Der Schweizer Club Orientalischer Windhunde SCOW organisierte die diesj├Ąhrige Clubsieger-Show am Auffahrtstag auf dem Gel├Ąnde der Windhund-Rennbahn in Lotzwil. Ausgestellt wurden die vier clubeigenen Windhundrassen Afghane, Azawakh, Saluki und Sloughi. F├╝r unsere beiden jungen Sloughis Parween und Qa'ani war dies die allererste Ausstellung. Parween startete in der Jugendklasse, Qa'ani in der J├╝ngstenklasse.


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Das Wetter war herrlich, Sonne pur und angenehm warm. Allerdings machten teils heftige Windb├Âen unserem neuen Zelt einige Schwierigkeiten, da ich auf das Festzurren mit den Zeltschn├╝ren verzichtet hatte um nicht Stolperfallen zu produzieren. Gl├╝cklicherweise kamen hilfreiche Nachbar-Aussteller in den kritischen Momenten jeweils blitzartig zu Hilfe...


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Die Stimmung auf dem Ausstellungsgel├Ąnde war freundlich und gel├Âst, und da die Sloughis gleich zu Beginn gerichtet wurden, gab es f├╝r unsere Jungspunde vor der Pr├Ąsentation im Ring keine gr├Âsseren Wartezeiten. Gl├╝ck f├╝r uns! Und trotz eher sp├Ąrlichen Vorbereitungen - es machte uns ganz einfach keinen Spass, endlos das korrekte stehen und das lockere, elegante joggen bzw traben zu ├╝ben - zeigten sich unsere beiden Jungspunde im Ring ganz passabel.


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Zu meiner grossen Freude holten sich meine wundersch├Ânen und typvollen Sloughi-R├╝den trotz nicht optimaler Pr├Ąsentation beide den Sieg in ihrer Kategorie. F├╝r Parween bedeutet dies einen ersten CAC-Punkt in der Jugendklasse. Wenn das nicht ein guter Ausstellungs-Start ist!


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Anschliessend kam die lange Warterei, bis alle andern Hunde gerichtet waren, und die Reihenfolge zu den Endausscheidungen kam. Zur Auflockerung undd Abwechslung gingen wir immer mal wieder auf kleine Erkundungstouren durch's Ausstellungsgel├Ąnde, und wie immer, Parween und Qa'ani hatten vor allem eines im Sinn: Am liebsten endlos spielen mit den vielen interessanten Hunden auf dem Platz! Leider, wie ├╝blich an solchen Anl├Ąssen, spielen liegt definitiv nicht drin!


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Ruhe f├╝r ein kleines Nickerchen fanden unsere beiden leider nicht, trotz ger├Ąumigem Zelt mit montierten Seitenw├Ąnden. Die Stoff-Ente, Geschenk an die J├╝ngstenklasse, war willkommener Zeitvertreib, die br├╝derlichen Zerr-Spielchen halfen viel zur Entspannung unserer Ausstellungs-Unerfahrenen Springinsfelde. F├╝r die beiden passionierten Renn-Freaks mag es eine seltsame neue Erfahrung gewesen sein, auf dem ihnen bereits bestens bekannten Rennbahngel├Ąnde f├╝r einmal nicht rennen zu d├╝rfen!


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Imposant zu beobachten f├╝r mich selber waren die verschiedenen elegant gekleideten, ausstellungserfahrenen "Handler", welche die ihnen anvertrauten Hunde gekonnt und mit wundersch├Ânen, fast t├Ąnzerisch-leichten Bewegungen im Ring pr├Ąsentierten: Ein richtiger Augenschmaus, ihnen dabei zuschauen zu d├╝rfen!  Naja, mit sowas k├Ânnen wir definitiv nicht mithalten.


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Daneben gab es auch lustige Momente, als zB eine Gruppe von Afghanen-Welpen im Ring gezeigt wurden. Die kleinen Wusels hatten nat├╝rlich keine Ahnung was da von ihnen erwartet wurde, sie waren ganz einfach herzallerliebst und s├╝ss anzuschauen!


