Der Dezember 2013 wird wohl in die Geschichtsbücher eingehen als bisher sonnigster Dezember seit Messbeginn! Wir geniessen die Wintersonne, die über viele Tage pünktlich um die Mittagszeit zwischen den sich langsam lichtenden Nebelschwaden hervorbricht und uns für einige Stunden die kalte Jahreszeit fast ein wenig vergessen lässt. Die Tage sind so kurz, dass uns oft nicht genug Zeit bleibt für unsere gewohnten drei Spaziergänge. Den Hundis scheint's nicht viel auszumachen, zu gemütlich ist nun die warme Stube mit dem heimelig knisternden Feuer im Kamin. Nebenan ein Foto der Brüder Simeon und Simba im Tannenmoos, die solche Treffen und die gemeinsamen Spiele immer wieder von neuem geniessen. Natürlich freuen wir alle, Zwei- und Vierbeiner, uns sehr über die lieben Besuche von Nadia und unserem Simileone!


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Noch ein lieber Besuch: Madlen kommt mit ihrem Saphir für einmal zu uns ins schöne Seetal und Wynental, damit auch der Saphir wieder einmal ausgiebig rumtoben kann mit seinen Geschwistern. Auch Mama Lilofee lässt sich nicht lumpen: Sie gibt nach wie vor den Ton an im Rudel, und auch im Sprint-Wettkampf mit ihrer Jungmannschaft ist sie noch immer unangefochten unsere Rudelführerin! Solche Abenteuer hinterlassen natürlich deutliche Spuren in Saphir's seidigem blauem Fell, zum Glück ist Madlen diesbezüglich einiges gewohnt und nicht allzu heikel. Und es macht doch einfach Spass, zwischen den wilden Wettrennen im Rudel auch mal sozusagen auf eigene Faust im Gestrüpp am Wyna-Ufer auf Pirsch zu gehen und allerlei spannendes zu entdecken!


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Ja, und anschliessend natürlich eine Besichtigung im Tannenmoos, wo doch tatsächlich noch einige gefrorene Äpfel unter den Obstbäumen liegen. Die munden unseren Fellnasen ganz besonders, sozusagen als Apfel-Glacé zum Apéro! Auf dem Foto ist der Saphir zu sehen, zusammen mit Mama Lilofee in unserem Obstbaumgarten, wo die Bäume natürlich inzwischen grösstenteils auch ihr ganzes Laub verloren haben. Nur das kleine Mispelbäumchen, das hält hartnäckig fest an seinen prächtigen Blättern, welche natürlich inzwischen nicht mehr grün sind, sondern in prächtigen Goldfarben noch immer stolz in grosser Fülle an den Ästen prangen.


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Ja, unsere täglichen Spaziergänge im Moos an der Wyna die sind zur Zeit ein richtiger Genuss: Oben blauer Himmel und die Wintersonne welche eine sanfte Wärme ausstrahlt, unten mehrheitlich gefrorener Boden welcher uns vor allzu schlimmen Sumpfschlachten verschont, und am Wynaufer noch viel stehender Bewuchs, der noch nicht von winterlichen Schneemassen niedergedrückt wurde. Begleitet werden wir oft von lieblichem Vogelgezwitscher, wie wenn bereits der Frühling nahen würde.


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Nebenan ein hübsches Foto von den beiden Herren unseres Rudels: Der Riese Simba neben unserem "Zwerglein" Charengo. Aber das Foto täuscht, Charengo, unser "alter Herr", der behauptet seine Stellung im Rudel nach wie vor, schlängelt sich gekonnt zwischen den blauen Riesen hindurch und geht seine Wege unbehelligt von den überstelligen Lümmeln, weiss genau wo seine Chancen und Vorteile liegen und lässt sich von niemandem was vormachen. Nichtsdestotrotz lässt er sich auch mal gerne in ein Wettrennen verwickeln von den beiden jungen Schnöseln, und metzget sich da jeweils erstaunlich gut!


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Die langen, dunklen Nächte in unserem gemütlichen Zuhause im Schloss am See, die geben jetzt genügend Mussestunden um wieder zu musizieren. Vorbei ist mittlerweile die Zeit, wo die lauten Hörner durch unser "Schloss" erschallen, es ist eine Zeit gekommen für leisere Töne. Zu meiner wunderbaren Querflöte gesellen sich inzwischen auch andere Flöten: Das Zauberinstrument Panflöte hat mich völlig in ihren Bann gezogen! Stundenlang geniesse ich die zarten, etwas rauh-heiseren Töne die sich den längeren und kürzeren Bambusrohren entlocken lassen, und weil mich ganz besonders die weichen, tiefen Töne faszinieren, habe ich mir zu meiner Tenorflöte nun auch eine grosse Sub-Bass Panflöte geschenkt, mein "Big-Baby"!


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Und noch ein weiteres, sanftes Instrument beglückt mich in meinen winterlichen Mussestunden: Ich habe mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt, nun steht das wohl königlichste aller Musikinstrumente in unserem Schloss am See: Die Harfe! Natürlich, das Spielen auf diesem riesengrossen Zupfinstrument ist eine rechte Herausforderung für mich, das gleichwertige und zeitgleiche Zusammenspiel von rechter und linker Hand, das Erlernen des Bass-Schlüssels, das alles gelingt nicht von heute auf morgen. Aber es eilt ja nicht, ich kann mein Tempo selber wählen, und das musizieren auf diesem wunderbaren Instrument ist einfach ein grosser Traum der in Erfüllung gegangen ist.


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Mit dieser wunderschönen Weihnachtskugel, welche dieser Tage als unerwartetes Überraschungsgeschenk vom Doggenclub bei uns eingetroffen ist, wünsche ich Lilofee's Nachwuchs, allen Döggelchen vom Schloss am See und ihren lieben Familien, und natürlich auch allen andern welche sich auf diese Webseite "verirrt" haben, eine wunderbare Weihnachtszeit, mit viel Liebe und Wärme und schönen Begegnungen, mit Sonne im Herzen und dann, wenn unser erlebnisreiches Jahr 2013 seinem Ende entgegengeht: Prosit Neujahr, und die allerbesten Wünsche, Gesundheit und Glück im 2014!


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Langsam hält die kalte Jahreszeit Einzug, wir warten auf die ersten Schneeflocken. Den nass-kalten Regensonntag nutzen wir für einen interessanten Rückblick auf unser Hauptthema dieses Jahres: Das Hundewagenfahren!

Als Einstieg ein sĂĽsses Foto von Ulrike's Doggenlady Amy-Sun, wie sie eine ganze jauchzende Menschenfamilie im Saccowagen im Quartier herumkutschiert: Das macht Spass!

Das nächste Foto zeigt wiederum eine sehr zierliche, feingliedrige Doggenhündin, die Velvet, welche wie unser Simba das Wägeliziehen aus therapeutischen Gründen erlernt hat. Den informativen Text dazu hat Velvet's Familie gleich selber verfasst:


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Aus Velvets Not heraus wurde eine neue Leidenschaft. Nachdem sich Velvet verletzt hatte an der Schulter mussten wir sie nach wochenlangem Leinenzwang wieder aufpäppeln: Alle Muskeln haben sich verabschiedet und was noch übrig blieb war ein schmales, eckiges Doggenmädchen. Das konnten wir so nicht stehen lassen und fingen an, mit Hilfe von Silvias Zugbrettli inkl. Zubehör Velvets Muskeln wieder konsequent aufzutrainieren.

In diesen Tagen, als wir mit dem Zugbrettli die Gegend unsicher machten, kam mir die Idee, Velvet komplett einzufahren. Stand doch bei uns zu Hause der Bollerwagen unseres Sohnes. Gesagt getan: Bollerwagen umgerĂĽstet zu Velvets Zugwagen und ab die Post- mit Steinen beladen weiterhin Muskeln aufbauen.

Aber auch die Steine sind natürlich nur halb so toll, wenn man wie wir im Dorf noch einen kleinen Laden hat. Also heisst es Sohnemann auf den Rücken gebunden und Velvet vor den Wagen gespannt: So entstand unsere „Velvet Shopping Queen“. Sie wartet geduldig vor dem Laden, lässt den Wagen beladen und zieht alle Einkäufe artig den Hang hinauf nach Hause. Bravo Velvet!


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Auf dem Foto nebenan ist der Saphir zu sehen, wie er am Saccowagen über die Waldwege flitzt, so schnell dass sogar unsere sporterprobte Zughundausbildnerin Susan beim mitjoggen ziemlich ausser Atem gerät. Madlen ist auf ihrem Fahrrad flink vorausgefahren und filmt die ganze tolle Szene! Und gleichzeitig hat's auch noch für mein Foto gereicht, danke, Multitalent Madlen! Der Saphir, der macht seine Sache vorne am Wagen eingespannt sehr gut, er zeigt hier so richtig seine Kraft und sein Temperament. Nach diesem Training hat Susan es verständlicherweise vorgezogen, uns statt zu Fuss lieber per Velo zu begleiten! Und noch eine tolle Nachricht vom Saphir: Er hat die vereinsinterne Prüfung in Zofingen am vergangenen Sonntag mit Bravour gemeistert, und dies trotz schrecklich nasskaltem und stürmischem Regenwetter! Ein ganz grosses Bravo für diese super Leistung!!!


