Geschwister und sonstigen Verwandten unseres Ganador hier anzutreffen, und als zus├Ątzliche grosse Attraktion war als Sch├Ânheitsrichter eine Kapazit├Ąt aus Spanien eingeladen worden: Der legend├Ąr Francisco Salamanca Llorente, genannt Paco, dessen Onkel 1971 nach intensiven Studien w├Ąhrend ausgedehnten Reisen durchs ganze Land den Galgo Espa├▒ol-Standard ausgearbeitet und in Kraft gesetzt hat, aufgrund dessen diese Rasse erst offiziell anerkannt wurde, und nach welchem bis heute die Vertreter der Rasse Galgo Espa├▒ol beurteilt werden. Paco hatte damals seinen Onkel bei vielen dieser ausgedehnten Reisen durch die verschiedenen Regionen Spaniens begleitet.


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Nat├╝rlich waren wir alle sehr entt├Ąuscht als am sp├Ąten Freitagabend die Nachricht eintraf, dass der Richter aus Spanien aufgrund eines Defekts seines Flugzeugs seine Richtert├Ątigkeit an der Jahresausstellung leider nicht w├╝rde wahrnehmen k├Ânnen. Aber da war leider nichts zu machen, w├Ąhrend der Ferienzeit waren alle Alternativfl├╝ge l├Ąngst ausgebucht. Ein Ersatzrichter musste gefunden werden. Trotz dieser Entt├Ąuschung wurde der Anlass sehr sch├Ân, insbesondere die beeindruckende Pferde-Nummer gleich zu Beginn, gefolgt vom Einmarsch der Galgos, wobei verschiedene der Teilnehmenden mit spanischen Folklorekost├╝men diesem Auftritt einen richtig festlichen Touch gaben. Auch der Gabentisch war ├╝beraus reichlich gedeckt dank vieler Sponsoren, so dass kein einziger Galgo leer ausging, unabh├Ąngig von der Richterbewertung und Platzierung.


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47 Galgos waren f├╝r die Jahresausstellung gemeldet, davon nahmen 41 auch tats├Ąchlich an der Show teil. Unser Ganador startete in der Zwischenklasse, zusammen mit zwei seiner Br├╝der. Obschon ich keinesfalls damit gerechnet hatte: Ganador wurde von dem Ersatzrichter aus Italien auf dem 1. Rang als Sieger der Zwischenklasser├╝den platziert, welche ├ťberraschung und Freude! Auch wenn jeder der drei Galgo-Br├╝der unterschiedslos den ersten Rang verdient h├Ątte. Als Siegertroph├Ąe bekam Ganador eine wundersch├Âne Spanische Sch├Ąrpe geschenkt, ein tolles Andenken an eine einmalig sch├Âne Show f├╝r uns!


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Ich hatte Ganador f├╝r die Ausstellung am Sonntag ebenfalls angemeldet, auch wenn dies eine "ganz normale" Windhund-Show war. Eigentlich aus dem Grund da ich fest damit gerechnet hatte, vom Spanischen Richter mit Sicherheit keine gute Bewertung zu bekommen f├╝r meinen grossen, kr├Ąftigen R├╝den - die Spanier sind sich viel eher an kleine, zierliche Galgos gew├Âhnt. Nun aber war alles praktisch eine "verkehrte Welt", und die Richterin vom Sonntag, aus einem n├Ârdlichen Land stammend, bevorzugte offensichtlich die Galgos aus den nordischen Zuchten. Ganador war nun zwar der einzige Zwischenklasse-R├╝de und erhielt genau wie am Vortag wiederum die gute Bewertung V1/VDH/Res.CAC, aber der Richterbericht war deutliches Zeugnis daf├╝r, dass die Richterin meinen Boy nicht besonders toll fand. Diesen Tag h├Ątte ich mir, r├╝ckblickend gesehen, tats├Ąchlich sparen k├Ânnen!


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Nun aber, parallel zu den Galgo Espa├▒ol wurden nat├╝rlich alle andern Windhundrassen ebenfalls an diesem Wochenende ausgestellt und bewertet. Eigentlich wollte ich als einzigen meinen Galgo ausstellen, da mir der Stress viel zu gross und unn├Âtig erschien, m├Âglicherweise fast zeitgleich in zwei verschiedenen Ringen meinen Ganador und meinen Parween zeigen zu m├╝ssen. Da jedoch Evgeniia sich anerboten hatte, meinen Parween im Sloughi-Ring zu pr├Ąsentieren - Evgeniia war ja ohnehin vor Ort, da sie Qa'ani's Schwesterlein Qerima ebenfalls zur Show an beiden Tagen gemeldet hatte - hatte ich schliesslich auch Parween f├╝r beide Tage angemeldet. F├╝r Parween w├╝rde es auf jeden Fall ein tolles Erlebnis sein, sich stolz im Ring zeigen zu d├╝rfen statt mit Ausstellungsmuffel Qa'ani zusammen stundenlang gelangweilt im WoMo warten zu m├╝ssen.


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Verlieren konnten wir also nichts, gewinnen mit grosser Sicherheit ebenfalls nichts, denn die Konkurrenz bei den Sloughis im Stammland der Schuru-Zucht war riesig. Und so ├╝berraschte es mich keinesfalls, dass schliesslich am Samstag als Rassesieger wie so oft Parween's Z├╝chter Eckhard mit seinem garantierten Siegerr├╝den Enkidu - der ├╝brigens Parween's Grosspapa ist - und Kristina mit ihrer garantierten Siegerh├╝ndin Malala - ├╝brigens eine Tante von unserem Qa'ani - als Sieger Donaueschingen 2018 auf dem Podest standen. Diesen Sieg, auch wenn es der gef├╝hlt hundertste ist in der Karriere ihrer Sieger-Sloughis, mag ich den beiden gerne g├Ânnen, auch wenn ich diesen riesigen Hunger nach immer noch mehr und noch mehr derselben Titel nicht wirklich verstehen kann.


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Dennoch: In meinen Augen - und auch nach Meinung anderer - war mein Parween eindeutig der sch├Ânste der 4 Champion-R├╝den im Ring, auch wenn der Richter dies anders sah und ihm den hintersten Platz zuwies mit der Begr├╝ndung, Parween "sehe anders aus" als die andern drei - und bestimmt mit beeinflusst von Parween's spr├╝hendem Temperament und der ihm eigenen Unbek├╝mmertheit, mit welcher er wie so oft im Ring nicht nur brav seine Runden drehte im gew├╝nschten Trab, sondern sich ab und zu ein paar H├╝pferchen erlaubt hat, mit ├╝berm├╝tig hoch getragener Rute. Nicht jeder Richter belohnt ein solches Verhalten mit einer guten Bewertung.


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Auch am Sonntag hatten wir im Sloughi-Ring nicht viel mehr Gl├╝ck, allerdings bekam Parween diesmal von 5 Champion-R├╝den den mittleren 3. Platz zugesprochen, direkt hinter seinem Grosspapa Enkidu, der diesmal ├╝berraschenderweise mit Platz 2 vorlieb nehmen musste. Offensichtlich ist nicht jeder Sch├Ânheitsrichter gleichermassen beeindruckbar von einem ber├╝hmten Namen "am andern Ende der Leine" wie man so treffend zu sagen pflegt. Nun, alles halb so schlimm, es waren f├╝r uns in Donaueschingen ohnehin keinerlei Punkte zu gewinnen, da das CACIB hier nicht vergeben wird. Und alles andere interessiert uns nicht wirklich. Aber die Erlebnisse und Erfahrungen die uns auch der Sloughi-Ring bot, die waren auf jeden Fall unsere Teilnahme wert!


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Sch├Ân und wertvoll f├╝r mich war einerseits die pers├Ânliche Begegnung und beeindruckende Gespr├Ąche mit Parween's Z├╝chter Eckhard Schritt, und mit der "Show-K├Ânigin" der Sloughis, Kristina Kosmas. Kristina zeigt ihre Sloughia's mit einer bestechenden Eleganz, und auch ihre Fotos von den Shows sind immer wieder beeindruckend. Zudem habe ich mich sehr gefreut, Qa'ani's Ziehmama Melanie und ihre sch├Âne, gestromte Sloughia Qadira, genauso wie Qerima Schwesterherzchen von unserem Qa'ani, pers├Ânlich anzutreffen. Also auch ein kleines, intimes Geschwistertreffen von unserem Qa'ani!


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Und nat├╝rlich wundersch├Ân waren die Stunden, die wir in lieber, fr├Âhlicher Gesellschaft mit Evgeniia und ihrer s├╝ssen Qerima verbringen durften. Die selbstverst├Ąndliche Routine und riesige Erfahrung von Evgeniia an solchen grossen Dog-Shows, die Leichtigkeit und konzentrierte Lockerheit mit welcher sie gekonnt auch unseren ├╝berm├╝tigen Wildfang Parween im Ring pr├Ąsentiert und das bestm├Âgliche aus unserem wundersch├Ânen, aber nicht wirklich gut erzogenen Bengel herausholen kann, einfach bewundernswert! Und nat├╝rlich genoss ich es aus vollen Z├╝gen, mit der s├╝ssen Qerima wieder ausgiebig schm├╝sele zu k├Ânnen, die herzallerliebste kleine Maus! Qerima erreichte an beiden Show-Tagen die super Wertung V2, also zweitbeste der Championklasse-H├╝ndinnen: Ein beachtliches Resultat, bei dieser ├╝beraus starken Konkurrenz!


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Ja, das Windhund-Festival Donaueschingen war f├╝r uns alle ein grosses Erlebnis mit unz├Ąhligen wundersch├Ânen und auch einigen eher schwierigen Facetten, das uns bestimmt noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird! Schwierig vor allem aufgrund der br├╝tenden Sommerhitze und unserem WoMo-Standplatz, g├Ąnzlich unfreiwillig ohne jeglichen Schatten und ohne Stromanschluss der gleissenden Sonne ausgeliefert, so dass uns in den heissesten Nachmittags-Stunden nur die Flucht nach draussen in den Schatten der B├Ąume im Randbereich der Showringe blieb - mit drei jungen wilden Windis an der Leine, die v├Âllig begeistert von den unz├Ąhligen, unendlich spannenden D├╝ften, den tausenden Hunden und sonstigen Faszinationen keine Sekunde Ruhe fanden, und immer mal wieder meine Geduld und Nerven auf eine harte Probe stellten. Trotzdem, oder gerade auch deswegen: Ein einmaliges Wochenende der ganz besonderen Art!






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Die totale Mondfinsternis von Freitag auf Samstag 27./28. Juli war mit einer Dauer von 103 Minuten die l├Ąngste totale Mondfinsternis dieses Jahrhunderts. Das faszinierende Himmels-Ph├Ąnomen war in der Schweiz fast ├╝berall am praktisch wolkenlosen Himmel zu bestaunen. Bis zur n├Ąchsten totalen Mondfinsternis die in ihrem vollen Verlauf zu sehen sein wird dauert es 10 Jahre, bis Silvester 2028. Die Ursache f├╝r die ungew├Âhnlich lange Dauer dieser totalen Mondfinsternis war die aktuelle Position des Erdtrabanten auf seiner elliptischen Bahn um die Erde. Denn diese Finsternis ereignete sich in einer Phase, in welcher der Mond auf seiner Bahn den gr├Âssten Abstand zur Erde hat. In gr├Âsserer Entfernung zur Erde bewegt sich der Mond etwas langsamer auf seiner Bahn als in Erdn├Ąhe.


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Die partielle Mondfinsternis begann bereits um 20.24, allerdings f├╝r uns noch nicht sichtbar. Der Mond steigt in unserer Region erst zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt ├╝ber den Horizont auf. Mein erstes hier gezeigtes Foto, um 21.28 aufgenommen, zeigt den Mond bereits partiell verfinstert, wie er als noch schmale, r├Âtlich schimmernde Sichel knapp ├╝ber dem Horizont sichtbar wird, in s├╝d├Âstlicher Richtung ├╝ber dem Hallwilersee hinter dem Lindenberg, kurz nachdem auf der gegen├╝berliegenden Himmelsseite die Sonne untergegangen ist. Das zweite Foto, um 21.35 aufgenommen, l├Ąsst bereits mehr von der sch├Ânen Rundung des Vollmondes erahnen, da inzwischen die Helligkeit des Himmels etwas abgenommen hat. Dieses Foto geh├Ârt bereits zur Hauptphase der Mondfinsternis, die wenige Minuten zuvor begonnen hat.


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Um 21.30 begann die Hauptphase der Mondfinsternis, der Mond tauchte komplett in den Kernschatten der Erde ein. Mein drittes Foto, um 21.48 aufgenommen, zeigt den r├Âtlich schimmernden Mond, bereits fast vollst├Ąndig als runder Vollmond von roter Farbe sichtbar. Der Mond erscheint bei der totalen Finsternis wie in kupferrotes Licht getaucht. Aufgrund dieser intensiven Rotf├Ąrbung wird der verfinsterte Mond deshalb auch als Blutmond bezeichnet. Diese Farbe entsteht durch das Sonnenlicht, das durch die Erdatmosph├Ąre hindurch auf den Mond f├Ąllt. Das rote Licht wird bei einer totalen Mondfinsternis am st├Ąrksten gebrochen, und beleuchtet den Mond obschon dieser jetzt im Kernschatten der Erde steht, wohingegen der blaue Anteil des Sonnenlichts bereits in der Erdatmosph├Ąre gebrochen und gestreut wird.


blutmond 3


Dieser kupferrote Blutmond ist gut erkennbar auf meinem vierten Foto, welches um 22.12 aufgenommen ist, kurz bevor die Mondfinsternis um 22.22 ihren H├Âhepunkt erreichen wird, zur Zeit der maximalen Verdunkelung. Die Hauptphase der Finsternis, w├Ąhrend der der Mond im Kernschatten der Erde stand, dauerte noch bis um 23.13 an. Anschliessend folgte die Phase der partiellen Mondfinsternis bis um 00.19. Die anschliessende Halbschattenfinsternis endete am 28. Juli um 1.28. Aufgrund der Dunkelheit waren aber diese Phasen f├╝r mich nicht mehr in sch├Ânen Bildern zu fotografieren, da inzwischen die Lichtverh├Ąltnisse derart lange Blenden├Âffnungszeiten erfordert h├Ątten, dass ohne Stativ oder ideale Abst├╝tz-M├Âglichkeit keinerlei Chance mehr bestand. Was ich mit meiner absolut rudiment├Ąren Ausr├╝stung ebenfalls nicht aufs Bild bannen konnte war die Raumstation ISS, die mit einem Teleobjektiv und Stativ um ca 22.15, also zur Zeit der max. Verfinsterung des Mondes, als langsamer, heller Punkt in direkter N├Ąhe zum Blutmond zu erkennen gewesen w├Ąre, wie sie sich von West nach Ost langsam ├╝ber den Himmel bewegte.






blutmond 4


Mitte Juli wurde dieses Jahr in Rifferswil die Clubschau des Greyhound - Magyar Agar - Galgo Espa├▒ol Club Schweiz durchgef├╝hrt. Hier auf dem sch├Ânen Gel├Ąnde der Rifferswiler Rennbahn wollten wir noch einmal mit dabei sein, mit allen unseren drei Windi-Boys - auch wenn unsere Ambitionen f├╝r die Teilnahme an solchen Anl├Ąssen ├╝ber die Zeit zunehmend kleiner geworden sind, und ich mir die Sinnfrage immer ├Âfter stelle.


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Immerhin, wir k├Ânnen hier mit einem kleinen Budget und einem sehr kurzen Anfahrtsweg, und unserem WoMo im Schatten der B├Ąume in unmittelbarer N├Ąhe zu den Pr├Ąsentations-Ringen einen angenehmen und abwechslungsreichen Tag in der freien Natur mit unseren Windhunden erleben, inmitten von anderen Windhund-Fans, und k├Ânnen hoffen auf einige sch├Âne Begegnungen mit Gleichgesinnten. Auch die allenfalls langen Wartezeiten sind dank unserem Heim auf vier R├Ądern kein Problem, denn die Hunde k├Ânnen im WoMo bequem und entspannt die Wartezeiten verschlafen.


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Das sch├Ânste vorneweg: Die Hunde der Clubsieger-Schau wurden ausnahmslos wundersch├Ân fotografiert mit grossem Flair und guter Kamera von unserer Club-Fotografin Jacintha Sommer. Die hier gezeigten, ausnehmend sch├Ânen Fotos von unserem Ganador im Ring sind allesamt von ihr aufgenommen. Ganz herzlichen Dank, Jacintha! Nur schon f├╝r diese Fotos hat sich unsere Teilnahme an diesem Anlass gelohnt!


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Leider gibt es in der Schweiz nochmals deutlich weniger Galgos als Sloughis, und an der heutigen Clubschau war, anders als letztes Jahr, zudem kein einziger zus├Ątzlicher Galgo aus dem Ausland gemeldet. Mein Ganador war auch der einzige anwesende Galgo der nicht zur hiesigen Zucht unserer Club-Pr├Ąsi Familie geh├Ârt. Als Richterin war eine langj├Ąhrige Bekannte und beste Freudin der Z├╝chterfamilie eingeladen, die Rasse-Sieger bzw Clubsieger der Galgos waren deshalb eigentlich bereits vor dem Richten gesetzt. Nicht schlimm allerdings, denn von den 6 gemeldeten bzw 5 anwesenden Galgos startete jeder als einziger Vertreter seiner Klasse. Allesamt erhielten die Galgos eine sehr freundliche und positive Beurteilung und die Wertung V1/CAC. Ganador war der einzige Nicht-Rauhaar Galgo, und in meinen Augen mit Abstand der sch├Ânste von allen, zudem im Unterschied zu allen andern wirklich nahezu perfekt pr├Ąsentiert von Evgeniia.


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An der CAC-Ausstellung in Rifferswil waren nat├╝rlich auch alle anderen Windhund-Rassen eingeladen. Im zweiten Show-Ring, bei einer anderen Sch├Ânheits-Richterin, waren die Sloughis, wie meistens, die allerletzte Rasse die an die Reihe kam. Es gab also f├╝r mich keine zeitliche ├ťberschneidungen, ausser dass ich den Club-Apero und die Club-Preisverleihung leider verpasste. Nicht weiter schlimm, mein Ganador hatte ja nichts gewonnen. Auch bei den Sloughis waren nur 6 Hunde gemeldet, nur 5 anwesend, und auch hier, genau wie bei den Galgos, startete jeder der Sloughis als einziger in seiner Klasse.


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Diese Richterin, Frau Marion Marpe (DE), entschied sich in ihren Bewertungen der Hunde f├╝r einen Kompromiss wie ich es bisher noch an keiner Ausstellung erlebt habe, was jedoch ihr gutes Recht ist: Sie vergab sowohl an den OK R├╝den (mein Qa'ani!) wie auch an die OK H├╝ndin (Im Besitz des einzigen noch mehr oder weniger aktiven Schweizer Sloughi-Z├╝chters) zwar die Wertung Vorz├╝glich 1, jedoch KEIN CAC! Wegen nicht gen├╝gend sch├Âner Pr├Ąsentation! F├╝r mich ist dies zwar irrelevant, da mein Qa'ani ja bereis andernorts seine notwendigen CAC's f├╝r den Championtitel gewonnen hat, dennoch war dies eine etwas skurrile ├ťberraschung nicht nur f├╝r mich, sondern auch f├╝r andere Anwesende, mit langj├Ąhriger Show-Erfahrung.


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Ja, mein Sch├Ątzchen Qa'ani, der machte tats├Ąchlich keine gute Figur im Ring. Sp├Ątestens mit der heutigen Ausstellung ist f├╝r mich definitiv klar geworden, dem Qa'ani dem "stinkt" sowas dermassen, dass er im Ring richtiggehend streikt anstatt sich m├Âglichst sch├Ân zu pr├Ąsentieren. Am allerliebsten h├Ątte er sich vor dem Richtertisch einfach hingelegt und keinen einzigen Schritt mehr gemacht, und ich hatte sogar meine liebe M├╝he, ihn wenigstens irgendwie in einer stehenden Position halten zu k├Ânnen. Nat├╝rlich gibt sowas keine gute Bewertung! Und damit ist auch klar geworden, dies ist f├╝r meinen Qa'ani die allerletzte Ausstellung. So macht die Sache wirklich keinen Sinn.


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Ganz und gar anders mein sch├Âner Parween. Dieser scheint solche Shows richtiggehend zu geniessen, und da heute wieder einmal Roland und Evgeniia mit Familie und der s├╝ssen Qerima aus dem sch├Ânen Bregenz angereist waren, haben wir die Gunst der Stunde genutzt und die Pr├Ąsentation von Parween an Evgeniia ├╝bertragen. Die Pr├Ąsentation war entsprechend wieder absolut perfekt, eine richtige Augenweide! Keine ├ťberraschung war auch die Bewertung der Richterin: Parween, der heute zum allerersten Mal in der Championklasse starten durfte, erhielt die tolle Bewertung V1/CAC/Bester R├╝de und BOB, also den Rassesieg, w├Ąhrend Qerima, ebenfalls in der Championklasse gestartet, V1/CAC/Beste H├╝ndin und BOS, also das Best opposite Sex erhielt. Wie sch├Ân, den etwas durchzogenen Ausstellungstag mit diesem sch├Ânen Erfolg abschliessen zu k├Ânnen!





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Ein ganz spezielles Wochenende durften unsere drei Windhund-Boys geniessen. Wir hatten lieben Besuch, Qa'anis zartes Schwester-Herzchen Qerima war f├╝r ein verl├Ąngertes Wochenende bei uns zu Gast! Eine charmante H├╝ndin im Rudel!!! High live f├╝r unsere drei R├╝den, und wenn sie sprechen k├Ânnten h├Ątten sie wohl alle drei unisono rausgebr├╝llt: Wunderbar, wie im Paradies!


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Ganz zu Beginn, wie nicht anders zu erwarten, gab es einige Turbulenzen weil nat├╝rlich alle drei Jungs sich nach Kr├Ąften um die attraktive H├╝ndin bem├╝hten, welche sich dadurch verst├Ąndlicherweise ziemlich bedr├Ąngt f├╝hlte und die ungest├╝men Jungspunde erst mal nachdr├╝cklich in die Schranken wies. Meiner grossen Verantwortung bewusst half ich ihr dabei nach Kr├Ąften, und kam mir zeitweise vor wie ein wahrhaftiger Zirkus-Dompteur....


qerima 2


Doch bald schon war es auch unseren drei ├╝berschw├Ąnglichen Wildf├Ąngen klar geworden, wie sich Gentlemen gegen├╝ber einer Lady zu benehmen haben, und dass die Begierde und Neugier manchmal halt bez├Ąmt werden muss. Nachdem die Situation in den gut kontrollierbaren vier W├Ąnden zuhause sich deutlich beruhigt und normalisiert hatte, konnten wir einen ersten Ausflug in unseren Obstbaumgarten machen und die quirligen Windis dort an's anst├Ąndige freie Spielen und Laufen heranf├╝hren. Erst mal nur Parween und Qerima, w├Ąhrend die beiden Stromis ungeduldig von ├Ąnnet dem Zaun zuschauen mussten, dann durften schliesslich alle vier miteinander rennen.


qerima 3


Und weil das alles bereits nach kurzer Angew├Âhnungszeit schon sehr gut und problemlos funktionierte, konnten wir als H├Âhepunkt schliesslich sogar bedenkenlos zu unserem grossen Weihergrundst├╝ck fahren, wo die vier nach Herzenslust laufen, entdecken und baden durften: Ein Riesen-Spass und grosse Freude f├╝r alle! Nat├╝rlich nahm ich geb├╝hrend R├╝cksicht auf die zarte Dame in der Runde, wies ab und zu die wilden Jungs in ihre Grenzen wenn sie mal wieder Tendenzen zeigten zu ├╝berborden, und sobald Qerima erste Signale von "genug" zeigte fuhren wir wieder nach Hause. War das ein wundersch├Ânes Wochenende, wie die lang ersehnte Erf├╝llung von drei R├╝dentr├Ąumen! Ich denke, auch Qerima hat diese Tage aus vollem Herzen geniessen k├Ânnen!






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Ein ganzes Wochenende auf der Pferderennbahn im Aarauer Schachen, unser WoMo inmitten einer riesigen, dicht an dicht stehenden Camper-Gruppe auf der Rennbahn direkt bei den Ringen, freier Ein- und Ausgang mit den Hunden gestattet, eine solche internationale Hundeausstellung ist f├╝r unsere Windis ein richtiger Traum. Dh der ├╝bliche Stress mit den endlos langen Wartezeiten am Ring ist wie weggeblasen, problemlose Entspannung im eigenen "Daheim" auf vier R├Ądern bis wir an der Reihe sind, bei dem aktuell idealen Sommerwetter mit viel Sonne aber angenehm moderaten Temperaturen ist die Konstellation f├╝r uns absolut ideal.

Wir sind keine Ausstellungs-Liebhaber, aber wir haben noch ein Ziel vor uns: Unseren beiden Sloughis fehlt noch je 1 CAC-Punkt von einer grossen, internationalen Ausstellung bis zum Sch├Ânheits-Champion, und diesen Punkt versuchen wir noch zu gewinnen, auf jeden Fall f├╝r unseren wundersch├Ânen Parween. Mit Ganador ist das Ziel, allermindestens ein "sehr gut" zu bekommen damit er, falls er seine Renn- und Coursinglizenz besteht in drei Wochen, dann auch tats├Ąchlich sich um Leistungspunkte bewerben kann. Ein CAC w├Ąre nat├╝rlich auf f├╝r Ganador noch viel sch├Âner, aber das wird sich zeigen.

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F├╝r Qa'ani besteht kaum eine Chance auf einen CAC-Punkt, da er ja zwingend in derselben Kategorie starten muss wie Parween, und Parween gewinnt immer. Allerdings hat unser Sch├Âner diesmal ein gr├Âberes Handycap: Seine Verletzung vom vergangenen Sonntag hat er leider, kaum knapp verheilt, vor zwei Tagen wieder aufgerissen, es geht leider nicht ohne Wundverband, und wie sowas bei den Richtern ankommt weiss ich nicht. Aber Qa'ani soll ja gar nicht in die Championklasse aufsteigen, so dass er k├╝nftig, falls wir allenfalls weiterhin an Ausstellungen teilnehmen werden, in der Offenen Klasse wieder Chancen auf einen Sieg bekommt, falls dann Parween in der Championklasse startet und keine direkte Konkurrenz mehr ist. F├╝r mich wird es einfacher, wenn nicht beide unsere Sloughis zugleich im Ring stehen und ich mich st├Ąndig um eine Fremdperson k├╝mmern muss, die mir hilft. Denn beide Hunde in derselben Klasse kann ich nicht gleichzeitig pr├Ąsentieren.


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Ich hatte mich vorsichtshalber im Vorfeld um eine Profi-Handlerin gek├╝mmert, die mir beim Pr├Ąsentieren meiner Sloughis helfen sollte, bzw welche f├╝r mich meinen Parween ausstellen w├╝rde, w├Ąhrend ich gleichzeitig mit Qa'ani im Ring stand. Doch dann war uns das Gl├╝ck sehr hold: Wir trafen Roland und seine Frau Evgenija, die unsere Hunde schon bei anderer Gelegenheit im Ring pr├Ąsentiert hat und dies sogar mit meinen jungen wilden Boys sehr gekonnt und mit Bravour schafft: Evgenija erkl├Ąrte sich ohne weiteres bereit dazu, auch hier in Aarau wieder unseren Parween zu zeigen - ihre eigenen Hunde, die Pudel, waren in einem andern Ring voraussichtlich l├Ąngst an der Reihe und fertig bevor die Galgos und die Sloughis als fast letzte von ca 100 Hunden in unserem Ring drankommen w├╝rden. Ich konnte der f├╝r unsere Hunde noch unbekannten Profi-Handlerin also kurzfristig wieder absagen. Und da Qerima, das h├╝bsche Schwesterlein von Qa'ani, hier in Aarau nicht ausgestellt werden sollte, und Roland erst am Sonntag als Richter bei den Dt. Doggen engagiert war, hatte Roland am Samstag auch seine H├Ąnde frei f├╝r einige Fotos oder Videos von uns im Ring: Wirklich perfekt!


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Die Ausstellung gelang, sowohl Ganador als auch Parween bakamen an beiden Tagen je ihr erhofftes CAC trotz recht starker Konkurrenz: Bei den Galgos waren 5 Hunde am Start, davon 4 R├╝den, und dennoch bekam Ganador nebst seinem CAC in der Zwischenklasse am Samstag sogar noch das Res.CACIB, wurde also sogar als zweitbester der vier R├╝den bewertet! Parween bekam in der offenen Klasse am Samstag bei 8 Sloughis in Konkurrenz nebst CAC und CACIB auch das BOB, wurde also Rassesieger! Am Nachmittag im Ehrenring hatte er dann allerdings keine Chance mehr, bereits bei der Ausmarchung der Gruppensieger schien der Richter ihn nicht mal ├╝berhaupt zu sehen, er w├╝rdigte den Sloughi nebst all den andern wundersch├Ânen Rassesiegern der Windhund-Gruppe keines Blickes. Wie halt so oft bei den Sloughis. Qa'ani erhielt wie erwartet das V2 und Res.CAC - ich tat mich sehr schwer mit der Entscheidung, ihm seinen CAC-Punkt vorzuenthalten, den er praktisch sicher am Sonntag h├Ątte bekommen k├Ânnen wenn ich Parween nicht h├Ątte starten lassen. Ich tat es nicht. Unfair oder vern├╝nftig? Mein Entscheid bereitete mir tats├Ąchlich einige schlaflose N├Ąchte...






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Wie hatte ich mich gefreut auf diesen Sonntag, an dem wir erstmals die Gelegenheit hatten, mit unseren drei Jungspunden den Windhundauslauf Dentenberg kennenzulernen! Von den Rescue-Galgo Leuten hatte ich vor einigen Wochen erfahren von diesem privaten Angebot, auf einer wundersch├Ân in gr├╝ner Natur gelegenen grossen, umz├Ąunten Hundewiese einmal im Monat an einem Sonntag Nachmittag Windhunde frei laufen, springen und spielen zu lassen. Etwas, das ich mir f├╝r meine jungen Windhund-Boys schon lange sehnlichst gew├╝nscht hatte! Daf├╝r nehme ich den nicht unbetr├Ąchtlich langen Anfahrtsweg in die Region Bern gerne in Kauf. Nach nicht allzu langem Suchen und Rumfragen hatten wir die Windhundwiese gefunden und waren genug fr├╝h dran, dass ich mit meinen drei Windi-Boys noch eine kurze Vers├Ąuberungsrunde im Wald machen konnte.


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Als wir dann auf der Spielwiese eintrafen waren doch schon einige Zwei- und Vierbeiner da, und kaum waren wir durch's Tor, kamen einige der Hunde wild bellend herbeigerannt und nahmen die Neuank├Âmmlinge nicht allzu sanft in Empfang. Es schien hier offensichtlich nicht ├╝blich zu sein, dass die verantwortlichen Zweibeiner ihre vierbeinigen Sch├╝tzlinge allzu sehr unter Kontrolle hielten. Die Anbieterin des Windhundauslaufes begr├╝sste mich sogleich und verwickelte mich in ein freundliches Kennenlern-Gespr├Ąch, w├Ąhrend die Hunde sich auf ihre eigene Art und Weise kennenlernten. Nach und nach trafen immer mehr Menschen mit ihren Hunden ein, und schliesslich waren wir eine doch ansehnliche Gruppe von vielleicht etwa 10 Zweibeinern und gesch├Ątzt etwa 25 Hunden, die meisten davon Windhunde. Die anderen Hunde, vom Typ "Fusshupe" wie die kleinen robusten Terriertypen nicht selten ziemlich treffend bezeichnet werden, boten mit ihrem ausdauernden Kl├Ąffen und eher groben Manieren gegen├╝ber den oft eher sanft und zur├╝ckhaltend bis sch├╝chtern wirkenden Windhunden einen ziemlich groben Kontrast. An Action fehlte es nicht, und der Betrieb war zeitweise doch eher an der oberen Grenze des Angenehmen.


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Leider kam unser Parween, der ja eigentlich gar nicht sch├╝chtern ist und auch ziemlich robust wirkt, bei unsanften Begegnungen mit verschiedenen eher r├╝pelhaften Exemplaren gleich zweimal ziemlich heftig dran: Gleich bei der ersten Begr├╝ssung muss es gewesen sein, im Moment als ich mit dem Verschliessen des Eingangstores besch├Ąftigt war, dass einer der vierbeinigen "Platz-Chefs" das d├╝nne Fell meines Sloughi-Boys im Bereich des linken Brustkorbs mit seinen Z├Ąhnen "geritzt" hat, so dass die Verletzung schon auf Distanz gut erkennbar war - ich hoffte und glaubte, es handle sich lediglich um eine oberfl├Ąchliche Sch├╝rfung, es schien nichts von Bedeutung. Etwas sp├Ąter, w├Ąhrend eines intensiven Sprints, musste ich mit ansehen wie mein Parween von einem Bulldozzer-Typ-Hund auf's heftigste seitlich angerempelt wurde, so dass mein Boy heftig aufschrie, im Lauf innehielt und zu mir kam, v├Âllig geknickt und eindeutig hinkend mit dem rechten Vorderlauf, und von da weg nicht mehr von meiner Seite wich. Ja, so war's nicht gedacht gewesen! Auch meine andern zwei Windi-Boys waren bald einmal sichtlich ├╝berfordert von dem Betrieb in dieser Hundemeute, wo offensichtlich statt fr├Âhlichem Spielen eher ein aggressiver Umgangston herrschte unter den Vierbeinern.


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Ich war mir nicht mehr ganz so sicher, ob dies wirklich der richtige Umgang ist f├╝r meine zwar ziemlich wilden, aber doch recht zartbesaiteten und d├╝nnh├Ąutigen Buben. Als ich dann beobachtete, dass auch meine andern beiden Windis nach etlichen frustranen Versuchen, ein fr├Âhliches h├╝bsches Spielchen anzuzetteln mit ihren neuen Kumpeln, eher verloren am Rand der Spielwiese herumlungerten, verabschiedeten wir uns nach knapp zwei Stunden wieder von der Gruppe und ich hoffte nur eines: Dass Parween's Verletzungen sich als unproblematisch herausstellen w├╝rden. Denn in nicht mal einer Woche war unser wohl wichtigster Termin in diesem Jahr geplant: Die grosse Internationale Dog-Show in Aarau, da sollte Parween seinen Champion-Titel holen! Zur├╝ck zuhause musste ich dann leider feststellen, dass die Wunde an Parween's Brustkorb doch tiefer war als erhofft, und wirklich ins Fleisch ging. Dennoch war sie relativ oberfl├Ąchlich und klaffte nicht, so dass ich weiterhin auf eine rasche und problemlose Heilung ohne Tierarzt hoffen durfte. Ja, leider, so hatte ich mir unser Abenteuer Windhundauslauf Dentenberg nicht vorgestellt!






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Rennlizenz hin oder her, an der Z├╝rimeisterschaft in Rifferswil konnte auch unser Qa'ani nicht teilnehmen. Da er der einzige f├╝r die Meisterschaft gemeldete Sloughi war, wurde auch er, genauso wie Parween und Ganador, die ja beide keine Rennlizenz haben, zum Einlage-Solorennen eingeteilt. Denn f├╝r eine Teilnahme an einem offiziellen Rennen braucht es mindestens 3 gemeldete Hunde derselben Rasse bzw Kategorie.


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F├╝r uns war dies eigentlich ein grosser Vorteil, denn nicht nur liefen nun alle unsere drei Windi-Boys gleichermassen im Solorennen, sondern auch alle ├╝ber dieselbe Distanz, die 350 m Kurzdistanz. So war es festgelegt f├╝r alle Solol├Ąufe, unabh├Ąngig vom Alter der Hunde. Allerdings, Ganador der aufgrund seines jugendlichen Alters noch zu den Youngsters z├Ąhlte, durfte leider wie alle Youngsters und Veteranen nur einen einzigen Lauf absolvieren.


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Ganador, Qa'ani und Parween, Lizenz hin oder her, liefen alle drei mit Maulkorb, und starteten alle aus der geschlossenen Startbox. Alles v├Âllig "ordnungsgem├Ąss" wie bei jedem echten Wettkampf-Rennen. Bei den gelaufenen Zeiten erstaunte es mich nicht wenig zu sehen, dass einerseits Ganador deutlich schneller unterwegs war als beide Sloughis, und andererseits dass auf der Kurzdistanz bei beiden L├Ąufen Parween etwas schneller war als Qa'ani. Bei den Trainings ist auf der langen Distanz ├╝blicherweise Qa'ani regelm├Ąssig schneller als Parween. Vielleicht hat Parween die bessere Startgeschwindigkeit, Qa'ani jedoch mehr Ausdauer. K├╝nftige Zeitmessungen werden dies noch zeigen.


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Eigentlich sind die gelaufenen Zeiten ja auch v├Âllig egal. Hauptsache alle haben ihren Spass und bleiben verschont vor Verletzungen. Und Spass, das hatten wir alle, und Gl├╝ck obendrein: Antonella, eine fr├Âhliche, liebensw├╝rdige Teilnehmerin aus dem Tessin, die mit ihrem jungen Whippetr├╝den Pan zum ersten Mal hier mit dabei war, beschenkte uns nicht nur mit ihrer unterhaltsamen Gesellschaft, sondern filmte und fotografierte mit meinem Handy auch alle unsere drei Windis bei ihren L├Ąufen: Eine wirklich tolle Erinnerung f├╝r mich, f├╝r die ich sehr dankbar bin.







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Unser Sunny-Boy Parween ist heute drei Jahre alt geworden!
 
Unser quirliger Sloughi-Bub ist immer zu lustigen Sp├Ąssen aufgelegt, und begl├╝ckt uns tagt├Ąglich mit seinem fr├Âhlichen Wesen und mit seinem ├╝berschw├Ąnglichen Temperament. Seine begeisterten Luftspr├╝nge haben ihm den Spitznamen K├Ąnguruh eingebracht! Bleib so fr├Âhlich und so ungest├╝m, lieber Parween, wir alle lieben dich und hoffen auf noch viele unbek├╝mmerte und lustvolle Jahre mit dir an unserer Seite!

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Auch dieses Jahr wieder haben wir unsere drei Windhunde f├╝r den sch├Ânen Kombinations-Anlass auf der Aarauer Pferderennbahn angemeldet. Wie jedes Jahr am langen Pfingst-Wochenende durchgef├╝hrt, stand diesmal neu eine zus├Ątzliche Ausstellung am Samstag Abend nach dem Coursingtraining auf dem Programm. Wir richteten uns f├╝r dieses interessante und vielseitige Wochenende in unserem Wohnmobil an einem herrlich k├╝hlen, schattigen Platz am Waldrand gem├╝tlich ein. Unsere diesj├Ąhrigen Camping-Nachbarn waren extra f├╝r diesen Anlass aus Deutschland angereist: Als direkte Nachbarn zwei Frauen mit ihren Barsois, und andererseits ein junges Paar mit gleich 6 h├╝bschen und quirligen Windspielchen.


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Ganador, der ja noch zu jung ist f├╝r die Lizenzpr├╝fungen, durfte als erster in den Einsatz, beim Coursingtraining am Samstag Nachmittag. Mit grosser Begeisterung wie nicht anders zu erwarten war, legte Ganador einen sch├Ânen Coursinglauf hin, der mit Sicherheit einen bravour├Âsen Lizenz-Sololauf hergegeben h├Ątte. Gleich im Anschluss an die Trainingsl├Ąufe pr├Ąsentierten sich meine drei R├╝den vor dem Show-Richter. Ganador als einziger Galgo der Samstagnacht-Show, der ja exakt hier vor einem Jahr sein Ausstellungs-Debut in der Baby-Klasse gegeben hatte, gewann nun in der Zwischenklasse seinen allerersten CAC-Punkt in einer Erwachsenenklasse - und zus├Ątzlich das Galgo-BOB (Best-of-Breed). Gut gemacht mein Ganador, das ├╝ben der vergangenen Tage hat sich gelohnt!


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Bei den Sloughis waren am Samstag ├╝berraschend viele Rassevertreter gemeldet: Insgesamt waren es 8 Sloughis, je zur H├Ąlfte R├╝den und H├╝ndinnen. Trotz dieser erfreulich starken Konkurrenz erreichte Parween nicht nur sein CAC, sondern auch verdient den Titel Sloughi-BOB. Super, mein sch├Âner Parween! Qa'ani, mangels Alternative in direkter Konkurrenz zu seinem sch├Ânen Bruder in der Offenen Klasse pr├Ąsentiert, bekam das Res.CAC zugesprochen, f├╝r ihn das bestm├Âgliche Resultat, und ebenfalls ein sehr grosses Bravo! Das Gl├╝ck war uns an diesem Anlass wieder einmal sehr hold, denn eine liebe, befreundete Familie hatte ebenfalls an beiden Tagen ihre zwei Sloughi-H├╝ndinnen gemeldet, und sie waren uns bei beiden Shows behilflich mit H├╝ten und Pr├Ąsentieren unserer zwei R├╝den, was ich alleine ja nicht bewerkstelligen k├Ânnte. Im Ehrenring am Nachmittag beim Ausmarchen des sch├Ânsten Hundes der Ausstellung kam Parween dann immerhin unter die sch├Ânsten vier unter den Rassesiegern aller Rassen.


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Das sch├Ânste am Argovia Challenge Anlass f├╝r uns ist einerseits, dass wir hier in unmittelbarer N├Ąhe der Ausstellungsringe und des Coursingfeldes unser Wohnmobil stellen k├Ânnen, und so das Wechseln der Hunde v├Âllig problemlos und rasch erfolgen kann, und anderseits dass wir zwischen den einzelnen Anl├Ąssen nach Herzenslust mit unseren Hunden in der lauschigen Umgebung auf schmalen, heimlichen Pfaden durch die weitl├Ąufige, unwald├Ąhnliche Landschaft flanieren k├Ânnen, weitab von der Betriebsamkeit und dem L├Ąrm, und den vielen Hunden und Menschen auf dem Gel├Ąnde. Hier gilt nicht wie sonst an derartigen Anl├Ąssen ein striktes Verbot, das Gel├Ąnde vor Ende des Anlasses zu verlassen. Hier kann fast schon entspanntes Urlaubsgef├╝hl aufkommen!


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Am Pfingstsonntag war dann die eigentliche Show angesagt, die Ausstellung die einerseits als Pfingstwinner-Show gilt, und anderserseits zusammen mit dem Coursing vom Pfingstmontag in die Kombinations-Wertung einbezogen wird. Nun stand Ganador nicht mehr als einziger Galgo im Ring, sondern in Gesellschaft mit der h├╝bschen Rauhaar-Galga Belinda, die in der Jugendklasse gemeldet war. Heute gewann Ganador sein zweites Erwachsenen-CAC, Pfingst-Winner und wiederum auch das BOB, die sch├Âne Belinda wurde Jugend-Pfingst-Winner und Beste H├╝ndin bzw BOS (Best opposite Sex).