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Die Afghanen mit ihrem langen, wundervoll ├╝ppigen Haarkleid das perfekt zurechtgemacht im Fr├╝hlingswind wehte, sind immer wieder eine besonders beeindruckende Erscheinung. Bezahlt wird diese Sch├Ânheit mit aufw├Ąndiger Pflege, was offensichtlich am einfachsten zu bewerkstelligen ist, indem der Hund gleich auf einen Tisch gestellt und dort zurechtgemacht wird. Nach der Pr├Ąsentation im Ring wurde dem sch├Ânen Afghanen-R├╝den unserer Nachbar-Aussteller das lange Haar im Bereich von Flanken und Bauch gekonnt in kleinen Haarb├╝schelchen zusammengebunden, damit der R├╝de beim Pipi-machen sich nicht beschmutzen kann...


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Nach den Afghanen kamen, als letzte der vier pr├Ąsentierten Rassen, die kleine Gruppe der Azawakh an die Reihe. Im Gegensatz zu den optisch absolut beeindruckenden Afghanen in ihrem wallenden Haarkleid muten diese Hunde, welche urspr├╝nglich aus den oft sehr lebensfeindlichen Bedingungen der Halbw├╝ste stammen, richtiggehend asketisch an: Absolut trocken im K├Ârperbau, hochbeinig - standardgem├Ąss deutlich h├Âher als lang - mit dem ausgepr├Ągtest tiefen Brustkorb und der am klarsten hochgezogener Bauchlinie von allen orientalischen Windhunden.


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Auch im Charakter ist der Azawakh in seinem roten Haarkleid mit den weissen "Stiefelchen" bestimmt kein Hund f├╝r jedermann, rassetypisch oft sehr reserviert bis misstrauisch und zur├╝ckhaltend allem Fremden gegen├╝ber. Das kann auf Ausstellungen gegen├╝ber der ihnen fremden Person des Richters manchmal sehr deutlich zu sehen sein, und verlangt vom Aussteller eine geh├Ârige Portion von Sachverstand, und vom Richter auch geb├╝hrenden Respekt und R├╝cksichtnahme.


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Nachdem alle Rassen fertig gerichtet waren, kamen auch wir wieder an die Reihe: Zu unserer grossen Freude gewann unser Qa'ani in der J├╝ngstenklasse nach seinem ersten Platz unter den Sloughis nun auch noch den Titel "J├╝ngsten Best in Show", dh er wurde als bester der J├╝ngstenklasse unter den Vertretern aller vier Rassen ausgezeichnet. Qa'ani wurde anschliessend sogar nochmals in den Ring gebeten zur Ausmarchung "sch├Ânster Kopf, sch├Ânster Ausdruck" - diesen Titel holte sich dann allerdings einer der Konkurrenten.


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Nachdem dann schliesslich alle Titelvergaben durch waren, kam die grosse Foto-Session: Zwar waren alle ausgestellten Hunde bereits im Ring mehrfach fotografiert worden, nun aber kamen die Siegerfotos jeder einzelnen Kategorie. Die pr├Ąmiierten Hunde pr├Ąsentierten sich wiederum sehr h├╝bsch zurechtgemacht, zusammen mit der freundlichen Richterin und flankiert von Blumenbouquets f├╝rs offizielle Foto. Die Angelegenheit schien sich endlos in die L├Ąnge zu ziehen. ... die Fotos sollen sp├Ąter auf Facebook aufgeschaltet werden.


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Und dann musste pl├Âtzlich alles ganz schnell gehn: Im Anschluss an die Ausstellung war noch ein Plauschrennen angesagt, die Zelte welche wir im Innern der Rennbahn aufgestellt hatten mussten in Windeseile abgebaut und raustransportiert sein, die Rennbahn wurde geschlossen und betriebsbereit gemacht. F├╝r uns bedeutete dies das Ende des heutigen Anlasses, da Parween und Qa'ani noch zu jung sind um ein Rennen zu laufen. Sie waren ohnehin "v├Âllig durch den Wind" und unser n├Ąchstes Ziel war einfach nur noch: Ab zur├╝ck nach Hause, und schlafen, schlafen, schlafen...

Sch├Ân war es, an unserer erste Windhundausstellung, ein wundersch├Ânes und beeindruckendes Erlebnis, und mit den Resultaten k├Ânnen wir wirklich mehr als zufrieden sein!


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