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Das Foto nebenan zeigt den Simeon, der in Sachen Temperament und Arbeitswille am Saccowagen seinem Bruder in nichts nachsteht: Freudig und mit Elan rennt er hier im vollen Galopp um die Kurve des Waldweges, wo uns seine zu Recht stolze Besitzerin Nadia mit gezücktem Fotoapparat erwartet: Der brave Simeon, unser Allroundtalent, der macht seine Sache ebenso gut, wenn seine geliebte Nadia auf dem Wagen sitzt, auch diese Situation meistert er völlig problemlos. Wenn auch vielleicht mit etwas gedrosseltem Tempo, was ja auch wünschenswert ist. Ausdauerndes, ruhiges Traben am Saccowagen ist ja unser Ziel, und nicht der kurze und heftige Sprint. Wir wollen ja keine Rennhunde heranziehen!


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Nun ein Foto von unserem eigenen Rudel, dieses Experiment mussten wir einfach mal ausprobieren, nur um zu sehen ob sowas funktioniert: Saccowagen-Ausfahrt mit allen unseren vier Vierbeinern unter Zug, und es hat perfekt geklappt! Unsere beiden erwachsenen Zughund-Novizen im Bügel eingespannt, die beiden bereits routinierten Jungdoggen Simba und Silja links und rechts an der Zweimeterleine, und los ging's mit dem Vierergespann in flottem Tempo voran. Für Charengo und Lilofee war das ja erst ihr drittes Training im Zugbügel, aber dieses Erlebnis hat den beiden so richtig "den Knopf geöffnet". Mit diesem Ausflug sind die zwei mit einem Schlag richtige, leistungsbereite Zughunde geworden – sie wollen sich doch von den beiden Jungspunden nichts vormachen lassen! Seither heissen unsere beiden Dream-Teams Silja / Lilofee das Powerteam, und Simba / Charengo die Gemütlichen.


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Nebenan ein tolles Foto vom diesjährigen Hundewagen-Rennwochenende in Weinfelden von Anfang Oktober. Eigentlich wollten auch wir teilnehmen am Rennen in der Fun-Kategorie, wo es vor allem um eine möglichst fantasievolle Verkleidung geht, und zudem ein kleiner Geschicklichkeits-Parcour zu erfüllen ist. Einfach so zum Plausch, die Strecke ist mit 1,7 km genügend kurz für uns als Neulinge in der Szene, und das Tempo spielt keine Rolle. Das wäre toll gewesen, denn: Wagenrennen fahren, das ist nicht wirklich unser Ziel. Leider aber hat mir eine happige Erkältung einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht, wir mussten uns schweren Herzens kurzfristig wieder abmelden. Trotzdem, hier einige tolle Fotos von dem Rennen, welche wir von Luzia per Mail erhalten haben. "Slow down" – sowas hätte doch auch zu unserem Gespann gepasst, starten wollten wir eigentlich unter dem Motto Traumtänzer...


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Und noch ein Foto vom Funn-Rennen in Weinfelden: Sieht das nicht einfach toll aus?!?



Viele weitere lustige Fotos vom Rennen sind zu finden unter: www.dog-cart-thurgau.ch


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Und damit's nicht langweilig wird vor lauter Zughunden mit ihren Gefährten: Hier zum Abschluss ein lustiges Foto von der Freiland-Schweinchen-Familie unseres Pächters im Tannenmoos auf einem NachbargrundstĂĽck. Das war ein einmaliges Erlebnis nicht nur fĂĽr uns, auch fĂĽr viele andere naturverbundene Familien im näheren und weiteren Umkreis welche begeistert ihr Auto am Strassenrand abstellten um die muntere und lustige Schweinchenfamilie zu beobachten, wie sie ihr Leben in freier Natur an frischer Luft geniessen konnten, eifrig die Erdschollen nach irgendwas fressbarem durchpflĂĽgten mit ihren kräfigen Schnauzen, und sich wohlig suhlten im schlammigen Erdboden...   und wie ĂĽber die Wochen und Monate aus den sieben winzigen Ferkel-Babies kräftige Jungtiere wurden. Das Foto gelang mir gerade noch rechtzeitig bevor ein paar wenige Tage danach die beiden jungen Eber ihren letzten Weg antreten mussten...


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Der Herbst ist für uns alle eine wunderbare Jahreszeit. Der Tisch ist reich gedeckt, die süssen Früchte liegen zuhauf unter den Obstbäumen, so dass jeder Spaziergang auf's neue zum kulinarischen Höhenflug wird. Seit unsere Hundis statt Trockenfutterkroketten richtige, frische Nahrungsmittel in ihre Futternäpfe bekommen, scheinen sie erst so richtig Gefallen zu finden an den süss-saftigen Schätzen der Natur, welche nun als Fallobst so reichlich zu ihren Füssen liegen.


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Wie schmeckt das so herrlich, die reifen Ă„pfel und Birnen, die Pflaumen, Zwetschgen und NĂĽsse, aber natĂĽrlich auch die herrlichen, blutroten Kornelkirschen vom Tierlibaum in unserem eigenen Obstbaumgarten. Am besten aber munden die reifen FrĂĽchte direkt von den Zweigen unseres Zwetschgenbaumes gepflĂĽckt. Die wendige Silja macht vor, wie's geht!


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Nach einem solchen Ausflug in's Schlaraffenland kommt natĂĽrlich auch das ausgelassene Spiel unter den Vierbeinern nicht zu kurz. Besonders natĂĽrlich, wenn wie auf dem Foto nebenan lieber Besuch unser Rudel vergrössert wie hier der Simeon, der natĂĽrlich gerne mal wieder mit von der Partie ist. Ob so viel Wildheit und spielerischer Energie kann unser Charengo nur staunen...   so viel Turbulenz um nichts, wird er wohl denken, typisch Jungmannschaft! Unser Charengo, gleicht er nicht ein wenig den Schafen unseres Pächters, welche im Hintergrund am weiden sind?


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Und immer mal wieder diese goldenen Herbsttage, wo das prachtvoll bunte Laub im klaren Sonnenlicht leuchtet wie reines Gold! Wenn die Nebelschwaden sich verziehen und dem strahlenden Blau des Himmels Platz machen, in der Ferne leuchten die verschneiten Berge und das ruhige Blau des Hallwilersee's blinzelt zwischen den Sanddornzweigen mit ihren goldenen FrĂĽchten hindurch: Ist das nicht das pure GlĂĽck auf Erden?


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Die goldene Herbstsonne lockt uns mal wieder nach draussen, heute ist ein besonderer Tag: Gemeinsames Training mit dem Simeon, oben in unserem Obstbaumgarten im Tannenmoos. Heute ist seit langem wieder ein jagdliches Apportiertraining angesagt! Aber zuerst mal geniessen wir unser schönes Grundstück, wo zur Zeit vor allem der Felsenbirnen-Strauch seine Blätter in den wunderbarsten Herbstfarben erglühen lässt.


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Nach ein paar Ăśbungen zum Einstieg macht der brave Charengo, unser Jagdhund, allen vor was Sache ist. Er ist ja unser "alter Hase" in dem MĂ©tier, das Apportieren liegt ihm im Blut. Trotz monatelanger Trainingspause in dieser Sparte hat er nichts vergessen, und zeigt stolz wie gern er diese Arbeit mag.


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Nun ist Lilofee an der Reihe. Sie arbeitet weniger mit der professionellen Ruhe wie der Charengo, sondern zeigt überschwängliche Euphorie, als sie endlich an der Reihe ist. Sie fliegt richtiggehend dem Dummy zu, zeigt freudige Luftsprünge als sie ihr Ziel erreicht und kehrt mit stolz geschwellter Brust und fliegenden Ohren zu mir zurück, im Fang die Trophäe die sie mir sogleich freudig präsentiert! So macht die Arbeit Spass!


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Aber auch der Simeon lässt sich nicht lumpen! Er als Neuling darf sich zuerst mit einigen korrekten "Voran"-Übungen etwas einwärmen, und weil dies bereits so gut klappt, darf auch er schliesslich einen Dummy apportieren. Auch das klappt bereits! Gut gemacht, Simeon, wir sind alle sehr stolz auf Dich!


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Und zu guter Letzt, weil das Foto so schön ist, hier noch ein RĂĽckblick auf den FrĂĽhling: Während einem Training beim Kynologischen Verein Niederlenz kam eines Abends unverhofft ein Fotograf zu Besuch und knipste die Teams, welche in unseren verschiedenen Begleithundetrainings arbeiten. Fotos fĂĽr unsere Club-Webseite, aber mein Betteln zeigte Erfolg: Ich bekam meine Fotos, mit Charengo und Lilofee in allerschönster Fotostar-Pose ...  sind sie nicht wunderschön, unsere beiden erwachsenen Fellnasen?