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Bei den Sloughis war die Zahl der ausgestellten Hunde am Sonntag leider um die H├Ąlfte geschrumpft, und auch heute waren die Resultate nicht anders als am Samstag: Parween erreichte die Wertung V1, CAC, Pfingst-Winner und BOB, Qa'ani das Res.CAC. Heute gestaltete sich abends die Suche nach einer helfenden Hand f├╝r den grossen Ehrenring um einiges schwieriger als am Vortag, denn die Familie mit ihren Sloughia's waren zu der fortgeschrittenen Zeit bereits auf dem R├╝ckweg. Doch schliesslich hatten wir Gl├╝ck, und dank freundlischaftlicher Vermittlung fanden wir eine ausstellungs-erfahrene Whippet-Besitzerin die unseren gl├╝cklicherweise sehr unkomplizierten Parween pr├Ąsentierte, w├Ąhrend ich zeitgleich mit Ganador im Ehrenring stand. Diesmal reichte es jedoch auch Parwen nicht unter die besten vier.


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Damit war das Thema "Sch├Ânheit" und "Pr├Ąsentation" f├╝r diesmal abgehakt, denn am Pfingstmontag stand das Coursing auf dem Programm, Spass und Action f├╝r unsere jagdbegeisterten Sloughis. Ferientag f├╝r Ganador, der seinen Trainingslauf ja bereits am Samstag hatte absolvieren d├╝rfen. Das Wetter war uns noch immer hold, wunderbar sonnig und warm. Dennoch war das relativ hohe Gras auf der Pferderennbahn beim ersten Coursinglauf sehr nass und relativ schwer vom Morgentau - eine recht grosse Anstrengung auf jeden Fall f├╝r die kleinen Windspielchen! Es war wiederum eine grosse Freude, den Hunden zuzuschauen wie sie begeistert durch den interessant ausgelegten Parcours dem Haken schlagenden Hasenfell hinterherjagten.


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Alle L├Ąufe gingen ohne relevante Verletzungen ├╝ber die B├╝hne, alle hatten ihren Spass und Zwei- und Vierbeiner waren wohl allesamt nach diesem grossen, sch├Ânen Dreitages-Anlass gl├╝cklich entspannt und m├╝de. Die abschliessende Siegerehrung ergab das Resultat, dass Qa'ani beim Coursing besser bewertet wurde, und auf dem Siegerpodest zuoberst stehen durfte, in der Kombi-Wertung jedoch erreichte Parween den Sieg, da sein Show-Sieg h├Âher gewertet wurde als der Coursing-Sieg von Qa'ani. Aber, seien wir ehrlich, was z├Ąhlt ist immer Spass und Freude und vor allem: Gesund und verletzungsfrei. Ein durch und durch sch├Âner und interessanter Anlass neigt sich dem Ende zu, von uns ein herzliches Dankesch├Ân an alle Organisatoren und Helfer!




argoviachallenge 8


Jedes Jahr am Auffahrtstag findet das traditionelle Meeting des Schweizer Greyhound, Magyar Agar, Galgo Espa├▒ol - Club auf dem sch├Ânen, grossen, rundum eingez├Ąunten Trainingsgrundst├╝ck der Aarburger Hundefreunde statt. F├╝r uns war es das erste Treffen dieser Art, an dem wir teilnehmen durften.


GMGS Meeting 1


Der eigentliche Sinn dieses Treffens ist es, dass wenigstens einmal im Jahr die ├Ąlteren Semester dieser Hunderassen im Mittelpunkt des Interesses stehen, denn es ist ganz explizit ein Meeting f├╝r Senioren Veteranen und Methusalem, Hunde also, welche kaum mehr an den ├╝blichen Anl├Ąssen f├╝r Sch├Ânheit und Leistung anzutreffen sind. Dennoch sind alle Vereinsmitglieder mit ihren Hunden jeden Alters und jeder Rasse herzlich willkommen, und f├╝r die Junghunde wird jeweils extra ein Ringtraining angeboten.


GMGS Meeting 2


Das Ringtraining, an welchem ich mit meinem Galgo Ganador teilgenommen habe, zeigte mir viele ganz eindeutige "Baustellen" auf, Punkte an welchen ich mit meinem jungen Ganador unbedingt noch sehr konsequent arbeiten muss, wenn wir nicht an unseren demn├Ąchst bevorstehenden Sch├Ânheitswettbewerben mit ziemlich schlechten Karten im Ring stehen wollen. Nachdem mir die Ausstellungs-Verantwortliche unseres Vereins freundlich aufmunternd ins Gewissen geredet hat nehme ich mir nun vor, ab sofort jeden Tag mit meinen Hunden ein wenig zu ├╝ben, wenn auch bloss ein paar wenige Minuten. Das sollte mir der Aufwand schon wert sein, wenn ich meine Hunde schon anmelde zu derartigen Veranstaltungen!


GMGS Meeting 3


Alle teilnehmenden alten Semester werden an diesem Tag von einer freundlichen Tier├Ąrztin eingehend auf ihre Gesundheit und Fitness ├╝berpr├╝ft, und nat├╝rlich ihrem Alter entsprechend bewertet. Die Einladung gilt gleichermassen f├╝r die Z├╝chterhunde wie auch f├╝r die sog. Rescues, Hunde ohne Ahnentafel, derer es ja vorwiegend unter den Galgos, aber auch bei den Greys sehr viele gibt.


GMGS Meeting 4


Als Senioren werden die Hunde ab Jahrgang 2010 bezeichnet, als Veteranen ab Jg 08 und als Methusalems ab Jg. 2006. Gesundheit und Lebensfreude unserer Senioren haben an diesem Meeting Vorrang vor Sch├Ânheit. Es winken sch├Âne Preise f├╝r alle Teilnehmenden, zudem werden Spezialpreise vergeben f├╝r die Kategorien-Sieger und f├╝r den ├Ąltesten Hund.


GMGS Meeting 5


Auch Nicht-Clubmitglieder und "Nur-Zuschauer" sind jeweils herzlich willkommen, und beim Ringtraining d├╝rfen problemlos auch Junghunde anderer Rassen mitmachen. F├╝r alle Zweibeiner steht nat├╝rlich das gesellige Zusammensein bei einem feinen Mittagessen mit reichhaltigem Dessertbuffet im Vordergrund.


GMGS Meeting 6


F├╝r uns jedoch stand dieses Meeting aus einem v├Âllig anderen Grund ganz weit vorne auf unserer Priorit├Ątenliste, so dass ich ganz ohne Tr├Ąnen in den Augen auf die dummerweise exakt gleichentags stattfindende Club-Winner-Show des Orientalenclubs verzichtet habe, um mit meinen drei jungen Windi-Boys hier dabei sein zu k├Ânnen. Mit diesem Entscheid fallen zwar unsere zwei Sloughis mit einem Schlag aus den gesamten SCOW-Jahreswertungen heraus, doch dies nehme ich in Kauf.


GMGS Meeting 7


Ja, unsere absolute Priorit├Ąt ist es seit vielen Monaten, seit Windhunde zu unserer Familie geh├Âren, endlich die Gelegenheit zu bekommen, unsere friedlichen, verspielten und sozial interessierten Junghunde mit anderen gleichgesinnten Windhunden frei und unbeschwert spielen und rennen lassen zu k├Ânnen. Leider scheint sowas in der gesamten mir bisher bekannten Schweizer Windhund-Szene nicht ├╝blich und nicht erw├╝nscht zu sein.


GMGS Meeting 8


Nun aber war mir gesagt worden: An diesem Meeting d├╝rfen die Hunde frei laufen nach Herzenslust, das grosse Grundst├╝ck ist sicher umz├Ąunt, und unter den Meeting-Teilnehmern sind immer welche zu finden, die ihren Hunden solche Freiheiten g├Ânnen. Wie sehr hoffte ich, dass solche Aussichten sich nicht bloss als leere Versprechungen erweisen w├╝rden. Schade nur, dass ausgerechnet am diesj├Ąhrigen Auffahrts-Tag das Wetter ziemlich d├╝ster, eher k├╝hl und nass angesagt war.


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Zwar,  zu meiner grossen Entt├Ąuschung, zeigten sich leider die Besitzer der andern anwesenden "Z├╝chter-Galgos", welche mir so gut wie versprochen worden waren als Begleithunde f├╝r meinen Ganador an seinen f├╝r diesen Sommer geplanten Lizenzl├Ąufen, aus diversen Gr├╝nden ganz und gar nicht geneigt, die Hunde im freien Spiel einander kennenlernen zu lassen. Mir w├Ąre es sehr wichtig gewesen etwas Gewissheit zu haben, dass meinem Ganador nicht dasselbe passiert wie meinen Sloughis, welche ja beide bei verschiedenen Gelegenheiten auf der Rennbahn aufs ├╝belste attackiert worden waren von dominanten R├╝den / Konkurrenten ihrer Rasse. Aber wenn's halt nicht sein soll...


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Umso gl├╝cklicher war ich, als ich nach dem Ringtraining mit Ganador ein sehr grosses, gemischtes Hunderudel auf die Spielwiese zusteuern sah und nach einigem Z├Âgern die freundliche Zustimmung bekam, meinen Ganador mit diesem Rudel laufen lassen zu d├╝rfen. Ganador konnte sein Gl├╝ck kaum fassen! Er verhielt sich von Beginn weg sehr freundlich und vorsichtig abtastend, wurde sogleich von den Rudelchefs eingehend beschnuppert und abgecheckt, und allsbald sehr unkompliziert als neuer Renn- und Spielkamerad akzeptiert. F├╝r unseren Galgobub genau das was er seit vielen Monaten immer und immer wieder bei jeder Sichtung von anderen Hunden lauthals schreiend aber leider erfolglos eingefordert hat!!


GMGS Meeting 11


Sp├Ąter im Lauf des Nachmittags ergaben sich gl├╝cklicherweise noch weitere Gelegenheiten, so dass ich auch meine beiden Sloughis erst einmal mit einer h├╝bschen schwarzen Grey-H├╝ndin, sp├Ąter dann auch mit dem grossen gemischten Rescue-Rudel rennen lassen durfte. Und es zeigte sich: Auch f├╝r meine beiden Sloughi-Boys muss das wohl das reinste Hunde-Paradies, Himmel auf Erden gewesen sein, endlich endlich endlich mal mit andern Windhunden spielen und laufen zu d├╝rfen! Das Gl├╝ck von uns allen, Zwei- und Vierbeiner, war damit einfach perfekt.







GMGS Meeting 12


Heute liefen unsere drei Windis auf der Windhund-Rennbahn in Lotzwil am Grand Prix Bern, inkl. Solorennen. Parween und Qa'ani, unsere beiden ohne Bahnlizenz, durften beim Solorennen laufen, w├Ąhrend es f├╝r Qa'ani sein erstes Rennen werden sollte, wo er nicht mangels anderer Sloughi-Laufpartner ebenfalls lediglich einen Sololauf bestreiten sollte. Ich hatte mich sehr gefreut auf diese Premi├Ęre. Doch leider folgte die riesige Entt├Ąuschung sogleich: Da es leider nur zwei Sloughis am Start waren, galt auch dieser Lauf nicht als wirkliches Rennen, sondern wiederum bloss als sog. Schaulauf, denn als richtiges Rennen wird erst ab mind. 3 Konkurrenten gewertet. Aber es sollte noch viel schlimmer kommen: Kaum waren die beiden R├╝den aus der Startbox raus, schon wurde Qa'ani von seinem Konkurrenten attackiert, und dies so lange bis es meinem sensiblen Qa'ani endlich zu bunt wurde und er dem Angreifer schliesslich auch seine Meinung kund tat. Der falsche Hase wurde vom Hasenzieher sehr rasch angehalten, die beiden Streith├Ąne vom Bahnrichter als "nicht durch" gewertet, Schluss und fertig. Keine Disqualifikation f├╝r den Angreifer, keine Laufwiederholung f├╝r den Attackierten, da dies ja "bloss" ein Schaulauf war. Nach meinem Daf├╝rhalten eine Ungerechtigkeit sondergleichen. Aber so sind offenbar die Regeln. Immerhin, zumindest Parween und Ganador zeigten bei ihren Solol├Ąufen beide eine tolle Leistung: Parween gewohnt souver├Ąn, und Ganador startete bei seinem zweiten Lauf am Nachmittag sogar bereits aus der vorne geschlossenen Startbox: Super gemacht, mein j├╝ngster, mit noch nicht mal 16 Mt und noch kaum Rennbahn-Trainingserfahrung! Als Anerkennung erhielten alle drei ihre Medaille: Parween und Ganador je einen 1. Rang f├╝r ihren Sololauf, da wieder einmal wie leider fast schon ├╝blich beide die einzigen Vertreter ihrer Rasse am Start waren. Pechvogel Qa'ani erhielt sozusagen als Trostpreis ebenfalls eine Medaille, ohne Rang. Sch├Ân anzuschauen sind sie alle drei, die Medaillen!


GP Bern
   
   

 




Gl├╝ckliche Windhunde in ihrem Element!

Endlich hat auch f├╝r uns die Renn- und Coursingsaison wieder begonnen!

Am gestrigen Ostermontag durften alle unsere drei jungen Windis am Season Opening Coursing in Lotzwil dem fliegenden Hasi nachlaufen, was sie alle drei mit riesiger Begeisterung und vollem Einsatz getan haben. Fotos von Parween haben wir leider keine, da der Fotograf keine andere Wahl hatte als sein Objektiv auf einen der zwei parallel dahinfliegenden Hunde zu fokussieren.


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Da wieder mal wie leider so oft Parween und Qa'ani die einzigen Sloughis am Start waren, gab es keine ├ťberraschungen mit zugelosten, unbekannten Laufpartnern. Die zwei lieferten sich sozusagen einen familieninternen Wettkampf, beide mit sehr viel Jagdfreude und mit fast gleich guten Bewertungen durch die Coursing-Richter. Mit ein paar wenigen Punkten Unterschied hatte Qa'ani die Nase vorn und durfte sp├Ątabends bei der Siegerehrung auf das h├Âchste Siegerpodest h├╝pfen. Parween blieb der zweite Rang, und beide haben sie ohne Unterschied eine tolle Leistung gezeigt!


ostercoursing 2


Mit Ganador hatten wir am eisig kalten und total verregneten Ostersamstag auf die geplante Teilnahme am Coursingtraining verzichtet. Umso mehr bin ich den Organisatoren ├Ąusserst dankbar, dass Ganador zum Ende der ersten Coursing-Durchg├Ąnge noch ausser Programm einen Trainingslauf absolvieren durfte. Obschon aufgrund der unz├Ąhligen "Pannen" wegen den im matschigen, v├Âllig durchn├Ąssten Boden nur ungen├╝gend stabil im Schlamm haftenden Umlenk-Rollen der eingeplante Zeitrahmen l├Ąngst ├╝berschritten und die Funktion├Ąre ersch├Âpft und mit knurrenden M├Ągen die l├Ąngst f├Ąllige Mittagspause herbeisehnten.


ostercoursing 3


Zweiter Gl├╝cksmoment: Fotograf Rene Broger war zugegen und war so freundlich, mir zuliebe nochmals seine Kamera betriebsbereit zu stellen und den Trainingslauf von Ganador abzuwarten - unser Novize Ganador, der erstmals in voller Coursingmontur, mit roter Coursingdecke und Maulkorb ausstaffiert, in seinem Lauf wie ein routinierter "alter Hase" mit beeindruckender Jagdpassion und mit vollstem mentalem- und K├Ârpereinsatz ├╝ber die schlammige Wiese flog, und in seinem kompromisslosen Jagdeifer den l├Ąstigen und bisher unbekannten Maulkorb schlicht vergass...   Ganador, wenn das kein Naturtalent ist...





ostercoursing 4


An der heutigen Generalversammlung unseres Rasseclubs SCOW (Schweizer Club f├╝r orientalische Windhunde) wurden wir einmal mehr ├╝berreich beschenkt. Als Anerkennung f├╝r ihre guten Leistungen quer durch das vergangene Jahr 2017 erhielten unsere beiden Sloughi-Boys Parween und Qa'ani verschiedene wundersch├Âne Preise zugesprochen, ├╝ber die wir uns sehr freuen, und uns von ganzem Herzen bedanken m├Âchten bei unserem SCOW-Vorstand und bei allen unseren lieben Clubmitgliedern.

Beim Club-Solorennen 2017 erreichte unser Qa'ani den ersten, Parween den zweiten Rang. Beide Jungs erhielten f├╝r ihre Resultate diesen sch├Ânen Preis, ein Trinkglas mit Laser-Gravur, bef├╝llt mit einem leckeren Kau-Guddeli f├╝r den Vierbeiner.


jahreswertung 1


Diesen sch├Ânen Preis, eine ebenfalls h├╝bsch gravierte Glas-Bonbonni├Ęre mit Hundebisquits gef├╝llt, erhielt Qa'ani f├╝r seinen Sieg beim Club-Coursing 2017. Parween war damals leider disqualifiziert worden, da ihn sein Coursing-Kollege mehr interessiert hatte als die fliegende Hasenattrappe...


 


jahreswertung 2


Von diesen wundersch├Ânen Preisen, Kristallen nachempfunden und mit eingraviertem Namen des Siegerhundes, erhielten unsere beiden Boys bei verschiedenen Jahrungswertungen je einen:
 
Parween erhielt seinen Sieg bei der Wertung "Top Ten", wo die drei besten Ausstellungsresultate des Jahres gez├Ąhlt werden. Diesen Sieg hat unser sch├Âner Parween absolut verdient, tats├Ąchlich hat er an allen Ausstellungen die er mitgemacht hat, und derer waren es 2017 viele, ohne Ausnahme immer den ersten Rang in seiner Klasse erreicht.
 
Qa'ani hingegen, der bei seinen Ausstellungsresultaten im vergangenen Jahr zwar nicht schlecht abgeschnitten hat, aber regelm├Ąssig hinter seinem sch├Ânen Bruderherz zur├╝ckstehen musste, hat seinen Siegerpreis f├╝r die Club-Wertung "Sch├Ânheit und Leistung" erhalten. Bei dieser Disziplin werden die Resultate von allen Shows, Coursings und Rennen gez├Ąhlt, wobei die drei Clubanl├Ąsse mit voller Punktzahl gez├Ąhlt werden, die andern Anl├Ąsse als Durchschnitt pro Disziplin.


jahreswertung 3

Der allersch├Ânsten aber von all den vielen sch├Ânen Preisen, den Preis f├╝r den Club-Champion (f├╝r den Titel Club-Champion werden die Resultate der drei Club-Anl├Ąsse Show, Coursing und Rennen gez├Ąhlt), den hat unser Qa'ani erhalten, und dies auch nur durch einen grossen Gl├╝cksfall: Erstmals f├╝r die Jahreswertung 2017 wurde n├Ąmlich nicht mehr statt wie bisher der Gesamtsieger von beiden Rassen (Saluki & Sloughi) als Club-Champion des Jahres mit einem Wanderpreis beehrt, sondern nun neu f├╝r jede der beiden Rassen getrennt der Club-Champion erk├╝rt und mit einem einmalig sch├Ânen Geschenk begl├╝ckt: Der Saluki-Sieger hatte n├Ąmlich ganz knapp die Nase vorn, und Qa'ani w├Ąre leer ausgegangen wenn die Regelung nicht an der letzten GV abge├Ąndert worden w├Ąre, was ich in der Zwischenzeit l├Ąngst wieder vergessen hatte. Umso sch├Âner nun diese ├ťberraschung, mit der ich ganz und gar nicht gerechnet hatte!





jahreswertung 4


Der Januar bringt uns gleich zwei Geburtstage unserer lieben Vierbeiner, denn dieser Tage d├╝rfen wir kurz nacheinander sowohl Mimi, unsere ├Ąlteste, wie auch Ganador, unseren j├╝ngsten feiern!


doppelgeburi 1


Milena vom Fundament, genannt Mimi, ihres Zeichens Russisch Blau Katzensch├Ânheit, eine unserer ehemaligen Zuchtkatzen, ist vorgestern SECHZEHN!!! Jahre alt geworden, und erfreut sich noch immer bester Gesundheit. Wahrlich ein guter Grund zum feiern!


doppelgeburi 2


Und heute darf auch unser Galgobub Ganador seinen allerersten Geburtstag feiern! Ganador ist so richtig Fan von unseren Katzen, und obschon er nicht allzu sanft umzugehen pflegt mit unseren Samtpfoten, Milena nimmt dem jungen wilden so schnell nichts ├╝bel und scheint diese Begegnungen nicht nur mit gr├Âsster Gelassenheit zu dulden, sondern sogar richtiggehend zu geniessen!


doppelgeburi 3








Heute verw├Âhnt uns ein wunderbar sonniger und warmer Silvestertag - das zu Ende gehende Jahr verabschiedet sich mit einem letzten Traumtag, den wir alle aus vollem Herzen geniessen. Die warmen Windhundpullis und Winterm├Ąntelis k├Ânnen diesmal getrost zu Hause bleiben, heute scheint Sonne pur. Unser Urwaldparadies l├Ądt ein zu vergn├╝glichen Sprints und immer neuen Entdeckungstouren: Wie lange schon waren wir nicht mehr hier! Heute aber sollen unsere drei jungen Windis vom vergn├╝glichen, ausgelassenen rumspeeden so richtig m├╝de werden, und dann sp├Ątabends in gl├╝cklichen Tr├Ąumen die Silvester-Knallereien gr├Âsstenteils entspannt verschlafen k├Ânnen


silv 1


Dankbar und gl├╝cklich verabschieden wir uns vom Jahr 2017, das uns so viel sch├Ânes, interessantes, liebevolles, so viel Gl├╝ck und Freude gebracht hat dass wir die Kehrseite der Medaille, die traurigen und schwierigen Momente die auch zu diesem Jahr geh├Âren ebenfalls dankbar annehmen k├Ânnen: Sie geben uns die n├Âtige Erdenschwere und Bodenhaftung, die wir ebenfalls nicht missen m├Âgen. Adieu 2017, willkommen 2018 - wir sind gespannt was das neue Jahr uns f├╝r ├ťberraschungen bringen wird!


silv 2


Allen unseren lieben Freunden, Zwei- und Vierbeinern, w├╝nschen wir von Herzen viel Gl├╝ck und Freude, Gesundheit und gutes Gelingen von allen Euren Pl├Ąnen und Tr├Ąumen im neuen Jahr!


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Der Schweizer Windhund Rennverein SWRV l├Ądt zum gemeinsamen Jahresabschlussfest im Clubhaus in Rifferswil. Das Wetter ist winterlich, die Hinfahrt gestaltet sich nicht ganz einfach, mit gefrierendem Schneematsch an den Scheibenwischern und seit dem Scheibenwechsel nicht ganz korrekt funktionierender Frontscheibenheizung ist die Sicht mehr schlecht als recht - gl├╝cklicherweise habe ich entschieden, zu diesem Anlass die Hundis zuhause an der W├Ąrme zu lassen, so dass wenigstens die Scheiben nicht auch noch von innen allzu sehr beschlagen werden von der Atemluft!


jahresabschlussfest 1


Schliesslich gl├╝cklich und heil angekommen auf dem Gel├Ąnde der Windhundrennbahn wird klar, im Clubhaus ist die Heizung noch nicht in Betrieb - besser also den Wintermantel noch eine Weile anbehalten... die Clubmitglieder trudeln langsam ein, aus der K├╝che steigt ein verf├╝hrerischer Essens-Duft. Viele Windhunde durften mitkommen, die Stimmung ist locker und vergn├╝gt, die Tische liebevoll dekoriert, Gitarre und Soundboxen f├╝r die musikalische Umrahmung sind einsatzbereit: Unserem gem├╝tlichen Jahresabschlussfest steht nichts mehr im Wege.


jahresabschlussfest 2


Das liebevoll servierte Festmenu schmeckt herrlich, zwischen den verschiedenen G├Ąngen bleibt gen├╝gend Zeit f├╝r angeregte Gespr├Ąche und Schmuserunden mit den Vierbeinern. Streng ist man hier nicht, unsere Hunde sind echte Familienmitglieder, der eine oder andere darf auch mal auf dem Schoss von Herrchen oder Frauchen ausgiebig kuscheln oder mit den Tischnachbarn schm├╝sele. Da ist nichts, aber auch gar nichts zu sehen von "Hunde geh├Âren unter den Tisch, am besten man sieht und h├Ârt nichts von ihnen..." oder dergleichen strenge Regeln.


jahresabschlussfest 3


Nach dem Hauptgang wird die Preisverleihung MULTI CUP 2017 angek├╝ndigt: Unser Verein verschenkt ECHTES GOLD an alle Hunde bzw deren Besitzer, welche nach Rasse und Geschlecht getrennt einen 1., 2. oder 3. Rang gewonnen haben in der Jahreswertung der SWRV-Anl├Ąsse. Gez├Ąhlt werden die Resultate von Show, Rennen und Coursing, es z├Ąhlen die Punkte der drei besten Resultate, zudem werden f├╝r jede zus├Ątzlich besuchte Club-Veranstaltung nochmals 5 Punkte gutgeschrieben. Das gewonnene Gold wird charmant ├╝bergeben von unserem Pr├Ąsi und Vice-Pr├Ąsi, elegant "verpackt" in ein gerahmtes "Diplom", welch wundersch├Âne Idee!


jahresabschlussfest 4


Da unsere zwei Boys Parween und Qa'ani dieses Jahr leider als einzige Sloughi-R├╝den die Teilnahmebedingungen erf├╝llen, teilen sie unter sich die R├Ąnge 1 und 2, wobei Parween mit 90 Punkten den 1. Rang dotiert mit 2,5 g Gold, Qa'ani mit 84 Punkten den 2. Rang mit 2 g Gold erreicht hat. Ja, Parween hat jeden der Anl├Ąsse mit besserer Punktzahl bestritten, verglichen mit seinem j├╝ngeren "Br├╝derchen"! Ich hatte jedoch nicht damit gerechnet dass Parween's Leistungen ├╝berhaupt ber├╝cksichtigt werden, da er im Gegensatz zu Qa'ani ja keine Rennlizenz besitzt. Bei den Solorennen an welchen unsere beiden Sloughis teilgenommen haben wurde n├Ąmlich mitgeteilt, dass Hunde ohne Lizenz zwar mitmachen d├╝rfen, die Resultate jedoch f├╝r den Mulit-Cup nicht mitgez├Ąhlt werden. Nun, es wurde gez├Ąhlt, umso besser!


jahresabschlussfest 5


Nun wurde es Zeit f├╝r den n├Ąchsten Programmpunkt: Zettel mit Wettbewerbsfragen wurden verteilt, und sofort verfielen alle in fieberhaftes R├Ątselraten. Rege Diskussionen untereinander und immer wieder fr├Âhliches Gel├Ąchter, die Handys wurden eifrig konsultiert, die Fragen hatten es in sich! Nach kurzer Durchsicht aller Fragestellungen war mir rasch klar geworden: Da kann ich nicht punkten! Nebst zwei sehr einfach zu beantwortenden Fragen, welche wohl jedermann richtig herausfinden w├╝rde, war der Rest der vielen Fragen derart knifflig, dass ich mir die M├╝he lieber sparen wollte. Mehr Spass machte es mir, die Leute und ihre Hunde zu beobachten und da und dort einige Fotos zu knipsen auf meinem Handy. Von solchen sch├Ânen Erinnerungen habe ich definitiv mehr, als wenn ich eifrig aber wenig erfolgversprechend versucht h├Ątte, beim Wettbewerb mitzumachen.


jahresabschlussfest 6


Nun wurde es Zeit, mit den Hunden nach draussen zu gehen: Bewegung, frische Luft schnappen und vers├Ąubern war das Thema. Draussen ein lustiges Bild: Alle Autos, welche Vorstandsmitglieder und andere fleissige Helferlein vor dem Clubhaus abgestellt hatten, waren ├╝ber und ├╝ber verziert mit langen Eiszapfen! Inzwischen waren draussen die Temperaturen etwas angestiegen, ├╝berfrierender Regen hatte eingesetzt und seine deutlichen Spuren hinterlassen. Zeitgleich erschienen auf unseren Handys noch und noch Warnmeldungen wegen prek├Ąren Strassenverh├Ąltnissen: F├╝r den Heimweg musste ich mich also vorsehen, und die Sache noch vorsichtiger angehn als bereits auf dem Hinweg!


jahresabschlussfest 7

Die Zeit war bereits fortgeschritten, das Servieren des Desserts war angesagt zu einer Zeit, zu der gem├Ąss Programmansage die Festivit├Ąten bereits h├Ątten ausklingen sollen. Schade zwar, ich hatte mich sehr gefreut auf die abschliessende musikalische Live-Unterhaltung. Andererseits auch nicht schlimm: Auf das Dessert h├Ątte ich ohnehin verzichten m├╝ssen weil ich Mangos nicht essen kann, beim Wettbewerb hatte ich sowieso nicht mitgemacht, und meine Hundis zuhause die wollte ich nicht l├Ąnger warten lassen. Ich verabschiedete mich also, und die n├Ąchste ├ťberraschung liess nicht lange auf sich warten: Zur├╝ck beim Auto staunte ich nicht schlecht, denn mein gesamtes Fahrzeug war ├╝berzogen von einer DICKEN EIS-SCHICHT!!! Bis ich endlich fahrbereit war, sp├╝rte ich keine K├Ąlte mehr, und den Heimweg nahm ich verst├Ąndlicherweise mehr als gem├Ąchlich unter die R├Ąder!






jahresabschlussfest 8


Dieses Jahr sind wir dem "Galgo-Club" beigetreten, ein Verein der f├╝r die drei Windhund-Rassen Greyhound, Magyar Ag├ár und Galgo Espa├▒ol in der Schweiz zust├Ąndig ist. Nach der Club-Ausstellung im Sp├Ątsommer, wo wir bereits als noch-nicht-ganz-Mitglieder ausgesprochen freundlich willkommen geheissen wurden und auch schon einige liebensw├╝rdige Club-Mitglieder kennengelernt haben, d├╝rfen wir nun bei unserem ersten Anlass als offizielles Mitglied mit dabei sein: Auf dem Programm steht der traditionelle GMGS-Chlaush├Âck, welcher dieses Jahr im gem├╝tlichen und ger├Ąumigen Waldhaus Sch├Âftland stattfindet. Ein sehr guter Treffpunkt f├╝r uns, wir mussten quasi bloss ├╝ber unseren Hausberg h├╝pfen und schon waren wir da.


chlaushck 1


Vor dem gem├╝tlichen Teil, welcher vor allem uns Zweibeiner sehr anspricht, geht's raus in die winterliche Landschaft zu einem erfrischenden Gruppen-Waldspaziergang mit unseren Vierbeinern. F├╝r unser Windhund-Kleeblatt ist es ihr allererster Gruppenspaziergang, gemeinsam mit vielen vielen vielen Artgenossen. Warm eingepackt in doppelte Lagen Winterkleider machen wir uns nach dem obligaten Gruppenf├Âteli auf den Weg, bewusst und geplant als fast-Schlusslicht, mit geb├╝hrendem Abstand von den vorne laufenden Hunden - auf diese Weise ist die Leinen-Zieherei unseres Dreigestirns gl├╝cklicherweise nicht halb so schlimm wie bef├╝rchtet. Allerdings, all die vorneweg laufenden H├╝ndinnen hinterlassen ├╝berall mal wieder ihren verf├╝hrerischen H├╝ndinnenduft, so dass unsere drei Jungs beim "Zeitunglesen" ziemlichen Stress haben. Gut so, auf diese Weise werden sie die Wartezeit sp├Ąter im Auto eher mit einem Duft-Verdauungs-Schl├Ąfchen ├╝berbr├╝cken k├Ânnen.


chlaushck 2


Der Spaziergang war wundersch├Ân, sogar die Sonne schien ab und zu w├Ąrmend durch die Wipfel der B├Ąume, und bald schon musste ich aus meiner dicken Winterjacke schl├╝pfen, sie war heute definitiv zu warm. Gl├╝cklich und entspannt kamen wir nach einer guten Weile zur├╝ck zum Waldhaus, interessante Gespr├Ąche hatten die Zeit im Nu verfliegen lassen. Nach der F├╝tterung unserer drei Raubtiere durften diese sich im Auto entspannen, um welches ich vorsorglich noch als K├Ąlteschutz eine Thermofolie packte. Und nun wurde es f├╝r uns Zweibeiner im Waldhaus erst so richtig gem├╝tlich. Nach einem feinen Spaghetti-Essen in guter Gesellschaft kam das traditionelle Lottespiel zum Zug: F├╝r mich Premiere! Wohl jeder von uns hat mindestens einen, wenn nicht sogar mehrere Lotto-Preise aus einer grossen F├╝lle von Geschenken ausw├Ąhlen d├╝rfen. Ich hatte eine kleine, warme Kuscheldecke ausgesucht f├╝r meine Hundis, wenn's mal etwas k├╝hler werden sollte bei uns zuhause oder unterwegs.


chlaushck 3


Es war ein wundersch├Âner, gem├╝tlicher Sonntag mit netten Menschen und lieben Hunden, sogar eine blaue Doggenh├╝ndin war mit von der Partie! Unser Qa'ani war hell begeistert und wohl ├╝berzeugt, dass seine geliebte Silja wieder zur├╝ckgekommen war! Wir danken allen Organisatoren und den vielen fleissigen Helferlein f├╝r diesen wundersch├Ânen, gem├╝tlichen Vereins-Jahresausklang, und freuen uns auf kommende gemeinsame Anl├Ąsse in den n├Ąchsten Monaten und Jahren. Mein herzliches Dankesch├Ân geht speziell auch an unseren Club-Pr├Ąsidenten Rolf f├╝r die sch├Ânen Fotos, welche ich hier zeigen darf!






chlaushck 4


Anfang November, bei sehr unfreundlichem, nass-kaltem Wetter, haben unsere zwei Sloughis an der Schweizer Fuchsjagd auf der Windhund-Rennbahn in Lotzwil teilgenommen. Leider war sehr kurzfristig der zweite gemeldete Sloughi-R├╝de krankheitsbedingt wieder abgemeldet worden, so dass einmal mehr sowohl Qa'ani bei der Fuchsjagd als auch Parween beim Fuchsjagd-Sololauf ohne jegliche Sloughi-Konkurrenz starten mussten - gem├Ąss Reglement wurde also Qa'ani's Lauf als sog. Schaulauf gewertet wie ├╝blich, wenn weniger als drei Hunde am Start sind. Schade, denn ich hatte mir erhofft, dass Qa'ani heute sein erstes Bahnrennen als L├Ąufer in einer Gruppe w├╝rde bestreiten k├Ânnen. Nichts zu machen, es sollte nicht sein. Nichtsdestotrotz, die widrigen Wetterbedingungen haben alle mit Bravour gemeistert und sogar gute Laufzeiten hingelegt. Es war ein gelungener Anlass, f├╝r uns der Abschluss unseres ersten aktiven Jahres auf den Schweizer Windhund-Rennbahnen. Trotzdem es "nur" ein Schaulauf war, erhielt Qa'ani f├╝r seinen 1. Rang bei der Fuchsjagd einen wundersch├Ânen, echten Fuchsschwanz zus├Ątzlich zu seiner Sieger-Rosette, und auch Parween erhielt eine sch├Âne Rosette zu seinem 1. Rang beim Fuchsjagd-Sololauf.


Fuchsjagd 2017

 



 



 


Erstmals ├╝berhaupt haben wir mit unseren drei quirligen jungen Windhunden im Wohnmobil den weiten Weg durch den Gotthard ins Tessin in Angriff genommen. Dieses Wochenende waren die Coursing-Schweizermeisterschaften angesagt, organisiert vom Windhund-Rennverein "Amatori del Levriero Lostallo". Hier wollte ich meinen Qa'ani starten lassen, welcher ja die Qualifikationskriterien f├╝r eine Teilnahme locker erf├╝llt. Unsere erste grosse Sorge "Stau am Gotthard" erwies sich gl├╝cklicherweise als unbegr├╝ndet. Wir hatten den Gotthardtunnel um die Mittagszeit durchquert - schlechter dran waren leider alle diejenigen, welche ab Mitte Nachmittag dort unterwegs waren, denn die Strecke war zu der Zeit wegen diverser schwerer Unf├Ąlle ├╝ber Stunden unpassierbar.
 
Die Rennbahn ist direkt an der Autobahn gelegen, in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Mini-Auto Rennbahn, deshalb insbesondere an Wochenenden ziemlich l├Ąrmig, und zu unserer ├ťberraschung gar nicht im Tessin, sondern im Kanton Graub├╝nden gelegen! Zweite ├ťberraschung: Die Betreiber der Rennbahn und Organisatoren der Meisterschaften waren zumindest grossmehrheitlich wenn nicht gar allesamt keine Tessiner, sondern Deutschschweizer, welche sich hier auf dem Rennbahngel├Ąnde offensichtlich in einer Art Dauer-Camping-Feriendorf gem├╝tlich eingerichtet haben. Sogar ein sicher eingez├Ąuntes, grossz├╝gig bemessenes Hunde-Freilaufgel├Ąnde zwischen Autobahn und Rennbahn bot die einmalige Gelegenheit, unsere Windis auf unerwartete Weise verw├Âhnen zu k├Ânnen. Damit war unser Wochenende auf jeden Fall bereits gerettet, tolle Sache! Daf├╝r waren G├Ąste-Camping und Parking eher knapp bemessen - aber da am Samstag nur einige wenige der weniger zahlreich vertretenen Windhundrassen am Start waren (Azawakh, Barsoi, Saluki, Sloughi), gab es f├╝r uns kein Problem. Die Stimmung war locker, die Organisation entspannt und nach S├╝dl├Ąnder-Art unkompliziert und gelassen. Aber die allergr├Âsste wundersame ├ťberraschung f├╝r mich kam nachts in voller Dunkelheit, als ich die Hundis nochmals f├╝r's dringende Pipi nach draussen f├╝hrte: Die Weidenb├Ąume ├╝ber unserem Wohnmobil und dem Festzelt leuchteten im allersch├Ânsten, lebendigen Lichtspektakel: Gl├╝hw├╝rmchen in riesiger Zahl flogen in st├Ąndig wechselnden, wundersch├Ânen Formationen in den Zweigen umher, einige hatten sich sogar ins Festzelt verirrt: Eine grandiose Licht-Show, sch├Âner als jedes menschengemachte Feuerwerk!


coursing sm 1


Wir hatten am Samstag lediglich insgesamt 36 L├Ąufe auf dem Programm, das Zeit-Management schien also keine Probleme zu bereiten. Deshalb erstaunte es wenig, dass bereits der Beginn der L├Ąufe mit einiger Versp├Ątung schliesslich doch noch erfolgte. Es war dies unser allererstes Coursing mit einer Bodenzug-Anlage, wo das Seil mit dem Hasenfell nach jedem Lauf neu die ganze Laufstrecke entlang ├╝ber die im Boden befestigten Laufrollen gezogen wird, mit Hilfe eines Motor-Vehikels. Die Pausen zwischen den L├Ąufen sind entsprechend lang. Irgendwann dann kam endlich auch unser Qa'ani an die Reihe, und er lief ganz wunderbar, mir schien alles wirklich perfekt. Seinem Begleiter widerfuhr nach einer sehr guten Startphase leider in einer steilabw├Ąrts-Passage ein Missgeschick, er stolperte und machte einen ungewollten Doppelsalto, fing sich dann aber nach einem ersten grossen Schreck zum Gl├╝ck wieder auf und beendete ebenfalls seinen Lauf mit nur wenig Versp├Ątung. Wir alle hofften nat├╝rlich, dass er sich bei seinem heftigen Sturz keine ernsthaften Verletzungen zugezogen hatte. F├╝r's erste schien er jedenfalls unverletzt zu sein. Nach diesem Lauf aber, beim zweiten Lauf der Sloughi-R├╝den, geschah was irgendwie bei jedem Coursing fast regelhaft passiert wenn die Sloughis an der Reihe sind: Das Seil riss, w├Ąhrend die Sloughis am laufen waren, kurz nach dem Start. Und das Seil riss beim n├Ąchsten Anlauf erneut, und dann noch ein drittes Mal: Das inzwischen vom taunassen Gras voll getr├Ąnkte, nasse und schwere Hasenfell war offenbar derart schwer geworden, dass das Zugseil irgendwo auf der Strecke an scharfkantigen Schiefersteinen scheuerte, so dass schliesslich ein l├Ąngerer Unterbruch notwendig wurde, um die Stelle im Gel├Ąnde zu finden und zu beseitigen - die L├Ąufe zogen sich mit diesem Malheur fast endlos in die L├Ąnge, und die zwei Sloughi-R├╝den durften ihren Lauf dann in einem vierten Anlauf ganz am Ende des Vormittags-Programmes endlich doch noch absolvieren!


coursing sm 2


Inzwischen war mir klar geworden, dass entgegen meiner Annahme sogar hier bei der Schweizermeisterschaft die M├Âglichkeit bestand, mit nicht-lizenzierten Hunden Probel├Ąufe zu absolvieren. Insbesondere heute Samstag stand die Chance gut, weil so wenige regul├Ąre L├Ąufe auf dem Programm standen. Ich packte nat├╝rlich die Gelegenheit und bewarb mich f├╝r je einen Probelauf mit Parween und Ganador, was zu meiner grossen Freude schliesslich auch bewilligt wurde. Im Anschluss an die Vormittagsl├Ąufe durfte als erster mein Parween laufen. Er war der erste L├Ąufer, der den inzwischen bereits f├╝r die zweiten L├Ąufe am Nachmittag umgestellten Parcours testen durfte. Das Ganze war dann offensichtlich noch nicht ganz ausgereift, mit grossem Schrecken konstatierten die Organisatoren eine sehr heikle Stelle wo die Hunde Gefahr laufen w├╝rden, mit einer Hausecke im Gel├Ąnde zu kollidieren - gl├╝cklicherweise nahm Parween diese kritische Stelle mit Bravour, aber der Parcours hatte es in sich, mit einer sehr steil ansteigenden Strecke im letzten Drittel, wenn die Hunde bereits eine ganze lange Strecke ebenaus in vollem Tempo gelaufen sind. Auch unser Ganador, der seinen Probelauf nach der Mittagspause direkt vor den offiziellen zweiten L├Ąufen absolvieren durfte, bew├Ąltigte diesen eigentlich zu strengen Parcours quasi "mit links". Er lief den allerersten Coursinglauf seines jungen Lebens wie ein erfahrener Rennhund ohne jegliches Z├Âgern, und kam im Ziel an ohne die geringsten Ersch├Âpfungszeichen: Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer zeigt der junge Wichtelmann, es ist wirklich erstaunlich! Nach den Probel├Ąufen aber musste der Parcours nochmals umgestellt werden, die Richter befanden das Steilst├╝ck als zu anspruchsvoll...


coursing sm 3


Die zweiten L├Ąufe am Nachmittag konnten anschliessend allesamt ohne weitere Komplikationen absolviert werden. Qa'ani war zu meinem grossen Erstaunen erneut mit seinem Laufpartner vom Vormittag eingeteilt. Ich war dar├╝ber nicht wirklich gl├╝cklich, da somit ein Vergleich mit den andern zwei R├╝den gar nicht m├Âglich war. Gem├Ąss Reglement musste ich also leider davon ausgehen, dass Qa'ani im ersten Lauf als zweitschlechtester der vier Sloughi-R├╝den gewertet worden war, die Hoffnung auf eine gute Platzierung konnten wir damit bereits begraben. Wiederum lief Qa'ani auch am Nachmitag nach meinem Daf├╝rhalten tadellos, w├Ąhrenddessen sein Begleiter den Hasen einige Male aus den Augen verlor, stehen blieb, aber dann schliesslich doch ins Ziel gelaufen kam, mit einiger Versp├Ątung. Qa'ani schien nach diesem zweiten Lauf v├Âllig in Ordnung, doch nach einer kurzen Pause zur├╝ck im Wohnmobil brachte ich meine drei Windis nochmals zur Freilaufwiese wo ich mit grosser Sorge feststellte, dass Qa'ani an seiner linken Vorderpfote ganz leicht hinkte. Die Untersuchung ergab einen eindeutigen Schmerzpunkt im Bereich der Innenzehe am letzten Zehenglied bzw am Krallenansatz. Hoffentlich war es keine Fraktur oder ernsthafte Zerrung! Nicht allzu selten f├╝hrt ein abrupter Stopp zum Einstauchen der Kralle.... Sp├Ąter, nach einem wohlverdienten sp├Ąten Mittagessen und einer guten Stunde Tiefschlaf f├╝r die drei Hundis hinkte mein armer Qa'ani so deutlich, dass ich fast Skrupel hatte, den armen Wicht zur Siegerehrung mitzubringen. Die Rangverk├╝ndigung zeigte dann was ich bereits vermutet hatte: Qa'ani erhielt den dritten Rang zugesprochen, die beiden R├╝den welche den ersten Lauf wegen der Pannen viermal beginnen mussten hatten offensichtlich bei den Richtern einen Sonderbonus in der Bewertung erhalten, und teilten sich die vordersten zwei R├Ąnge. Dies ist der einzige Punkt bei den Coursings, nebst der Verletzungsgefahr nat├╝rlich, der f├╝r mich eine Art Wermutstropfen darstellt: Genauso wie bei den Sch├Ânheitswertungen sind auch hier die Bewertungskriterien sehr weich und "gummig", also steht f├╝r die Richter T├╝r und Tor offen f├╝r meiner Meinung nach v├Âllig beliebige Bewertungen f├╝r alle die Hunde, welche im Prinzip tadellos laufen. Ein oder zwei Punkte mehr oder weniger, das ist schlicht Zufall bzw sehr subjekti gepr├Ągt, und macht dennoch den Unterschied zwischen Sieger und Verlierer. Nach dieser kleinen Entt├Ąuschung f├╝r mich endete das Abenteuer Coursing-SM f├╝r uns dann aber doch noch gl├╝cklich und positiv: Auch die R├╝ckfahrt durch den Gotthard verlief f├╝r uns wiederum ohne jeglichen Stau, trotz eigentlich erwartetem Ferienende-R├╝ckreiseverkehr, und mein Qa'ani war sp├Ątabends als wir nach der langen R├╝ckfahrt wieder zuhause waren v├Âllig wiederhergestellt, kein Hauch von Hinken mehr, trotzdem er von mir keine Schmerzmittel erhalten hatte. Dies ist f├╝r mich das wichtigste: Nach einem solchen Abenteuer mit gesunden, gl├╝cklichen Hunden wieder zuhause zu sein.





coursing sm 4


Eigentlich w├Ąre heute auf der Windhund-Rennbahn in Rifferswil ein Derby angesagt gewesen - daf├╝r h├Ątte ich meine Hunde nicht angmeldet. Parween h├Ątte wegen fehlender Rennlizenz ohnehin bloss einen kurzen Einlage-Sololauf ausser Konkurrenz machen k├Ânnen, und f├╝r meinen sensiblen Qa'ani konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, ihn m├Âglicherweise in einem vollen Feld starten zu lassen, wo gleichzeitig sechs Hunde sich aus ihren Startboxen st├╝rzen und dem Hasen nachhetzen. Aber dann ist alles anders gekommen!
 
