Als kleines "Br√ľderchen" f√ľr Parween hatten wir das grosse Gl√ľck, wiederum unseren Wunsch-Welpen aus dem zahlreichen Q-Wurf Schuru-esch-Schams zu bekommen: Nebst zwei gestromtfarbenen aus insgesamt vier Schwesterchen, war unser Auserw√§hlter der einzige gestromte von insgesamt f√ľnf R√ľden des Wurfes. Unser Qa'ani zeigt in seiner Fellf√§rbung ein ganz besonderes, recht seltenes Ph√§nomen: Der kleine Sloughi-Bub ist auf sehr heller Sandfarbe nur sehr sehr leicht gestromt, ja sogar "halbgestromt", dh seine linke K√∂rperseite zeigt praktisch keine Stromung. Bei seiner Geburt war noch nicht eindeutig klar, ist er nun gestromt oder nicht? Sloughi-Welpen zeigen in ihren ersten Lebenstagen typischderweise ein sehr viel dunkleres Haarkleid als die sp√§tere Erwachsenenfarbe sein wird, die leichte Stromung war in der "√ľberrussten" Jungwelpen-Fellfarbe kaum zu erkennen. Doch mit ihrem ge√ľbten Blick bekam die Z√ľchterin schliesslich wieder einmal recht.


Qaani 1


Unser kleiner Wichtelmann zeigte bereits in seinem fr√ľhesten Welpenalter ganz eindeutig andere Charaktermerkmale als unser brillanter Alphar√ľde Parween. Sehr verschmust und ein √ľberaus anh√§ngliches Kuschelk√§tzchen, wirkte er mit seinen runden Knopfaugen wie ein staunendes Unschuldsengelchen. Doch auch er suchte, wie damals der Parween, bereits bei unserem ersten Welpenbesuch immer wieder meine N√§he, und schmiegte sich eng an mich wie um mir klarzumachen: Wir geh√∂ren zusammen! Daneben aber wurde rasch klar, auch unsere kleine Knutschkugel hat ein gesundes, robustes Naturell, viel Abenteurer- und Entdeckergeist und √ľberdies eine lustige Eigenheit, die er mit unserem Kater Migal und unserem Weimaraner Charengo teilt: Er ist ein richtiges Plapperm√§ulchen! Er plaudert und schw√§tzt munter drauflos, und h√§lt mit seiner Meinung grunds√§tzlich ganz und gar nicht zur√ľck. Gut so, sowas macht das Zusammenleben einfach! Wir nennen unser neues Rudelmitglied "Qa'ani", der arabische Ausdruck f√ľr "zufrieden": Friedlich und zufrieden in seinem Grundcharakter scheint uns der kleine Wichtelmann zu sein, und zufrieden und gl√ľcklich werden ganz bestimmt auch wir andern sein: Die zwei Doggendamen und Charengo weil sich die √ľbersch√§umende Aktivit√§t unseres Quecksilbers Parween bestimmt bald in Richtung auf seinen kleinen Artgenossen kanalisieren wird, Parween weil er endlich seinesgleichen als Spielkamer√§dli hat, und ich als Rudelchefin weil nun die gute Harmonie im Hunderudel wieder hergestellt ist.


Qaani 2


Nun, den Einstieg in unser Rudel war f√ľr den kleinen Qa'ani eindeutig turbulenter als damals vor drei Monaten beim Parween. Unsere drei erwachsenen Hunde waren zwar wie damals absolut unproblematisch, sie akzeptierten und liebten den kleinen Neuzugang von Anfang an v√∂llig diskussionslos, er geh√∂rte nun halt ganz einfach zu uns. Der Parween aber, der war ganz einfach hin und weg, und in seiner √ľberschw√§nglichen Begeisterung √ľber das kleine Sloughi-Br√ľderchen konnte er lange sein √ľbersch√§umendes Temperament kaum bremsen, musste und wollte er doch immer wieder aufs neue beweisen, wie gross und stark und flink und und und er war, viel besser jedenfalls als der kleine Wichtel. Naja, f√ľr etwas war ja die Rudelchefin da. Die beiden Wildf√§nge konnten in den ersten Tagen jedenfalls nie l√§nger als ein paar wenige Minuten unkontrolliert miteinander in demselben Raum gelassen werden, und der Qa'ani verbrachte zwangsl√§ufig seine ersten N√§chte an seinem neuen Wohnort im Schlafzimmer neben meinem Kopfkissen. Was er auch sichtlich √ľberaus genoss, und damit war er nicht der einzige...


Qaani 3


Ein paar wenige Tage jedoch reichten unserem gelehrigen Parween, um die Situation richtig einsch√§tzen zu lernen. Nun spielt er bereits absolut altersangepasst mit seinem kleinen Sloughi-Br√ľderchen, und oft ist es auch der Qa'ani selber, der die √§rgsten Attacken f√§hrt und immer mal wieder ein neues Kampfspielchen beginnt. Nur w√§hrend unseren gemeinsamen Rudelspazierg√§ngen kommt es noch immer regelm√§ssig soweit, dass der Parween pl√∂tzlich irgendwie "austickt" und so richtig aufdreht, ohne R√ľcksicht auf Verluste. Das ist dann regelm√§ssig der Moment, wo Leine angesagt ist. Bis der Parween auch diese Lektion intus hat. Ansonsten bekommt der Parween nat√ľrlich t√§glich auch seinen l√§ngeren, gr√∂sstenteils leinenfreien Spaziergang ohne klein-Br√ľderchen, der ja in seinem zarten Welpenalter noch keine allzu langen M√§rsche absolvieren darf. Mama Lilofee bleibt dann mit unserem kleinen Wichtelmann zuhause und geht anschliessend mit ihrem neuen Welpen zu zweit einen k√ľrzeren Weg im Quartier. So kommen alle auf ihre Rechnung.

√úber die weiteren Abenteuer mit unseren beiden Sloughi-Buben werden wir zu gegebener Zeit berichten!


Qaani 4