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Endlich ist es so weit: Wir starten zu unserer allerersten gemeinsamen Saccowagen-Ausfahrt, begleitet von Ulrike und ihrer zierlichen schwarzen Dogge Amy-Sun. Startplatz ist ein kleiner Waldparkplatz bei der ThurbrĂĽcke in Istighofen. Ich bin so begeistert vom Anblick von Ulrike's Saccowagen wie er da von weither sichtbar hoch auf ihrem Autodach thront, das ist ein erstes Foto wert!

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Nun werden unsere beiden Saccowagen ausgeladen, die Zugbügel eingehängt, und unsere drei Zugdöggelis bekommen ihre Zuggeschirre angelegt. Dann flugs alle Döggelis rein in ihre Zugbügel und schon sind wir startklar. Unser Weimaraner Charengo der darf selbstverständlich mit, allerdings läuft er als dritter Hund neben unserem Wagen an der Zweimeterleine.

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Und schon geht's los! Ulrike mit Amy-Sun vorneweg, und unser flottes Zweiergespann mit drei Hunden gleich hinterher. Nun, das sieht ja fast danach aus, als ob da bereits ĂĽberholt werden wollte! Nein nein, das geht doch nicht! Keine Angst, Silja und Simba sind nur neugierig und wollen die ungewohnte, neue Konkurrenz von nahem begutachten!

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Nach einer leichten Steigung, welche alle Zugdöggelis mit Bravour gemeistert haben, schalten wir eine wohlverdiente Pause ein. Stolz und Freude blitzen aus Amy's wunderschönen dunklen Augen: Sie hat hart gearbeitet, super-tolle Leistung, die zierliche Doggendame!

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Auch unsere drei "Zugpferdchen" haben ihre Pausenguddelis hart verdient, davon kann's nie genug geben! Das Foto aus Ulrike's Kamera dokumentiert, wie ich mir umgehend den Ratschlag unserer Zughundeausbildnerin Susan zu Herzen genommen habe: 2 Doggenstärken vor dem Wagen, das bedeutet bei uns so ca 130 kg – wenn die mal mit Überraschungseffekt eine harte Aktion im Team realisieren, so fliegt die Fahrerin wohl im hohen Bogen raus aus dem Gefährt. Helmtragen ist angesagt!

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Nun, genug geplaudert, Silja wundert sich: Wann geht's denn endlich weiter?!? Gemütsbube Simba hingegen, der könnte wohl noch stundenlang so stehen und träumen, für ihn eilt gar nichts...

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Ja, der Simba, der ist inzwischen an seinem körperlichen Limit angekommen. Die Muskulatur seiner Hinterhand macht zwar deutliche Fortschritte, verglichen aber mit den imposanten Muskelpaketen seiner beiden Zughund-Brüder, und sogar im Vergleich mit Schwesterherz Silja, ist da leider noch gar nicht viel von den erwünschten Mukis zu sehen. Wir wollen den Simba natürlich nicht überlasten, so wird er ausgespannt und Silja zieht den Wagen ein Stück weit alleine vorwärts. Kein Problem für unser arbeitswilliges Nasentierchen!

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Schon nähern wir uns unserem Ziel: Übermut und Neugier sind einer ruhigen Arbeitsmoral gewichen, in harmonischer Einhelligkeit arbeiten sich unsere vier Zugtierchen voran. Eine volle Stunde lang waren wir unterwegs, doch die Zeit und die Strecke verflogen im Nu: So macht's eindeutig viel mehr Spass, mit zwei Gespannen bald neben- bald hintereinander durch die Gegend zu ziehen! Danke, Ulrike und Amy, für diesen wunderschönen gemeinsamen Ausflug!

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Das Hundewagen-Fahren scheint eine ansteckende Angelegenheit zu sein! Wann immer möglich, trainieren wir täglich frĂĽhmorgens in der erfrischend kĂĽhlen Morgenluft, noch bevor die vielen Jogger und HĂĽndeler unterwegs sind. Diese Trainings machen uns allen sehr viel Spass, und diese Freude ist ganz offensichtlich ansteckend: Inzwischen sind auch zwei BrĂĽder unserer beiden Döggelis, der Saphir und der Simeon, eifrig am Trainingsaufbau! Die Fotos nebenan zeigen im Doppelspänner jeweils Silja und Simba, sowie im Einspänner den Simeon.

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Unsere Döggelis arbeiten nicht nur vor dem Sacco-Wagen! Sie laufen auch sehr gerne vor den Bollerwägelis, die nach langer langer Wartezeit nun endlich doch bei uns eingetroffen sind. Das korrekte Manövrieren, das ist noch ein Schwachpunkt für unsere etwas eigensinnigen Jungspunde. Denn wenn sie eine bestimmte Richtung in ihrem Dickschädel einprogrammiert haben, so braucht es sehr viel Kraft vom Fahrer, den Sacco-Wagen rechtzeitig und erfolgreich gegen die vorgespannten 2-Doggen-Stärken zu lenken. Die Kommandos "rechts" und "links" und die Wendungen trainieren wir deshalb sehr gerne am Bollerwagen, wo die zweibeinige Begleitung ja immer neben den Hundis läuft und somit kein Stoppen und Absteigen notwendig wird wenn es mal Probleme geben sollte. Natürlich brauchen wir in den federleichten Bollerwägelis etwas Gewicht, damit unsere kräftigen Doggen auch wirklich etwas zum Ziehen haben, aber geeignete Holzrugel und Steine liegen ja zuhauf herum, das genügt uns im Moment für unsere Trainings.

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Der Saphir, dieser vor Energie spritzende Wildfang, der hat uns bei seinem ersten Training vor dem Saccowagen, eingespannt Seite an Seite mit dem ruhigen Simba im Doppelspänner, derart überrumpelt dass es nicht mehr gereicht hat für ein hübsches Foto: Den Kraftprotz konnten wir erst zum ruhigen, anständigen Ziehen bringen als unser Fahrweg ziemlich steil aufwärts führte: Da blieb dem Hüpfetierchen dann noch keine überschüssige Energie mehr für seine wilden Sprünge vor dem Wagen, und so wurde die Wagenfahrt dann doch noch eitel Freude! Wohl aber war Saphir's Zugbügel nach dieser ersten Probefahrt ziemlich verbogen und reif für unseren Dorfschlosser! Seither haben wir uns ein Paar ältere und hoffentlich etwas stabilere Zugbügel zugelegt. Das nächste Saphir-Training wird dann beweisen müssen, ob diese Bügel wirklich halten was sie versprechen!

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Weniger Probleme gibt uns der ruhige, arbeitsfreudige Simeon auf: Er scheint ein richtiges Naturtalent zu sein, fast wie geboren zur Wagenarbeit! Zuerst eingespannt vor dem Zugbrett, dann vor dem Einspänner-Bollerwagen arbeitete der Junge so ruhig und problemlos, dass er nun auch bereits vor dem Saccowagen erstmals eine Runde gelaufen ist, und dies wie wenn es nichts selbstverständlicheres gäbe auf der Welt. Allerdings hat er bislang auch stets eine vertraute Bezugsperson hinten auf dem Wagen, und eine zweite Vertrauensperson neben sich laufen. Das ist natürlich etwas einfacher, als wenn die Hundis dann später auf sich alleine gestellt ohne Begleitung vorne am Wagen laufen sollen, und die Kommandos nur noch von hinten kommen. Wir freuen uns sehr und sind wohl zu Recht stolz auf unsere gelehrigen und talentierten Doggenhunde, unsere frischgebackenen Zugdöggelis!

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Die diesjährige Alphornferienwoche im schönen Saanenland bietet für uns einige Besonderheiten: Inzwischen sind alle unsere Hunde auf Frischfütterung umgestellt, doch wie lässt sich das in unserer Ferienwoche organisieren, im Wohnmobil ohne Stromanschluss, so ganz ohne Kühlschrank, nicht zu reden von einer Tiefkühlmöglichkeit? Das Glück ist uns hold, die Dorfmetzgerei bietet Tierfutter-Frischfleisch in jeder gewünschten Menge, so können wir weitestgehend auf unsere vorsichtshalber doch mitgebrachten Trockenfutterkroketten verzichten. Es ist einfach immer wieder ein Genuss zu beobachten, mit welchem Eifer um nicht zu sagen Gier sich unsere Hundis jeweils auf ihr frisch zubereitetes Futter stürzen, anstelle von diesen ewig gleichen, elenden Chemie-Kroketten.

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Wir kennen inzwischen die schönsten und hundetauglichsten Geheimplätzchen in der Region, so dass in den langen Mittagspausen und abends nach den Alphornproben auch unsere Hunde ganz auf ihre Rechnung kommen: Plantschen im Wildbach, klettern im Geröll der Uferböschungen, was gibt's herrlicheres als bei diesem sonnig-heissen Sommerwetter eine spritzige Abkühlung im frischen Nass, und die mannigfaltigen Düfte der Alpen- und Bergwelt aufzusaugen! Für unseren Simba ist es die Premiere, genau vor einem Jahr erreichte uns hier die traurige Botschaft, dass der Simba ein neues Lebensplätzchen sucht... niemand ahnte damals, dass unser Herzensbube nun zu unserer eigenen Familie gehört!