Das Derby wurde sehr kurzfristig abgesagt, wegen zu wenigen gemeldeten Hunden. Der Hauptgrund f├╝r das Ausbleiben der Meldungen ist wohl, dass am kommenden Wochenende die Coursing-Schweizermeisterschaften in Lostallo stattfinden - die Hundebesitzer wollten wohl kein Risiko eingehen, dass ihre Hunde sich vielleicht am Derby eine Verletzung zuziehen w├╝rden. Nun aber, gut f├╝r uns, anstelle des Derby wurde kurzfristig umgestellt und ein Solorennen organisiert. Da wollte ich meine Sloughis laufen lassen, beide konnten jetzt ja regul├Ąr mitmachen!


solorennen 1


Der dichte Nebel am fr├╝hen Morgen l├Âste sich rasch auf, und bei Rennbeginn lachte wie schon seit Tagen die strahlende Herbstsonne vom Himmel: Ideales Renn-Wetter, nicht zu kalt, nicht zu heiss, und der heitere Sonnenschein vom blauen Himmel schien alle freundlich und fr├Âhlich zu machen, Zwei- und Vierbeiner! Die Hunde liefen alle problemlos, die Grasbahn war weich und angenehm zu laufen, es gab keinerlei Unf├Ąlle und wir kamen mit dem Programm z├╝gig vorw├Ąrts. Wie ├╝blich der erste Lauf am Vormittag, und nach der Mittagspause dann der zweite Lauf - leid tat mir einzig unser junger Galgo Ganador, der zwar ebenfalls in den Pausen ausgedehnte Spazierg├Ąnge in der Umgebung unternehmen und auch die Rennbahnstimmung immer mal wieder geniessen durfte: Doch WIE GERNE w├Ąre auch er heute auf der Bahn gelaufen!!!


solorennen 2


Doch dann, welch sch├Âne ├ťberraschung: Wir waren gerade zur rechten Zeit beim Clubhaus in der N├Ąhe der Startboxen angekommen, als die regul├Ąren L├Ąufe eben zu Ende gegangen waren und ich wie zuf├Ąllig jemanden etwas sagen h├Ârte von "kurze Gerade" - sofort war ich alarmiert, schob mich mit meinem Ganador zwischen den Geb├╝schen durch zu den Startboxen und sah dort was ich vermutet hatte: Einige Vereinsmitglieder standen da und waren offensichtlich im Begriff, einige junge Hunde ausser Plan noch mit dem Hasi spielen zu lassen bzw f├╝r sie noch einige Trainings-Geraden zu ziehen. Freundlicherweise bekam auch mein Ganador nun die Chance, wie bereits beim Training eine Woche zuvor altersentsprechen die Startgerade mit auslaufender erster Kurve laufen zu d├╝rfen. Und diesmal wollte ich den Versuch wagen, Ganador direkt und ohne jegliche Vor├╝bung durch die (vorne und hinten offene) Startbox zu starten. Es gelang, Ganador lief ohne jegliches Z├Âgern mit Feuereifer durch die Startbox dem gezogenen Hasen nach! Super gemacht, mein junger Galgo! Ganador ist echt Fan der Rennbahn, das ist unverkennbar!


solorennen 3


Am fr├╝hen Abend dann Rangverlesen und die Siegerehrung: Von den drei Sloughi-R├╝den am Start (keine einzige Sloughi-H├╝ndin war gemeldet!) erreichte diesmal unser Parween den ersten Platz, Qa'ani Platz zwei. Super gemacht, meine Jungs, ich bin wirklich stolz auf euch! Und mit mindestens drei Hunden in derselben Klasse bekam Parween auch eine h├╝bsche Sch├Ąrpe umgelegt f├╝r's Siegerfoto: Da steht nat├╝rlich noch der urspr├╝nglich geplante Titel "SWRV Derby 2017" drauf, die Sch├Ąrpen lagen ja bereits fixfertig bereit als das Derby abgesagt und durch das Solorennen ersetzt worden war. Egal, Parween tr├Ągt seine Auszeichnung mit W├╝rde! Und da das offizielle Siegerfoto mit den drei Sloughis auf dem Podest auch Tage nach dem Rennen nicht aufgeschaltet ist, hier also ein Ersatz-Foto mit unserem geschm├╝ckten Parween in unserem Garten. Auch sehr h├╝bsch!






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Ein wundersch├Ân warmer und sonniger, goldener Herbsttag - heute fahren wir nach l├Ąngerer Zeit wieder einmal zu einem Rennbahntraining, in Rifferswil. Parween und Qa'ani d├╝rfen mal wieder ohne den st├Ârenden Maulkorb laufen, es soll diesmal einfach Freude und Vergn├╝gen sein f├╝r die beiden. Die Begeisterung steht den zwei Sloughis ins Gesicht geschrieben und leuchtet in ihren Augen, ein wundersch├Ânes Bild ihnen zuschauen zu d├╝rfen wie sie voll in ihrem Element ├╝ber die Rennbahn flitzen!


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Am Rand der Rennbahn ein langes Objektiv, eine junge Lady ist am fotografieren! Freundlich erkl├Ąrt sie mir, sie sei mit ihrem neuen Objektiv erst mal am ├╝ben, k├Ânne nicht versprechen dass die Fotos gelingen w├╝rden. Ich hoffe nat├╝rlich auf ein paar sch├Âne Fotos von meinen begeisterten Rennhunden ohne Maulkorb! Auf dem Bild nebenan ist Qa'ani zu sehen, der riesigen Spass daran hat, diesmal ausnahmsweise das Hasenfell nach begeisterter Jagd auch mal wirklich mit den Z├Ąhnen fassen zu k├Ânnen!


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Und nun ist auch unser Rennbahn Novize Ganador an der Reihe! Ohne dass wir jemals als Vor├╝bung sogenannte Reizangelspielchen mit dem Hasenfell gemacht h├Ątten - solches schien mir v├Âllig ├╝berfl├╝ssig nachdem mein junger Galgo ja bereits beim Zuschauen kaum mehr zu halten war vor reinster Jagdbegierde - liess ich meinen jungen Springinsfeld neben den Startboxen aus der Hand starten, und wie es nicht anders zu erwarten war: Ganador flitzte los und in vollem Tempo dem Hasi nach, bis der Hasenzieher wie zuvor vereinbart diesen ersten Baby-Lauf nach der ersten Kurve verlangsamte und das Hasenfell zum Stillstand kam.


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Am ruhenden Hasenfell, der Hase war ja jetzt tot, flaute Ganador's Interesse an dem Jagdobjekt rasch ab. Er schaute sich um und suchte nach mir, die ich l├Ąngst nicht so rasch wie mein begeisterter Windhund Richtung Ziel keuchte. Er machte mir gl├╝cklicherweise meinen Job sehr einfach, indem er bald fr├Âhlich und stolz mir entgegenlief. Mein super Galgoboy, du hast den allerersten Lauf deines Lebens auf der Rennbahn mit Bravour gemeistert, ich bin sooo stolz auf dich!
 
Mein herzlicher Dank geht an Bea Koller f├╝r die wundersch├Ânen Fotos meiner drei Windhunde ohne Maulkorb auf der Rennbahn! Super gelungen, trotz neuem Objektiv!





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Demn├Ąchst werden nicht mehr bloss unsere beiden jungen Sloughis mitmachen d├╝rfen an den Trainings und Wettk├Ąmpfen auf der Rennbahn und im Coursingfeld; unser junger Galgo Ganador ist inzwischen kein Baby mehr, auch er darf nun demn├Ąchst beginnen mit seinen allerersten Renntrainings! F├╝r mich ist es eine echte Herausforderung, meine rennbegeisterten Windhunde an solchen Anl├Ąssen sicher an der Leine f├╝hren zu k├Ânnen, denn dann wollen sie alle drei nur noch eines: JAGEN! - und alle drei stemmen sich bei solchen Gelegenheiten noch viel st├Ąrker als sonst schon in die Leine. Da werden immer veritable B├Ąrenkr├Ąfte frei! Das A und O um solche Situationen f├╝r mich wenigstens akzeptabel ertr├Ąglich und sicher zu machen sind Renn- und Coursingtaugliche Leinen, die ich nicht bloss sicher und rutschfrei in der Hand halten kann, sondern welche sich zudem innert Sekunden und auch einh├Ąndig weit genug einstellen lassen, um die Halsung unmittelbar vor dem Startsignal und anschliessend wieder beim Einfangen des Hundes im Zielraum problemlos ├╝ber den Hundekopf inklusive den montierten Maulkorb streifen zu k├Ânnen.


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Solche spezielle, stabile Zug-Stop-Halsungen mit integrierter Leine aus robustem Leder gefertigt, konnte ich an einem der vergangenen Coursinganl├Ąsse k├Ąuflich erwerben von einem versierten holl├Ąndischen Hersteller - in ihrer Machart sind sie im Prinzip ├╝berzeugend und absolut funktional. Leider jedoch ist bei diesen gekauften Exemplaren das Leder f├╝r meine Bed├╝fnisse deutlich zu hart am zarten Windhund-Hals, zudem ist das Leinenteil viel zu lang und auch zu hart und rutscht mir bei starkem Zug durch die Hand, also alles in allem nicht genau das was mir ideal erscheint. Nun also, selbst ist die Frau, gen├╝gend stabile und doch weiche Ledermaterialien f├╝r Halsteil und Leine hatte ich von fr├╝heren Lederarbeiten noch vorr├Ątig, also machte ich mich kurzentschlossen an die Arbeit.


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Das robuste, recht dicke und doch weiche und griffige Leinenleder ohne scharfe Kanten in einem St├╝ck auch durch das Halsteil gezogen, so dass keinerlei Metallteile, keine D-Ringe, Karabiner oder Schnallen und L├Âcher als potenzielle Soll-Bruchstellen vorhanden sind (unsere kraftstrotzenden Windis reissen erfahrungsgem├Ąss jeden noch so stabil wirkenden D-Ring und jedes Schnallen-Loch im Leder auseinander!), das Halsteil gut und weich gepolstert mit beiderseits je drei dicken aber doch weichen Lagen von stabilem Softleder, die Leine kurz genug um den Radius der ungest├╝m umherh├╝pfenden Jungspunde in akzeptablen Grenzen zu halten, angenehm weich in der Hand und griffig genug, dass ich die Leine bei Bedarf auch direkt beim Halsteil sicher fassen kann: Dies sind die Ingredienzen meiner Eigenkreation selbstgefertigter Coursingleinen. Und nat├╝rlich, auch h├╝bsch sollen sie ausschauen und unverwechselbar individuell, aus verschiedenfarbigem Leder, mit einer bunten Borte verziert, passend in der Farbkombination f├╝r jeden meiner sch├Ânen Windhunde.


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Die ben├Âtigten Klein-Metallteile, insbesondere ein tauglicher Stopper, konnte ich leider hier in der Schweiz so auf die schnelle nirgends finden - wurde aber f├╝ndig in einem Online-Shop in Tschechien! Eine riesige Auswahl im aktuellen Angebot, der Online-Shop perfekt und bedienungsfreundlich organisiert, die Preise fast unverst├Ąndlich g├╝nstig: Am Montagabend bestellt, am Dienstagmorgen bereits die Lieferung als vollst├Ąndig vorbereitet gemeldet und die Proformarechnung geschickt, den Betrag gleichentags online ├╝berwiesen und am Mittwoch die Sendung losgeschickt - inklusive Verzollung hatte ich das Paket bereits am Donnerstag in der Hand!!! Trotz Vorauskasse schneller eingetroffen als bisher jede Sendung innerhalb der Schweiz, ganz zu schweigen von den extrem vorteilhaften Preisen, trotz Zusatzkosten f├╝r Expresstransport und Verzollung! An meinen sechs Halsungen, je zwei f├╝r jeden meiner Windis, hatte ich bereits am Dienstag begonnen ohne Zeitdruck zu arbeiten - ich rechnete keinesfalls mit einer derart raschen Lieferung - und so wurden die selbstgefertigten Coursingleinen bereits am Freitag alle einsatzbereit fertig, so dass ich sie am Freitagnachmittag bei einem h├╝bschen Waldspaziergang f├╝r einen ersten Funktionstest an meinen Windis ausprobieren konnte: Sie funktionieren perfekt!





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Anl├Ąsslich des traditionellen Azawakh-Coursings, dieses Jahr zu Gast auf dem Gel├Ąnde der Windhundrennbahn Lotzwil, wurde das offizielle Club-Coursing 2017 des Orientalenclubs (Salukis und Sloughis) durchgef├╝hrt. Es waren diesmal eine erfreuliche Anzahl Sloughis am Start, und mit den insgesamt sieben gemeldeten Sloughis konnte sogar gem├Ąss Coursing-Reglement das CACIL vergeben werden. Vorbedingung f├╝r eine Bewerbung um's CACIL sind mind. 6 Hunde am Start, sowie f├╝r den Bewerber ein Richterbericht von einer Internationalen Ausstellung mit der Mindestbewertung "sehr gut", eine Bedingung welcher unser Qa'ani dank seinem "vorz├╝glich 1. Rang" in Kreuzlingen problemlos erf├╝llte. Ich hatte also das entsprechende K├Ąstchen angekreuzt bei seiner Anmeldung, obschon ich keinesfalls damit rechnen konnte dass er diesen Punkt zugesprochen bekommen w├╝rde, in Konkurrenz mit den vielen Coursing-erfahrenen andern Sloughis. Aber, versuchen kann man's ja!


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Qa'ani machte seine Sache sehr gut. Diesmal lief er beide L├Ąufe ohne jegliche Pannen, und dank seinen zwei guten Bewertungen reichte ihm das Schlussresultat f├╝r den guten dritten Platz hinter zwei erfahrenen Sloughias, wiederum als punktbester der teilnehmenden R├╝den. Sehr ├╝berrascht war ich dann doch bei der Siegerehrung, als ich sein Leistungsheft in die Hand gedr├╝ckt bekam mit gleich zwei hineingeschobenen Karten: Qa'ani hatte sowohl die gr├╝ne Karte f├╝r's CACL (Nationaler Coursing-Champion; f├╝r die Vergabe reichen 3 Hunde derselben Kategorie am Start, heute also je 1 CACL f├╝r die beste H├╝ndin und den besten R├╝den) wie auch die gelbe Karte f├╝r's CACIL zugesprochen bekommen! Und dies, obschon die beiden besser bewerteten H├╝ndinnen ebenfalls die Vorbedingungen f├╝r's CACIL erf├╝llten! Irgendwie mussten deren Besitzer vergessen haben, ihre Hunde f├╝r diese Wertung anzumelden! Nun hat also unser Qa'ani bereits seinen ersten nationalen wie auch seinen ersten internationalen Coursing-Leistungspunkt gewonnen, damit hatte ich nie und nimmer gerechnet! Insgesamt braucht es f├╝r den Internationalen Coursing-Champion Titel drei CACIL, f├╝r den nationalen Titel vier CACL Punkte, welche je ├╝ber mind. 1 volles Jahr vom ersten bis zum letzten Punkt gesammelt werden.

Erst im Nachhinein habe ich f├╝r Qa'ani noch eine weitere gr├╝ne Karte zugeschickt bekommen: Qa'ani hat bereits beim Coursing der Combi-Trophy Ende August in Lotzwil seinen allerersten CACL-Punkt erhalten, was damals bei der Siegerehrung irgendwie vergessen gegangen war! Sch├Âne ├ťberraschung!


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Parween durfte genauso wie sein Bruderherz Qa'ani an diesem Coursing laufen. Allerdings verzichtete ich darauf, ihn f├╝r den offiziellen Wettkampf anzumelden. Das Risiko war mir einfach zu gross, dass er wiederum statt der Hasenattrappe nachzuhetzen seinem Laufpartner nachlaufen w├╝rde. Eine erneute Disqualifikation wollte ich nicht schon wieder riskieren. Nicht bloss weil nach der zweiten Disqualifikation innert eines Kalenderjahres eine Sperre von 1 Monat ausgesprochen wird, und nach einer dritten Disqualifikation eine 2-Monats-Sperre, und eine vierten Disqualifikation innert zweier Kalenderjahre den Entzug der Lizenz zur Folge hat - ein Windhund mit einem derartigen Verhalten macht sich auch keine Freunde in der Szene. Parween durfte aber doch beide Coursingl├Ąufe absolvieren, jeweils vor Beginn der eigentlichen Wettbewerbe und als Sololauf ausser Konkurrenz, ohne Bewertung. Auch Parween machte seine Sache sehr gut, allerdings war er nach dem zweiten Lauf am Nachmittag, welcher ungewohnt lang, heisst ├╝ber ganze 900 Meter (statt wie sonst meistens ├╝ber ca 700 - 800 m) gezogen wurde, recht ersch├Âpft - seine Ausdauer-Kondition ist eindeutig weniger gut als diejenige von dem mageren Leichtgewicht Qa'ani, welcher auch diese lange Distanz ohne sichtbare Erm├╝dungszeichen meisterte. F├╝r mich pers├Ânlich war diese L├Âsung perfekt, hatte ich doch diesmal jeweils lediglich einen einzigen Sloughi am Start, was f├╝r mich die ganze Sache deutlich vereinfacht! Zwei ungest├╝m wilde, hoch-triebige Sloughi-R├╝den gleichzeitig zum Coursingfeld zu f├╝hren, und dann im entscheidenden Moment eine helfende Hand zu finden welche den zweiten R├╝den in Obhut nimmt w├Ąhrend ich den andern zum Start bringe, das ist f├╝r mich jeweils doch immer ein Kraftakt und eine grosse Herausforderung!


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Auch die Siegerehrung war unter diesen Umst├Ąnden nat├╝rlich f├╝r mich und meinen Qa'ani ├Ąusserst entspannt: Anders als viele andere teilnehmende Hundebesitzer, welche teilweise sogar vier oder noch mehr Hunde am Start haben und somit auch an der Siegerehrung alle platzierten gleichzeitig zeigen sollen und wollen (da reicht eine Ehepartnerin nicht mehr, es braucht auch noch zus├Ątzlich verschiedene Freunde um die vielen Hunde zeigen zu k├Ânnen!), konnte ich mich nun g├Ąnzlich und alleine meinem Qa'ani widmen, der sich auf dem niedrigsten Treppchen des drittplatzierten ganz wohl zu f├╝hlen schien. Sch├Ân ist, dass an solchen eher kleinen Anl├Ąssen alle platzierten Hunde geehrt und gezeigt werden, auch wenn f├╝r sie keine Treppenstufen mehr vorhanden sind. So sind hier auf den beiden Fotos alle sieben teilnehmenden Sloughis zu sehen, sozusagen die ganze Sloughi-Familie! Denn: Siegen ist so oft einfach Gl├╝cksache, teilnehmen ist alles! (Fotos von Ester Eigenmann, herzlichen Dank!)






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... und meine Seele spannte
weit ihre Fl├╝gel aus
flog durch die stillen Lande
als fl├Âge sie nach Haus...

... run free, liebe Silja
mein anh├Ąngliches, herzensgutes Doggenm├Ądchen


Silja RIP

 

 

 



 




Bei wundersch├Ânem Herbstwetter durften unsere zwei Sloughi-Jungs heute auf der Rennbahn ihre Schnelligkeit bei der Jagd auf das Hasenfell auf die Probe stellen. Die Solo Trophy 2017 auf der Windhundrennbahn in Rifferswil stand auf dem Programm. Da sowohl lizenzierte wie auch nicht-lizenzierte Windhunde zugelassen waren, durften sowohl Qa'ani wie auch Parween teilnehmen. Diesmal hatten wir Gl├╝ck, ausser unseren zwei jungen Boys waren noch drei weitere Sloughis gemeldet, davon eine H├╝ndin in der Veteranen Klasse. Ich hatte also erstmals die Gelegenheit eine Idee davon zu bekommen, wie schnell meine beiden Zweij├Ąhrigen auf der Rennbahn unterwegs sind im Vergleich zu andern Sloughis. Und da Rifferswil so nah an unserem Wohnort liegt hatte ich die Chance, ├╝ber Mittag kurz nach Hause zu fahren um die zuhause gebliebenen zu betreuen, und konnte dann f├╝r den Nachmittag auch unseren jungen Galgobub Ganador zur Rennbahn mitnehmen: Auch f├╝r ihn wurde es ein absolut unteressanter, ereignisreicher Tag, auch wenn der Kleine nat├╝rlich noch nicht auf der Rennbahn laufen darf.


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Alle vier in der regul├Ąren Klasse startenden Sloughis absolvierten ihre beiden L├Ąufe problemlos. Auch unser Qa'ani, der ja in naher Vergangenheit regelm├Ąssig Probleme gezeigt hatte mit der Startbox, wo er sich drinnen gedreht und dadurch beim Start immer viel Zeit verloren hatte, kam diesmal bei beiden L├Ąufen problemlos aus der Startbox raus: Dies war f├╝r mich das allersch├Ânste Erlebnis heute! Bei beiden L├Ąufen gelang einem meiner beiden Boys die beste Sloughi-Zeit: Im ersten Lauf lag Qa'ani knapp vorne, im zweiten Lauf am Nachmittag lief Parween schneller, und in der Gesamtwertung lag dann Qa'ani mit hauchd├╝nnem Vorsprung vorne: Unser drahtiger Qa'ani gewann damit eine wundersch├Âne Siegerdecke! Darauf darf er schon ein wenig stolz sein, auch wenn in den heutigen Sloughi-L├Ąufen die Zeiten der drei R├╝den sehr sehr nah beieinander lagen und der Sieg damit eher Gl├╝cksache war.


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Unser s├╝sser Sloughi-Bub Qa'ani ist heute zwei Jahre alt geworden. Wir lieben den anh├Ąnglichen und verschmusten, herzallerliebsten, drahtigen kleinen Kerl ├╝ber alles! Qa'ani hat sich in den letzten paar Monaten - wohl nicht zuletzt auch aufgrund einer gewissen Konkurrenz gegen├╝ber unserem jungen, quirligen, ├╝beraus frechen Galgo-Baby Ganador - sehr gut entwickelt. Er zeigt sich inzwischen nicht mehr als das kleine, ziemlich sch├╝chterne Wichtelm├Ąnnlein, das gegen├╝ber dem stolzen und selbstsicheren Parween fast ein wenig untergeht. Qa'ani ist so richtig am aufbl├╝hen!


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Wo er aber so richtig zeigt was in ihm drinnen steckt, das ist im freien Auslauf bei den Wettrennen mit seinen beiden Windi-Kumpels, und auch auf der Rennbahn und im Coursingfeld: Hier hat Qa'ani eindeutig seine grosse St├Ąrke, hier kann er seine Jagdpassion so richtig ausleben und zeigt seine grosse Freude an der Bewegung, sowie auch eine bemerkenswerte Ausdauer. Bloss die Krux mit der Startbox, da muss er noch etwas dazulernen. Erstaunlich was in dem kleinen, drahtigen Kerlchen so alles drinnen steckt an Energie!


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Die Teilnahme an der SwissCombiTrophy 2017 in Lotzwil reizte uns aus verschiedenen Gr├╝nden: Einerseits weil am Ausstellungstag auch die Clubsiegershow des Grey - Magyar Agar - Galgo Clubs stattfand, wo wir unseren Ganador auch zeigen wollten und hofften, einige sch├Âne Kontakte zu kn├╝pfen mit den Schweizer Galgo-Leuten. Tats├Ąchlich, Ganador musste hier zum ersten Mal in seiner Ausstellungs-Karriere nicht als einziger Vertreter der J├╝ngstenklasse im Ring stehn, er hatte sowohl einen jungen R├╝den als direkten Mitkonkurrenten, und etwas sp├Ąter durfte er sich sogar noch gegen eine s├╝sse junge Galga um den J├╝ngsten-Rassesieg bewerben. Die h├╝bsche Awanatas Belinda aus dem j├╝ngsten Wurf unserer einzigen Schweizer Galgo-Zucht erhielt schliesslich die sch├Âne Auszeichnung J├╝-BOB, w├Ąhrend unserem Ganador die Auszeichnung J├╝-BOS zugesprochen wurde: Wie sch├Ân! Anschliessend ans Richten wurde ich freundlicherweise zur Teilnahme am Club-Apero eingeladen, obschon wir noch gar nicht als Mitglied angemeldet sind: So unkomplizierte und freundliche Menschen habe ich hier kennengelernt, in diesem Club werde ich sehr gerne Mitglied!
(Die beiden Siegerfotos im Ring wurden aufgenommen vom Club-Fotograf: Ganz herzlichen Dank!!)


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Auch Parween zeigte sich an der Show von seiner besten Seite: Richter Wim Wiersma aus Holland beeindruckte mich durch seine sehr sorgf├Ąltige, genaue und freundliche Bewertung der Hunde, und insbesondere beurteilte er auch tats├Ąchlich jeweils den Hund, und nicht in erster Linie eine perfekte oder auch weniger perfekte Pr├Ąsentation. Parween gewann nicht nur erwartungsgem├Ąss das Stechen gegen seinen j├╝ngeren Bruder Qa'ani und erreichte damit mangels weiterer R├╝den-Konkurrenz den Titel "Bester Sloughi-R├╝de", sondern er gewann sp├Ąter sogar noch gegen die sch├Ânste Sloughia den Rassesieg: Unser sch├Âner Parween, er hat es wieder geschafft! Mein herzliches Dankesch├Ân an unseren Richter! Nicht brillieren hingegen konnte Parween tags darauf am Coursing: Bereits beim ersten Lauf zeigte sich, dass Parween viel weniger Interesse aufbringt f├╝r das ├╝ber den Parcours fliegende Hasenfell mit den Flatterb├Ąndern, sondern einfach die sich endlich bietende Gelegenheit packen wollte, mit seinem Mit-L├Ąufer ein kleines Spielchen anzuzetteln: Parween war damit disqualifiziert, Ende lustig. Er war damit draussen aus der erhofften Kombinations-Wertung: Schade! Und dies in seinem allerersten Coursing nach erfolgreich erlangter Coursing-Lizenz! Wirklich mehr als peinlich!


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Unser Sch├Ątzchen Qa'ani hingegen, welcher sich im Ring ganz gut zeigte und inzwischen l├Ąngst nicht mehr so sch├╝chtern dasteht wie erst noch, er durfte so kurz vor seinem zweiten Geburtstag nochmals, zum allerletzten Mal, in der Zwischenklasse starten und hatte so doch die Chance, seinen CAC-Punkt zu gewinnen. Was ihm dann tats├Ąchlich auch gelungen ist: Vorz├╝glich 1 und CAC, toll! In direkter Konkurrenz zu Parween w├Ąre dieses Resultat wohl ein Ding der Unm├Âglichkeit, denn Parween gewinnt im Ring IMMER gegen Qa'ani. Dann aber, am Sonntag beim Coursing, da konnte Qa'ani so richtig auftrumpfen: Im ersten Lauf am Vormittag, nach einer fast unendlich scheinenden Wartezeit w├Ąhrend der Hasenzug mehrfach gerissen war und wieder repariert werden musste, lief unser kleiner, drahtiger Qa'ani top-motiviert einen tollen Lauf, und wurde gar als zweitbester aller Sloughis gewertet! Super gemacht, mein kleiner s├╝sser Qa'ani mit dem grossen Herz eines echten Rennhundes!


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Jedoch leider, im zweiten Lauf am Nachmittag startete unser Coursing-Novize gleich im ersten Sloughi-Lauf in Begleitung der bestbewerteten erfahrenen Sloughia, und nun geschah das Malheur kurz nach dem Start: Qa'ani folgte mit Feuereifer direkt der davonfliegenden Hasenattrappe und hielt nach rechts, w├Ąhrend die jahrelang erfahrene Coursingl├Ąuferin die Abk├╝rzung w├Ąhlte und nach links hielt: Es kam zu einer heftigen Kollision der L├Ąufer, unser Sensibelchen Qa'ani war danach sichtlich durcheinander und verstand die Welt nicht mehr. Er lief zwar tapfer weiter, immer dem Hasi nach, aber sein gewohnter Eifer fehlte vollst├Ąndig, seine ganze Jagd-Energie war verpufft. Die Wertung war dann entsprechend schlecht, und im Schlussresultat erreichte unser Qa'ani leider bloss noch den letzten Schlussrang aller platzierten Sloughis. Dennoch, ein kleiner Trost: Da Qa'ani nach Parween's Ausscheiden aus der Kombiwertung der einzige verbleibende R├╝de war, erhielt er doch noch seine Urkunde als Sieger S + L (Sch├Ânheit und Leistung) von allen Sloughir├╝den, und verdiente sich damit seinen Lorbeerkranz! Naja...   trotzdem sch├Ân, unser schmucker Qa'ani mit dem Lorbeerkranz auf dem S+L-Siegerfoto!





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Flieg, sch├Âne Seele, flieg
Federleicht und frei
Mein Seelenhund mit den Menschenaugen
Mein Charengo

CH RIP 
 

   
   


Die grossen, internationalen Hundeausstellungen in der Halle, wo alle Rassen ausgestellt werden und deshalb auch riesige Menschen- und Hundemassen vor Ort sind, die sind so gar nicht unsere Sache. Viel lieber sind uns die kleinen nationalen Nur-Windhunde Ausstellungen auf der gr├╝nen Wiese: Kleinere Anl├Ąsse mit der Chance, in vertrauter Atmosph├Ąre verschiedenste liebe Hunde- und Menschenbekanntschaften machen oder auffrischen zu k├Ânnen - am besten noch an einem sch├Ânen Ort auf einer unserer Rennbahnen, wo der Anfahrtsweg kurz ist und die M├Âglichkeit besteht, mit unserem fahrenden Ferienh├Ąuschen, unserem Wohnmobil hinzufahren und den Hundis echte Entspannung bieten zu k├Ânnen vor und nach ihren Eins├Ątzen im Show-Ring direkt nebenan. Da bietet sich dann auch eine gute Gelegenheit f├╝r sch├Âne Spazierg├Ąnge in der Umgebung auch mit unseren Nicht-Ausstellungshunden, so dass solche "kleine" Ausstellungen dann eube willkommene Abwechslung im Sinne von interessanten Kurzferien f├╝r die ganze Familie bedeuten.


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Nun aber wollte ich doch nicht die Gelegenheit verpassen, noch quasi in letzter Minute eine hoffentlich gute "International-Wertung" zu erhalten f├╝r unsere beiden Sloughi-Boys, w├Ąhrend ich die zwei noch in getrennten Klassen melden durfte: Qa'ani, der ja noch nicht ganz zwei Jahre alt ist, darf noch in der Zwischenklasse starten, w├Ąhrend Parween selbstverst├Ąndlich seit Monaten bereits in der Offenen Klasse l├Ąuft. So haben sie beide die Chance auf einen Internationalen CAC-Punkt, welcher als Anwartschaft f├╝r den Schweizer Sch├Ânheits-Champion gilt. Noch wichtiger aber als diese Champion-Anwartschaft ist mir die von uns hier angestrebte Wertung von mindestens einem "Sehr gut", welche zwingend notwendig ist wenn unsere Sloughi-Boys k├╝nftig an einem Rennen oder Coursing um das CACL laufen wollen bzw sollen. Das w├Ąre schon toll, wenn wir das erreichen k├Ânnten.


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Kreuzlingen, eine Internationale Ausstellung an allersch├Ânster Lage direkt am See, vom Weg her durchaus machbar mit m├Âglichem kleinem Abstecher zu unserem sch├Ânen Weiher-Grundst├╝ck auf dem Nachhauseweg, das war f├╝r uns doch den Versuch wert. Zu unserer grossen ├ťberraschung waren alle vier gemeldeten Sloughis von derselben Zuchtst├Ątte, wir trafen also auf ein sehr famili├Ąres, uns freundschaftlich zugewandtes Sloughi-Team und unter diesen Voraussetzungen war f├╝r mich die tatkr├Ąftige Hilfe unserer "Mit-Konkurrenten" beim Zeigen meiner beiden Boys fast schon eine Selbstverst├Ąndlichkeit. Wie sch├Ân, diese Situation! Und da alle vier Sloughis, sowohl meine zwei Jungs wie auch die beiden M├Ądels, jeder in einer separaten Klasse startete, war niemand den andern direkte Konkurrenz. Diese ideale Situation half etwas ├╝ber die Schwierigkeit hinweg, dass der freundliche und kompetente Sch├Ânheitsrichter in unserem Ring kurzfristig eine grosse Zahl zus├Ątzlicher Hunde zur Beurteilung zugeteilt bekommen hatte: Wir warteten diesmal volle 6 Std bis wir ENDLICH an der Reihe waren! Meine zwei Boys waren bis dahin schon halb tot vor M├╝digkeit, da sie in der betriebigen Ausstellungshalle wie ├╝blich keine einzige Sekunde lang wirklich entspannen konnten.


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Unser Gl├╝ck war wohl, dass der nette Richter, als wir endlich dran waren, offensichtlich die klare Botschaft erhalten hatte er m├╝sse zwingend endlich zu einem Ende kommen - er zeigte sich zwar nach wie vor freundlich und korrekt, aber es eilte nun doch definitiv, und so mussten sich unsere Sloughis kaum l├Ąnger als je ca 2 Minuten im Ring zeigen - nichts mit 5 oder 10 Minuten oder gar noch l├Ąnger ruhig und sch├Ân still stehn...   ein klarer Vorteil f├╝r meine beiden Quirlis, denen das sch├Ân brav stillstehn und eine stolze Statue mimen ja wirklich nicht liegt. F├╝r alle vier Sloughis erhielten wir schliesslich zu unserer grossen Freude je die H├Âchstwertung, und damit den begehrten CAC-Punkt! Zudem erhielt mein sch├Âner Parween sogar den Rassesieg zugesprochen, und damit seinen allerersten CACIB-Punkt, und die Auszeichnung "Alpensieger". Auch wenn mir grosser Ehrgeiz in Sachen Ausstellungs-Wertungen ziemlich fremd ist, stolz bin ich trotzdem auf diese tollen Resultate meiner beiden Sloughi-Boys! Trotz aller Anstrengungen, dieser Ausstellungs-Tag hat sich definitiv gelohnt f├╝r uns!





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Die lange Hitzeperiode dieses Jahr gegen Ende Juli macht Lust auf Abk├╝hlung: Wir fahren wieder, wie regelm├Ąssig bereits in den vergangenen Jahren, f├╝r ein paar Tage an unser Lieblingspl├Ątzchen ├Ąnnet der Grenze. Hier k├Ânnen unsere Hundis nach Herzenslust die Tage geniessen draussen in der freien Natur nah am Wasser, und wir k├Ânnen perfekt der m├╝hsamen Knallerei rund um unseren Nationalfeiertag ausweichen.


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Charengo ist in seinem hohen Alter besonders schonungs- und schutzbed├╝rftig: F├╝r ihn wie auch f├╝r unser grosses Doggenm├Ądchen Silja planen wir mehrmals t├Ąglich separate, k├╝rzere Steh-Spazierg├Ąnge vorwiegend in der Umgebung unseres WoMo-Stellplatzes am lauschigen Ufer des Rheins. Die sch├Âne Landschaft im k├╝hlen Schatten grosser, alter B├Ąume am seichten, sandigen Rheinufer bietet sich in geradezu idealer Weise an f├╝r unsere zwei "Grossen", die beide nicht mehr wirklich gut zu Fuss unterwegs, und dennoch sehr dankbar und gl├╝cklich sind ├╝ber eine willkommene Abk├╝hlung im erfrischenden Nass.


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F├╝r unsere drei jungen, bewegungsfreudigen Windhunde hingegen brauchen wir nat├╝rlich deutlich ausgedehntere Spazierg├Ąnge: Nach den langen Monaten von strenger Leinenpflicht w├Ąhrend der Brut- und Setz-Zeit haben unsere drei quirligen Wildf├Ąnge hier eine herrliche Gelegenheit, sich wieder einmal nach Herzenslust frei bewegen zu d├╝rfen in der wundersch├Ânen, abenteuerlichen Landschaft des Baggersees: Parween, Qa'ani und Ganador f├╝hlen sich hier wirklich gl├╝cklich in ihrem Element, hier d├╝rfen sie endlich wieder laufen, laufen, laufen, wie es sich f├╝r Windhunde geh├Ârt!


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Auch die vielerorts recht steilen Uferpartien meistern unsere Leichtf├╝ssigen nat├╝rlich ohne die geringsten Schwierigkeiten, und ausgelassene Sprints auch durch die hoch spritzenden Fluten im flachen Uferbereich geniessen die drei jungen Windis aus vollem Herzen. Und wenn auch mal auf der Jagd nach einem fliegenden Holzst├╝ck unser Galgo-Baby Ganador den Boden unter den F├╝ssen verliert: Schwimmen, das kann auch er, unser temperamentvoller Galgo-Jungspund l├Ąsst sich durch sowas nicht wirklich irritieren: Lebensfreude pur!!!






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Wir wollten es nochmals wissen: CAC-Ausstellung f├╝r alle Windhundrassen in Rifferswil, da konnten wir bei ideal kurzem Anfahrtsweg im Wohnmobil hinfahren, mit allen unseren f├╝nf Hundis einen sch├Ânen Campingtag im Gr├╝nen geniessen und zwischendurch ganz und gar stressfrei unsere Windhunde im Ring dem Richter vorf├╝hren: So macht uns das Hunde-Ausstellen Spass! G├Ąnzlich ohne diese endlos erscheinenden, stundenlangen, zerm├╝rbenden Wartezeiten, nichts mit schliesslich v├Âllig entnervten Hunden im Ring die nur noch eines im Sinn haben: Bloss weg von hier, es reicht schon l├Ąngst!!! Und da derselbe Sch├Ânheitsrichter eingeteilt war f├╝r die Rassen Galgo Espa├▒ol und Sloughi, konnte es keine zeitlichen ├ťberschneidungen geben, also durfte nebst unseren beiden Sloughi-Boys auch unser Galgo-Welpe Ganador mitmachen. ├ťbung macht den Meister, und so konnte sich Ganador nun etwas bekannt machen mit dem Ring-Erlebnis auf der gr├╝nen Wiese im Inneren der Rifferswiler Rennbahn, nachdem er ja bereits ein erstes Mal im Ring gestanden war als blutjunger Welpe Anfang Juni in Aarau.


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Ganador machte den Start unserer drei Windhunde. Leider war er der allereinzige Galgo der Ausstellung, und vom Alter gerade mal drei Tage ├╝ber die Welpen-Kategorie raus - also startete er in der J├╝ngsten-Kategorie. Der Richter aber, er vers├Ąumte es schlichtweg, nach dem Alter unseres jungen Springinsfeldes zu fragen und bem├Ąngelte sein sehr verspieltes Verhalten im Ring - offensichtlich war der gestrenge Herr der irrigen Meinung, es handle sich bei dem riesigen Tier um einen Vertreter der Jugendklasse. Bis gl├╝cklicherweise die Ringsekret├Ąrin ihn schliesslich darauf hinwies, es handle sich nicht um einen Jugendlichen, sondern um einen erst 6 Monate alten "Baby-R├╝den". Der Richter brauchte eine ganze lange Weile um diese neue Erkenntnis auf die Reihe zu kriegen, und diktierte schliesslich gn├Ądig: "Ist ok f├╝r sein Alter", und Ganador bekam seine Bestnote: Rassebester der J├╝ngsten-Kategorie.


