Dieser Tage haben wir sie in unserem Briefkasten gefunden, rot und schwarz auf weiss bestätigt die Urkunde: Unser wunderschöner Sloughibub Parween hat den Titel "Schweizer Jugend-Schönheits-Champion" erworben! Ein ganz klein wenig stolz sind wir schon auf diesen Titel, auch wenn wir in Sachen Hunde-Ausstellungen recht kritisch eingestellt sind. Mitgemacht haben wir, wollten die Szenerie an solchen Ausstellungstagen auch mal wieder miterleben. So viele Jahre ist es her, seit wir mit unserer einmalig schönen Flatcoated Retriever Hündin Gipsy, oder auch mit unserer wunderschönen Deutschen Doggenhündin Lilofee solche Happenings ein paarmal mitgemacht hatten. Wie damals schon, so hat es sich auch in diesem Jahr wieder bestätigt: Solche Shows sind einfach nicht unser Ding. Was bedeutet für einen Hund schon die "Kunst", ruhig und stolz und repräsentativ dazustehn im Ring? Bewertet wird ja im Endeffekt, das hat sich immer und immer wieder bestätigt, kaum die "Schönheit" des Hundes (was immer dies auch bedeuten mag, denn Schönheit liegt immer im Auge, in der Wahrnehmung des Betrachters!), sondern vielmehr dessen Präsentation im Ring. Eine solche "Bühnenpräsenz" einzuüben, dazu ist uns einfach die Zeit viel zu schade, sowas liegt uns nicht. Dieses Kapitel können wir nun glücklicherweise definitiv schliessen. Die Ausstellungstage werden uns nicht fehlen.


champ 1


Der jüngere unserer beiden Sloughibuben, unser spitzbübischer, charakterstarker Qa'ani, der hatte bei seinen Ausstellungen nie Chancen auf Top-Wertungen. Unsere Ausstellungs-Gelegenheiten in der Deutsch-Schweiz sind relativ rar, viel Auswahl haben wir nicht, wir müssen jede sich bietende Gelegenheit am Schopf packen, ob's nun passt oder nicht. Qa'ani war bei seinen drei Starts in der Jugendklasse deutlich jünger als sein grösserer Bruder, als dieser sein Ausstellungs-Talent unter Beweis stellen musste. Das allerschlimmste aber bei Qa'ani's Ausstellungen war die elende, stundenlange Warterei, bis er jeweils vor dem Richter erscheinen durfte. Weg von seinem vertrauten Zuhause, ganz alleine als Vierbeiner ohne sein sonst allezeit präsentes Rudel, keine Sekunde Entspannung bei all den turbulenten und spannenden Eindrücken rundherum, so war unser Nesthäkchen jeweils nach vier oder gar sechs Stunden permanenter Anspannung schliesslich im Ring dermassen "durch den Wind", dass mit stolzer Präsentation vor dem Richter ganz einfach nichts mehr war. Keine Punkte also. Paradoxerweise ernte ich hingegen regelmässig an anderweitigen Anlässen, wo ich mit meinen beiden hübschen Sloughibuben auftauche, viel Bewunderung und Anerkennung bezüglich der Schönheit meiner beiden Windhunde - und immer ist es der Qa'ani, der das grösste Lob erhält: Er gefällt einfach, unser Jüngster, wo immer er erscheint, durch seine natürlichen Reize, vom "unverschulten" Auge der "gewöhnlichen" Menschen erkannt: Ganz ohne jegliche Schönheitstitel, der Qa'ani ist unser natürlicher Schönheits-Champion!


champ 2


Noch ein weiteres Diplom bedeutet einen vorläufigen Schlusspunkt in einem Werdegang, diesmal vom Zweibeiner in unserer Familie, und diesmal geht es um kleine, fleissige, geflügelte Lebewesen: Es ist das Abschlussdiplom meines Imker-Grundkurses, welches ich heute nicht minder stolz in Händen halte. Dieses Diplom bedeutet für mich die Bestätigung und zugleich den Abschluss einer äusserst interessanten, erlebnisreichen und spannenden Ausbildung, welche mich über die vergangenen zwei Jahre durch die Jahreszeiten begleitet, und mir eine erste Einführung gegeben hat in die verantwortungsvolle Haltung und Pflege von Honigbienen.


champ 3


Im zeitigen Frühling 2015 hatte ich als absoluter Neuling, völlig ohne jegliche Vorkenntnisse aber mit riesiger Begeisterung und Neugierde, an der Schweizerischen Imkerschule mit dem Basiskurs "Artgerechte Bienenhaltung" meine Imkerausbildung begonnen, durfte dann entgegenkommenderweise direkt anschliessend in den zweiten Jahreskurs eines bereits laufenden, offiziellen Imker-Lehrganges einsteigen, und heute auch gemeinsam mit der ganzen Klasse diesen Imker-Grundkurs abschliessen. Meine eigenen Bienen betreue ich seit Sommer 2015. Begonnen habe ich damals mit einem einzigen Bienenvolk, zur Zeit stehen jetzt fünf überaus fleissige und gesunde Bienenvölker in ihren Magazinen in unserem Obstbaumgarten. Noch immer fühle ich mich natürlich als "blutige Anfängerin" in Sachen Imkerei. Ich bin nach wie vor mit grosser Begeisterung, aber auch mit gebührendem Respekt vor diesen wunderbaren Lebewesen bei der Sache, und darf dankbar weiterhin zählen auf die verständnisvolle Unterstützung von unserem Kursleiter, wie auch von meinen lieben Nachbar-Imkern. An dieser Stelle ein ganz herzliches, besonderes Dankeschön für die tatkräftige und verständnisvollle Betreuung und Begleitung an unseren kompetenten und engagierten Kursleiter Daniel Schoch!

 


champ 4