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Das Wetter ist fast die ganze Woche hindurch wie gewohnt traumhaft sonnig und warm, so dass wir ausnahmslos alle Proben im Freien geniessen können. Ab und zu ein paar kühle Tropfen vom Himmel machen unser Glück erst richtig perfekt. Das typische "Tagesgangwetter" mit Gewitterneigung abends nach den Sommerhitzetagen lassen jedoch unsere abendlichen Konzerte gegen Ende unserer Musikwoche zu einer eher unsicheren Sache werden, so dass wir am Freitagabend nach langem Abwägen entscheiden, in der Halle drinnen zu spielen - während
draussen ein heftiges Gewitter tobt!

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Während unseren Alphornproben, in verschiedenen Kleingruppen und auch in der Gesamtgruppe, bleibt unseren Hundis nicht viel anderes übrig als sich im Wohnmobil drinnen "auf's Ohr zu legen" – die Platzverhältnisse hier sind inzwischen etwas eng geworden, aber der Charengo zieht ohnehin den kühlen Boden vor, so dass die drei Döggelis sich das grosse Hundelager zu dritt teilen können – so reicht der Platz dann für alle. Und wenn sie alle genug geschlafen haben, so geniessen sie ihre Logenplätze am Fenster mit tollem Blick auf Alpen und Alphornbläser...

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Und zwischen den Proben in der langen Mittagspause dann wieder raus auf die Alpweiden! Eine kühle Brise lässt die Sommerhitze erträglicher werden, aber ab und zu ein kühles Schattenplätzchen ist doch nicht ganz ohne. Und immer mal wieder nach Lust und Laune eine genüssliche Abkühlung im Bergbach. Auch unser Simba geniesst wieder seine neu gewonnene Freiheit ohne die wochenlange elende Leinenpflicht, sein operiertes Knie ist endlich geheilt.

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Unser Tagesausflug am Donnerstag führt uns auf die Wispile. Es ist der einzige Tag in unserer Ferienwoche ohne strahlenden Sonnenschein, dennoch bringen wir unsere Hauptprobe oben auf dem Berg trocken über die Bühne. Nur für die Nachmittagswanderung wird es dann definitiv zu nass... kein grosses Problem, so sind wir alle für unser erstes Konzert abends in Gsteig noch fit und zwäg!

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Unser Konzert in Gsteig ist mein grosser Liebling unter unseren drei Spielorten. Dennoch entscheide ich mich dieses Jahr, in Gsteig anstatt in meiner schönen Aargauer Tracht im einfachen Sännechutteli zu spielen: Ich traue dem Wetter zu wenig, und nass werden, das darf meine wertvolle Tracht definitiv nicht! Trotz allem: Unser Konzert geht mehr oder weniger trocken über die Bühne, ein grosses Glück, denn in der winzigen Gsteiger Kirche wäre es sehr sehr sehr eng geworden!

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Etwas vom allerschönsten an unserer Alphorn-Ferienwoche, das sind die frĂĽhen Morgenstunden an unserem vertrauten Ăśbernachtungsplätzchen unterhalb des Col du Pillon: Beim frĂĽhen Morgengrauen, sobald die Hunde ihre erste Runde gedreht und ihre Bäuchlein wohlig gefĂĽllt haben, hole ich meine schöne Querflöte aus dem Schrank und musiziere nach Herzenslust draussen in der erwachenden Bergwelt, begleitet vom friedlichen Rauschen des Wildbachs und den frĂĽhen Gesängen der Vögel bis die Sonne zwischen den Berghängen hervorblinzelt. Anschliessend begrĂĽsse ich mit geniesserischen Alphornklängen den neuen Tag. So bin ich dann gut vorbereitet und kann in den Gruppen-Proben von Anfang an problemlos mithalten.

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Unser Konzert am Freitagabend in Schönried, wir haben es nach langem hin und her nach drinnen in die Mehrzweckhalle verlegt. Ein weiser Entscheid, denn die schwarzen Gewitterwolken leeren direkt über uns aus. Obschon kein Konzertsaal sondern eine gewöhnliche Turnhalle, die Atmosphäre und die Akustik haben ihren besonderen Reiz, das Konzert ist für uns alle ein Genuss. Als Premiere in diesem Jahr spielen wir nicht nur in der Gesamt- und den zwei Kleingruppen, sondern zusätzlich in verschiedenen Kleinstformationen als Duo oder Trio. Und zur Auflockerung beglückt uns dieses Jahr ein tolles Jodlerchörli mit einigen herzerwärmenden Liedern.

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Zum Abschluss der Alphornwoche bieten wir zwei Platzkonzerte im touristischen Gstaad. Umringt wie jedes Jahr von einer grossen Traube von Menschen, welche wohl in ihrer grossen Mehrzahl zufällig vorbeigekommen sind, angezogen von den weithin erschallenden Klängen unserer Alphörner, und verzĂĽckt eine Weile stehen bleiben um fĂĽr einige Minuten die so "urschweizerische" Musik zu geniessen. Und dann, Ade schönes Saanenland, es war wieder wunderschön, vielen vielen Dank an Euch alle, liebe Alphornfreunde!

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Wir haben ein neues, spannendes und spassiges, sportliches Hobby entdeckt! Wir sind nun mit unserem Sacco-Hundewagen unterwegs. Als Ein- oder Zweispänner, mit Simba und Silja alleine oder als geschwisterliches Doppelgespann querfeldein oder durch den kühlen Sommerwald gehen unsere Fahrten. Vorerst nehmen wir's noch gemütlich und beschaulich, unsere beiden jungen Döggelis sind ja noch taufrisch und neu im Métier und müssen noch einiges lernen. Aber Spass macht's uns alleweil.

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Am 22. Juni war unser Schnuppertraining in Bussnang. Luzia erklärte uns alles mit Engelsgeduld, gab uns eine interessante Einführung mit zwei lehrreichen Kurzfilmen und dann ging's in den nahen Wald, wo ich erst einmal das Fahrgefühl auskosten durfte, vorne eingespannt einer von Luzia's Fahrprofi-Bordercollies, und los ging's in rasantem Tempo. Heja, war das toll!

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Nun kommt als erster der Simba dran: Zuggeschirr umgelegt, vor den Wagen in den ZugbĂĽgel eingespannt. Noch passt nicht alles wirklich gut, Luzia wird meinen Hundis ein neues, perfekt passendes Geschirr anfertigen. Dann geht's los, Luzia richtet sich auf dem Wagen ein, die eine Hand sicher an der Bremse, die andere am LenkbĂĽgel, beide FĂĽsse auf der Lenkachse. Ich fĂĽhre meinen Simba am ZugbĂĽgel soweit notwendig, er macht seine Sache gut: Das Zugtraining am Brettchen war eine perfekte Vorbereitung, nun ist der Einstieg am Wagen schon halb geschenkt. Wir fordern den Simba jedoch heute bewusst nicht allzu sehr, liegt doch seine Knieoperation erst 8 Wochen zurĂĽck und sein operiertes Knie muss noch geschont werden.

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Nun ist Silja an der Reihe für ihre Erstlingsfahrt. Silja macht ihre Sache ganz super, läuft bereits recht frei und selbständig am Wagen, jedenfalls solange ich brav neben ihr her jogge. So wird denn auch meine eigene Fitness auf die Probe gestellt!

Sieht das nicht toll aus, meine zarte feingliedrige Silja volle Kraft voran am Sacco-Hundewagen?
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Zwei weitere Trainings mit Luzia folgen, nun an unserem eigenen Saccowagen. Dazwischen üben wir natürlich auch zuhause. So machen unsere Hundis erstaunlich rasch gute Fortschritte. Silja hat allerdings bei einem Training den Wagen etwas ins Abseits gelenkt, wollte sich in plötzlicher Sorge unbedingt nach hinten in meine Nähe hinkämpfen und kippte dabei fast den Wagen um, mit mir drauf!! Was aber seit diesem Ereignis eine neue Form bekommen hat das ist Silja's Zugbügel. Den müssen wir wohl demnächst zu unserem Dorfschlosser bringen um ihn wieder zurechtzubiegen.

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Silja hat noch immer etwas Mühe, sich von mir zu lösen und locker vor dem Wagen einherzutraben wenn ich mich drauf setze. In dieser Hinsicht ist noch etwasTraining angesagt. Mein Mamititteli, mein Nesthäckchen, meine süsse sanfte Klette wird das wohl noch lernen. Ich freue mich auf den Tag, an dem sie erstmals stolz und selbstsicher vor mir am Wagen laufen wird!

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DerSimba hingegen, völlig cool und locker zieht er am Wagen eingespannt seines Weges, fährt mit mir durch die Gegend. Meist gemĂĽtlich im Schritt, doch sobald unser Weg ein klein wenig abwärts fĂĽhrt oder vorne was interessantes zu sehen ist, so fällt mein Sunnyboy bereits in lockeren Trab, so dass ich sicherheitshalber leicht anbremse. Besser zu frĂĽh als zu spät, denn wenn mein kräftiger RĂĽde mal wirklich losrennt, so ist kein halten mehr, da nĂĽtzt auch meineVollbremsung nicht mehr viel. Einen wichtigen Zusatznutzen bringt dieses Wagentraining unserem Simba: Die Muskulatur seiner Hinterläufe kann er so halb geschenkt wieder richtig auftrainieren, und das ist auch bitternötig!