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Bei den Sloughis waren meine zwei die einzigen R├╝den. Sie benahmen sich ganz anst├Ąndig im Ring, erhielten beide Bestnoten und auch den erhofften CAC-Punkt ihrer Kategorie, und schliesslich ging's um's Stechen "Bester R├╝de der Rasse". Hier erhielt ich zu meiner grossen Freude und Erleichterung sehr kompetente Hilfe: Eine ├╝beraus erfahrene Ausstellerin, Besitzerfamilie von Qa'ani's Schwesterlein Querima, zeigte unseren sch├Ânen Parween, w├Ąhrend ich zeitgleich den Qa'ani durch den Ring f├╝hrte. Der Richter zeigte sich sehr angetan von beiden R├╝den, und gab schliesslich den verdienten Sieg an Parween. Auch sp├Ąter nochmals, im Stechen gegen die sch├Ânste Sloughi-H├╝ndin der Ausstellung, bekam Parween, gezeigt von Evgenija, verdient den Titel "BOB, Rassesieger". Nun hatte ich also gleich zwei Rassesieger, welche sich am Nachmittag im Ehrenring nochmals unter Beweis stellen durften!


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Nun ging es tats├Ąchlich "um die Wurst", denn wenn ich gegen die grosse und starke Konkurrenz irgend eine Hoffnung haben wollte auf den Best-in-Show Titel, dann musste ich meine Hunde von Evgenija pr├Ąsentieren lassen. Sie wusste aus jahrzehntelanger Erfahrung genau wie sowas angegangen werden muss, dagegen wirken meine eigenen Pr├Ąsentationsversuche regelrecht st├╝mperhaft. Einen sch├Ânen Hund perfekt pr├Ąsentieren im Ring, das ist halt schon eine Kunst, die nicht so einfach aus dem Nichts gelingt. Evgenija zeigte zu meiner grossen Freude sowohl Ganador in der J├╝ngstenklasse wie auch sp├Ąter Parween in den Erwachsenenklassen, f├╝r mich ein regelrechter Lehrbl├Ątz in Sachen Ausstellungswesen. Ich kam nicht mehr aus dem Staunen heraus, was Evgenija aus meinen beiden Wildf├Ąngen herauszauberte, wie perfekt sie beide im Ring standen, dank pausenloser, gekonnter "Arbeit" an den Hunden in praktisch jeder Sekunde. F├╝r Evgenija gab es w├Ąhrend der gesamten Pr├Ąsentation nie ein Stillstehen und warten, praktisch keine Sekunde lang. Da ein Beinchen, dort ein K├Âpfchen etwas perfekter richten, noch nie hatte ich selber es gewagt, derart intensiv an meinen Hunden "rumzumachen", und nie h├Ątte ich geglaubt dass meine Hunde sowas nicht bloss dulden, sondern sogar richtiggehend geniessen w├╝rden!! Quintessenz: Beide gewannen sie den grossen Sieg, das BIS, Best in Show! Bester Hund aller Windhundrassen der Ausstellung, Ganador in der J├╝ngstenklasse und Parween in der grossen Erwachsenenklasse! Welch unglaublich wunderbares Resultat, welch unglaublich wunderbare Performance meiner Hunde, danke danke danke, liebe Evgenija!!!!!





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Ein ganz besonderes Ereignis hat uns die ganze vergangende Woche lang in Atem gehalten: Die Coursing-Europameisterschaft wurde dieses Jahr von "meinem" Verein, dem Windhundsportverein Bern, auf dem Gel├Ąnde der Windhundrennbahn in Lotzwil durchgef├╝hrt. F├╝r mich selbstverst├Ąndlich, war dieser Anlass Grund genug, eine Woche Arbeitsferien zu investieren und mich als Helferin zu melden. W├Ąhrend die Leute vom OK bereits seit Monaten, ja sogar seit drei Jahren fleissig und wohl immer hektischer mit den aufw├Ąndigen Vorbereitungen an der Arbeit waren, fuhr ich am Sonntagabend vor dem grossen Anlass mit meinen drei Windhunden und Charengo im Wohnmobil nach Lotzwil. Unser Schmused├Âggelchen Silja durfte in der Zeit eine Doggen-Ferienwoche bei einer befreundeten Doggenz├╝chterin geniessen. Sie sollte endlich mal wieder erleben d├╝rfen wie es sich anf├╝hlt, als Dogge unter vielen andern lieben Doggen leben zu d├╝rfen. Und f├╝r uns im WoMo war es auch ohne Silja eng genug.


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Als Teil des Helferteams hatten wir das Privileg, auf dem Funktion├Ąrs-Camping im Innenraum der Rennbahn zu logieren, also in direkter Nachbarschaft zum grossen Festzelt und dem Platz der Siegerehrung, wo auch alle Verkaufsst├Ąnde im Lauf der Woche einer nach dem andern aufgestellt wurden. So hatten wir optimal kurze Arbeitswege zu unseren verschiedenen Einsatzorten, was die Organisation und den Ablauf nat├╝rlich sehr erleichterte. Es war nat├╝rlich ein Riesenanlass, mit gegen tausend gemeldeten Coursinghunden und zus├Ątzlich vielen Ersatzhunden, ebensovielen wenn nicht doppelt so vielen oder noch mehr zweibeinigen Hundebesitzern und vielen weiteren Vierbeinern auf dem Gel├Ąnde, welche als nicht gemeldete Rudelnmitglieder ihre Familien begleiten durften. Wie sich bald herausstellte, waren die k├Ârperlich schweren Arbeiten wie Pf├Ąhle einschlagen f├╝r die Parkfelder und die unz├Ąhligen Wegweiser, Zeltaufbau und vieles anderes, f├╝r die M├Ąnner im Helferteam reserviert, da hatte das "zarte Geschlecht" nichts zu suchen.


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Ab Montag war ich vorerst f├╝r "allgemeine Arbeiten" eingeteilt. Was sich bald herausstellte: B├╝roarbeiten, gemeinsam mit verschiedenen andern weiblichen fleissigen Helferlein. Hunderte und aber hunderte von Couverts mussten erst mal etikettiert / korrekt beschriftet werden mit dem Namen der gegen tausend gemeldeten Coursinghundebesitzer aus allen L├Ąndern Europas, die in einem ersten Schritt sorgf├Ąltig alfabetisch geordnet nach L├Ąnder in Kistchen gef├╝llt wurden. Anschliessend gingen wir die vielen Listen durch, um jedem der gemeldeten Zweibeiner die entsprechenden Vierbeiner zuzuordnen - bzw wurden die den Coursinghunden zugeteilten Startnummern auf die passenden Couverts notiert, und sp├Ąter dann in einem weiteren Durchgang die passenden Startnummern in die richtigen Couverts eingef├╝llt. Diese Arbeiten ben├Âtigten trotz maximalem Arbeitstempo den ganzen Montag und Dienstag, die vielen Zahlen schwirrten nur so in unseren K├Âpfen rum und Schichtabl├Âsungen taten immer mal wieder not. Die Arbeit mit den Couverts musste pausenlos weitergehn, die Zeit dr├Ąngte wirklich. Wie gl├╝cklich waren wir, als schliesslich alles aufgegangen war, keine der Startnummern ├╝brig blieb, keine fehlte, welche Erleichterung!!!


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Aber der Job mit den Couverts war damit noch nicht getan: Nun musste auf allen Couverts mit Hilfe einer weiteren Liste notiert werden, wer von wann bis wann einen WoMo-Platz zum ├╝bernachten reserviert, und f├╝r welche der insgesamt drei Coursingtage den Katalog bestellt hatte. Entsprechend wurden die Preise aufs Couvert notiert, die zugeteilte Nummer des richtigen Camping-Feldes dazugeschrieben und in einem weiteren Schritt dann das Couvert weiter bef├╝llt mit den entsprechenden Materialien: Kataloge, Brotbestell-Liste f├╝rs Fr├╝hst├╝ck, Parkkarte und dem passenden Campingfelderplan, Robidogs├Ąckli als kleiner aber wichtiger Fingerzeig an die hiesigen Gepflogenheiten etc. Inzwischen hatte einige von uns fleissigen Helferlein notgedrungen Nachtschichten eingelegt, damit alles rechtzeitig fertig wurde. Mittwoch Mittag war f├╝r uns Deadline, ab dann wurden die ersten G├Ąste / Coursingteilnehmer erwartet. In Wahrheit trudelten einige von ihnen bereits ab Dienstag ein, was f├╝r uns jedes Mal einen st├Ârenden Unterbruch unserer emsigen Arbeit bedeutete, waren doch zu der Zeit weder die Campingfelder beschriftet noch die Couverts bereit...


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Ab Mittwochmittag war mein Job dann am Empfang: Begr├╝ssung der G├Ąste, die mit ihren Hunden in ihren meist riesigen Campern anrollten. Sprachen waren hier nat├╝rlich gefragt, das entsprechende Couvert wurde hervorgesucht und ausgeh├Ąndigt, die notierten Angaben kontrolliert und abgeglichen, der beste Weg zum richtigen Parkfeld erkl├Ąrt und einkassiert. Ein sch├Âner und interessanter Job, damit hatte das Erlebnis "Europameisterschaft" f├╝r mich definitiv begonnen. Ab Donnerstag Mittag kam ich dann zu meinem "eigentlichen" Arbeitsort, das war die Tierarzt-Kontrolle. Hier wurden die Coursing-Hunde welche am Folgetag am Start sein w├╝rden genauestens kontrolliert von einer Tier├Ąrztin, auf irgendwelche aktuelle Krankheiten oder Verletzungen. Dies bedeutete, dass vor dem Vet-Check bei jedem der Hunde der Chip abgelesen werden musste um sicher zu gehn, dass der richtige Hund kontrolliert wurde. Hier beim Chip-Ablesen und Liste abhaken war mein Platz, ein richtiger "Schoggi-Job", sitzend im k├╝hlen Schatten des Waldrandes unter einem ger├Ąumigen Zeltdach. Im Dreierteam hatten wir so Kontakt zu den Coursinghunden und ihren Besitzern, alles friedlich und ohne Zeitdruck, da ja die Untersuchung der Hunde immer eine gewisse Zeit in Anspruch nahm, w├Ąhrend der wir auch in aller Ruhe ein wenig plaudern konnten mit den Teilnehmern. Ein richtiger Gl├╝ckspilz war ich also!


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Vet-Kontrollen gab es zweimal am Tag: Nachmittags eine erste Kontrolle f├╝r alle L├Ąufer des Folgetages, und am Coursingtag selber nach dem ersten Lauf eine zweite Kontrolle f├╝r alle Coursinghunde die j├╝nger als 2 oder ├Ąlter als 6 Jahre waren. Hier bei dieser zweiten Kontrolle gab es schon ab und zu eine kleine Verletzung an einer Pfote oder einem Lauf zu beanstanden, einige Hunde kamen leicht hinkend vorbei, alle diese L├Ąufer durften keinen zweiten Lauf mehr absolvieren. Die Sicherheit und Gesundheit der Hunde geht immer vor, und nat├╝rlich sind Verletzungen w├Ąhrend der L├Ąufe, wo die Hunde wirklich ALLES geben, nicht immer zu vermeiden. Manchmal gen├╝gt ein ungl├╝cklicher Tritt in ein Mausloch bereits, und die Verstauchung ist Tatsache. Nebst diesen Tierarzt- /Chipkontrolle-Eins├Ątzen hatte ich meine Zeit frei zur Verf├╝gung, einerseits f├╝r meine eigenen Hunde, die es nicht einfach hatten: F├╝r die Sloughis eine geschlagene Woche lang praktisch keine Sekunde Freilauf, da strikte Leinenpflicht auf dem gesamten Gel├Ąnde angesagt war, w├Ąhrend ich mir f├╝r unseren Galgo-Welpen Ganador und Senior Charengo immer mal wieder kleinere Ausnahmen erlaubte, und die beiden, wenn grad keine andern Hundespazierg├Ąnger in der N├Ąhe waren, kurz laufen liess auf dem kurzgem├Ąhten Hornusserfeld am Rand des Coursing-Gel├Ąndes. Bei ihnen beiden musste ich nicht bef├╝rchten, dass sie sich verselbst├Ąndigen und weglaufen w├╝rden.


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W├Ąhrend der verbleibenden Stunden nutzte ich die Gelegenheit, immer mal wieder meine Hilfe anzubieten im Festzelt, wo es in der K├╝che und am Buffet immer genug Arbeit gab und zus├Ątzliche Hilfe hoch willkommen war. Das Coursing-Geschehen selber, das wollte ich jedoch auch geniessen k├Ânnen. Ich nutzte hierf├╝r den Freitagmorgen, wo als erste am Start auf dem interessanten Parcours rot unter der Overhead-Anlage zeitig ab sieben Uhr die Galgos liefen: Hier liefen eine Tante und zwei Onkel meines Galgowelpen Ganador, diese L├Ąufe wollte ich unbedingt sehen! Vor dem Start ergab sich auch eine sch├Âne Gelegenheit, mit den Besitzern dieser drei Galgos ein wenig zu plaudern, ich war gl├╝cklich! Diese Galgo-L├Ąufe hielt ich dann allesamt in meiner Fotokamera fest, eine wundersch├Âne Erinnerung f├╝r mich, und auch die Besitzer dieser Galgos wie auch Ganador's Z├╝chterin freuten sich sp├Ąter sehr ├╝ber diese Fotos auf FB. Vor meinem n├Ąchsten Einsatz bei der Vet-Kontrolle reichte mir die Zeit auch, um im Vorbeigehn auf Parcours gelb mit der Bodenzug-Anlage einige L├Ąufe der zierlichen Italienischen Windspiele zu beobachten. Dies reichte mir, um das Coursing-EM-Feeling so richtig zu geniessen. An den weiteren beiden Coursingtagen dann lockte es mich nicht mehr so richtig zu den Parcours, sowieso liefen am Samstag die Sloughis, die zweite Rasse welche mich pers├Ânlich interessierte, zu Zeiten wo ich meine Eins├Ątze hatte.


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Allabendlich dann die grosse Siegerehrung auf dem grossen Podest vor dem Festzelt. Von jeder Windhundrasse, welche an dem Tag gelaufen war, wurden getrennt nach H├╝ndinnen und R├╝den die sechs Hunde mit der h├Âchsten Gesamt-Punktzahl aus den zwei L├Ąufen geehrt. Alle Lautsprecheransagen dreisprachig, mit langen Pausen, der Anlass zog sich fast unendlich in die L├Ąnge. Irgendwann mochte ich nicht mehr zuh├Âren, da auch die Namen der Hunde und sogar die L├Ąnderbezeichnung oft nicht deutlich zu h├Âren waren. Wer die Sieger waren, das war mir irgendwie so ziemlich egal, kannte ich als relativer Neuling in der Szene doch kaum jemanden der geehrten. Trotzdem war ich hoch erfreut, bei den Galgo-H├╝ndinnen wir auch bei den Galgo-R├╝den je einen Verwandten meiners Ganador auf den vorderen Podestpl├Ątzen wiederzusehn: Herzliche Gratulation an Estibaliz und Filemon Barbaro del Ni├▒os Vencedores! Esti war f├╝r Team Austria, Filemon f├╝r Team Netherlands gestartet! Damit war f├╝r uns der H├Âhepunkt des grossen Anlasses erreicht, und wir fuhren bereits am Sonntagmittag nach der letzten Vet-Kontrolle und damit dem Ende meines Helfer-Jobs wieder los, sehns├╝chtig nach unserem Silja-M├Ądchen, welche uns mit einem ausgelassenen Freudentanz begr├╝sste: Die Coursing-EM 2017 ist damit f├╝r uns zu Ende gegangen, ein einmaliges Erlebnis das uns bestimmt noch lange in sch├Âner Erinnerung bleiben wird!




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Neues Hundetrainings-Angebot in unserer Region: Die Hundeschule Finsaja bietet ganz nah an unserem Wohnort auf einem neu erstellten Traininsgplatz eine in der Schweiz noch sehr wenig bekannte Ausbildungsm├Âglichkeit an, geeignet f├╝r Hunde jeden Alters und jeglicher Rasse: DEGILITY! Dita Hejcman, passionierte Schlittenhunde-F├╝hrerin und Hundetrainerin mit langj├Ąhriger Erfahrung, hat vor kurzem in Deutschland ihre Ausbildung zur Degility-Trainerin erfolgreich absolviert, und ihren neuen Hunde-Trainingsplatz mit verschiedenen Parcours und Hindernissen eingerichtet, die Einf├╝hrungskurse sind ausgeschrieben:
 
Spass und Teamgeist f├╝r Mensch und Hund stehen im Vordergrund. Sinnvolle Besch├Ąftigung mit dem Hund f├Ârdert die Bindung und baut Vertrauen auf. Degility ist ein flexibler Parcours mit diversen Ger├Ąten. Es sind Abenteuerger├Ąte mit vielen Besch├Ąftigungselementen. Alle ├ťbungen fordern das Vertrauen des Hundes zum Sozialpartner Mensch. Der Parcours erm├Âglicht den Aufbau von Selbstvertrauen, Konzentration und Koordination von bewussten Bewegungsabl├Ąufen. Der Hund wird niemals durch Zwang ├╝ber die Elemente gef├╝hrt.


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So, etwas abgek├╝rzt, die Ausschreibung. Das ist doch genau das richtige f├╝r unsere jungen Windhunde, schoss es mir durch den Kopf. Hilft mir, mehr Ruhe und Konzentration in ihren Alltag zu bringen, wo Bewegung und Schnelligkeit und wilde Rennspielchen zur Zeit eine fast zu grosse Rolle spielen. Rennbahn und Coursing ist gut und richtig und entspricht dem Wesen unserer Windhunde, aber eine ruhige und konzentrierte Aufgabe tut ihnen allen dreien bestimmt mehr als gut!


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Sofort habe ich alle drei angemeldet f├╝r je einen der Einf├╝hrungskurse, und erwartungsvoll stand ich Ende Mai / Anfang Juni zun├Ąchst mit unserem Galgo-Welpen Ganador, sp├Ąter dann auch mit Parween und Qa'ani inmitten einer F├╝nfergruppe von verschiedensten Hunden und ihren interessierten Besitzern auf dem Trainingsplatz mit den verschiedenen spannenden Ger├Ąten. Als erstes ging es jeweils zum Labyrinth: Hier lernen die Hunde, gesittet und konzentriert HINTER ihrem Zweibeiner die schmalen Wege abzuschreiten, und ruhig stehenzubleiben, bzw sich brav hinzusetzen wenn ihr Zweibeiner stehen bleibt.


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Sp├Ąter, in einem fortgeschritteneren Stadium lernen die Hunde dann, dasselbe nicht nur mit zeitgleich mehreren andern arbeitenden Mensch-Hund-Zweierteams zu vollbringen, sondern schliesslich als ganz Fortgeschrittene hier auch sich auf Distanz zu ihrem Zweibeiner mit einfachen, leichten Handbewegungen durchs Labyrinth leiten zu lassen. Tolle M├Âglichkeiten der Hundeerziehung, leicht gemacht durch den kleinen Kunstgriff Labyrinth!


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Als zweites Ger├Ąt war danach die H├Ąngebr├╝cke an der Reihe: Hier lernen die Hunde, vertrauensvoll zuerst die schr├Ąge Rampe langsam und konzentriert hochzusteigen, auch in luftiger H├Âhe jederzeit auf Kommando ruhig stehen zu bleiben, anschliessend ├╝ber die schwankenden L├Ąttli auf der H├Ąngebr├╝cke vertrauensvoll ihren Weg weiter zu gehen und schliesslich ├╝ber die Holzrugel die relativ hohen Stufen gesittet hinunterzusteigen. Anschliessend nat├╝rlich dasselbe wieder zur├╝ck. Nicht ganz einfach f├╝r unsere Windis, welche Hindernisse ihrem Wesen entsprechend lieber mit einem kraftvollen, schnellen und weiten Sprung ├╝berwinden wollen, und sich viel sicherer f├╝hlen auf dem festen, stabilen Erdboden. Mit ihrer immensen Sprungkraft setzen sie solche bewegliche Hindernisse massiv in Bewegung!

Und was f├╝r den jungen und v├Âllig unbek├╝mmerten Ganador noch ganz unproblematisch m├Âglich war, das war f├╝r unsere zweij├Ąhrigen Sloughi-Jungs zu Beginn wirklich eine grosse Herausforderung. Trotz mehr oder weniger grosser Anfangs-Schwierigkeiten, geschafft haben sie es schliesslich alle drei. Selbstverst├Ąndlich ohne jeglichen Zwang, aber mit viel Geduld und Einf├╝hlungsverm├Âgen.


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Sp├Ąter nun, im regul├Ąren Kurs den wir f├╝r alle drei an den Einf├╝hrungskurs nahtlos angeschlossen haben, lernen unsere drei Windhunde nacheinander noch viele weitere Ger├Ąte kennen: Da w├Ąre einmal das Wackelbrett, auf dem die Hunde lernen m├Âglichst ruhig und konzentriert zu stehen, sich hinzusetzen oder hinzulegen, und schliesslich m├Âglichst langsam und gesittet wieder runterzusteigen: Jede br├╝ske Bewegung auf diesem Brett f├╝hrt unvermeidlich zu st├Ąrkeren Bewegungen des Brettes, sollte also mit Vorteil vermieden werden ...

 
Und dann der Wackeldackel, eine Holz-Rondelle in luftiger H├Âhe, befestigt auf einer kr├Ąftigen, metallenen LKW-Federung, welche die Hunde ├╝ber einen Holzklotz erklimmen und dort drauf dann wiederum sich gesittet bewegen, hinsetzen, hinlegen oder umdrehen sollen, alles immer in vollster Konzentration und Selbstbeherrschung...


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Ein weiteres spannendes Ger├Ąt das sind mehrere grosse, hochkant in einer Reihe aufgestellte, stabil etwas in der Erde eingegrabene Pneus, auf welche die Hunde erst mal hochsteigen, anschliessend ├╝ber die doch relativ schmalen, runden Pneus spazieren und immer mal wieder ruhig drauf stehen bleiben sollen. Auch dieses Balance-Kunstst├╝ck schaffen inzwischen alle unsere drei windigen Youngsters relativ locker, zu meinem grossen Erstaunen!

 
Und es geht weiter mit immer neuen spannenden Ger├Ąten, wie die Strickleiter wo die Hunde sowohl steigen , springen wie auch kriechen lernen, oder die Cavalletti-St├Ąbe, wo Konzentration und Koordination trainiert werden. Und ganz nebenbei stehen auf dem Platz auch die diversen, bekannten Agility-Ger├Ąte, wo wir w├Ąhrend den unvermeidlichen Wartezeiten auch selbst├Ąndig am Steg oder an der Schr├Ągwand arbeiten d├╝rfen: Ger├Ąte, wo meine Sloughis damals am Agility-Einf├╝hrungskurs kl├Ąglich gescheitert waren, aufgrund der unverst├Ąndlichen Ungeduld und Verst├Ąndnislosigkeit der damaligen Kursleiterin...


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Diese Degility-Kurse sind ein grosses Gl├╝ck, eine riesige Chance f├╝r mich und meine drei Windhunde! Wir geniessen jeden der Kurse, die immer sehr abwechslungsreich und spannend durchgef├╝hrt werden, und freuen uns auf immer wieder neue ├ťberraschungen, neue interessante Ger├Ąte welche Dita im Lauf der Zeit hier aufstellen wird. Degility ist wirklich eine tolle Sache, wir alle sind mit Begeisterung dabei!







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An Pfingsten haben wir erstmals teilgenommen an einem Windhundanlass, wo die Windhunde auf der Pferderennbahn Schachen in Aarau an Show (Sch├Ânheitswettbewerb) und Leistung (diesmal ein Coursing) kombiniert miteinander bzw im Wettkampf gegeneinander konkurrieren konnten. Wir nutzten die Gelegenheit, an diesem Zweitages-Anlass gleich mit unserem Wohnmobil und (fast) allen unseren Hunden eine Art Pferderennbahn-Pfingstferien zu geniessen. W├Ąhrend unser Senior Charengo mit dabei war, durfte unser Doggenm├Ądchen Silja einen Kurzferien-Aufenthalt im Kreise von vielen anderen lieben D├Âggelchen auf einem Bauernhof in der N├Ąhe von Luthern geniessen bei Janine Valsecchi in der Hoffnung, dass Silja dort wieder lernt, dass sie in Wahrheit eine waschechte Deutsche Dogge und nicht ein zu gross geratener Windhund ist.


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F├╝r unseren jungen Galgo-Welpen Ganador war es das allererste Mal, dass er sich vor einer Sch├Ânheitsrichterin im Ring pr├Ąsentieren durfte. Ich hatte ihn mit Absicht etwas fr├╝h aus dem Wohnmobil mit ins Show-Get├╝mmel genommen mit dem Ziel, das junge wilde Energieb├╝ndel etwas m├╝de zu kriegen, so dass er sich dann im Ring hoffentlich wenigstens halbwegs anst├Ąndig und gesittet benehmen m├Âge. Und so kam es, dass unser Ganador recht h├╝bsch und fast wie gew├╝nscht vor der freundlichen Richterin seine Runden und Geraden trabte, und auch das lange stillstehen vor dem Richtertisch geriet gar nicht so schlecht. Und da Ganador an der ganzen Ausstellung der einzige Galgo Espa├▒ol war, bekam er ohne jegliche Konkurrenz nebst seinem vielversprechend,1. Rang auch gleich noch die Auszeichnung Baby-BOB (bester Welpe der Rasse) zugesprochen!


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Die Sloughis waren wie leider so oft an derartigen Ausstellungen die allerletzte Rasse, welche von der uns zugeteilten Richterin begutachtet und bewertet wurde. Bloss war das diesmal ├╝berhaupt kein Problem f├╝r uns, da w├Ąhrend den langen Stunden Wartezeit unsere Hunde gem├╝tlich und entspannt im Wohnmobil ihr gewohntes Morgenschl├Ąfchen verbringen konnten. W├Ąre es doch immer so!!! Auch Parween und Qa'ani waren diesmal die einzigen gemeldeten Sloughis, und standen deshalb v├Âllig ohne Konkurrenz im Ring. Ich hatte Qa'ani, der in Psyche und Aussehen noch l├Ąngst nicht erwachsen ist, in der Zwischenklasse gemeldet, so dass sich auch unsere beiden Joungsters nicht direkt konkurrenzierten. Qa'ani, ausgeruht und entspannt, machte seine Sache im Ring sehr gut. Die Richterin fand grossen Gefallen an ihm und bewertete ihn mit einem vorz├╝glich, 1. Rang und verlieh ihm auch seinen allerersten CAC-Punkt in einer Erwachsenenklasse. Somit beginnt nun f├╝r Qa'ani mit dem Pfingssonntag das Jahr Wartefrist welches gefordert ist vom 1. bis zum 4. CAC-Punkt, falls wir mit Qa'ani den Titel "Schweizer Sch├Ânheits-Champion" erreichen wollen.


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Parween kam gleich anschliessend an die Reihe. Er startete in der Offenen Klasse, und machte der Rasse Sloughi mit seinem Auftritt alle Ehre. Parween, der wenn er nerv├Âs ist gerne immer mal wieder an mir hochh├╝pft statt in z├╝gig-elegantem Trab mit federnd leichtem Gangwerk durch den Ring zu "schweben", zeigte heute kaum mehr derartige H├╝pfer, und auch das statuenhafte stolze ruhigstehen vor dem Richtertisch klappte erstmals recht ordentlich. Die Richterin war wirklich begeistert von der Performance unseres sch├Ânen Parween, der wie es sich geh├Ârt f├╝r einen rassetypischen Sloughi, das perfekte Bild eines mit leichtem Schritt stolz durch die W├╝ste gleitenden W├╝stensohnes in der Fantasie wachrufen konnte. Auch Parween erhielt die Wertung vorz├╝glich, 1. Rang und seinen CAC-Punkt, und im anschliessenden Stechen gegen Qa'ani um den sch├Ânsten R├╝den der Rasse erhielt er, wenig ├╝berraschend, das BOB (die Auszeichnung "sch├Ânster Sloughi der Show") und den sch├Ânen Titel "Pfingstwinner". Sp├Ąter dann im Ehrenring verpasste Parween sogar nur um Haaresbreite die absolut h├Âchste Auszeichnung BIS ("sch├Ânster Hund der Show"): Parween erhielt das Reserve-BIS, also den zweiten Platz unter den sch├Ânsten Hunden von allen Rassen.


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Am Pfingstmontag war das Coursing an der Reihe. (Coursing Fotos: Ren├ę Broger) Qa'ani, der seine Renn- und Coursinglizenz bereits Anfang M├Ąrz dieses Jahres bekommen hat, war dies sein allererstes Coursing als Lizenzierter. F├╝r Parween, bei dem im M├Ąrz die Lizenz leider an den Begleitl├Ąufen gescheitert war, kam hier nun eine neue Chance, die Coursinglizenz zu erwerben. Wiederum, genau wie damals im M├Ąrz, war leider das Problem die fehlenden andern Sloughis, welche als Begleithunde f├╝r Parween's Lizenzl├Ąufe eigentlich notwendig gewesen w├Ąren. Die Organisatoren hatten deshalb entschieden, unsere beiden Sloughis im ersten Lizenzlauf zusammen starten zu lassen, obschon ein Lizenzlauf mit zwei im gleichen Haushalt lebenden Hunden eigentlich absolut nicht erw├╝nscht ist. Aber erlaubt, wenn nicht anders m├Âglich.

Der Lauf der beiden "Br├╝der" gelang gl├╝cklicherweise problemlos, inklusive Start unseres Lizenz-Parween durch eine Fremdperson, da ich ja nicht beide Boys gleichzeitig selber starten konnte.


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Beim zweiten Lauf am Nachmittag, bei welchem f├╝r den Lizenzkandidaten zwingend ein gegengeschlechtlicher Laufpartner gew├Ąhlt werden musste, durfte Parween dann mit einer freundlichen Chart Polski H├╝ndin zusammen laufen, welche ihrerseits mangels anderer Rassevertreter am Vormittag hatte alleine starten m├╝ssen. Daf├╝r blieb f├╝r Qa'ani beim zweiten Lauf dann nichts anderes ├╝brig, als seinerseits alleine das Coursing zu absolvieren. Bei beiden gelang auch der Nachmittagslauf problemlos, wir waren gespannt auf die Richter-Bewertung.

Parween hat seine Coursing-Lizenz bestanden, welch grosses Gl├╝ck!!! Seine Schluss-Wertung ist mit 170 Pkt zwar nicht berauschend, aber Hauptsache bestanden. Parween's L├Ąufe wurden in der Schlusswertung mit allen L├Ąufern des Plausch-Coursings (f├╝r Nicht-Lizenzierte) gez├Ąhlt, er erreichte mit dieser Punktzahl Rang 10 (von insgesamt 15).


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Qa'ani zeigte sich wiederum als ├Ąusserst begeisterter Rennhund, seine beiden Coursing-L├Ąufe wurden entsprechend mit guten Punkzahlen gewertet: Schlussresultat 182 Punkte, also deutlich besser als Parween.

Als einziger Sloughi am Coursing durfte Qa'ani damit bei der Siegerehrung gleich zweimal zuoberst auf's Siegerpodest stehen (wo es ihm sichtlich unwohl war, wie das Foto zeigt!!) und in einem ersten Durchgang die Rosette f├╝r den 1. Rang Coursing, und anschliessend auch noch die Rosette f├╝r den 1. Rang Kombination in Empfang nehmen: ├ťbergl├╝ckliche Besitzerin, gl├╝cklicher Coursing-Richter, Sieger-Sloughi ziemlich unwohl auf dem Podest: Nat├╝rlich ist f├╝r unsere Windhunde der grosse Spass, auf dem Coursing-Feld hinter dem "Hasen" rennen zu d├╝rfen, die Punktzahlen und die Rosetten sind ihnen ziemlich egal...


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Und nun, Qa'ani hat damit seinen allerersten Eintrag im Leistungsheft bekommen: Super! Dieser Kombinations-Wettbewerb Argovia Challenge war der allererste derartige Anlass, der uns allen, Zwei- und Vierbeinern, wirklich sehr viel Spass gemacht hat. Nicht nur die vielen guten Resultate und Rosetten waren eine grosse Freude, sondern alles rundherum hatte einfach gestimmt: Angefangen beim Wetter, nicht zu heiss nicht zu kalt, nicht zu sonnig nicht zu nass, ├╝ber das interessante Coursing-Gel├Ąnde auf der Pferderannbahn mit seinen vielen H├╝gelchen, B├Ąumen und Geb├╝schen und sonstigen Hindernissen, bis zu den ausgedehnten, abwechslungsreichen Spazierg├Ąngen in sch├Âner Umgebung vor, zwischen und nach den Auftritten der Hunde, aber vor allem auch all die freundlichen und hilfsbereiten Windhundfreunde, welche f├╝r gute Stimmung sorgten und uns immer wieder mit helfender Hand zur Seite standen wenn ich Unterst├╝tzung ben├Âtigte mit meinen drei Hunden, und ganz besonders auch die einmalig g├╝nstige M├Âglichkeit direkt beim Ausstellungsring und dem Coursing-Feld mit dem WoMo zu campieren. Dazu die perfekte und unkomplizierte Organisation, und nicht zuletzt auch die Gewissheit, dass unser Doggenm├Ądchen Silja diese Tage ebenso geniessen konnte wie wir andern: Immer mal wieder trafen h├╝bsche F├Âtelis auf meinem iPhone ein von der gl├╝cklichen Silja in ihren Bauernhof- und Doggen-Ferien - einfach rundum Gl├╝ck und Freude!





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Happy Birthday, lieber Parween, heute bist du zwei Jahre alt geworden!


Bildh├╝bscher Sloughi-Bub, stolz und abenteuerlustig stehst du in deinem jungen Leben, allzeit bereit f├╝r ein kleines Sp├Ąsschen. Schalk in deinen Augen, dein schlanker K├Ârper energiegeladen wie eine Feder gespannt und stets bereit, volle Kraft voraus in neue Abenteuer zu schnellen.


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Liebevoller Spielkamerad f├╝r deine j├╝ngeren Windhund-Br├╝derchen, immer gerne zu haben f├╝r eine herzhaft wilde oder sanfte z├Ąrtliche Rauferei mit den kleinen Springinsfelden, Bruder und Papa zugleich.


Und je nach Lust und Laune auch immer wieder sanftm├╝tig, anschmiegsam oder tr├Ąumerisch, den r├Ątselhaften Blick deiner ausdrucksstarken dunkelgoldenen Augen in weite Fernen gerichtet.

Du wundersch├Âner Sloughi-Boy, wie sch├Ân, dich in unserer Familie haben zu d├╝rfen!


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Am diesj├Ąhrigen Auffahrts-Tag haben wir nach langen Monaten wieder einmal an einer Windhunde-Ausstellung teilgenommen. Die allj├Ąhrlich stattfindende Clubsiegershow f├╝r Orientalische Windhunde fand diesmal auf dem Gel├Ąnde der Windhundrennbahn in Rifferswil statt, f├╝r uns also praktisch vor der Haust├╝re - es sollte f├╝r unsere ganze Familie ein sch├Ânes, m├Âglichst stressfreies, spannendes Erlebnis werden, und auch das Wetter spielte mit: Strahlender Sonnenschein den ganzen Tag ├╝ber!

Damit diesmal alle unsere f├╝nf Hundis mit dabei sein konnten, sind wir in unserem Wohnmobil hingefahren. Bei unserer Ankunft auf der grossen, eingez├Ąunten Parking-Wiese war noch nicht sehr viel Betrieb, und so nutzten wir die Gelegenheit f├╝r einen entspannten Freilauf mit unseren drei Nicht-Orientalen: Vor allem auch unser Galgo Baby Ganador drehte begeistert seine Runden, und war danach gen├╝gend entspannt um problemlos im WoMo warten zu k├Ânnen, w├Ąhrend seine beiden grossen Br├╝der im Showring ihr bestes gaben.


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Zum allerersten Mal sind unsere beiden Sloughi-Boys in einer Erwachsenenklasse gestartet. Qa'ani, der k├Ârperlich und auch psychisch noch l├Ąngst nicht einem ausgewachsenen, reifen Sloughi entspricht, haben wir in der Zwischenklasse gemeldet, w├Ąhrend Parween gleich in der Offenen Klasse startete. Ich war sehr froh dass ich auf tatkr├Ąftige Unterst├╝tzung z├Ąhlen konnte von unseren lieben, hilfsbereiten, befreundeten Sloughi-Besitzern Sandra und John, welche meinen zweiten Hund h├╝teten w├Ąhrend ich den anderen im Ring pr├Ąsentierte. Herzlichen Dank auch an Sandra Hemsley f├╝r die sch├Ânen Fotos die ich hier zeigen darf!


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Parween und Qa'ani machten im Show-Ring ihre Sache recht gut. Beide hatten Konkurrenz in ihrer Klasse; Parween erlangte den Sieg und holte sich seinen ersten CAC-Punkt, Qa'ani wurde zweiter und erhielt das Reserve-CAC. Sch├Âne Resultate wenn man bedenkt, dass wir absolut kein Flair und keine ├ťbung haben f├╝r solche Anl├Ąsse. Denn was hier z├Ąhlt, das ist nicht in erster Linie die Sch├Ânheit der Hunde an und f├╝r sich, sondern vor allem auch die elegante und tadellos sch├Âne Pr├Ąsentation - und diesbez├╝glich sind wir halt einfach blutige Anf├Ąnger, und werden dies auch bleiben.

Nach der Pr├Ąsentation unserer Sloughis vor der netten Richterin wurde es h├Âchste Zeit, mit den drei zur├╝ckgebliebenen Hundis ihren verdienten, ausgedehnten Mittagsspaziergang zu machen. Erfrischendes Plantschen im nahen B├Ąchlein, kleine spannende Erkundungstouren ├╝ber die frisch gem├Ąhten Wiesen, bis die drei wieder gl├╝cklich zufrieden in unser Heim auf R├Ądern zur├╝ckkehrten. Nun war der kleine Quirli Ganador m├╝de und entspannt genug dass ich es wagte, ihn mit dem Showring und dem Gewusel  von Windhunden und Menschen bekannt zu machen: Ungewohnt, wie der kleine Wirbelwind pl├Âtzlich ziemlich sch├╝chtern und vorsichtig sich an all das Neue herantastete! Rundum begeistert von dem kleinen Wichtelmann waren alle, die unseren Galgo-Welpen bislang bloss von Fotos auf Facebook kannten...


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Und danach, sp├Ąt war es bereits geworden, fanden wir endlich Zeit f├╝r unsere Mittagsmahlzeit, mit einer anschliessenden ausgiebigen Ruhepause. Und so kam es, dass wir den Ehrenring verpassten und damit den Aufruf f├╝r Qa'ani: Er war nominiert worden f├╝r die Auszeichnung "Sch├Ânster Kopf & Ausdruck" - davon ahnte ich leider nichts, und so ist uns diese Chance ungenutzt davongeschwommen. Daf├╝r durften unsere beiden Sloughi-Boys anschliessend an die ganzen Ausstellungs-Turbulenzen noch eine Runde auf der Rennbahn laufen, was sie beide sehr genossen haben. Ein rundum wundersch├Âner, und f├╝r uns alle erlebnisreicher Tag mit vielen Premieren!




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Mein Charengo, treue Seele, heute bist du zw├Âlf Jahre alt geworden! Bald zw├Âlf Jahre lang hast du mich durch mein Leben begleitet, Tag f├╝r Tag durch alle H├Âhen und Tiefen meiner Tage. Mein Goldjunge, Knuddelbub, Schmuseboy, mein Hund mit den zuerst himmelblauen, sp├Ąter mondscheinfarbenen Menschenaugen. Ein Blick, eine kurze Bewegung, fast schon ein vorbeifliegender Gedanke hat gen├╝gt und du wusstest was los war...


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Er ist alt geworden, mein Charengo. Seine Sinne lassen langsam aber stetig nach, seine Sehkraft, sein Geh├Âr, die Kraft seiner Beine: Die Zeit naht, wo es heissen wird, Abschied zu nehmen. So gut es geht geniessen wir noch die Stunden, die Tage miteinander, die W├Ąrme seiner Seele.


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Mein Herzensbub, fr├Âhlicher Schmuseb├Ąr, unkomplizierter und treuer Wegbegleiter: Wie sehr bist du mir ans Herz gewachsen!


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Das lange Warten hat endlich ein Ende: Meine Chromatische Harfe ist heute eingetroffen!


Im September 2014 beim Harfenbauer in Auftrag gegeben, bei einer versprochenen Lieferfrist von etwa einem Jahr, gab es immer und immer wieder Verz├Âgerungen, so dass ich kaum mehr daran glaubte, dieses Instrument doch noch irgendwann einmal zu erhalten. Doch nun ist es soweit: Meine neue Harfe ist da!

Den weiten Weg von Hamburg in die Schweiz hat mein neues "K├Ânigs-Instrument" heil ├╝berstanden, in voller Sch├Ânheit und bereit um gespielt zu werden steht diese spezielle Zupfinstrument nun in meinem Musikzimmer.

Doch zuerst steht nun das Durchstimmen aller Saiten auf dem Plan, was mit 61 Saiten doch eine ganze Weile dauert.


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Die Besonderheit der Chromatischen Harfe ist, dass jede der Saiten einen Halbton tiefer bzw h├Âher erklingt im Vergleich zur n├Ąchsth├Âheren bzw n├Ąchsttieferen Saite, und alle Saiten sind abwechslungsweise links bzw rechts der Mitte angebracht.


Die Saiten ├╝berkreuzen einander in der Mitte ihrer L├Ąnge, gespielt wird genau dort an der ├ťberkreuzungs-Stelle: Mal zeigt der Spielfinger nach oben, mal nach unten, je nachdem welche der kreuzenden Saiten erklingen soll.

Es kann also in jeder beliebigen Tonart gespielt werden, ohne einzelne Saiten mit Klappen oder Pedalen zuerst passend umstimmen zu m├╝ssen.


Das Stimmen einer solchen Harfe ist gew├Âhnungsbed├╝rftig. Unser Ohr ist es gewohnt, klassische Tonleitern mit Ganz- und Halbtonschritten zu h├Âren. Diese liebe Gewohnheit wird hier v├Âllig ├╝ber den Haufen geworfen.