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Unser Kater Lyzlo, Katerchen aus Milena's erstem Wurf im September 2003, ist seit dem Pfingstwochenende spurlos verschwunden. Der charakterstarke und eigenständige Kerl hatte sich in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder teils heftige Kämpfe geliefert mit andern Katzen unserer Samtpfotenfamilie, und war auch zunehmend häufig draussen anzutreffen. Er durchstreifte ausdauernd die Nachbarsgärten und besuchte unsere gute Katzenstube ausser bei garstig-kühl-nassem Wetter nicht selten nur noch zu den Mahlzeiten. So machte uns dann sein Wegbleiben während den allerersten Tagen noch keine allzu grosse Sorgen. Als er dann aber tatsächlich gar nicht mehr auftauchte gingen wir mit Hilfe der gesamten Nachbarschaft auf die Suche nach dem Kerlchen, durchstöberten alle einsamen Gartenhäuschen, Kellergeschosse und sonstige mögliche Schlupfwinkel, ohne Erfolg. Lyzlo's Verschwinden bleibt für uns ein Rätsel. Ob er sich erfolgreich eine neue Bleibe gesucht hat, oder ob er auf die eine oder andere tragische Weise um's Leben gekommen ist, das werden wir wohl nie erfahren. Etwas Gutes hat die ganze schlimme Geschichte wenigstens: In unserer Katzenfamilie ist seit Lyzlo's Verschwinden wieder Ruhe und Frieden eingekehrt.


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Der Sommer ist da! Endlich und langersehnt beglückt er uns mit einer wunderbaren Blütenpracht ohnegleichen. Die Natur scheint mit Siebenmeilenstiefeln den wochenlangen Rückstand durch den verpassten Frühling nun innert weniger Tage nachholen zu wollen. In unserem kleinen Hausgarten blüht der wilde Mohn in prächtiger Fülle nicht nur in unserem Steingärtchen, und auch die Hundsrose scheint die Tortur der vielen spitzen Welpenzähnchen vor zwei Jahren, welche den Rosenstock fast bis zu den Wurzeln runter zernagt haben, nicht nur gänzlich verziehen zu haben, nein, das Rösenstöcklein blüht dieses Jahr in noch nie erlebter Pracht! Auch von den Erdbeeren konnten wir bereits einige grosse, saftige Früchte ernten, und unsere Rebenstöcke tragen unzählige kleine Traubenansätze. Sogar unser junges Tellerpfirsichbäumchen trägt bereits viele, zum Teil schon recht grosse Früchte!


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Nicht nur unsere schönen, blutroten Kletterrosen öffnen ihre herrlichen Blüten in grosser Fülle. Ein Blick hinter unseren üppig wachsenden, ausladenden Sanddortstrauch lässt unser Herz vor Freude höher schlagen: In unserem winzigen Gartenteich blühen bereits vier grosse, wunderschöne Seerosen!


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Auch in unserem Obstbaumgarten im Tannenmoos zeigt sich die Natur in ihrer vollen Pracht. Alle unsere sechs Kirschbäume, welche letztes Jahr zu unserer grossen Enttäuschung nur einige wenige, einzelne Kirschen getragen haben, hängen nun wieder voller Früchte, und einige der neu gepflanzten Apfel- und Birnbäumchen haben dieses Jahr erstmals geblüht. Zwei der kleinen Niederstamm-Birnbäume tragen sogar bereits reichlich Früchte! Aber das schönste der kleinen "Wunder" im Tannenmoos, das ist wohl unser junges Mispelbäumchen: Es öffnet dieses Jahr erstmals einige seiner selten hübschen Blüten!


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Der grosse Regen anfang Juni hat nicht nur in weiten Teilen Europas zu riesigen Überschwemmungen geführt, er lässt auch den Grundwasserspiegel bei uns deutlich ansteigen. In unserem grundwassergespiesenen Karpfenteich steht der Wasserspiegel mittlerweile um gut einen Meter höher als zu Beginn des Monats, und sogar um fast zwei Meter höher als letztes Jahr um dieselbe Jahreszeit. Unsere Badewiese am Seeufer ist gänzlich überschwemmt. Hier tummeln sich nicht nur die überaus zahlreichen Wasserfrösche, welche mit ihren fast pausenlosen, ohrenbetäubenden Froschkonzerten ruhige Gespräche oder entspanntes "die-Ruhe-in-der-Natur-geniessen" gänzlich verunmöglichen. Auch die Karpfen sind durch die endlich wärmenden Sonnenstrahlen wieder hungrig geworden, und weiden eifrig im überschwemmten Gras. Direkt vor unseren Augen tummeln sich ohne Scheu zehn, nein zwanzig Exemplare Bauch an Bauch, kleinere 35cm lange Karpfen dicht an dicht neben geschätzten 60 oder gar 80 cm langen Prachtsexemplaren! Immer mal wieder unterbrochen vom lautstarken, schwanzschlagenden Tumult der Karpfen bei der Laichablage im seichten Uferbereich. Für unseren Simba aber bietet die seichte Überschwemmungszone die ideale Gelegenheit für ein therapeutisches Unterwassertraining erstklassiger Güte: Besser als jedes Unterwasserlaufband!


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Simba's Physiotherapeutin ist sehr zufrieden mit den Fortschritten, welche unser Boy in den vergangenen zwei Wochen gemacht hat. Das konsequente, tägliche Training hat sich mehr als gelohnt! Sechs Wochen nach seiner Knieoperation läuft unser Simba nun praktisch hinkfrei, ohne Schmerzmedikamente seit einer Woche, und die Muskulatur an seinem rechten Oberschenkel ist deutlich und auch messbar kräftiger geworden. Wir sind also wieder auf Kurs! Was noch immer deutlich zu schwach ist, sind die Muskeln an der Vorderseite seines operierten Beines. Als nächstes sind nun, nebst dem bewährten bisherigen Training, weitere Übungen an der Reihe: Wir haben unseren alten, verrosteten Slalom vom Estrich geholt, mit etwas handwerklichem Geschick wieder auf Vordermann gebracht und auf unserem Hundeplatz aufgebaut: Simba macht sich da bereits recht gut. Trotz seinem operierten Bein schlängelt er sich eifrig zwischen den Stangen hindurch und hat ganz offensichtlich viel Spass an der Übung. Und natürlich, ist ja klar, dürfen auch alle andern Hunde unseres Rudels sich am Slalom vergnügen, das macht ihnen allen sehr viel Spass!


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Eine weitere neue Übung dürfen wir in unseren Trainingsplan einbauen: Beine lüpfen beim gehen, ebenfalls eine Übung für Kraft, Koordination und Beweglichkeit, läuft unter dem Überbegriff Cavaletti-Arbeit: Am Boden ausgelegte Stecken langsam und konzentriert übersteigen, mal in gerader Reihe ausgelegt, mal in Art eines Fächers, oder als herausforderndste Variante wild durcheinander wie beim Mikadospiel. Wir haben als einfachste Variante erst mal unsere lange Baumleiter auf den Boden gelegt. Aber auch diese Übung schafft unser Simba in seiner langsamen, gemächlichen Gangart fast auf Anhieb problemlos. Es macht Freude, mit unserem gemütlichen Sunny-Boy zu arbeiten! Und natürlich, die Wasserarbeit, auch diese können wir nicht nur in unserem Karpfenteich machen (wir fahren ja nicht täglich in die Ostschweiz!) sondern hierfür eignen sich bestens auch die seichten Uferbereiche am Hallwilersee oder sogar die Wyna, welche ja inzwischen längst nicht mehr Hochwasser führt.


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Die Musik kommt auch dieser Tage nicht zu kurz: Die grösste Herausforderung ist in musikalischer Hinsicht für mich als Anfängerin derzeit das Schwyzerörgeli-Spiel, ein richtiges Hirnjogging und koordinative Herausforderung zwischen rechter und linker Hand, die ja oft völlig gegensätzliche Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen haben. Aber es gelingt, langsam Schritt für Schritt, dank täglichem Üben und einer fröhlichen, geduldigen Örgeli-Lehrerin. Das Querflötenspielen dagegen verzaubert mich mehr und mehr, insbesondere seit die wärmeren Temperaturen es erlauben, dass ich meinen Übungsraum in unseren geräumigen Dachstock verlegt habe, wo die Akkustik gleich wie die grandiose Aussicht über den Hallwilersee zu endlosen musikalischen Träumereien einlädt. Dank meiner Flötenlehrerin habe ich mich auch nach langem mal wieder dazu verleiten lassen, ein Konzert zu besuchen, diesmal mit dem Ziel, der Barockmusik näher zu kommen: "capriccio tanzt" das Barockorchester mit Tänzerin hat mich richtiggehend verzaubert, und die wunderschöne Rose welche die Tänzerin unverhofft mir als normale unscheinbare Zuhörerin in den Schoss gelegt hat, sie hat einen Ehrenplatz erhalten bei uns zuhause, wo sie trotz der langen wasserlosen Konzert-Stunden nun aufs prächtigste weiterblüht. Danke, Michal!


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Simba steht nun in der vierten Woche nach seiner Knieoperation. Der Tierarzt hat uns die Hölle heiss gemacht, seine Schmerzmittel nach drei, spätestens fünf Tagen, aber allerallerspätestens nach einer Woche abzusetzen, damit der Simba ja sein operiertes Bein genügend schont. Nun, unser Sunny-Boy hatte offensichtlich Schmerzen, wir haben ihm deshalb seine Schmerzmittel ein paar Tage länger als erlaubt gegeben. Seit er nun aber seine Medikamente nicht mehr bekommen hat, hat er tatsächlich mehr und mehr sein operiertes Bein geschont, ist nach einigen Tagen kaum mehr richtig drauf abgestanden, und hat sich zunehmend mit einem Dreibeinergang angefreundet. Das Resultat wurde nach einigen Tagen offensichtlich. Die Muskulatur am Oberschenkel seines operierten Beines ist inzwischen erschreckend dünn und schwach geworden: So konnte es einfach nicht weitergehn. Trotzdem unser Tierarzt eine Physiotherapie als überflüssig bezeichnet hatte, war für mich das weitere Vorgehen sonnenklar: Simba bekommt seine Schmerzmittel wieder, und wir suchen schnellstmöglich eine gute Physiotherapeutin.


hinkebein-muskelschwund

Nach langem Herumtelefonieren hatten wir endlich Glück: Wir bekamen einen raschen Physiotherapie-Termin bei einer versierten und erfahrenen Therapeutin, welche zugleich auch Tierärztin ist und uns nebst der Behandlung auch eine wertvolle Beratung geben konnte. Das Muskelaufbautraining dürfen wir selbständig zuhause durchführen, denn nur ein tägliches Training, langsam und sorgfältig aufgebaut, führt zum Ziel. Unser Mini-Trampolin haben wir vom Estrich runtergeholt, hier darf Simba nun seine Balanceübungen machen. Er hat die Aufgabe rasch kapiert, und stellte sich bereits beim ersten Training recht gelassen auf die schwankende Unterlage: Bravo, guter Bube!


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Unser Simba hat sich inzwischen nur allzu sehr daran gewöhnt, seinen rechten Hinterlauf beim Gehen nur andeutungsweise und ohne Gewicht abzustellen, oft sogar hüpft er auf drei Beinen. Nun muss er sich möglichst rasch wieder daran gewöhnen, auf allen vieren kräftig abzustehen. Dies erreichen wir am einfachsten, wenn der Bub beim Gehen etwas ziehen muss. Das grosse Problem wurde bald klar: Der Simba, der wusste ja ganz genau, vor mir zu gehen oder gar noch in die Leine zu liegen ist bei uns ein absolutes Tabu, immer und jederzeit! Und nun sollte er tatsächlich genau dies tun??? Nein, es schien ein Ding der Unmöglichkeit, ihm nun diese Kehrtwendung bei den Spaziergängen abzuverlangen. Mantrailing-Geschirr hin oder her. Mir blieb also nichts anderes übrig, als ihn an zwei Kurzführern zu führen, hinten am Geschirr nach rückwärts Zug zu geben, und gleichzeitig vorne am Halsband Zug nach vorne, damit der Boy überhaupt ein paar Schritte vorwärts machte. Die zündende Idee kam mir bald: Unsere Kursleiterin in Zofingen ist ja Spezialistin für die Zughunde-Ausbildung!! Sie verstand sofort unsere Not, und gab uns umgehend einen Termin für eine erste Lektion. Simba liess sich willig das spezielle Zug-Geschirr anlegen, und stapfte dann mit seinem Brettchen hintendran tapfer seines Weges: Super, sowas gibt Mut, wir werden's schaffen! Denn: Am Zuggeschirr spazierte der Simba schon wacker recht gleichmässig auf allen seinen vier Beinen! Danke, Susan!!!


hinkebein-zugtraining

Zuhause wartet auf uns noch eine andere Aufgabe: Die Operationsnarbe, welche leider nicht wirklich schön ausschaut, die braucht noch eine Spezialbehandlung. Täglich arbeiten wir mit dem Therapielaser in den Bereichen der Narbe, welche noch Rötungen, Schwellungen oder Einziehungen zeigen. Für diese Behandlung stillzuhalten, das ist für unseren Simba allerdings nicht ganz so leicht. Viel lieber versteckt er diese sensible Stelle und legt sich stur darauf, dagegen ist dann leider kein Kraut gewachsen, bei seinen 77 kg! Aber wir haben ja Zeit, und irgendwann im Lauf des Tages bietet sich jeweils auch für diese Behandlung eine gute Gelegenheit.


hinkebein-laserbehandlung

Die Darmentzündung unserer Zuchtkatze hat mich sehr beeindruckt, im negativen Sinne. Diese ewig gleichen Futterkroketten sind mir bereits seit langem irgendwie zuwider. Da ist nichts natürliches mehr dabei, Hunde tagtäglich mit solchem Futter zu ernähren. Zu alledem zeigte unsere Silja nun Hautprobleme: Pickelartige Entzündungen vorne am Maul, und eine Hautrötung am Bauch, welche sich über die Zeit ausdehnte. Ob dies vielleicht auch mit diesem Industriefutter zusammenhing? Irgendwelche Unverträglichkeit oder Allergie? Plötzlich war mein Entscheid klar: Ich werde meine Hunde umstellen auf Frischfütterung! Endlich Nahrungsmittel verfüttern können, die noch nach dem aussehen was sie sind, abwechslungsreiche, selbst zubereitete Mahlzeiten, wo ich wirklich weiss, was drin ist! Natürlich, die Fertigfuttersäcke, die müssen erst mal vertilgt werden, das sollen die andern drei erledigen. Silja wird ab sofort umgestellt, sie geniesst jede ihrer neuen Mahlzeiten auf's intensivste, und ein ganz besonderer Kauspass bieten natürlich die grossen Kälberknochen! Aber auch unsere andern Hunde bekommen nun des öftern einige Frischfleisch-Happen unter ihre Kroketten gemischt!


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Unser Simba macht uns Sorgen. Er hinkt, und dies bereits seit längerem. Besonders mühsam ist für ihn das Aufstehn aus dem Liegen, zudem vermeidet er es nach Möglichkeit, sich hinzusetzen. Simba zeigt an der Hinterhand Schmerzen beim Anlaufen und bei Belastung, auf den Röntgenbildern sind bei beiden Kniegelenken Entzündungszeichen zu sehen. Kreuzbänder und Menisci sind intakt. Leider spricht unser Rüde nur ungenügend an auf die Entzündungshemmer, obschon wir ihn natürlich nun recht stark schonen, allzu wilde Sprints über die Wiesen sofort abbrechen und keine längeren Wanderungen mehr unternehmen mit ihm. Wohl oder übel heisst's nun für Simba: Ab zum Chirurgen! Diesem ist die Diagnose sofort klar: Chronische Überbelastung der Kniegelenke, vermutlich bereits Anriss der vorderen Kreuzbänder und weitere Details, welche leider bei unseren grossen und schweren Hunden nur allzu häufig vorkommen, und für welche es zur Zeit eine einzige empfehlenswerte Behandlung gibt: TPLO, das ist die Schwenkung des Tibiaplateaus. Bedeutet für Simba: 12 Wochen Leinenpflicht, schonen bis der Knochen wieder verheilt ist!


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Mit dieser Hiobsbotschaft machen wir uns sogleich an die Vorbereitungen: Simba muss wieder lernen, über die Rampe ins bzw aus dem Auto zu steigen. Obschon der Einstieg bei den Seitentüren praktisch bereits einem "Niederflur-Einstieg" entspricht, sicher ist besser, wir wollen kein Risiko eingehen. Der Simba profitiert nun offensichtlich von dem frühen Rampentraining im Welpenalter, er akzeptiert die Rampe sofort problemlos, und was bei dem motorisch noch nicht so geschickten Rüden zu Beginn noch recht abenteuerlich ausgesehen hat, das schafft er nach wenigen Übungsgängen bereits mit der allergrössten Selbstverständlichkeit. Nach der Operation sah die Sache natürlich nochmals ganz anders aus, die Rampe auf mehr oder weniger 3 Beinen zu schaffen, das war eine grosse Herausforderung! Aber auch da erwies sich der Simba als sehr rasch lernfähig, und mittlerweile balanciert er wieder mit der grössten Selbstverständlichkeit, gepaart mit doch ein wenig Stolz, über unsere Ausstiegshilfe. Nebenan ein Foto aus der Welpenzeit, beim Rampentraining: Süss, die kleinen rundbäuchigen Wuselis!