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Wenn ich, der Einfachkeit halber, zuerst auf der rechten, dann auf der linken Seite alle Saiten nacheinander stimme, so sind dies durchgehend Ganztonschritte. Dies ist derart ungewohnt, dass f├╝r mich zumindest jetzt zu Beginn ein Stimmger├Ąt wirklich Gold wert ist. Auf mein Geh├Âr kann ich mich hier nicht mehr verlassen, dieses "verlangt" richtiggehend nach den Halbtonschritten an den gewohnten Stellen.


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Daf├╝r hat das freie Experimentieren und Improvisieren mit den T├Ânen bei dieser Harfe seinen ganz besonderen Reiz - es sind schlicht keine Tonleitern mehr da, die experimentell-zuf├Ąllig entstehenden Melodien erklingen neu, irgendwie fremd und ungewohnt, ├╝beraus spannend und unerwartet. Allerdings ist die Hand- und Fingerhaltung recht schwierig zu erlernen.


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Dies beginnt schon mit der richtigen Position der Hand, denn die ├ťberkreuzungslinie der Saiten verl├Ąuft in einem schwungvollen Bogen, die korrekte Stelle ist von Auge kaum auf die Schnelle erkennbar. Ohne grossen Fleiss und ├╝ben, ├╝ben, ├╝ben ist da gar nichts zu wollen. Sch├Ân, neu, ungewohnt und anstrengend ist das Spielen auf meiner neuen Chromatischen Harfe. Wie ich es spasshaft gerne mal nenne: Das beste, intensivste Anti-Alzheimer Training, anstrengend und entspannend zugleich.


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Nicht zuf├Ąllig habe ich meine Chromatische Harfe direkt neben einer meiner "Standard-Harfen" platziert: Wenn ich nach meinen Bem├╝hungen an meinem neuen Instrument Lust habe, einfach mal wieder ohne sehr viel denken zu m├╝ssen einfache, sch├Âne Melodien auf der Harfe spielen zu k├Ânnen, so reicht eine leichte Drehung meines Stuhls und ein kleines Zurechtr├╝cken, und schon kann ich leicht und froh meine Finger in gewohnter Manier ├╝ber die Saiten meiner alt-geliebten, gew├Âhnlichen Harfe tanzen lassen....

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Nach unerwarteten Start-Schwierigkeiten mit verschiedenen "sorry, tut uns leid" Absagen haben wir doch auch f├╝r unseren Ganador schliesslich eine passende Welpen-Spielgruppe gefunden - Ende M├Ąrz schienen nirgendwo gen├╝gend Welpen da zu sein um eine Gruppe zu bilden, das haben wir mit allen unseren bisherigen Welpen noch nie so erlebt!


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Und nun, heute waren es beim KV Seetal /Seengen sogar gen├╝gend Welpen, um nach einer gemeinsamen ruhigen Einstiegs-Runde zwei verschiedene Niveau-Gruppen laufen zu lassen, welches Gl├╝ck! So konnten die sensiblen kleinen und j├╝ngsten Neulinge f├╝r ein erstes sanftes Kennenlernen als separate Einsteiger-Gruppe beiseite genommen werden.


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Unser Galgo Ganador, obschon auch noch nicht ├Ąlter als zarte 14 Wochen, der dreht auf dem Spielplatz so richtig auf - mit Feuereifer und riesiger Begeisterung flitzt er Runde um Runde durch's Welpengehege, als liefe er bereits auf der Rennbahn! Mit dabei nat├╝rlich immer seine Beute, die Troph├Ąe welche er stolz pr├Ąsentiert.


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Gut, k├Ânnen die ganz jungen Welpileins heute eine eigene Gruppe "f├╝r zartbesaitete, kleine und sch├╝chterne" bilden. So k├Ânnen die bereits etwas gr├Âsseren, mutigen jungen Wilden doch weitgehend nach Herzenslust ihre Energie zeigen, und m├╝ssen von den Gruppenleiterinnen, welche mit wachsamem Auge das Geschehen auf dem Platz beobachten, nicht allzu oft in ihre Schranken gewiesen und aus dem Spiel rausgenommen werden.


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Nebst dem Ein├╝ben einer freundlichen und anst├Ąndigen Kontakt-Aufnahme mit den unterschiedlichen Welpen verschiedenster Hunderassen, und dem friedlichen Spielen und Kr├Ąftemessen untereinander, wird auch bereits das ruhige, brave Stillsitzen und Warten einge├╝bt - etwas, das unserem quirligen Windhund gar nicht leicht f├Ąllt!


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Hingegen bei den kleinen Abruf-├ťbungen, da zeigt unser Ganador bereits mit grosser Freude wie gut sowas schon klappt, und auch brav sich hinsetzen f├╝r eine Guddeli-Belohnung, das kann er schon wirklich gut! Sogar auf dem beweglichen Wackelbrett klappt das sch├Âne "sitz" fast in Perfektion!


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Zum Abschluss der heutigen Welpen-Spielstunde d├╝rfen unsere jungen Vierbeiner noch verschiedene Schn├╝ffelspielchen kennenlernen: Ruhige und konzentrierte Besch├Ąftigung auch ohne Spielkamer├Ądli, auch das geh├Ârt zum Alltag eines gl├╝cklichen Hundes!


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Guddelis suchen, erschn├╝ffeln unter einem umgest├╝lpten Becher, einem Eierkarton, einem Frott├ęe-T├╝chlein, in einem kleinen, halb-aufgerollten Teppich oder im exklusiven, hochflorigen Schn├╝ffelteppich versteckt: Konzentrierte Nasenarbeit fordert unsere Hunde nochmals auf einer ganz anderen Ebene, als die wilden Renn- und Kampfspielchen: K├Âpfchen statt Kraft und Schnelligkeit, beides trainieren zu d├╝rfen, das macht einen Hund gl├╝cklich!





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Wie sch├Ân, wir haben viele Fotos bekommen vom Verhaltenstest als Teil der Zucht-Zulassungs-Pr├╝fung am 8.4.17 auf dem Gel├Ąnde der Windhundrennbahn in Rifferswil. Ganz herzlichen Dank an den Fotografen Max Wagner, der alle gepr├╝ften Hunde wundersch├Ân fotografiert hat und uns alle Fotos unserer Windhunde kostenlos zur Verf├╝gung stellt!!!


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Unser sch├Âner Parween hat das ganze von einer sehr spielerischen Seite gesehen: Er hat fast pausenlos "den Kaspar" gespielt, ist voller Begeisterung mit dem ihm angebotenen Spielzeug auf der Wiese herumgeflitzt, hat sein ganzes ├╝bersch├Ąumendes Temperament zur Schau gestellt und war kaum zu bremsen. Entsprechend waren Abruf und "freie Folge" nicht wirklich berauschend, deshalb erhielt er schliesslich die Schleppleine umgeh├Ąngt ... trotzdem, ein toller Bursche, unser Parween, er hat seine Sache ganz super gemacht!


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Qa'ani unser Rennhund, der in unserem Alltag kaum zu bremsen ist, der regelm├Ąssig mit einer unglaublichen Ausdauer und in rasendem Tempo Runden um Runden dreht, er war von der ganzen Test-Situation etwas verwirrt. Qa'ani verbrachte viel Zeit damit, einfach ruhig da zu stehen und um sich zu schauen, fragte sich wohl was das ganze hier denn sollte: Er hatte ganz offensichtlich einen surrenden Hasenzug und die vorbeiflitzende Hasenattrappe erwartet, aber nichts von alledem war heute vorbereitet.


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Und als ihm dann auch noch klar wurde, dass er vergeblich auf die sonst obligate Guddeli-Belohnung hoffte auch beim dritten und vierten gehorsamen Abruf, da war auch damit nichts mehr zu wollen: Verarschen nein, das l├Ąsst sich unser Qa'ani nun doch nicht! Also auch er, Schleppleine umgeh├Ąngt, damit der vorgesehene Parcours ohne allzu lange Wartezeiten absolviert werden konnte. Naja, brilliert hat unser Qa'ani heute wahrlich nicht, aber f├╝r die Zuchtzulassung hat es auch bei unserem j├╝ngeren Sloughi-Boy alleweil gereicht. Ein gl├╝cklicher Tag!!!






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Es ist ein erfolgreicher Tag f├╝r unsere zwei Sloughi-Buben: Parween und Qa'ani haben heute auf dem Gel├Ąnde der Windhundrennbahn Rifferswil ihre Zuchzulassungs-Pr├╝fung absolviert. Hierbei geht es einerseits um eine Verhaltensbeurteilung, wo gepr├╝ft wird wie wesenssicher sich der Windhund in ungewohnten, aber friedlichen Situationen zeigt. Es wird die Beziehung des Hundes zum Halter und zu Fremdpersonen gepr├╝ft, sowie auch seine Reaktion gegen├╝ber ungewohnten optischen und akustischen Einfl├╝ssen. Schliesslich wird, f├╝r einen Windhund sehr relevant, auch der Hetztrieb getestet.


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Im zweiten Teil der ZZP wird das Ext├ęrieur mit Gangwerk beurteilt. Hierbei wird kontrolliert, wie perfekt der Windhund seinem Rasse-Standard entspricht, ob er sich in Aussehen und Gangwerk rassetypisch zeigt. Beide Teilbereiche dieser K├Âr-Pr├╝fung haben sowohl Parween wie auch Qa'ani zur vollsten Zufriedenheit der beiden freundlichen Expertinnen, Wesensrichterin Silke Hopf Wirth und Ext├ęrieur-Richterin Beatrix M├Ąrki Casanova, bestanden. Meine beiden Sloughi-Jungs sind also mit dem heutigen Tag beide zur Zucht zugelassen. Wir freuen uns sehr ├╝ber diesen tollen Erfolg!


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Ein langgehegter Traum ist in Erf├╝llung gegangen: Der s├╝sse Galgowelpe Ganador del Ni├▒os Vencedores begl├╝ckt seit ein paar Tagen unsere Familie mit seinem fr├Âhlichen, unkomplizierten Wesen. Geboren am Freitag 13. Januar als einer von sieben Zwergen, durften wir ihn im Alter von exakt 10 Wochen besuchen gehen. Es war Liebe auf den ersten Blick, und nach einer nachmitt├Ąglichen, friedlichen Plauder- und Fotosession bei der freundlichen, erfahrenen Z├╝chterin mit ihrem quirligen Galgo-Wurf, durften wir unseren gestromten Liebling gleich mit uns nach Hause nehmen.


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Ganador's Mama ist die wundersch├Âne und liebensw├╝rdige, sehr dunkel gestromte, kurzhaarige Espa├▒a del Ni├▒os Vencedores. Papa ist der beeindruckende, schwarze Narooma Jaguar Noir aus Franz├Âsischer Zucht, mit ganz leichtem Rauhaar. Es scheint, dass alle Welpen dieses Wurfes wohl glatthaarig sind, wobei dies zur Zeit im Alter von zarten zehn Wochen noch niemand mit Bestimmtheit wissen kann.


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Die lange R├╝ckreise in unserem Katmobil mit unserem nun f├╝nfk├Âpfigen Hunderudel, aus dem hohen Norden Deutschlands zur├╝ck in die Schweiz, haben wir genauso wie unsere Hinreise in bek├Âmmliche Etappen aufgeteilt. Tagesetappen von rund 300 km mit mehreren k├╝rzeren Pausen, dazwischen ausgedehnte Aufenthalte an verschiedenen wundersch├Ânen Orten weitab vom Autobahnl├Ąrm in der gr├╝nen Landschaft, bei traumhaftem, sonnigem Fr├╝hlingswetter.


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Dabei durfte nat├╝rlich unser absolutes Lieblingspl├Ątzchen, ein lauschiger Stellplatz direkt am Rhein, sowohl auf der Hin- wie auch auf der R├╝ckreise nicht fehlen. Wie immer haben wir da wiederum sehr nette, unkomplizierte Menschen angetroffen. Viele verschiedenste Hunde im Freilauf vergn├╝gten sich auf dem Platz, wir wurden freundlich aufgefordert, doch auch unsere Vierbeiner frei mit den andern rennen zu lassen. Das war, vor allem f├╝r unsere beiden Sloughi-Jungs, welche ausserhalb unserer eingez├Ąunten Grundst├╝cke leider nur allzu selten ohne Leine laufen d├╝rfen, wohl das absolute Highlight dieser Welpen-Abhol-Kurzferien! Nat├╝rlich nebst den ebenso genialen Renn- und Entdeckungsjagden zu zweit am Rheinufer und in den Ger├Âllbergen des nahen Baggersees.


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Unser kleiner, schm├╝seliger Ganador hat sich vollkommen unproblematisch von Anbeginn weg in unser bestehendes Rudel eingef├╝gt. Die zweit├Ągige Reise in seine neue, ferne Heimat in unserem Katmobil war f├╝r den Kleinen offensichtlich v├Âllig in Ordnung. Gemeinsam mit den andern Hunden auf dem grossen Hundebett gekuschelt, vom monotonen Schaukeln des fahrenden Wohnmobils in s├╝sse Tr├Ąume gewiegt, liess er sich vertrauensvoll seiner noch unbekannten neuen Heimat entgegentragen.


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Diesmal war es unsere liebe, anh├Ąngliche Dogge Silja, die f├╝r's erste die Mama-Rolle f├╝r den kleinen Wichtel ├╝bernommen hat. Ruhig, freundlich und geduldig, war sie in ihrer Riesengr├Âsse f├╝r den Winzling wohl eine absolut sichere Adresse. Da konnte er sich unbesorgt rankuscheln und seinen vierbeinigen Schutz finden. W├Ąhrend unser hochbetagter, nicht mehr wirklich gesunder Weimaraner Charengo, anders als fr├╝her froh war, wenn er einfach in Ruhe gelassen wurde. Seine Probleme mit der Hinterhandschw├Ąche sind inzwischen deutlich schlimmer geworden, so dass er, zusammen mit Silja, unseren Winzling auf seine lediglich sehr kurzen Spazieren-Stehen-Ausfl├╝ge begleitete.


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Unsere beiden jungen Sloughi-Wildf├Ąnge, f├╝r die war ein anderes Programm angesagt: So richtig austoben, rennen was das Zeug h├Ąlt, die Freiheit geniessen in einer wundersch├Ânen Gegend, so konnten Parween und Qa'ani ihre Kurzferien aus vollen Z├╝gen geniessen. Mit dem kleinen Galgo-Welpen wussten die beiden f├╝r's erste noch nicht recht was anzufangen. Sie duldeten den Kleinen zwar mehr oder weniger freundlich, aber vor allem der Qa'ani der liess mich eindeutig verstehen, dass der Kleine f├╝r ihn im Moment wohl eher ein v├Âllig unn├Âtiger St├Ârefried und kein Spielkamerad war. Parween versuchte sein bestes, den Neuling unbeeindruckt einfach zu ├╝bersehen.


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Inzwischen geht f├╝r unseren Welpen bereits der zweite Tag in seinem neuem Zuhause zur Neige. Unser Winzling wird fast von Stunde zu Stunde selbstsicherer und ├╝berm├╝tiger, und vor allem unser Parween hat einen riesigen, fast unglaublichen Entwicklungs-Sprung gemacht: Er hat sich mit dem kleinen Windhundwelpen inzwischen richtiggehend angefreundet, fordert ihn immer mal wieder zum spielen oder zum rennen auf, altersangepasst zart und r├╝cksichtsvoll, und gibt dem kleinen Frechling auch schon mal sanft und doch unmissverst├Ąndlich den Tarif durch wenn der es mal wieder allzu sehr ├╝bertreibt: Mein wunderbarer Parween hat f├╝r den kleinen Galgowelpen Ganador die Papa-Rolle ├╝bernommen!





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Nach zwei abwechslungsreichen Samstagen bei sch├Ânstem Fr├╝hlingswetter an den allj├Ąhrlich vor Saisonbeginn wiederkehrenden Arbeitstagen auf den Rennbahnen in Lotzwil und Rifferswil feiern wir heute zur feierlichen Er├Âffnung der diesj├Ąhrigen Rennsaison mit unseren beiden Sloughi-Boys einen ganz besonderen Tag: Die beiden d├╝rfen sich unter Beweis stellen, sie sind f├╝r ihre Lizenzl├Ąufe angemeldet am allerersten Trainingstag der Saison, auf der Rennbahn in Lotzwil.

Nach der langen Winterpause hatten die beiden zwar keine Gelegenheit, das letztes Jahr gelernte nochmals aufzufrischen, aber sie haben nun das erforderliche Alter f├╝r die Lizenzpr├╝fungen erreicht. Probieren geht ├╝ber studieren, wer nicht wagt der nicht gewinnt, und so wagen wir das Abenteuer. Die letztj├Ąhrigen Trainingsl├Ąufe hatten ja gezeigt, dass die beiden inzwischen ge├╝bt genug sind um es schaffen zu k├Ânnen. Helena, unsere hilfsbereite Vereinspr├Ąsidentin, hat liebensw├╝rdigerweise die erforderlichen Begleithunde aufgeboten, da ich selber noch zu wenig bekannt bin in der Szene um zu wissen, welche Hunde bzw Hundebesitzer hierf├╝r in Frage kommen k├Ânnten.

Diese Lizenzpr├╝fungen werden wie folgt abgehalten: Zun├Ąchst bestreitet jeder Lizenzhund einzeln einen Solo-Lauf. Hierbei muss er zeigen dass er sich, korrekt mit Maulkorb und Renndecke ausger├╝stet, anst├Ąndig aus der Startbox starten l├Ąsst und der Hasenattrappe nachl├Ąuft. Falls dies gut klappt, so folgen im Abstand von mind. 1 Std. zwei begleitete L├Ąufe. Der Lizenzhund l├Ąuft nun in Begleitung von zwei erfahrenen Rennhunden, mindestens einer hiervon gleichgeschlechtlich, und soll auch in dieser Situation zielgerichtet dem Lockmittel nachlaufen. Er darf hierbei keinerei Anstalten machen, einen der Begleithunde angreifen zu wollen.


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Parween war heute f├╝r mich die grosse, positive ├ťberraschung des Tages. Obwohl er das ganze letzte Jahr hindurch mit der Startbox regelm├Ąssig M├╝he bekundet hatte und auch ziemliche Probleme gezeigt hatte den Maulkorb zu akzeptieren, sogar w├Ąhrend dem Lauf immer wieder versucht hatte sich diesen vom Kopf zu streifen: Parween, mein super Junge, er liess sich heute problemlos und ohne irgendwie zu zicken den Maulkorb ├╝berstreifen, liess sich anschliessend ruhig und wie selbstverst├Ąndlich in die Startbox einsetzen, es schien mir fast wie ein kleines Wunder! Der Sololauf war mit Bravour bestanden. Sp├Ąter, unmittelbar vor dem ersten Begleitlauf kam es dann leider beim Warten auf den Einsatz auf dem Sattelplatz zu einer kleinen Differenz mit einem der Begleithunde: Parween n├Ąherte sich diesem Hund freundlich und interessiert und machte Anstalten, diesen zur Begr├╝ssung beschnuppern zu wollen, worauf er von dem pensionierten Doppel-Europasieger sehr br├╝sk und auf's heftigste abgekanzelt wurde und etwas verdutzt rasch den R├╝ckzug antrat.

Der anschliessende begleitete Lizenzlauf war f├╝r mich helle Freude, mein Parween lief wundersch├Ân, eine ganze Weile lief er auch Seite an Seite mit einem der Begleithunde, es sah aus der Distanz aus wie ein absolut harmonischer, synchroner Paarlauf. Anschliessend auf der Zielgeraden kam es dann auch zur erhofften und erforderlichen ├ťberholung: Mein Gl├╝ck schien perfekt, mein Wunderbub Parween hatte hiermit seine Lizenzpr├╝fung wohl bereits quasi mit Bravour bestanden. Umso mehr war ich dann v├Âllig entgeistert als ich beim Mittagessen erfahren musste: Parween ist disqualifiziert, er hat nicht bestanden! Er habe, und dies ausgerechnet w├Ąhrend dem aus der Distanz so harmonisch wirkenden "Paarlauf" mit dem Begleithund geschw├Ątzt, er habe ihn "angeknurrt", dies sogar mehrfach und in voller Lautst├Ąrke!!! Ja, dass meine beiden "ein-Herz-und-eine-Seele"-Sloughis nicht selten lautstark miteinander kommunizieren w├Ąhrend ihren spielerischen Wettl├Ąufen im Alltag, das ist mir bestens bekannt. Dass diese unbeschwerte Kommunikation nun von dem Bahnbeobachter als Aggression verstanden wurde und zur Disqualifikation f├╝hrte: F├╝r mich eine schlicht groteske Fehlinterpretation! Der einzige involvierte Hund der tats├Ąchlich Aggression gezeigt hatte war der Begleithund, vor dem Lauf auf dem Sattelplatz. Was suche ich mit meinen Hunden eigentlich noch an solchen Events? Sind wir hier nicht einfach g├Ąnzlich fehl am Platz??!!!??


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Qa'ani, unser s├╝sser kleiner Quirli, der in allen bisherigen Trainings w├Ąhrend des vergangenen Jahres v├Âllig selbstverst├Ąndlich und voller Vorfreude auf den kommenden Lauf sich in die Startbox einsetzen liess, dem Maulkorb kaum Beachtung schenkte und der Hasenattrappe begeistert nachgelaufen war, er war heute v├Âllig unerwarteterweise mein grosses Sorgenkind. Er wollte bereits bei seinem Sololauf partout nicht in die Startbox rein!!! Aber, es musste einfach sein, heute gab's einfach kein Pardon! Der Lauf selber war dann wie zu erwarten war v├Âllig problemlos. Dennoch war ich sehr erleichtert zu erfahren, dass Qa'ani wegen der Startbox-Probleme nicht bereits beim Sololauf disqualifiziert wurde. Das Startbox-Problem wurde dann beim ersten Begleitlauf noch deutlicher, und nachdem es mir dank relativ rabiatem Nachhelfen doch gelungen war den widerspenstigen Kerl in die schmale Box zu stellen, da drehte sich der knochig-schlanke Wichtelmann doch tats├Ąchlich mit ach und krach in der schmalen Box um, genau so wie er es Ende 2016 beim Fuchsjagd-Sololauf in derselben Startbox bereits zweimal getan hatte. Er verpasste deshalb den Start zum Begleitlauf um L├Ąngen, da er sich ja zuerst wieder zur├╝ckdrehen musste um aus der Box zu kommen. Der "Begleitlauf" wurde so quasi zu einem erneuten Sololauf, allerdings diesmal praktisch ohne sichtbare Hasenattrappe vorneweg. Aber Qa'ani lief trotz riesiger Distanz brav den beiden Begleithunden hinterher und beendete seinen Lauf korrekt. Wiederum zu meiner grossen ├ťberaschung keine Disqualifikation! Qa'ani durfte also, anders als unser heutiger Goldjunge Parween, am Nachmittag auch noch seinen zweiten Begleitlauf absolvieren. Dieser wurde so geplant, dass der schnellere der Begleithunde nachgestartet werden sollte, jedoch erst nachdem Qa'ani aus der Startbox raus war. Ich versuchte nun, den kleinen Kerl so lang wie nur m├Âglich Kopf voran in der Startbox festzuhalten, um ein erneutes Drehen zu verhindern. Eine ziemlich stressige Situation, nicht nur f├╝r Qa'ani, auch f├╝r mich. Der Start gelang diesmal wie gew├╝nscht, aber oh Schreck: Ich hatte in der so turbulenten und hektischen Situation vergessen, Qa'ani vor dem Einsetzen in die Box das Halsband abzunehmen! Mit wehender aber zum Gl├╝ck recht kurzer Leine am Halsband flog mein Bub davon ├╝ber die Rennbahn! Der Lauf war diesmal super, wie erw├╝nscht und geplant ein echter Begleitlauf mit ├ťberholung, aber ich sch├Ąmte mich in Grund und Boden!!! Auch der gute Bescheid, dass wenigstens Qa'ani heute seine Lizenzpr├╝fung bestanden hatte war f├╝r mich neben der Erleichterung und einer klitzekleinen Freude fast noch mehr besch├Ąmend: Katastrophale Leistung aber bestanden der eine, ├╝berragende Leistung aber disqualifiziert der andere. Schwierig zu verstehen! Und am allermeisten sch├Ąmte ich mich daf├╝r, dass ich dem s├╝ssen Qa'ani-Bub heute gleich dreimal!!! mit Druck nachhelfen musste in die Startbox.


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Zu meine grossen Erleichterung: Der unkomplizierte Qa'ani scheint mir diese Startbox-Zwangsbehandlung nicht nachhaltig ├╝belgenommen zu haben. Beide Sloughi-Jungs ahnen zum Gl├╝ck nichts von diesen menschlichen Beurteilungen und Beurteilungskriterien. Sie haben einen interessanten Tag erlebt, viele spannende Hundebegegnungen geniessen k├Ânnen, wenn auch nie ohne Leine, und wirken gl├╝cklich und entspannt und auch ganz besonders anh├Ąnglich auch noch lange danach. Mein Goldjunge Parween wird vielleicht eine n├Ąchste Gelegenheit bekommen, nach dem heute bestandenen Sololauf anl├Ąsslich des Season Opening Coursing in Lotzwil in zwei Wochen seine Coursing-Begleitl├Ąufe zu absolvieren und, falls er besteht, damit seine Coursinglizenz zu erhalten, w├Ąhrend ich Qa'ani dort bereits zu seinem ersten offiziellen Coursing anmelden darf, da Qa'ani mit seinen heute trotz grottenmieser Performance bestandenen Lizenzl├Ąufen sowohl die Renn- als auch die Coursinglizenz erworben hat. Sonderbarerweise ist das Endresultat dieser heutigen Lizenzl├Ąufe haargenau so wie ich urspr├╝nglich spekuliert hatte: Qa'ani wird's wohl schaffen, bei Parween bin ich mir nicht ganz so sicher. Nur dass die erwarteten Problempunkte diametral entgegengesetzt waren, gemessen am Outcome. Exakt gem├Ąss dem etwas doofen Spruch: Und erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!

Die wundersch├Ânen Fotos wurden aufgenommen von Ren├ę Broger, ganz ganz herzlichen Dank f├╝r diese tollen Bilder!







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Kreativit├Ąt und Spass zugleich, und es kann so richtig s├╝chtig machen: Meine gute starke N├Ąhmaschine l├Ąuft dieser Tage heiss, die Ideen sprudeln nur so, und Stoffe auf Vorrat habe ich inzwischen eingekauft in den allersch├Ânsten Farben. Ich kann so richtig loslegen, und habe fast ein bisschen zu wenige Windhunde f├╝r all die Windhundkleider welche in den vergangenen Wochen unter meinen H├Ąnden entstanden sind.


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Nach meinen ersten sch├╝chternen Versuchen mit einfachen Fleece-Kleidchen, wo der Stoff viele Anf├Ąnger-Fehler grossz├╝gig verzeiht, habe ich mich schliesslich mit klopfendem Herzen an erste Windhund Regenm├Ąntelchen gewagt: Hier z├Ąhlt, genauso wie beim Leder f├╝r meine Windhundhalsb├Ąnder, jeder Stich! Denn die Nadel hinterl├Ąsst in dem wasserdichten Stoff der Aussenseite schlicht und einfach ein sichtbares Loch...   aber sch├Ân sind sie geworden, in dunklerem Weinrot f├╝r Qa'ani, und einem leuchtend frischen Feuerrot f├╝r Parween!


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Und weil die einfach-schlichten, einlagigen, gekauften und anschliessend notgedrungen mit Einn├Ąhern an beiden Seiten passend gemachten Fleece-Gew├Ąndchen f├╝r die beiden Windhunde irgendwann zwingend in die Waschmaschine mussten, brauchte ich unbedingt einen valablen Ersatz f├╝r diese bequemen und praktischen "Windhund-Pijamas" - also flugs einen ersten Versuch gemacht mit einer interessant gemusterten Fleece-Kombination, und schon sind zwei bequeme Hauskleidchen f├╝r meine Sloughis im Brother-Look entstanden: So einfach zu n├Ąhen, ├╝beraus h├╝bsch anzusehn, und von Anfang an in Gr├Âsse und Form perfekt passend, zu meiner hellen Freude!!!


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Und dann, und dies brauchte doch recht viel Mut: Aus einem kostbaren, wundersch├Ânen Designer Stoff in Einzel Anfertigung auf Bestellung, mit einzigartigen Windhundmotiven von der K├╝nstlerin Steffi Sonntag, entstanden zwei exklusive Windhundm├Ąntel in dezenten, traumhaft sch├Ânen Naturfarben: Mein Herzklopfen beim Zuschneiden und N├Ąhen muss h├Ârbar gewesen sein, das Rattern in meinen Hirnwindungen ebenfalls beim nachdenken, wie alles am besten gemacht werden sollte. Die Kleidungsst├╝cke sind gelungen, und auch die Modeschau draussen in der sch├Ânen Natur haben Parween und Qa'ani mit Bravour hinter sich gebracht. Und nun fehlt nur noch der letzte Schritt: Diese sch├Ânen Windhundm├Ąntel werde ich noch auf nat├╝rliche Art impr├Ągnieren, wenn es dann etwas w├Ąrmer wird, mit Bienenwachs aus der letztj├Ąhrigen Produktion meiner eigenen Bienenv├Âlker!








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An der heutigen Generalversammlung unseres Rasseclubs SCOW (Schweizer Club Orientalischer Windhunde) hat unser Parween eine wundersch├Âne Auszeichnung erhalten, f├╝r seinen ersten Platz als Jugend-Sieger Sloughi in der Top Ten Jahreswertung 2016.


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Wir bedanken uns herzlich beim Vorstand des SCOW f├╝r diesen sch├Ânen Preis, und gratulieren unserem Sloughi-Buben aus vollem Herzen zu diesem ausgezeichneten Gesamtwertungs-Resultat f├╝r die Schweizer Sch├Ânheits-Ausstellungen vom vergangenen Jahr.


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Umso mehr wissen wir diese Auszeichnung zu sch├Ątzen, da wir ja eigentlich so richtige Ausstellungs-Muffel sind... ja, heitere und ungezwungene Renn-Spielchen frisch von der Leber weg in der freien Natur liegen uns halt doch sehr viel mehr, als solche eng strukturierte, eigentlich langweilige und doch auch recht stressigeTage an Hundeausstellungen zu verbringen...


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Das frostig kalte Januar-Wetter l├Ąsst unsere kurzhaarigen, d├╝nnpelzigen und knochend├╝nnen Windhunde frieren, da m├╝ssen wir dringendst Abhilfe schaffen. Warme Windhund-M├Ąntelchen f├╝r draussen und kuschelige Fleece-Bodys f├╝r drinnen haben wir zwar bei verschiedenen Anbietern vor Wochen schon bestellt, aber was wir bekommen haben das hat einfach nicht so richtig gepasst, oder die Lieferfristen sind schlicht zu lang f├╝r diesen Winter. Schliesslich hatte ich genug, bin im Stoffladen f├╝ndig geworden und habe mich wieder einmal an meine gute N├Ąhmaschine gesetzt.


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An die richtigen luxuri├Âsen Winhundm├Ąntelchen mit den vielen exklusiven, sch├Ânen und praktischen Details wage ich mich zwar vorl├Ąufig noch nicht, aber so was einfaches, kuschelig-warmes und praktisches ohne jeglichen Firlefanz, das m├╝sste doch machbar sein! Als erstes sind nun zwei gut sitzende Bodys entstanden, mein Erstlingswerk in gr├╝n / orange f├╝r unseren Qa'ani, und als zweites ein wundersch├Ânes rotes Body f├╝r Parween mit einem extra-weichen, s├╝ssen Herzchen-Futter.


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Nachdem diese ersten N├Ąhresultate zufriedenstellend und in guter Passform gelungen sind, wage ich mich auch noch an etwas grossz├╝giger geschnittene Fleece-M├Ąntelchen: Parween bekommt ein locker bequem sitzendes M├Ąntelchen in lila mit rosa Innenfutter, und schliesslich als letztes Kleidchen dieser Serie erh├Ąlt auch der Qa'ani ein bequem grosses M├Ąntelchen in meinen Lieblingsfarben blau / t├╝rkis.


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Na, das ist doch was! Die bitter kalten Januar-Tage sind zwar inzwischen zu Ende gegangen, Tauwetter und Regen hat eingesetzt, der ganze sch├Âne Schnee ist gestern und heute gr├Âsstenteils weggeschmolzen. Aber wer weiss, vielleicht will es der Winter nochmals wissen, wir w├Ąren auf jeden Fall jetzt bestens ger├╝stet!











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Unser liebes Doggenm├Ądchen Silja feiert heute ihren sechsten Geburtstag! Zwischen ihr und unserem j├╝ngsten, Nesth├Ąkchen Qa'ani, hat sich mittlerweile eine innige Freundschaft entwickelt, die beiden kuscheln Tag und Nacht aufs engste und herzlichste miteinander.


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Ja, in diesen kalten Wintertagen mit den frostigen Temperaturen und der bitterkalten Bise draussen, da f├╝hlen sich nicht nur unsere Vierbeiner wohler drinnen in der warmen Stube, neben dem wunderbar w├Ąrmenden, heimelig knisternden Feuer im Ofen!


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Doch auch nach draussen geht's trotz K├Ąlte immer mal wieder mit dem ganzen Rudel. Auch der herrliche Tiefschnee hat seinen ganz besonderen Reiz. Die Fotos zeigen es ganz deutlich: Unsere Silja gleicht immer mehr ihrer wundersch├Ânen Mama Lilofee!


 


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Liebevolle, treue Augen mit dem feinen, lustigen Schalk, und die zarte Silberf├Ąrbung an den Lefzen, die sich zunehmend ausbreitet: Sch├Âne, s├╝sse, seelenvolle Doggenh├╝ndin, Silja wir alle lieben dich!











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Im Anschluss an die traditionelle Fuchsjagd, welche allj├Ąhrlich das Deutschschweizer Saisonende auf den Windhundrennbahnen markiert, organisierte der Windhundsportverein Bern auf der Rennbahn in Lotzwil auch dieses Jahr wieder ein Solorennen, an welchem Windhunde ohne g├╝ltige Rennlizenz sowie auch andere Interessierte teilnehmen d├╝rfen. Die Hunde laufen ohne Maulkorb. Auch Joungsters unter 18 Mt d├╝rfen zwei L├Ąufe absolvieren, allerdings ausschliesslich ├╝ber die kurze Rennstrecke von 280 m. Petrus meinte es wiederum sehr gut mit uns, das Wetter an diesem ersten November-Sonntag war zwar recht k├╝hl aber trocken, und zeitweise kam sogar eine wunderbar w├Ąrmende Herbstsonne zum Vorschein. Die Stimmung auf dem Platz war sehr friedlich und freundschaftlich, ein richtiges Highlight zum Saisonabschluss!


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Dies war nun also das erste sozusagen "echte" Bahnrennen, welches unsere beiden Junghunde Parween und Qa'ani absolvieren durften: Unter Richter-Beobachtung, mit Rangverteilung je nach Laufzeit, genauestens gemessen mittels Zielkamera. Wir hatten ja bereits bei unserem letzten Rennbahntraining Mitte Oktober auf diesen Event hin ge├╝bt, dh erstmals durften da unsere zwei Sloughis zwei L├Ąufe an demselben Trainingstag absolvieren, mit mehrst├╝ndiger Wartezeit dazwischen - bekanntlich ist f├╝r unsere beiden quirligen Windhunde das lange Warten, der endlos lang scheinende Tag die schwierige Herausforderung, und nicht die eigentlichen L├Ąufe. Sehr erfreut war ich als ich entdeckte, dass am Rennbahnrand, wie immer diskret und unauff├Ąllig positioniert, ein Fotograf mit grossem Teleobjektiv an der Arbeit war: Ein herzlicher Dank geb├╝hrt Ren├ę Broger f├╝r die wundersch├Ân gelungenen Aufnahmen!


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Erst am Wochenende zuvor hatten Parween und Qa'ani am Plausch-Coursing in Heiligkreuz teilnehmen d├╝rfen. Bei den Coursings sind ja keine Startboxen vorgesehen, die Hunde werden von Hand gestartet,  haben jederzeit freie Sicht auf den "Hasen" und beobachten akribisch, wann der sich in Bewegung setzt. Dies erwies sich heute v├Âllig unerwarteterweise als die grosse Krux f├╝r unseren Qa'ani. Er, der von Anbeginn weg ohne jegliche Probleme, ohne irgendwann auch nur eine Sekunde gez├Âgert zu haben, bei den Rennbahntrainings immer v├Âllig selbstverst├Ąndlich aus der Startbox gestartet war, zeigte sich heute derart kompromisslos darauf erpicht, den laufenden Hasen von Anbeginn weg ins Gesichtsfeld zu bekommen (und nat├╝rlich ist er inzwischen bereits renn-erfahren genug um zu wissen, dass der Hase IMMER von hinten naht), dass der kleine, drahtige, wendige Kerl sich doch tats├Ąchlich in der eigentlich sehr engen Startbox drinnen nach hinten wendete, und sich dann flugs vor seinem Start nach vorne raus erst mal nochmals m├╝hsam zur├╝ckdrehen musste. Damit vergab er sich nat├╝rlich entscheidende Sekundenbruchteile.


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Der deutlich gr├Âssere und weniger gelenkige Parween hingegen, welcher lange betr├Ąchtliche Probleme gezeigt hatte, die enge Startbox zu akzeptieren, der hat keine Chance f├╝r solche Experimente mit Wendungen auf engstem Raum. Beide Hunde liefen wunderbar ihren kurzen Lauf, und weil Qa'ani dieses Wendespielchen auch bei seinem Nachmittags-Lauf nochmals ausprobierte, geschah das g├Ąnzlich unerwartete: Parween, der in den Trainings regelm├Ąssig und deutlich langsamer l├Ąuft als Qa'ani, wurde nun bei beiden L├Ąufen mit der k├╝rzeren Zeit gestoppt und holte sich damit den Sieg, w├Ąhrend Qa'ani sich mit dem 2. Schlussrang begn├╝gen musste. Da heute leider keine anderen Sloughis an dem Solorennen teilnahmen, konnte Parween aber  trotz seinem Sieg in der Kategorie keinen Fuchsschwanz als Siegertroph├Ąe mit nach Hause nehmen - einen solchen gewinnt ausschliesslich der Sieger einer mindestens dreik├Âpfigen Gruppe. Doch deswegen vergiessen wir keine Tr├Ąne. Das Fuchsjagd-Solorennen war so oder so f├╝r uns alle ein einmaliges und wundersch├Ânes Erlebnis!








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Im Vorfeld zu den geplanten Coursing Schweizermeisterschaften in Heiligkreuz durften unsere zwei Sloughi-Joungsters das Plausch Coursing laufen. Es war ein absolutes Highlight der Saison, organisiert vom Club Azawakh Suisse f├╝r diejenigen Hunde, welche zu jung oder zu alt sind um an den regul├Ąren Coursing-Wettk├Ąmpfen teilzunehmen. Hunde ohne Coursing-Lizenz also, oder aufgrund ihres Jahrgangs in Ehren emeritierte Rennhunde. Auch Nicht-Windhunde waren zu diesem Plausch Coursing zugelassen.

Der Anlass im sch├Ânen Ort Heiligkreuz fand bei traumhaften Wetterbedingungen statt. Sonne pur von fr├╝h bis sp├Ąt, und unten im Tal das Nebelmeer. Um diese Jahreszeit war es trotz nachmitt├Ąglichem T-Shirt Wetter am Morgen vor Sonnenaufgang noch recht kalt, das Coursing-Gel├Ąnde noch zu glitschig vom Rauhreif. Der Start der L├Ąufe wurde dementsprechend aus Sicherheitsgr├╝nden um eine Stunde verz├Âgert, bis die Morgensonne ihre Arbeit erledigt hatte.


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Parween und Qa'ani konnten ihre Begeisterung nicht verbergen. Sie zogen wie die irren an ihrer Leine und wollten UNBEDINGT gleich SOFORT der Hasenattrappe nachsetzen, welche da direkt vor ihren Augen flink im Zickzack ├╝ber das recht steile und auch ziemlich wellige Wiesengel├Ąnde flog. Und dann der Eklat: Das Fellb├╝ndel flog quasi direkt vor uns hoch an die Umlenkrollen des Hasenzugs, die zwei laufenden Whippets h├╝pften wie wild am Masten hoch, da konnte unser Parween in seiner unerw├╝nschten Zuschauerposition sich definitiv nicht mehr zur├╝ckhalten: Mit seiner bereits mehrfach bewiesenen geschickten Technik gelang es ihm, flugs sein schmales K├Âpfchen aus seinem Halsband zu ziehen, befreit flog er ├╝ber die Wiese dem Ort der Action zu: Eine gewaltige Schrecksekunde f├╝r mich, und ein paar Minuten, bis der Springinsfeld wieder eingefangen war! Nun war leider fertig mit den h├╝bschen, weichen, etwas dehnbaren Halsb├Ąndern, die beiden Rennbegeisterten bekamen ab sofort f├╝r diesen Tag ihre robusten, stabilen Halsb├Ąnder so eng es nur ging umgeschnallt, selber schuld: Ein zweites Mal durfte sowas nicht mehr geschehn!


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Parween und Qa'ani, sie durften heute zu zweit miteinander zum Coursing starten. Also bekamen die beiden heute erstmals ihre Coursing-Decken umgeh├Ąngt: Parween die rote, Qa'ani die weisse. Anders w├╝rden die Richter die beiden w├Ąhrend der schnellen Jagd nicht unterscheiden k├Ânnen. Beide legten einen absolut begeisterten Lauf hin, endlich durften sie rennen, endlich dem Hasen nachsetzen, kreuz und quer ├╝ber die Alpwiese! Wie wundersch├Ân, den beiden halbw├╝chsigen Sloughi-Jungs zuzuschauen wie sie ├╝ber die Wiese flogen, hangauf und wieder hangab, dem Hasen hinterher! Vor allem der Parween gab seiner Lauf-Begeisterung Ausdruck indem er da und dort in weit ausholenden B├Âgen und Schleifen seinen Lauf auskostete: Rennen, das ist doch das ALLERSCH├ľNSTE auf der Welt f├╝r einen richtigen Windhund! Erst recht nach dieser elenden, langen Warterei. Nur Zuschauen wie die andern Hunde laufen d├╝rfen, das macht doch echt keinen Spass! Nun, endlich, waren sie an der Reihe!