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Der Simba stoffelt mittlerweile bereits wieder recht wacker und guten Mutes und meist auf allen seinen vier Läufen durch die Gegend. Offensichtlicher Schönheitsfehler und Markenzeichen ist bei ihm natürlich sein blank rasiertes Fudi: Der Chirurg ist offensichtlich auf Nummer Sicher gegangen, und hat nicht nur am rechten Kniegelenk, dort wo die Operation stattgefunden hat, sondern er hat gleich Simba's gesamten rechten Hinterlauf bis oben zum Rückgrat kahlrasiert, aus Gründen der Sterilität natürlich – mit Ausnahme der Tatze, welche sinnvoller mit einem sterilen Tuch zu umwickeln war! Die erste Woche nach der grossen Operation haben wir glücklich hinter uns gebracht, ohne nennenswerte Schwierigkeiten. Wir werden auch den Rest noch schaffen, und wenn dann im Juli alles richtig verheilt ist dann stellt sich bald auch die Frage, ob wir im Herbst auf der linken Seite das ganze Spielchen wiederholen werden.


op-rasiertes-fudi

Schon lange fand ich es sehr schade, dass ich all die zwitschernden, schnarrenden, keckernden, flötenden, schnatternden etc etc Vogelstimmen nicht besser unterscheiden konnte, oft keine Ahnung hatte welches kleine gefiederte Wesen mich da gerade mit einem Ständchen beglückte, sein Revier kundtat oder sich wichtig machen wollte für eine weibliche Kandidatin. Ein kurzer Hinweis in einer Tageszeitung reichte, und im handumdrehn war ich angemeldet für den Ornithologischen Grundkurs in meiner Nachbarschaft. Nun beschäftigen mich die gefiederten Freunde in vielerlei Hinsicht, ich geniesse die interessanten Theorieabende genauso wie die spannenden Exkursionen, und freue mich wann immer ich im Alltag eine Vogelstimme höre und auch erkenne, welcher eifrige Singschnabel da dahintersteckt!


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Schnecken, diese unbekannten Wesen die im Gemüsegarten ihr Unwesen treiben, deren Häuschen in gewissen Gegenden ungewollt unter meinen unachtsamen Fusstritten mit knackendem Geräusch zerbersten, die mir manchmal völlig unerwartet an Sträuchern, Baumstämmen oder Hauswänden auf Augenhöhe begegnen – irgendwie hat es mich gereizt, mehr über diese fast allgegenwärtigen Weichtiere und über ihre Lebensweise zu erfahren. Der erste Kursabend am Naturama hat mich bereits derart fasziniert, dass ich mir flugs ein Terrarium ins Haus holte und einrichtete, dann ein paar noch in Winterruhe liegende Schnecken einsammelte und mich eine Zeitlang der faszinierenden Welt der Schnecken widmete. Theorieabende und Exkursionen im Wechsel, dazwischen Eigenbeobachtungen und Bücher verschlingen, eine erstaunlich interessante Facette des Tierreichs unseres Alltags!


tierisches-schnecke

Unsere Momo, meine Lieblings-Zuchtkatze mit ihren einzigartigen grasgrĂĽnen Eulenaugen, sie hat in den vergangenen Wochen plötzlich dramatisch an Gewicht verloren, dazu lehmig-stinkende Durchfälle und häufiges Erbrechen, kombiniert mit einem unglaublichen Heisshunger: Der Gang zum Tierarzt ergab dann die Diagnose: Chronische DarmentzĂĽndung! Die Ursache fĂĽr diese immer häufiger gestellte Krankheit  ist unbekannt, es wird vermutet, dass ein Zusammenhang bestehen könnte mit der gängigen VerfĂĽtterung von industriell hergestelltem Fertigfutter, sozusagen eine allergische Reaktion der Darmschleimhaut auf die mannigfaltigen chemischen Stoffe in dem täglichen Futter. Die Behandlung ist sehr einfach, das Tierchen bekommt täglich seine Tablette Kortison. Lebenslang. Momo ist inzwischen wieder gesund, erhält regelmässig ihr Medikament, und selbstverständlich habe ich einen ernsthaften Versuch gestartet mit FrischfĂĽtterung. Aber eine elfjährige Katzendame umzustellen von Fertigfutter auf Frischfutter, das scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, ich hab's aufgegeben.


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Der Februar 2013 segnet uns mit Schnee, weisse Pracht soweit das Auge reicht. Wir geniessen Tag für Tag unsere herrlichen Schneespaziergänge und fühlen uns zuhause wie in den schönsten Winterferien. Nebenan ein wunderschönes Foto von unserem tief verschneiten Urwaldparadies in der Ostschweiz, ein richtiges Wintermärchen, wie im Traum!

 

 

Wintermärchen

Im Doggenclub gehen die Wellen hoch, die diesjährige GV hat zu entscheiden über Verbleib oder Rausschmiss von gleich 4!!! Verhaltensrichtern des Clubs. Dank unserem von Claudia spontan ins Leben gerufenen neuen Doggenforum finden die heissen Diskussionen rund um die GV ihre neue Plattform, und schliesslich bringt die Abstimmung die heftigst umstrittenen Vorstandsentscheide wieder ins Lot. Kurz darauf an der Ausstellung in Fribourg ein riesiger Triumph: Als wohl erster Grautiger weltweit erhält E.T. vom Hause Boss sein wohlverdientes CAC!!! Der Grautiger ist endlich offiziell anerkannt!!!!!

Grautiger vom Hause Boss

Im neuen Doggen-Forum erklingt ein Aufruf zum gemeinsamen Aargauer Doggen-Spaziergang: Da sind wir natürlich mit von der Partie! Und weil die einen besser am Samstag, die andern nur am Sonntag Zeit haben, wird schliesslich an beiden Tagen ein Treffen organisiert: Gut für uns, so können wir an den beiden Spaziergängen mit je zwei unserer Hunde teilnehmen, locker und stressfrei. Am Samstag 16.2. treffen wir uns in Villmergen, Lilofee und Silja sind mit von der Partie. 9 Doggen in blau und schwarz rennen und spielen um die Wette, während wir Zweibeiner die Gelegenheit nutzen für vertraute Plaudereien – natürlich geht's (fast) nur um unsere geliebten Doggen!

Doggenwanderung Villmergen

Am Sonntag 17.2. treffen wir uns beim Flugplatz Birrfeld. Wiederum sind es 9 Vierbeiner, diesmal neben den Doggen noch zwei Vorstehhunde – von uns sind Charengo und Simba mit von der Partie. Trotzdem die Sonne heute fehlt, Spass macht's trotzdem allen Vier- und Zweibeinern. Ein tolles Super-Wochenende, welches uns entschädigt für die während der langen Winterpause ausgefallenen Hundetrainings. Sozial-Hundetraining, sozusagen! Trotzdem sind wir sehr froh, dass mittlerweile wenigstens die eine unserer Hundeschulen ihre Trainings wieder aufgenommen hat, und trainieren nun halt ausnahmsweise mit allen unseren Hunden in Niederlenz – zwei Standbeine sind immer gut!

Doggenwanderung Birrfeld

Die kalten Wintertemperaturen lassen die Freude am Alphorn- und Jagdhornspielen in unserem unbeheizten Musikzimmer gegen den Nullpunkt sinken. Und eines Tages schwebt die Idee meiner alten Querflöte im Raum! Meine gute alte, 30-jährige Querflöte, die viele Jahre unbeachtet in ihrem Etui gelegen hat, ich setze sie hoffnungsvoll an meine Lippen. Doch oh Schreck, kein einziger Ton lässt sich hervorlocken! Das darf doch nicht sein!!! Nun, lange hat es nicht gedauert, seit einigen Wochen erklingen die jubelnden Flötenmelodien wieder wie einst! Während meine alte Silberflöte in Revision ist, begeistert mich meine neue, handgefertigte Messing-Querflöte mit ihrem warmen, weichen Klang derart, dass ich mich jeweils kaum ihrem Zauber entreissen kann: Am liebsten würde ich Tag und Nacht weiterspielen!

Querflötenzauber

 

 

 

 

 

 

Heute ist ein GlĂĽckstag fĂĽr uns: Wir feiern den zweiten Geburtstag unserer S-Wurf Junghunde! Viel ist geschehn in diesem turbulenten zweiten Lebensjahr unserer Doggenhunde, einiges davon verraten die untenstehenden Textzeilen.  Unser herzlicher Dank gilt allen den lieben Doggenfamilien, fĂĽr ihre Liebe und FĂĽrsorge mit welcher sie ihre Döggelis Tag fĂĽr Tag durch's Leben begleiten, und fĂĽr ihre Nachrichten und Fotos, mit denen sie uns weiterhin am Lebensweg unseres S-Wurfes teilhaben lassen. Und der allergrösste Dank gilt nach wie vor unserer tollen ZuchthĂĽndin Lilofee, die uns vor exakt zwei Jahren mit diesem einmalige Geschenk von 11 wunderbaren, gesunden jungen Doggenhunden beglĂĽckt hat!

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Sambuco, Lilofee's Erstgeborener: In intensiver Teamarbeit mit seinem "Rudelführer", getragen von unendlich viel Zuneigung, Liebe und Fürsorge, hat sich der ungestüme, wilde Bengel gemausert zu einem wunderhübschen Doggenrüden mit tadellosem Benehmen. Ein angenehmer und umgänglicher vierbeiniger Freund ist aus ihm geworden: Da steckt eine ganze grosse Menge an Einsatz dahinter, im Alltag wie auch im regelmässigen Training auf dem Hundeplatz, und nicht zuletzt auch eine ausserordentlich erfahrene und engagierte Hundetrainerin. Euch allen gebührt ein riesengrosses Kompliment!

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Simeon der grosse Träumer, der viele Monate zu unserem eigenen Rudel gehört hat: Er ist in gute, liebe Hände gekommen, zu einer herzensguten Familie die im Simeon ihr grosses Glück gefunden hat. Der lässt es sich hier gut gehen, er wird verwöhnt nach Strich und Faden, denn statt wie zuvor als einer von vier Rudelhunden alles teilen zu müssen (und als eher schüchterner Charakter halt oft kampflos zu verzichten) geniesst er nun die uneingeschränkte Aufmerksamkeit einer ganzen Familie. Da kann er sich so richtig als "King" fühlen, wobei er diese Stellung nicht ausnützt, sondern einfach nur geniesst.

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Dieses lustige Foto von Cheyenne (Seraina) mit ihrer geliebten Kuschelfreundin erreichte uns zusammen mit dem kurzen, prägnanten Begleittext:

Wir sind die besten Freunde, deswegen kuscheln wir gerne zusammen

 

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Ja liebe Gina (Sara) jetzt wirst du schon 2 Jahre. Mir kommt es vor als wärst du schon immer bei uns gewesen. Von Anfang an warst Du auf mich fixiert und das hat sich bis zum heuten Tag nicht geändert. Immer noch suchst du meine Nähe und bist eine treue Begleiterin.

Ich freue mich immer wieder aufs Neue wenn ich dir zuschauen kann wie leidenschaftlich du mit Wasser oder Holz spielst, oder noch besser mit anderen Hunden.

Du bist ein sehr freundliches Wesen ob es Mensch, Kind, oder kleine Tiere sind spielt keine Rolle.

Wir hoffen dass wir noch viele so schöne Jahre mit Dir verbringen dürfen, denn du schenkst uns viel Kraft und Freude.

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Zu Harry (Seraphin) erreichte uns im Herbst folgendes Mail:

Harry is doing very well. He has a very happy and delightful character - we all love him very much. Unfortunately he began barking at night and no matter what we did we could not stop it. Our neighbours began to complain. My brother, who lives on a farm in Vaud, offered to look after him - he already has another Great Dane who is 2, another boy. My brother thought Harry would be good company for Rhubarb. Initially we had hoped for it to be temporary as we plan to move back to England and get a small farm where we will have plenty of space, although now it would seem totally unfair to take him away. He is very happy and we still see him whenever we go to see my brother.

Da es mit den versprochenen Fotos noch eine Weile dauert, nebenan ein "Phantombild", wie wir uns den grossen Harry vorstellen. Wir hoffen auf baldige aktuelle News von Harry!

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Der grosse, urgemĂĽtliche Simba mit seinen wunderschönen, inzwischen goldfarben gewordenen grossen, leuchtenden Augen, die eine so ungewöhnliche, fast magische Faszination ausstrahlen: Der Simba mit seiner aussergewöhnlichen körperlichen Präsenz, wie oft steht er einfach nur da, eine riesengrosse Seele von Hund, lehnt sich einfach nur an, möchte die körperliche Nähe fĂĽhlen und geniessen, zeitlos und fast bewegungslos. Er legt seinen riesengrossen, weichen Kopf in meine Arme und zieht meinen Geruch immer und immer wieder mit Insbrunst durch seine grosse Nase, ein und aus, ein und aus und könnte wohl stundenlang so verharren, jede innige BerĂĽhrung tief in sich aufsaugen. Beim Karessieren seines grossen weichen Kopfes fĂĽhle ich mich jedesmal wieder zurĂĽckversetzt in meine jĂĽngste Kindheit, sein samtiger Pelz in meinen Händen erinnert mich zu sehr an meine so geliebten Kinder-PlĂĽschtierchen von damals: Nur dass dieser Kuschel-PlĂĽsch nun so lebendig, so warm und so sehnsĂĽchtig in meinen Händen liegt...   Herzbube, mein Simba!

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Unsere Silja, der Schalk blitzt lustig aus ihren Augen. Sie ist ein richtiger Springinsfeld, hĂĽpft wie ein Känguruh durch die Gegend, legt ihre Kapriolen in die Luft und kann es jeweils kaum verstehn, dass ihr gemĂĽtliches Bruderherz ihre unmissverständlichen Aufforderungen zum Spiel nur allzu oft geflissentlich ĂĽbersieht. Doch die Enttäuschung ist jeweils schnell wieder vergessen, zu spannend und interessant ist alles was der Silja vor ihr Näschen kommt. Unsere Silja ist ein Bewegungstierchen und nĂĽtzt auf dem Trainingsplatz jede sich bietende Gelegenheit, mal kurz einen Speed durch den Tunnel oder ĂĽber die Schrägwand oder den Steg einzulegen – wir haben fest im Sinn, mit unserem QuickyhĂĽndchen im FrĂĽhling mit Agility zu beginnen.

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Salome va très bien, son comportement est vif et c'est une chienne très joyeuse et joueuse. Nous sommes très content avec elle. Je fais de la course à pied une fois par semaine ce qui développe bien sa musculature.

Je vais également une fois par semaine suivre un cours d'éducation canine, pour améliorer son comportement et apprendre à être avec les autres chiens.

Nous n'avons pas de difficultés avec Salome et elle est très affectueuse avec toute la famille.

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Happy Birthday Velvet (Samira). Heute wirst du schon zwei Jahre alt – wie schnell doch die Zeit vergeht! Uns kommt es so vor, als hätten wir dich eben erst in Beinwil abgeholt. Als hätte ich dich erst noch auf meinem Schoss gehabt. Zwölf Wochen jung und endlos viele Falten im Gesicht.

Seit du bei uns bist, ist kein Tag vergangen, ohne dass du uns zum Lachen gebracht hast. Deine anfänglich’ tapsige Art wich eines Tages einer graziösen.

Wir geben Acht auf dich und sind dankbar, dich vor Gesundheit strotzend über die Felder flitzen zu sehen. Auch wenn du so unglaublich schön glänzend bist: Eine braune lehmige Nase und Erde an den Pfoten so hoch wie ein Stiletto, dass möchten wir dir natürlich nicht vorenthalten.

So ungestüm du sein kannst wenn du losrennen darfst, so sanft bist du, wenn du bei unseren Einsätzen kleinen Kindern zeigst, dass sie keine Angst vor dir haben müssen.

Wie gut du zu unserem kleinen Ben bist, das ist einmalig. Wir wissen, dass du ihm eine treue Weggefährtin sein wirst.

Liebe Velvet, du bist ein Riesenschatz mit einem Herzen aus Gold und fĂĽr uns einfach die Beste! Happy Birthday!

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Saphir der Pechvogel erholt sich ausserordentlich gut von seinem schweren Unfall anfang Dezember. Wir alle sind sehr glücklich und erleichtert, dass er wie es den Anschein macht keine gesundheitlichen Folgen davonträgt. Dass er unter diesen Umständen zur Zeit etwas verwöhnt wird, ist mehr als verständlich. Der folgende Text ist zwar nicht für die Öffentlichkeit geschrieben worden, aber er ist so süss:

Mir gefällt dieses Foto ganz gut, da sind alle drei drauf und wie immer Saphir in bester Pose. Der Lümmel nützt es so richtig aus, dass er noch mehr verwöhnt wird als sonst. Er hat etwas ganz neues angefangen um mir noch näher zu sein, er ist ja ohnehin schon immer bei mir, auch in der Nacht. Doch jetzt kann er einfach nicht mehr schlafen, wenn er nicht bei mir unter der Decke sein kann. Da wir im Schlafzimmer schon etwas kalt haben, habe ich jetzt eine riesen Bettflasche und muss nicht mehr frieren! Einen Nachteil hat es doch schon, mein Platz im Bett ist sehr knapp geworden. Manchmal wenn er es zu sehr übertreibt mit dem Platz den er für sich in Anspruch nimmt, da muss er dann auf sein Bett zurück gehen.
Mit dem Text zum Foto, denke ich findest Du bestimmt die richtigen Worte, Du kennst Saphir ja sehr gut und was er so alles anstellt. Er ist einfach das grösste Geschenk, was mir passieren konnte.

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Louis' (Sirius) Familie schickt uns folgendes Mail:

also zuerst mal herzlichen Dank für das sehr gelungene und äusserst wertvolle Fotobuch über unsere Hunde bzw. über unseren Louis - wir schätzen dies sehr, mit welchem Einsatz und welcher Hingabe du uns begleitest und immer wieder überraschst. Wir haben diese Aufnahmen noch nie gesehen und so ist das Album erst recht etwas ganz besonderes für uns!!! Vielen lieben Dank, das ist eine grosse Freude!!

Leider wurde unser lieber und treuer Sam Mitte letzen Jahres sehr krank, er hatte einen bösartigen Tumor in der Schnauze, der schnell gewachsen ist und der Arzt konnte ihm leider nicht mehr mit zumutbaren Mitteln helfen. So mussten wir ihn schweren Herzens am Anfang dieses Jahres von seinem Leiden erlösen. Dies hat die ganze Familie sehr mitgenommen und es sind natürlich alle sehr traurig über den Verlust - Louis inklusive, und wir denken, dass er seinen Weggefährten Sam auch sehr vermisst.

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