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Am Nachmittag durften unsere zwei Sloughi-Buben wie auch alle andern Coursing-Teilnehmer noch einen zweiten Lauf absolvieren. Und wieder liefen die beiden mit allergr├Âsster Begeisterung, und wieder w├Ąre es ihnen wohl niemals in den Sinn gekommen, dass die Richter nicht den Hunden mit der sichtlich gr├Âssten Laufbegeisterung die h├Âchsten Punktzahlen vergeben, sondern im Gegenteil: Diejenigen Hunde werden am besten bewertet, welche sozusagen "mit K├Âpfchen und Intelligenz" den m├Âglichst k├╝rzesten Weg w├Ąhlen! Die Menschen tun so, als w├╝rde auf dem Coursinggel├Ąnde eine echte Jagd stattfinden - w├Ąhrend wohl jeder der laufenden Hunde genaustens weiss, dass dies bloss ein spannendes Jagdspielchen ist, dass er hier einem Hasenfell und nicht einem echten Hasen hinterher jagt. Parween landete schliesslich tats├Ąchlich abgeschlagen auf dem hintersten, f├╝nften Sloughi-Rang, w├Ąhrend Qa'ani immerhin punktgleich mit der drittplatzierten Sloughia, der rennerfahrenen Veteranin Samira, auf dem vierten Rang landete. Die vordersten R├Ąnge hatten sich die zwei j├╝ngsten der Gruppe erobert: Herzliche Gratulation an Omar und Leron zu ihren Sieg! Ein wunderbarer, erlebnisreicher Tag neigte sich dem Ende zu, und niemand h├Ątte wohl auch nur im Traum gedacht, dass Tags darauf die geplanten Coursing-Schweizermeisterschaften nach stundenlangem, hoffnungsvollem aber vergeblichem Warten wegen dickem Nebel schliesslich abgesagt werden mussten!!!

Unser herzlicher Dank geht an Roland Moser f├╝r die sch├Ânen Fotos unserer Sloughi-Jungs w├Ąhrend ihrem Coursing-Lauf!






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Es ist untr├╝glich Herbst geworden, die Temperaturen sind bereits deutlich k├╝hler und die goldenen Bl├Ątter schweben nach und nach lustig von ihren Zweigen - die Saison 2016 auf den Windhund-Rennbahnen neigt sich langsam aber sicher ihrem Ende zu.

F├╝r unsere zwei Sloughi-Joungsters waren es spannende Wochenenden, an welchen die beiden mit riesiger Begeisterung dem davonstiebenden Hasenfell mit den Flatterb├Ąndern nachjagen durften.


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Viel neues gab es dabei zu lernen f├╝r die beiden ungest├╝men Quicky-Rennhunde: Sie hatten sich nach und nach, Schritt f├╝r Schritt anzufreunden mit der kalten, harten Engnis der Startbox, und es dauerte eine ganze Weile bis dieses Thema "gegessen" war, und der Renn-Start aus der vorne und hinten geschlossenen Startbox wirklich klappte.


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Auch an ein weiteres obligates Renn-Utensil mussten die beiden Sloughi-Jungs sich langsam gew├Âhnen: Das Tragen eines Renn-Maulkorbes ist bei allen offiziellen Rennen obligatorisch. F├╝r unsere zwei freiheitsliebenden Windhunde war das aufgesetzt-bekommen dieses Utensils zun├Ąchst doch ziemlich befremdlich!


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Der unkomplizierte Qa'ani, der l├Ąsst sich allerdings nicht allzusehr irritieren durch diesen Draht-Korb am Kopf. Zumindest solange er dem Hasenfell hinterher hetzt verschwendet der kleine, wendige Kerl keine unn├Âtige Energie auf dieses Unding. Erst im Ziel jeweils, wenn er das Hasenfell packen und seine Beute "zu Tode sch├╝tteln" m├Âchte, dann versucht er nat├╝rlich, sich endlich von dem l├Ąstigen Ding zu befreien..


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W├Ąhrenddem unser eher komplizierter veranlagtes Sensibelchen Parween die Angelegenheit als sehr viel st├Ârender empfindet, und w├Ąhrend seinen L├Ąufen immer mal wieder versucht, sich das l├Ąstige Ding vom Kopf zu streifen. Kein Wunder verliert er damit sehr viel Zeit! Hoffen wir, dass er sich doch bald damit abfindet, auch mit aufgesetztem Maulkorb mit Vollgas dem Hasen hinterherzulaufen!


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Heute ist das allerletzte Rennbahntraining der Saison 2016 angesagt, auf der Windhundrennbahn in Lotzwil. Wir nutzen dieses Training in zweierlei Hinsicht: Als Foto-Session und als Renn-Vorbereitung! Denn freundlicherweise hat sich Urs Alder, der ├╝blicherweise am Rand der Rennbahn zust├Ąndig ist f├╝r die Zeitmessung, bereit erkl├Ąrt, sich mit meiner Fotokamera um gelungene Bilder meiner beiden Jungspunde w├Ąhrend ihren L├Ąufen zu k├╝mmern. Ich selber habe ja keine Chance, meine Hunde w├Ąhrend ihrem Lauf zu fotografieren, w├Ąhrend ich direkt nach dem Start meines Hundes so rasch ich kann von der Startbox zum Zielraum laufe, um dort m├Âglichst zeitgleich mit meiner Rennkanone einzutreffen und ihn m├Âglichst rasch und schonend von seinem begehrten Zielobjekt zu trennen...


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Und nun  liegen noch folgende Highlights vor uns: Parween und Qa'ani d├╝rfen demn├Ąchst ihre ersten "richtigen" Rennerfahrungen sammeln! Sie sind zum Plausch-Coursing und zum Fuchsjagd-Sololauf angemeldet, beides von regul├Ąren Richtern begutachtet und bewertet, und beides mit einem Vormittags- und einem Nachmittags-Lauf. Also wollen wir jetzt in unserem letzten Training auch gleich mal das Feeling kennenlernen, an demselben Tag zwei L├Ąufe zu absolvieren, mit einer langen Mittagspause dazwischen: Ein veritables Ganztages-Happening also, wobei vor allem die stundenlange Warterei zwischen den beiden L├Ąufen die grosse, ungewohnte Herausforderung darstellt. Unsere beiden Sloughi-Joungsters die gl├Ąnzen ganz und gar nicht mit Geduld! Aber: Wir haben's heute im Training geschafft, und  nun sind wir bereit f├╝r unsere ersten "Plausch-Rennerfahrungen"!


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Da bei diesen beiden bevorstehenden Plausch-Anl├Ąssen f├╝r nicht-lizenzierte Hunde der Maulkorb nicht vorgeschrieben ist, haben wir f├╝r die heutigen Fotosession-L├Ąufe ebenfalls auf dieses "Unding" verzichtet, so dass unsere zwei Sloughis in ihrer ganzen nat├╝rlichen Sch├Ânheit und ohne st├Ârende Renn-Utensilien vor die Kamera-Linse laufen. Bei dieser Gelegenheit danke ich ganz herzlich dem lieben Urs Alder, dem trotz nicht optimalen Voraussetzungen (er musste die Bilder parallel zu seinem Job als Zeitmesser aufnehmen, also bestand keine Wahl f├╝r eine optimale Positionierung mit der Kamera!) trotz Gegenlicht und "Multi-Tasking" eine ganze Serie von wundersch├Ânen, sehr speziellen Rennbahn-Trainings-Fotos meiner Windhunde gelungen sind, welche ich hier mit grosser Freude pr├Ąsentier darf!





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Diesen Herbst packte ich die Gelegenheit, und schrieb mich zu einem Pilzkunde-Anf├Ąngerkurs ein. Zwar hatte ich mir vor einigen Jahren bereits ein recht ordentliches Wissen ├╝ber Pilze im Selbststudium erworben, das meiste davon aber leider inzwischen l├Ąngst wieder vergessen. Nun unter fachkundiger Leitung einige spannende Theorieabende sowie zwei ergiebige und lehrreiche Pilz-Exkursion miterleben zu d├╝rfen, dies war eines der Highlights meines diesj├Ąhrigen Herbstes. Diesen jungen flockenstieligen Hexenr├Âhrling mit seiner beeindruckenden, blutroten Fruchtschicht an der Unterseite des Hutes habe ich Anfang September, kurz nach unserem ersten Theorieabend gefunden. R├Âhren und Fleisch werden auf Druck oder Schnitt sofort blau, etwas das fast ein wenig wie Hexerei anmutet. Dieser wundersch├Âne, grosse und kr├Ąftige Pilz ist, gut erhitzt und lange genug gekocht, ein sehr guter Speisepilz.


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Obschon dieser Herbst eigentlich bislang viel zu trocken war, um als guter Pilzherbst zu gelten: Bei eigentlich jedem meiner zahlreichen Pilzspazierg├Ąnge fand ich eine sch├Âne Anzahl h├Âchst verschiedener Pilze, welche ich an unsere Theorieabende mitbringen und besprechen lassen durfte. Es war f├╝r mich fast unglaublich, welche F├╝lle an sch├Ânen und verschiedenen Pilzarten wir an unseren Theorieabenden gesehen und an den Exkursionen gefunden haben. Im Anschluss an die letzte Exkursion durften wir als kr├Ânenden Abschluss des Kurses aus dem essbaren Anteil der vielen gefundenen Pilze ein wunderbares Feldk├╝chen-Pilzgericht geniessen, nachdem wir alle am grossen Tisch mithelfen durften beim Zubereiten bzw fachgerechten R├╝sten der K├Âstlichkeiten aus dem Wald. Nach Abschluss des Pilzkurses fand ich Anfang Oktober diesen wundersch├Ânen, eigenartig durch und durch goldfarbenen, kr├Ąftigen Pilz in stolzer Gr├Âsse direkt am Rand eines viel begangenen Waldweges inmitten der mit Brennesseln durchsetzten Krautschicht. Bevor ich ihn zuhause fotografieren konnte, hat ihn dann leider unser quirliger Windhund Qa'ani mit einem Hundespielzeug verwechselt, von der ganzen Sch├Ânheit des goldfarbenen Glimmersch├╝pplings ist daher nicht mehr sehr viel zu sehen auf dem Foto. Dennoch: Der Pilz hat sehr lecker geschmeckt!


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Diese wundersch├Ânen Habichtspilze wachsen in bestimmten Waldst├╝cken in unserer Gegend oft sehr ├╝ppig, sie k├Ânnen eine stattliche Gr├Âsse von bis zu 30 cm Hut-Durchmesser erreichen und wachsen typischerweise oft in Gruppen, Reihen oder Hexenringen. Der Hut ist mit grossen, dunklen, aufstehenden Schuppen bedeckt, und erinnert an ein Habicht-Gefieder. Die Hutunterseite tr├Ągt weder R├Âhren noch Lamellen, sondern eine Art Stacheln, welche bei ├Ąlteren Exemplaren bis zu 1 cm lang werden k├Ânnen. Der Pilz riecht w├╝rzig, junge Exemplare eignen sich sehr gut als Gew├╝rzpilze, am besten in getrockneter Form. So habe ich mich gestern erstmals an das Experiment gewagt, zwei frische, junge Habichtspilze, in feine Scheiben geschnitten, mangels eines D├Ârrex in meiner Heissluftfriteuse gut zu trocknen: Nun steht in meinem Vorrats-Schrank ein Glas frischer, "home-made" Pilzw├╝rze, f├╝r meine n├Ąchsten kulinarischen Experimente.


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Mit den lange ersehnten herbstlichen Regenschauern der vergangenen Tage schiessen die Pilze nun in grosser Zahl pr├Ąchtig aus dem Waldboden. Da stehen sie nun, ganze Gruppen der wundersch├Ânen roten Fliegenpilze, welche von all den fleissigen Pilzsammlern nat├╝rlich unber├╝hrt stehen gelassen werden, da schon jedes Kind weiss, dieser sch├Âne Pilz ist ein Giftpilz! F├╝r mich jedoch das klare Signal: Dort wo die Fliegenpilze wachsen, da f├╝hlen sich auch wohlschmeckende R├Âhrenpilze wohl! Vielleicht finde ich mit etwas Gl├╝ck ein paar Steinpilze, welche nicht die Wochenend-Pilzsammler schon weggepfl├╝ckt haben? Das Gl├╝ck war mir hold, gestern fand ich einen ganzen Korb voller Speisepilze, R├Âhrlinge - zwar keinen einzigen Steinpilz, aber Maronen-R├Âhrlinge und Rotfuss-R├Âhrlinge in grosser Zahl standen da im feuchten Waldboden, mein grosser Pilzkorb f├╝llte sich im Nu und wurde schwer und schwerer: Viel zu viele waren es, um sie alle gleich frisch verspeisen zu k├Ânnen, so dass ich einen grossen Teil davon frisch ger├╝stet und in kleine Portionen verpackt in meine Tiefk├╝hltruhe bringen konnte, f├╝r kommende Pilzgen├╝sse in der Winterzeit.


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Und nun, heute die allergr├Âsste ├ťberraschung dieses Pilz-Herbstes: Da gl├Ąnzten sie, in unscheinbarem Rauchgrau inmitten unseres Obstbaumgartens, meine allerersten im Freiland selber gezogenen Pilze! Mein "Pilzgarten" tr├Ągt erstmals Fr├╝chte!!! Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass ich teilgenommen hatte an einem "Einf├╝hrungskurs Pilzgarten". An dem praktischen Teil des Kurses durften wir unter anderem selber einige Holzrugel beimpfen mit Pilzbrut-D├╝beln, und diese mit nach Hause nehmen, um sie in unserem eigenen Grundst├╝ck auszupflanzen sobald das Pilzmyzel an einem gesch├╝tzten Ort das Holz gen├╝gend durchwachsen hatte. Diese Holzrugel hatte ich dann in unserem Obstbaumgarten im Boden vergraben, und Monat f├╝r Monat geschah nichts, nichts, und nochmals nichts. Ich hatte das Experiment bereits abgeschrieben, und nun das: Gestern noch hatte ich nichts dergleichen gesehn, und heute: Die Pilze wachsen!!! Auf dem Foto zu sehen ist ein Gr├╝ppchen wundersch├Âner Austernseitlinge, mein erster im Freiland selber gezogener Speise-Pilz!


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Auf dem Holzrugel nebenan, noch gr├Âsser, noch imposanter, eine Gruppe von h├╝bschen Lungenseitlingen, mit ihrem dekorativ gewellten Rand! Meine Begeisterung war grenzenlos, und inmitten meiner vier wild herumtollender Hunde stellte ich mich sch├╝tzend ├╝ber meine wundersch├Ânen Erstlings-Pilze und wusste nur eines: Diese meine ersten Seitlinge wollte ich nicht von ungest├╝men Hundepfoten zertreten lassen! Meine Fotokamera war zuhause geblieben, mit sowas hatte ich nicht gerechnet. Also: Sofortige Ernte, das Foto musste warten bis zuhause.


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Und bei dieser Gelegenheit noch eine Retrospektive: Mein Lungenseitling aus der Flasche. Der gelungene Gag: "Pilzzucht im B├╝chergestell". An dem Pilzgarten-Einf├╝hrungskurs durften wir, nebst dem Beimpfen der Holzrugel, auch einige PET-Flaschen f├╝llen mit geeignetem Substrat und Pilzbrut. Aus einer dieser "Pilzbrut-Flaschen, welche ich nicht verschenkt sondern in meinem eigenen B├╝chergestell deponiert hatte, war letztes Jahr im Dezember tats├Ąchlich der erwartete Pilz gewachsen: Ein Lungenseitling, den ich aber leider offensichtlich zu wenig feucht gehalten hatte. Der Pilz stellte irgendwann sein Wachstum ein und vertrocknete in seiner ganzen Sch├Ânheit. Dekorativ nach wie vor, aber f├╝r die K├╝che leider kein Thema mehr. Anf├Ąngerpech!


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Und hier noch ein Foto meines Flaschenpilzes, nachdem ich ihn aus der Flasche befreit hatte. Am Pilzfuss des ziemlich trockenen Lungenseitlings h├Ąngen noch einige Reste vom Pilz-Myzel. Eine fast ein wenig geisterhafte Erscheinung auf diesem Blitzlicht-Foto, wundersch├Ân und einmalig auf jeden Fall.









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In diesem ungew├Âhnlich sonnig-heissen Sommer 2016 haben die paar Rebst├Âcke in unserem Obstbaumgarten derart viele Trauben hervorgebracht, dass wir keine Chance haben, die wunderbaren Fr├╝chte innert n├╝tzlicher Frist alle aufzuessen. Deshalb nun der Entscheid, die herrlich-s├╝ssen Fr├╝chte zu frischem Traubensaft zu verarbeiten.


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Nun ist es ein Gl├╝cksfall, dass wir diesen Fr├╝hling f├╝r unsere kleine erste Honigernte eine Obstpresse gekauft haben, die wir f├╝r die Gewinnung des allerersten Presshonigs aus eigener Imkerei bereits eingeweiht haben. Nun wird uns diese kleine Obstpresse heute zur Herstellung von unserem ersten selbstgepressten Traubensaft aus eigener Produktion dienen.


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Die kleine einfache Obstpresse ist rasch eingerichtet, zwei Eimer voller saftig-s├╝sser Trauben warten auf ihre Verarbeitung. Die erste H├Ąlfte der herrlichen Fr├╝chte ist bald in die Presse eingef├╝llt, und nach ein paar Umdrehungen fliesst auch schon der hellrosa Saft quirlig-frisch aus der Presse.


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Und noch ein zweites Mal f├╝llen wir unsere Obstpresse bis zuoberst ein, und schliesslich haben wir ganze drei Liter Traubensaft gewonnen. Herrlich mundet er, fast so s├╝ss wie der Honig vom Fr├╝hsommer, ein echtes Lebenselixier!


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Heute haben wir's geschafft: Zum ersten Mal sind unsere beiden jungen Sloughi-Buben beim heutigen Rennbahntraining in Lotzwil mit Maulkorb aus der geschlossenen Startbox gestartet. Beide machen ihre Sache bereits recht gut. Parween, der inzwischen 16 Mt alt ist, bekundet noch etwas mehr M├╝he mit dem Maulkorb und l├Ąuft deutlich langsamer als vor der "Maulkorb-├ära, weil er immer mal wieder w├Ąhrend dem Lauf versucht, sich den l├Ąstigen Maulkorb vom Kopf zu streifen. Aber er l├Ąuft trotz dem kleinen ├ärgernis weiter, dem Hasenfell nach.


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Der qurilige Qa'ani hingegen, obschon erst 13 Mt alt, l├Ąsst sich durch den Maulkorb kaum irritieren. Sein Jagdfieber l├Ąsst ihn alles andere vergessen, er l├Ąuft wie eine gut gespannte Feder zielstrebig dem Hasenfell nach. Erst im Ziel beginnt ihn der Maulkorb zu st├Âren. F├╝r beide Sloughi-Buben gilt: Heute war es das allererste Mal, dass wir die Startbox hinter dem eingesetzten Rennkandidaten geschlossen haben, was allerdings beide wohl kaum ├╝berhaupt bemerkt haben. Beide Jungs haben also in diesem Sinne nun sozusagen die "Rennbahnreife", auch wenn sie nat├╝rlich beide f├╝r ihre Rennlizenz noch zu jung sind. Wir sind sehr stolz auf die beiden Jungspunde, gut gemacht, rasch gelernt, ihr zwei!




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Heute ist ein Festtag in unserer Familie vom Schloss am See: Unser j├╝ngster, der quirlige Sloughi-Bub Qa'ani, darf heute seinen allerersten Geburtstag feiern! Unser kleiner Wildfang mit dem riesengrossen Herz bringt uns so viel Gl├╝ck Tag f├╝r Tag - wir sind unendlich dankbar daf├╝r, das dieser temperamentvolle, herzallerliebste Schlingel zu unserer Familie geh├Ârt!


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Unser Qa'ani vereinigt zwei extrem unterschiedliche Pole ins sich, von diesem jungen Hundebengel geht eine ganz eigenartige Faszination aus. So weich, anh├Ąnglich und verschmust er ist, so leuchtet und blitzt doch aus seinen Augen wie auch aus jeder seiner Bewegungen ein unverkennbarer Kampf- und Siegerwille. Niemals verbissen ehrgeizig, sondern immer locker-verspielt flitzt unser junger Windhund durch die Welt, aus reinem Spass und Begeisterung an der schnellen Bewegung st├╝rmt er davon und ist kaum zu bremsen.


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Nein, brav an der Leine laufen, das ist definitiv nicht sein Ding. Genauso wenig, wie sch├Ân gesittet und elegant durch Ausstellungs-Ringe zu paradieren. Nein, er will laufen, rennen, die Welt entdecken, spielen, grenzenlose Bewegung geniessen, und alles mit einer so sehr kindlich anmutenden Unschuld: Was immer der kleine Schlingel anstellt, man kann ihm einfach nie und nimmer b├Âse sein, so v├Âllig ahnungslos und s├╝ss wie er ist, unser kleines Energieb├╝ndel!


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Qa'ani, unser aller Liebling, wir w├╝nschen dir viele ├╝bergl├╝ckliche weitere Jahre in unserer Familie vom Schloss am See! M├Âgest du weiterhin so gl├╝cklich und fr├Âhlich durch die Welt st├╝rmen, gemeinsam mit deinem geliebten Bruderherz Parween, und dich deines Lebens erfreuen. Wir sind so gl├╝cklich, dein Gl├╝ck mit dir teilen zu d├╝rfen, du wunderbares, riesengrosses Herz auf vier windhundschnellen Sloughi-Pfoten!







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Die vor einigen Jahren im Kanton Aargau lancierte Feuerwerks-Initiative ist ja damals vom Volk leider bachab geschickt worden - also fahren wir wieder, wie jedes Jahr um die Tage der j├Ąhrlich heftiger knallenden und zischenden 1. August-Feuerwerke ausser Landes, einige Kilometer ins nahe Ausland:


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Unseren Hundis zuliebe, um deren feines Geh├Âr und Nervenkost├╝m nicht unn├Âtig ├╝berm├Ąssig zu strapazieren.


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Unser Ziel ist der Hoch-Schwarzwald, wo wir in einer wundersch├Ânen Gegend am Rheinufer ein lauschiges Pl├Ątzchen kennen und lieben gelernt haben, im Gebiet der f├╝r ganz Deutschland einmaligen "Trockenaue" bzw. "Steppe am Oberrhein".


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Die Gegend ist herrlich und abwechslungsreich, ein aussergew├Âhnlich sch├Ânes, naturbelassenes Trockengebiet mit seiner einmalig vielseitigen und interessanten Tier- und Pflanzenwelt, auch bestens geeignet f├╝r ausgedehnte, spannende Ausfl├╝ge mit unserem vierk├Âpfigen Hunderudel.


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Auf der einen Seite unseres Wohnmobil-Stellplatzes liegt der Rhein, an dessen Ufer wir, je nach Hoch- oder Niedrigwasserstand, allj├Ąhrlich v├Âllig neue Situationen antreffen.


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Immer neue Buchten, teilweise ├╝berflutete oder dann wieder trockenliegende und teils bewachsene Strandbereiche ...


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... dahinter abenteuerlich schiefstehende oder liegende Baumgruppen und -St├Ąmme im Urwald-Look, die tiefliegenden ├äste da und dort dicht behangen mit Treibware vom letzten Hochwasser:


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Unser Lieblingspl├Ątzchen hier ist ein richtiges El-Dorado f├╝r uns naturverbundene und abenteuerlustige Zwei- und Vierbeiner.


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Auf der andern Seite unseres WoMo-Stellplatzes lockt ganz in der N├Ąhe ein herrliches, traumhaft sch├Ânes Biotop: Ein grosser, praktisch Tag und Nacht fleissig bewirtschafteter Baggersee...


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... dessen ruhige Wasser bei hochsommerlichem Sonnenschein tiefblau in der Tiefe leuchten, mit wunderbarer Trockenvegetation im grossz├╝gigen Uferbereich.


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Es ist ein richtiges Paradies f├╝r unsere zwei spiel- und rennverr├╝ckten Sloughi-Joungsters ...


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... aber nicht weniger auch f├╝r unsere beiden erwachsenen und vern├╝nftigeren, ruhigeren Vierbeiner, unser liebes Doggenm├Ądchen Silja und unseren Schmuseboy, Weimaraner-Senior Charengo ...


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... und nat├╝rlich Genuss pur f├╝r Augen und Seele auch der ferienhungrigen Zweibeiner.


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Besonders hier rund um den Baggersee ist die Gegend weitr├Ąumig ger├Âllartig, karg und trocken, ideal geeignet f├╝r ausgiebige, herrliche Renn- und Jagd-Spielchen unserer eleganten, feingliedrigen, hochl├Ąufigen Windhunde.


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Ausdauernd und begeistert flitzen die beiden vorbei, verschwinden um eine Ecke um gleich danach praktisch im Flug aus einer v├Âllig andern Ecke wieder heranzuzischen, ein wundersch├Ânes Erlebnis: Unsere zwei jungen, wilden Sloughis zeigen sich hier vollkommen in ihrem Element.


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Die trockene, fast steppenartig anmutende Gegend l├Ąsst mich erahnen, wie diese tollen Windhunde in ihrem Ursprungsland sich wohl bewegen, im Spiel mit dem Wind, im weitr├Ąumigen Flug durch sp├Ąrlich bewachsenen Sand und Ger├Âll der kargen nordafrikanischen Steppen, wie sie einer (imagin├Ąren) Jagdbeute nachhetzen: Pure Freude und Begeisterung an der reinen Bewegung!


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Nach dem ausgiebigen, intensiven, wilden Spiel lockt gen├╝ssliche Entspannung im herrlich k├╝hlen Nass des Baggersee's.


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Doch nach einer ersten erfrischenden Abk├╝hlung ist bei unseren Sloughi-Jungspunden bereits wieder Action angesagt:


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W├╝stenh├╝ndchen Parween schwimmt im Baggersee! Unser toller Parween, der bereits im zarten Alter von ein paar wenigen Wochen uns mit seinen Schwimmk├╝nsten ├╝berrascht hat: Er hat das schwimmen nicht verlernt!


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So sch├Ân ist's hier, in unserem "1. August Exil"!!! Sollen die doch nach Herzenslust ihren Nationalfeiertag geniessen dort in der fernen Schweiz, ihre Feuerwerke und Knallpetarden ablassen bis das Portemonnaie leer und das Hirn ausgeknallt ist: Wir haben's hier doch wirklich mega-toll und vermissen nichts, auch ohne Schweizerkreuze allenthalben!



 


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Geschafft!! Schon seit Monaten tr├Ąume ich davon, selber sch├Âne Windhundhalsb├Ąnder zu n├Ąhen f├╝r meine beiden Sloughi-Buben. Schnallenhalsb├Ąnder aus Leder sollen es sein, alles andere ist mir viel zu unsicher. Die praktischen Kunststoff-Klips, die gehen schon mal unbeabsichtigt auf oder zerbrechen im d├╝mmsten Moment, und die Zug-Stop B├Ąnder, da schl├╝pft der Parween problemlos raus wenn er's angebracht findet: Hochspringen und ein kurzer Ruck mit dem schmalen K├Âpfchen nach hinten, und schon ist er frei. Sowas hat er Anfang Jahr auf einer Autobahn-Rastst├Ątte gemacht, da hab ich schon mal kurz Panik geschoben!

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Im Fr├╝hling hatte ich in einem Borten-Webshop wundersch├Âne Web-Borten gefunden, und sogleich einige verschiedene Exemplare bestellt. Sp├Ąter war ich in einer Leder-Zurichterei, und habe dort vielerlei sch├Ânes Leder gekauft in diversen Farben. Schiesslich hatte ich noch einige Spulen extra starken N├Ąhfaden f├╝r meine N├Ąhmaschine sowie ein Set Ledernadeln gekauft, und los ging's mit meinem hoffnungsvollen ersten Versuch.

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Leider bin ich mit meiner uralten Haushaltn├Ąhmaschine nicht weit gekommen: Obschon ich f├╝r mein erstes Band sehr d├╝nnes Leder ausgesucht hatte, und bloss zweilagig arbeitete, machte meine Maschine schon sehr bald nicht mehr mit. Mein Versuch war kl├Ąglich misslungen, das angefangene Windhundhalsband blieb monatelang liegen, ich wusste nicht wie weiter.

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Es hat Monate gedauert, bis ich endlich die f├╝r mich passende Leder-N├Ąhmaschine gefunden hatte: Stark genug, um mich nicht wieder zu entt├Ąuschen, immerhin mit Zweifach-Transport ausger├╝stet, finanziell tragbar f├╝r meine Hobby-Aspirationen, und doch fabrikneu, also ohne unkalkulierbares Risiko.

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Auch wenn meine neue Leder-N├Ąhmaschine nat├╝rlich f├╝r's Arbeiten mit grossen Industrie-Fadenspulen gemacht ist: Bis meine Faden-Bestellung geliefert wird, m├╝ssen es halt nun meine kleinen Fadensp├╝lchen tun, f├╝r's erste wird's wohl reichen. Etwas bange setzte ich mich vorgestern an meine neue schwere Maschine, und oh Wunder: Alles klappte hervorragend, und jetzt lief pl├Âtzlich alles wie geschmiert!

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Gen├╝gend Zeit hatte ich ja gehabt mir zu ├╝berlegen, wie ich's ├╝berhaupt angehen k├Ânnte mit meinen Halsb├Ąndern. Nun also hiess es als erstes: Schablone fertigen, Ledersorten und dazu passende Borte ausw├Ąhlen, und die vier ben├Âtigten Teile ausschneiden. Meine Halsb├Ąnder fertige ich in folgenden Schichten: Dickes Unterleder, eine d├╝nne Lage flauschig-weicher Polsterstoff, dickes Mittelleder, und schliesslich zuoberst ein feines, d├╝nnes Oberleder mit der mittig aufgen├Ąhten Borte.

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Als erstes vern├Ąhe ich nun das Band-Ende mit der Schnalle und den ├╝brigen Beschl├Ągen mit den Spezial-Halb-F├╝sschen meiner Maschine. Anschliessend werden die ├╝brigen Teile s├Ąuberlich umgeschlagen und zusammengen├Ąht. Zum Schluss stanze ich die L├Âcher und bestreiche alle Schnittkanten mit Kantenglanz, zum Schutz gegen Feuchtigkeit: Fertig ist das Windhundhalsband!

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Was anf├Ąnglich noch nicht wirklich toll ausgesehen hat, das kann sich mittlerweile schon sehen lassen! Mein erstes Bijou in weiss mit schwarzer Borte, das ist eigentlich zu d├╝nn und zu fragil f├╝r meine momentan pubertierenden Sloughi-Wildf├Ąnge, und die N├Ąhte darf man nicht allzu genau anschauen. Aber bereits mein zweites Werk, das erste welches ich von A - Z auf meiner neuen Leder-Maschine gen├Ąht habe, das ist sehr robust und sieht bereits nach etwas rechtem aus. Und ab da ist's mit der Qualit├Ąt und Sch├Ânheit der B├Ąnder nur noch aufw├Ąrts gegangen.

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Mittlerweile habe ich meine ersten 6 Windhundhalsb├Ąnder fertig gestellt, und muss nun leider eine Pause einlegen: Meine ersten Vorr├Ąte an passenden Schnallen sind alle vern├Ąht, und bis die neue Lieferung eintrifft dauert es eine Weile. Bis dahin wird hoffentlich auch meine grosse Fadenbestellung eintreffen, so dass ich dann ab Mitte August hoffentlich frei nach Lust und Laune werde weitern├Ąhen k├Ânnen. Sch├Ânes neues Hobby, und erst noch n├╝tzlich!

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Dieser Tage haben wir sie in unserem Briefkasten gefunden, rot und schwarz auf weiss best├Ątigt die Urkunde: Unser wundersch├Âner Sloughibub Parween hat den Titel "Schweizer Jugend-Sch├Ânheits-Champion" erworben! Ein ganz klein wenig stolz sind wir schon auf diesen Titel, auch wenn wir in Sachen Hunde-Ausstellungen recht kritisch eingestellt sind. Mitgemacht haben wir, wollten die Szenerie an solchen Ausstellungstagen auch mal wieder miterleben. So viele Jahre ist es her, seit wir mit unserer einmalig sch├Ânen Flatcoated Retriever H├╝ndin Gipsy, oder auch mit unserer wundersch├Ânen Deutschen Doggenh├╝ndin Lilofee solche Happenings ein paarmal mitgemacht hatten. Wie damals schon, so hat es sich auch in diesem Jahr wieder best├Ątigt: Solche Shows sind einfach nicht unser Ding. Was bedeutet f├╝r einen Hund schon die "Kunst", ruhig und stolz und repr├Ąsentativ dazustehn im Ring? Bewertet wird ja im Endeffekt, das hat sich immer und immer wieder best├Ątigt, kaum die "Sch├Ânheit" des Hundes (was immer dies auch bedeuten mag, denn Sch├Ânheit liegt immer im Auge, in der Wahrnehmung des Betrachters!), sondern vielmehr dessen Pr├Ąsentation im Ring. Eine solche "B├╝hnenpr├Ąsenz" einzu├╝ben, dazu ist uns einfach die Zeit viel zu schade, sowas liegt uns nicht. Dieses Kapitel k├Ânnen wir nun gl├╝cklicherweise definitiv schliessen. Die Ausstellungstage werden uns nicht fehlen.


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Der j├╝ngere unserer beiden Sloughibuben, unser spitzb├╝bischer, charakterstarker Qa'ani, der hatte bei seinen Ausstellungen nie Chancen auf Top-Wertungen. Unsere Ausstellungs-Gelegenheiten in der Deutsch-Schweiz sind relativ rar, viel Auswahl haben wir nicht, wir m├╝ssen jede sich bietende Gelegenheit am Schopf packen, ob's nun passt oder nicht. Qa'ani war bei seinen drei Starts in der Jugendklasse deutlich j├╝nger als sein gr├Âsserer Bruder, als dieser sein Ausstellungs-Talent unter Beweis stellen musste. Das allerschlimmste aber bei Qa'ani's Ausstellungen war die elende, stundenlange Warterei, bis er jeweils vor dem Richter erscheinen durfte. Weg von seinem vertrauten Zuhause, ganz alleine als Vierbeiner ohne sein sonst allezeit pr├Ąsentes Rudel, keine Sekunde Entspannung bei all den turbulenten und spannenden Eindr├╝cken rundherum, so war unser Nesth├Ąkchen jeweils nach vier oder gar sechs Stunden permanenter Anspannung schliesslich im Ring dermassen "durch den Wind", dass mit stolzer Pr├Ąsentation vor dem Richter ganz einfach nichts mehr war. Keine Punkte also. Paradoxerweise ernte ich hingegen regelm├Ąssig an anderweitigen Anl├Ąssen, wo ich mit meinen beiden h├╝bschen Sloughibuben auftauche, viel Bewunderung und Anerkennung bez├╝glich der Sch├Ânheit meiner beiden Windhunde - und immer ist es der Qa'ani, der das gr├Âsste Lob erh├Ąlt: Er gef├Ąllt einfach, unser J├╝ngster, wo immer er erscheint, durch seine nat├╝rlichen Reize, vom "unverschulten" Auge der "gew├Âhnlichen" Menschen erkannt: Ganz ohne jegliche Sch├Ânheitstitel, der Qa'ani ist unser nat├╝rlicher Sch├Ânheits-Champion!


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Noch ein weiteres Diplom bedeutet einen vorl├Ąufigen Schlusspunkt in einem Werdegang, diesmal vom Zweibeiner in unserer Familie, und diesmal geht es um kleine, fleissige, gefl├╝gelte Lebewesen: Es ist das Abschlussdiplom meines Imker-Grundkurses, welches ich heute nicht minder stolz in H├Ąnden halte. Dieses Diplom bedeutet f├╝r mich die Best├Ątigung und zugleich den Abschluss einer ├Ąusserst interessanten, erlebnisreichen und spannenden Ausbildung, welche mich ├╝ber die vergangenen zwei Jahre durch die Jahreszeiten begleitet, und mir eine erste Einf├╝hrung gegeben hat in die verantwortungsvolle Haltung und Pflege von Honigbienen.


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Im zeitigen Fr├╝hling 2015 hatte ich als absoluter Neuling, v├Âllig ohne jegliche Vorkenntnisse aber mit riesiger Begeisterung und Neugierde, an der Schweizerischen Imkerschule mit dem Basiskurs "Artgerechte Bienenhaltung" meine Imkerausbildung begonnen, durfte dann entgegenkommenderweise direkt anschliessend in den zweiten Jahreskurs eines bereits laufenden, offiziellen Imker-Lehrganges einsteigen, und heute auch gemeinsam mit der ganzen Klasse diesen Imker-Grundkurs abschliessen. Meine eigenen Bienen betreue ich seit Sommer 2015. Begonnen habe ich damals mit einem einzigen Bienenvolk, zur Zeit stehen jetzt f├╝nf ├╝beraus fleissige und gesunde Bienenv├Âlker in ihren Magazinen in unserem Obstbaumgarten. Noch immer f├╝hle ich mich nat├╝rlich als "blutige Anf├Ąngerin" in Sachen Imkerei. Ich bin nach wie vor mit grosser Begeisterung, aber auch mit geb├╝hrendem Respekt vor diesen wunderbaren Lebewesen bei der Sache, und darf dankbar weiterhin z├Ąhlen auf die verst├Ąndnisvolle Unterst├╝tzung von unserem Kursleiter, wie auch von meinen lieben Nachbar-Imkern. An dieser Stelle ein ganz herzliches, besonderes Dankesch├Ân f├╝r die tatkr├Ąftige und verst├Ąndnisvollle Betreuung und Begleitung an unseren kompetenten und engagierten Kursleiter Daniel Schoch!

 


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Liebe Nadia, Du hast lange gek├Ąmpft und gez├Âgert, so sehr hast Du Deinen herzensguten Doggenbuben Simeon geliebt, hast alles getan f├╝r ihn was Du tun konntest. Doch Simeon wurde schw├Ącher und schw├Ącher, er litt an einer schlimmen Nierenkrankheit, konnte sein Futter kaum mehr behalten und wurde brandmager. Seine L├Ąufe konnten ihn kaum mehr tragen, sein Leiden Tag f├╝r Tag miterleben zu m├╝ssen wurde f├╝r Dich und Deine ganze Familie immer mehr zur Qual.


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Heute konntest Du Dich schweren Herzens entscheiden, diesem hoffnungslosen Leiden ein Ende zu setzen. Dein Herz blutet, Deine Trauer ist riesig. Ich dr├╝ck Dich fest, Nadia, bin bei Dir in dieser schwierigen Zeit. Ich bin froh, dass Du Dich zu diesem Schritt durchk├Ąmpfen konntest, dem Simeon zuliebe.


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Simeon, lieber Simeon, nun bist du frei, bist leicht wie eine Wolke ├╝ber die Regenbogenbr├╝cke geschwebt, deiner Mama Lilofee und deinen beiden Br├╝dern Sambuco und Simba entgegen, wieder vereint in der Leichtigkeit einer andern Welt wo es kein Leiden mehr gibt: Ihr lieben, ihr habt euch wieder!


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Dieses Wochenende war f├╝r unser Nesth├Ąkchen Qa'ani eine ganz besondere Herausforderung: Es waren gleich zwei grosse Hundeausstellungen auf dem Gel├Ąnde der Pferderennbahn im Schachen Aarau, f├╝r welche ich den Qa'ani angemeldet hatte: Am Samstag die nationale und am Sonntag die internationale. Ich hoffte darauf, dass unser J├╝ngster hier an einem einzigen Wochenende gleich zwei CAC-Punkte gewinnen k├Ânnte in der Jugendklasse. Leider kam dann aber alles ganz anders als gedacht...


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Praktisch t├Ąglich heftige Regenf├Ąlle seit Wochen hatten die B├Âden aufgeweicht und teils in richtige Sumpflandschaften verwandelt - das Ausstellungsgel├Ąnde musste vom Organisator deutlich "geschrumpft" werden, die Menschen- und Hundemengen quetschten sich w├Ąhrend der ganzen Veranstaltung auf engem Raum zwischen den fast Stange an Stange stehenden Zelten hindurch, die B├Âden im Bereich der Gehstrecken glichen mit der Zeit eher einem braunen Morast anstelle des frischen gr├╝nen Grases...   daf├╝r war das Wetter immer mal wieder ├╝ber Stunden fast trocken, teils gar sonnig zwischen einigen heftigen Platzregen - Phasen. Insgesamt also nicht viel zu klagen.


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F├╝r Qa'ani war dies die erste l├Ąngere Veranstaltung, die er ohne sein geliebtes "Bruderherz" Parween zu bestreiten hatte. Ich hatte f├╝r den Seelenfrieden meines Schutzbefohlenen nebst unserem ger├Ąumigen Ausstellungszelt auch noch einen grossen Soft-Kennel mitgeschleppt in der Hoffnung, so inmitten der ganzen Ausstellungsturbulenzen f├╝r ihn einen gesch├╝tzten, ruhigen Platz kreieren zu k├Ânnen, wo er Ruhe und Entspannung finden und auch ab und zu ein wenig schlafen oder zumindest ausruhen kann von den tausenden von Eindr├╝cken auf dem Platz. Aber: Weit gefehlt! Trotz aller Anstrengungen meinerseits taxierte mein junger Sloughi-Boy unser Arrangement nicht als sch├╝tzende H├Âhle, sondern eher als l├Ąstiges Gef├Ąngnis: Er wollte raus, raus aus dem Kennel, raus aus dem Zelt, raus in die spannende Welt draussen voller wunderbarer, interessanter Hunde, voller attraktiver H├╝ndinnen-D├╝fte - er lebt im Moment in einer ungest├╝men, v├Âllig hormongesteuerten Pubert├Ątsphase, wo ihn praktisch nur eines fasziniert: H├╝ndinnend├╝fte!!!


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Mir blieb schliesslich f├╝r Qa'anis Seelenfrieden nichts anderes ├╝brig, als ihn immer mal wieder auf ausgedehnte Spazierg├Ąnge durchs Ausstellungsgel├Ąnde zu f├╝hren, alles andere interessierte meinen Buben nicht. Und da der uns zugeteilte Richter vor den Sloughis noch ├╝ber 80 Vertreter anderer Hunderassen zu begutachten hatte, dauerte dies Stunde ├╝ber Stunde, so dass unser Qa'ani, als wir schliesslich mitten am Nachmittag doch endlich an der Reihe waren, vollst├Ąndig ersch├Âpft und k.o. war. Er war so m├╝de und "durch den Wind" dass er sich nun total verweigerte, seine Nase bloss noch stur in den Boden dr├╝ckte und schier endlos da rumschnupperte, nicht mehr willens auch nur einen Schritt freiwillig zu tun und mir so ├╝berdeutlich zeigte: MIR REICHT's, ich hab genug, ich mag NICHT mehr!!! Der Richterbericht lautete entsprechend, und obschon der Herr Richter an Qa'anis ├äusserem nichts auszusetzen hatte meinte er trocken: "Ein Windhund muss laufen!" und verpasste meinem ersch├Âpften Wichtelmann - verst├Ąndlicherweise - ein "Sehr gut" anstelle des erhofften "Vorz├╝glich" - also kein CAC-Punkt f├╝r heute. Und um dem ganzen elenden Samstag auch noch einen geb├╝hrenden Abschluss zu verpassen, ├Âffnete der liebe Petrus seine Schleusen als wir am Zusammenpacken waren und liess einen heftigen Gewitterregen auf uns niederprasseln - gl├╝cklicherweise hatte ich den ersch├Âpften Qa'ani noch rechtzeitig vorher ins trockene Auto verfrachten k├Ânnen - tropfnass mit triefenden Utensilien traten wir unseren Heimweg an.


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Ich z├Âgerte heute Sonntag fr├╝hmorgens lange, ob ich dem Qa'ani wirklich noch einen weiteren solchen Ausstellungstag zumuten d├╝rfe. Schliesslich entschied ich doch, uns beiden noch eine zweite Chance zu geben. Heute standen f├╝r die uns zugeteilte Richterin bloss zwei Rassen mit insgesamt 15 Hunden (10 Salukis, 5 Sloughis) auf dem Programm, ich hatte also allen Grund anzunehmen, dass wir wohl lange vor Mittag mit dem Ring-Programm fertig sein w├╝rden, und uns dann falls n├Âtig relativ bald wieder verabschieden k├Ânnten. Da mein Konzept mit der "ruhigen H├Âhle" gestern nicht funktioniert hatte entschied ich, mir f├╝r heute die ganze Schlepperei zu ersparen und quasi frei von Gep├Ąck einfach mit meinem Hund und sonst nichts zur Ausstellung zu fahren. In der Hoffnung, dass wir bei Regeng├╝ssen irgendwo einen Platz zum kurzfristig unterstehen finden w├╝rden.


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Nun, wir hatten riesiges Gl├╝ck, fanden bei unserem Ausstellungsring ein grosses Dreifachzelt, dessen freundliche Besitzer uns als G├Ąste akzeptierten. Die Regeng├╝sse heute die waren ein mit sch├Âner Regelm├Ąssigkeit wiederkehrendes Ereignis. Was zur Folge hatte, dass heute f├╝r uns kaum mehr Spazierg├Ąnge durchs Gel├Ąnde auf dem Programm standen - die Aussteller mit ihren Hunden suchten Schutz unter den Zelten, und wir waren nicht die einzigen gl├╝cklichen G├Ąste, die unter dem grossen Zelt unserer Gastgeber Schutz suchten. F├╝r unseren Qa'ani also sozusagen ein tolles "Heimspiel", die Warterei verflog im Nu und ohne Anstrengung. So trafen wir zusammen mit einigen lieben Bekannten aus der Sloughi- und Salukiszene, und als allersch├Ânste ├ťberraschung gesellte sich zu uns auch Qa'anis Wurfschwesterlein Querima mit ihrer Familie: Ein wundersch├Ânes Wiedersehn, die beiden Jungspunde vergn├╝gten sich miteinander, wir Zweibeiner plauderten, ein Riesengl├╝ck!


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Allerdings, mit meiner Zeitplanung hatte ich mich gr├╝ndlich verrechnet. Unsere Richterin nahm sich aussergew├Âhnlich viel Zeit f├╝r die Begutachtung der Windhunde. Die Warterei zog sich also wiederum ├╝ber Stunden dahin. Als ich mit Qa'ani endlich an der Reihe war, war es bereits wieder Mittag vorbei. Aber mein Herzbube war heute nicht ersch├Âpft, er zeigte sich im Ring so gut wie noch nie bisher an einer Ausstellung, er machte alles richtig. Die Richterin war freundlich und interessiert, und nahm ihre Aufgabe ├Ąusserst genau. Bis ins kleinste Detail begutachtete sie quasi jeden Quadratcentimeter meines Windhundes, bewertete eigentlich alles was sie beobachtete als gut und altersentsprechend, auch mit der heutigen Pr├Ąsentation zeigte sie sich zufrieden. Der Hammerschlag f├╝r mich kam dann erst mit dem Schluss-Verdikt: Wiederum, wie bereits am Samstag, ein "Sehr gut" anstelle des erhofften "Vorz├╝glich". Also wieder nicht der erhoffte CAC-Punkt! Und diesmal, anders als gestern, verstand ich tats├Ąchlich die Welt nicht mehr!!!


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Nun, trotz des nicht erhaltenen Punktes, der heutige Ausstellungstag war f├╝r mich und meinen Qa'ani quasi eine Vers├Âhnung mit dem gestrigen Flop, und bedeutet ein doch freundlicher Abschluss unserer Windhund-Ausstellungs Karriere. Jegliche Aussicht, mit dem Qa'ani noch den Jugend-Sch├Ânheits Championtitel zu erreichen ist definitiv dahin, da f├╝r uns eine Ausstellungs-Teilnahme im Ausland oder in Genf nicht drinliegt. Der Qa'ani hat sich heute an seiner letzten Ausstellung von seiner besten Seite gezeigt. Mein guter Boy, Qa'ani, ich bin SOOO stolz auf dich!!! Du hast dich so wacker geschlagen, hast alles gegeben, auch wenn deine Leistung nicht in Punkten honoriert wurde. An Ausstellungen gelten halt andere Regeln, Richterbeurteilungen sind oft nicht nachvollziehbar, nicht verst├Ąndlich. Das haben wir auch andernorts und vor Jahren schon nur zu oft erlebt. Und, eigentlich ist es ja ein grosses Gl├╝ck: Wir brauchen uns nicht weiter mit Ausstellungs-Tagen rumzuschlagen, k├Ânnen unsere wertvolle Zeit miteinander anderweitig viel besser geniessen und verzichten ab sofort auf weitere Teilnahmen an solchen "Jahrm├Ąrkten der Eitelkeit". Gut so!


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Die CAC-Ausstellung auf dem Gel├Ąnde der Rennbahn Rifferswil f├Ąllt dieses Jahr mitten in eine wochenlang andauernde Regenperiode. Wir bef├╝rchten die Moorlandschaft vollst├Ąndig unter Wasser, aber weit gefehlt: Die Ausstellungswiese im Zentrum der Rennbahn liegt leicht erh├Âht, die Bodenverh├Ąltnisse sind tadellos, und zu Beginn des Richtens f├Ąllt sogar noch kein Tropfen Regen!


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Heute sind wir Zweibeiner zu dritt, mit unseren beiden Sloughi-Buben Parween und Qa'ani, die heute zum ersten und auch einzigen Mal beide in derselben Klasse, der Jugendklasse, starten werden, als direkte Konkurrenten also. Ich m├Âchte wissen, wie dieselbe Richterin an demselben Tag in derselben Tagesform meine beiden Jungs beurteilt.


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Unser Zelt ist mit sechs H├Ąnden rasch aufgestellt, wir haben gen├╝gend Zeit f├╝r einige Rundg├Ąnge mit unseren Hunden durchs Ausstellungsgel├Ąnde. Warmlaufen. Vor uns starten verschiedene Windhund-Rassen mit jeweils nur wenigen gemeldeten Hunden, wir m├╝ssen also nicht allzu lange warten bis wir an der Reihe sind. Die Zeit reicht aber f├╝r eine ausf├╝hrliche Lagebesprechung mit meinem sch├Ânen Parween.


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F├╝r heute konnten wir unseren pers├Ânlichen Kameramann engagieren: Janik wird uns fleissig m├Âglichst gut ins Bild setzen, wenn ich mit unserem ├älteren Parween, und Janik's Mama Madlen mit unserem J├╝ngeren Qa'ani im Ring vor der gestrengen Richterin stehen werden. Bevor's ernst wird, geniesst Janik nochmals eine herzliche Schmuserunde mit unserem Sch├Ątzeli Qa'ani. Dir ganz herzlichen Dank, lieber Janik, f├╝r all die supertollen Fotos!


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Wie k├Ânnte es anders sein: Als wir mit unseren jungen Sloughi-Buben an die Reihe kommen, setzt doch noch der l├Ąngst erwartete Regen ein. Allerdings fallen die Tropfen noch nicht so heftig, dass wir f├╝r unsere Regenm├Ąntel rennen m├╝ssten. Unsere heutige Richterin, Frau Agneta Kappers aus Schweden, begr├╝sst uns freundlich im Ring, und l├Ąsst uns erst mal zwei Runden laufen mit unseren beiden Sloughi-Buben.


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Qa'ani l├Ąuft vorneweg. Madlen hat etwas zu k├Ąmpfen, weil unser Nesth├Ąkchen oft versucht, sich nach seinem Bruderherz Parween umzuschauen: Wo bleibt der bloss, wir beiden laufen doch sonst immer gemeinsam!


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Da hab ich's mit meinem Parween um einiges einfacher: Der l├Ąuft die Vorrunden wunderbar, einfach immer seinem Br├╝derchen nach - er vergisst in dieser Konstellation sogar seine gewohnte H├╝pferei und kann so einige erste Pluspunkte f├╝r sich einheimsen.


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Nun ist als erster der Qa'ani dran: Als er sich vor dem Richtertisch positionieren soll, wird der Regen doch so heftig, dass die Ringhelfer schnell einen zus├Ątzlichen Pavillon aufstellen vor dem Richtertisch. Trotz dieser kurzen Unterbrechung und Irritation macht unser Kleiner seine Sache sehr gut, nat├╝rlich nicht zuletzt dank der sattelfesten Ausstellungserfahrung von Madlen, die bereits in jungen Jahren Deutsche Doggen gez├╝chtet und auch an Ausstellungen gezeigt hat.


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Qa'ani l├Ąuft nun mit Madlen wundersch├Ân, trotzdem er noch kaum Erfahrungen sammeln konnte in Sachen Ausstellung, und auch noch nicht sehr oft Gelegenheit hatte, mit Madlen das sch├Âne Laufen zu ├╝ben. Bravo ihr beiden, das habt ihr wirklich ganz super hingekriegt!!


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Nun ist Parween dran. Der freundliche Schmuseboy begr├╝sst sogleich herzlich und begeistert seine Richterin mit einem innigen K├╝sschen! Sie l├Ąsst sich das nat├╝rlich gerne gefallen, l├Ąsst sich aber nicht allzulange ablenken und pr├╝ft den Parween sorgf├Ąltig sozusagen "auf Herz und Nieren": Sie scheint sehr zufrieden zu sein mit unserem Boy.


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Beim Laufen fehlt uns aber nun das Zugpferdchen vornedran, der Parween neigt leider wieder zu seiner H├╝pferei. Allerdings ist dieses Problem seit unserer letzten Ausstellung doch etwas besser geworden, da wir nun t├Ąglich eine kleine Sequenz joggen ├╝ben...


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Die Richter-Beurteilung ist f├╝r den Moment f├╝r uns abgeschlossen, wir sind entlassen und k├Ânnen erst mal entspannen. Unsere beiden Sloughibuben d├╝rfen nun wieder miteinander schm├╝sele, w├Ąhrend vom Richtertisch her ein willkommenes kleines Geschenklein f├╝r die Jugendklasse-Hunde naht:


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Qa'ani nimmt liebend gerne sein rotes Pl├╝schtierchen entgegen, und zeigt sich absolut begeistert ├╝ber dieses wuschelige Quietsch-Spielzeug, w├Ąhrend auf den Parween noch eine kleine Zusatzaufgabe wartet: Als Erstplatzierter der beiden und Jugend-Sieger muss er noch ins Stechen um den BOB-Titel...


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Unsere Richterin hatte sich zwar absolut begeistert gezeigt von der Sch├Ânheit unseres Parween. Doch nun beim Konkurrenzlauf gegen den Sloughi-R├╝den der Offenen Klasse wird ihm seine H├╝pferei zum Verh├Ąngnis. Die Richterin Frau Kappers legt absolut grossen Wert auf ein sch├Ânes Gangbild, doch damit kann unser Parween im Moment nicht trumpfen. Wir haben eindeutig noch zu wenig ge├╝bt, und haben heute leider keine Chance auf den Titel.


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Auch so, wir sind zufrieden mit den tollen Wertungen unserer beiden Sloughi-Buben an der heutigen Ausstellung. Nun d├╝rfen wir alle entspannen, richten uns gem├╝tlich ein in unserem ger├Ąumigen Zelt und lassen uns vom inzwischen doch recht heftig niederprasselnden Regen nicht st├Âren. Die beiden Sloughis lassen sich nach einer wilden Spiel- und Kampfphase um die beiden tollen Pl├╝schtierchen in enger br├╝derlicher Umarmung in einen wohlverdienten Schlaf fallen....


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.... immer mal wieder unterbrochen von einer herzlichen Schmuserunde. Hier weiss der anh├Ąngliche Parween wohl nicht so recht, ob er lieber mit Madlen schm├╝sele oder ums Pl├╝schtierchen k├Ąmpfen will...  Liebe Madlen, Dir gilt unser ganz besonderer, herzlicher Dank f├╝r Deine tolle Unterst├╝tzung am heutigen Ausstellungstag!!!


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Nachdem gegen Ende der Ausstellung alle Hunde gerichtet sind, werden im Ehrenring unter anderem verschiedene Paargruppen und Zuchtgruppen bewertet, und diverse weitere Top-Titel vergeben. Parween erh├Ąlt als Sloughi-Jugendsieger auch heute wieder einen sch├Ânen Pokal. Herzliche Gratulation, du sch├Âner Sloughi-Bub!

Unser Parween hat mit seinem heute erworbenen Jugend-CAC Punkt seine drei Anwartschaften zum Schweizer Jugend-Champion zusammen. F├╝r dieses Jahr braucht er also in der Jugendklasse keine Ausstellungs-Punkte mehr. Unsere n├Ąchsten Ausstellungen wird nun der Qa'ani alleine bestreiten.


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Unser wundersch├Âner, sanfter Sloughi-R├╝de Parween feiert heute seinen ersten Geburtstag. Wir gratulieren dem ├Ąlteren unserer beiden Windhund-Buben ganz herzlich zu diesem Freudentag, und w├╝nschen ihm f├╝r die kommenden Lebensjahre alles Gute, weiterhin eine robuste, gute Gesundheit und viel Freude und Spass an allem was er erleben mag.


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Parween hat sich in diesem seinem ersten Lebensjahr ganz toll entwickelt, sowohl im Charakter wie auch im Aussehen. Er ist ein sehr ausgeglichener, angenehmer junger R├╝de, welcher bisher keinerlei Pubert├Ąts-Probleme gemacht hat und uns im Alltag mit seinem fr├Âhlichen, jedoch Sloughi-typisch eher zur├╝ckhaltenden Wesen begeistert. Parween ist ein richtiger Schmuseboy, ausgesprochen anh├Ąnglich und sensibel,  mit dem windhund-typischen, eigenst├Ąndigen Charakter.


Parween erstergeburtstag 2


Parween ist die Sloughi-Sch├Ânheit in Person. Recht gross gewachsen, einem jungen Vollblut-Pferdchen gleich muskul├Âs und trocken, mit seinem wundersch├Ân geschwungenen, schlanken Hals und dem edel getragenen, klassisch geformten Kopf, seiner feinen schwarzen Maske die ihn wie geschminkt ausschauen l├Ąsst, seinem leichtf├╝ssig federnden Gang ist er eine richtige Augenweide.


Parween erstergeburtstag 3


Unser Parween macht eine sehr gute Figur, nicht nur an diversen Sch├Ânheitswettbewerben wo er sich bereits ein paar mal zeigen durfte, auch auf den Rennbahnen und den Coursingstrecken zeigt er im Training viel Begeisterung und Ausdauer. Nat├╝rlich l├Ąuft er auf der Rennbahn erst die kurze Strecke, und auch bloss einmal pro Trainingstag, das reicht im Moment f├╝r sein Alter. Und in ein paar wenigen Tagen darf er auch endlich mit dem Training auf dem Agility-Platz beginnen. Darauf freuen wir uns schon lange!




Parween erstergeburtstag 4


Unser Parween erlebt heute einen ganz besonderen Tag: Wir fahren an die Internationale Hundeausstellung in Kreuzlingen! In der Bodenseearena werden an diesem Wochenende die sch├Ânsten Vertreter von rund 250 verschiedenen Hunderassen und -Variet├Ąten ausgestellt, und in 16 Ausstellungsringen parallel gerichtet. Die Hallen und Ausstellungsr├Ąume sind proppenvoll nicht nur von den Ausstellungs-Hunden mit ihren zweibeinigen Begleitern und den vielen Funktion├Ąren, auch zahlreiche Verkaufsst├Ąnde mit einer un├╝bersehbaren F├╝lle an verschiedensten Hundeutensilien locken zum Geld-Ausgeben, und nicht zuletzt ist auch eine grosse Zahl von interessierten Besuchern vor Ort. Ein riesengrosser Trubel, v├Âllig ungewohnt f├╝r meinen jungen Sloughi-R├╝den, der sowas heute  zum allererstenmal erlebt.


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Wir haben grosses Gl├╝ck, verschiedene nette Sloughi-Besitzer die wir bereits kennen sind da. Sie helfen uns unerfahrenen Ausstellungs-Teilnehmern wo immer es Not tut, und die interessanten Gespr├Ąche lassen f├╝r uns die langen Wartezeiten im Nu verfliegen. Aus derselben Zuchtst├Ątte aus der unsere beiden Sloughibuben stammen, ist auch die zierliche H├╝ndin Nayla (Nalani) mit ihrer lieben Familie da, ebenso ein Wurf-Schwesterchen von unserem Qa'ani. Auch sie ist ein richtiges Quecksilberh├╝ndchen wie unser j├╝ngster, die beiden gleichen einander aufs Haar! Mit beiden Sloughis flirtet unser Parween unerm├╝dlich nach Herzenslust, und vor allem in die Quicky-H├╝ndin Querima scheint er sich sofort bis ├╝ber beide Ohren verliebt zu haben.


Kreuzlingen 2


Endlich findet der Parween, nach vielen Stunden Action pur, etwas Ruhe. Der Schlaf ├╝bermannt ihn richtiggehend, er kann sich nicht l├Ąnger dagegen wehren und l├Ąsst seinen h├╝bschen Sloughi-Kopf sinken. Eine bleierne M├╝digkeit fordert ihren Tribut. Ausgerechnet jetzt kommt er dran, und soll sich im Ring vor der netten Richterin von seiner besten Seite zeigen! Wie immer ist sein Verhalten tadellos, freundlich zugewandt l├Ąsst er sich geduldig ├╝berall betasten. Als er dann aber stolz und sch├Ân ruhig dastehen soll w├Ąhrend die Richterin ihre Beurteilung diktiert, ist seine M├╝digkeit doch st├Ąrker als seine Aufregung, und er l├Ąsst sich zu Boden sinken. Oh Schreck, ein sitzender oder liegender Hund kann nicht bewertet werden! Ich versuche mein bestes, ihn immer wieder von neuem in eine sch├Âne Steh-Position zu locken, das gelingt leider mehr schlecht als recht.


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Nun darf der Parween endlich sich bewegen. Ich laufe mit ihm die Diagonale vor und zur├╝ck, dann zwei Runden im Kreis. Die Richterin fordert mich auf, etwas schneller zu laufen. Was ich nat├╝rlich auch tue mit dem Resultat, dass der Parween etwas verwirrt und auch freudig-├╝berrascht fleissig h├╝pft und hochspringt - das war leider zu erwarten. Auch das hilft nicht wirklich f├╝r eine gute Bewertung, leider! Trotzdem: Die Richterin ist nachsichtig mit uns Ausstellungs-Anf├Ąngern, sie verleiht meinem Sloughi-Buben trotz der nicht optimalen Pr├Ąsentation seine gute Wertung Vorz├╝glich 1. Er erh├Ąlt auch seinen erhofften internationalen Jugend-CAC-Punkt und zus├Ątzlich den Titel "Alpen-Jugendsieger". Wir sind gl├╝cklich! Der Ausstellungstag war lang, spannend und absolut erlebnisreich. Todm├╝de aber ├╝beraus zufrieden mit dem heutigen Tag machen wir uns gegen Abend auf den langen Heimweg.




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Der 17. Mai hatte es in sich, die Bienenv├Âlker schw├Ąrmten!

Schon auf unserem Mittagsspaziergang mit den Hunden sahen wir einen riesigen Bienenschwarm neben einem Bienenh├Ąuschen im Geb├╝sch h├Ąngen. Abends dann kam unser lieber Imkernachbar in unserem Obstbaumgarten vorbei und fragte, ob ich vielleicht Interesse h├Ątte an Bienenschw├Ąrmen. Sein Bienenhaus sei proppenvoll, und nun seien ihm wieder gleich mehrere Schw├Ąrme raus. Noch so gerne!


Schwarmzeit 1


Einer der Schw├Ąrme war bereits in eine Schwarmkiste gepackt, der zweite war gerade am einlaufen, der dritte hing noch oben im Baum. Diesen durfte ich sp├Ąter sogar eigenh├Ąndig runterholen. Fast gleichzeitig kam noch von zwei weiteren Imkerkollegen die Anfrage, ob ich noch Schw├Ąrme brauchen k├Ânne. Klar sagte ich auch ihnen zu, denn mein einziges Bienenvolk welches ich vom Vorjahr her betreut hatte, war mir leider vor kurzem verloren gegangen.


Schwarmzeit 2


Nach Ablauf der obligaten drei Tage "Kellerhaft" konnten  gestern abend meine f├╝nf Schw├Ąrme ihre neue Behausung beziehen. Das einlogieren gelang relativ problemlos, und heute fliegen bei allen Magazinen die Bienchen munter und fleissig ein und aus. Nun hoffe ich nat├╝rlich, dass es den Bienenv├Âlklein in ihrem neuen Logis gef├Ąllt, dass beim Einquartieren die Bienenk├Ânigin mit eingezogen ist, dass keines der noch kleinen V├Âlker wieder ausfliegt und sich was besseres sucht, und dass die Bienen sich in den kommenden Wochen und Monaten pr├Ąchtig entwickeln werden. Die Imkerei ist ein ├╝beraus sch├Ânes, spannendes, grossartiges, aber auch recht zeitintensives Hobby!

 


Schwarmzeit 3

 




Es ist zum verzweifeln, die Sarcoptes-Milbe macht unseren Hunden und Katzen zur Zeit das Leben schwer. Es ist die R├Ąude-Milbe, die sich tief in die Haut der Tiere eingr├Ąbt und dort in ihren zahlreich angelegten Milbeng├Ąngen sich freudig und ungest├Ârt vermehrt. Im Krankheitsverlauf stellt sich ein nicht beherrschbarer Juckreiz ein, so dass sich die leidenden Tiere wund und blutig kratzen. Es resultieren verdickte, entz├╝ndete und borkig-verkrustete, blutende Hautareale mit Haarausfall. Die befallenen Tiere leiden extrem. In letzer Zeit wurden vermehrt r├Ąudige F├╝chse gesehen in der Gegend wo wir wohnen, welche, bevor sie elendiglich zugrunde gehen wenn nicht die Wildhut es schafft, ihnen vorher den Gnadenschuss zu verpassen, diese Hautkrusten, bev├Âlkert mit tausenden und abertausenden dieser Sarcoptes-Milben irgendwo im Gel├Ąnde fallen lassen. Daran stecken sich dann unsere Haustiere an.


sarcoptes 1


Kurz: In unserem Dorf grassiert eine veritable Sarcoptes-Epidemie. Unz├Ąhlige Hunde und Katzen sind bereits angesteckt, so auch unsere Lilofee, sp├Ąter folgten die Krankheitszeichen bei unserer Zuchtkatzen-Veteranin Milena, und schliesslich traf es auch Nesth├Ąkchen Silja. Alle haben wir lege artis behandelt, das spezielle Spot-on Pr├Ąparat haben wir auf Anraten unseres Tierarztes sogar in 10- bis 14-t├Ągigen Intervallen aufgetragen, anstatt wie eigentlich empfohlen 4-w├Âchentlich. Die Behandlung scheint ihre Wirkung zu tun bei Milena und Silja, die arme Lilofee jedoch litt trotz Behandlung weiterhin an ihrem qu├Ąlenden Juckreiz. Sie leckte und kratzte sich Bauch, Beine und Pfoten blutig, es musste etwas geschehn. In unserer Verzweiflung und nach R├╝cksprache mit unserem Tierarzt verabreichten wir ihr schliesslich t├Ąglich Kortison in einer extrem hohen Dosis, bis endlich der Juckreiz abflaute. Leider zeigten sich rasch schwere Nebenwirkungen dieses Medikamentes. Lilofee wurde nerv├Âs und fahrig, schreckhaft, zitterte wenn ich sie am Bauch ber├╝hrte und entwickelte einen unstillbaren Heisshunger. Sie schnappte sich was immer sie fressbares erreichen konnte, den andern unserer Hunde direkt aus ihren Futtern├Ąpfen, Tiefk├╝hlfleisch gleich kiloweise aus vermeindlich unerreichbaren Orten in der K├╝che, sie bettelte ununterbrochen nach Futter obschon sie bereits die doppelte Ration erhielt. Sie schien wie in Trance, es schien als realisiere sie auf unseren Spazierg├Ąngen ├╝berhaupt nicht mehr dass am andern Ende der Leine noch etwas war, zerrte und riss wohin immer sie ihre Nase oder ihre Augen hinzogen. Sie war kaum mehr zu halten auf den Leinespazierg├Ąngen und schien auch nicht mehr zu realisieren, dass sie sich dabei im Halsband fast selber erh├Ąngte! Lilofee befolgte auch kaum mehr irgend ein Kommando. Und wenn nach der vielleicht zehnten Aufforderung doch noch, so vergass sie das Kommando nach kaum drei Sekunden wieder. Unser Alltag wurde zum veritablen Nervenkrieg.


sarcoptes 2


Mehrere Versuche, die Kortison-Dosis etwas zu reduzieren nachdem die Juckerei wundersamerweise f├╝r einige Tage verschwunden und Lilofee's Hautentz├╝ndungen sich endlich zur├╝ckgebildet hatten, liessen die ganzen schlimmen Symptome nach jeweils nur zwei Tagen wieder aufbl├╝hen, es war wirklich zum verzweifeln. Das war schlicht kein lebenswerter Zustand mehr. Diese Qu├Ąlerei musste ich beenden, dem schlimmen Leiden ein Ende setzen.


sarcoptes 3


Unsere wunderbare, liebensw├╝rdige, sanftm├╝tige Doggenh├╝ndin Lilofee ist heute, ausgerechnet an Charengo's Geburtstag, ├╝ber die Regenbogenbr├╝cke gegangen. Doch in Wirklichkeit ist sie schon lange zuvor von uns gegangen. Die letzten Tage war sie nicht mehr sie selber, wie ich sie gekannt hatte, sie war bloss noch ein Schatten ihrer selbst. Es war eine Erl├Âsung f├╝r alle, f├╝r Lilofee, aber auch f├╝r unser ganzes Hunderudel die alle mitgelitten hatten, und nicht zuletzt auch f├╝r mich selber. Meine geliebte Fee, RIP





sarcoptes 4


Charengo, der Senior unseres Hunderudels, feiert heute seinen ELFTEN!!! Geburtstag. Wir gratulieren unserem Wuschelb├Ąr von Herzen zu diesem Feiertag! Charengo ist der "oldest-ever" von allen Hundewesen, die jemals in unserer Familie gelebt haben. Er ist noch immer lieb, verschmust und anh├Ąnglich wie eh und je, unser Knuddelb├Ąr.


Charengo Geburtstagskind 1


Klar, auch bei ihm haben die vielen Lebensjahre ihre deutlichen Spuren hinterlassen. Charengo zieht sich zunehmend mehr in seine eigene Innenwelt zur├╝ck, er h├Ârt und sieht deutlich schlechter als fr├╝her, kann sich nicht mehr so gut konzentrieren und bellt manchmal scheinbar v├Âllig grundlos wie aus dem Nichts heraus: Was mag dann wohl in seinem Kopf vorgehen? Der Alltag mit ihm wird dadurch nicht einfacher, aber so ist es halt, wenn man ├Ąlter wird. Wir geniessen die Tage mit unserem unkomplizierten, "gm├Âgigen und g├Ąbigen" Senior, wohl wissend: Jeder dieser Tage k├Ânnte der letzte sein!


Charengo Geburtstagskind 2

 



 




Der Schweizer Club Orientalischer Windhunde SCOW organisierte die diesj├Ąhrige Clubsieger-Show am Auffahrtstag auf dem Gel├Ąnde der Windhund-Rennbahn in Lotzwil. Ausgestellt wurden die vier clubeigenen Windhundrassen Afghane, Azawakh, Saluki und Sloughi. F├╝r unsere beiden jungen Sloughis Parween und Qa'ani war dies die allererste Ausstellung. Parween startete in der Jugendklasse, Qa'ani in der J├╝ngstenklasse.


clubsieger 1


Das Wetter war herrlich, Sonne pur und angenehm warm. Allerdings machten teils heftige Windb├Âen unserem neuen Zelt einige Schwierigkeiten, da ich auf das Festzurren mit den Zeltschn├╝ren verzichtet hatte um nicht Stolperfallen zu produzieren. Gl├╝cklicherweise kamen hilfreiche Nachbar-Aussteller in den kritischen Momenten jeweils blitzartig zu Hilfe...


clubsieger 2


Die Stimmung auf dem Ausstellungsgel├Ąnde war freundlich und gel├Âst, und da die Sloughis gleich zu Beginn gerichtet wurden, gab es f├╝r unsere Jungspunde vor der Pr├Ąsentation im Ring keine gr├Âsseren Wartezeiten. Gl├╝ck f├╝r uns! Und trotz eher sp├Ąrlichen Vorbereitungen - es machte uns ganz einfach keinen Spass, endlos das korrekte stehen und das lockere, elegante joggen bzw traben zu ├╝ben - zeigten sich unsere beiden Jungspunde im Ring ganz passabel.


clubsieger 3


Zu meiner grossen Freude holten sich meine wundersch├Ânen und typvollen Sloughi-R├╝den trotz nicht optimaler Pr├Ąsentation beide den Sieg in ihrer Kategorie. F├╝r Parween bedeutet dies einen ersten CAC-Punkt in der Jugendklasse. Wenn das nicht ein guter Ausstellungs-Start ist!


clubsieger 4


Anschliessend kam die lange Warterei, bis alle andern Hunde gerichtet waren, und die Reihenfolge zu den Endausscheidungen kam. Zur Auflockerung undd Abwechslung gingen wir immer mal wieder auf kleine Erkundungstouren durch's Ausstellungsgel├Ąnde, und wie immer, Parween und Qa'ani hatten vor allem eines im Sinn: Am liebsten endlos spielen mit den vielen interessanten Hunden auf dem Platz! Leider, wie ├╝blich an solchen Anl├Ąssen, spielen liegt definitiv nicht drin!


clubsieger 5


Ruhe f├╝r ein kleines Nickerchen fanden unsere beiden leider nicht, trotz ger├Ąumigem Zelt mit montierten Seitenw├Ąnden. Die Stoff-Ente, Geschenk an die J├╝ngstenklasse, war willkommener Zeitvertreib, die br├╝derlichen Zerr-Spielchen halfen viel zur Entspannung unserer Ausstellungs-Unerfahrenen Springinsfelde. F├╝r die beiden passionierten Renn-Freaks mag es eine seltsame neue Erfahrung gewesen sein, auf dem ihnen bereits bestens bekannten Rennbahngel├Ąnde f├╝r einmal nicht rennen zu d├╝rfen!


clubsieger 6


Imposant zu beobachten f├╝r mich selber waren die verschiedenen elegant gekleideten, ausstellungserfahrenen "Handler", welche die ihnen anvertrauten Hunde gekonnt und mit wundersch├Ânen, fast t├Ąnzerisch-leichten Bewegungen im Ring pr├Ąsentierten: Ein richtiger Augenschmaus, ihnen dabei zuschauen zu d├╝rfen!  Naja, mit sowas k├Ânnen wir definitiv nicht mithalten.


clubsieger 7


Daneben gab es auch lustige Momente, als zB eine Gruppe von Afghanen-Welpen im Ring gezeigt wurden. Die kleinen Wusels hatten nat├╝rlich keine Ahnung was da von ihnen erwartet wurde, sie waren ganz einfach herzallerliebst und s├╝ss anzuschauen!


clubsieger 8


Die Afghanen mit ihrem langen, wundervoll ├╝ppigen Haarkleid das perfekt zurechtgemacht im Fr├╝hlingswind wehte, sind immer wieder eine besonders beeindruckende Erscheinung. Bezahlt wird diese Sch├Ânheit mit aufw├Ąndiger Pflege, was offensichtlich am einfachsten zu bewerkstelligen ist, indem der Hund gleich auf einen Tisch gestellt und dort zurechtgemacht wird. Nach der Pr├Ąsentation im Ring wurde dem sch├Ânen Afghanen-R├╝den unserer Nachbar-Aussteller das lange Haar im Bereich von Flanken und Bauch gekonnt in kleinen Haarb├╝schelchen zusammengebunden, damit der R├╝de beim Pipi-machen sich nicht beschmutzen kann...


clubsieger 9


Nach den Afghanen kamen, als letzte der vier pr├Ąsentierten Rassen, die kleine Gruppe der Azawakh an die Reihe. Im Gegensatz zu den optisch absolut beeindruckenden Afghanen in ihrem wallenden Haarkleid muten diese Hunde, welche urspr├╝nglich aus den oft sehr lebensfeindlichen Bedingungen der Halbw├╝ste stammen, richtiggehend asketisch an: Absolut trocken im K├Ârperbau, hochbeinig - standardgem├Ąss deutlich h├Âher als lang - mit dem ausgepr├Ągtest tiefen Brustkorb und der am klarsten hochgezogener Bauchlinie von allen orientalischen Windhunden.


clubsieger 10


Auch im Charakter ist der Azawakh in seinem roten Haarkleid mit den weissen "Stiefelchen" bestimmt kein Hund f├╝r jedermann, rassetypisch oft sehr reserviert bis misstrauisch und zur├╝ckhaltend allem Fremden gegen├╝ber. Das kann auf Ausstellungen gegen├╝ber der ihnen fremden Person des Richters manchmal sehr deutlich zu sehen sein, und verlangt vom Aussteller eine geh├Ârige Portion von Sachverstand, und vom Richter auch geb├╝hrenden Respekt und R├╝cksichtnahme.


clubsieger 11


Nachdem alle Rassen fertig gerichtet waren, kamen auch wir wieder an die Reihe: Zu unserer grossen Freude gewann unser Qa'ani in der J├╝ngstenklasse nach seinem ersten Platz unter den Sloughis nun auch noch den Titel "J├╝ngsten Best in Show", dh er wurde als bester der J├╝ngstenklasse unter den Vertretern aller vier Rassen ausgezeichnet. Qa'ani wurde anschliessend sogar nochmals in den Ring gebeten zur Ausmarchung "sch├Ânster Kopf, sch├Ânster Ausdruck" - diesen Titel holte sich dann allerdings einer der Konkurrenten.


clubsieger 12


Nachdem dann schliesslich alle Titelvergaben durch waren, kam die grosse Foto-Session: Zwar waren alle ausgestellten Hunde bereits im Ring mehrfach fotografiert worden, nun aber kamen die Siegerfotos jeder einzelnen Kategorie. Die pr├Ąmiierten Hunde pr├Ąsentierten sich wiederum sehr h├╝bsch zurechtgemacht, zusammen mit der freundlichen Richterin und flankiert von Blumenbouquets f├╝rs offizielle Foto. Die Angelegenheit schien sich endlos in die L├Ąnge zu ziehen. ... die Fotos sollen sp├Ąter auf Facebook aufgeschaltet werden.


clubsieger 13


Und dann musste pl├Âtzlich alles ganz schnell gehn: Im Anschluss an die Ausstellung war noch ein Plauschrennen angesagt, die Zelte welche wir im Innern der Rennbahn aufgestellt hatten mussten in Windeseile abgebaut und raustransportiert sein, die Rennbahn wurde geschlossen und betriebsbereit gemacht. F├╝r uns bedeutete dies das Ende des heutigen Anlasses, da Parween und Qa'ani noch zu jung sind um ein Rennen zu laufen. Sie waren ohnehin "v├Âllig durch den Wind" und unser n├Ąchstes Ziel war einfach nur noch: Ab zur├╝ck nach Hause, und schlafen, schlafen, schlafen...

Sch├Ân war es, an unserer erste Windhundausstellung, ein wundersch├Ânes und beeindruckendes Erlebnis, und mit den Resultaten k├Ânnen wir wirklich mehr als zufrieden sein!


clubsieger 14

 



 




Gerne pr├Ąsentieren wir heute eine Reihe von wundersch├Ânen Renn-Trainingsfotos mit unseren beiden jungen Sloughis Parween und Qa'ani. Die tollen Fotos stammen alle aus der Kamera von Ren├ę Broger:  www.digitale-impressionen.ch, der nicht nur an den "richtigen", kompetitiven Renn-Anl├Ąssen fotografiert, sondern ab und zu mal auch an einem der Trainings anwesend ist und, gut "versteckt" in einer geeigneten Nische am Rennbahn-Rand, seine gute Kamera mit Riesenobjektiv auf's Stativ aufbaut und, quasi unbemerkt von den laufenden Hunden, seine so speziellen Fotos schiesst. Unser lieber Dank geht an den passionierten "Fotografen aus Leidenschaft", mit dessen Erlaubnis wir hier einige seiner beeindruckenden Aufnahmen zeigen d├╝rfen.


Trainingsfotos 1


Auf den Windhundrennbahnen von Lotzwil, Kleind├Âttingen und Rifferswil f├╝hlen wir uns inzwischen fast schon ein wenig heimisch. Die Trainings machen unseren beiden jungen Windhunden sichtlich Spass, wobei das ganze "drum und dran" f├╝r die beiden Jungspunde eigentlich noch fast beeindruckender scheint als das jeweils nur ultra-kurze Erlebnis auf der Rennstrecke. Denn mehr als ein einzelner Lauf pro Trainingstag liegt in dem Alter noch nicht drin, wir wollen unsere Joungsters nicht ├╝berfordern. Die beiden sind noch im Wachstum, und vor allem die Rennstrecke "immer linksrum" f├╝hrt zwangsl├Ąufig zu einer ziemlich einseitigen Belastung der Gelenke.


Trainingsfotos 2


Ein sorgf├Ąltiger, langsamer Trainingsaufbau ist uns sehr wichtig. Zun├Ąchst ging es ja in der Hauptsache erst mal darum, all die neuen und spannenden Eindr├╝cke auf den Trainingspl├Ątzen kennenzulernen. Am meisten interessieren sich unsere Vierbeiner nat├╝rlich f├╝r die vielen verschiedenartigen Windhunde, die in Begleitung ihrer Zweibeiner allenthalben rund um die Rennbahn herum warten, sich warmlaufen oder sich einfach entspannen zwischen ihren L├Ąufen. Am liebsten w├╝rden unsere beiden nat├╝rlich mit ihnen allen ein kleines Spielchen veranstalten - doch das geht leider nicht!


Trainingsfotos 3


Die allerersten Trainings bestanden nat├╝rlich noch nicht in einer ganzen Lauf-Runde, sondern unsere Hunde liefen zun├Ąchst nur jeweils eine kleine gerade Strecke, f├╝r den Anfang war das genug. Etwas sp├Ąter kam dann die erste Kurve hinzu in auslaufendem Tempo. Inzwischen d├╝rfen sie nun doch bereits eine kleine Runde laufen, und sie machen das beide mit grosser Freude. Enorm viel Spass machen, im Unterschied zur Rennbahn, nat├╝rlich die Coursing-Trainings. Hier ist Tempo und Belastung f├╝r den Bewegungsapparat idealer, daf├╝r Spass und Spannung umso gr├Âsser. Schade, dass solche Coursing-Trainings nur relativ selten angeboten werden!


Trainingsfotos 4


Ein ganz wichtiger Aspekt ist nat├╝rlich das Kennenlernen des "Trainings-Hasen" in seinen verschiedensten Ausf├╝hrungen und Ger├╝chen, welcher dann w├Ąhrend dem Lauf jeweils das ultimative Ziel der Begierde darstellt. Wir trainieren jetzt zu Beginn noch g├Ąnzlich ohne den sp├Ąter obligaten Rennmaulkorb, und vor Beginn der Trainingsl├Ąufe versuche ich jeweils, meinen beiden Kandidaten gen├╝gend Zeit und Gelegenheit zu geben, den "Hasen des Tages" ausgiebig zu beschnuppern und auch mal zwischen die Beisserchen zu nehmen. Kleine Zerrspielchen liegen ebenfalls drin, solange das Hasenfell keinen Schaden nimmt. Auch am Ende des Trainingslaufes d├╝rfen die beiden jeweils noch eine kleine Weile rumspielen mit ihrer "Beute", bevor der Hase dann f├╝r die n├Ąchsten L├Ąufer bereitgemacht wird..


Trainingsfotos 5


Eine andere wichtige Station vor Beginn der Trainings sind wenn immer m├Âglich die Startboxen. Auch wenn wir f├╝r unsere ersten Trainings unsere Renn-Novizen noch von Hand auf der gr├╝nen Wiese starten lassen, so sollen sie sich doch bereits etwas gew├Âhnen an die dunklen, schmalen Metallboxen mit Absperrgitter vornedran, die dann sp├Ąter wenn's Ernst wird den Startpunkt bilden.

Unser j├╝ngster, der Qa'ani, der liebt schon seit seinen Welpenspielstunden alle Arten von Tunnels ├╝ber alles, und auf dem Agility-Platz kann er sich jeweils kaum beherrschen, die Tunnels die dort bereit liegen scheinen auf ihn eine magische Anziehungskraft auszu├╝ben. Wen wunderts, auch die Startbox auf der Rennbahn nimmt der Qa'ani freudig-begeistert an und rennt in Windeseile durch den schmalen "Tunnel" hindurch wann immer er dazu die Gelegenheit bekommt. Ganz anders Br├╝derchen Parween, den ich im Moment noch nur mit sehr viel ├ťberzeugungskraft dazu bringen kann, die Startbox anzunehmen. Da n├╝tzen auch die gluschtigsten Guddelis nichts...


Trainingsfotos 6


Gew├Âhnungsbed├╝rftig auf den Rennbahnen sind auch verschiedene spezifische Ger├Ąusche w├Ąhrend der Bahnrennen. Hierzu geh├Âren vor allem das laute, metallene Schepper-Ger├Ąusch beim schwungvollen ├ľffnen der Absperrgitter der Startboxen, sowie auch das laute Surren der laufenden Hasenzug-Maschine auf der Schiene. Beide Ger├Ąusche schienen unsere beiden Sloughis jedoch von Beginn weg nicht sonderlich zu irritieren, anders als was wir bei verschiedenen anderen Rennbahn-Neulingen beobachten k├Ânnen.


Trainingsfotos 7


Wir haben inzwischen auch zwei Exemplare dieser feinen, leichten Renn-Maulk├Ârbe f├╝r unsere beiden Aspiranten bereit, und werden wohl gegen Ende dieses Trainingsjahres, wenn die Abl├Ąufe w├Ąhrend der Trainings gen├╝gend gefestigt sind, unsere Sloughis auch daran langsam und schrittweise gew├Âhnen. Vorl├Ąufig lassen wir unsere Hunde auch noch mit ihren Halsb├Ąndern laufen - als Sicherheit f├╝r den Fall, dass sie mal in einem pubert├Ąren Schub versuchen sollten, auf dem Rennplatz auszub├╝xen: Man weiss ja nie, f├╝r kleine ├ťberraschungen sind die beiden allemal gut.


Trainingsfotos 8


So sind wir nun mittendrin in unserem Trainingsjahr auf den Windhund-Rennbahnen, und geniessen mit viel Spass und Freude diese spannende Zeit ohne jeglichen Wettkampf-Stress. So richtig "ernst" wird es f├╝r uns ja erst n├Ąchstes Jahr, wenn unsere beiden Sloughi-Joungsters im zeitigen Fr├╝hjahr mit Trainingsbeginn nach der langen Winterpause ab einem Alter von mindestens 17 Monaten ihre ersten Lizenz-L├Ąufe absolvieren d├╝rfen. Parween's Altersvorsprung von drei Monaten f├Ąllt leider genau in die Winterpause...


Trainingsfotos 9

 



 



 




Heute war unsere Premiere bei einem Coursing Training. Mit einiger Versp├Ątung trafen wir am Nachmittag bei der Rennbahn in Lotzwil ein, da am Vormittag f├╝r mich noch ein wichtiger Imkerkurs auf dem Programm gestanden hatte. Als letzte des ersten Durchgangs bekamen wir die Startnummer 45 zugeteilt. Die L├Ąufe waren in vollem Gange.


Coursing Training 1


Zu meiner freudigen ├ťberraschung sah ich eine stolze Gruppe wundersch├Âner Sloughis auf dem Platz, das hatte ich nicht erwartet! Die Erkl├Ąrung bekam ich allsbald von unserer Schweizer "Mutter der Sloughiszene" Rosy B├Ąchtiger: F├╝r's "Season Opening Coursing" das morgen hier stattfinden wird, waren nur zwei Sloughis gemeldet, das Coursing konnte also f├╝r die Sloughis nicht als Punktewertung gelten, denn hierf├╝r braucht es mindestens 3 Teilnehmer pro Lauf. Das morgige Coursing w├╝rde also g├Ąnzlich ohne Sloughis stattfinden, stattdessen war heute Sloughi-Training angesagt mit den beiden lizenzierten Sloughis sowie allen f├╝r die Wettk├Ąmpfe zu alten (├Ąlter als 8 j├Ąhrig) aber noch durchaus fitten, sowie alle jungen, noch unlizenzierten Sloughis. (Die Regel besagt, wer am Coursing teillnimmt, der darf nicht am Vortag auf derselben Strecke trainineren.)


Coursing Training 2


Ich hatte entschieden, f├╝r diesen allerersten Lauf auf der Coursingstrecke meine beiden jungen Sloughis gemeinsam als Zweier-Team starten zu lassen. Unsere beiden Jungspunde rennen ja tagt├Ąglich bei unseren ausgedehnten Freilaufspazierg├Ąngen absolut begeistert miteinander ├╝ber die Wiesen, ohne dass es bislang je zu ernsthaften R├╝peleien gekommen w├Ąre. So w├╝rden sie nun voraussichtlich wohl als eingespieltes Team einander auf der Coursingstrecke gegenseitig anspornen und ich musste weniger bef├╝rchten, dass der eine oder andere vielleicht irritiert oder demotiviert vorzeitig seinen Erstlings-Lauf abbrechen w├╝rde. Ich hatte auch keine Sorge, dass die beiden miteinander "rumjoggeln" w├╝rden statt ernsthaft hinter dem Hasen her zu rennen.


Coursing Training 3


Ich brachte nun meine beiden ungeduldig im Auto wartenden Jungspunde zur Coursingstrecke, damit sie sich ein wenig vorw├Ąrmen und bewegen, sowie etwas von der "heissen Luft" schnuppern und die Windhunde bei ihren L├Ąufen beobachten konnten. Die Aufregung war gross, die beiden hatten bereits heftig "Feuer gefangen"! Das was sich da vor ihren Augen abspielte war schon mal ganz was anderes als die im Vergleich dazu doch eher langweilig wirkenden Bahnrennen von letzter Woche.


Coursing Training 4


Die Windhunde hetzten, meist zu zweit auf der Strecke, den kreuz und quer dahinfliegenden Hasen, der nach kurzen geraden Strecken immer wieder pl├Âtzlich einen unerwarteten Haken schlug um sogleich in einer fast entgegengesetzten Richtung weiterzufliegen. Parween und Qa'ani h├Ątten liebend gerne sofort die Verfolgung aufgenommen! Sie zogen und zerrten beide derart ungest├╝m an der Leine, dass ich sie bald wieder ins Auto zur├╝ckbringen musste, um selber mit etwas mehr Ruhe die Szenerie beobachten und auch etwas austauschen zu k├Ânnen mit den anwesenden, Coursing-erfahrenen Windhundleuten.


Coursing Training 5


Rosy bot mir spontan an, mir behilflich zu sein beim Novizen-Lauf meiner beiden Wilden. F├╝r diese Hilfestellung war ich nat├╝rlich sehr dankbar. Rosy brachte f├╝r mich als absoluter Neuling an der Strecke Ruhe und Sicherheit in die ganze Aufregung. Rosy startete also meinen ruhigen, vern├╝nftigen Parween, und ich parallel dazu meinen wilden Kampfhund Qa'ani. Beide liefen sogleich los, wie wenn sie schon hundert Mal ein Coursing gelaufen w├Ąren. Der j├╝ngere Qa'ani flog wie eine Kampfmaschine volle Kraft voraus immer dem Hasen nach, w├Ąhrend der Parween eine etwas ├╝berlegenere Strategie w├Ąhlte, zun├Ąchst etwas zur├╝ck blieb und ruhig zu beobachten schien, dann nach dem ersten Haken des Hasen eine direktere Abk├╝rzung w├Ąhlte, und so schliesslich weit voraus vor seinem j├╝ngeren Bruder dem Hasen folgte.


Coursing Training 6


Es war ein wunderbarer erster Lauf meiner beiden Sloughis, die diesmal die gesamte Strecke laufen durften und schliesslich, als der Hase im Ziel ruhig liegen blieb, begeistert das echte, frische Hasenfell mitsamt ganzem Kopf und Ohren nicht nur ausgiebig beschnupperten, sondern gleich auch gemeinsam daran zu rupfen und reissen begannen. Diesem Spielchen mussten wir dann nat├╝rlich rechtzeitig ein Ende bereiten, der Hase sollte ja heute noch ein Weilchen seine Dienste tun, auch wenn ein Ersatzhase bereit lag, f├╝r alle F├Ąlle.


Coursing Training 7


Rosy erkl├Ąrte mir, dass ein Maulkorb auch solche Szenerien auf einfache und unaufgeregte Art verhindert. Aber bei ihrem ersten Lauf war es ganz ok, dass meine beiden Coursing-Novizen sozusagen nach ihrer super Arbeit auch ihre gerechte Belohnung erhielten in Form von einem kurzen "Spiel mit dem Hasen". ├ťbrigens: Der Hase ├╝berlebte diese direkte Begegnung mit meinen Sloughis gl├╝cklicherweise absolut "unverletzt". Ich aber werde mich wohl demn├Ąchst nach geeigneten Maulk├Ârben f├╝r meine Jungs umsehen m├╝ssen...


Coursing Training 8


Weshalb bei den Rennen und den Coursings die Windhunde zwingend Maulk├Ârbe tragen, das wurde mir etwas sp├Ąter sehr klar bei einem der verschiedenen andern, Coursing-erfahrenen Sloughi-Teams, die nach uns ihren zweiten Lauf des Nachmittags absolvieren durften (f├╝r die zweiten L├Ąufe wurde an der unver├Ąndert belassenen Laufstrecke einfach die Laufrichtung umgekehrt, so dass die Strecke f├╝r die Hunde v├Âllig neu daherkam): Da bekamen sich zwei kr├Ąftige Sloughis kurz nach dem Start "in die Wolle", heisst der Hase war pl├Âtzlich nicht mehr von Interesse, die Windhunde gingen recht heftig aufeinander los und es dauerte eine ganze Weile, bis ihre Besitzer sie wieder voneinander getrennt und sicher an der Leine hatten. Ohne Maulkorb w├Ąre sowas mit Sicherheit nicht ohne schwere Verletzungen abgelaufen!


Coursing Training 9


Aber auch sonst sind Verletzungsrisiken auf solchen Coursingstrecken nie ganz auszuschliessen. Vor allem wenn ein gewiefter und coursingerfahrener Windhund, der statt nur seiner L├Ąufe Kraft auch sein Hirn einsetzt und zum richtigen Zeitpunkt die richtige Abk├╝rzung w├Ąhlt, kann es schon mal vorkommen dass er den am Seil gezogenen Hasen, der eigentlich vom Hasenzieher an der Hasenmaschine immer rund 20 Meter vor dem vorne laufenden Windhund positioniert werden sollte, auch tats├Ąchlich erwischt, und sich dabei auch mal sehr ungl├╝cklich im Zugseil verfangen kann. Wie sowas enden kann, das ist nicht sehr schwierig sich vorzustellen.


Coursing Training 10


Auch heute kam es leider zu einem derartigen Vorfall, wobei der betreffende verletzte Sloughi sofort ganz schrecklich aufschrie in seinem Schmerz und erb├Ąrmlich davonhumpelte, w├Ąhrend sein unverletzter Coursing-Partner begeistert versuchte, mit senkrechten Luftspr├╝ngen den bei dem Unfall hoch ins Seil hinauf katapultierten Hasen doch noch zu erwischen... Gl├╝cklicherweise war diese Verletzung heute nicht wirklich schlimm, und nach einigen Schritten lief der betreffende Sloughi bereits wieder hinkfrei weiter. Wir waren alle sehr erleichtert.


Coursing Training 11


Nach diesem Vorfall gab es dann eine kurze Pause bis zum n├Ąchsten Lauf. Die Verantwortlichen hatten entschieden, die Laufstrecke etwas umzustellen, um die unfalltr├Ąchtige Stelle zu entsch├Ąrfen. Die Sicherheit der Hunde ging vor. Ich aber entschied, das Ende der heutigen L├Ąufe nicht mehr abzuwarten sondern mit meinen Hunden nun den Heimweg anzutreten. Meine beiden Coursing-Novizen waren durch ihren heutigen Lauf emotional und k├Ârperlich derart "auf Tausend" hochgefahren, dass ich sie unbedingt raschestm├Âglich zur Ruhe bringen, runterk├╝hlen und entspannen wollte, und das war nicht m├Âglich hier vor Ort. Das heutige erste Coursing-Training war f├╝r uns alle ein hochspannendes, wunderbares Erlebnis, das wir drei nun erst mal ausgiebig "verdauen" m├╝ssen!




Coursing Training 12


Und wieder liegt ein reich befrachtetes, ├╝beraus interessantes Windhund-Wochenende hinter uns. Am Samstag durfte ich erste pers├Ânliche Kontakte kn├╝pfen mit verschiedenen aktiven Leuten vom Windhund-Rennverein Kleind├Âttingen. Trotz eher schwierigem, nasskaltem Wetter wurde der geplante Arbeitstag durchgef├╝hrt, witterungsbedingt mit leicht reduziertem Programm. Wir weiblichen Wesen nahmen die Innenr├Ąume energisch unter unsere Putzlappen, bis alles blitzte und gl├Ąnzte und alles Material, Getr├Ąnke und K├╝chenutensilien wieder h├╝bsch s├Ąuberlich an ihrem Ort standen, w├Ąhrend die kr├Ąftigen Herren der Sch├Âpfung in toller Teamarbeit das grosse Wirtschaftszelt aufstellten. Wir waren eine erstaunlich grosse Truppe, welche dem garstigen Wetter trotzte und guten Mutes fr├Âhlich und kr├Ąftig Hand anlegte. Es war eine sch├Âne erste Begegnung mit diesem Verein, ich freue mich auf die kommenden Renn-Trainings auf der Sandbahn in Kleind├Âttingen.


Rennbahnschnuppern 1


Gegen Abend fuhr ich dann zu meinem ersten Treffen mit den Windhundfreunden Zentralschweiz, die GV stand an. Meine beiden Sloughis durften diesmal mitkommen. Im Gasthaus B├Ąren in K├Âlliken wartete eine einladend vorbereitete grosse Tafel auf uns, einige der Vorstandsmitglieder waren bereits da und mit letzten Vorbereitungen besch├Ąftigt. Wir Neulinge im Verein wurden sehr herzlich begr├╝sst, insbesondere die beiden jungen Sloughis wurden ausgiebig bewundert und beschmust. Eine speditiv durchgezogene GV folgte, das Jahresprogramm wurde vorgestellt, und anschliessend konnten wir bei lockeren freundschaftlichen Gespr├Ąchen ein wunderbares Abendessen geniessen. Ich freue mich, in dieser netten Gruppe von freundlichen, kultivierten und windhunderfahrenen Menschen so herzlich aufgenommen worden zu sein, und freue mich bereits heute auf die geplanten Anl├Ąsse, so ganz abseits von Windhundrennen und -Ausstellungen - Anl├Ąsse wo es nicht um Konkurrenz und Titel geht, wo einfach das gesellige Zusammensein gepflegt werden kann mit der "Faszination Windhunde" im Zentrum.


Rennbahnschnuppern 2


Heute Sonntag stand nun unser erster Kontakt mit einer Windhundrennbahn "in echt" auf dem Programm. Der Windhundsportverein Bern hat sein erstes Rennbahntraining der Saison heute auf dem Programm. Gestern erst war das dicke Couvert mit allen Unterlagen bei mir eingetroffen, ich bin also als Neumitglied aufgenommen, gerade noch rechtzeitig zum Saisonstart. Bei inzwischen dichtem Schneegest├Âber hatte ich mich gestern abend noch telefonisch vergewissert, dass dieses erste Training auch tats├Ąchlich stattfindet, und heute hatten wir neugierig und voller Vorfreude den Weg zur Windhund-Rennbahn Lotzwil erstmals unter die R├Ąder genommen. Es war eisig kalt, Aprilwetter vom feinsten mit abwechselnd dicken Wolken, Schnee- oder Graupelschauern und heiter Sonnenschein...   wie w├╝rden wohl Parween und Qa'ani auf der Rennbahn reagieren? W├╝rden sie den laufenden Hasen annehmen, oder eher wie zwei grosse Fragezeichen stehen bleiben?


Rennbahnschnuppern 3


Der Empfang beim Vereinshaus war herzlich und hilfsbereit, ich outete uns nat├╝rlich gleich als absolute Neulinge die ├╝berall Hilfe ben├Âtigen. Wir h├Ątten uns keinerlei Sorgen machen m├╝ssen, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft begegnete uns an allen Ecken. Wir wurden als Neumitglieder allenthalben herzlich begr├╝sst - der erste Trainingslauf unserer beiden Sloughi-Joungsters wurde uns sogar geschenkt! Wir bekamen die Laufnummern 9 und 13 zugeteilt. Die Stimmung rund um die Rennbahn war sehr freundlich, fr├Âhlich und unkompliziert. Hunde von vielerlei Windhundrassen waren zum ersten Training der Saison gekommen. In besonders grosser Zahl schien uns heute die Gruppe der Barsois pr├Ąsent, offensichtlich ist hier in der Gegend eine Barsoi-Z├╝chterin aktiv. Daneben sahen wir auch viele Whippets, einige Windspiele, einige glatt- und rauhhaarige Galgos und drei wundersch├Âne, imposante Deerhounds. Ein eleganter Afghane war da, sowie auch einige Salukis. Unsere beiden Bahn-Neulinge waren heute die einzigen Sloughis auf dem Gel├Ąnde.


Rennbahnschnuppern 4


Parween und Qa'ani waren sehr aufgeregt, sie interessierten sich brennend f├╝r all die spannenden D├╝fte und Ger├╝che rund um die Rennbahn und all die neuen Hunde. Wir waren zeitig genug angekommen, ich spazierte mit meinen Jungspunden auch auf die Rennbahn und zeigte ihnen vor Trainingsbeginn die dort bereitliegende Hasenattrappe, welche beide neugierig beschn├╝ffelten und probeweise auch mal in den Fang nahmen. Ansonsten aber schien dieses fremde, bewegungslos daliegende Ding sie nicht weiter zu interessieren. Viel spannender f├╝r sie war all das bunte Treiben rund um die Bahn herum. Auch als die ersten Hunde mit ihren Trainingsl├Ąufen begannen, schenkten Parween und Qa'ani dem vorbeifliegenden "Hasen" und den hinterher hetzenden Hunden kaum Beachtung, ich war mir also meiner Sache ganz und gar nicht sicher, ob sie dann auf der Rennbahn ├╝berhaupt begreifen w├╝rden worum es hier ging.


Rennbahnschnuppern 5


Nun kamen wir an die Reihe, Parween sollte als erster auf die Bahn. Nat├╝rlich starteten meine Joungsters f├╝r's erste freih├Ąndig, die Startbox sollten sie erst sp├Ąter kennenlernen. Als der "Hase" vorbeiflog, liess ich den Parween frei, dieser zog sogleich an und lief dem "Hasen" nach. Doch kaum hatte mein Boy etwas Tempo aufgenommen, machte diese elende Hasenattrappe nur noch ein paar kleine H├╝pferchen und blieb dann liegen. War's das schon? Um Himmels willen, und das sollte nun Parween's erster Trainingslauf sein? Ich war entt├Ąuscht, ich hatte mir etwas mehr vorgestellt unter Parween's erstem Lauf, mindestens bis zur ersten Kurve h├Ątten sie ihn doch rennen lassen d├╝rfen! Wenn diese entt├Ąuschende erste Rennbahn-Erfahrung bei meinem "├Ąlteren" nur nicht gelangweiltes Desinteresse provoziert! Naja, nichts zu machen.


Rennbahnschnuppern 6


Als ich etwas sp├Ąter mit Qa'ani zum Start ging fragte ich, ob sie nicht bitte meinen Buben diesmal etwas weiter laufen lassen k├Ânnten, falls er mitmacht. Der Qa'ani, der lief dann tats├Ąchlich wie ein Pfeil los, und als er nach wenigen Metern den sehr sehr langsam daherzuckelnden "Hasen" eingeholt hatte und dieser nach einigen "H├╝pfern" bereits wieder ruhig dalag, konnte der "Hasenzieher" nach etlichen vergeblichen Aufforderungen dann doch noch dazu gebracht werden, den Hasen wieder anzuziehen, der Qa'ani lief wieder begeistert hinterher - bis um die erste Kurve und noch ein St├╝ck weiter, dann blieb der Hase definitiv liegen. Der Qa'ani verlor nun allsbald das Interesse an dem ruhenden B├Ąnder- und Fellklumpen und kam brav zu mir zur├╝ck. Na, dies war f├╝r's erste schon mal gar nicht so schlecht.


Rennbahnschnuppern 7


Wir spazierten noch eine ganze Weile zwischen all den andern Windhunden umher, beobachteten die andern Hunde bei ihren L├Ąufen und genossen die heitere und freundliche Stimmung. Da war keinerlei Hektik oder Nervenkrieg, vielmehr lockere Sonntagsstimmung allenthalben. Einige der Hunde liefen ihre Lizenzl├Ąufe. Besonders beeindruckend schien mir ein wundersch├Âner, schneeweisser junger Saluki-R├╝de, herausragend sch├Ân befedert, gepflegt wie f├╝r eine Champions-Ausstellung bewegte er sich an der Rennbahn. Er lief seinen Lizenzlauf tadellos. Sch├Ânheit und Leistung beides top, so sollte es sein! Gerne h├Ątte ich meine beiden R├╝den nochmals auf die Rennbahn gebracht heute, diesmal f├╝r einen etwas l├Ąngeren Lauf, doch die Pause bis zu den Nachmittagsl├Ąufen war einfach zu lang, unsere zuhause gebliebenen Vierbeiner sollten auch zu ihrem Recht kommen. F├╝r heute musste ich's gut sein lassen. Doch wir freuen uns bereits heute aufs kommende Wochenende, da stehen am Samstag Nachmittag in Lotzwil Coursing-Trainings auf dem Programm, und wir d├╝rfen wieder mit dabei sein!

 


Rennbahnschnuppern 8

Zum traditionsreichen Schuru-esch-Schams Sloughi-Treffen vom 26.-28. Februar waren wir erstmals eingeladen. Im exzellenten Landgasthof Hessenm├╝hle, Kleinl├╝der in der N├Ąhe von Fulda, war ein vielf├Ąltiges Programm vorgesehen, im Kreis der eingefleischten Schuru-esch-Schams Freundesfamilie, mit erfahrenen Referenten. Wir freuten uns sehr, den Z├╝chtervater unserer beiden Sloughir├╝den Parween und Qa'ani bei dieser Gelegenheit wiederzusehen, vor allem aber interessierte es uns brennend, die vielen Wurfgeschwister unserer W├╝stenprinzen wiederzusehen. Der Anlass war als Welpentreffen der W├╝rfe N * O * P * Q angesagt und wir hofften, m├Âglichst viele der Wurfgeschwister w├╝rden an dem Anlass teilnehmen. Wie sehr w├╝rden wohl inzwischen die Geschwisterchen unseren beiden Lieblingen ├Ąhnlich sehen?

Sloughitreff 1


Kurz vor unserer Abreise erreichte uns leider eine sehr traurige Nachricht: Die Z├╝chterfamilie konnte sehr kurzfristig aus wichtigen pers├Ânlichen Gr├╝nden diesmal nicht am Treffen mit dabei sein. Am liebsten h├Ątte ich gleich das vollgepackte Auto wieder leerger├Ąumt und alles abgesagt. Wir haben dann aber doch sehr traurig und besorgt die f├╝r unsere Verh├Ąltnisse weite, 500 km lange Fahrt in Angriff genommen. Nur schon diese lange Fahrt, inklusive einem nervigen 20 km Stau kurz vor unserem Ziel, war f├╝r unsere Sloughi-Buben eine sehr ungewohnte Angelegenheit, die sie aber dank verschiedener Zwischenstops doch gut gemeistert haben. Unser Senior Charengo durfte mit dabei sein, er nahm das ganze absolut gelassen mit der Weisheit und Lebenserfahrung seiner bald 11 Jahre, w├Ąhrend unsere beiden Doggendamen einen unbeschwerten Ferienaufenthalt im Haus einer befreundeten Doggenz├╝chterin geniessen durften.


Sloughitreff 2


Ja, dieses verl├Ąngerte Wochenende unter Sloughis und Sloughi-Freunden war ein echtes Erlebnis f├╝r uns alle. Vielerlei nicht ganz einfache und jedenfalls ungewohnte Situationen boten f├╝r uns immer wieder Herausforderungen, welche wir so gut es ging zu meistern versuchten. Bereits ein erster Pr├╝fstein war leider das uns zugewiesene Hotelzimmer. Es befand sich in der romantisch gelegenen Fischerh├╝tte, etwas abseit des Haupthauses, im ersten Obergeschoss. Erreichbar ├╝ber eine enge und steile Treppe mit offenen Stufen aus blank poliertem Stein, im unteren Teil als kurze Wendeltreppe angelegt. Unsere Sloughis die kennen keine derartigen Treppen! Auch wenn sie mit breiten, griffigen Betontreppen wie sie zB in Unterf├╝hrungen anzutreffen sind keinerlei Probleme bekunden. Wir wollen die Gesundheit ihrer im Wachstum befindlichen Gelenke nicht aufs Spiel setzten, unsere jungen Quirle haben bei uns striktes Treppenverbot. Quintessenz: Nachdem wir unseren guten Willen gezeigt hatten und in geduldiger Trainingsarbeit wenigstens den Parween auf eigenen L├Ąufen ins Zimmer hoch gelockt hatten, blieb mir beim j├╝ngeren Qa'ani keine andere Wahl als das Federgewicht schliesslich die Treppe hochzutragen. So konnte das nicht funktionieren! Der Kleine muss auch fr├╝hmorgens vor Tagesanbruch noch f├╝rs Pipi raus, das war so viel zu gef├Ąhrlich! Wir bekamen dann nach l├Ąngerer Suche doch noch ein alternatives Logis, diesmal im Erdgeschoss desselben Fischerhauses, dieses Problem war also gl├╝cklich gemeistert. Treppab zu unserem neuen Domizil musste ich dann sogar beide Sloughibuben tragen...


Sloughitreff 3


Dann, vor dem Abendessen, wollten wir unseren jungen wilden Sloughis nach der langen und anstrengenden Autofahrt doch noch einen kleinen leinefreien Ausflug im Freien g├Ânnen, sie sollten so richtig Dampf ablassen k├Ânnen, damit sie dann im Restaurant sich halbwegs anst├Ąndig benehmen w├╝rden. Doch, oh Schreck, pl├Âtzlich schreit der arme Parween ganz herzerb├Ąrmlich auf: Da stand und lag ein halb vergammelter Stacheldrahtzaun auf der Wiese, Parween hatte sich daran verletzt und ein paar b├Âse Schrammen eingefangen! Ich verfluchte diesen Stacheldraht und meine eigene Unaufmerksamkeit! Solche Z├Ąune sind in der Schweiz wegen der schrecklichen Verletzungsgefahr ja l├Ąngst verboten, damit hatte ich einfach nicht gerechnet!


Sloughitreff 4


Nun, in der Zwischenzeit war es doch recht sp├Ąt geworden, wir erreichten den unserer Gruppe zugewiesenen Speisesaal als fast letzte der ganzen Gruppe. Entgegen der Ank├╝ndigung, waren wir nicht die einzigen G├Ąste im Landgasthof, sondern mussten die Lokalit├Ąt mit mehreren andern Gruppen teilen...   Alle ruhigen Pl├Ątzchen im Randbereich mit gen├╝gend grossen Eckpl├Ątzchen f├╝r die Lager der Sloughis waren nat├╝rlich l├Ąngst besetzt, wir Neulinge in der Gruppe bekamen gerade noch im Eingangsbereich eine sehr eng gestuhlte Sitzgelegenheit, wo schon ohne Sloughis kaum ein Durchkommen war um zum reichhaltigen Buffet zu gelangen. Zudem f├╝hrte der Zugang zum Speisesaal f├╝r Personal und G├Ąste immer zwingend an unseren Sitzpl├Ątzen vorbei! Nun, es war heute bereits das vierte Mal wo ich knapp davor stand, den ganzen Anlass abzublasen und kurzerhand wieder nach Hause zu fahren. Aber wir blieben, ich war schlicht zu m├╝de um das ganze Gep├Ąck wieder ins Auto zu packen und auch noch die Nacht durchzufahren. Einen Unfall wollte ich einfach nicht riskieren.


Sloughitreff 5


Auf den f├╝r Freitagabend angek├╝ndigten Sloughi-Kultfilm "Der Prinz unter den Hunden" hatte ich mich seit Tagen gefreut. Dieser Film war dann leider die n├Ąchste Entt├Ąuschung f├╝r mich: R├╝hrendes Geschichtchen im Stil einer billigen Soap Opera, Menschenpsychologie auf ein Sloughi-Paar ├╝bergest├╝lpt, meine Begeisterung hielt sich in engsten Grenzen. N├Ąchste Entt├Ąuschung: Es waren kaum Wurfgeschwister aus dem P- und dem Q-Wurf anwesend. Die Hoffnung blieb, dass vielleicht doch noch einige weitere Q- und P-Sloughis erst am Samstag zu uns stossen w├╝rden.


Sloughitreff 6


Am Samstag stand nach dem reichhaltigen Fr├╝hst├╝cksbuffen (mit den Sloughis, diesmal gl├╝cklicherweise ohne Platzprobleme da wir als erste im Speisesaal eingetroffen waren - Langschl├Ąfer sind wir definitiv nicht!) ein Fotoshooting auf dem Programm. Dieseses Fotoshooting ersch├Âpfte sich dann allerdings in einem einfachen Gruppenfoto, mehr schlecht als recht gelungen, da eher eine Panorama-Aufnahme entstand... Meine Hoffnung, bei dieser Gelegenheit vielleicht auch kleinere Gruppenfotos mit den anwesenden Vertretern der jeweiligen zu feiernden W├╝rfe zu bekommen scheiterten kl├Ąglich und diskussionslos. Waren doch von jedem der rund 10 Welpen starken W├╝rfe bloss 2 oder maximal 3 Vertreter an dem Anlass pr├Ąsent. Interessant f├╝r uns war, dass unsere beiden Jungspunde wohl die allereinzigsten der vielen anwesenden Sloughis waren, die nicht fein gekleidet in einem w├Ąrmenden Sloughim├Ąntelchen daherkamen! Immerhin, mit ihren neuen selbstgefertigten Schmuckhalsb├Ąndern pr├Ąsentierten sich nun auch unsere beiden W├╝stens├Âhne h├╝bsch herausgeputzt, und konnten es diesbez├╝glich mit der ├╝brigen eleganten Vierbeinergesellschaft problemlos aufnehmen.


Sloughitreff 7


Nun stand ein gemeinsamer Spaziergang mit unseren Hunden auf dem Programm. Meine Bef├╝rchtungen bewahrheiteten sich leider: Es war durch und durch ein Leinenspaziergang! Definitiv nichts f├╝r uns und unsere Vierbeiner! Also liessen wir, als die Sache definitiv gekl├Ąrt war, die Gruppe an uns vor├╝berziehen und genossen im Anschluss unseren eigenen tollen privat-famili├Ąren Spaziergang in der wundersch├Ânen Natur. Inzwischen wussten wir ja, wo die gef├Ąhrlichen Stacheldr├Ąhte sich befanden, so dass wir weitere Verletzungen vermeiden konnten. Unsere Freude war gross, als wir gegen Ende unserer Privatwanderung doch noch eine kleine gemischte frei laufende Gruppe Sloughi-Saluki mit zugeh├Ârigen Zweibeinern trafen, was unseren beiden Sloughi-Buben wenigstens diese eine Gelegenheit bescherte, kurz mit ihresgleichen springen und rennen zu d├╝rfen...


Sloughitreff 8


Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Speisesaal, wo wir diesmal gl├╝cklicherweise fr├╝h hinkamen und einen g├╝nstigen Platz ausw├Ąhlen konnten, stand eine Vorstellungsrunde der Teilnehmer im Seminarraum auf dem Programm. Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen, bei dieser Gelegenheit eine kleine feine Attacke zu reiten gegen einige der Teilnehmer, welche uns am Vorabend unmissverst├Ąndlich klargemacht hatten, wie verantwortungslos und falsch sie es beurteilen, dass wir gleich zwei fast gleichalte junge Sloughis in unsere Vierbeinerfamilie aufgenommen hatten. Sowas kann und darf einfach nicht sein!
In den Augen dieser Sloughi-Spezialisten ist unausweichlich die Katastrophe vorprogrammiert, wenn nicht ein einzelner Sloughi-Welpe zu einem bereits vern├╝nftigen ├Ąlteren Sloughi hinzugenommen wird, und dieser dann die notwendige Erziehungsarbeit des Jungspundes ├╝bernehmen kann.


Sloughitreff 9


Alle unsere Erkl├Ąrungen und Informationen waren auf definitiv taube Ohren gestossen. Solche vorgefasste ├ťberzeugungen zu relativieren scheint ein Ding der Unm├Âglichkeit. Dass f├╝r mich der Umgang mit unseren beiden feinen Sloughi-Buben praktisch einem Sonntags-Spaziergang gleichkommt, im Vergleich zur fordernden Zeit mit unseren jungen Deutschen Doggen vor f├╝nf Jahren, sowas k├Ânnen diese Sloughi-Narren schlicht nicht nachvollziehen. Diese Leute kennen ganz einfach nicht das Gl├╝ck, mit zwei jungen, tagt├Ąglich ├╝berschw├Ąnglich spielenden und voller Lebensfreude ├╝ber die Wiesen fliegenden Sloughis durchs Leben gehen zu d├╝rfen. Die noblen Sloughis dieser Leute die spazieren wohl von j├╝ngsten Welpenbeinen an Tag f├╝r Tag an Leinen aus feinstem Leder durch die Strassen, stets weich gebettet und in kuschelige M├Ąntelchen geh├╝llt, und kennen den Freilauf wohl kaum. Solche Hunde benehmen sich dann auch perfekt angepasst bei ihren eleganten St├Ądtli- und Restaurantbesuchen, keine Frage. Artgerechte Haltung kann ich sowas nicht nennen.


Sloughitreff 10


Im Anschluss wurden wir mit einem Foto- und Kurzfilm-Vortrag nach Tunesien entf├╝hrt, ein pers├Ânlicher Reisebericht von einer traditionellen Hasenjagd - wobei die relevanten Bilder der eigentlichen Hasenjagd leider fehlten, der Hase war schneller gewesen als der Fotograf... Interessant schien mir der fassungslose Kommentar einer besorgten Zuh├Ârerin, ob sich denn die Sloughis in der unwirtlichen, mit Steinbrocken ├╝bers├Ąten Gegend bei einer solchen Jagd nicht schlimm verletzen w├╝rden...   ja, in den Augen der Damen und Herren dieser erlauchten Gesellschaft war es offensichtlich auch eine veritable S├╝nde, dass unsere beiden Sloughis doch tats├Ąchlich auf dem blanken (warmen Linoleum-) Boden liegen mussten, wir bekamen f├╝r die zwei ungl├╝cklichen, definitiv nicht standesgem├Ąss gebetteten R├╝den umgehend zwei Kuschel-Decken angeboten... nette Geste, die wir dankend angenommen haben. Unsere Sloughis haben sich gefreut...


Sloughitreff 11


Nun, die n├Ąchste kleine Katastrophe war bereits im Anzug: Ich hatte die Pause vor dem Vortrag leider nicht genutzt, um mit Qa'ani kurz nach draussen zu gehen f├╝rs Pipi. Er hatte so zufrieden geschlafen dass ich ihn nicht wecken wollte. Dann, mitten im Vortrag, wurde der kleine Wichtelmann unruhig, mir wurde sofort klar, da pressiert's! Aber genauso rasch wurde mir klar: Alle Wege nach draussen waren versperrt, ├╝berall lagen die luxuri├Âs gebetteten Sloughis in ihren wunderbaren weichen grossen Hundebetten in den G├Ąngen zwischen den Tischreihen, da war ganz einfach kein Durchkommen f├╝r uns! Das Malheur folgte dann also quasi auf dem Fusse, ein goldgelbes B├Ąchlein breitete sich aus unter dem verzweifelten Qa'ani... Die liebevollen Kommentare von vorne und von hinten erreichten uns ohne Verzug, aber noch immer hatte kein einziger der Teilnehmer die Gnade, seinen weich gebetteten Sloughi ein wenig zur Seite zu r├╝cken um uns durchschl├╝pfen zu lassen. Stattdessen kamen von ├╝berall die dezidierten Warnungen: "Hier geht's nicht gut!" Sollte ich einfach lauthals in die Runde schreien: "So lasst uns doch einfach irgendwo durch!!!" Ich hab's nicht getan, wir sind ja anst├Ąndige Leute. Schliesslich blieb uns gerade noch der Weg ganz vorn bei Referent und Leinwand, ich gab mein bestes die L├Ąufe meines verzweifelten und leicht verwirrten Sloughibuben einzeln ├╝ber die in grossen losen Schlaufen daliegenden Kabelkn├Ąuel zu heben. Da n├╝tzten uns die v├Âllig ├╝berfl├╝ssigen Warnungen "Achtung, Kabel!" nicht wirklich viel! Ich f├╝hlte mich mittlerweile mit unseren Sloughis definitiv nicht als "Freund unter Freunden" angenommen in dieser Gruppe. Da geh├Ârten wir einfach nicht dazu!


Sloughitreff 12


N├Ąchster Programmpunkt war ein interessanter, kurzweilig und absolut kompetent pr├Ąsentierter Schulungsvortrag zum Thema "Zahnhygiene beim Hund". Da gab's sogar f├╝r mich nichts zu m├Ąkeln, sozusagen das Highlight des Wochenendes, wenn auch nat├╝rlich ganz und gar nicht Sloughi-spezifisch. Gl├╝cklicherweise war die Referentin kompetent genug, auf den zun├Ąchst angek├╝ndigten "praktischen Teil" zu verzichten (ich hatte mir bereits ├╝berlegt, diesen letzten praktischen Teil meinen Sloughis zu ersparen und einfach zu streiken). Sowas geht die vern├╝nftige Hundehalterin am besten in Ruhe zu Hause und sachte Schritt f├╝r Schritt an, nicht ├╝berfallm├Ąssig in der Unruhe und Fremdheit eines vielbev├Âlkerten Konferenzraumes....


Sloughitreff 13


Hingegen wiederum sehr entt├Ąuschend war der als "Festlicher H├╝ttenabend mit Programm" angek├╝ndigte Samstagabend, wof├╝r ich mir extra eine wundersch├Âne Djellaba gen├Ąht hatte, um in der noblen Gesellschaft auch ein wenig mithalten zu k├Ânnen. Leider nichts dergleichen. Meine sch├Âne Djellaba blieb unbenutzt im Hotelzimmer liegen. Aber an solche Entt├Ąuschungen hatte ich mich ja mittlerweile gew├Âhnt. Auch von den urspr├╝nglichen Programmpunkten "Sloughis in der Kunst" und "Windhund-Psychologie" war auf dem definitiven Programm nichts mehr zu sehen.


Sloughitreff 14


Wir hatten inzwischen mehr als genug erlebt an diesem Wochenende, hatten uns den Herausforderungen gestellt und alles schlecht und recht gemeistert. Eigentlich wollten wir anst├Ąndig bis zum Ende der Veranstaltung bleiben, welche am Sonntag nach dem Mittagessen enden sollte. Nun aber war das Sonntagsprogramm bis weit in den Nachmittag hinein ausgedehnt worden. Wir wollten unsere Doggenladies nicht unn├Âtig und ungeplant noch eine Nacht l├Ąnger "in der Fremde" lassen, und der Gedanke in n├Ąchtlicher Dunkelheit fahren zu m├╝ssen behagte mir ganz und gar nicht. Zudem wusste ich, dass wir besser gen├╝gend Zeit f├╝r die R├╝ckfahrt einplanen mussten. Und wenn wir schon nicht mit der Gruppe gemeinsam abschliessen konnten, so konnten wir ja ebenso gut gleich nach dem Fr├╝hst├╝cksbuffet unsere Heimreise antreten, und auf den letzten Programmpunkt "Spielverhalten" g├Ąnzlich verzichten. Stattdessen genossen wir auf dem Nachhause-Weg einige wundersch├Âne, ausgedehnte Freilauf-Spazierg├Ąnge mit unseren Hunden, dies schien uns in dieser Situation mehr Wert als jegliches Gold der Welt.


Sloughitreff 15


Ja, das war definitiv ein reich befrachtetes, abwechslungsreiches Sloughi-Wochenende. Verbunden mit vielen Eindr├╝cken, viel Stress und vielen Entt├Ąuschungen. Freunde haben wir nicht gefunden, wir sind sozusagen exotische Fremdlinge geblieben in dieser "Sloughi-Freunde-Familie". Unsere Sloughi-Buben haben viel gelernt, wurden immer wieder konfrontiert mit neuen, g├Ąnzlich ungewohnten Situationen. Zur├╝ck zu Hause scheint mir, die Jungs sind in k├╝rzester Zeit um Monate ├Ąlter und reifer geworden. Es war unser erstes Sloughi-Treffen, mag sein dass es auch das letzte bleiben wird. Aber wir sind keine Hellseher.



Sloughitreff 16


Unsere S-Wurf D├Âggelis feiern heute bereits ihren f├╝nften Geburtstag!

Von Velvet haben wir vor wenigen Tagen ein h├╝bsches aktuelles F├Âteli bekommen. Dazu schreibt uns Claudia: "Wir waren in unserem Nachbarort Reigoldswil, um mit der Gondelbahn auf die "Wasserfalle", ein Naherholungsgebiet zu fahren. Wie man unschwer erkennen kann, war es Velvet nicht so ganz wohl in dieser "Eierschale", aber mit viel Zureden, einem Dorsch- Nugget auf dem Gondelboden und dem netten Herrn, welcher die Bahn komplett angehalten hat f├╝r uns, ging es dann doch noch. Es war 09.30 Uhr, sau kalt und hat geregnet, also der beste Moment f├╝r Velvet, ohne ungeduldige Zuschauer wieder mal in die H├Âhe zu steigen :-)."

Danke, Claudia, f├╝r dieses spezielle Foto und die Geschichte dazu!


fnf 1


Inzwischen ist's nun doch noch Winter geworden, klirrende K├Ąlte und pr├Ąchtiger Neuschnee bieten neue Abenteuer. Vom Saphir hat uns Madlen dieses Kuschel-F├Âteli geschickt, mit dem Titel: "Die zwei grossen beim schlafen".


Ja, gem├╝tlich kuscheln drinnen an der W├Ąrme, das lieben wir doch alle, Zwei- und Vierbeiner!


fnf 2


Und auch dieses coole Jux-Foto ist vom Saphir! Madlen schreibt dazu: "P├╝nktlich zum Winter Anfang hat Saphir sein richtiges Outfit gefunden".


Hat der's gut, der verw├Âhnte Bursche!!!


fnf 3


Unsere Hunde sind ganz n├Ąrrisch ob der herrlichen weissen Pracht! Sie toben im stiebenden Schnee und k├Ânnen nicht genug bekommen davon.

Sogar die Silja l├Ąsst sich gerne anstecken von der ├╝berm├╝tigen Begeisterung unserer beiden jungen Windhunde!


fnf 4


Derweil zieht unsere Rudelchefin Lilofee zielgerichtet ihre Bahn durch den verschneiten Winterwald, dicht gefolgt vom Parween, der inzwischen nach einer gut halbst├╝ndigen halsbrecherischen Jagd in riesigen S├Ątzen mit begeisterten hohen Luftspr├╝ngen ├╝ber die verschneiten Felder auch etwas zur Ruhe gekommen ist...


fnf 5


... sozusagen zum "runterk├╝hlen" gibt's f├╝r unser Rudel noch eine kleine Verl├Ąngerung, einen ruhigen Spaziergang dem Waldrand entlang, bevor's wieder nach Hause in die W├Ąrme geht.


fnf 6


Nadia hat heute f├╝r uns eine grosse ├ťberraschung bereit: Simeon's Familie hat nochmals vierbeinigen Zuwachs bekommen! Der kleine, grosse Jagan, gerade mal 12 Wochen alt, ein lupenreiner Do Khyi, auch Tibetdogge genannt, kommt heute am Geburtstag unserer S-Wurf-D├Âggelis erstmals mit auf einen kurzen Rudelspaziergang. Gar nicht sch├╝chtern, mischt er sich sogleich unter die grossen Hunde unseres Doppel-Rudels. S├╝sses Hundebaby mit seinem riesigen L├Âwenkopf!


fnf 7


Nadia hat eine Aufgabe: Zur Feier des Tages darf sie heute im Tiefschnee den beiden Geburtstagskindern Simeon und Silja ihre Geburtstagswurst pr├Ąsentieren. Das Geburtstagsf├Âteli ist schnell geknipst, und die Wurst ebenso blitzschnell verschwunden im riesigen, immer-hungrigen Fang der beiden!

Wir gratulieren allen unseren S-Wurf D├Âggelis ganz herzlich zu ihrem f├╝nften Geburtstag! M├Âge ein weiteres wunderbares Lebensjahr mit ihren Liebsten, voller spannender und sch├Âner Erlebnisse und bei guter Gesundheit folgen!

 


fnf 8